Herkunft des Heils „Jesus“ aus griechischer Natur- und Vernunftlehre

Wie die griechische Natur-/Vernunftlehre (Logos) bei hellenistischen Juden als Weisheit, Sohn, Gesalbter: „Christus“ auf den heute nicht nur in Bibel und Koran im Wort beschriebenen „einen“ Sinn und Grund allen Seins (Gottheit von Juden, wie Griechen), damit rechte Lebensweise verwies. Womit die nach dem Wandel vom Mythos zum Logos in Vernunft erklärte Natur, damit der gesamte Kosmos wahrer neuer Tempel und so begründete Weisheit, Wort, Gesetz das historische Heilswesen „Jesus“ war. Und wie daher heute meist in Ökologie begründete Weisheit aufgeklärt in natürlich begründeten Vernunftreligionen zur tiefgreifenden Kulturbestimmung mündiger Weltbürger und damit auch die wissenschaftliche Voraussetzung für ein Leben in Gemeinsinn und Vernunft sowie kulturellen Friede geschaffen werden könnte.

Eigentlich ist die Geschichte logisch und einfach:

Während für naturbeobachtende und himmelsberechnende Hebräer der so erkannte schöpferische Sinn noch „allein“ die Grundlage für ihr Gesetz/Thora, das Gotteswort war. Das ist im hellenistischen Judentum, wie bei ihre menschlichen Gottheiten, Mysterien, Orakel und Opfer kritisierenden Griechen in „einem“ im nun natürlichen Weltganzen begründeten gemeinsamen Sinn allen Seins weltgültig geworden.

So ist im Wandel vom Mythos zum Logos die bisher Juden „allein“ geltende Bestimmung (Thora) genau dort verstanden worden, wo wir heute von Ökologie sprechen. Was uns inzwischen schon die Kinder als Weisheit vorbeten, wurde von anfänglichen Denkern als Christus=Sohn, damit universale Bestimmung/Vernunft im Sinn des Propheten geltenden  Wortes, wie Tao oder Dharma verstanden.

Genau dieses erst nach Einigung anfänglich vieler anfänglich nicht nur platonischer, sondern auch in persischer Philosophie begründeter, später christlicher, wie dann  auch innerkirchlich konkurrierender Lehren hervorgegangene Heil „Jesus“ und dessen Auseinandersetzung mit den Schriftgelehrten und Pharisäern, sowie vieler Jünger-Missverständnisse auf dem Weg vom Heidenland zum ewigen Jerusalem ist in den Evangelien nachzulesen. Die in griechischer Naturlehre begründete Weisheit als Christus liegt damit auch den Theologiebriefen des im hellenistischen Judentum gewandelten Pharisäers (Paulus) zugrunde. Wo es egal wer die Texte verfasste, nicht um den Verfolger einer Handwerksburschen-Sekte ging, sondern des im hellenistischen Judentum lebendigen Heils „Jesus Christus“, von dem die Weltmission ausging.

Doch damit war der Grund christlichen Glaubens kein als Christus verherrlichter Guru als neuer Gott. Umgekehrt. Er liegt dort, wo wir heute von ökologischer Weisheit oder in Evolution begründetem Humanismus sprechen und dies in Bezug auf die verschiedenen kulturellen Traditionen (somit rational begründeten Vernunftreligionen) im „gemeinsamen Sinn“ zur tiefgreifendenden gemeinsamen Kulturbestimmung mündiger Weltbürgern werden könnte.

Inhalt:

-A) Aufgabe historisch-kritischer Theologie als Anfang

-B) Begriffsklärung Logos vorweg

-C) 1 bis 23, Geschichte des jüdischen Heils „Jesus“ im griechischen Wandel vom Mythos zum Logos

 

A)     Aufgabe historisch-kritischer Theologie als Anfang

Als vor wenigen Jahren Klaus Berger in Heidelberg Jesus Christus als hoheitliches Wesen der Bibel nach lehrte. Da trug das zwar bereits bei der aufgeklärten Welt dazu bei, die christlichen Glaubensaussagen als absurd zu sehen. Doch wo ein junger Mann als historischer Jesu noch ohne zu hinterfragen als postmoderner junger Gott galt, war die Lehre, die Dank historischer Kritik heute unhaltbar geworden ist, noch halbwegs logisch.

Die in vielen Briefen geäußerte Bitte, den Anstoß zu geben, das hoheitliche Wesen dort zu bedenken, wo  bereits Wurzel-/Radikalkritische Neutestamentler vor ihm den historischen Jesus sahen, alle anfänglichen Denker vom Logos=Christus sprachen, wir heute in Ökologie oder als Evolution definieren, hat er mit dem Verweis auf die Bibel abgelehnt. Wenn Professor Berger nun seine historisch-kritischen Nachfolger, die heute in aufgeklärter Welt nur noch einen einfachen Religionsrebellen zulassen können, im Buch als „Bibelfälscher“ bezeichnet, dann ist das verständlich, trifft jedoch nicht zu. Denn auch wenn ein mehr als banaler junger Mann als der historische Jesus vorgestellt wird, der als seinem Vater helfender Bauhandwerker zwar nicht lesen konnte, aber angeblich besonders gut in der Thora ausgebildet war. Bereits in der Vorlesung über den Historischen Jesus wird vermittel, dass es um den nicht ging, die Verfasser vom Christus, dem Gottes-, Menschensohn als neuem König, der schöpferischen Basileia und so einem jüdischen Heil schreiben. Wie es hier in hellenistischer Naturlehre begründet wird. Denn wo die heutigen Lehrer ihren banalen „jungen Mann“ hernehmen, der der historische Jesus gewesen sein soll, konnte auch aufgrund penetranter, das Studium störender Zwischenfragen eines laienhaften Gasthörers nicht beantwortet werden und ist so sicherlich nicht nur in Heidelberg kaum ein Thema. 

Auch Benedikt XVI., der als Anwalt schöpferischer Vernunft gilt, diese bei intellektuellen Reden ständig als christliches Wesen im Weiterdenken griechischer Philosophie und mit Verstand einsehbar bezeichnete, konnte den jeweils vor den Deutschlandbesuchen geäußerten Bitten nicht entsprechen. Er hat in seinen drei Jesusbüchern zwar wie von einem einfachen Menschen, dabei jedoch den biblischen  Christus, damit aber die schöpferische Vernunft beschrieben. Die er dann beim Deutschlandbesuch in seiner letzten großen Rede vor dem Bundestag als Grund des Rechtes nicht im biblischen Jesus, sondern in ökologischer Lehre zu bedenken gab. Dabei hat er sich  auf die jüdische Weisheit, wie das bezogen, was der Stoa als Logos, damit in Vernunft erklärte Natur zugrunde lag. Spätestens hier hätte ihn die historisch-kritische Wissenschaft, die sich sonst beschwerte, dass er auf die heutige Kritik nicht einging, beim „Wort“ nehmen müssen. Zumal der als „Mann des Wortes“ gelobte Franziskus dann seine Predigten oder Enzyklika von einem sozial-ökologisch gerechten Verhalten als Voraussetzung für die gemeinsame Zukunft genau dort begründet, wo der über die heutige „Verfassung ohne Grund“ schreibende Philosophen-Papst das Recht nun in Ökologie zu bedenken gab,  von griechischer Vernunftlehre oder jüdischer Weisheit und sonst von Jesus Christus sprach.

Die historisch arbeitende theologische Hochschule hat heute die aufklärerische Kritik an einem hoheitlichen Christus, ebenso wie aber die an einem zum Zwergenmaß gewordenen jungen Mann als historischen Jesus, meist allerdings aufgrund biblischer Zweifel, längst überholt. Ohne jedoch ihre wissenschaftlich-historische Erkenntnisse um die Anfänge und exegetischen Erkenntnisse ernst zu nehmen. Und damit den biblischen Jesus Christus, wie ihn der daher kaum mehr ernst genommene Berger als persönlichen Gott nur dogmatisch bewahren will, in seiner historischen und heute weiterzuführenden Heilsgröße aufgeklärt zu bedenken. Und zwar dort, wo Benedikt XVI. das Recht, Franziskus, wie auch jeder protestantische Pfarrer in Realität das rechte Verhalten herleiten, auch von einer „Ökologie des Menschen“  geredet wird.

Hier muss daher nicht die erst mit der Aufklärung beginnenden Leben-Jesusforschung nachgezeichnet werden. Und wie bereits vor den Weltkriegen Neutestamentler deutlich machten, dass es beim historischen Jesus um das ging, was Griechen als Logos bezeichneten, so noch vergeblich die Realität des heute in weltgültiger Natur-/Sinnlehre zu erkennenden Glaubensgrundes neu definieren wollten. Doch allein die Tatsache, wie noch für Karl Barth, der über den angeblich Historischen sagte „ich kenne diesen Herren nicht“ oder den von Berger wegen seiner rationalen Entmythologisierung kritisierten Rudolf Bultmann und seine Schule „Christus“ maßgebend galt, dessen historisch-kritische Hinterfragung nicht zu verhindern war, weist den Weg.

Auch wenn heute von Jesus-Worten gesprochen wird, wie wenn es doch um heimlich mitgeschriebene Botschaften eines besonders bibelschlauen Handwerksburschen ging, werden die Jesusgeschichten als bewusste Kompositionen von Weisheitslehren durch hochgebildete hellenistisch-jüdische Theologieliteraten gelehrt. Die je nach theologischem Aspekt einzelne Logien (Weisheitslehren) aufgriffen oder sie in einen anderen Zusammenhang stellten. Damit zeigen sich die biblischen Verfasser als mittelplatonische Denker, die es sich zur Aufgabe machten, die in griechischer Naturlehre begründete Weisheit an Stelle der buchstäblichen Schriftlehre traditioneller Pharisäer, wie der griechischen Gottheiten zur Volksbestimmung zu machen oder wie Johannes, griechische Philosophenschulen. Was, wie hier deutlich wird, alles Jünger, echte Apostel des Heils „Jesus“ waren.

Doch wo blindwütig ein junger Mann unterstellt, nicht das historische Heil „Jesus Christus“ bedacht wird. Wodurch der jüdische Bund im bildhaften Verständnis der alten Texte im Sinne zeitgemäßer Lehre von der Natur (Logos) auf weltgültige Beine gestellt, so nicht nur Elia oder Moses in Josua/Jesus auferstanden waren. Da wird zwar gelehrt, wie Johannes von philo-sophischer Weltvernunft, Paulus von Weisheit, in diesem Sinne auch die anderen Evangelien vom Christus, dem wahren Gottessohn, König, Auferstandenen schreiben. Aber auch wenn erklärt wird, wie alle philosophischen Sachverhalte im Volk zeit- und kulturgerecht vermittelt wurden. Was ja auch alle kirchlichen Vordenker, Väter in vielen Texten als notwendig betonten. Und die dann konkret beschrieben, warum die nun in Natur begründete Vernunft/Weisheit nur in der bekannten menschlichen Gestalt im Volk vermittelbar war. Weil nicht jeder ein Philosoph sein konnte oder den alten volksbestimmenden Gottheiten entsprochen werden musste. Und die Jünger-Missverständnisse auf dem Weg vom „Heidenland nach Jerusalem“ (bereits von Kirchenvätern als ewiges Ziel gelebter Weisheit, keine Stadt) bis in die frühe Kirche und ihre Christologie-Diskussion verortet werden. Heute bleibt nur ein bibelschlauer Handwerksbursche, der in Jerusalem wegen Häresie hingerichtet und dem das alles angedichtet, der nur als Christus, Gottesssohn gesehen, für Bildungsbürge apologetisch als Logos (damit Natur-/Sinnlehre) ausgegeben worden wäre.

So dass der neben mir sitzende Student zum Abschluss der Vorlesung über den historischen Jesus fragte, wieso der gute Mann durch seine Freunde zu etwas gemacht wurde, was er nicht war und wollte. Was Professor Peter Lampe jedoch als Theologie des Neuen Testamentes vorstellte. Und dann von Ihm in „Die Wirklichkeit als Bild“ nur noch eine konstruktivistische Wirklichkeit (in Analogie zu traumwanderden Jugendlichen, die ihre Vision als Wahrheit sehen) erklärt werden kann. Womit das letzte Argument in der Pause zur Vorlesung über den Markus-Verfasser als einen philosophisch, wie literaturwissenschaftlich hochgebildeten Theologen wahrscheinlich in Rom war. Wo in der Stoa die in Vernunft gelehrte Natur (Logos) den Menschen nicht nur ihren Sinn und ihre Aufgabe im kreativen Ganzen vermittelte, sondern sagte, wie die persönliche Gier unter die Herrschaft natürlicher Schöpfung, damit Vernunft zu stellen war, damit die Voraussetzung für die Ethik des Neuen Testamentes lieferte. „Die Amerikaner haben ja auch einen Trottel zum Präsidenten gemacht“. Was sich im Geschichtsgeschehen der USA logisch begründen lässt. Ganz im Gegensatz zu Verherrlichung eines bibelschlauen Handwerksburschen durch einen hochgebildeten jüdische-hellenistischen Theologieliteraten des Mittelplatonismus. Oder gar, dass der in Zeiten der Stoa zur Weltbestimmung für die von Peter Lampe beschriebenen „stadtrömischen Christen“ wurde.

In Rom, Syrien, Alexandrien oder sonst wo war bei hellenistischen Juden, aber auch bei den als „Gottesfürchtigen“  zum weltgültigen Judentum konvertierten Griechen, die in Vernunft gelehrte monistische Natur (Logos), damit frühe Ökologie maßgebend für das schöpfungsgemäße Leben. Und da der in der auch für die anderen Synoptiker grundlegenden Markus-Geschichte genau das beschreiben wird, was sich allein im hellenistischen (damit von griechischer Naturlehre/Logos als Christus ausgehenden) Judentum als Heilsgeschehen realgeschichtlich nachvollziehen lässt. Was Philo als heimlicher Hörer, stellvertretend für das hellenistische Judentum, Professor Lampe nach jeder Vorlesung deutlich machte. Damit ist klar, wie die synoptischen Evangelien, die einzig noch als Belegt für einen jungen Mann dienen könnten, gleichwohl sie wie gelehrt, vom Christus schreiben, der jedoch im hellenistischen Judentum im Logos begründet war, hier auch das Heil zu sehen ist. Und da dieses Heil, zu dem auch die menschliche Ausdrucksweise gehört, sich in historischer Realität kausaler kulturellen Entwicklung nachvollziehen lässt, wurde daher dort auch zu Recht vom Heil im Sinne Josua gesprochen, war Jesus eine historisch lebendige und damit heute wegweisende Größe.

Denn damit steht aber auch fest, wie und wo die Brücken zwischen den Zeiten bedacht wurde und die Synthese der Kulturen gegeben war. Wo zeitgemäß, aber kulturgerecht übersetzt, in Vernunft ein neuer, weltgültiger jüdischer Volkskult begründet und damit das prophetisch erhoffte Heil herkommt. Denn nicht allein in der Bildung jüdischer Diaspora, die im bildhaften Verstand der Moses-Propheten als frühe Philosophie griechischer Naturlehre folgte, den in Vernunft erklärten Kosmos als neuen Tempel, lebendige Thora sah, war im aufgeklärt-bildhaften Verstand jüdischer Tradition ein Auf-Verstand alter Wesentlichkeit, jüdischer Kulturbestimmung in Weisheit gegeben.

Auch in nichtjüdischer Bildung, ob in Persien oder für die Kirche maßgeblich Kleinasien, wo vorher die griechische Vernunftlehre ihren Anfang nahm, wurde so von kirchlichen Vordenkern in Synthese der kulturellen Vorstellungen in Naturlehre (Logos) eine höchste Wesentlichkeit im Sinne von Zeus und JHWH bedacht. So wurde von dort kommenden Denkern später in Dreieinigkeit die in Vernunft/Logik erklärte Natur (Logos) als gleichen Wesens wie ihr ewiger Grund, damit auch die Väter-Gottheiten beschrieben. 

Wo wir heute nicht nur die Natur in Vernunft (Logos) erklären, sondern so auch, wie alles auf kreative (schöpferische) Weise öko-logisch zusammenhängt, ein heiles auch für unser Leben maßgebendes Ganzes bildet. Dessen Sinn wir als selbstverantwortliche Wesen in gemeinsamer Kult-ur (im heilen Geist) gerecht werden müssen. Was, wie gerade die Europawohl zeigte, bei der trotz weltweitem Ruf nach gemeinsamer ökologischer Weisheit oft das Gegenteil gewählt wurde, nicht einfach ist. Und wenn so beispielsweise auch die Menschen in der Lausitz kein Verständnis für ihre Arbeitslosigkeit haben, wenn einige Kilometer in Polen weiter neue Braunkohlebergwerke gebaut werden. Dann zeigt dies, wie in einer zusammenhängenden Welt auch ein gemeinsamer, heiler Geist gebraucht wird. Wobei auch die Stimmen der Jugend für den Klimaschutz so wenig wie die des Papstes einen grundlegenden Verhaltenswandel ausmachen, wie ihn nur ein grundlegender gemeinsamer Kulturwandel bewirken kann. So diskutierten Neuplatoniker anfänglich in einer globalen Welt, auch mit Blick auf den Sittenverfall, die legendären ausschweifenden Lebensweise Roms bei gleichzeitigem Hunger, dem die Kaiser mit Restauration der alten Gottheiten begegnen wollten, noch recht spekulativ über einen neuen gemeinsamen gottesbild- und opferfreien Kult in Dreieinigkeit. Der im ganzen römischen Reich, damit weit über Europa hinaus Geltung haben, Gemeinsinn schaffen sollte. Und spätantike Kaiser, die die als gottlos (atheistisch) geltenden, weil den altbewährten Gottheiten oder gar den von Römern als sinnlose Falbeln angesehenen Buchstaben der Juden aufgrund einer höchsten Wesentlichkeit oder Weisheit die Ehre verweigerten und daher als „Christen“  galten, nicht weiter verfolgten wollten. Die im neuen Kult aufgrund ihrer Bildung die Zukunft sahen. Die mussten für die heilige Weisheit auf byzantinischen Mauern bei unzähligen Konzilen, für die Intellektuelle Berater/Bischöfe mit unterschiedlicher philosophischer Sicht aus dem ganzen Reich, maßgeblich jüdischer Bildung Alexandriens zusammengetrommelt wurden, eine einheitliche Kirche bauen. Wobei dann nicht allein die später zur Moschee werdende Hagia Sophia in Konstantinopel in den Islam mündete.

Auch wenn diese Darstellung der Dreieinigkeits-Debatte in heutiger Begrifflichkeit und des neuen Weisheits, damit Christuskultes, für den die Kirche gebaut und der auch im Islam philosophisch weitergeführt wurde, allzu rationalistisch verkürzt ist. Dies trifft weit mehr die historische Realität, als einen jungen Mann an den Anfang zu stellen. Der bei Wissenschaftlern, die sich historisch-kritisch mit dem Islam auseinandersetzen, zu allem Übel dann von arabischer Aufklärung, die in Wirklichkeit ebenso Aristoteles folgte und sich auf den gleichen Logos wie die Kirche, damit in Vernunft, als Natur gelehrte Genesis berief, zu Mohammed nicht nur numismatisch nachweisbar „umgemünzt“ worden sein müsste.

Wo nicht die philosophischen Diskussions-Dokumente-Texte Gegenstand der Betrachtung sind, sondern man der heutigen Lehre von einem jungen Mann folgt, glaubt man eh zu wissen, auch in der Antike wäre nur sonntägliches Glaubensgeschwätz von dessen Gottheit gewesen. Nachdem man an Pfingsten Kerzen auf dem Kopf anzündete und so den Heiligen Geist lobte, ähnlich wie in Bibel-TV. Mit einem in Vernunft erklärten gemeinsamen kreativen Sinn allen Seins, der sich im öko-logisch zusammenhängenden Ganzen zeigt und heute mehr denn je auch ein heiles, gemeinsames Kulturverständnis, einen neuen Geist notwendig machte, hat das dann alles nichts zu tun. Wer sich jedoch die Mühe macht, die antiken Texte in den geschichtlichen Lehrbüchern mit aufgeklärten Augen zu betrachten, der stellt fest: Mit Kerzen auf dem Kopf, poetischen Hirngespinsten des traditonellen Glaubens, die einem Handwerksburschen zur apologetischen Einfärbung oder sonstigen Zwecken aufgesetzt wurde, hatten weder die christologische Diskussion zur philosophisch-theologisch einheitlichen Definition nun in monistischer Vernunft erklärter schöpferischer Wirklichkeit/Natur und damit auch der heilen Einheit im Geist der Kultur (damit des gesamten Volkes) etwas zu tun. Doch war das der Grund, wofür die notwendige Kirche der Heiligen Weisheit als Gottessohn gebaut wurde oder der sich dann davon abgrenzende, andere Wege gehende Koran.

Wenn daher die künftigen Theologen, die aufgrund heutiger Hypothese nach der Verherrlichung eines Gurus durch seine Freunde fragen, auf der Kanzel von diesem als Christus wie einem neuen Gott reden. Da müsste man das nicht allein verbieten, weil so der christliche Glaube in aufgeklärten Augen (die allerdings der Anfang waren) als Schwachsinn erscheint und weltweitem mörderischen, sich gegenseitig abgrenzendem Aber-glaube Vorschub geleistet wird. Auch wegen der Gefahr, dass Menschen statt die ökologische Weisheit in Bezug auf ihre aufgeklärte Wurzeln als Kultbestimmung sehen, sondern wieder einen Guru anbeten oder zweibeinigen Heilsbringern folgen, wie das nicht allein die „Deutschen Christen“ in Mehrheit im „Dritten Reich“ taten.

Heute lässt sich aber nicht nur nachvollziehen, wie notwendig die Fleischwerdung war. Wie damit die schriftlich-menschliche Ausdrucksweise der Weisheit/Vernunftlehre kein doketistischer Schein, sondern höchst schöpferische Wesentlichkeit in kreativer Kulturentwicklung war. Auch wie der weitere Weg in Kulturentwicklung, der dazu führte, dass heute wie selbstverständlich bei Jesus von einem egal wie gestrickten jungen Mann ausgegangen wird, lässt sich als logischer und kreativ notwendiger Entwicklungsprozess in Evolution betrachten. Wer in den Geschichtsbüchern die Kulturentwicklung nach der Völkerwanderung, dann die Mission der Stämme des Nordens liest, die mit Gewalt von den alten Bildern und Opfermythen abgebracht wurden. Im Gegensatz zu den Anfängen in antiker Hochzivilisation und Philosophie, wo Gewalt gegenüber Bilder- und Opferverweigerern war. Und wer dann auch die Diskussion über die Bilder noch bis bald ins Mittelalter betrachtet. Wobei sich die (meist für die sinnliche Ausdrucksweise stehende Frauen) durchsetzten, die die „pädagogische Seite“ der Christus- und Kreuzesbilder betonte, weil das Volk nicht lesen konnte. Der macht es sich zu leicht zu denken, jetzt wüsste er, warum die heutige Theologie die alten Texte und Lehren nicht ernst nimmt, sondern einen jungen Mann als selbstverständlich voraussetzt. Die heutige Lehr-Hypothese zeigt vielmehr, wie notwendig die Bilder, damit menschliche Persönlichkeiten auch weiterhin sind. Ohne die die Emotionen, die Menschen in Ihrer Ganzheit ansprechenden Bilder und Geschichten, ohne die auch heute keiner der oft teuer bezahlten Weisheitslehrer/Erfolgstrainer auskommt und die in der gesamten Kommunikation über den Erfolg entscheiden und politische Mehrheiten bestimmen, hätte sich die christliche Lehre verflüchtigt. Und so ist es keine Selbstmanipulation sondern ein Gebot der Vernunft, wenn wir auch dann, wenn wir wissen, dass es bei Jesus um eine Weisheit ging, die wir heute in Ökologie begründen, weiter voller Begeisterung die alten Lieder singen und von Jesus sprechen. Ähnlich, wie wir das auch am Anfang, beim bildhaften Auferstand des Alten beobachten. Doch dafür ist die Zeit reif.

So wird im Studium bei Paulus die philosophische, damit frühökologische Weisheit als Christus vorgestellt und ständig auf Platon, Philo, damit den gewandelten Pharisäer, das philosophische Judentum verwiesen. Das im bildhaften aufgeklärten Verstand (der Auferstehung Moses, weltgültig als Josua, lat. Jesus) die philosophische Weisheit als lebendiges Gesetz/Wort, Christus und so das Heil „Jesus“ sah. Wobei Paulus gegenüber abstrakten Weisheitslehren das volksverständliche Schäma einer sich mit der Zeit entwickelnden Weisheit als Wort vom Kreuz verteidigt. Auch in allen weiteren Lehren und Werken heutiger Theologen, wie der gesamten Geschichtswissenschaft wird deutlich, wie es beim historischen Heils-Wesen „Jesus“ nur um die in früher monistischer Naturwissenschaft (Ökologie) begründete Weisheit gegangen sein kann, die  frühen Christen, wie sämtlichen neuplatonisch argumentierenden Vordenkern der Kirche als wahrer König/Gesalbter, Christus=Sohn galt.

Gleichzeitig wird gelehrt, wie hellenistische Juden in der griechischen Naturlehre (Logos) und so begründeter, damit auch in der Stoa geltender Weisheit das sahen, was den Juden, die sich weiter kriegerisch auch von philosophischer Weisheit abgrenzten, auf buchstäblich-erstarrte Weise als Gesetz/Wort galt. Wie so das Christentum aus einem Laboratorium vielfältiger konkurrierender anfänglicher Lehren hervorging, denen allessamt die Logos genannte Natur-/Vernunftlehre maßgebend war. Womit auch klar wird, warum die so begründete naturphilosophische Weisheit von hellenistischen Juden, die als Weltbürger den Kosmos als neuen Tempel sahen, nicht nur als Christus und Heil im Sinne Josua, damit Jesus definiert wurde, sondern auch historisch „Jesus Christus“ war. Auch warum die in natürlicher Schöpfung begründete Weisheit, die nach heutigem Geschichtswissen allen anfänglichen christlichen Lehren galt, Gegenstand der christologischen Debatten war, um mit einem ersten großen kirchlichen Denker wie Origenes zu sprechen „zur Erbauung Einfältigerer das Fleisch der Schrift annehmen musste“ um im Volk auch von Nicht-Philosophen verstanden, zur Kulturbestimmung zu werden. Was in ähnlicher Weise bei fast allen anfänglichen Denkern nachzulesen ist. Nicht umgekehrt, wie heute gelehrt wird. Wie aber ohne die philosophische, damit in früher Ökologie begründete Weisheit, die sich auf die bildhaft auf-verstandenen alten Schriften bezog (jedoch nicht hier begründet), alle Berufung auf das Gesetz oder alten Gottheiten als vergebens gesehen wurden.

So geben in Heidelberg verantwortliche Neutestamentler wie Gerd Theissen und Peter Lampe ein Buch heraus, in dem von einer Schülerin beschreiben wird, wie griechische Naturphilosophen das, was Juden bisher „alleinig“ galt, jedoch buchstäblich abgeschrieben war, nun als „einzige“ Wahrheit im Weltganzen, wie kausalen Werden nach früher Wissenschaft definierten. Wie das als „eine“ höchst wesentlich offenbar war, was der Sohn=Logos/Christus nach dem Neuen Testament im Sinne der Väter-Herrlichkeiten/Gottheiten offenbar machte. Wie damit frühökologische Lehre (Logos) das Heil „Jesus“ als jetzt weltgültige Offenbarung war, wird so mehr als deutlich. Weil die antike Ökologie oder Naturlehre (Logos) das offenbar machte, was den Juden bisher „allein“ statt menschliche Gottesbilder oder Könige als Sinn oder Weisheit bestimmend war.

Heute wissen wir, wie die von Christus abgelösten Vegetations-Herrlichkeiten (menschlichen Gottessöhne) bereits in Vernunft/Natur erklärt, von traditionstreuen römischen Kaisern im Volk die Vernunft/Weisheit bewirken sollten, die wir heute aus Ökologie ableiten.   

Wie kann man daher wissen, wie es in der jahrhundertelangen christologischen Diskussion und der gesamten Lehre nicht um einen jungen Mann ging, sondern die in griechischer Natur-/Sinnlehre (Logos) begründete Weisheit als neue Herrlichkeit und ihr Verhältnis zum Grund/Sinn allen Seins, damit auch den Väter-Gottheiten. Was bekanntlich auch Thema der weiter der römischen Tradition treuen Theologen war. Die eher die als absurd gesehenen Fabeln der ebenso wie sie der Tradition ihrer Väter buchstäblich treuen Juden akzeptierten, wie nun die Weisheit als Christus gegen die altbewährten Gottheiten auszutauschen. Die nicht nur von Augustus, sondern noch von Soldaten-oder Philosophenkaisern restauriert werden sollten, weil so ein Staatswesen herzustellen, Gemeinsinn dem Sittenverfall entgegenzusetzen war. Wie aber mehr noch alle die Thora bildhaften verstehenden christlichen Verfasser und Vordenker der Kirche, sich dabei allesamt auf den Logos, damit zeitgemäß gelehrte Natur und ihre kausalen Prinzipien beriefen. Und wie dann griechische Denker, die in Naturlehre (Logos) aufgeklärt die Einheit von Zeus und JHWH in einer höchsten theologischen Wesentlichkeit definierten, maßgebend an der Dreieinigkeit mitwirkten. Oder wie so letztlich alle zum neuen Judentum konvertierten Christen, auch Konstantin (wie bereits sein Vater), von einem in griechischer Bildung und Lehre (Logos) definierten gemeinsamen Grund allen Seins als einzigen höchsten Wesentlichkeit/Herrlichkeit (Gottheit) ausgingen.

Wobei dann auch in der konkreten Argumentation der verschiedenen philosophischen Parteien im christologischen Streit mehr als deutlich wird, wie kein Wanderprediger  verherrlicht wurde, sondern die in Natur begründete Weisheit das Thema war, die wir heute aus Ökologie ableiten. Die auf ihren „einen“ alles überdauernden Sinn/Grund allen Seins verwies. Wie so der Sohn (damit die in Vernunft erklärte Natur/das Weltganze), ähnlich wie das Wachstum und die Strahlen auf die ewige Sonne, so die Weisheit auf die Wesentlichkeit der Verehrung eines Vaters/Grundes allen Seins, damit auch der Väter-Gottheiten verwies. Und wie damit die in Vernunft erklärte Natur und ihre inzwischen als Evolution oder Ökologie gelehrten Prinzipien (Logos), als eine von „einem“ einzigen alles überdauernden Urgrund allen Seins, damit auch der Väter-Gottheiten unabhängige Hypostasie gesehen wurde. Wie Neuplatoniker damit das, was uns heute als kausal zusammenhängende, auf einen kreativen Sinn verweisende Natur, wie menschliche Kultur mehr oder weniger selbstverständlich, jedoch keine gemeinsame heilvolle Kulturbestimmung ist, in philosophischer Verantwortung in drei Dimensionen definierten. Dann aber nicht nur den Studenten, sondern der Welt zu vermitteln, beim Glaubensbekenntnis wäre es um einen Guru gegangen, der als jungfräulich ausgegeben, als Gott verherrlicht wurde oder als neue Weltbestimmung galt, so den Sinn allen Seins offenbarte?

Wie können wir in Lehrbüchern beschreiben, wie die in Natur begründete Weisheit und ihre notwendige volksverständliche Ausdrucksweise als neue Kulturbestimmung das Thema der gesamten Zeitenwende, sämtlicher Diskussionen der Zeit war. Wie beispielsweise in einem Christentum wie dem dualistisch-persischen Manichäismus, trotzdem in früher Ökologie (monistischen Äonenlehren) begründete Weisheit das christliche Wesen „Jesus Christus“ als ein Gesandter beschrieben wurde. Wie so die in natürlichen Werken begründete Weisheit auch in der Gestalt des Buddha genannten chinesischen Prinzen, wie in persischer Philosophie in Zarathustra vermittel gesehen wurde. Wie so in Mani, einem letzten Prototyp und Vollendung naturphilosophischer Erkenntnis vor dem ebenso aus  Naturphilosophie hervorgegangen Islam der „christliche Gesandte“ (als was auch Mohammed galt), dort begründet war, wo wir heute von Ökologie sprechen. Was sich auch im Koran bestätigt, der Jesus als das auch im Propheten vermitteltes Wort (verschriftete Weisheit) darstellt. Der die Ausdrucksweise eines Gottessohnes und damit auch das Kreuz ablehnt und Mutter Kirche nicht als Gottesgebärerin sieht, sondern vom „Sohn der Maria“ spricht. Wie es auch in der Felsenkirche eingemeißelt ist, dass Jesus das sei, was der Prophet als Wort verkündete. Was hindert noch das christliche Wesen in aufgeklärter Weise dort zu bedenken, wo wir nun in fortgeschrittener Weise die Welt erklären und daraus eine sich entwickelte Weisheit ableiten, die nun gar von Schulkindern weltweit eingefordert wird. Um so die allseits gepredigte Weisheit im aufgeklärten Verstand und damit Berufung auf die verschiedenen Traditionen zur der gemeinsamen Kulturbestimmung werden zu lassen, die Jesus Christus hatte, der Koran im Sinne des letzten Propheten noch immer hat.

Wenn sich nun aber trotz allem gegebenen Wissen die Theologen weigern, wegen ihrem angeblich bibelschlauen Handwerksburschen, für den sie kein einziges historisch-wissenschaftliches, wie exegetisches Argument mehr haben, in neuer Weise über den echt historischen Jesus Christus nachzudenken, um das gegebene Heil in aufgeklärter Weise weiterzuführen. Wenn so die Chance vertan wird, die wissenschaftlichen Voraussetzungen zu schaffen, die allseits weit vergeblich gepredigte, in Naturwissen (Schöpfung) begründete Weisheit nicht nur im einfachen Volk als die Bestimmung wahrzunehmen, die Christus hatte, bei Moslems der Koran, Juden die Thora hat oder im Osten das Tao. Womit dann Ökologie oder Evolution wieder die Herrlichkeit/Wesentlichkeit offenbar machen würde, die seit Nitzsches „Gottestod“ im Westen wissenschaftlich abgeschrieben ist. Was Voraussetzung für einen Kulturwandel, Leben in ökologischer Vernunft mündiger Weltbürger, wie kulturellen Friede wäre. Wie sonst, als ein Verbrechen gegenüber der wissenschaftlichen Gabe, dem Geber, wie der gesamten Menschheit soll man dies bezeichnen?

B)     Begriffsklärung vorweg

a)     Logos stand bei den Griechen für frühwissenschaftliche, vernunftbegründete „Lehre“.

Der Begriff Logos/Lehre steht damit auch für „Vernunft“, „Sinn“ oder „Weisheit“. Die nicht menschlichen Meinungen oder alten Gottesmythen entspringt, sondern sich aus dem natürlich-kausalen Weltganzen (Ökologie, Kosmologie), wie dem frühwissenschaftlich erklärten Lebensfluss nach einheitlichen Prinzipien (Evolution, Geschichte) ableitete.

Und wenn die frühchristlichen Denker von „Logos“ sprachen, über sein Wesen als Sohn=Christus im Verhältnis zu einem von Menschen nicht zu definierenden Grund diskutierten. Dann war das die im antiken Monismus in Vernunft erklärte Natur, die wir heute mit Ökologie oder als Evolution, so auch in Kosmologie beschreiben.

Denn auch wenn die Wissenschaft noch in Kinderschuhen vielfältiger recht metaphysisch klingender Modelle stand. Mit Logos bezeichneten die antiken Denker meist das, was wir Ökologie oder Evolution nennen und damit auch die sinnlich wahrnehmbare Natur nach kausalen Prinzipien insgesamt. Von der erst nach dem Wandel vom Mythos zum Logos in nun logischer, natürlicher Erklärung als das gesprochen werden konnte, was wir unter „Natur“ und so auch Naturwissenschaft verstehen.

Logos umfasst so die gesamten naturphilosophische Lehre, wie gewonnene „Erkenntnis“ auch über den „Sinn des Seins“ und die davon ausgehende schöpferisch gerechte, wir sagen ökologische Lebensführung. Was bei Juden als von JHWH ausgehendes Wort (auch Vernunft) galt, als Weisheit als wahrer König bestimmend, aber im Gesetz/Thora, allein Beschnittenen galt und  buchstäblich versteinert war.

Im Logos begründete sich daher auch die in Jesus verkündete christliche Lehre. Denn erst im Christuskult wie wir ihn kennen, wurde die nun universale philosophische Vernunftlehre der Intellektuellen, damit eine Weisheit, die bisher in abgeschriebener Form nur bei Juden Kultstatus hatte (daher im bildhaften Verstand als Septuaginta in Griechisch übersetzt wurde), volksgerecht zur umfassenden Kulturbestimmung.

Kurz:

-Wo wir von „Christus“ reden, ging es um die nun in Vernunft erklärte Natur und ihren Sinn als gemeinsame Lebensbestimmung. Was bei Juden seit dem Exil als verschriftete Weisheit bisher allein der wahre König, Gesalbte war.

-Und genau dessen Weltgültigkeit war im jüdischen Sinn das prophetisch im neuen Josua erhoffte historische Heil „Jesus“, dessen aufgeklärte Weiterführung wissenschaftliche Aufgabe wäre.

b)     Die Geburt der Vernunft, Achse der Weltgeschichte, Beginn durchdachter Weltreligionen

Die Geburt der Vernunft und damit der Wandel vom Mythos zum Logos gilt als Achse der Weltgeschichte. Nicht weil nur die Griechen das Weltganze, wie Werden kausal, damit als Natur, in Logik, damit auch deren Sinn erklärten. Und dann in Kritik an Orakelglaube und Mysterien bisheriger Religionen die alten Gottheiten, wie den Kult in seiner Bedeutung für die vernünftige gemeinsame Lebensweise (damit den Staat) rational, naturgemäß (im Logos) neu bedachten. Und so nicht allein im Vorderen Orient neue durchdachte Kultsysteme, damit die heutigen Weltreligionen entstanden. Denn bereits vorher, in Ägypten, wie zeitgleich bei als Propheten bekannten hebräischen Philosophen, in Persien, China und Indien  entstanden durchdachte am Sinn des Weltganzen ausgerichtete  Kultursysteme (Vernunftreligionen) mit ethisch-sozialen, wie auch ökologischen Lehren, die auf die jeweiligen kulturellen Wuzeln aufbauten.

Während es der Osten schaffte, die alten Lehren zu transformieren, war im Westen die Zeit für die dort immer mehr in Kritik stehenden mysteriösen Gottheiten, wie den Gott-Kaiserkult abgelaufen. So musste die naturphilosophisch definierte Weisheit, wie sie Kyniker oder die Stoa, damit auch hellenistische Juden vertraten, im Sinne von Zeus/Jupiter (oder dem philosophischen Konstrukt eines die alten Gottheiten verkörpernden Serapis), wie des erstarrten jüdischen Gesetzes, zur neuen Volks-/Kulturbestimmung werden. Sie musste das Kreuz der aufgeklärt verstanden (auferstanden Göttersöhne, wie des Gesetzes) tragen, so für den Volksverstand die Rolle menschlicher Gottheiten einnehmen und erfüllte damit als verheißener, von den Seinen verschmähter Erlöser auch die Prophezeiungen der Propheten.

c)      Viele Begriffe, eine Bedeutung

Ob die Ägypter den Naturprinzipien in Form der ihre Hochkultur tragenden „Maat“ , damit des Pharos oder anderen Gottheiten folgten, für Hebräer dann das in natürlicher Schöpfung verstandene,  verschriftete „Gesetz/Wort“ statt der Pharao maßgebend war. Ob von „Weisheit“, in China und Indien von „Tao“ als rechtem Weg, „Dharma“ auch als Gesetz, Recht, Sitte oder gleichbedeutend in Griechenland von „Logos“ gesprochen wurde. Da hatte jedes Wesen und so auch der mit Weisheit/Vernunft begabte Mensch im Weltganzen seine Pflicht zu erfüllen. Da wurde wie bei Parmenides dessen Sinn bedacht und daraus wie bei Sokrates und Platon, dann konkret der Stoa, die rechte Lebensweise abgeleitet. Daher ging es auch im Osten um das, was uns die als Johannes bekannte griechische Philosophenschule im neuen Heil „Jesus“ als Weg, Wahrheit, Leben vorstellt. Und was nur in unterschiedlichen Kulturmodellen den Menschen vermittelt wurde, um sie in Religion, im gemeinsamen Kult, auf ganzheitlich-emotionale Weise an den gemeinsamen Sinn des Weltganzen zu binden. In dem die alten Wesentlichkeiten/Weltbestimmungen (Gottheiten) in neuer Weise entdeckt und gefeiert wurden.

Da ging es um die nun in Natur und auch in Himmelsbeobachtung berechneten, in Geschichte beobachtenden schöpferischen Prinzipien/Gesetzmäßigkeiten und damit den Sinn des Seins. Den die Philosophen der Hebräer in JHWH umschrieben, die des Ostens in ihren kosmologischen Lebensmodellen  namenlos vermittelten und die Griechen noch philosophisch in Zeus definierten. Ein in Naturwissen begründeter Sinn des Weltganzen, der heute quasi vorausgesetzt wird, wenn Chinesen, Amerikaner, wie Europäer auf Weltkonferenz über den richtigen Weg diskutieren oder sich Weltbürger in Amnesty Internation, wie als Ärzte ohne Grenzen engagieren. Der wurde nach dem Wandel vom Mythos zum Logos zeitgleich, aber unabhängig voneinander von indischen, chinesischen, wie griechischen Philosophen und den biblisch bekannten Propheten bedacht (dort dann in Persien als Wort/Gesetz verschriftet) so in verschiedenen Konzepten zur kulturell tiefgreifenden, lebensmaßgebende Bestimmung. Was dann christlich in Synthese von Juden- und Griechentum weltgültig wurde.

d)     Natur-/Sinnlehre: Logos=Sohn=Christus

Auch wenn dann später Neuplatoniker vom Logos als Sohn und Christus sprachen. Dann  war das maßgebend, was wir heute nur auf wissenschaftlichere Weise beschreiben und fordern, aber auf kulturgerechte Weise in menschlicher Psyche emotional, ganzheitlich bestimmend zu vertiefen wäre. Was als auch die sozial gerechte Lebensweise umfassende „Ökologie des Menschen“ als Voraussetzung für die gemeinsame Zukunft erkannt ist und auch in der Antike erst in zeitgemäßer Form volks-/kulturbestimmend werden musste. Da legten nicht weise Männer mit Namen Moses (damit Jesaja, Jeremia), Zarathustra, Konfuzius, Latose oder die unzähligen griechischen Philosophen aus Mythen abgeleiteten, persönliche Moralvorstellungen oder Volks-Mehrheitsmeinungen alten Gottheiten in den Mund.

Vielmehr ging es beim Logos-Begriff in Griechenland, so auch bei hellenistischen Juden, für die dann der Kosmos Tempel war und die im Logos das Wort/Gesetz verstanden (denen wir so die Christologie und das Neue Testamentes verdanken) vordergründig um das, was wir heute als Naturwissenschaft bezeichnen. Woraus wir einen gemeinsamen Sinn, so Weisheit und dann Kulturwissenschaften, Politik, Gesetze ableiten. Was aber damals in den Kultsystemen zur gemeinsamen, auch die Emotionen beflügelnden, die Menschen ganzheitlich bestimmenden Weg und Gesetz wurde, wie wir es bei Christus oder Mohammed als dem letzten Propheten beobachten können.

e)     Logos/Naturlehre war Theologie, machte so Weisheit zur tiefgreifenden Volksbestimmung

Denn Naturlehre und Philosophie war auch Theo-logie. Und da griechische, wie jüdische Religionsphilosophen die frühe Lehre vom logischen-kausalen, zusammenhängenden Ganzen im Sinne von Zeus (oder dem philosophischen Serapis, das gesamten Götterpantheon in Vernunft vereinend) wie JHWH betrachteten. Womit sie so die naturphilosophische Weisheit intellektueller Philosophie zu einer volksbedeutende Bestimmung machten, die bisher nur Juden als Wort/Gesetz galt. Wie es übertragen auf unsere Zeit Aufgabe der Hochschulwissenschaft ist und wieder mehr als heilsam wäre. (Was hier auf leinenhafte Weise angestoßen werden soll.) Daher wundert es nicht, wenn Logos als antiker „Allerweltbegriff“ bezeichnet wird und oft für Verwirrung wie Logos-Blindheit sorgt.

Denn diese Blindheit, von der nur die theologische Wissenschaft heilen kann, besteht heute nicht darin, nicht zu wissen was weise, sinnvoll und wesentlich für die gemeinsame Zukunft wäre. Vielmehr wäre es Aufgabe zeitgemäßer Theologie in der allseits gegenseitig gepredigten, nur naturwissenschaftlich begründeten Weisheit eine tiefgreifende, allumfassende schöpferische Bestimmung im Sinne der verschiedenen religiösen Kulturbestimmungen, Gründergestalten, Schriften verstehen zu lassen. Denn ob allseits nach ökologischer Weisheit oder die in einer zum Dorf gewordenen Welt, bei der alle gegenseitig aufeinander angewiesen sind, in Bezug auf den antiken Logos-Begriff von Intellektuellen nach Weltverbundenheit gerufen wird. Wie sich heute zeigt, ist das mit Naturlehre und Wissen, mit gutgemeinten Predigten und politischen Gesetzen ohne tiefgreifend alte Grenzen überschreitenden kulturellen Verstand allein nicht zu machen. Denn wie sich eine Kultur versteht, ist nicht allein bei Chinesen, Amerikanern, Europäern oder den Kämpfern des IS maßgebend für das Handeln.

f) Logos: Naturwissenschaft, Ökologie und Evolution als Theologie

Im Grunde umfasst der damit auch für Logik, Vernunft, Sinn stehende Logos-Begriff alles, was wir heute in vielen Einzelwissenschaften, von Kosmologie, Geologie, Mathematik, Physik, Biologie, Medizin, bis Psychologie aber auch Theo-logie bezeichnen. Die allerdings in heutiger  „Buchreligion“ zur Schriftlehre gewordenen, so weitgehend abschrieben ist. Doch wo die Antike das dann verschriftete Wort herleitete, dafür hat der moderne Monist und Religionskritiker Ernst Hackel den Begriff „Ökologie“ nach dem antiken Logos-Begriff geprägt. Wie er der antiken monistischen Philosophie als Wissenschaft, damit aber auch als Theologie  und Christologie galt. Während Hackel damals in Rom polemisch zum Gegenpapst ausgerufen wurde, begründen heute die Päpste das Recht (Benedikt vor dem Bundestag), wie das ökologisch-sozial gerechte Verhalten (Franziskus in Predigten und Enzyklika)  bereits nicht mehr in der Bibel, sondern  genau dort, wo die Griechen von Logos, Juden von Weisheit sprachen, wir heute in Ökologie definieren. Sie sprechen von einer „Ökologie des Menschen“. So das Lebenswerk des philosophischen und ursprünglich auch als Titel für die Umweltenzyklika, ein auch sozial gerechtes Leben als Voraussetzung für die gemeinsame Zukunft des praktischen Papstes geplant. Ohne allerdings dann hier auch den Grund des bisherigen Glaubens entsprechend Bibel oder Koran begründen zu können. Wie es damals das Heil der Antike war, heute mehr als notwendige wissenschaftliche Aufgabe wäre.

Denn die antike Naturlehre (Logos) diente nicht nur zum Nahrungserwerb und zur Technik, einer arbeitsschonenden Befriedigung der wachsenden Konsum-Herrlichkeit. Sie war Kulturwissenschaft, wie wir sie nicht allein in der Stoa nachlesen. Was erst in Christo-logie, in einem weltgültigen Judentum, ob in der Kirche des Westens, wie im arabischen Koran zur Kulturbestimmung wurde. Wo die Väter von Kirche und Koran Zarathustra, Platon oder Aristoteles nicht nur weiterdachten, sondern die intellektuelle Lehre (Logos) so erst zur Volksbestimmung machten.

Doch mehr noch wie die Ökologie, hätte man in Bezug auf den griechischen Logos-Begriff, der im logischen Lebensfluss entstand, auch die Evolutionslehre als Evo-logie bezeichnen können. Weil hier, wie bei der Entstehung des Begriffes, nicht mehr in mysteriösen Wesen, menschlichen Gottheiten als designenden Monstern, sondern der nun kausale Lebensfluss und dessen kreativer Sinn in Naturlehre erklärt, damit die Bestimmung abgeleitet wurde, die Juden bisher alleinig galt. Nur besser, empirischer, einheitlicher als zu Heraklits Zeit, wo noch verschiedene spekulative Weltprinzipien modellhaft  gelehrt wurden.

f)      Der Wandel vom Mythos zum Logos geht weiter

Wenn wir vom „Wandel vom Mythos zum Logos“ sprechen, dann bringt das jedoch ein mehr als umfassendes neues Weltverständnis und die ganze Breite, wie Vieldeutigkeit des Begriffes zum Ausdruck. Es drückt einen mehr als gewaltigen Kulturwandel aus, der kaum beschreibar ist und dessen Folgen uns immer noch beschäftigen. Denn der Wandel der Achsenzeit ging zwar von der rationalen Welterklärung aus, umfasste aber auch die Religion. Womit in Kritik der alten wundervollen Mythen und menschlichen Gottheiten, wie deren aufgeklärter Begründung in natürlicher Logik (auch hinsichtlich ihrer kulturellen Funktion für das Staatswesen, vernünftige Verhalten freier Menschen) im Sinne der der alten kulturellen Bilder eine allumfassende Wesentlichkeit/Sinnhaftigkeit bedacht wurde. Was im Sinne aufgeklärter hellenistischer Juden das Heil „Jesus“ war und so in der jüdischen Diaspora. Zu betrachten im gesamten hellenistischen Judentum, maßgeblich der Diaspora, bei Denkern wie Aristobul, den Verfassern jüdischer Kult-Weisheitsliteratur, wie Jesus Sirach oder im Namen Philo von Alexandrien auch definiert wurde. Worin Melanchthon nach einer in seiner Dokumentation zu findenden Notiz an einem Apotheker-Freund begründete, warum Erasmus von Rotterdam und dann Martin Luther die alten Gottesnamen (nomia sacra)  und Christologie-Titel einheitlich volkgerecht in „Jesus“ übersetzten.

Und während in der Antike vielfältige spekulative Erklärungsmodelle herhalten mussten, setzen wir von Weisheit sprechend oder uns dafür weltweit engagierend einen gemeinsamen Sinn voraus, ist uns „Gott sein Dank“ eine einheitliche Erklärung des für unser Sein maßgebenden kreativ sinnvoll zusammenhängenden Weltganzen und Werdens gegeben. Die mit Ausnahme bei den die Bibel wörtlich lesenden (Buchstaben) Kreationisten, die sich damit als letzte Verfechter der Genesis sehen, doch das Gegenteil bewirken, Weltgültigkeit hat. Womit allein der Begriff „Kreationisten“ für eine Glaubenslehre, die nicht in natürlicher Kreativität nach wissenschaftlicher Lehre (Logos) gründet, sondern alten buchstäblichen Lehren, Gottesvorstellungen, das heutige Babylon verdeutlicht. So ist uns eine moderne Lehre (Logos) gegeben, die das Werden und dessen Sinn seit dem Urknall oder dem Entspringen aus dem Schwarzen Loch, damit die in verschiedenen Namen verehrte „eine“ Herrlichkeit nur in weiterführender Weise als bei den Griechen beschreibt. Und die gleichen Theologen, die Bücher herausgeben, in denen Xenophanes, Heraklit und seine Kollegen als Urmonotheisten im christlichen „einen“ Sinne nachzeichnen. Den die Griechen dort herleiteten, wo wir das Werden/Weltganze wieder auf eine kausale Weise in einheitlichen Prinzipien erklären und auf Weltkonferenzen einen gemeinsamen Sinn als selbstverständlich voraussetzen. Die vermitteln ihren Studenten, da sei nur heilspredigender Handwerksbursche gewesen, der dann als Logos galt oder hingestellt wurde, so der zu glaubende Grund christlicher Religion wäre. Ohne dafür noch ein einziges Argument zu haben.

g)      Der moderne Logos vermittelt uns einen gemeinsamen ewig Seienden/Sinn

Die oft unheilvolle christologische Diskussion um das Wesen des Logos und seinen Grund hat sich erledigt. Denn der auch biblisch beschriebene Grund des christlichen Glaubens lässt sich nicht nur geschichtlich nachvollziehen, sondern auch in Gegenwart. Wir erklärten nicht nur das Werden in Vernunftlehren: Logos. Wir wissen so auch, wie alles auf herrliche kreative Weise öko-logisch zusammenhängt. Auch wie unsere Zukunft davon abhängt, nicht nur zu Wissen was weise wäre und Weisheit zu predigen, sondern ob es in verschiedenen Kultur gelingt, die schöpferische Wirklichkeit zur tiefgreifenden Bestimmung zu machen, was auch die von Harald Lesch mit seinen Studenten bedachte Öko-Diktatur nicht erreichen kann, ist vielen Köpfen klar.

Ob die Biochemiker Versuche bei kleinsten Teilchen anstellen oder die Astrophysiker die Galaxien des Universums in unvorstellbarer Vielzahl und Weite berechnen, die Evolutionsbiologen begeistert den „einen“, allumfassenden logischen Lebensfluss und inzwischen den Sinn sämtlicher natürlicher Prozesse, selbst menschlicher Gefühlsregungen oder Kultformen, Religionen beschreiben. Dann liegt das zugrunde, was die Antike seit Heraklit Logos nannte und darin den „einen“ Sinn sah oder im Sinne eines transzendenten ewig Seienden, alle Welt überdauernden definierte.

Aber auch wenn über neue Staatsmodelle nachgedacht, nun nicht auf Konzilen, sondern Weltkonferenzen in New York über Friedens- und Klimapolitik diskutiert wird oder in der Charta der UN eine sinnvolle gemeinsinnige Lebensweise der Staatengemeinschaft beschrieben, damit heute ein gemeinsamer, uns überdauernder Sinn als selbstverständlich vorausgesetzt wird. Dann hat der gleiche Logos seine nun auch dem Volk verständliche Weltgültig erreicht, wie wenn die protestierenden Schulkinder weltweit von den Erwachsenen Weisheit fordern. Mit dem riesen-großen Unterschied: Die naturwissenschaftliche Vernunft-/Sinnlehre der Antike wurde in theologischer Religionswissenschaft im Orient zum Wort des arabischen Propheten und im römisch-griechischen Westen als Gottessohn am Kreuz zu der Kulturbestimmung, die bisher die griechischen Gottheiten, wie das jüdische Wort/Gesetz hatte. Wie damit das heute wissenschaftlich weiterzuführende Heil „Jesus“ gegeben war, muss nicht ständig deutlich gemacht werden.

Wenn aber heute in Bezug auf einen jungen Guru vom Logos als Gotteswort, gar von Gott selbst oder antiker Spekulation einer alles durchwaltenden Vernunft-Gottheit gesprochen wird, führt das nur zur Verwirrung und verbaut den Blick für das Wesentliche. Aber die Logik und damit auch die kulturelle Bedeutung der Naturlehre (Logos) in der Antike lässt sich erklären. Das Weltganze, wie alles Werden wurde nicht allein in Griechenland nicht mehr im Mythos, in alten Gottheiten, sondern nach kausaler Gesetzmäßigkeit erklärt. Wofür Heraklit in Ephesus, damit der Ur-Ur…großvater der als Logos-Evangelist Johannes bekannten Lieblingsjünger, erstmals den Begriff „Logos“ gebrauchte. Denn heute ist klar, dass eine griechische Philosophenschule aus Ephesus (es könnte auch ein sonstiger Ort in Kleinasien, Syrien, Alexandrien oder Rom sein) hinter dem Evangelium steht. Das die Geschichte des Logos (damit die naturwissenschaftliche Weisheit/Weltvernunft) in ihrer kulturgerechten menschlichen Ausprägung (kulturgerechten Rolle, Aufgabe: Person) vorstellte. Nicht umgekehrt. Was die Voraussetzung für das universale Heil „Jesus Christus“ in der Weltgeschichte war.

h)     In Naturlehre (Logos) begründete Weisheit kann aufgeklärte Bestimmung werden

Maßgebend die griechische Philosophenschule, ebenso wie die ihnen folgenden Jünger der Weisheit (Religionswissenschaftler, Reformbewegungen) aus dem hellenistischen Judentum, haben den Logos, damit die Weisheit, Weltvernunft erst zur volksgerechten Kulturbestimmung gemacht. Und zwar im aufgeklärten Verstand und damit im Sinne der so erfüllten kulturellen Vor-bilder wie Zeus oder JHWH, damit gültig für Griechen, wie Juden.

Was in einem in Buchstaben-Glaube und Wissen auseinandergebrochenen Weltverständnis so vergeistert wirkt und meist zur gegenseitigen Missverständnissen, heute jedoch auflösbaren Gegensätzen führt. Was naturwissenschaftliche Atheisten, oft aus der Evolutionswissenschaft, damit moderne Logos-Jünger, die hierin wieder die „einzige“ heilige Herrlichkeit, Wesentlichkeit (Gottheit) sehen meist hindert, sich auf den antiken Logos-Begriff zu berufen und die Bibel mehr als zu verwerfen. Das lässt sich aufgrund der heutigen christlichen Lehre, die von einem jungen Mann als Logos-Gott redet oder das abgeschriebene biblische Gotteswort mit Logos übersetzt, ohne dies mit den natürlichen Werden, Weltganzen in Verbindung zu bringen, gut verstehen. Doch wer im Logos einfach die fortschreitende antike Naturlehre sieht und die Philosophie- wie christliche Geschichte unvoreingenommen betrachtet. Dem wird klar, warum der Begriff so viele Bedeutungen, dann auch in der Christologie hatte und er historisch in der bekannten Gestalt das Heilswesen „Jesus“ war. Wie es in Kanon oder Koran um das schöpferische Wort, die Verschriftung des Logos, damit eine heute zeitgemäß zu verstehende gemeinsame Weisheit ging, die ohne tiefgreifende Kulturbestimmung weit vergeblich gepredigt wird.

Aus was sonst, als der Himmelsberechnung, Naturbeobachtung, dann Naturwissenschaft leitete sich die der Antike heilige „Weisheit“ oder „Weltvernunft“ ab, die heute nicht allein bei Johannes und Paulus gelehrt wird und für die eine Kirche, ein allumfassender Volkskult gebaut wurde? So darf es nicht wundern, wenn über die jüdisch-christliche Weisheit oder beim Gotteswort von Logos gesprochen wird, aufgeklärte hellenische Juden den Logos als Heil „Jesus“ definierten. Auch wenn dies bei heutiger Lehr-Hypothese zur totalen Verwirrung führen muss. Wenn das heute, wo die Naturwissenschaft Gott scheinbar ersetzt hat, aus Abgrenzung zu fatalem Fundamentalismus dann völlig frei von Naturlehre oder gar der griechischen Philosophie eine für das Verhalten nicht relevante letzte Hoffnung als Gottheit gelehrt, das Gotteswort nur in vielfach abgeschriebenen Buchstaben gelesen wird, zur totalen Verwirrung führen muss.

Was sonst aber war Lieferant für die antike Sinn-, damit Gotteslehre, wurde daher von aufgeklärten Juden als wahrer nun weltgültiger Mittler schöpferischer Bestimmung (Wort) bezeichnet als das, was wir heute in Naturwissenschaft beschreiben?

Was sonst als eine in natürlicher Schöpfung (im Öko-Logos) begründete „eine“ Sinnhaftigkeit/Weisheit war es, die den Hebräern bereits als Wort/Gesetz nach der Moses-Thora galt, bisher „allein“ bei Beschnittenen die Kultfunktion des Königs hatte und für die dann eine allumfassende Kirche, ein neuer einheitlicher Volkskult gebaut werden sollte?

Hier wird nicht nur deutlich gemacht, wie die Synthese des griechischen, wie jüdischen Welt- als Schöpfungsverständnisses, damit auch von Gestern und Gegenwart, wofür griechische Denker den jüdisch-hellenistischen Religionswissenschaftlern (im Logos/Naturwissenschaft) die Vorlage lieferten, das Heil „Jesus“ war. Vielmehr wird so deutlich, wie dieses Heil, das in anderen Kulturen nur andere Namen hatte, heute auf mündig-aufgeklärte Weise mehr als heilsam sein könnte.

i)       Logos=Christus lebt, der Weg ist frei

Für den zur Banalität geworden jungen Mann als den historischen Jesus gibt es heute kein einziges, weder exegetisches, noch weniger geschichtswissenschaftliches Argument mehr. Der Weg ist frei, die wissenschaftlichen Voraussetzungen zu schaffen, damit die meist in Ökologie begründete, für unsere gemeinsame Zukunft notwendige Weisheit nicht nur vergeblich gegenseitig gepredigt, sondern im Namen des schöpferischen Wortes der Propheten von Bibel, wie Koran, des Heils im wahren einen Sohnes „Jesus“, des Tao, Dharma oder gar der Weisheit der alten Indianer gefeiert und gelebt wird.

Der heilspredigende Handwerksbursche hat seine Arbeit getan, ist aufgeklärt zu versehen und so das Heil weiterzuführen „Gott sei Dank“

Von wegen, da war ein besonders bibelschlauer Handwerksbursche, der sich neben der Arbeit in der Werkstatt seines Vaters als Heilsprediger betätigte, nach seinem Tod als wahrer Tempel, Logos, lebendiges Wort, Weisheit, Christus erhöht (ausgegeben) wurde. Und der so als neuer Gott gegolten oder die Väter-Gottheiten offenbar gemacht hätte. Der gleichzeitig als Weltbestimmung Maßgabe für eine gemeinsinnige, schöpfungsgerechte Lebensweise in Gleichheit von Juden wie Griechen gewesen wäre. Wie es bei einem buchstäblichen Verständnis der synoptischen Texte, die längst als bewusst komponierte Heilsgeschichten des Christus, Auferstandenen auf dem Weg vom Heidenland zum ewigen Jerusalem gelesen werden, trotzdem blindwütig als einzig wissenschaftlich vorausgesetzt wird.

Das messianisch erhoffte jüdische Heil „Jesus“ im dann weltgültigen, allumfassenden Sinne, ist ohne das, was wir als Geburt der Vernunft, Geschichte der Philosophie und damit Wissenschaft in Griechenland bei vielzähligen Denkern, dann des hellenistischen Judentums wissen, nicht zu machen. Was nicht allein die bekannten Evangelien an Heilswirkung Jesus Christus beschreiben, den Kulturwandel der Zeitenwende ausmacht, aber in einem verherrlichten Guru weder zu begründen, noch ernst zu nehmen ist. Das wird hier von griechischer Naturphilosophie (Sinn-/Vernunftlehre: Logos,  weiterentwickelt: Ökologie/Evolution, so bedachter Weisheit) ausgehend in seiner historischen Realität begründet.

Und wenn nicht allein die christlichen Verhaltenslehren denen der Stoa entsprechen, damit den gleichen Ursprung in Naturlehre haben. Wenn nach heutiger theologischer Lehre in diesem Öko-Logos (Lehre vom sinnvoll- zusammenhängenden Ganzen nach kausalen Gesetzen/Prinzipien) als maßgebenden Mittler die monotheistischen Formeln des Evangeliums und Urchristentums, der „Eine und Einzige“ begründet sind. Wenn begonnen bei den Vorsokratikern über Platon oder Pythagoras bis zum philosophisch-hellenistischen Judentum auf die Einzigartigkeit des „einen“ Sinnes des gesamten Kosmos, allen Seins als Judentum und Griechen verbindende christliche Gottheit verweisen wird: Eine ewig seiende Wesentlichkeit, die  den Juden vormals „alleinig“ galt. Dann wird hier das Heil beschrieben, das bei Juden den Namen Josua, lat. Jesus, aber nichts mit einem jungen Mann als göttliche Größe zu tun hatte.

j)       Jesus ist aufgeklärt zu verstehen, das Heil nicht nur christlich weiterzuführen

Dieses von griechischen Denkern ausgehende jüdische Heil war das Gegenteil von Glaube an einen Gott des Buches oder Bauches aufgrund übernatürlicher Phänomene, Unerklärlichkeiten, wie es heute nicht ohne Grund dem christlichen Glauben unterstellt, dieser als Gestrig oder Gefahr gesehen wird. Wenn die Theologen ernst nehmen, was sie selbst erklären. Dann ist nicht nur das, was wir naturalistisch als Weisheit in Ökologie oder Atheisten als Humanität aus kultureller Evolution ableiten, inzwischen auch der Papst oder sozial-ökologische protestantische Pfarrer predigen, genau das, was Christus ausmacht. Dann ist nur ein vorgesetztes Gottesbild, ein im Himmel thronendes Monsterwesen, das sich alles zielführend ausgedacht hat und dann herstellt, wie es eh nur noch Buchstaben-Kreationisten hochhalten, ersatzweise ein spirituell-religiöses Bauchgefühl oder ein Buchgott als geheimnisvoller Aufpasser wissenschaftlich gestorben. Der echt herrliche einzige und ewige Urgrund und Sinn allen Seins, den die Hebräer, wie dann Griechen in Naturbeobachtung/-berechnung erkannten und auch hellenistisch-aufgeklärten Diaspora-Juden, wie „Gottesfürchtige“ genannte Griechen oder Kirchenvätern im Sinne JHWH und Zeus statt Isis, Mithras oder Serapis „höchste Wesentlichkeit“ war. Der erweist sich dann allein in dem, was bisher meist in den Gegensatz zum Glauben gestellt wird, so zu dem scheinbaren wissenschaftlichen „Gottestod“ führte.

Wo heute in „Christologie“ der große Medienbruch in einem jungen Mann erklärt wird, so nur noch völlig frei von Naturwissenschaft oder Jesus eine für das Verhalten nicht relevante letzte Hoffnung als Gott-Glaubensrelevanz gelehrt wird. Da wäre es Aufgabe der Theologie, die wissenschaftlichen Voraussetzungen zu schaffen, damit aufgeklärte Menschen die Weisheit, die in einer Zeit, bei der wir die Zukunft von Generationen zerstören, mehr als wesentlich wäre, im Sinne der Väter-Gottheiten verstehen. Womit die in Ökologie begründete Weisheit, humanitäre Lebensweise, die wir gegenseitig predigen, zur tiefgreifenden Kulturbestimmung wird und zu einer schöpfungsgerechten Lebensweise mündiger Weltbürger im Gemeinsinn führt.

Denn auch warum es nicht reicht, nur die ökologische Weisheit auch in der Kirche zu predigen, eine neuen Form von freier sozialer Marktwirtschaft, gemeinsinniger Lebensweise als Werkgerechtigkeit zu verlangen. Warum der Vorwurf an den Einzelnen, als Vielflieger oder in sonstiger Lebensweise nicht der Vernunft zu entsprechen, nur eine pharisäerhafte Werkgerechtigkeit ist. Warum es in menschlicher Kultur notwendig ist, statt menschliche Götzenbilder und ersatzweise Konsumwachstum wie Kapital zu verherrlichen, den inzwischen erkannten Sinn gemeinsam von ganzem Herzen zu lieben, wie er dem Ruf nach ökologischen, humanistisch-gemeinsinnigen Verhalten zugrunde liegt. Warum der im Sinne der alten Kulturbilder in aufgeklärter Weise auf allen Kanälen der Kultur zu feiern, zu verehren ist, um das zu leben, was allseits als vernünftig erkannt wird. Auch das sagt uns heute „Gott sei Dank“ die Naturlehre (Logos) in Form von Neurologie, Psychologie, Kultur-, Kommunikations- oder Evolutionswissenschaft.

1.      Das Heil „Jesus“ war die in Naturlehre (Logos) begründete Einheit von Juden und Griechen

Der christlicher Religion zugrunde liegende weltgültige prophetische Bund, womit in Folge Moses das messianische Heil Josua, lat. Jesus historisch war, verdankt sich eindeutig griechischer Natur-/Sinnlehre: Logos. Wo im monistischen Weltverständnis (antiker Ökologie)  begründeten Weisheit, nach der wir heute alle vergeblich rufen, der wahre Welt-König, Sohn, Christus gesehen, im Sinne der bisher kulturbestimmenden Bilder/Götzen zur allumfassenden Kulturbestimmung wurde. Da hatte das nichts mit einer Heilsprediger-Verherrlichung zu tun. Was den Moses-Propheten der Hebräer als menschlich unbestimmbarer, unsagbarer Sinn/Grund allen Seins (JHWH), wie eine so im natürlichen Werden, wie Weltganzen begründete Bestimmung und damit als Gesetz galt (Wort/Thora), für sie der wahre König war, wurde in den bekannten, vielfältigen philosophischen Natur-/Sinn-/Vernunftlehren „Logos“ der Griechen, mehr noch dann von hellenistisch aufgeklärten Juden der Diaspora auf neue, weltgültige Beine gestellt. Der Kosmos war dort zum Tempel, damit Vergegenwärtigung/Offenbarung der Väter-Gottheiten geworden. Die in Vernunftmodellen der Griechen begründete Naturlehre/Logos galt aufgeklärten Juden als das prophetische Wort/Gesetz.

Das weltgültige Königtum des universalen einen schöpferischen Sinnes und davon ausgehendes Gesetzes war der erwartete Messias, das Heil in Nach-Folge Moses, Josua, gelobtes Land, wie es als Leben in Vernunft und Frieden erhofft wurde: „Jesus Christus“. Wie die in früher Ökologie begründete Weisheit im hellenistischen Judentum auch definiert wurde. Dessen in der Form von Kaiserevangelien beschriebene Geschichte auf dem Weg von Galiläa, dem Heidenland nach Jerusalem, seine Auseinandersetzung mit anderen jüdischen Heilserwartungen, bei denen die buchstabentreuen Schriftgelehrten und traditionstreuen Pharisäer weiter das Heil in der Weltgültigkeit der buchstäblichen Thora/Traditionslehre sahen, wie der Missverständnissen bei eigenen Jüngern (die über die frühe Kirche bis heute reichen) ist Christen gut bekannt.

2.      Wo Logos drauf stand, war Naturlehre, so begründete Weltvernunft/Weisheit drinnen

Wenn meinungsführende Heidelberger Theologen einen jungen Mann, der angeblich als Logos oder Weisheit  gesehen worden wäre, als den historischen Jesus lehren, diesen selbst griechischen Philosophenschulen, die als Johannes vom Logos/Weltvernunft in zeit-/kulturgerechter Ausdrucksweise (fleisch-menschgeworden) schreiben unterstellen. Dann bei Paulus (dem gewandelten Pharisäer) ständig vom philosophischen Judentum oder Platon reden und weiter unterstellen, hier wäre es um die Lehre eines im Geist  seiner Anhänger wiedererwachten Gurus gegangen. Dann jedoch Bücher herausgeben über „Der eine und einzige Gott“ (besser wäre Zeus, Jupiter, Isis, Mithras, Serapis, Apollo oder wie die Juden auf Namen zu verzichten), monotheistische Formeln im Urchristentum und ihre Vorgeschichte bei den Griechen und Juden. Dann ist man versucht „Wahnsinn“ zu schreien. Wie können Theologen nun auch in Kultformeln nachweisen, was sich in Geschichtsbetrachtung zeigt: Wie der Sinn/Grund allen Seins, der Juden als höchste Wesentlichkeit, statt menschlichen Gottheiten und Königen bestimmend war, zur Grundlage aller philosophischen Systeme, Lehren und dann in „Einheit“ gesehen wurde. Dann aber weiter behaupten, da wäre nur ein junger Guru gewesen, dem das alles konstruktivistisch angedichtet wurde?

Doch in Wirklichkeit zeigen Sie nur, wie wichtig die damals von neuplatonischen Theologen (nicht allein Celsus) verurteile einfache menschliche Ausdrucksweise der Weisheit im Sinne bisheriger Kulturbestimmungen war. Warum nicht die philosophisch für den gemeinsamen Sinn stehende stoische Kunstfigur eines neben verschiedenen Göttern auch für Zeus stehende Serapis die Lösung war, sondern die Weisheit in einem jüdischen Wanderprediger in Funktion eines Zeus-Pantokrators auf dem Weg nach Jerusalem im Volk zu vermittelt war, um zum Heil zu werden. Denn wenn selbst für aufgeklärte Theologen, die lehren wie philosophische Erkenntnisse in Geschichten und Personen beschrieben wurden und erklären, wie eine so konstruierte Wirklichkeit wirkt, aber an menschlichen Personen hängen. Wie viel mehr war im Volksglauben vor 2000 Jahren das bewusst gewählte Schäma einer sich mit der Zeit entwickelnden Weisheit im jüdischen Sinne notwendig, war nur so der dann zur Aufklärung führende Kulturwandel christlicher Bestimmung möglich?

In den naturphilosophischen Lehrgebäuden der griechischen Geschichte wurde in frühen Modellen kausaler Welterklärung eine im Zeitalter des Anthropozän und einer zur Stadt gewordenen Welt für unsere Zukunft mehr als notwendige Weisheit bedacht, die als Christus kulturbestimmende Geschichte machte. Denn diese nun in Naturlehre/Schöpfung (Öko-Logos) begründete Weisheit, die auch in den Kulturmodellen Indiens und Chinas unter anderen Namen maßgebend für das menschliche Leben war, Kultstatus hatte, galt bereits im Mythos der Hochkulturen der Ägypter oder Perser und der dort erwachsenen Hebräer. Wo sie im bildlosen Kult nach dem Exodus statt menschlicher Herrscher und sonstiger mysteriöser Gottheiten bereits der wahre König war. Nach der Zeitenwende wurde die in früher Ökologie begründete Weisheit dann im Sinne eines so weltgültigen Juden-Christentums zur Ablösung von menschlich-mysteriösen Gottheiten in menschlich-göttergerechter Gestalt zur Welt gebracht. Sie wurde so im Westen im Kanon als Sohn der Maria, der sich auf dem Weg vom Heidenland nach Jerusalem mit den Schriftgelehrten und Pharisäern auseinandersetzte, wie im Koran als dem Propheten gegebenes Wort zur Kulturbestimmung.

3.      Stoa wurde christlich zur Kulturbestimmung im jüdischen Sinn

„Alles ist wie durch ein heiliges Band miteinander verflochten. Nahezu nichts ist sich fremd. Alles Geschaffene ist einander beigeordnet und zielt auf die Harmonie derselben Welt. Aus allem zusammengesetzt ist eine Welt vorhanden, alles durchdringend, ein Körperstoff, ein Gesetz, eine Vernunft (Logos), allen vernünftigen Wesen gemein, und eine Wahrheit, so wie es auch eine Vollkommenheit für all diese verwandten, derselben Vernunft teilhaftigen Wesen gibt“

Marc Aurel, aus dessen Selbstbelehrung diese in Wiki aufgeführte frühe Beschreibung ökologischer Weisheit stammt, musste die Jünger der im Lebensfluss des Weltganzen begründeten Weisheit, die nicht weiter den bisher staatstragenden Gottheiten opferten und daher erstmals „Christen“ genannt wurden, noch als Atheisten wegen Staatsgefährdung verfolgen lassen. Auch wenn er eine naturphilosophisch bedachte höchste Wesentlichkeit ohne grundlegenden Kult-Mythos als Serapis verehrte, in der neben zahlreichen für die Vegetation, auch für Vernunft und Weisheit stehende Gottheiten wie Osiris, Isis, Apollo, selbst der Göttervater Zeus aufgegangen war. Was dann heute als eine der Kultformen griechischen Monotheismus ausgewertet wird, die der „Einzigkeits“-Formeln der Schriften des hellenistischen Judentums und so auch dem Neuen Testament entsprechen würde. Wobei dies alles andere als die heute im Monotheismus angenommene Verabsolutierung eines eigenen, vorgesetzten Gottesbildes, sondern eher das Gegenteil war.

Warum die naturphilosophisch bedachte Weisheit eine menschliche Gestalt benötigte, die auch der  Kunstfigur des Serapis mit dem Kranz (bei Jesus: Dornenkrone) entsprach, in dem die in antiker Aufklärung gestorbenen ägyptisch-griechischen Gottheiten auferstanden waren, um in allumfassender Weise der jüdischen, wie griechischen Kultur gerecht zu werden, einen neuen Volkskult im jüdischen Sinne zu begründen, lässt sich verstehen. Doch es gibt kaum etwas Schwachsinnigeres, als es bei all diesem Wissen, wie selbst der auch den synoptischen Evangelien bestätigten „Einzigkeit“, die bereits in philosophisch begründeten Kunstfiguren wie Serapis oder weiterer christlicher Konkurrenzmodelle wie Isis und Mithras galt, es weiter als einzig wissenschaftlich zu bezeichnen, ein zum Christus erhöhter Junghandwerker wäre dann als Logos gesehen oder als Weisheit ausgeben worden. Ein besonders bibelschlauer Guru wäre und dann für Juden und Griechen zur gemeinsamen Weltbestimmung, gar als wahrer Mittler der von den Vätern verehrten Herrlichkeiten gesehen worden.

Die die im Öko-Logos begründete Weisheit, die für alle antiken Naturphilosophen einzige Wahrheit, statt Meinungen der Mehrheit und traditionelle Lehren einziger Maßstab des Lebens war, war eindeutig das christliche Wesen. Das dem somit weltgültigen jüdischen Bund/Verstand zugrunde lag, so mehr als in philosophischer Theorie in Geschichte(n) als Wort zur Kulturbestimmung wurde, damit die Heilshoffung in Josua erfüllte, lat. der historische Jesus war. Ohne das mit Thales von Milet beginnende, über Sokrates und Platon führende naturphilosophische Denken, das maßgeblich im Lehrgebäude der Stoa aufging, ist das Christentum, die Geschichte nicht denkbar und auch die heute viel gefragte „Ökologie des Menschen“ nicht machbar. Vielmehr ist der Philosoph auf dem Kaiserstuhl als antiker Obama (besser noch wäre der vorhergegangene Vizepräsident El Gore, der vor Jahren bereits in „Wege zum Gleichgewicht“ ökologische Weisheit einforderte und dabei am Schluss von Religion sprach) ähnlich wie Seneca ein Beispiel: Es reicht nicht, die Wahrheit, den Weg zu kennen, zu predigen oder gegenseitig zu verlangen. Die im Öko-Logos begründete Weisheit musste in der bekannten Gestalt zur Kulturbestimmung werden. Und ebenso zeigen allein die hochphilosophischen Ausführungen des Kaisers über eine naturgerechte Lebensweise, wie es zu Trugschlüssen führt, im antiken Pantheon, bei dem der Philosoph im Gegensatz zum Volk „Serapis“ verehrte (eine in antiker Aufklärung philosophisch begründete Synthese ägyptischer Fruchtbarkeitsverkörperungen wie Osiris mit den als Göttervätern für die kreative Ordnung des Ganzen stehenden römischen Zeus, Jupiter oder Hades-Pluto) nur die Mythenbilder und deren Mix zu betrachten. Ähnlich wie dies dann auch beim Christuskult, dem die Verherrlichung eines bibelschlauen Wanderpredigers als Öko-Logos oder Weisheit, damit Christus an Stelle von Serapis, Zeus & Co. unterstellt wird, zu Fehl-, besser höchst folgereichen Kurzschlüssen führt.

Ohne die vielfältigen Wurzeln des Christuskultes in den antiken Hochkulturen oder bei den Hebräern außer Acht lassen zu wollen, wäre es hilfreich den Mittelplatonismus und maßgeblich das monistische, damit in früher Ökologie begründete Weltbild der Stoa zu beleuchten. Wer sich allein das  Denken der Stoa, die in Naturlehre (Logos) begründete Ethik betrachtet, die dann auch die Grundlage christlicher Lehre bildete, weil sie den jüdischen Bund auf weltgültige Beine stellte. Wer dann aber weiter unterstellt, es wäre einig wissenschaftlich, dass es bei Jesus um einen thoraschlauen Handwerksburschen gegangen sei. Dessen Botschaft im großen Medienwandel maßgebend und der als Öko-Logos, Weisheit oder Wort ausgegeben, dann von der Bildung oder Neuplatonikern, die als kirchliche Vordenker gelten, als neuer maßgebender Gott geglaubt wurde. Der muss in Wissensverweigerung nicht nur völlig den Verstand verloren haben. Der verbaut die Chance, dass die heute allseits geforderte und gepredigte Weisheit wieder die Kulturbedeutung bekommt, wie sie durch Kirche oder Koran zur Welt gebracht wurde.

4.      Das Wesen antiker Philosophie: Die ökologische Weisheit „Jesus Christus“

Es genügt nicht, sich allein auf die Stoa zu berufen oder bei Wiki zu lesen, wie hier die Welt als ein kausal zusammenhängendes Ganzes betrachtet wurde, dem jeder Mensch als Weltbürger auf seinem  Platz gerecht werden, dazu die auch heute beklagte Gier und Kurzsicht beherrschen muss. Auch wenn so bereits klar wird, wie hier antike Weltbürger in einer Zeit, die weder die heutigen Probleme hatte, noch wusste, wie die die massenweise Regenwald verbrennenden brasilianischen Bauern unsere Zukunft bestimmen, ebenso wie umgekehrt wir (auch als Aktionäre weltweiter Player) ihre. Und wie ganz ohne Internet und weltweite Kommunikation eine weltgültige Theorie radikaler ökologischer, gemeinsinniger Lebensweise in einem kreativ zusammenhängenden Ganzen bedacht wurde. Die für alle gleichwertigen Menschen der Welt Gültigkeit haben sollte. Besser ist es, die Texte der sich auf die frühen Naturphilosophen, auf Parmenides, Heraklit oder Pythagoras berufenden, noch meist von Zeus & Co. redenden, jedoch nicht in vorgesetzten Gottesbildern, sondern im natürlich-kausalen Werden, kreativen Weltganzen begründenden Denker selbst zu lesen. Und dabei die Stoa nicht abzuspalten, sondern sie als ein aus antiker Philosophie erwachsenes Denk-Lebensmodell zu betrachten, das auch bei hellenistisch aufgeklärten Diasporajuden galt, wo die Weisheit König war: Eine Theorie die über vielfältige Bewegungen eines antiken New Age (kulturelles Laboratorium) als Trinität in christlicher Theologie aufging, in der bekannten Weise im einheitlichen Staatskult als Christus in volksgerechter Gestakt Kulturbestimmung wurde.

In einer nüchtern-unvoreingenommenen Betrachtung der Philosophie allein der Stoa wird dann nicht nur deutlich, wie die in früher Ökologie begründete Weisheit das Wesen war, das Juden als Wort und Weisheit, damit „Christus“ galt. In der Geschichtsentwicklung lässt sich auch der historische Heilsprozess „Jesus“ nachvollziehen, bei dem die von den Philosophen gepredigte Weisheit zum Kult und damit zur weltgültigen Kulturbestimmung im Sinne der Propheten wurde.

Der Mensch war mit Beginn der griechischen Philosophie, nicht erst für die Denker des Mittelplatonismus und dort der Stoa ein selbstverantwortlicher Teil des monistisch verstandenen öko-logischen Ganzen, wie des heute in Evolution beschriebenen kreativen Lebensflusses, dessen Gesetzen er folgen musste. Doch ein schöpfungsgerechtes menschliches Leben nach den Vorgaben der Natur bedurfte auch in der Antike eine kulturgerechte Begeisterung, war weder mit den nur Beschnittenen geltenden altersstarren Gesetz, noch mit den alten Gottheiten der Griechen zu machen. Wo wir heute von einer für alles irdische Leben maßgebenden Ökologie sprechen, eine höchste Wesentlichkeit erkennen, deren Gleichgewichte wir halten müssen, sprachen die antiken Philosophen vom Logos, damit einer Natur-/Sinn-/Vernunftlehre.

Während heute konstruktivistische Philosophen behaupten, die von griechischer Philosophie als für das menschliche Leben maßgebende Sein bezeichnete Wirklichkeit der Welt wäre nur ein Konstrukt des menschlichen Kopfes. Und Neutestamentler zur Bewahrung ihres kindlichen Bildes dann auch Christus konstruktivistisch in Visionen begründen wollen, die Sektenanhänger nach dem Tod ihres Gurus hatte. Da hat die antike Philosophie auf naturwissenschaftliche Weise die Wahrheit und Weisheit in kausaler Wirklichkeit des Seins der Welt, damit früher Evolution oder Ökologie bedacht. Was dann auf konstruktivistische, seelsorgerische (frühpsychologische) Weise in Folge Moses im Neuen Testament zur Sprache gebracht, zur Kulturbestimmung wurde, historisch Jesus war. Nicht umgekehrt.

5.      Wo Jesus Christus geboren wurde, ging alles mit rechten Dingen zu

Die Stoiker waren von der strengen Kausalität allen Geschehens überzeugt. Was immer in der Welt und unter Menschen vorkommt, beruhte bereits für Sie auf einer lückenlosen Kausalkette. Wo diese nicht nachweisbar ist, versagt unser Erkenntnisvermögen. Auch der Einzelne war durch das Schicksal dieser heute in Evolution, wie Ökologie beschriebene Kausalkette (Heimarmee) bestimmt, der er als schöpferische Vorsehung bedingungslos zu folgen hatte. Doch was heute als eine „Ökologie des Menschen“ gefordert wird, war als eine Bestimmung erkannt, die auch in der Antike ohne den kulturell-religiösen Wandel, die Abwendung von alten Mysterien, menschlichen Gottheiten, die dann im Christuskult aufgehen mussten, nicht zu machen. Doch der von Nitzsche im Tollen Menschen beklagte Gottestod wäre dort, wo der Öko-Logos auf das verwies, was als Zeus, Jupiter oder in sonstigen Namen verehrt wurde, bei Juden namenlos, menschlich nicht bestimmbar, sondern der eine Grund aller Bestimmung war, nicht gewesen. Im Gegenteil.

Die Natur-/Vernunft-/Sinnlehre (Logos), damit die monistisch in früher Ökologie begründete Lehre war für die gesamte griechische Philosophie nicht nur die Grundlage des Denkens, sondern maßgebend für das Leben in menschlicher Gemeinschaft.  „Logos“ und damit die Lehre natürlicher Sinnhaftigkeit, Logik haben die Denker nicht nur in früher Ökologie metaphysischer Weltmodelle wahrgenommen. Logos war für Stoiker sowohl die Bedeutung von Sprache als auch von Vernunft. „Logik“ umfasst dann einerseits die formalen Regeln des Denkens und korrekten Argumentierens als auch jene Teile der Sprache, in denen gedankliche Operationen zum Ausdruck gebracht werden.

Damit ist heute  offensichtlich:

·        Nicht erst die Stoa hat im Logos (im natürlich-sinnvollen Werden, Weltganzen) einen Grund/Sinn allen Seins bedacht. Wie er bereits den Hebräern als nicht menschlich bestimmbar, unaussprechlich (JHWH) galt, damit bisher nur von Beschnittenen als kulturbestimmend verehrt wurde.  

 

Wo allerdings bei kausaler Kette kreativer Entwicklung von Zeus & Co. gesprochen, dann der namenlose eine Grund/Sinn allen Seins, der war und sein wird (JHWH) als wesentlich gesehen wurde. Da zeigt sich besser wie in allen biblischen Texten, der Gottesnamen des Volkskultes  oder auch im Nachblättern bei Philo, wie den frühkirchlichen Philosophen, wer dann von diesen als wesenseins oder wesensgleich mit dem Öko-Logos (in Dreieinigkeit) bedacht wurde. Denn da ging es nicht um den heute unterstellten Handwerksburschen, wäre kein Aufpasser oder planende Handwerker im Himmel aufgrund wissenschaftlicher Welterklärung arbeitslos geworden. Wo die Evolutionswissenschaft nun alle Prozesse und Gefühlsregungen, gar den religiösen Kult im kreativen Sinn erklärt, den die Antike modellhaft-spekulativ voraussetzte. Da bestätigt sich vielmehr das, was den philosophischen Denkern an Anfang von Kirche wie Koran im Verwerfen traditioneller menschlicher Gottesbilder wesentlich und zu verehren war.

 

·        Für Ethik, Moral, rechte Staatsführung, Leben in Gemeinschaft und persönliches Glück (geistig, wie körperliche Gesundheit) galt weder die menschlicher Meinung, deren Mehrheit, noch traditionelle Vorgaben/Gesetzlichkeit, sondern allein die kreative Natur, der Öko-Logos. 

 

·        Was bisher den Juden dem traditionellen Moses-Gesetz nach galt, erstarrt und nicht nur im Sonntagsgebot oft zum Selbstzweck geworden war, wurde nun in ökologischer Weisheit als schöpfungsgerechtes Leben (einzige Wahrheit „ich aber sage Euch“) begründet.

 

·        Der Kosmos im allegorischen Verstand der Abraham-Tradition (David, Moses als frühe Philosophie Weisheit) zum wahren Tempel, das natürliche Werden im kreativen Ganzen zum kulturbestimmenden Wort geworden, an die Stelle mysteriöser Gottheiten getreten.

 

·        Damit war der prophetische Bund nicht allein im hellenistischen Judentum, sondern auch bei Persern wie Mani oder Griechen, die philosophisch eine höchste Wesentlichkeit im Sinne von Zeus, wie JHWH definierten, auf weltgültige Beine gestellt, musste sich aber mit dem traditionstreuen, schriftgelehrten Verständnis der Pharisäer auseinander setzen.

 

·        So waren es auch vielfältige philosophische Denker, die aus ihrer „Liebe zur Weisheit“ (Philosophie) aus Vernunft die alten Gottheiten, Orakelglaube, Opfer-, wie Kaiserkult in Frage stellten. Was im Judentum prophetisch (frühphilosophisch) vorgezeichnet war.

Die heutigen Herleitungen philosophischer Weisheit bei Paulus oder den Synoptikern, nach denen der unterstellte Handwerksbursche dann als besonders bibelschlauer Weisheitslehrer, Stoiker oder Kyniker durch die Hörsäle gejagt wird, sind zwar richtungsweisend, doch haben sich erledigt. Denn im Grunde ist das, was auch nach den Bedeutungsaussagen der biblischen Geschichten Jesus Christus ausmacht, im Öko-Logos und der so bedachten Weisheit zu begründen. Eine Weisheit, die dann noch mehr bei aufgeklärten hellenistischen Diasporajuden, gewandelten  Pharisäern, die im Kosmos jetzt den wahren Tempel sahen, das den Propheten gegebene Wort nun weltgültig in Naturlehre (Logos) verstanden, Christus war. Wie das in Folge Moses als Heil im Sinne Josua, lat. Jesus gesehen und so definiert wurde, ist zwar bereits gesagt, aber kann nicht oft genug vor Augen geführt werden.

6.      Die messianische Heilshoffnung wurde in hellenistischer Naturlehre erfüllt

Wer sich diese historischen Fakten, wie mehr noch das Weltverständnis und die so in früher Ökologie begründete Bestimmung und die Lebenslehren einzelner Philosophen betrachtet und dann bedenkt, welche Hoffnung darin gesetzt und konkret auch Heilswirkung davon ausging, die Weisheit im jüdischen Sinne zum Kult zur Volksbestimmung zu machen. Der hat den historischen Jesus Christus, wie die im Öko-Logos begründete Weisheit von hellenistischen Kulturliteraten und Philosophenschulen, die der Kirche als „Lieblingsjünger“ galt, in ihrer Auseinandersetzung mit den Schriftgelehrten und Pharisäern beschrieben wird, deutlich vor Augen. Denn bei allem Wissen um das antike Denken weiter davon auszugehen, dass dann die Botschaft eines bibelschlauen Handwerksburschen im „großen Medienbruch“ (so in Christologie-Vorlesung) maßgebend wurde, dieser von seinen Groupies in Trauervisionen als neuer Gott oder Christus gesehen (Peter Lampe „Die Wirklichkeit als Bild“) und dann für die Bildung apologetisch zu dem gemacht wurde, was dem philosophischen Denken als Logos, Weisheit galt (wie nicht allein Christoph Markschies in allen hervorragenden Geschichtswerken dann seinen jungen Mann begründen muss), das ist völlig unerklärlich.

Wer heute wegen seinem jungen Mann erklären muss, wie alle nach philosophischer Erkenntnis aussehenden Bewegungen, Christentümer, die von früher Kirche bewusst abgelehnt wurden, meist weil sie nicht volkstauglich waren oder mangels allegorischen Verstand an das neue Judentum nicht anschließen konnten, eine apologetische Ausgestaltung christlicher Lehre für Bildungsbürger waren. Der müsste in Wirklichkeit nicht nur Origenes, wie alle Kirchlichen Vordenker, selbst die Evangelisten in den gleichen Topf stecken. Wo der junge Mann dann herkommen soll, ist schleierhaft. Wie aber umgekehrt die von den Philosophen vergeblich gepredigte Weisheit in der bekannten Weise zur Welt gebracht werden musste, ist mit Blick auf das Wissen um religionsgeschichtliche Kulturentwicklung klar.

In diesem Sinne brauchen wir nicht nur bei den Schriften nachzublättern, die uns durch die Kirche im Namen Philo von Alexandrien als Beginn und Begründung der Christologie überliefert sind, möglicherweise zum Teil erst in früher Kirche verfasst wurden. Das Wesen des Christentums zeigt sich im „im waren Grund“ im gesamten naturphilosophischen Denken als eine Weisheit, die heute nicht nur grüne Politiker oder nun auch  die Päpste und Pfarrer weit vergeblich einfordern.

7.      Die Achsenzeit als Anfang christlichen Glaubens, Offenbarung in Jesus

Dass bereits dort, wie die Moses-Propheten (frühe Philosophie) vom Kult für Gottesbilder und den Pharo befreiten. Wie damit auch bei den Hebräern, die ihre Gesetzte aus dem ableiteten, was wir heute nur naturwissenschaftlich bezeichnen, so Weisheit und Vernunft statt Pharo/Könige oder Gottesbilder maßgebend war. Das muss nicht erneut deutlich gemacht werden.

Doch die Gleichzeitigkeit, in der dann im Nahen Osten, wie in Indien und China in Griechenland und bei den Propheten neue durchdachte Kultsysteme mit ethisch-sozialer, wie frühökologischer Ausprägung entstanden, hat uns viel zu sagen. Ob Budda, Konfuzius, Laotse und Zarathustra, die gleichzeitig lebten, Zweibeiner waren oder sich dahinter eine neue philosophische, in Vernunft begründete Weltbetrachtung, Denkweise, so Weisheit verbirgt, ist Nebensache. Auch Jeremia, Deutero-Jesaja, Xenophanes, Parmenides waren Zeitgenossen eines Kulturwandels, der sich durch die Geburt der allein dem Homo Sapiens eigenen selbstbewussten Vernunft, den Wandel vom Mythos zum Logos auf ganz natürliche Weise nachvollziehen lässt. Da war keine kuriose Parallele oder gar geheimnisvolles Wunder, sondern das am Werk, was die alten als Logos, wir nur  naturwissenschaftlicher beschreiben.

Wo bereits die Ägypter in der fruchtbaren Nilschwemme Sinn sahen, die Hebräer in Himmelsberechnung den für ihre Kultur maßgebenden Kalender im Sinne allen Seins JHWH festlegten. Wo selbst in Mittelamerika der Königs-Kult der Mayas, die im Regenwalt die Fruchtbarkeit in Maisgottheiten verehren, selbst in Meerestiefe Menschen opferten, aber so eine in Kreativität begründete Hochkultur entstanden war, zusammenbrach. Da war es folgerichtig, wie dann auch in anderen Teilen der Welt im Wandel vom Mythos zum Logos in früher Ökologie begründete Kultursysteme mit ethisch-moralischer Ausprägung entstanden.

Wie hier der Ursprung, in dem wir leben, auf wissenschaftliche Weise definiert wurde, so daher auch kein Gegensatz von Theologie und Wissenschaft war, ist erst in den letzten Jahrzehnten immer deutlicher zutage getreten. Wird aber dort, wo die Offenbarung in einer Handwerksburschen-Herrlichkeit angenommen werden muss, kaum weiter beachtet.

Dabei zeigt sich allein hier:

-Wo im Wandel vom Mythos zum Logos in vielen Teilen der Welt der alte Kult (im Osten weniger als im Westen kritisiert) transformiert, reformiert wurde. Da kann es auch dort, wo später dann weisheitlich eine Synthese von neuem, aus der Achse erwachsenem hellenistischen Judentum und griechischer Philosophie war, nicht um einen bibelschlauen Handwerksburschen gegangen sein, der als Logos (damit als frühe Natur-/Sinnlehre) gesehen oder ausgegeben wurde.

-Wo frühhumanistische Systeme entstanden, die nicht nur im Gesetz der Juden auch ökologische Aspekte, wie den nachhaltigen Ackerbau berücksichtigten. Da gründeten sich die weltweiten Denker nicht in alten Glaubensmythen, traditionellen Gesetzen, sondern begründeten in deren Sinn in früher wissenschaftlicher Naturlehre und Erkenntnis, die noch sehr verschieden in Modellen ausformuliert war.

-Wo in früher Philosophie/Wissenschaft die Religionen in denkendem Bewusstsein (nicht Glaube) begannen, deren Sinn für das menschliche Zusammenleben, die schöpfungsgerechte Lebensweise bedacht und hierzu verschiedene Systeme entwickelt wurden, die über die mysteriöse Verehrung von Vegetations- und sonstigen kreativen Herrlichkeit hinausging. Da haben die Religionen nicht ausgedient, sondern zeigt sich die Aufgabe, diese in Aufklärung, wie heute gegebenem Wissen um die gemeinsame Sinnhaftigkeit weiterzudenken. Denn wo nicht einfach die Vegetation vergöttert, sondern Denksysteme entworfen wurden, da bewahrheitet sich die Weisheit des ewig zeltenden Moses, gilt es die schöpferische Bestimmung in immer neuer Weise zu bedenken.

-Wo es nicht wundert, dass einheitliche Lehren entstanden, weil in China die gleiche Sonne aufging, wie sie den Ägyptern bestimmend war. Die den Hebräern maßgebende Sterne leuchten oder die gleichen Naturprinzipien auch als Tao maßgebend für die gemeinsame Zukunft erkannt wurden. Da sind auch heute die zur Gesetzlichkeit erstarrten, zur Buchreligion gewordenen, als überholte Mythen betrachteten Kulturmodelle auf zeitgemäße Beine zu stellen.

-Wo in Parallele aus „einer“ allumfassenden Herrlichkeit/Wesentlichkeit allgemeingültige Gesetzte abgeleitet und im Kult entsprechend der jeweiligen Wurzeln verschiedenartig zur Kulturbestimmung gebracht wurden. Da ist dies wegweisen für unsere Zukunft, die die allumfassende Wesentlichkeit wissenschaftlich definiert, mehr als wegweisend.

-Wo bei Karl Jaspers (Hauptentdecker der Achse), wie bei vielen anderen Kulturwissenschaftlern, bis zu Jan Assmann (der in „Achsenzeit“ deren Wundersamkeit bestreitet, aber das Geschehen nicht leugnen will), der Gegensatz von wissenschaftlich-philosophischer „Wahrheit“ zum „Krippenkind von Bethlehem“  war. Da ist es Aufgabe der Geschichts-, Kulturwissenschaftler und insbesondere der Neutestamentler, diesen Gegensatz aufzulösen, deutlich zu machen, dass die frühe Naturwissenschaftliche Wahrheit  im Stamme Davids im Krippenkind zur Kulturbestimmung wurde.

-Wo Konfuzius, Buddha, Zarthustra, Jesaja und Xenophanes (als Kultdichter), wie viele seiner weit philosophisch-wissenschaftlicheren griechischen Kollegen nicht kommunizierten, sondern in der Kreativität früher Wissenschaft eine gemeinsame Bestimmung zur Kulturbestimmung machten und Hoffnung auf weitere Vollendung hatten. Da ist auch heute die Geschichte nicht Ende, die Achse nicht gescheitert. Da geht das Eschaton, das Heil nicht in menschlicher, sondern schöpferischer Kommunikation (der dialektischen Kreativität des Ganzen, für Juden Gesetz/Wort) auf dem regulären Weg verschiedener geerbter kultureller Gedächtnisse (kanonisiert, nicht erstarrt) weiter.

Die Topi der Axialen, wie sie englische Aufklärer als neue Vernunftreligion beschrieben, haben ihre Gültigkeit behalten:

-Der Mensch ist sich des Seins im Ganzen, seiner selbst und seiner Grenzen heute mehr denn je bewusst. Er hat eine in gemeinsamer Kultur verehrende höchste Wesentlichkeit, Sinnhaftigkeit, Herrlichkeit erkannt, die er nicht selbst bestimmen kann.

-In bewusster Reflexion, im Wandel vom Mythos zum Logos neuzeitlicher Aufklärung sind die alten menschlichen Gottesvorstellungen auf neue Beine zu stellen und so in jeweiliger Kultur ein Fortschritt gegeben, der die Witwen und Waisen mit den Gottheiten der Väter wiederversöhnt. Was die wissenschaftlichen Voraussetzungen schafft, in Schöpfung (heute Ökologie) begründete Vernunft in kulturellem Friede zu leben.

8.      Der Lieblingsjünger Jesus Christus aus dem naturphilosophischen Kleinasien, Ephesus

Wo in Lykaonien eine kaum überschaubare Vielzahl von griechisch-römischen Natur-Gottheiten, mythologischen Figuren, göttliche Personifizierungen in der reichhaltigen Kultur Kleinasiens in vielen Festen verehrt wurden. Was dann im Wandel der Zeit auch einen Kulturwandel hervorrief, der als Ausbreitung des Christentums bekannt ist. Wo der Reichtum griechischer Kultur blühte, bereits Homers Gesänge entstanden und erklungen, der Artemistempel  stand, war die Heimat der der Lieblingsjünger.  Ephesus war Herkunft früher naturphilosophischer Denkern, wie dann Wirkungsstätte von Heraklit. Auch wenn der Vorsokratiker noch mit recht metaphysischen Modellen arbeitet, von einem Weltfeuer sprach. Im sinnvollen Lebensfluss, den er erstmals „Logos“, damit Lehre nannte, wahrscheinlich weil dieser erstmals kausal, logisch gelehrt wurde und kein himmlischer Mythos mehr war, sah er, wie ähnlich auch Denker, wie der als philosophische Beginn zählende Thales von Milet oder der erstmals vom Sein und damit einem Sinn des Ganzen ausgehende Parmenides, die Maßgabe für alles Leben. Ohne noch auf die biblischen Propheten Bezug zu nehmen, den bildlosen Kult weltgültig zu machen, wurde zeitgleich wie in Persien, wie die hebräischen Propheten im Exil Zarathustra weiterdachten, in Ephesus damit das den bildlosen Bund ausmachende, den Propheten maßgebende Wort verstanden. Und nur diesem, nicht menschlichen Worten, Meinungen von Mehrheiten und ihren Traditionsgesetzen, war auch für die griechischen Philosophen der Mensch mit Verstand verant-wort-lich. Und so ist es sicher kein Zufall, dass aus Ephesus die Philosophenschule stammt, die uns als Joannes bekannt ist, der Kirche zu Recht als Lieblingsjünger Jesus galt.

Und eigentlich müsste nun der gesamte geistesgeschichtliche Hintergrund betrachtet werden, wie er beispielsweise in „Die Philosophie der Stoa“ von Wolfgang Weinkauf geschildert wird. Wonach sich die Philosophie in den griechischen Polis, den Stadtstaaten entwickelte, wonach der Mensch als zoon politikon, als gemeinschaftliches Wesen einem gemeinsamen Sinn, den auch der Staat hatte, folgen musste. Denn auch wenn es Sokrates ablehnte vor der Hinrichtung zu fliehen und den Schierlingsbecher trank, weil er das staatliche Gesetz anerkannte. Die Naturphilosophen, die auf rationale Weise nach kosmischen Gesetzmäßigkeiten forschten, in Natur-/Sinnlehre (Öko-Logos) das einzig maßgebendes Weltgesetz sahen, wollten sich nicht mehr dem Wille der mythischen Masse, noch den alten mysteriös-menschlichen Gottheiten unterordnen.

Und da Sokrates verurteilt wurde, weil er neue Gottheiten einführen wollten, kennen wir so im Grunde auch den ersten griechisch-christlichen Märtyrer. Wo Leukipp und Demokrit, die spätere Stoiker wie Epikur beeinflussten, eine Atomlehre aufstellten, nach der ein Ganzen aus vielen kleinen Teilchen besteht, die wie im menschlichen Körper oder auch im Staat zusammenwirken müssen. Da ging es um das gleiche Urgesetzt, das bereits im Namen Abraham galt, dann bei hebräischen Philosophen bildlos den umfangreichen Lebensregeln Thora/Gesetz zugrunde lag und nun in Natur-/Sinnlehre (wir sagen Ökologie, Evolution) erklärt wurde.

Wo dann im Namen von Sokrates, Platon und Aristoteles erkenntnistheoretische und ethische Probleme reflektiert wurden, war auch das ähnlich bei den himmelsberechnenden Hebräern in kosmisch-kreativer Gesetzmäßigkeit vorgezeichnet. Denn weit mehr als die griechische Götterwelt, war bei Juden das von einem Sinn/Grund allen Seins ausgehende Wort, damit die nun in Natur-/Sinnlehre erklärte Logik/Vernunft (Logos), für das Leben im Alltag bestimmend. So waren in der bisher nur Beschnittenen geltenden Thora nicht nur hygienische Vorschriften über die Verrichtung der Notdurft festgelegt und  nachhaltigen Ackerbau, sondern auch das Zusammenleben in Gemeinschaft an Stelle von Kaisern und mysteriös-menschlichen Gottheiten kulturbestimmend.

Als Alexanders Idee einer Weltherrschaft zusammengebrochen, sich drei neue Königreiche etablierten, das der Ptolemäer in Ägypten, das Selkuidenreich im östlichen Mittelmeer sowie die makedonische Herrschaft der Antigonide und das politische Ordnungsgefüge der Polis zusammengebrochen war, entstanden die philosophischen Schulen. Denn „alles, worin der griechische Mensch der klassischen Zeit erstmals Halt gehabt und worin er sittlich sein Dasein verankert hatte, war oder schien plötzlich verloren.“ Aus dieser Krise entwickelte sich, so Weinkauf, die Schulen der Skepsis, wie der Stoa. Diese Philosophie der Krise hatte bei aller Unterschiedlichkeit ihrer Inhalte doch ein gemeinsames Ziel: Sie versuchte als praktische Philosophie neue Orientierungshilfen zu geben und vor allem die Frage zu beantworten, wie man zu einem sinnerfüllten, glücklichen Leben gelangen könnte. Und so komplex diese sich auf Sokrates und Platon berufende Philosophie des Hellenismus auch klingen mag. Das schöpferische Welt-Eine, der Kosmos, was wir heute in Ökologie beschreiben, hier Weisheit ableiten, die bei Juden bereits der König, damit Christus war, war einzige Maßgabe für das menschliche Leben.

Wenn heute im geistigen Klima der Krise mit dem Skeptizismus, den Jüngern Epikurs und der Stoa drei philosophische Hauptrichtungen aufgezeigt werden, wären eine vierte zu ergänzen: Christen. Denn es greift zu kurz, bei den philosophischen Bewegungen nicht auch die Religionsreform, die Kritik an den Göttermysterien, menschlichen Gottheiten und ihrem Orakelglaube und Opferkult zu bedenken. Wer Theologie nicht als Schriftlehre betrachtet, die sich allein aufs  Buch, aber zu glaubende Buchstaben oder bei deren Wegfall dann göttliche Bauchgefühle beruft, muss nicht nur Platon, von dem das bestätigt wird, sondern die gesamte griechische Philosophie als Theologie sehen: Forschung nach dem Sinn/Grund allen Seins und die so maßgebende Lebensweise, wie es Juden als Wort galt. Und mehr noch als Griechen, die als christliche Atheisten gesehen wurden, weil sie sich den Opfern für Kaiser und sonstige menschliche Gottheiten oder Mysterien verweigerten, daher als „gottesfürchtig“ galten, müssen aufgeklärten hellenistische Juden der Diaspora begeistert gewesen sein. Hatte doch die philosophische Theologie genau das auf weltgültige Weise begründet, was auch bei Juden zur Krise geworden war, bei den Makkabäern zu kriegerischer Abwehr des römischen Kultes geführt hatte.

9.      In der Synthese von Hellenismus und Judentum lag das Heil

Wo die philosophischen Einsichten des Hellenismus immer mehr Aufmerksam auf sich zogen, die festgefügte alte Normenwelt ins Wanken kam. Wo aber die geprobte Demokatie die Macht wieder an den römischen Kaiser übergab, was dann nicht allein in Nero und spätere Militärkaiser im schnellen Wechsel mündete und aufgeklärte philosophische Juden in einer Josefsgeschichte die Demokratie einer Weisheit im Kopf der Menschen empfahlen, wie sie heute mehr als notwendig wäre. Wo das Judentum immer mehr in Bedrängnis kam, die griechischen Naturwissenschaft und so begründete Weisheitslehren auch bei vielen hellenistischen Juden die Rolle des Vätergesetzes der Thora eingenommen hatte. Wo die römisch-griechischen Gottheiten zwar bereits seit Beginn der philosophischen Naturwissenschaft in Frage standen, aber die Gottheiten die Rom groß gemacht hatten in Vernunft restauriert wurden, um so das Staatswesen sicherzustellen. Wo gleichzeitig der Kult für Kaiser- und Bilder weiterer menschlicher Gottheiten, von dem der Exodus befreit hatte, selbst im Jerusalemer Tempel wieder eingeführt werden sollte und daher Kriege geführt wurden. Da bestand das Heil der Juden in einer denkerischen Synthese zwischen dem hebräischen Welt- und Sinnverständnis und hellenistisch-naturwissenschaftlicher Sinnsuche und so gemeinsamer Weisheit, Weltvernunft, für die der Begriff Logos (Lehre in kausaler Logik/Vernunft) stand. Mit einem zum Logos erhöhten Handwerksburschen lässt sich die Lösung der jüdischen Probleme so wenig erklären, wie ein weltgültiges Christen-Judentum, das an die Stelle der Opfer für Kaiser- und weiterer menschliche Gottesbilder, Orakel- und Mysterienglaube des Volkskultes trat .

10.  Die Geburt der Vernunft (Wissenschaft, Weisheit) im Wandel vom Mythos zum Logos

Um die heute als monotheistische Buchreligionen bezeichneten Kulturformen in ihrem Grund, wie damit auch die christlich Reform des Judentums der Zeitenwende, wie aber auch die Entstehung des Isalm beleuchten zu können, reicht nicht der Blick ins Buch, das die Kultausprägung zeigt, sondern muss das jeweilige Weltverständnis betrachtet werden.

Auch wenn heute die Geschichte der Philosophie und damit Wissenschaft bei den Griechen beginnt. Wenn heute Maat als ein in Naturprinzipien begründetes Kulturmodell erklärt wird, das die gesamte ägyptische Hochkultur trug, für Gerechtigkeit und Ewigkeit stand. Dann war hier das vorgezeichnet, was die griechische Philosophie in Vernunft weiterführte. So hat Naturbeobachtung auch bereits zur ersten Verwerfung menschlicher Gottesbilder im alten Ägypten geführt. Wo dann nicht erst plötzlich von Echnaton, sondern nach einer denkerischen Entwicklung allein die Sonne als Quelle allen Lebens verehrt, die alten Gottesbilder allzu radikal ausgemeißelt wurden. Ein Fehler in kreativer Kulturentwicklung, wodurch der erste in der Sonne gesehenen gemeinsamen Grund und damit Sinn allen Seins, wieder völlig in der Versenkung verschwand, kaum Spuren hinterließ. Aber auch die sonstigen theologischen Modelle, bei denen die Moses-Propheten in der Schule waren, gründen in Himmelberechnung, Naturbeobachtungen, wie der fruchtbaren Nilschwemme. Ob die Griechen bei den Ägyptern gelernt haben, ihnen ihre Weisheitslehre verdanken oder in Kleinasien, dann Griechenland völlig unabhängig von Ägypten eine Entwicklung war, ist egal. Frühe Wissenschaft kann weder den Ägyptern, noch den himmelsberechnenden Hebräern, die Schöpfung in Schrift fassten, die im großen Ganzen erkannte Weisheit zu ihrem wahren König an Stelle des Pharaos machten, abgesprochen werden.

Und ebenso kann der mit Zarathustra umschriebenen, Göttermythen in Vernunft erklärenden Philosophie Persiens, die ethische Lebensregeln des „gut Denkens, gut Redens, gut Handelns“ hervorbrachte, die Weisheit nicht abgesprochen werden. Wo Esra und Nehemia nicht einfach im Exil, sondern als Hofschreiber für die Kulttexte verantwortlich waren und heute der Beginn des biblischen Kultes angenommen wird, hat frühe Weisheit die Feder geführt.

Wo dann der prophetische, damit frühphilosophische Kult auf weltgültige Beine gestellt wurde, kommt nur das Bildungsstreben, die Philosophie ( „Liebe zur Weisheit“) , damit was wir heute als Naturwissenschaft bezeichnen, als Magd (besser wäre Grundlage) der Theologie in Frage. Wie aber sollte von Weisheit gesprochen, Lebensmodelle bedacht worden sein, wenn nicht ein gemeinsamer Sinn und Grund des Ganzen vorausgesetzt worden wäre. Wo daher die „Liebe zur Weisheit“ war, da war dies nicht mehr weit zur Liebe des gemeinsamen Sinnes und Grund allen Seins, wie ihn die Juden an Stelle der Könige und vielzähliger mysteriöser Gottheiten verehrten. So ist auch die sogenannte Gottesliebe, die neben der Liebe des Nächsten wie des Selbst zu den Hauptpfeilern des christlichen Glaubens gehört und der wahrscheinlich in Straßennachbarschaft zu Seneca schreibende Markus Jesus mit den Schriftgelehrten im Rahmen der Gültigkeit des jüdischen Gesetzes darlegen lässt, nicht auf dem Mist eines besonders bibelschlauen Handwerksburschen,  sondern im historischen Heil „Jesus“ gewachsen.

11.  Die in Vernunft gelehrte Natur (Logos) kein so gesehener junger Mann war neuer Mittler

Denn wo die Natur nicht sozialdarwinistisch nachgeäfft, sondern die Prinzipien der Natur, wie sie heute die Evolutions- oder Ökologielehre (moderner Logos) als Mittler eines Sinnes/Grundes allen Seins gesehen wurden. Wo die Stoiker und Epikureer nach vernunftgemäßem und damit glücklichen Leben strebten, die Weisheitsliebe auch bei hellenistischen Juden im Mittelplatonismus zur Lebenskunst wurde. Da wurde die Naturlehre (Logos) als Mittler des einen schöpferisch Wesentlichen gesehen, ist die Philosophie zur Theologie geworden, hat die Weisheit, die wir heute dringend als gemeinsame Kulturbestimmung bräuchten, religiöse Spekulationen, vorgefertigten Dogmenglaube verdrängt.

Wenn nach der Renaissance und dann der neuzeitlichen Aufklärung die Philosophie und damit Wissenschaft das kirchliche Joch ablegte, das natürliche Licht heute als einzige Quelle gilt. Dann ist das die vernunftgemäße Weltbetrachtung die Quelle, die Arche, die von bei Abraham, Moses galt und in früher Gesamtschau dem Heil „Jesus“, der Weisheit als Christus, aller davon ausgehenden vielfältigen urchristlichen Erkenntnislehren zugrunde liegt. Die in der Reformation aufgrund des kirchlichen Missbrauches scholastischer Philosophie notwendige Verabsolutierung der antiken Schriften, was gleichzeitig der Wissenschaft in bitterem Streit die eigenständige Entwicklung ermöglichte, hat ihren Dienst getan. Mit klarem Blick und Bezug auf Bibel, wie Koran, wäre es Aufgabe heutiger Theologie, nicht nur die in Ökologie und Evolution (natürlichen Prinzipien) begründete Weisheit zu predigen, sondern sie im gemeinsamen Sinn, den die alten als höchst wesentlich verehrten, zur Kulturbestimmung werden zu lassen.

Neben der klassischen Philosophie der Griechen, auf die sich die Kirchenväter beriefen, haben wir heute Kenntnis über die vielfältigen Anfänge der Vernunftbegründung allen Seins bei den Griechen, wie in vielen weiteren Teilen der Welt. Denn auch der traditionelle Weisheit vertretende Konfuzius, Laotse, der einen namenlosen Urgrund (Tao) setzt, aus dem der Vater des Alls und aller Kräfte hervorgeht,  daher zu halten ist. Was dann als vernünftige Ordnung der Dinge dem menschlichen Handeln den Weg vorzeichnet, zu dem der Weise durch Loslösen emporstreben soll. Die sind so wenig wie der indische „Brahman“ als alle Welten hervorbringend, tragenden All-Einen“ oder Atman als Selbst, menschliche Seele/Psyche, nicht ohne frühe Naturlehre zu machen.

So ist es zwar verständlich, dass sich nicht allein hellenistische Juden, sondern auch kirchliche Lehrer (nicht allein Basilius) bei den fernöstlichen Weisheitslehren umsahen oder diese aufnahmen. Wie dies mehr noch bei dem sich auf Jesus Christus berufende Manichäismus (antik aufgeklärte Weltreligion) zu beobachten ist. Doch das hellenistische Judentum, das die Christologie entwickelte und die ihm folgenden Vordenker der allumfassenden Kirche haben sich maßgeblich auf die griechische Philosophie berufen, diese weitergeführt, die dort begründete Weisheit zur Volksbestimmung gemacht. Auch wenn sie dann die die oft mysteriösen, sich auf die alten Gottesbilder berufenden Lehren, die als untauglich für den neuen römisch-katholischen (allumfassenden) Volkskult im jüdischen Sinne gesehen wurden, vernichteten. Sie haben sich nicht nur auf die Philosophen berufen und nicht deren Weisheit verbrannt, sondern sahen dies als einzigen Weg, sie zum neuen Volkskult zu machen, der zum antiken Sozialverhalten, gar freiheitlichem Kommunismus  führte.

Denn weder die Ägypter, Phönizier, Babyloniern, noch Griechen haben sich zu einer Philosophie erhoben, die frei von ihren religiösen, mythologischen Vorstellungen war, die Weisheit die Kultfunktion des Kaisers hatte. Wo die morgenländische Weisheit (kein Bangert, der dem Heiligen Geist untergeschoben wurde oder von einer versehentlich zur Jungfrau gewordenen „jungen Frau“ gezeugter Guru) von den alten Königen in der Krippe als wahrer neuer Christus erkannt wurde, wissen wir aus der Weihnachtsgeschichte.  

12.  Die jungfräuliche Geburt lässt sich realgeschichtlich verstehen

Die griechischen Denker haben den Sinn allen Seins jungfräulich bezeugt. Sie begründeten sich nicht im Mythos alter Gottheiten, Urwesen, sondern fragten nach dem logisch-kausalen Uranfang, aus dem alles geworden ist, der Arche, dem grundlegenden Prinz-ip (für aufgeklärte Juden dann der Sohn ihres Königs: Christus), das begrifflich bedacht wurde. Ob der Ahnherr der Philosophie Thales von Milet den ägyptischen Priestern ein Mittel zur Messung ihrer Pyramiden einen Distanzmeter konstruierte, in Erkenntnis früher Geometrie, Astronomie und Naturwissenschaft die Sonnenfinsternis voraussagte und die Weltentstehung nicht mehr mythologisch, sondern wissenschaftlich im Wasser als Arche (Ur-sache) erklärte. Ob Heraklit von einem Weltfeuer spricht, das allem Vergehen und Werden im natürlichen Wandel zugrunde liegt, damit das im kreativen Werden begründete Wort der Juden auch in Ephesus, der Heimat der „Lieblingsjünger Jesus“, statt der menschlichen Gottheiten als maßgebend für das menschliche Leben gesehen wurde. Ob Anaximenes die Luft als Urstoff, Arche, und alles zusammenhaltende Lebensprinzip annimmt. Ob Anaximander nicht ein einzelnes Element, sondern einen „unbestimmten“ ewigen, nicht zu bedenkenden, jedoch von ihm denkerisch vorausgesetzten Urgrund aller Dinge annahm und so erstmals eine rein natürliche, nach kausal-mechanischem Prinzip hergeleitete Welterklärung lieferte. Ob Pythagoras und seine Jünger/Schule, wo im Neupythagorismus dann daraus ein „Sohn Apollons“ ,aus dem religiösen Weisen ein allwissender Wundertäter wurde, die Arche in einem sinnlich nicht mehr wahrnehmbaren Stoff, sondern in einem Zahlenprinzip berechnet, wie es ähnlich der jüdischen Kabbala (Traditionslehre) auf mysteriöse Weise galt. All das verweist auf die Herkunft Jesus Christus, als die Wesentlichkeiten/Gottheit der Väter offenbarende Naturlehre, die so den „Einzigen“ Sinn offenbar machte, den die Juden in Schrift/Wort und ihren Tempeln bisher in versteinerter Gesetzlichkeit in Alleinstellung verehrten.

Wo die religiösen Bewegungen, die durch die griechische Welt geisterten, nach einer Wiedergeburt der bisher die römisch-griechische Kultur, wie vormals die Ägypter tragenden Volksreligion abzielte riefen und mit wissenschaftlicher Erkenntnis auf neue Beine gestellt, so auch eine ethisch-schöpfungsgerechte Lebensweise begründet werden sollte. Da entstand nicht nur eine neue Art Judentum, sondern wurde das auf neuen Beine gestellt und dann christlich zum Volkskult.

Aus dem Streben nach Wissen, wie es der hellenistischen Hochzivilisation, der die Vernunft und Erkenntnis heilig war bestätigt wird, ist „Christus“, wie das jüdische Heil der Kulturen „Jesus“ hervorgegangen. Ethisches, sozial-gemeinsinniges Denken und  eigene Gier im schöpfungsgerechten Leben unter das Maß eines allumfassenden Sinnes, damit einer im natürlichen Werden/Weltganzen begründeten Weisheit zu stellen, die Juden als wahre König galt, ist in allen philosophischen Systemen zu beobachten. Die Philosophie (Liebe zur Weisheit) war im Grund bereits die Liebe zu dem, was Juden als ihren König verehrten. Damit war in den philosophischen Systemen das Christen-Judentum vorgezeichnet, lag der Kulturwandel auf der Schwelle der Zeit. Denn auch wenn die Philosophen teilweise zu den Gesetzgebern ihrer Staaten geworden und ihre Forschung Gegenstand der Kritik an menschlichen Gottesvorstellungen/-bildern, damit auch dem Kaiserkult geworden war. Die religiöse Veränderung, wie sie der Wandel von mythischer Weltentstehungslehren zu den in einem gemeinsamen Urgrund und damit Sinn begründeten Vernunftmodellen hervorrief, wurde erst mit Konstantin eingeleitet. Weniger, weil hier die Verfolgung der Kaiseropferverweigernden Atheisten eingestellt und sich auch der Kaiser zum neuen, nun weltgültigen jüdischen Kult bekannte. Vielmehr weil er begann in zahlreichen Konzilen zusammen mit den aus allen Teilen des Reiches zusammengetrommelten Intellektuellen Kaiserberatern (Bischöfen) aus den verschiedenen konkurrierenden philosophischen Christologie-Bewegungen eine einheitliche Kirche der heiligen Weisheit (Hagia Sophia) nicht nur in Stein, sondern einen neuen einheitlichen Staatskult zu bauen.

Wenn heute klar ist, wie griechischen Philosophen einen Monotheismus entwickelten, der das, was die Juden als „Alleinstellung“ verehrten, in seiner „Einzigartigkeit“ bedachten. Dann wissen wir auch, warum Jesus Christus echt jungfräulich geboren, allein im einzigen Sinn allen Seins be/gezeugt wurde. Wo ein neues Judentum philosophisch bedacht wurde, sollte kein Buchgott bewiesen werden, hat nicht die Thora oder Tradition den Ton vorgegeben, sondern das, worin sich nicht allein der Pla-ton-ismus begründete: Das in kausalen Natur-Sinnlehren (Logos) begründete Weltganze/Werden.

13.  In Naturlehre wurde der eine wesentliche Sinn allen Seins verstanden

Auch wenn der philosophische Gott damit alles andere die oft unterstellte pantheistische Naturvergottung der Vorzeit war, die in einer Vielzahl von Gottheiten die Phänomene der Vegetation, wie kreative menschliche Tugende verehrte. Wenn in den philosophisch-theologischen Systemen bereits ein ewiger Sinn bedacht wurde, der zwar in der Natur auf, aber nicht untergeht und so eine Welt-Weisheit und dann in Sokrates eine schöpfungsgerechte Lebensweise ausdiskutiert, in Platon so idealistische Staats- und Rechtsmodelle beschrieben wurden. Dann wäre trotzdem keiner der Philosophen wäre auf die Idee gekommen, eine im Himmel thronende Gottheit beweisen oder begründen zu wollen, wie sie heute bei der Frage „glaubst du an Gott“ allgemein unterstellt wird. Was heute vom Neuen Atheismus als Monsterwesen abgestritten, als Spaghettimonster abgebildet und lächerlich gemacht wird, hat es im philosophischen Denken, das die Grundlage zur neuen Christen-Judentum legte, nicht gegeben. Im Gegenteil. Die Busse der von einem naturalistischen Weltbild getragen Brights mit der Werbeaufschrift „Es gibt – mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit – keinen Gott“, hätten eher die Vorsokratiker gefahren. Genau die, die heute von Theologen als Vorgeschichte der Urchristlichen Formel des „Einzigen“ beschrieben werden.

Was ein Hauptbegründer der katholischen Kirche wie Irenäus von Lyon als „einzigen Vater“ und „einzigen Sohn“ bezeichnete. Das war von der griechischen Naturlehre, damit dem Logos, der für den Kirchenmann das „einzige Maß“ aller Dinge, der „einzig“ auf die Gottheiten der Väter und die schöpferisch gerechte Lebensweise verweisende „Logos=Sohn=Christus“  war, vorgezeichnet. Auch wenn Irenäus die allumfassende, dem gerade dem wilden Westen gerechte volksverständliche Kultform gegenüber mysteriösen Philsophiemodellen, verworrenen oder die jüdische Tradition mangels allegorischem Verstand ablehnenden Lehren verteidigte, sich auf die Apostel als wahre Zeugen berief. Die Erkenntnis und Weisheit, die ihm heilig war, war kein Heiligenschein für einen Handwerksburschen, sondern begründete sich wie die der griechischen Naturphilosophen im Logos=Sohn=Christus. So wenig wie die oder auch nur einer der kirchlichen Vordenker, die die bekannte Ausdrucksweise des kulturgerecht ausgedrückten (fleischgewordenen Logos) verteidigten, hat er die griechische Philosophie verlassen, sondern sich auf deren Erkenntnis berufen. Der junge Mann, den die Studenten bei heutiger Hypothese ständig vor Augen haben müssen, der kommt weder in den monotheistischen Kultformeln vom „Einzigen“ oder der Lebensweise des Neuen Testamentes mit einer Silbe vor, noch in der gesamten Geschichte. Der war an keinem Ort, bei keinem der anfänglichen allesamt vom philosophischen Logos als Sohn ausgehenden Denker das Thema.

Das Thema der antiken Denker war vielmehr, das was auch heute Aufgabe der Religionen, wie der theologischen Wissenschaft wäre, die hierzu die Grundlage schaffen muss: Wie die in früher Ökologie begründete Weisheit und damit der gemeinsame Sinne, den wir heute gegenseitig predigen, im Sinn der aufgeklärt zu verstehenden alten religiösen Vorstellungen (Kulturbestimmungen) zur umfassenden, einzigen gemeinsamen tiefgreifenden Kulturbestimmung wird.

14.  Der „eine“ und „einzig“ Gott: der Sinn allen Seins als einzige Herrlichkeit

Wer seinen Heidelberger Professoren ständig entgegnet, wie völlig absurd es ist, dass ein junger Mann, den man als Logos-Christus ausgab, zur Grundlage für einen weltgültigen Monotheismus wurde, der sich in dieser Zeit in frühwissenschaftlichen Naturlehren (Logos) begründete und in den Kultformen Zeus, Serapis & Co. ausdrückte. Der interessiert sich für die Auswertung über den Monotheismus im Urchristentum und dessen Vorgeschichte bei Griechen und Juden. Zumal die Theologin Darina Staudt in Heidelberg ausgebildet wurde. Und Hochschullehrer wie Gerd Theißen, der einen jungen Galiläer beschreibt, wie er banaler nicht sein könnte, gleichwohl er diese Hypothese  in seinen sonstigen Werken, wie „Die Weisheit des Urchristentums“ den Boden entzieht die Herausgeber des Buches  „Der eine und einzige Gott“ sind. Ebenso heutige Hochschullehrer wie Peter Lampe, dem ich ständig seinen „jungen Mann“ historisch-wissenschaftlich, wie exegetisch aufgrund seiner Ausführungen aus der Hand nehme. Und allein schon der Untertitel müsste der heutigen Hypothese die Grundlage entziehen. Denn wo die Geschichte des urchristlichen Glaubensgrundes im Judentum und bei den Griechen (begonnenen bei den Vorsokratikern) nachgewiesen wird. Da ist es mit absoluter Sicherheit nicht um einen zum Christus erhöhten Guru gegangen.

Spätestens wenn dann aufgezeigt wird, wie in der Zeit Jesus in der von den Griechen kommenden Natur-/Weltvernunftlehre der wahren neuen Mittler des „Einen“, wie der davon ausgehenden Weisheit und Lebensweise  gesehen wurde. Und wir wissen, wie dieses historische Heil auch als „Jesus“ definiert, die von hellenistischen Juden im neuen Testament in ihrer Geschichte beschriebene Christologie und Heilsgeschichte begründet wurde. Dann ist die auf dem Buchdeckel gestellt Frage „wie es möglich war, dass die frühe Christenheit mit ihrem geerbten monotheistischen Bekenntnis den Menschen Jesus Christus als göttliche Größe integrieren und als Sohn neben den Vater setzen konnte“ gelöst. Das Heil „Jesus Christus“ war historisch gegeben und wäre heute weiterzuführen. Es kam dort her, wo wir uns heute für die Natur, den Auf- und Untergang der Sonne, den Blick auf das Meer begeistern, dann diese den Alten als Mittler geltenden Prinzipien des Lebensflusses, Ganzen in Ökologie oder Evolution als in allen Prozessen kreativ-sinnvoll beschreiben. Und wo daraus die Atheisten einen evolutionären Humanismus herleiten, weltweit nach ökologischer Weisheit gerufen wird. Denn wo heute das Heil historisch-wissenschaftlich von den Vorsokratikern ausgehend erklärt wird, hat es eine Heilsprediger-Verherrlichung, die Peter Lampe in „Die Wirklichkeit als Bild“ im Beispiel einer Traumwanderung begründet, bei der Jugendliche ihre nächtlichen Visionen später für eine Wirklichkeit halten, nicht gegeben.

15.  Selbst die Kultformeln vom allumfassenden Einen verweisen auf Naturlehre (Logos)

Auch wenn die Heidelberger Theologin, die nur monotheistische Kultformeln auswertet, nicht nach dem Sinn/Grund des Weltganzen fragt, erst bei Xenophanes beginnt „Ein einziger Gott, unter Göttern und Menschen am größten, weder an Gestalt den Sterblichen ähnlich, noch an Gedanken“. Wir haben es hier weniger mit einem Naturphilosophen, als einem griechischen Kult-Dichter und religionskritischen Wanderlehrer scharfer Polemik zu tun, der bekanntlich die alten menschlichen Gottheiten und Mythen analytisch, aber satirisch die Menschenähnlichkeit verurteilte. Ähnlich heutiger Glaubenskritiker, die sich für den natürlichen Lebensfluss begeistern, dessen ursprünglich auf den Einen verweisende Prinzipien einheitlich in der Sinnhaftigkeit aller Prozesse, selbst menschlicher Gefühle beschreiben, dann die menschlichen Gottesbilder von einem in allen Gottesbeweisen vergeblich zu begründenden Macher/Handweker/Designer im Himmel als Spaghettimoster beschreiben. Xenophanes hat als Dichter die philosophische Erkenntnis, die wir aus seiner Heimat Kleinasiens kennen, literarisch zum Ausdruck gebracht. In seinem Hauptwerk „Über die Natur“ beschreibt er die eine schöpferische Wesentlichkeit, die eine ewige Einheit ist, nicht wie bei Homer in Licht, Wetter, Fruchtbarkeit oder menschliche Tugende aufgespalten ist. Der von vielen folgenden, die heute Ökologie oder Evolution genannten universalen Gesetze/Prinzipien weiter ausformulierten Naturphilosophen aufgegriffene Denkern distanziert sich damit von allen Gottesbildern und Mythen, die er als fahrender Sänger jahrelang vorgetragen hat. Mit der naturwissenschaftlich begründete „Weisheit“, die dann im gewandelten Pharisäer (Paulus) als Christus auch gegen die taube, zum Selbstzweck gewordene jüdische Buchstaben-Gesetzlichkeit und Werkgerechtigkeit gestellt wird, hat er Homer und Hesiod bekämpft.

Die Verse, in denen er die menschlichen Gottheiten der alten Religion polemisch verurteilt, werden nicht ohne Grund von Kirchenvätern wie Clemens von Alexandrien aufgegriffen. Auf die absurde Idee einen jungen Guru als Gott auszugeben oder in ihm die eine hinter der Alleinheit stehende Wesentlichkeit, als neue Weltbestimmung zu sehen, wäre er so wenig, wie die sich auf die griechische Naturwissenschaft berufenden christologischen Juden oder die Vordenker der allumfassenden Volks-Kirche gekommen. Zumal die in ihrer neuplatonischen Weltsicht Zeus, in dem der griechische Dichter noch die wesentliche All“einheit“ ausdrückte, gleichbedeutend mit JHWH, so eine höchste Wesentlichkeit sahen, die sie teilweise (jedoch nicht nur in Kleinasien) als „Theos Hypsistos“ definierten, sich dabei auf den griechischen Logos (Naturlehre) als Wort/Mittler beriefen.  Für sämtliche Apostel, Apologeten, Väter der Kirche, wie kaiserliche Erbauer, auch wenn sie dazu beschrieben, wie das Heil darin lag, die Erkenntnis des Logos im Volk kulturgerecht (fleischgeworden) zu vermitteln, galt die dann weiterentwickelte Naturlehre, wie sie heute zur Wissenschaft geworden ist.

So ist zwar zu verstehen, warum hellenistisch-jüdische Kulturliteraten die vernünftig gelehrte Natur (Logos) gesehene Mittlerwesen des einen Wesentlichen als von Blindheit befreienden, Wasser in Wein verwandelnden… wanderpredigenden Pantokrator (wie Zeus) in Kaiserevangelienform auf dem Weg nach Jerusalem beschrieben. Wie die Heilsgeschichte „Jesus“, zu der dann die Auseinandersetzung und die Verurteilung durch buchstabengerechte jüdische Schriftgelehrten, traditionstreue Pharisäer, wie römische Autorität und zahlreiche Missverständnisse gehören, entsprechend der alten Kultbilder beschrieben wurde, um die Weisheit im Volk zu Bestimmung zu machen. Wie aber an heutigen Hochschulen die Studenten im Glauben gelassen werden, hellenistische Juden, die in griechischer Naturlehre den Mittler sahen, das Wort/Thora und so den Kosmos als Tempel verstanden, hätten einen jungen Guru zu all dem gemacht, ist unbeschreiblich. Das bei dem in Nachbarschaft zu Seneca schreibenden Markusverfasser, dessen hohe Bildung er eine Stunde beschrieb, dann in der Pause von Peter Lampe vorgebrachte Argument „Die Amerikaner haben ja auch einen Trottel zum Präsidenten gemacht“. Was in der politischen Situation der USA aus vielfältigen Gründen zu verstehen war, funktioniert jedoch hier nicht. So ist es auch völlig ausgeschlossen, dass die kirchlichen Vordenker, die sich auf die griechische Lehre (Logos) beriefen und begründeten, warum die menschliche Gestalt eines Gottessohnes annehmen musste, um zum allumfassenden Volkskult des Westens zu werden, in Wirklichkeit doch nur einen jungen Mann vor Augen hatten. Das wäre so, wie heutigen Denkern, denen die Naturlehre heilig und so begründete Weisheit zum Lebensmaß geworden ist, dies plötzlich alles in einem religionsrebellischen Guru begründen zu wollen.

16.  Der Geschichte naturwissenschaftlichen Denkens wird kein Wanderprediger gerecht

Auch wenn es ermüdend wirkt, die weiteren naturphilosophischen Denker über die Einheit des Kosmos in Bezug aus das Selbst und ewig Seiende aufzuführen, denen klar war, die die Menge damals noch taub für die Wahrheit, Weisheit war, lieber auf die Gesängen der Dichter hörten. Man muss sich die Erklärungen vor Augen führen, bei denen ein Heraklit im ewigen Weltfeuer, dem Kampf und der Überwindung der Gegensätze in Harmonie den kreativen-schöpferischen Dialekt und damit in der Lehre über den kausal-natürlichen Lebensfluss (Logos) das auch für die Hebräer lebensmaßgebende Wort/Gesetz verstand.

So wenig wie einer der griechischen Philosophen hat er die Weisheit, nach ihm weiter ausformulierte Weltvernunft, die er im Namen Zeus bezeichnete, aus alten Göttermythen abgeleitet, sondern aus einer universalen, normativen Gesetzlichkeit, die heute offensichtlich ist. Nicht nur bei Pythagoras waren nicht allein die Sonnenbahnen, sondern auch das menschliche Leben himmlischer Mathematik , Zahl und Maß einer schöpferischen Dynamik unterworfen, so auch für die menschliche Psyche/Seele, diese dann für das ethische Verhalten maßgebend. Was bereits die Hebräer bestimmte, dort als Wort/Gesetz verschriftet wurde, wurde so im Heil „Jesus“ auf universale Weise verstanden. Und doch muss man sich die gesamte Geschichte der griechischen Philosophie mit ihren unzähligen Denkern vor Augen führen. Die dann wie Parmenides in Lehrgedichten, bei denen die Töchter des Sonnengottes den Rossen den Weg zu Gerechtigkeit und im Neuen Testament in Jesus zum Ausdruck gebrachte Wahrheit zeigen, das Sein der Dinge bedachten. Die im Namen Sokrates die wahrhaft kreative Lebensweise ausdiskutierten, die alten Gottheiten kritisierten und dafür in den Tod gingen oder die später in Jesus beschriebene Weisheit in platonistischen Idealen zu Staat oder Gesetz machten.

Je mehr man sich die gesamten griechischen Denker in ihrer Vielzahl, ihre Vorgeschichte in antiken Hochkulturen, selbst auf Kreta, ihre Verschiedenheit und Diskussion vor Augen führt und wie dies in Stoa mündete, bei denen hellenistiche Juden in der Vernunftlehre die Wahrheit, den wahren Mittler sahen. Desto größer wird der Wahnsinn. Der jedoch nicht den der griechischen Philosophie folgenden, diese zur Kulturbestimmung machenden frühchristlichen Denkern zu unterstellen ist, weil die einen bibelschlauen Handwerksburschen als Heil, Wahrheit, Logos beschrieben hätten.

Wie kann man wissen, wie bei den Stoiker, damit auch die hellenistischen Juden, denen wir die Christologie, wie das Neue Testament verdanken, eine vorgesetzte Gottheit nicht der Anfang des Denkens war, sondern hinter der kreativen Dynamik und letztlich harmonischen Ordnung des Himmels, wie des gesamten Kosmos das in menschlicher Kultur Wesentliche bedachten. Wie Zeus für diese Weltordnung, den Weltgeist, die Weisheit stand. Dann die Kaiser in einem philosophischen Konstrukt wie Serapis, das auch dem Namen nach aus altägyptischen Gottheiten zusammengesetzt war, Zeus integrierte, die kreative Weisheit, den Heilsplan einer in Naturlehre (Logos) von einem gemeinsamen Ordnungssystem aller Lebewesen begründeten neuen Weltordnung verehrten. Womit auch die gestorbenen und in griechischer Naturlehre (Logos) neuplatonisch auch in Apollon auferstandenen alten Gottheiten nun in einem All-Einen begründet wurden, wie ihn das Neue Testament beschreibt.  Wie hieraus bis heute höchst moderne und mehr denn je notwendige Lebensregeln in Weisheit begründet wurden, die nach neuer kultureller Verankerung, Vertiefung auch bei Cicero, Seneca, Plinius oder Plutarch suchten. Wie auch ein aus zahlreichen Ländern zusammengeflossener neuer Isis-Kult als höchste Gottheit des Himmels, alleinige Herrscherin der Welt und Meere oder der in Europa lange in Konkurrenz zu Christus stehende Männer-/Soldatenkulult des Mithras Ausdruck philosophischer Vernunft waren. Wie gerade Serapis eine allumfassende Wesentlichkeit war, die Formeln der Ägypter mit denen der Griechen verband und gleichermaßen Vertrauen schafften sollte. Wie philosophische  Denker in reichen Superlativen die Philosophen die „eine“ schöpferischer Wesentlichkeit/Sinnhaftigkeit in abstrakten Begriffen, teils mit Negativ-Definitionen zu umschreiben versuchen. Wie hier, wo ein großer Rhetor wie Aristeides nicht nur in Rom in Serapis (womit 12 Götter, damit die Gesamtheit von Licht, Leben, Erde, Eigenschaften aufgingen) das Heil definierte, auch jüdische-hellenistische Denker, die hinter den Evangelien stehen, den Heilsplan im jüdischen Sinne in „Jesus“ erklärten. Dann aber unterstellen wollen, da sei nur ein bibelschlauer Junghandwerker mit 12 Freunden um den See gezogen und hätte dann genau denen als Logos gegolten, von denen beschrieben wird, wie sie die Naturlehre als Mittler, Wort, wahren Tempel verstanden und dies im jüdischen Sinne als „Jesus“ definierten?

17.  Der Wahn war nicht in der Antike

Was ein Zufall, die Deppen hätten dann das von den Hebräern auf mühsame Weise im Exil antiker Hochkulturen in frühphilosophischer Naturbeobachtung, Himmelberechnung  erarbeitet monotheistische Bekenntnis der Weisheit als ihren „alleinigen“ König in einem jungen Guru gesehen. Auch wie es dann die griechische Philosophie in früher Wissenschaft als in All-Einheit erklärte, was hellenistischen Juden neuer Bund/Verstand war, wurde so auf einen besonders bibelschlauen Handwerksburschen übertragen, der zufällig des Weges kam und wegen Häresie hingerichtet wurde. Und die ganze neuplatonische Welt muss dann später darauf hereingefallen sein.

Doch nicht nur hellenistische Juden hätten den Verstand verloren. Griechen nicht nur in Kleinasien müssten dann beispielsweise auch die Neudefinition einer JHWH und den philosophischen Zeus entsprechenden „einen“ höchsten Wesentlichkeit als Theos Hypsistos, wie er von den Philosophen auch in Synagonen verehrt wurde, über Bord geworfen haben. Sie müssten entsprechend heutiger Lehr-Hypothese als Gottesfürchtige nur einem jüdischen Guru gefolgt, wegen dessen Lehren zum Judentum konvertiert sein. Sie hätten Jahrhunderte lang zwar Logos gesprochen, inhaltlich darüber nicht nur auf unzähligen Kaiser-Konzilen, dessen Wesen im Verhältnis zu den Väter-Gottheiten oder dem unbestimmbaren „Einen“ und damit der dreieinigen Definition diskutiert, sich aber in Wirklichkeit nur wegen einem Wanderprediger die Köpfe eingeschlagen. Andere, die nachweislich die in Naturlehre begründete Weisheit als ihren neuen König sahen, nicht weiter den Kaiser anbeteten, hätten sich wegen einem versehentlich als Logos geltenden Besserwisser von den Römern hinrichten lassen. Echt Wahnsinn. Aber nicht der der Antike.

Wie kann man eine hellenistische Theokrasie griechischer Gottheiten beschreiben, die bei den konservativen Juden auf feindliche Ablehnung stieß. Was die Umwidmung oder Zerstörung des Tempels heraufbeschwor und zu Religionskriegen führte. Wissen, wie für den Alleinanspruch von Beschnittenen, bei denen der Blick zum Tempel sowie ins Buch, die Werk-/Buchstabengerechtigkeit Heil bedeutet, die Zeit abgelaufen war, auch im Mutterland, wie in Qumran in hellenistischer Zeit nach Neubegründung des Bundes/Verstandes „Hörens“ gesucht wurde. Wie dann die hellenistische Philosophie eine neue jüdische Identität der „Einheit“ hervorrief, die auch zur Übersetzung der in der Diaspora vergessenen Thora in griechische Sprache, wie zu einer Vielzahl von Texten mit „Einzigkeitsformeln“ führte. Wo nicht allein in „Jesus“ Sirach die Herkunft der Weisheit aus der Ordnung der Natur überschwänglich in einer ewig seienden Herrlichkeit/Sinnhaftigkeit gelobt wird, die keinen Ratgeber braucht. Wie vielmehr in einer Vielzahl von philosophischen Kulttexten, die sich auf die Namen griechischer  Denker bezogen und auch Bezugspunkt späterer Kirchenmänner waren. Wie beispielsweise ein hellenistischer Jude wie Justin, der auf die menschliche Ausdrucksweise des Logos großen Wert legte oder die in seinem Namen verfasste Schriften Pythagoras oder das in Naturphilosophie/Logos begründete Wort der Eleanten reflektiert.  So im hellenistischen Judentum, für das beileibe nicht allein ein einzelne, das Alte Testament bildhaft im griechischen Sinne verstehende Religionswissenschaftler wie Philo oder Aristobul stehen Schriften, wie Henoch entstanden. Aber auch Esra, der dringlich appelliert den Heilsplan mit Israel in hellenistischer Zeit weiterzuführen oder anderer biblische oder außerbiblische Texte mit der Formel des jüdischen Alleinanspruches oder des All-Einen ringen. Selbst bei den einen alleinigen Heilsanspruch der Beschnittenen verteidigenden Makkabäern nun in deren Büchern ein Übergang zum weltgültigen Judentum nachgeblättert wird. So viele Zusätze zu alttestamentlichen Texten entstanden, wie die Himmelfahrt und Vita Elia, wie Moses oder Baruch, der den Weg zur weisheitlichen Erkenntnis der schöpferischen Ordnung der Naturphänomene im Judentum sieht.

Und wo sich das hellenistische Judentum in Joseph und Aseneth, der Synthese von Judentum und Griechentum als die Jungfrau bezeichnet, die zurückgelassene und Waise, die gemeinsame mit den Griechen den einen Vater sah. Doch so wenig wie bei Himmelfahrt Moses heimlich ein Zeppelin im Spiel war oder hellenistische Juden hier einen Engel sahen, der einen alten Mann zu sich holte, ist es ihnen bei Jesus um einen Bangert gegangen, der dem Heiligen Geist in die Schuhe geschoben oder doch nur von einer jungen Frau geboren wurde. Und so wenig in hellenistischer Zeit entstandene Psalmen Salomos, Hymnen an die Rettung Israels waren, sondern Ausdruck von Weisheit, wurde ein Wanderprediger zum neuen David oder Judenkönig und jetzt Weltkönig ausgerufen.

18.  Das philosophische Judentum hat in griechischer Naturlehre das Heil „Jesus“ bewirkt

Nicht in „eigenartiger Weise“ oder die bis vor wenigen Jahren noch erschreckend bildhafte Betrachtung der alten Bibel, hat Philo, damit das philosophische Judentum jüdische und griechische Elemente vermischt, dabei die Wissenschaften und Weisheitslehren der gesamten Welt aufgenommen. Hier hat das hellenistische Judentum gesprochen, in dem nicht nur das Neue Testament verfasst, sondern das Heil „Jesus“ begründet und so auch definiert wurde. Der „wahrhaft Seiende“, wie bei Philo gar statt JHWH steht, wo heute von Gott geschrieben wird und so meist dann das zu glaubende Monsterwesen im Blick ist, war jungfräulich Art, unvoreingenommen maßgeblich in griechischer Naturphilosophie begründet. Auch wenn nach der Sonnen-Theorie der Ägypter bei den Griechen noch vielfältige Modelle waren, so ist das, was heute als Urknall-Theorie gilt, in schwarzen Löchern und einer evolutionären, ökologischen Entwicklung des Ganzen erklärt wird, mit Blick auf die vormals geltenden Mythen nur ein winziger wissenschaftlicher Schritt weiter.

Auch wenn im griechischen Sinne argumentiert wird, hellenistische Bilder gebraucht werden, das kosmopolitische jüdische Weltbürgertum der Diaspora, wie auch Paulus (der gewandelte Pharisäer) die Ideenlehre Platons für seine Weisheitslehre aufgreift. Die der Stoa, die ebenso einen alles irdische Sein überdauernden Sinn/Grund des Weltganzen voraussetzende, daher wahrschliche zu Unrecht unterstellte Identität von Kosmos und schöpferischer Wesentlichkeit, damit der Widerspruch zur jüdischen Transzendenz des Alten Testamentes, wird im aufgeklärten Judentum vermieden: Das Heil ist so gegeben.

Und wo auch Philo die menschlichen Gottesbilder verteufelt, menschliche Gottheiten ablehnt und den Römern die sonst von ihm auch in Pythagoras begründete von einer Einheit ausgehende Weisheit als König der Demokratie vorschlägt und eindeutig die Natur-/Sinnlehre (Logos/Vernunft) als Mittlerwesen sieht. Da gleicht es einer Bücherverbrennung, Missachtung aller Literatur-, geschichts-wissenschaftlichen, archäologischen Arbeit und so gegebener eigener Erkenntnis, die Studenten im Glauben zu lassen, da wäre ein junger Guru von seinem Freund Petrus (dem aus dem römisch-griechischen Bereich kommenden Bischof, Kaiserberater) zu etwas gemacht worden, was er nicht war und wollte.

Wie kann man von einer Renaissance der Einzigkeitsformel sprechen, die mit dem Serapis-Kult in Verbindung bringen, in dem die alten heidnischen Gottheiten in neuer Relevanz auferstanden waren, dann Synthesen der griechischen, mit jüdischen Kultauffassung beschreiben und weiter einen jungen Mann durch die Hörsäle jagen?

Wo von aufgeklärten jüdischen Weltbürgern , die als die Kultsysteme der alten und neuen Welt durchforstenden Religionswissenschaftler in naturwissenschaftlicher Vernunft und platonischer, wie pythagoräischer Wissenschaft die eine auf den Welt-Einen verweisende Wahrheit, der wahre erstgeborene Sohn gesehen wurde. Wo dieser für das Leben maßgebende Christus in Sinn und zahlenmäßiger Ordnungs-Systemen, die eine schöpferische Machart, Macht war. Da braucht man nicht auch noch bei einem anderen Verteidiger des jüdischen Heilsplanes im römisch-griechischen Sine, wie Josephus Flavius zu suchen oder im Alten Testament die Gegensätze, damit das neue Heil nachzublättern, sondern ist eigentlich alles gesagt. Der Wahnsinn, dass zu dieser Zeit und dort andere Denker in einem Handwerksburschen das Heil sahen, so dass im Neuen Testament, das die schlauen Sprüche eines Gott zur Seite gestellten Besserwissers wiedergeben würde, dann auch die Einheitsformel beschrieben wird, ist an heutigen Hochschulen Zuhause. Dort, wo sich die Theologen weigern, der liebgewonnenen Lehrhypothese wegen ihre eigenen Erkenntnisse ernst zu nehmen.

19.  Die Geschichte der von griechischer Vernunftlehre ausgehenden alten Kirche

Wer sich den Kulturwandel nach der Geburt der Vernunft in sogenannter Achsenzeit, die Entstehung der dann in logischen Weltmodellen begründeten Religionslehren in China, Indien, Persien, Ägypten oder Palästina betrachtet, auf die sich die kirchlichen Vordenker nicht nur beriefen, sondern die im Christuskult, den verschiedenen anfänglichen Christentümern, nicht allein dem Manichäismus aufgingen. Dem wird klar, wie absurd die Hypothese vom bibelschlauen Handwerksburschen ist, der dann als Weisheit gesehen oder ausgegeben wurde.

Wo in den verschiedenen Teilen der Welt ein moralischer Universalismus entstand, der über die alten mythischen System hinausging. Da ging es nicht um Volksmeinungen oder persönliche Moralvorstellungen von Laotse, Buddha, Jesaja, Xenophanes, Parmenides, die alten Gottheiten in den Mund gelegt wurden, um die Masse zur eigenen Vernunft zu bekehren. Da war ein neuer auch die alten Kulturbilder umfassender Verstand, der mehr oder weniger die alten Gründermythen auf kulturell-kreative Weise in Vernunft aufgriff und sie wie dann auch die christliche Lehre erfüllend weiterführte. Und wer sich auf eine in ägyptischer Kosmologie-Theologie der Propheten berief, die dann als für die Schriften im Namen Zarathustras verantwortlichen Hofbeamten (wie Esra oder Nehemia) im persischem Exil herausgegebene Gesetzessammlung/Thora, in griechischer Vernunftlehre als univesal sah, so eine weltweite Emanzipation vom mythischen Denken, Orakelglaube aufgrund von Gedärmen, wie menschlichen Gottheiten und Kaiser erhoffte. Der hat zwar die alten großen Erzählungen religionswissenschaftich aufgegriffen, so in deren aufgeklärt-bildhaftem Verstand dem Volk den Sinn, die Weisheit vermittelt, aber keinen Handwerksburschen als Heil gesehen oder als Weisheit, Logos ausgegeben.

Zweifelsohne hat es Jesus Christus gegeben, ging von ihm die christliche Mission und Kirche aus, ist nur so all das zu begründen, was wir über die Anfänge wissen. Aber genau darum, ging es am Anfang nicht um einen Guru der schlaue Sprüche riss, dem das alles aufgebunden wurde oder nur eine Glaubenspoesie.

Wer heute ein für die Hochschullehre herausgegebenes Geschichtsbuch aufschlägt, das mit den altrömischen Religionen, mit Ciceros philosophischen Betrachtungen und Begründungen der Götter oder der Eingeweihtenschauer beginnt, sich die Umwelt einer hellenistischen Hochzivilisation vor Augen mit vielfältigen philosophischen Reform-/Religionsmodellen vor Augen führt, aus der der die christliche Religion erwuchs. Der müsste im Hörsaal Stinkbomben werfen, um deutlich zu machen, was bei heutiger Hypothese, die blindwütig einen mehr oder inzwischen weniger herrlichen jungen Mann an den Anfang stellt.

Es führt zu weit, immer wieder aufzuführen, wie die Philosophen der Zeit die Notwendigkeit des gemeinsamen Kultes für ein funktionierendes Gemeinwesen, noch mehr von freien Menschen sahen und wie Augustus den Götterkult wiederbeleben, restaurieren wollen oder nach neuen Konzepten Ausschau auch bei den Juden hielten. Denn Ciceros Definition von Religion als Verehrung der neu verstandenen, wiederentdeckten alten Gottheiten, wie die des Christen Laktanz, der im jüdischen Sinn den Grund allen Seins verehren, die Menschen so zu einem vernünftigen Leben führen wollte. Das war im Christentum, das dabei nicht mehr für menschlichen Königen als Oberpriestern opferte, sondern die Weisheit im Sinne der aufgeklärt verstandenen Vorbilder zum König machte, gegeben.

Es langweilt, entlang der theologischen Lehrbüchern über die „Alte Kirche“ Seite für Seite nachzuweisen, wie alles was wir heute wissen, die Hypothese von einem bibelschlauen Handwerksburschen als Heilsbringer, der als Logos auf die Vätergottheiten verwiese oder gar deren Stelle einnahm und dessen schlaue Sprüche zum Maß neuer Weltbestimmung wurden, völlig über den Haufen wirft. Spätestens bei Origenes angekommen, muss aber auch einem Blinden mit Krückstock klar werden, dass heute die Geschichte auf den Kopf gestellt wird. Denn wo von einem griechisch-ägyptischen Philosophen in psychologischer Erkenntnis (von Konstruktivismus war noch nicht die Rede) argumentiert wurde, warum die Weisheit für den Verstand des einfachen Volkes in einer menschliche Gestalt zu vermittelt, dies daher kein Scheinwesen war. Und wie so in aufgeklärtem, bildhaften Verstand der jüdischen Schriften auf das Gesetz Bezug zu nehmen, Prophezeiungen erfüllt und ebenso zu beschreiben waren, wie die menschlichen Gottesgestalten der Griechen. Da ist mit der Hypothese, nach der nicht nur den bekannten philosophischen Erkenntnislehren, sondern selbst den Evangelisten eine philosophische Einfärbung eines galiläischen Grus unterstellt werden muss, nicht zu machen. Selbst wenn gerade die Argumentation der menschlichen Ausdrucksweise der philosophischen Weisheit dem wegen seiner allzu abstrakten, daher als nicht allumfassend, volkstauglich gesehen Denker, der daher zu Zeiten Justians als häretisch abgelehnt wurde, nachträglich in den Mund gelegt worden wäre. Heute ist schwarz auf  weiß nachzulesen, wie es auch andere Denker wie Tertullian dann formulierten: Warum die Vernunft für den Volksverstand in Gestalt alter menschlicher Gottheiten ausgedrückt werden musste. Nicht umgekehrt.

20.  Auseinandersetzung  um ein allumfassendes Konzept in Drei-einigkeit

Vor dem Hintergrund philosophisch erkannter menschlicher Bestimmungen in „einer“ höchsten Wesentlichkeit, einem frühwissenschaftlich definierten allumfassenden Grund allen Seins als der auch im Neuen Testament geltende Monotheismus müssen auch die Auseinandersetzungen mit nichtchristlichen Erkenntnislehren oder anderer innerkirchlicher Erkenntnis (Gnosis) betrachtet werden.

Dass Gnosis, damit Wissen und Erkenntnis, die über den Nahrungserwerb hinausgeht, sondern das Seins als solches und damit die richtige Lebensweise betrifft, nichts mit dem Christentum zu tun hat, weil das die warmen Worte eines bibelschlauen Wanderpredigers bzw. den Handwerksburschen als lebendige Erkenntnis zum Grund hätte, fällt ins Wasser. Und ebenso zeigen nicht nur die Themen und Inhalte der Auseinandersetzungen mit nichtchristlichen philosophischen Denkweisen, wie absurd es ist, dieser Zeit oder konkret den von philosophisch-wissenschaftlicher Lehre (Logos) ausgehenden Vordenkern der Kirche eine Heilsprediger-Herrlichkeit unterstellen zu wollen.

Wie die vielfältigen als christlich anerkannten, sich auf Christus, damit nun in frühwissenschaftlichen Sohns-Modellen begründete Vernunft/Weisheit nicht weiter als philosophische Einfärbung der Botschaft eines bibelschlauen Zimmermannsgesellen gesehen werden können. Wie das Theologen, wie Christoph Markschis aufgrund ihrer Hypothese bei allein einen gemeinsamen Grund allen Seins und davon ausgehender Bestimmung verschieden definierenden Bewegungen machen müssen. Gleichwohl sie auf hervorragende Weise die frühchristliche Erkenntnisbewegen als ein Laboratorium schildern. Zu dem u.a. ein Kirchenvater wie Valtentin, dessen Schüler erst wegen der Vernachlässigung der menschlichen Ausdrucksweise aussortiert wurden, gehören. Ebenso wie die Konkurrenzkirche der die jüdische Thora-Gottheit, aber auch die allzu menschliche Logos-Wesentlichkeit verneinende Markioniten. Die daher Erstherausgeber von Paulusliteratur und eines Kanons mit einer Logos-Geschichte, ähnlich Lukas waren. Der wahrscheinlich erst den der allumfassenden/katholischen Kirche, die vorher das Alte Testament las, hervorrief. Ein philosophisch-theologisches Laboratorium, zu dem auch ein die Weisheitslehren des Ostens mit aufnehmender Vater der Kirche wie Basilides gehört oder der persischer Philosophie folgenden Manichäismus. Als ein alle damaligen Weltreligionen bedenkendes und verbindendes „christliches“ Konkurrenz- Konzept. Das dann lange Jahre neben der Kirche existierte, dem auch Augustin angehörte, bevor er den die bildhafte Bedeutung des Alten Testamentes begriff. Das alles wurde bereits in anderen Arbeiten, auch aufgrund der Geschichtsvorlesungen mehr als deutlich gemacht. So muss hier nicht mehr an jedem einzelnen philosophisch-christlichen Denkmodell deutlich gemacht werden: Die Unterstellung der apologetischen Einfärbung der Botschaft eines besonders Thoraschlauen Gurus für antike Bildungsbürger, wie nicht allein Markschies, sondern bei heutiger Hypothese alle Forscher ihr selbst freigelegtes Wissen auf den Kopf stellen müssen, ist völlig unhaltbar. 

Und ähnlich wäre die Hypothese von der Heilsprediger-Herrlichkeit an jeder Stelle der innerkirchlichen Diskussion um die richtige Definition der der in  früher Naturlehre (Logos) bedachten Wesentlichkeit im Verhältnis zu den alten Herrlichkeiten zu entkräften. Denn um einen jungen Guru, ist es hier mit absoluter Sicherheit nicht gegangen. Wo jetzt nicht mehr im Mittelplatonismus, dem die rational begründete Stoa, wie die Christologie entsprang, sondern im Neuplatonismus definiert wurde. Auch da ging es nicht um ein besonders schlaues schriftgelehrtes Nachgeschwätz von einem himmlischen Monster, einen Alles-Macher als Gott an den man glauben oder den man beweisen oder im Bauchgefühl bewahren muss. Da galt frühe Naturlehre (Logos) nicht nur dort, wo in Vernunft weiter Mithras oder Isis verehrt, im Kult von Zeus/Jupiter dann Serapis gesprochen und so der mysteriöse Opferkult beibehalten wurde, sondern auch bei Christen, bei denen die Weisheit „Christus“ Gegenstand des Kultes war.

Wenn man nicht nur oberflächlich den antiken Denkern den Schwachsinn heutiger, von einem Handwerksburschen neuen Gott ausgehenden Predigt unterstellt, sondern die Diskussionsteilnehmer und ihre Lehren, wie die Inhalte der jahrhundertelangen Auseinandersetzung um den richten Weg der meist in griechischer Naturlehre (Logos) begründeten Wesentlichkeit betrachtet. Dann wird völlig klar, wie das keine Wanderprediger-Verherrlichung oder sonst frommen Hirngespinste, sondern eine hochphilosophische Diskussion um ein neues allumfassendes, volksverständliches Konzept war, das sich vordergründig in griechischer Philosophie, damit Naturlehre (Logos) begründete. Allein Kirchenvätern aus Kappadokien, von denen wir inzwischen wissen, wie sie so eine höchste Wesentlichkeit „Theos Hypsistos“ im Sinne von Zeus und JHWH bedachten, die auch in Synagogen gefeiert wurde. Wenn auch nicht wie heute auch unterstellt, alle als Gottesfürchtige bezeichnete konvertierte Griechen, dem Konzept einer höchsten Herrlichkeit in kultureller Synthese anhingen, so steht das zumindest für die maßgebend an der Dreieinigkeit beteiligten Kirchenväter fest. Damit ist klar, wie auch das Heil einer umfassenden Dreieinigkeit, die den verschiedenen Vorstellungen gerecht werden sollte, aus griechischer Philosophie kam. Dann heute weiter jedoch die Diskussion um eine Handwerksburschen-Wesentlichkeit oder dessen philosophische Einfärbung unterstellen zu wollen. Das ist mehr als Wahnsinn.

Wer den mit Plotin, der keinen Vergleich mit den großen klassischen griechischen Philosophen zu scheuen braucht, beginnenden Neuplatonismus vor Augen hat. Was in Wirklichkeit auch altkirchlich Theologie war, die damit von monistischen Prinzipien des in einer Kugel  erklärten „Einen“ ausging, so in kausaler früher Wissenschaft noch metaphysisch-modellhaft alles auf einen gemeinsamen Urgrund allen Seins zugrückführte. Der erkennt nicht nur, wie hier der Platz des selbstverant-wortlichen Menschen im Kosmos bedacht wurde, dem vernunftbegabte Wesen, wie alle weiteren auf ihre jeweilige Art gerecht werden müssen. Dem wird auch mitgeteilt, wie in dieser Zeit nicht allein innerhalb der späteren Kirche oder der anderen christlichen Modelle Konzepte in Konkurrenz standen, die darauf abzielten, die Weisheit der Weisen den gewöhnlichen Menschen zu vermitteln. Auch wenn der Platon oder Parmenides folgende Denker dabei Zaroismus, Christentum, wie andere neue Erkenntnislehren ablehnte, den griechischen Götterkult verteidigte. Christlichen Denkern, die nicht nur Neuplatoniker waren, sondern sich auf ihn beriefen, die bei einem einfachen Handwerksburschen notwendigen Hypothesen unterstellen zu wollen, schließt sich aus.

Vielmehr wird schon bei Plotins Diskussion über den Ursprung und das daraus sichtbar Hervorgehende, frühwissenschaftlich Gelehrte (Logos),  die drei Hypostasien-Lehre deutlich. Und wie die nicht im Entferntesten etwas mit dem zu tun hat, was bei heutiger Hypothese gedacht werden muss. Die von einer höchsten, Judentum, mit dem neuplatonischen Zeus verbindenden höchsten Wesentlichkeit ausgehenden Denker aus Kappadokien, die maßgeblich bei der Dreieinigkeit waren, hätten in größten Fieberträumen dabei nicht an einen heilspredigenden Besserwisser gedacht, der wegen Häresie hingerichtet wurde.

So zeigen nicht allein die Inhalte der christologischen Diskussion, wie es um das Wesen des Logos ging, sondern auch die gesamtgeschichtliche Betrachtung, wie das Wesen Jesus in neuer Weise bedacht werden muss.

Ob die kirchlichen Vordenker mit der Dreieinigkeit ähnlich wie Plotin neben dem logischen Weltganzen (für ihn monistisch, damit frühökologisch die Kugel) dem so offenbaren gemeinsamen „einen“ Urgrund in eigener Person (Rolle, Aufgabe) gerecht wurden. Wie ihn die römischer Tradition treuen Philosophen weiter in Zeus als Göttervater definierten. Ob sie damit wie weitere kirchliche Vordenker argumentieren, u.a. Tertullian (der die im Logos/Naturlehre erfasste Vernunft mit der Sonne verglich, die sich nicht in den Strahlen auflöst), diese überdauert, daher von einem ewig Seienden, alles überdauernden Grund ausging. Den im Grunde auch heute jeder voraussetzt, der davon ausgeht, dass auch wenn wir die Ökologie zerstört, die Welt vielfach aus dem Gleichgewicht ihrer kreativen Prinzipien gebracht haben, wieder etwas wachsen wird.

Oder ob in Dreieinigkeit gleichzeitig den alten Wesentlichkeiten/Gottheiten der Väter genüge getan, diese nicht wie im Markionismus abgelehnt, sondern die Kultur in kreativer Weise weitergeführt, die philosophisch bedachte Vernunft/Weisheit im Volk zur tiefgreifenden Bestimmung werden sollte. In dem die in Vernunft gelehrten Natur (Logos), damit in früher Ökologie begründete Sinnhaftigkeit/Weisheit in eigener Person (Rolle/Aufgabe) als gleichen Wesens wie ihr Grund gesehen, auf den einen ewigen Urgrund zurück geführt werden sollte, ihn so offenbarend.

Das ist im Grunde egal. Aber um einen galiläischen Guru als neuen Gott oder eine Wesentlichkeit, die als Welt- und Lebensbestimmung auch auf den Gott, die Gottheiten der Väter verwies, ist es mit absoluter Sicherheit nicht gegangen. Wer die Dreieinigkeit daher mit aufgeklärten Augen betrachtet, stellt fest, wie modern die heute wäre:

Die ökologische Weisheit, damit die Natur oder in Naturlehre (Logos) begründete Sinnhaftigkeit als Wesentlichkeit in eigener Person (Rolle, Aufgabe) zu erkennen. Und so in heutiger Weisheit deren Sinn als Wesentlich zu erkennen und damit zu bewahren, was die Väter in persönlicher Weise verehrten, in eigener (Person/Rolle) weiter zu feiern. Womit die allseits gegenseitig gepredigte Weisheit wieder die tiefgreifende Kulturbestimmung bekommen würde, die Logos=Christus in der Rolle eines Gottessohnes hatte, bei Moslems das Wort des Propheten dem Buch nach noch hat. Das wäre es.

Wir können es drehen und wenden, wie wir wollen. Allein die von neuplatonischen Denkern geführte christologischen Diskussionen, bei denen es eindeutig um das Wesen des Logos, damit der in Vernunft erklärten Natur und so begründete Weisheit ging, wirft alle heutigen Hypothesen über den Haufen. Mit der bei sonstigen philosophisch-christlichen Lehren hervorgeholten Unterstellung, das sei Logos-Apologetik für Bildungsbürger gewesen, wie heute selbst die Evangelien gelehrt werden, ist da, wo man sich gegenseitig der Häresie beschuldigte, die gegnerischen Denker vielfach verbannt wurden, nicht zu kommen. Wer sich nicht damit abspeisen lässt, wie die Gottheit eines jungen Guru mit Namen Jesus zur Diskussion stand, sondern selbst in die Texte einsteigt, das damalige Denken nachvollzieht, dem wird mehr als klar. Weder war der heute für historisch gehaltende junge Mann war das Diskussionsthema, noch ein diesem aufgesetztes apologetisches Konstrukt oder ein Gehirngespinst gestrigen Glaubens. Hier ging es eindeutig um das Gegenteil, war das Wesen der in Vernunft erklärten, sinnlich wahrnehmbaren Natur das Thema. Auch wenn die christologischen Auseinandersetzungen von Konstantin, der sich zum in Naturlehre (Logos) erklärten „einen“ Grund allen Seins als neuen Grund einer Volkskultur bekannte, nicht nur ein wegen der unheilvollen Differenzen ein Dorn im Auge war, sondern er dies als „törichte Diskussion“ anfänglich verbieten wollte. Ob die als Ökologie oder Evolution in einheitlichen Prinzpien erklärte Natur, die von Naturalisten als Heilig verherrlicht wird und damit die dort begründete Weisheit/Sinnhaftigkeit eigenen Wesens mit den Vätergottheiten oder in Einheit zu sehen ist. Das erscheint auch heute mehr als wesentlich.

21.  Der prophezeite Erlöser war im griechischer Philosophie folgenden Judentum lebendig

Für buchstabengläubige Betrachter ist klar. Die alten Propheten haben bereits von Jesus, seine Wiedergeburt genau dort beschrieben, wo dann zufällig (Lenkung Gottes) ein Ehepaar aus Nazareth keine Herberge fand und so bis zu Judas Verrat und den Nägeln der Kreuzigung alles im Detail vorausgeahnt.

Doch wer Jesaja in die Reihe mit den Philosophen der Welt stellt und für wen keine weißen Vögel als Engel mehr einfliegen, sondern wie heutige Hochschullehre in historischer Realität erklärt.  Für den erweisen sich selbst die Prophezeiungen von einem Heil aus Galiläa, dem Heidenland „der Nationen“ als logisch. Die alten Denker haben vorausgeahnt, wie die Weisheit wieder erstarren und dann von ihren eigenen Kindern Israel verworfen würde. So sind alle Prophezeiungen und messianischen Hoffnungen, auch die der Weisheit in Psalm-Hymen zu verstehen. Was allerdings mit der Herrlichkeit eines jungen Mannes in keiner Weise was zu tun hatte.

Vielmehr wird bei Betrachtung der in Hymnen und sonstiger Kulttexte ausgedrückten Hoffnung auf einen weltgültigen Bund/Verstand schöpferischer Bestimmung klar, warum jüdisch-hellenistische Kultliteraten die Kreuzigung genau in dieser Weise beschreiben mussten. Warum die in früher Ökologie begründete Weisheit nicht allein wegen der menschlichen griechischen Gottheiten und ihrer noch mythenhaft-menschlicher Söhne das Kreuz tragen musste, sondern so auch das Gesetz erfüllte.

Es erscheint zu kindisch, den Quatsch zu entkräften,

22.  Jesus lebt wirklich

Als ich vor vielen Jahren, noch unter www.theologie-der-vernunft.de

23.  Vernunftglaube, leben im Sinn des Ganzen „Kultur der Nachhaltigkeit“

Die Entstehung der großen Weltreligionen in der Achsenzeit und konkret die prophetisch-bildfreie „alleinige“  Bestimmung in einem Sinn des Seins/Werdens, wo dann Weisheit König war, wie die aufgeklärte Betrachtung des aus griechischer Naturlehre (Logos) von einem zusammenhängenden Ganzen hervorgegangene Heils nach dem in früher Wissenschaft begründeten „Einen“ stellt die heutigen Vorstellung von Religion auf den Kopf.  

Am Anfang stand Naturlehre, Wissen, Erkenntnis: Logos. Da war das Gegenteil von dem, was heute allgemein als Religion gilt und entsprechender der Heilsprediger-Herrlichkeit auch den christlichen Anfängen und damit heutigem Glaube an Gott unterstellt werden muss. Da wurde der Glaube an Gottheiten, die dem menschlichen Gehirn entsprangen oder alten Traditionen durch einen kulturgerecht verherrlichten gemeinsamen Sinn ersetzt. Da galt nicht mehr das Übernatürliche, Mythische, Mysteriöse, sondern der Sinn als Wesentlichkeit, der in ihrer Wunder beraubten, damit wunderbaren frühen Lehre des kreativen Ganzen, der schöpferischen Natur (Logos) begründet war. Wo zwar noch in vielfältigen spekulativen Modellen, aber das Werden, wie Weltganze in kausaler Logik erklärt wurde, ging alles mit rechten Dingen zu.

Auch wenn von Indien oder China, weder von Konfuzius, noch Laotse die Religionskritik der hebräischen Propheten und griechischer Philosophen bekannt ist, waren auch die dort durchdachten Kulturmodelle und ihre Lehren in dem begründet, was die Griechen Logos nannten, wir heute als Wissenschaft bezeichnen. Und so wie heutige Religionskritiker über den Sinn des Kultes, der Riten, des Götterglaubens nachdenken, ist dies von den griechisch-römischen Denkern bekannt. Wenn die Kulturkonzepte bedachten, wie die frühwissenschaftliche Weisheit im Volk zur Kulturbestimmung werden kann und daher weder die Texte der Thora, noch die alten Gottheiten der Griechen verwarfen, sondern im aufgeklärten Verstand weiterführten, geschah dies aus Vernunft.

Wie gezeigt hat die von vielfältiger griechischer Naturphilosophie ausgehende Lehre vom Weltganzen und Werden zweifelsfrei vom Mythos und damit von alten mysteriös-menschlichen Gottheiten, wie Traditionshörigkeit befreit. So über die hellenistischen Jude, die griechischer Naturlehre (Logos) folgten und hier nun die neue, universal gültige bildfreie Bestimmung (Wort, Gesetz) verstanden, wie sie in der Thora versteinert war, das Heil bewirkt.

Doch dieses in Vernunft begründete Heil „Jesus“ bestand nicht einfach im Verwerfen von griechischen Gottheiten, wie jüdischer Tradition und damit auch der Thora. Es war die in Schöpfung, damit auch Erkenntnis geschichtlicher, kultureller Zusammenhänge begründete Vernunft, die die Denker dann in vielfältiger Weise diskutieren ließ, wie in Erfüllung, in Bezug auf die alten volksbedeutenden Wesentlichkeit die in Wissen begründe Weisheit zur Bestimmung des Volkes wird. 

Der „Arztneikasten“ von dem die Väter der Kirche als Seelsorger des Volkes, damit frühe Psychologen, Kulturwissenschaftler oft sprachen, entsprang der Vernunft. Auch die Geschichte vom Kind in der Krippe, die dann heute mit den Geistervorstellungen von Urwald oder Inselkulturen auf eine Stufe gestellt wird, die Menschwerdung des Logos (nicht umgekehrt) war in früher Kulturlehre (Logos) begründet. Der kulturellen Krankheit und Dekadenz, die sich auch heute ihren Ersatz in ausschweifender Konsumherrlichkeit und sonstiger Sinnlosigkeit sucht, aber Gegenstand der Werke über das Wesen der Religionen ist,  wurden neue Kulturmodelle entgegengestellt.

Während Kaiser wie Augustus und römische Philosophen wie Seneca, Cicero oder dann auch Plotin die Gottheiten, die Rom groß gemacht hatten, restaurieren wollten,  sahen maßgeblich aus Kleinasien kommende theologische Philosophen, wie griechischer Naturlehre (Logos) folgende jüdische Hellenisten in Syrien oder der Bildungsmetropole Alexandrien das Heil in einem neuen Weltjudentum, die philosophische Weisheit als wahren Gottessohn und Christus.

Auch wenn das Hoffnung gab, die gesellschaftliche Ordnung sichern, dem Volk auf einfache Weise Erklärung geben, den Sinn vermitteln sollte, die den Weisheitslehren klar war. Da war kein kognitive Täuschung, keine Manipulation der Masse oder Glaube an übernatürliche Monster in vielgestaltiger Form mehr, sondern religionswissenschaftliche, seelsorgerische (frühpsychologische, kulturgerechte) Vorgehensweise. Das Volk zur Vernunft zu bringen, eine in natürlicher Schöpfung begründete Weisheit leben zu lassen, wie wir sie auch heute gegenseitig vergeblich predigen, war auch damals das Thema vielfältiger Modelle.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

24.  Wissensverweigerung hat gewaltige Folgen, verhindert Vernunft und kulturellen Friede

Doch nicht die Verweigerung gegebenen Wissens ist das Problem. Wenn so verhindert wird, die wissenschaftliche Voraussetzung zu schaffen, damit die allseits gepredigte Vernunft und Weisheit im Sinne der in früher naturwissenschaftlicher All-Einheit (im Öko-Logos=Sohn=Christus) verstandenen Vätergottheiten wieder auf als einer tiefgreifende gemeinsame Kulturbestimmung zu verstehen und mündig zu feiern. Wenn dem sich mörderisch bekämpfenden, politisch missbrauchten Aberglaube und der gleichzeitig systematisch Konsum- und Kapitalherrlichkeit, die ihre Zukunft vernichtet, nichts entgegengestellt, sondern nur ökologische Werkgerechtigkeit nun auch in der Kirche gepredigt wird. Wie soll man das bezeichnen?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Herkunft des Heils „Jesus“ aus griechischer Natur- und Vernunftlehre

Wie die griechische Natur-/Vernunftlehre (Logos) bei hellenistischen Juden als Weisheit, Sohn, Gesalbter: „Christus“ auf den heute nicht nur in Bibel und Koran im Wort beschriebenen „einen“ Sinn und Grund allen Seins (Gottheit von Juden, wie Griechen), damit rechte Lebensweise verwies. Womit die nach dem Wandel vom Mythos zum Logos in Vernunft erklärte Natur, damit der gesamte Kosmos wahrer neuer Tempel und so begründete Weisheit, Wort, Gesetz das historische Heilswesen „Jesus“ war. Und wie daher heute meist in Ökologie begründete Weisheit aufgeklärt in natürlich begründeten Vernunftreligionen zur tiefgreifenden Kulturbestimmung mündiger Weltbürger und damit auch die wissenschaftliche Voraussetzung für ein Leben in Gemeinsinn und Vernunft sowie kulturellen Friede geschaffen werden könnte.

Eigentlich ist die Geschichte logisch und einfach:

Während für naturbeobachtende und himmelsberechnende Hebräer der so erkannte schöpferische Sinn noch „allein“ die Grundlage für ihr Gesetz/Thora, das Gotteswort war. Das ist im hellenistischen Judentum, wie bei ihre menschlichen Gottheiten, Mysterien, Orakel und Opfer kritisierenden Griechen in „einem“ im nun natürlichen Weltganzen begründeten gemeinsamen Sinn allen Seins weltgültig geworden.

So ist im Wandel vom Mythos zum Logos die bisher Juden „allein“ geltende Bestimmung (Thora) genau dort verstanden worden, wo wir heute von Ökologie sprechen. Was uns inzwischen schon die Kinder als Weisheit vorbeten, wurde von anfänglichen Denkern als Christus=Sohn, damit universale Bestimmung/Vernunft im Sinn des Propheten geltenden  Wortes, wie Tao oder Dharma verstanden.

Genau dieses erst nach Einigung anfänglich vieler anfänglich nicht nur platonischer, sondern auch in persischer Philosophie begründeter, später christlicher, wie dann  auch innerkirchlich konkurrierender Lehren hervorgegangene Heil „Jesus“ und dessen Auseinandersetzung mit den Schriftgelehrten und Pharisäern, sowie vieler Jünger-Missverständnisse auf dem Weg vom Heidenland zum ewigen Jerusalem ist in den Evangelien nachzulesen. Die in griechischer Naturlehre begründete Weisheit als Christus liegt damit auch den Theologiebriefen des im hellenistischen Judentum gewandelten Pharisäers (Paulus) zugrunde. Wo es egal wer die Texte verfasste, nicht um den Verfolger einer Handwerksburschen-Sekte ging, sondern des im hellenistischen Judentum lebendigen Heils „Jesus Christus“, von dem die Weltmission ausging.

Doch damit war der Grund christlichen Glaubens kein als Christus verherrlichter Guru als neuer Gott. Umgekehrt. Er liegt dort, wo wir heute von ökologischer Weisheit oder in Evolution begründetem Humanismus sprechen und dies in Bezug auf die verschiedenen kulturellen Traditionen (somit rational begründeten Vernunftreligionen) im „gemeinsamen Sinn“ zur tiefgreifendenden gemeinsamen Kulturbestimmung mündiger Weltbürgern werden könnte.

Inhalt:

-A) Aufgabe historisch-kritischer Theologie als Anfang

-B) Begriffsklärung Logos vorweg

-C) 1 bis 23, Geschichte des jüdischen Heils „Jesus“ im griechischen Wandel vom Mythos zum Logos

 

A)     Aufgabe historisch-kritischer Theologie als Anfang

Als vor wenigen Jahren Klaus Berger in Heidelberg Jesus Christus als hoheitliches Wesen der Bibel nach lehrte. Da trug das zwar bereits bei der aufgeklärten Welt dazu bei, die christlichen Glaubensaussagen als absurd zu sehen. Doch wo ein junger Mann als historischer Jesu noch ohne zu hinterfragen als postmoderner junger Gott galt, war die Lehre, die Dank historischer Kritik heute unhaltbar geworden ist, noch halbwegs logisch.

Die in vielen Briefen geäußerte Bitte, den Anstoß zu geben, das hoheitliche Wesen dort zu bedenken, wo  bereits Wurzel-/Radikalkritische Neutestamentler vor ihm den historischen Jesus sahen, alle anfänglichen Denker vom Logos=Christus sprachen, wir heute in Ökologie oder als Evolution definieren, hat er mit dem Verweis auf die Bibel abgelehnt. Wenn Professor Berger nun seine historisch-kritischen Nachfolger, die heute in aufgeklärter Welt nur noch einen einfachen Religionsrebellen zulassen können, im Buch als „Bibelfälscher“ bezeichnet, dann ist das verständlich, trifft jedoch nicht zu. Denn auch wenn ein mehr als banaler junger Mann als der historische Jesus vorgestellt wird, der als seinem Vater helfender Bauhandwerker zwar nicht lesen konnte, aber angeblich besonders gut in der Thora ausgebildet war. Bereits in der Vorlesung über den Historischen Jesus wird vermittel, dass es um den nicht ging, die Verfasser vom Christus, dem Gottes-, Menschensohn als neuem König, der schöpferischen Basileia und so einem jüdischen Heil schreiben. Wie es hier in hellenistischer Naturlehre begründet wird. Denn wo die heutigen Lehrer ihren banalen „jungen Mann“ hernehmen, der der historische Jesus gewesen sein soll, konnte auch aufgrund penetranter, das Studium störender Zwischenfragen eines laienhaften Gasthörers nicht beantwortet werden und ist so sicherlich nicht nur in Heidelberg kaum ein Thema. 

Auch Benedikt XVI., der als Anwalt schöpferischer Vernunft gilt, diese bei intellektuellen Reden ständig als christliches Wesen im Weiterdenken griechischer Philosophie und mit Verstand einsehbar bezeichnete, konnte den jeweils vor den Deutschlandbesuchen geäußerten Bitten nicht entsprechen. Er hat in seinen drei Jesusbüchern zwar wie von einem einfachen Menschen, dabei jedoch den biblischen  Christus, damit aber die schöpferische Vernunft beschrieben. Die er dann beim Deutschlandbesuch in seiner letzten großen Rede vor dem Bundestag als Grund des Rechtes nicht im biblischen Jesus, sondern in ökologischer Lehre zu bedenken gab. Dabei hat er sich  auf die jüdische Weisheit, wie das bezogen, was der Stoa als Logos, damit in Vernunft erklärte Natur zugrunde lag. Spätestens hier hätte ihn die historisch-kritische Wissenschaft, die sich sonst beschwerte, dass er auf die heutige Kritik nicht einging, beim „Wort“ nehmen müssen. Zumal der als „Mann des Wortes“ gelobte Franziskus dann seine Predigten oder Enzyklika von einem sozial-ökologisch gerechten Verhalten als Voraussetzung für die gemeinsame Zukunft genau dort begründet, wo der über die heutige „Verfassung ohne Grund“ schreibende Philosophen-Papst das Recht nun in Ökologie zu bedenken gab,  von griechischer Vernunftlehre oder jüdischer Weisheit und sonst von Jesus Christus sprach.

Die historisch arbeitende theologische Hochschule hat heute die aufklärerische Kritik an einem hoheitlichen Christus, ebenso wie aber die an einem zum Zwergenmaß gewordenen jungen Mann als historischen Jesus, meist allerdings aufgrund biblischer Zweifel, längst überholt. Ohne jedoch ihre wissenschaftlich-historische Erkenntnisse um die Anfänge und exegetischen Erkenntnisse ernst zu nehmen. Und damit den biblischen Jesus Christus, wie ihn der daher kaum mehr ernst genommene Berger als persönlichen Gott nur dogmatisch bewahren will, in seiner historischen und heute weiterzuführenden Heilsgröße aufgeklärt zu bedenken. Und zwar dort, wo Benedikt XVI. das Recht, Franziskus, wie auch jeder protestantische Pfarrer in Realität das rechte Verhalten herleiten, auch von einer „Ökologie des Menschen“  geredet wird.

Hier muss daher nicht die erst mit der Aufklärung beginnenden Leben-Jesusforschung nachgezeichnet werden. Und wie bereits vor den Weltkriegen Neutestamentler deutlich machten, dass es beim historischen Jesus um das ging, was Griechen als Logos bezeichneten, so noch vergeblich die Realität des heute in weltgültiger Natur-/Sinnlehre zu erkennenden Glaubensgrundes neu definieren wollten. Doch allein die Tatsache, wie noch für Karl Barth, der über den angeblich Historischen sagte „ich kenne diesen Herren nicht“ oder den von Berger wegen seiner rationalen Entmythologisierung kritisierten Rudolf Bultmann und seine Schule „Christus“ maßgebend galt, dessen historisch-kritische Hinterfragung nicht zu verhindern war, weist den Weg.

Auch wenn heute von Jesus-Worten gesprochen wird, wie wenn es doch um heimlich mitgeschriebene Botschaften eines besonders bibelschlauen Handwerksburschen ging, werden die Jesusgeschichten als bewusste Kompositionen von Weisheitslehren durch hochgebildete hellenistisch-jüdische Theologieliteraten gelehrt. Die je nach theologischem Aspekt einzelne Logien (Weisheitslehren) aufgriffen oder sie in einen anderen Zusammenhang stellten. Damit zeigen sich die biblischen Verfasser als mittelplatonische Denker, die es sich zur Aufgabe machten, die in griechischer Naturlehre begründete Weisheit an Stelle der buchstäblichen Schriftlehre traditioneller Pharisäer, wie der griechischen Gottheiten zur Volksbestimmung zu machen oder wie Johannes, griechische Philosophenschulen. Was, wie hier deutlich wird, alles Jünger, echte Apostel des Heils „Jesus“ waren.

Doch wo blindwütig ein junger Mann unterstellt, nicht das historische Heil „Jesus Christus“ bedacht wird. Wodurch der jüdische Bund im bildhaften Verständnis der alten Texte im Sinne zeitgemäßer Lehre von der Natur (Logos) auf weltgültige Beine gestellt, so nicht nur Elia oder Moses in Josua/Jesus auferstanden waren. Da wird zwar gelehrt, wie Johannes von philo-sophischer Weltvernunft, Paulus von Weisheit, in diesem Sinne auch die anderen Evangelien vom Christus, dem wahren Gottessohn, König, Auferstandenen schreiben. Aber auch wenn erklärt wird, wie alle philosophischen Sachverhalte im Volk zeit- und kulturgerecht vermittelt wurden. Was ja auch alle kirchlichen Vordenker, Väter in vielen Texten als notwendig betonten. Und die dann konkret beschrieben, warum die nun in Natur begründete Vernunft/Weisheit nur in der bekannten menschlichen Gestalt im Volk vermittelbar war. Weil nicht jeder ein Philosoph sein konnte oder den alten volksbestimmenden Gottheiten entsprochen werden musste. Und die Jünger-Missverständnisse auf dem Weg vom „Heidenland nach Jerusalem“ (bereits von Kirchenvätern als ewiges Ziel gelebter Weisheit, keine Stadt) bis in die frühe Kirche und ihre Christologie-Diskussion verortet werden. Heute bleibt nur ein bibelschlauer Handwerksbursche, der in Jerusalem wegen Häresie hingerichtet und dem das alles angedichtet, der nur als Christus, Gottesssohn gesehen, für Bildungsbürge apologetisch als Logos (damit Natur-/Sinnlehre) ausgegeben worden wäre.

So dass der neben mir sitzende Student zum Abschluss der Vorlesung über den historischen Jesus fragte, wieso der gute Mann durch seine Freunde zu etwas gemacht wurde, was er nicht war und wollte. Was Professor Peter Lampe jedoch als Theologie des Neuen Testamentes vorstellte. Und dann von Ihm in „Die Wirklichkeit als Bild“ nur noch eine konstruktivistische Wirklichkeit (in Analogie zu traumwanderden Jugendlichen, die ihre Vision als Wahrheit sehen) erklärt werden kann. Womit das letzte Argument in der Pause zur Vorlesung über den Markus-Verfasser als einen philosophisch, wie literaturwissenschaftlich hochgebildeten Theologen wahrscheinlich in Rom war. Wo in der Stoa die in Vernunft gelehrte Natur (Logos) den Menschen nicht nur ihren Sinn und ihre Aufgabe im kreativen Ganzen vermittelte, sondern sagte, wie die persönliche Gier unter die Herrschaft natürlicher Schöpfung, damit Vernunft zu stellen war, damit die Voraussetzung für die Ethik des Neuen Testamentes lieferte. „Die Amerikaner haben ja auch einen Trottel zum Präsidenten gemacht“. Was sich im Geschichtsgeschehen der USA logisch begründen lässt. Ganz im Gegensatz zu Verherrlichung eines bibelschlauen Handwerksburschen durch einen hochgebildeten jüdische-hellenistischen Theologieliteraten des Mittelplatonismus. Oder gar, dass der in Zeiten der Stoa zur Weltbestimmung für die von Peter Lampe beschriebenen „stadtrömischen Christen“ wurde.

In Rom, Syrien, Alexandrien oder sonst wo war bei hellenistischen Juden, aber auch bei den als „Gottesfürchtigen“  zum weltgültigen Judentum konvertierten Griechen, die in Vernunft gelehrte monistische Natur (Logos), damit frühe Ökologie maßgebend für das schöpfungsgemäße Leben. Und da der in der auch für die anderen Synoptiker grundlegenden Markus-Geschichte genau das beschreiben wird, was sich allein im hellenistischen (damit von griechischer Naturlehre/Logos als Christus ausgehenden) Judentum als Heilsgeschehen realgeschichtlich nachvollziehen lässt. Was Philo als heimlicher Hörer, stellvertretend für das hellenistische Judentum, Professor Lampe nach jeder Vorlesung deutlich machte. Damit ist klar, wie die synoptischen Evangelien, die einzig noch als Belegt für einen jungen Mann dienen könnten, gleichwohl sie wie gelehrt, vom Christus schreiben, der jedoch im hellenistischen Judentum im Logos begründet war, hier auch das Heil zu sehen ist. Und da dieses Heil, zu dem auch die menschliche Ausdrucksweise gehört, sich in historischer Realität kausaler kulturellen Entwicklung nachvollziehen lässt, wurde daher dort auch zu Recht vom Heil im Sinne Josua gesprochen, war Jesus eine historisch lebendige und damit heute wegweisende Größe.

Denn damit steht aber auch fest, wie und wo die Brücken zwischen den Zeiten bedacht wurde und die Synthese der Kulturen gegeben war. Wo zeitgemäß, aber kulturgerecht übersetzt, in Vernunft ein neuer, weltgültiger jüdischer Volkskult begründet und damit das prophetisch erhoffte Heil herkommt. Denn nicht allein in der Bildung jüdischer Diaspora, die im bildhaften Verstand der Moses-Propheten als frühe Philosophie griechischer Naturlehre folgte, den in Vernunft erklärten Kosmos als neuen Tempel, lebendige Thora sah, war im aufgeklärt-bildhaften Verstand jüdischer Tradition ein Auf-Verstand alter Wesentlichkeit, jüdischer Kulturbestimmung in Weisheit gegeben.

Auch in nichtjüdischer Bildung, ob in Persien oder für die Kirche maßgeblich Kleinasien, wo vorher die griechische Vernunftlehre ihren Anfang nahm, wurde so von kirchlichen Vordenkern in Synthese der kulturellen Vorstellungen in Naturlehre (Logos) eine höchste Wesentlichkeit im Sinne von Zeus und JHWH bedacht. So wurde von dort kommenden Denkern später in Dreieinigkeit die in Vernunft/Logik erklärte Natur (Logos) als gleichen Wesens wie ihr ewiger Grund, damit auch die Väter-Gottheiten beschrieben. 

Wo wir heute nicht nur die Natur in Vernunft (Logos) erklären, sondern so auch, wie alles auf kreative (schöpferische) Weise öko-logisch zusammenhängt, ein heiles auch für unser Leben maßgebendes Ganzes bildet. Dessen Sinn wir als selbstverantwortliche Wesen in gemeinsamer Kult-ur (im heilen Geist) gerecht werden müssen. Was, wie gerade die Europawohl zeigte, bei der trotz weltweitem Ruf nach gemeinsamer ökologischer Weisheit oft das Gegenteil gewählt wurde, nicht einfach ist. Und wenn so beispielsweise auch die Menschen in der Lausitz kein Verständnis für ihre Arbeitslosigkeit haben, wenn einige Kilometer in Polen weiter neue Braunkohlebergwerke gebaut werden. Dann zeigt dies, wie in einer zusammenhängenden Welt auch ein gemeinsamer, heiler Geist gebraucht wird. Wobei auch die Stimmen der Jugend für den Klimaschutz so wenig wie die des Papstes einen grundlegenden Verhaltenswandel ausmachen, wie ihn nur ein grundlegender gemeinsamer Kulturwandel bewirken kann. So diskutierten Neuplatoniker anfänglich in einer globalen Welt, auch mit Blick auf den Sittenverfall, die legendären ausschweifenden Lebensweise Roms bei gleichzeitigem Hunger, dem die Kaiser mit Restauration der alten Gottheiten begegnen wollten, noch recht spekulativ über einen neuen gemeinsamen gottesbild- und opferfreien Kult in Dreieinigkeit. Der im ganzen römischen Reich, damit weit über Europa hinaus Geltung haben, Gemeinsinn schaffen sollte. Und spätantike Kaiser, die die als gottlos (atheistisch) geltenden, weil den altbewährten Gottheiten oder gar den von Römern als sinnlose Falbeln angesehenen Buchstaben der Juden aufgrund einer höchsten Wesentlichkeit oder Weisheit die Ehre verweigerten und daher als „Christen“  galten, nicht weiter verfolgten wollten. Die im neuen Kult aufgrund ihrer Bildung die Zukunft sahen. Die mussten für die heilige Weisheit auf byzantinischen Mauern bei unzähligen Konzilen, für die Intellektuelle Berater/Bischöfe mit unterschiedlicher philosophischer Sicht aus dem ganzen Reich, maßgeblich jüdischer Bildung Alexandriens zusammengetrommelt wurden, eine einheitliche Kirche bauen. Wobei dann nicht allein die später zur Moschee werdende Hagia Sophia in Konstantinopel in den Islam mündete.

Auch wenn diese Darstellung der Dreieinigkeits-Debatte in heutiger Begrifflichkeit und des neuen Weisheits, damit Christuskultes, für den die Kirche gebaut und der auch im Islam philosophisch weitergeführt wurde, allzu rationalistisch verkürzt ist. Dies trifft weit mehr die historische Realität, als einen jungen Mann an den Anfang zu stellen. Der bei Wissenschaftlern, die sich historisch-kritisch mit dem Islam auseinandersetzen, zu allem Übel dann von arabischer Aufklärung, die in Wirklichkeit ebenso Aristoteles folgte und sich auf den gleichen Logos wie die Kirche, damit in Vernunft, als Natur gelehrte Genesis berief, zu Mohammed nicht nur numismatisch nachweisbar „umgemünzt“ worden sein müsste.

Wo nicht die philosophischen Diskussions-Dokumente-Texte Gegenstand der Betrachtung sind, sondern man der heutigen Lehre von einem jungen Mann folgt, glaubt man eh zu wissen, auch in der Antike wäre nur sonntägliches Glaubensgeschwätz von dessen Gottheit gewesen. Nachdem man an Pfingsten Kerzen auf dem Kopf anzündete und so den Heiligen Geist lobte, ähnlich wie in Bibel-TV. Mit einem in Vernunft erklärten gemeinsamen kreativen Sinn allen Seins, der sich im öko-logisch zusammenhängenden Ganzen zeigt und heute mehr denn je auch ein heiles, gemeinsames Kulturverständnis, einen neuen Geist notwendig machte, hat das dann alles nichts zu tun. Wer sich jedoch die Mühe macht, die antiken Texte in den geschichtlichen Lehrbüchern mit aufgeklärten Augen zu betrachten, der stellt fest: Mit Kerzen auf dem Kopf, poetischen Hirngespinsten des traditonellen Glaubens, die einem Handwerksburschen zur apologetischen Einfärbung oder sonstigen Zwecken aufgesetzt wurde, hatten weder die christologische Diskussion zur philosophisch-theologisch einheitlichen Definition nun in monistischer Vernunft erklärter schöpferischer Wirklichkeit/Natur und damit auch der heilen Einheit im Geist der Kultur (damit des gesamten Volkes) etwas zu tun. Doch war das der Grund, wofür die notwendige Kirche der Heiligen Weisheit als Gottessohn gebaut wurde oder der sich dann davon abgrenzende, andere Wege gehende Koran.

Wenn daher die künftigen Theologen, die aufgrund heutiger Hypothese nach der Verherrlichung eines Gurus durch seine Freunde fragen, auf der Kanzel von diesem als Christus wie einem neuen Gott reden. Da müsste man das nicht allein verbieten, weil so der christliche Glaube in aufgeklärten Augen (die allerdings der Anfang waren) als Schwachsinn erscheint und weltweitem mörderischen, sich gegenseitig abgrenzendem Aber-glaube Vorschub geleistet wird. Auch wegen der Gefahr, dass Menschen statt die ökologische Weisheit in Bezug auf ihre aufgeklärte Wurzeln als Kultbestimmung sehen, sondern wieder einen Guru anbeten oder zweibeinigen Heilsbringern folgen, wie das nicht allein die „Deutschen Christen“ in Mehrheit im „Dritten Reich“ taten.

Heute lässt sich aber nicht nur nachvollziehen, wie notwendig die Fleischwerdung war. Wie damit die schriftlich-menschliche Ausdrucksweise der Weisheit/Vernunftlehre kein doketistischer Schein, sondern höchst schöpferische Wesentlichkeit in kreativer Kulturentwicklung war. Auch wie der weitere Weg in Kulturentwicklung, der dazu führte, dass heute wie selbstverständlich bei Jesus von einem egal wie gestrickten jungen Mann ausgegangen wird, lässt sich als logischer und kreativ notwendiger Entwicklungsprozess in Evolution betrachten. Wer in den Geschichtsbüchern die Kulturentwicklung nach der Völkerwanderung, dann die Mission der Stämme des Nordens liest, die mit Gewalt von den alten Bildern und Opfermythen abgebracht wurden. Im Gegensatz zu den Anfängen in antiker Hochzivilisation und Philosophie, wo Gewalt gegenüber Bilder- und Opferverweigerern war. Und wer dann auch die Diskussion über die Bilder noch bis bald ins Mittelalter betrachtet. Wobei sich die (meist für die sinnliche Ausdrucksweise stehende Frauen) durchsetzten, die die „pädagogische Seite“ der Christus- und Kreuzesbilder betonte, weil das Volk nicht lesen konnte. Der macht es sich zu leicht zu denken, jetzt wüsste er, warum die heutige Theologie die alten Texte und Lehren nicht ernst nimmt, sondern einen jungen Mann als selbstverständlich voraussetzt. Die heutige Lehr-Hypothese zeigt vielmehr, wie notwendig die Bilder, damit menschliche Persönlichkeiten auch weiterhin sind. Ohne die die Emotionen, die Menschen in Ihrer Ganzheit ansprechenden Bilder und Geschichten, ohne die auch heute keiner der oft teuer bezahlten Weisheitslehrer/Erfolgstrainer auskommt und die in der gesamten Kommunikation über den Erfolg entscheiden und politische Mehrheiten bestimmen, hätte sich die christliche Lehre verflüchtigt. Und so ist es keine Selbstmanipulation sondern ein Gebot der Vernunft, wenn wir auch dann, wenn wir wissen, dass es bei Jesus um eine Weisheit ging, die wir heute in Ökologie begründen, weiter voller Begeisterung die alten Lieder singen und von Jesus sprechen. Ähnlich, wie wir das auch am Anfang, beim bildhaften Auferstand des Alten beobachten. Doch dafür ist die Zeit reif.

So wird im Studium bei Paulus die philosophische, damit frühökologische Weisheit als Christus vorgestellt und ständig auf Platon, Philo, damit den gewandelten Pharisäer, das philosophische Judentum verwiesen. Das im bildhaften aufgeklärten Verstand (der Auferstehung Moses, weltgültig als Josua, lat. Jesus) die philosophische Weisheit als lebendiges Gesetz/Wort, Christus und so das Heil „Jesus“ sah. Wobei Paulus gegenüber abstrakten Weisheitslehren das volksverständliche Schäma einer sich mit der Zeit entwickelnden Weisheit als Wort vom Kreuz verteidigt. Auch in allen weiteren Lehren und Werken heutiger Theologen, wie der gesamten Geschichtswissenschaft wird deutlich, wie es beim historischen Heils-Wesen „Jesus“ nur um die in früher monistischer Naturwissenschaft (Ökologie) begründete Weisheit gegangen sein kann, die  frühen Christen, wie sämtlichen neuplatonisch argumentierenden Vordenkern der Kirche als wahrer König/Gesalbter, Christus=Sohn galt.

Gleichzeitig wird gelehrt, wie hellenistische Juden in der griechischen Naturlehre (Logos) und so begründeter, damit auch in der Stoa geltender Weisheit das sahen, was den Juden, die sich weiter kriegerisch auch von philosophischer Weisheit abgrenzten, auf buchstäblich-erstarrte Weise als Gesetz/Wort galt. Wie so das Christentum aus einem Laboratorium vielfältiger konkurrierender anfänglicher Lehren hervorging, denen allessamt die Logos genannte Natur-/Vernunftlehre maßgebend war. Womit auch klar wird, warum die so begründete naturphilosophische Weisheit von hellenistischen Juden, die als Weltbürger den Kosmos als neuen Tempel sahen, nicht nur als Christus und Heil im Sinne Josua, damit Jesus definiert wurde, sondern auch historisch „Jesus Christus“ war. Auch warum die in natürlicher Schöpfung begründete Weisheit, die nach heutigem Geschichtswissen allen anfänglichen christlichen Lehren galt, Gegenstand der christologischen Debatten war, um mit einem ersten großen kirchlichen Denker wie Origenes zu sprechen „zur Erbauung Einfältigerer das Fleisch der Schrift annehmen musste“ um im Volk auch von Nicht-Philosophen verstanden, zur Kulturbestimmung zu werden. Was in ähnlicher Weise bei fast allen anfänglichen Denkern nachzulesen ist. Nicht umgekehrt, wie heute gelehrt wird. Wie aber ohne die philosophische, damit in früher Ökologie begründete Weisheit, die sich auf die bildhaft auf-verstandenen alten Schriften bezog (jedoch nicht hier begründet), alle Berufung auf das Gesetz oder alten Gottheiten als vergebens gesehen wurden.

So geben in Heidelberg verantwortliche Neutestamentler wie Gerd Theissen und Peter Lampe ein Buch heraus, in dem von einer Schülerin beschreiben wird, wie griechische Naturphilosophen das, was Juden bisher „alleinig“ galt, jedoch buchstäblich abgeschrieben war, nun als „einzige“ Wahrheit im Weltganzen, wie kausalen Werden nach früher Wissenschaft definierten. Wie das als „eine“ höchst wesentlich offenbar war, was der Sohn=Logos/Christus nach dem Neuen Testament im Sinne der Väter-Herrlichkeiten/Gottheiten offenbar machte. Wie damit frühökologische Lehre (Logos) das Heil „Jesus“ als jetzt weltgültige Offenbarung war, wird so mehr als deutlich. Weil die antike Ökologie oder Naturlehre (Logos) das offenbar machte, was den Juden bisher „allein“ statt menschliche Gottesbilder oder Könige als Sinn oder Weisheit bestimmend war.

Heute wissen wir, wie die von Christus abgelösten Vegetations-Herrlichkeiten (menschlichen Gottessöhne) bereits in Vernunft/Natur erklärt, von traditionstreuen römischen Kaisern im Volk die Vernunft/Weisheit bewirken sollten, die wir heute aus Ökologie ableiten.   

Wie kann man daher wissen, wie es in der jahrhundertelangen christologischen Diskussion und der gesamten Lehre nicht um einen jungen Mann ging, sondern die in griechischer Natur-/Sinnlehre (Logos) begründete Weisheit als neue Herrlichkeit und ihr Verhältnis zum Grund/Sinn allen Seins, damit auch den Väter-Gottheiten. Was bekanntlich auch Thema der weiter der römischen Tradition treuen Theologen war. Die eher die als absurd gesehenen Fabeln der ebenso wie sie der Tradition ihrer Väter buchstäblich treuen Juden akzeptierten, wie nun die Weisheit als Christus gegen die altbewährten Gottheiten auszutauschen. Die nicht nur von Augustus, sondern noch von Soldaten-oder Philosophenkaisern restauriert werden sollten, weil so ein Staatswesen herzustellen, Gemeinsinn dem Sittenverfall entgegenzusetzen war. Wie aber mehr noch alle die Thora bildhaften verstehenden christlichen Verfasser und Vordenker der Kirche, sich dabei allesamt auf den Logos, damit zeitgemäß gelehrte Natur und ihre kausalen Prinzipien beriefen. Und wie dann griechische Denker, die in Naturlehre (Logos) aufgeklärt die Einheit von Zeus und JHWH in einer höchsten theologischen Wesentlichkeit definierten, maßgebend an der Dreieinigkeit mitwirkten. Oder wie so letztlich alle zum neuen Judentum konvertierten Christen, auch Konstantin (wie bereits sein Vater), von einem in griechischer Bildung und Lehre (Logos) definierten gemeinsamen Grund allen Seins als einzigen höchsten Wesentlichkeit/Herrlichkeit (Gottheit) ausgingen.

Wobei dann auch in der konkreten Argumentation der verschiedenen philosophischen Parteien im christologischen Streit mehr als deutlich wird, wie kein Wanderprediger  verherrlicht wurde, sondern die in Natur begründete Weisheit das Thema war, die wir heute aus Ökologie ableiten. Die auf ihren „einen“ alles überdauernden Sinn/Grund allen Seins verwies. Wie so der Sohn (damit die in Vernunft erklärte Natur/das Weltganze), ähnlich wie das Wachstum und die Strahlen auf die ewige Sonne, so die Weisheit auf die Wesentlichkeit der Verehrung eines Vaters/Grundes allen Seins, damit auch der Väter-Gottheiten verwies. Und wie damit die in Vernunft erklärte Natur und ihre inzwischen als Evolution oder Ökologie gelehrten Prinzipien (Logos), als eine von „einem“ einzigen alles überdauernden Urgrund allen Seins, damit auch der Väter-Gottheiten unabhängige Hypostasie gesehen wurde. Wie Neuplatoniker damit das, was uns heute als kausal zusammenhängende, auf einen kreativen Sinn verweisende Natur, wie menschliche Kultur mehr oder weniger selbstverständlich, jedoch keine gemeinsame heilvolle Kulturbestimmung ist, in philosophischer Verantwortung in drei Dimensionen definierten. Dann aber nicht nur den Studenten, sondern der Welt zu vermitteln, beim Glaubensbekenntnis wäre es um einen Guru gegangen, der als jungfräulich ausgegeben, als Gott verherrlicht wurde oder als neue Weltbestimmung galt, so den Sinn allen Seins offenbarte?

Wie können wir in Lehrbüchern beschreiben, wie die in Natur begründete Weisheit und ihre notwendige volksverständliche Ausdrucksweise als neue Kulturbestimmung das Thema der gesamten Zeitenwende, sämtlicher Diskussionen der Zeit war. Wie beispielsweise in einem Christentum wie dem dualistisch-persischen Manichäismus, trotzdem in früher Ökologie (monistischen Äonenlehren) begründete Weisheit das christliche Wesen „Jesus Christus“ als ein Gesandter beschrieben wurde. Wie so die in natürlichen Werken begründete Weisheit auch in der Gestalt des Buddha genannten chinesischen Prinzen, wie in persischer Philosophie in Zarathustra vermittel gesehen wurde. Wie so in Mani, einem letzten Prototyp und Vollendung naturphilosophischer Erkenntnis vor dem ebenso aus  Naturphilosophie hervorgegangen Islam der „christliche Gesandte“ (als was auch Mohammed galt), dort begründet war, wo wir heute von Ökologie sprechen. Was sich auch im Koran bestätigt, der Jesus als das auch im Propheten vermitteltes Wort (verschriftete Weisheit) darstellt. Der die Ausdrucksweise eines Gottessohnes und damit auch das Kreuz ablehnt und Mutter Kirche nicht als Gottesgebärerin sieht, sondern vom „Sohn der Maria“ spricht. Wie es auch in der Felsenkirche eingemeißelt ist, dass Jesus das sei, was der Prophet als Wort verkündete. Was hindert noch das christliche Wesen in aufgeklärter Weise dort zu bedenken, wo wir nun in fortgeschrittener Weise die Welt erklären und daraus eine sich entwickelte Weisheit ableiten, die nun gar von Schulkindern weltweit eingefordert wird. Um so die allseits gepredigte Weisheit im aufgeklärten Verstand und damit Berufung auf die verschiedenen Traditionen zur der gemeinsamen Kulturbestimmung werden zu lassen, die Jesus Christus hatte, der Koran im Sinne des letzten Propheten noch immer hat.

Wenn sich nun aber trotz allem gegebenen Wissen die Theologen weigern, wegen ihrem angeblich bibelschlauen Handwerksburschen, für den sie kein einziges historisch-wissenschaftliches, wie exegetisches Argument mehr haben, in neuer Weise über den echt historischen Jesus Christus nachzudenken, um das gegebene Heil in aufgeklärter Weise weiterzuführen. Wenn so die Chance vertan wird, die wissenschaftlichen Voraussetzungen zu schaffen, die allseits weit vergeblich gepredigte, in Naturwissen (Schöpfung) begründete Weisheit nicht nur im einfachen Volk als die Bestimmung wahrzunehmen, die Christus hatte, bei Moslems der Koran, Juden die Thora hat oder im Osten das Tao. Womit dann Ökologie oder Evolution wieder die Herrlichkeit/Wesentlichkeit offenbar machen würde, die seit Nitzsches „Gottestod“ im Westen wissenschaftlich abgeschrieben ist. Was Voraussetzung für einen Kulturwandel, Leben in ökologischer Vernunft mündiger Weltbürger, wie kulturellen Friede wäre. Wie sonst, als ein Verbrechen gegenüber der wissenschaftlichen Gabe, dem Geber, wie der gesamten Menschheit soll man dies bezeichnen?

B)     Begriffsklärung vorweg

a)     Logos stand bei den Griechen für frühwissenschaftliche, vernunftbegründete „Lehre“.

Der Begriff Logos/Lehre steht damit auch für „Vernunft“, „Sinn“ oder „Weisheit“. Die nicht menschlichen Meinungen oder alten Gottesmythen entspringt, sondern sich aus dem natürlich-kausalen Weltganzen (Ökologie, Kosmologie), wie dem frühwissenschaftlich erklärten Lebensfluss nach einheitlichen Prinzipien (Evolution, Geschichte) ableitete.

Und wenn die frühchristlichen Denker von „Logos“ sprachen, über sein Wesen als Sohn=Christus im Verhältnis zu einem von Menschen nicht zu definierenden Grund diskutierten. Dann war das die im antiken Monismus in Vernunft erklärte Natur, die wir heute mit Ökologie oder als Evolution, so auch in Kosmologie beschreiben.

Denn auch wenn die Wissenschaft noch in Kinderschuhen vielfältiger recht metaphysisch klingender Modelle stand. Mit Logos bezeichneten die antiken Denker meist das, was wir Ökologie oder Evolution nennen und damit auch die sinnlich wahrnehmbare Natur nach kausalen Prinzipien insgesamt. Von der erst nach dem Wandel vom Mythos zum Logos in nun logischer, natürlicher Erklärung als das gesprochen werden konnte, was wir unter „Natur“ und so auch Naturwissenschaft verstehen.

Logos umfasst so die gesamten naturphilosophische Lehre, wie gewonnene „Erkenntnis“ auch über den „Sinn des Seins“ und die davon ausgehende schöpferisch gerechte, wir sagen ökologische Lebensführung. Was bei Juden als von JHWH ausgehendes Wort (auch Vernunft) galt, als Weisheit als wahrer König bestimmend, aber im Gesetz/Thora, allein Beschnittenen galt und  buchstäblich versteinert war.

Im Logos begründete sich daher auch die in Jesus verkündete christliche Lehre. Denn erst im Christuskult wie wir ihn kennen, wurde die nun universale philosophische Vernunftlehre der Intellektuellen, damit eine Weisheit, die bisher in abgeschriebener Form nur bei Juden Kultstatus hatte (daher im bildhaften Verstand als Septuaginta in Griechisch übersetzt wurde), volksgerecht zur umfassenden Kulturbestimmung.

Kurz:

-Wo wir von „Christus“ reden, ging es um die nun in Vernunft erklärte Natur und ihren Sinn als gemeinsame Lebensbestimmung. Was bei Juden seit dem Exil als verschriftete Weisheit bisher allein der wahre König, Gesalbte war.

-Und genau dessen Weltgültigkeit war im jüdischen Sinn das prophetisch im neuen Josua erhoffte historische Heil „Jesus“, dessen aufgeklärte Weiterführung wissenschaftliche Aufgabe wäre.

b)     Die Geburt der Vernunft, Achse der Weltgeschichte, Beginn durchdachter Weltreligionen

Die Geburt der Vernunft und damit der Wandel vom Mythos zum Logos gilt als Achse der Weltgeschichte. Nicht weil nur die Griechen das Weltganze, wie Werden kausal, damit als Natur, in Logik, damit auch deren Sinn erklärten. Und dann in Kritik an Orakelglaube und Mysterien bisheriger Religionen die alten Gottheiten, wie den Kult in seiner Bedeutung für die vernünftige gemeinsame Lebensweise (damit den Staat) rational, naturgemäß (im Logos) neu bedachten. Und so nicht allein im Vorderen Orient neue durchdachte Kultsysteme, damit die heutigen Weltreligionen entstanden. Denn bereits vorher, in Ägypten, wie zeitgleich bei als Propheten bekannten hebräischen Philosophen, in Persien, China und Indien  entstanden durchdachte am Sinn des Weltganzen ausgerichtete  Kultursysteme (Vernunftreligionen) mit ethisch-sozialen, wie auch ökologischen Lehren, die auf die jeweiligen kulturellen Wuzeln aufbauten.

Während es der Osten schaffte, die alten Lehren zu transformieren, war im Westen die Zeit für die dort immer mehr in Kritik stehenden mysteriösen Gottheiten, wie den Gott-Kaiserkult abgelaufen. So musste die naturphilosophisch definierte Weisheit, wie sie Kyniker oder die Stoa, damit auch hellenistische Juden vertraten, im Sinne von Zeus/Jupiter (oder dem philosophischen Konstrukt eines die alten Gottheiten verkörpernden Serapis), wie des erstarrten jüdischen Gesetzes, zur neuen Volks-/Kulturbestimmung werden. Sie musste das Kreuz der aufgeklärt verstanden (auferstanden Göttersöhne, wie des Gesetzes) tragen, so für den Volksverstand die Rolle menschlicher Gottheiten einnehmen und erfüllte damit als verheißener, von den Seinen verschmähter Erlöser auch die Prophezeiungen der Propheten.

c)      Viele Begriffe, eine Bedeutung

Ob die Ägypter den Naturprinzipien in Form der ihre Hochkultur tragenden „Maat“ , damit des Pharos oder anderen Gottheiten folgten, für Hebräer dann das in natürlicher Schöpfung verstandene,  verschriftete „Gesetz/Wort“ statt der Pharao maßgebend war. Ob von „Weisheit“, in China und Indien von „Tao“ als rechtem Weg, „Dharma“ auch als Gesetz, Recht, Sitte oder gleichbedeutend in Griechenland von „Logos“ gesprochen wurde. Da hatte jedes Wesen und so auch der mit Weisheit/Vernunft begabte Mensch im Weltganzen seine Pflicht zu erfüllen. Da wurde wie bei Parmenides dessen Sinn bedacht und daraus wie bei Sokrates und Platon, dann konkret der Stoa, die rechte Lebensweise abgeleitet. Daher ging es auch im Osten um das, was uns die als Johannes bekannte griechische Philosophenschule im neuen Heil „Jesus“ als Weg, Wahrheit, Leben vorstellt. Und was nur in unterschiedlichen Kulturmodellen den Menschen vermittelt wurde, um sie in Religion, im gemeinsamen Kult, auf ganzheitlich-emotionale Weise an den gemeinsamen Sinn des Weltganzen zu binden. In dem die alten Wesentlichkeiten/Weltbestimmungen (Gottheiten) in neuer Weise entdeckt und gefeiert wurden.

Da ging es um die nun in Natur und auch in Himmelsbeobachtung berechneten, in Geschichte beobachtenden schöpferischen Prinzipien/Gesetzmäßigkeiten und damit den Sinn des Seins. Den die Philosophen der Hebräer in JHWH umschrieben, die des Ostens in ihren kosmologischen Lebensmodellen  namenlos vermittelten und die Griechen noch philosophisch in Zeus definierten. Ein in Naturwissen begründeter Sinn des Weltganzen, der heute quasi vorausgesetzt wird, wenn Chinesen, Amerikaner, wie Europäer auf Weltkonferenz über den richtigen Weg diskutieren oder sich Weltbürger in Amnesty Internation, wie als Ärzte ohne Grenzen engagieren. Der wurde nach dem Wandel vom Mythos zum Logos zeitgleich, aber unabhängig voneinander von indischen, chinesischen, wie griechischen Philosophen und den biblisch bekannten Propheten bedacht (dort dann in Persien als Wort/Gesetz verschriftet) so in verschiedenen Konzepten zur kulturell tiefgreifenden, lebensmaßgebende Bestimmung. Was dann christlich in Synthese von Juden- und Griechentum weltgültig wurde.

d)     Natur-/Sinnlehre: Logos=Sohn=Christus

Auch wenn dann später Neuplatoniker vom Logos als Sohn und Christus sprachen. Dann  war das maßgebend, was wir heute nur auf wissenschaftlichere Weise beschreiben und fordern, aber auf kulturgerechte Weise in menschlicher Psyche emotional, ganzheitlich bestimmend zu vertiefen wäre. Was als auch die sozial gerechte Lebensweise umfassende „Ökologie des Menschen“ als Voraussetzung für die gemeinsame Zukunft erkannt ist und auch in der Antike erst in zeitgemäßer Form volks-/kulturbestimmend werden musste. Da legten nicht weise Männer mit Namen Moses (damit Jesaja, Jeremia), Zarathustra, Konfuzius, Latose oder die unzähligen griechischen Philosophen aus Mythen abgeleiteten, persönliche Moralvorstellungen oder Volks-Mehrheitsmeinungen alten Gottheiten in den Mund.

Vielmehr ging es beim Logos-Begriff in Griechenland, so auch bei hellenistischen Juden, für die dann der Kosmos Tempel war und die im Logos das Wort/Gesetz verstanden (denen wir so die Christologie und das Neue Testamentes verdanken) vordergründig um das, was wir heute als Naturwissenschaft bezeichnen. Woraus wir einen gemeinsamen Sinn, so Weisheit und dann Kulturwissenschaften, Politik, Gesetze ableiten. Was aber damals in den Kultsystemen zur gemeinsamen, auch die Emotionen beflügelnden, die Menschen ganzheitlich bestimmenden Weg und Gesetz wurde, wie wir es bei Christus oder Mohammed als dem letzten Propheten beobachten können.

e)     Logos/Naturlehre war Theologie, machte so Weisheit zur tiefgreifenden Volksbestimmung

Denn Naturlehre und Philosophie war auch Theo-logie. Und da griechische, wie jüdische Religionsphilosophen die frühe Lehre vom logischen-kausalen, zusammenhängenden Ganzen im Sinne von Zeus (oder dem philosophischen Serapis, das gesamten Götterpantheon in Vernunft vereinend) wie JHWH betrachteten. Womit sie so die naturphilosophische Weisheit intellektueller Philosophie zu einer volksbedeutende Bestimmung machten, die bisher nur Juden als Wort/Gesetz galt. Wie es übertragen auf unsere Zeit Aufgabe der Hochschulwissenschaft ist und wieder mehr als heilsam wäre. (Was hier auf leinenhafte Weise angestoßen werden soll.) Daher wundert es nicht, wenn Logos als antiker „Allerweltbegriff“ bezeichnet wird und oft für Verwirrung wie Logos-Blindheit sorgt.

Denn diese Blindheit, von der nur die theologische Wissenschaft heilen kann, besteht heute nicht darin, nicht zu wissen was weise, sinnvoll und wesentlich für die gemeinsame Zukunft wäre. Vielmehr wäre es Aufgabe zeitgemäßer Theologie in der allseits gegenseitig gepredigten, nur naturwissenschaftlich begründeten Weisheit eine tiefgreifende, allumfassende schöpferische Bestimmung im Sinne der verschiedenen religiösen Kulturbestimmungen, Gründergestalten, Schriften verstehen zu lassen. Denn ob allseits nach ökologischer Weisheit oder die in einer zum Dorf gewordenen Welt, bei der alle gegenseitig aufeinander angewiesen sind, in Bezug auf den antiken Logos-Begriff von Intellektuellen nach Weltverbundenheit gerufen wird. Wie sich heute zeigt, ist das mit Naturlehre und Wissen, mit gutgemeinten Predigten und politischen Gesetzen ohne tiefgreifend alte Grenzen überschreitenden kulturellen Verstand allein nicht zu machen. Denn wie sich eine Kultur versteht, ist nicht allein bei Chinesen, Amerikanern, Europäern oder den Kämpfern des IS maßgebend für das Handeln.

f) Logos: Naturwissenschaft, Ökologie und Evolution als Theologie

Im Grunde umfasst der damit auch für Logik, Vernunft, Sinn stehende Logos-Begriff alles, was wir heute in vielen Einzelwissenschaften, von Kosmologie, Geologie, Mathematik, Physik, Biologie, Medizin, bis Psychologie aber auch Theo-logie bezeichnen. Die allerdings in heutiger  „Buchreligion“ zur Schriftlehre gewordenen, so weitgehend abschrieben ist. Doch wo die Antike das dann verschriftete Wort herleitete, dafür hat der moderne Monist und Religionskritiker Ernst Hackel den Begriff „Ökologie“ nach dem antiken Logos-Begriff geprägt. Wie er der antiken monistischen Philosophie als Wissenschaft, damit aber auch als Theologie  und Christologie galt. Während Hackel damals in Rom polemisch zum Gegenpapst ausgerufen wurde, begründen heute die Päpste das Recht (Benedikt vor dem Bundestag), wie das ökologisch-sozial gerechte Verhalten (Franziskus in Predigten und Enzyklika)  bereits nicht mehr in der Bibel, sondern  genau dort, wo die Griechen von Logos, Juden von Weisheit sprachen, wir heute in Ökologie definieren. Sie sprechen von einer „Ökologie des Menschen“. So das Lebenswerk des philosophischen und ursprünglich auch als Titel für die Umweltenzyklika, ein auch sozial gerechtes Leben als Voraussetzung für die gemeinsame Zukunft des praktischen Papstes geplant. Ohne allerdings dann hier auch den Grund des bisherigen Glaubens entsprechend Bibel oder Koran begründen zu können. Wie es damals das Heil der Antike war, heute mehr als notwendige wissenschaftliche Aufgabe wäre.

Denn die antike Naturlehre (Logos) diente nicht nur zum Nahrungserwerb und zur Technik, einer arbeitsschonenden Befriedigung der wachsenden Konsum-Herrlichkeit. Sie war Kulturwissenschaft, wie wir sie nicht allein in der Stoa nachlesen. Was erst in Christo-logie, in einem weltgültigen Judentum, ob in der Kirche des Westens, wie im arabischen Koran zur Kulturbestimmung wurde. Wo die Väter von Kirche und Koran Zarathustra, Platon oder Aristoteles nicht nur weiterdachten, sondern die intellektuelle Lehre (Logos) so erst zur Volksbestimmung machten.

Doch mehr noch wie die Ökologie, hätte man in Bezug auf den griechischen Logos-Begriff, der im logischen Lebensfluss entstand, auch die Evolutionslehre als Evo-logie bezeichnen können. Weil hier, wie bei der Entstehung des Begriffes, nicht mehr in mysteriösen Wesen, menschlichen Gottheiten als designenden Monstern, sondern der nun kausale Lebensfluss und dessen kreativer Sinn in Naturlehre erklärt, damit die Bestimmung abgeleitet wurde, die Juden bisher alleinig galt. Nur besser, empirischer, einheitlicher als zu Heraklits Zeit, wo noch verschiedene spekulative Weltprinzipien modellhaft  gelehrt wurden.

f)      Der Wandel vom Mythos zum Logos geht weiter

Wenn wir vom „Wandel vom Mythos zum Logos“ sprechen, dann bringt das jedoch ein mehr als umfassendes neues Weltverständnis und die ganze Breite, wie Vieldeutigkeit des Begriffes zum Ausdruck. Es drückt einen mehr als gewaltigen Kulturwandel aus, der kaum beschreibar ist und dessen Folgen uns immer noch beschäftigen. Denn der Wandel der Achsenzeit ging zwar von der rationalen Welterklärung aus, umfasste aber auch die Religion. Womit in Kritik der alten wundervollen Mythen und menschlichen Gottheiten, wie deren aufgeklärter Begründung in natürlicher Logik (auch hinsichtlich ihrer kulturellen Funktion für das Staatswesen, vernünftige Verhalten freier Menschen) im Sinne der der alten kulturellen Bilder eine allumfassende Wesentlichkeit/Sinnhaftigkeit bedacht wurde. Was im Sinne aufgeklärter hellenistischer Juden das Heil „Jesus“ war und so in der jüdischen Diaspora. Zu betrachten im gesamten hellenistischen Judentum, maßgeblich der Diaspora, bei Denkern wie Aristobul, den Verfassern jüdischer Kult-Weisheitsliteratur, wie Jesus Sirach oder im Namen Philo von Alexandrien auch definiert wurde. Worin Melanchthon nach einer in seiner Dokumentation zu findenden Notiz an einem Apotheker-Freund begründete, warum Erasmus von Rotterdam und dann Martin Luther die alten Gottesnamen (nomia sacra)  und Christologie-Titel einheitlich volkgerecht in „Jesus“ übersetzten.

Und während in der Antike vielfältige spekulative Erklärungsmodelle herhalten mussten, setzen wir von Weisheit sprechend oder uns dafür weltweit engagierend einen gemeinsamen Sinn voraus, ist uns „Gott sein Dank“ eine einheitliche Erklärung des für unser Sein maßgebenden kreativ sinnvoll zusammenhängenden Weltganzen und Werdens gegeben. Die mit Ausnahme bei den die Bibel wörtlich lesenden (Buchstaben) Kreationisten, die sich damit als letzte Verfechter der Genesis sehen, doch das Gegenteil bewirken, Weltgültigkeit hat. Womit allein der Begriff „Kreationisten“ für eine Glaubenslehre, die nicht in natürlicher Kreativität nach wissenschaftlicher Lehre (Logos) gründet, sondern alten buchstäblichen Lehren, Gottesvorstellungen, das heutige Babylon verdeutlicht. So ist uns eine moderne Lehre (Logos) gegeben, die das Werden und dessen Sinn seit dem Urknall oder dem Entspringen aus dem Schwarzen Loch, damit die in verschiedenen Namen verehrte „eine“ Herrlichkeit nur in weiterführender Weise als bei den Griechen beschreibt. Und die gleichen Theologen, die Bücher herausgeben, in denen Xenophanes, Heraklit und seine Kollegen als Urmonotheisten im christlichen „einen“ Sinne nachzeichnen. Den die Griechen dort herleiteten, wo wir das Werden/Weltganze wieder auf eine kausale Weise in einheitlichen Prinzipien erklären und auf Weltkonferenzen einen gemeinsamen Sinn als selbstverständlich voraussetzen. Die vermitteln ihren Studenten, da sei nur heilspredigender Handwerksbursche gewesen, der dann als Logos galt oder hingestellt wurde, so der zu glaubende Grund christlicher Religion wäre. Ohne dafür noch ein einziges Argument zu haben.

g)      Der moderne Logos vermittelt uns einen gemeinsamen ewig Seienden/Sinn

Die oft unheilvolle christologische Diskussion um das Wesen des Logos und seinen Grund hat sich erledigt. Denn der auch biblisch beschriebene Grund des christlichen Glaubens lässt sich nicht nur geschichtlich nachvollziehen, sondern auch in Gegenwart. Wir erklärten nicht nur das Werden in Vernunftlehren: Logos. Wir wissen so auch, wie alles auf herrliche kreative Weise öko-logisch zusammenhängt. Auch wie unsere Zukunft davon abhängt, nicht nur zu Wissen was weise wäre und Weisheit zu predigen, sondern ob es in verschiedenen Kultur gelingt, die schöpferische Wirklichkeit zur tiefgreifenden Bestimmung zu machen, was auch die von Harald Lesch mit seinen Studenten bedachte Öko-Diktatur nicht erreichen kann, ist vielen Köpfen klar.

Ob die Biochemiker Versuche bei kleinsten Teilchen anstellen oder die Astrophysiker die Galaxien des Universums in unvorstellbarer Vielzahl und Weite berechnen, die Evolutionsbiologen begeistert den „einen“, allumfassenden logischen Lebensfluss und inzwischen den Sinn sämtlicher natürlicher Prozesse, selbst menschlicher Gefühlsregungen oder Kultformen, Religionen beschreiben. Dann liegt das zugrunde, was die Antike seit Heraklit Logos nannte und darin den „einen“ Sinn sah oder im Sinne eines transzendenten ewig Seienden, alle Welt überdauernden definierte.

Aber auch wenn über neue Staatsmodelle nachgedacht, nun nicht auf Konzilen, sondern Weltkonferenzen in New York über Friedens- und Klimapolitik diskutiert wird oder in der Charta der UN eine sinnvolle gemeinsinnige Lebensweise der Staatengemeinschaft beschrieben, damit heute ein gemeinsamer, uns überdauernder Sinn als selbstverständlich vorausgesetzt wird. Dann hat der gleiche Logos seine nun auch dem Volk verständliche Weltgültig erreicht, wie wenn die protestierenden Schulkinder weltweit von den Erwachsenen Weisheit fordern. Mit dem riesen-großen Unterschied: Die naturwissenschaftliche Vernunft-/Sinnlehre der Antike wurde in theologischer Religionswissenschaft im Orient zum Wort des arabischen Propheten und im römisch-griechischen Westen als Gottessohn am Kreuz zu der Kulturbestimmung, die bisher die griechischen Gottheiten, wie das jüdische Wort/Gesetz hatte. Wie damit das heute wissenschaftlich weiterzuführende Heil „Jesus“ gegeben war, muss nicht ständig deutlich gemacht werden.

Wenn aber heute in Bezug auf einen jungen Guru vom Logos als Gotteswort, gar von Gott selbst oder antiker Spekulation einer alles durchwaltenden Vernunft-Gottheit gesprochen wird, führt das nur zur Verwirrung und verbaut den Blick für das Wesentliche. Aber die Logik und damit auch die kulturelle Bedeutung der Naturlehre (Logos) in der Antike lässt sich erklären. Das Weltganze, wie alles Werden wurde nicht allein in Griechenland nicht mehr im Mythos, in alten Gottheiten, sondern nach kausaler Gesetzmäßigkeit erklärt. Wofür Heraklit in Ephesus, damit der Ur-Ur…großvater der als Logos-Evangelist Johannes bekannten Lieblingsjünger, erstmals den Begriff „Logos“ gebrauchte. Denn heute ist klar, dass eine griechische Philosophenschule aus Ephesus (es könnte auch ein sonstiger Ort in Kleinasien, Syrien, Alexandrien oder Rom sein) hinter dem Evangelium steht. Das die Geschichte des Logos (damit die naturwissenschaftliche Weisheit/Weltvernunft) in ihrer kulturgerechten menschlichen Ausprägung (kulturgerechten Rolle, Aufgabe: Person) vorstellte. Nicht umgekehrt. Was die Voraussetzung für das universale Heil „Jesus Christus“ in der Weltgeschichte war.

h)     In Naturlehre (Logos) begründete Weisheit kann aufgeklärte Bestimmung werden

Maßgebend die griechische Philosophenschule, ebenso wie die ihnen folgenden Jünger der Weisheit (Religionswissenschaftler, Reformbewegungen) aus dem hellenistischen Judentum, haben den Logos, damit die Weisheit, Weltvernunft erst zur volksgerechten Kulturbestimmung gemacht. Und zwar im aufgeklärten Verstand und damit im Sinne der so erfüllten kulturellen Vor-bilder wie Zeus oder JHWH, damit gültig für Griechen, wie Juden.

Was in einem in Buchstaben-Glaube und Wissen auseinandergebrochenen Weltverständnis so vergeistert wirkt und meist zur gegenseitigen Missverständnissen, heute jedoch auflösbaren Gegensätzen führt. Was naturwissenschaftliche Atheisten, oft aus der Evolutionswissenschaft, damit moderne Logos-Jünger, die hierin wieder die „einzige“ heilige Herrlichkeit, Wesentlichkeit (Gottheit) sehen meist hindert, sich auf den antiken Logos-Begriff zu berufen und die Bibel mehr als zu verwerfen. Das lässt sich aufgrund der heutigen christlichen Lehre, die von einem jungen Mann als Logos-Gott redet oder das abgeschriebene biblische Gotteswort mit Logos übersetzt, ohne dies mit den natürlichen Werden, Weltganzen in Verbindung zu bringen, gut verstehen. Doch wer im Logos einfach die fortschreitende antike Naturlehre sieht und die Philosophie- wie christliche Geschichte unvoreingenommen betrachtet. Dem wird klar, warum der Begriff so viele Bedeutungen, dann auch in der Christologie hatte und er historisch in der bekannten Gestalt das Heilswesen „Jesus“ war. Wie es in Kanon oder Koran um das schöpferische Wort, die Verschriftung des Logos, damit eine heute zeitgemäß zu verstehende gemeinsame Weisheit ging, die ohne tiefgreifende Kulturbestimmung weit vergeblich gepredigt wird.

Aus was sonst, als der Himmelsberechnung, Naturbeobachtung, dann Naturwissenschaft leitete sich die der Antike heilige „Weisheit“ oder „Weltvernunft“ ab, die heute nicht allein bei Johannes und Paulus gelehrt wird und für die eine Kirche, ein allumfassender Volkskult gebaut wurde? So darf es nicht wundern, wenn über die jüdisch-christliche Weisheit oder beim Gotteswort von Logos gesprochen wird, aufgeklärte hellenische Juden den Logos als Heil „Jesus“ definierten. Auch wenn dies bei heutiger Lehr-Hypothese zur totalen Verwirrung führen muss. Wenn das heute, wo die Naturwissenschaft Gott scheinbar ersetzt hat, aus Abgrenzung zu fatalem Fundamentalismus dann völlig frei von Naturlehre oder gar der griechischen Philosophie eine für das Verhalten nicht relevante letzte Hoffnung als Gottheit gelehrt, das Gotteswort nur in vielfach abgeschriebenen Buchstaben gelesen wird, zur totalen Verwirrung führen muss.

Was sonst aber war Lieferant für die antike Sinn-, damit Gotteslehre, wurde daher von aufgeklärten Juden als wahrer nun weltgültiger Mittler schöpferischer Bestimmung (Wort) bezeichnet als das, was wir heute in Naturwissenschaft beschreiben?

Was sonst als eine in natürlicher Schöpfung (im Öko-Logos) begründete „eine“ Sinnhaftigkeit/Weisheit war es, die den Hebräern bereits als Wort/Gesetz nach der Moses-Thora galt, bisher „allein“ bei Beschnittenen die Kultfunktion des Königs hatte und für die dann eine allumfassende Kirche, ein neuer einheitlicher Volkskult gebaut werden sollte?

Hier wird nicht nur deutlich gemacht, wie die Synthese des griechischen, wie jüdischen Welt- als Schöpfungsverständnisses, damit auch von Gestern und Gegenwart, wofür griechische Denker den jüdisch-hellenistischen Religionswissenschaftlern (im Logos/Naturwissenschaft) die Vorlage lieferten, das Heil „Jesus“ war. Vielmehr wird so deutlich, wie dieses Heil, das in anderen Kulturen nur andere Namen hatte, heute auf mündig-aufgeklärte Weise mehr als heilsam sein könnte.

i)       Logos=Christus lebt, der Weg ist frei

Für den zur Banalität geworden jungen Mann als den historischen Jesus gibt es heute kein einziges, weder exegetisches, noch weniger geschichtswissenschaftliches Argument mehr. Der Weg ist frei, die wissenschaftlichen Voraussetzungen zu schaffen, damit die meist in Ökologie begründete, für unsere gemeinsame Zukunft notwendige Weisheit nicht nur vergeblich gegenseitig gepredigt, sondern im Namen des schöpferischen Wortes der Propheten von Bibel, wie Koran, des Heils im wahren einen Sohnes „Jesus“, des Tao, Dharma oder gar der Weisheit der alten Indianer gefeiert und gelebt wird.

Der heilspredigende Handwerksbursche hat seine Arbeit getan, ist aufgeklärt zu versehen und so das Heil weiterzuführen „Gott sei Dank“

Von wegen, da war ein besonders bibelschlauer Handwerksbursche, der sich neben der Arbeit in der Werkstatt seines Vaters als Heilsprediger betätigte, nach seinem Tod als wahrer Tempel, Logos, lebendiges Wort, Weisheit, Christus erhöht (ausgegeben) wurde. Und der so als neuer Gott gegolten oder die Väter-Gottheiten offenbar gemacht hätte. Der gleichzeitig als Weltbestimmung Maßgabe für eine gemeinsinnige, schöpfungsgerechte Lebensweise in Gleichheit von Juden wie Griechen gewesen wäre. Wie es bei einem buchstäblichen Verständnis der synoptischen Texte, die längst als bewusst komponierte Heilsgeschichten des Christus, Auferstandenen auf dem Weg vom Heidenland zum ewigen Jerusalem gelesen werden, trotzdem blindwütig als einzig wissenschaftlich vorausgesetzt wird.

Das messianisch erhoffte jüdische Heil „Jesus“ im dann weltgültigen, allumfassenden Sinne, ist ohne das, was wir als Geburt der Vernunft, Geschichte der Philosophie und damit Wissenschaft in Griechenland bei vielzähligen Denkern, dann des hellenistischen Judentums wissen, nicht zu machen. Was nicht allein die bekannten Evangelien an Heilswirkung Jesus Christus beschreiben, den Kulturwandel der Zeitenwende ausmacht, aber in einem verherrlichten Guru weder zu begründen, noch ernst zu nehmen ist. Das wird hier von griechischer Naturphilosophie (Sinn-/Vernunftlehre: Logos,  weiterentwickelt: Ökologie/Evolution, so bedachter Weisheit) ausgehend in seiner historischen Realität begründet.

Und wenn nicht allein die christlichen Verhaltenslehren denen der Stoa entsprechen, damit den gleichen Ursprung in Naturlehre haben. Wenn nach heutiger theologischer Lehre in diesem Öko-Logos (Lehre vom sinnvoll- zusammenhängenden Ganzen nach kausalen Gesetzen/Prinzipien) als maßgebenden Mittler die monotheistischen Formeln des Evangeliums und Urchristentums, der „Eine und Einzige“ begründet sind. Wenn begonnen bei den Vorsokratikern über Platon oder Pythagoras bis zum philosophisch-hellenistischen Judentum auf die Einzigartigkeit des „einen“ Sinnes des gesamten Kosmos, allen Seins als Judentum und Griechen verbindende christliche Gottheit verweisen wird: Eine ewig seiende Wesentlichkeit, die  den Juden vormals „alleinig“ galt. Dann wird hier das Heil beschrieben, das bei Juden den Namen Josua, lat. Jesus, aber nichts mit einem jungen Mann als göttliche Größe zu tun hatte.

j)       Jesus ist aufgeklärt zu verstehen, das Heil nicht nur christlich weiterzuführen

Dieses von griechischen Denkern ausgehende jüdische Heil war das Gegenteil von Glaube an einen Gott des Buches oder Bauches aufgrund übernatürlicher Phänomene, Unerklärlichkeiten, wie es heute nicht ohne Grund dem christlichen Glauben unterstellt, dieser als Gestrig oder Gefahr gesehen wird. Wenn die Theologen ernst nehmen, was sie selbst erklären. Dann ist nicht nur das, was wir naturalistisch als Weisheit in Ökologie oder Atheisten als Humanität aus kultureller Evolution ableiten, inzwischen auch der Papst oder sozial-ökologische protestantische Pfarrer predigen, genau das, was Christus ausmacht. Dann ist nur ein vorgesetztes Gottesbild, ein im Himmel thronendes Monsterwesen, das sich alles zielführend ausgedacht hat und dann herstellt, wie es eh nur noch Buchstaben-Kreationisten hochhalten, ersatzweise ein spirituell-religiöses Bauchgefühl oder ein Buchgott als geheimnisvoller Aufpasser wissenschaftlich gestorben. Der echt herrliche einzige und ewige Urgrund und Sinn allen Seins, den die Hebräer, wie dann Griechen in Naturbeobachtung/-berechnung erkannten und auch hellenistisch-aufgeklärten Diaspora-Juden, wie „Gottesfürchtige“ genannte Griechen oder Kirchenvätern im Sinne JHWH und Zeus statt Isis, Mithras oder Serapis „höchste Wesentlichkeit“ war. Der erweist sich dann allein in dem, was bisher meist in den Gegensatz zum Glauben gestellt wird, so zu dem scheinbaren wissenschaftlichen „Gottestod“ führte.

Wo heute in „Christologie“ der große Medienbruch in einem jungen Mann erklärt wird, so nur noch völlig frei von Naturwissenschaft oder Jesus eine für das Verhalten nicht relevante letzte Hoffnung als Gott-Glaubensrelevanz gelehrt wird. Da wäre es Aufgabe der Theologie, die wissenschaftlichen Voraussetzungen zu schaffen, damit aufgeklärte Menschen die Weisheit, die in einer Zeit, bei der wir die Zukunft von Generationen zerstören, mehr als wesentlich wäre, im Sinne der Väter-Gottheiten verstehen. Womit die in Ökologie begründete Weisheit, humanitäre Lebensweise, die wir gegenseitig predigen, zur tiefgreifenden Kulturbestimmung wird und zu einer schöpfungsgerechten Lebensweise mündiger Weltbürger im Gemeinsinn führt.

Denn auch warum es nicht reicht, nur die ökologische Weisheit auch in der Kirche zu predigen, eine neuen Form von freier sozialer Marktwirtschaft, gemeinsinniger Lebensweise als Werkgerechtigkeit zu verlangen. Warum der Vorwurf an den Einzelnen, als Vielflieger oder in sonstiger Lebensweise nicht der Vernunft zu entsprechen, nur eine pharisäerhafte Werkgerechtigkeit ist. Warum es in menschlicher Kultur notwendig ist, statt menschliche Götzenbilder und ersatzweise Konsumwachstum wie Kapital zu verherrlichen, den inzwischen erkannten Sinn gemeinsam von ganzem Herzen zu lieben, wie er dem Ruf nach ökologischen, humanistisch-gemeinsinnigen Verhalten zugrunde liegt. Warum der im Sinne der alten Kulturbilder in aufgeklärter Weise auf allen Kanälen der Kultur zu feiern, zu verehren ist, um das zu leben, was allseits als vernünftig erkannt wird. Auch das sagt uns heute „Gott sei Dank“ die Naturlehre (Logos) in Form von Neurologie, Psychologie, Kultur-, Kommunikations- oder Evolutionswissenschaft.

1.      Das Heil „Jesus“ war die in Naturlehre (Logos) begründete Einheit von Juden und Griechen

Der christlicher Religion zugrunde liegende weltgültige prophetische Bund, womit in Folge Moses das messianische Heil Josua, lat. Jesus historisch war, verdankt sich eindeutig griechischer Natur-/Sinnlehre: Logos. Wo im monistischen Weltverständnis (antiker Ökologie)  begründeten Weisheit, nach der wir heute alle vergeblich rufen, der wahre Welt-König, Sohn, Christus gesehen, im Sinne der bisher kulturbestimmenden Bilder/Götzen zur allumfassenden Kulturbestimmung wurde. Da hatte das nichts mit einer Heilsprediger-Verherrlichung zu tun. Was den Moses-Propheten der Hebräer als menschlich unbestimmbarer, unsagbarer Sinn/Grund allen Seins (JHWH), wie eine so im natürlichen Werden, wie Weltganzen begründete Bestimmung und damit als Gesetz galt (Wort/Thora), für sie der wahre König war, wurde in den bekannten, vielfältigen philosophischen Natur-/Sinn-/Vernunftlehren „Logos“ der Griechen, mehr noch dann von hellenistisch aufgeklärten Juden der Diaspora auf neue, weltgültige Beine gestellt. Der Kosmos war dort zum Tempel, damit Vergegenwärtigung/Offenbarung der Väter-Gottheiten geworden. Die in Vernunftmodellen der Griechen begründete Naturlehre/Logos galt aufgeklärten Juden als das prophetische Wort/Gesetz.

Das weltgültige Königtum des universalen einen schöpferischen Sinnes und davon ausgehendes Gesetzes war der erwartete Messias, das Heil in Nach-Folge Moses, Josua, gelobtes Land, wie es als Leben in Vernunft und Frieden erhofft wurde: „Jesus Christus“. Wie die in früher Ökologie begründete Weisheit im hellenistischen Judentum auch definiert wurde. Dessen in der Form von Kaiserevangelien beschriebene Geschichte auf dem Weg von Galiläa, dem Heidenland nach Jerusalem, seine Auseinandersetzung mit anderen jüdischen Heilserwartungen, bei denen die buchstabentreuen Schriftgelehrten und traditionstreuen Pharisäer weiter das Heil in der Weltgültigkeit der buchstäblichen Thora/Traditionslehre sahen, wie der Missverständnissen bei eigenen Jüngern (die über die frühe Kirche bis heute reichen) ist Christen gut bekannt.

2.      Wo Logos drauf stand, war Naturlehre, so begründete Weltvernunft/Weisheit drinnen

Wenn meinungsführende Heidelberger Theologen einen jungen Mann, der angeblich als Logos oder Weisheit  gesehen worden wäre, als den historischen Jesus lehren, diesen selbst griechischen Philosophenschulen, die als Johannes vom Logos/Weltvernunft in zeit-/kulturgerechter Ausdrucksweise (fleisch-menschgeworden) schreiben unterstellen. Dann bei Paulus (dem gewandelten Pharisäer) ständig vom philosophischen Judentum oder Platon reden und weiter unterstellen, hier wäre es um die Lehre eines im Geist  seiner Anhänger wiedererwachten Gurus gegangen. Dann jedoch Bücher herausgeben über „Der eine und einzige Gott“ (besser wäre Zeus, Jupiter, Isis, Mithras, Serapis, Apollo oder wie die Juden auf Namen zu verzichten), monotheistische Formeln im Urchristentum und ihre Vorgeschichte bei den Griechen und Juden. Dann ist man versucht „Wahnsinn“ zu schreien. Wie können Theologen nun auch in Kultformeln nachweisen, was sich in Geschichtsbetrachtung zeigt: Wie der Sinn/Grund allen Seins, der Juden als höchste Wesentlichkeit, statt menschlichen Gottheiten und Königen bestimmend war, zur Grundlage aller philosophischen Systeme, Lehren und dann in „Einheit“ gesehen wurde. Dann aber weiter behaupten, da wäre nur ein junger Guru gewesen, dem das alles konstruktivistisch angedichtet wurde?

Doch in Wirklichkeit zeigen Sie nur, wie wichtig die damals von neuplatonischen Theologen (nicht allein Celsus) verurteile einfache menschliche Ausdrucksweise der Weisheit im Sinne bisheriger Kulturbestimmungen war. Warum nicht die philosophisch für den gemeinsamen Sinn stehende stoische Kunstfigur eines neben verschiedenen Göttern auch für Zeus stehende Serapis die Lösung war, sondern die Weisheit in einem jüdischen Wanderprediger in Funktion eines Zeus-Pantokrators auf dem Weg nach Jerusalem im Volk zu vermittelt war, um zum Heil zu werden. Denn wenn selbst für aufgeklärte Theologen, die lehren wie philosophische Erkenntnisse in Geschichten und Personen beschrieben wurden und erklären, wie eine so konstruierte Wirklichkeit wirkt, aber an menschlichen Personen hängen. Wie viel mehr war im Volksglauben vor 2000 Jahren das bewusst gewählte Schäma einer sich mit der Zeit entwickelnden Weisheit im jüdischen Sinne notwendig, war nur so der dann zur Aufklärung führende Kulturwandel christlicher Bestimmung möglich?

In den naturphilosophischen Lehrgebäuden der griechischen Geschichte wurde in frühen Modellen kausaler Welterklärung eine im Zeitalter des Anthropozän und einer zur Stadt gewordenen Welt für unsere Zukunft mehr als notwendige Weisheit bedacht, die als Christus kulturbestimmende Geschichte machte. Denn diese nun in Naturlehre/Schöpfung (Öko-Logos) begründete Weisheit, die auch in den Kulturmodellen Indiens und Chinas unter anderen Namen maßgebend für das menschliche Leben war, Kultstatus hatte, galt bereits im Mythos der Hochkulturen der Ägypter oder Perser und der dort erwachsenen Hebräer. Wo sie im bildlosen Kult nach dem Exodus statt menschlicher Herrscher und sonstiger mysteriöser Gottheiten bereits der wahre König war. Nach der Zeitenwende wurde die in früher Ökologie begründete Weisheit dann im Sinne eines so weltgültigen Juden-Christentums zur Ablösung von menschlich-mysteriösen Gottheiten in menschlich-göttergerechter Gestalt zur Welt gebracht. Sie wurde so im Westen im Kanon als Sohn der Maria, der sich auf dem Weg vom Heidenland nach Jerusalem mit den Schriftgelehrten und Pharisäern auseinandersetzte, wie im Koran als dem Propheten gegebenes Wort zur Kulturbestimmung.

3.      Stoa wurde christlich zur Kulturbestimmung im jüdischen Sinn

„Alles ist wie durch ein heiliges Band miteinander verflochten. Nahezu nichts ist sich fremd. Alles Geschaffene ist einander beigeordnet und zielt auf die Harmonie derselben Welt. Aus allem zusammengesetzt ist eine Welt vorhanden, alles durchdringend, ein Körperstoff, ein Gesetz, eine Vernunft (Logos), allen vernünftigen Wesen gemein, und eine Wahrheit, so wie es auch eine Vollkommenheit für all diese verwandten, derselben Vernunft teilhaftigen Wesen gibt“

Marc Aurel, aus dessen Selbstbelehrung diese in Wiki aufgeführte frühe Beschreibung ökologischer Weisheit stammt, musste die Jünger der im Lebensfluss des Weltganzen begründeten Weisheit, die nicht weiter den bisher staatstragenden Gottheiten opferten und daher erstmals „Christen“ genannt wurden, noch als Atheisten wegen Staatsgefährdung verfolgen lassen. Auch wenn er eine naturphilosophisch bedachte höchste Wesentlichkeit ohne grundlegenden Kult-Mythos als Serapis verehrte, in der neben zahlreichen für die Vegetation, auch für Vernunft und Weisheit stehende Gottheiten wie Osiris, Isis, Apollo, selbst der Göttervater Zeus aufgegangen war. Was dann heute als eine der Kultformen griechischen Monotheismus ausgewertet wird, die der „Einzigkeits“-Formeln der Schriften des hellenistischen Judentums und so auch dem Neuen Testament entsprechen würde. Wobei dies alles andere als die heute im Monotheismus angenommene Verabsolutierung eines eigenen, vorgesetzten Gottesbildes, sondern eher das Gegenteil war.

Warum die naturphilosophisch bedachte Weisheit eine menschliche Gestalt benötigte, die auch der  Kunstfigur des Serapis mit dem Kranz (bei Jesus: Dornenkrone) entsprach, in dem die in antiker Aufklärung gestorbenen ägyptisch-griechischen Gottheiten auferstanden waren, um in allumfassender Weise der jüdischen, wie griechischen Kultur gerecht zu werden, einen neuen Volkskult im jüdischen Sinne zu begründen, lässt sich verstehen. Doch es gibt kaum etwas Schwachsinnigeres, als es bei all diesem Wissen, wie selbst der auch den synoptischen Evangelien bestätigten „Einzigkeit“, die bereits in philosophisch begründeten Kunstfiguren wie Serapis oder weiterer christlicher Konkurrenzmodelle wie Isis und Mithras galt, es weiter als einzig wissenschaftlich zu bezeichnen, ein zum Christus erhöhter Junghandwerker wäre dann als Logos gesehen oder als Weisheit ausgeben worden. Ein besonders bibelschlauer Guru wäre und dann für Juden und Griechen zur gemeinsamen Weltbestimmung, gar als wahrer Mittler der von den Vätern verehrten Herrlichkeiten gesehen worden.

Die die im Öko-Logos begründete Weisheit, die für alle antiken Naturphilosophen einzige Wahrheit, statt Meinungen der Mehrheit und traditionelle Lehren einziger Maßstab des Lebens war, war eindeutig das christliche Wesen. Das dem somit weltgültigen jüdischen Bund/Verstand zugrunde lag, so mehr als in philosophischer Theorie in Geschichte(n) als Wort zur Kulturbestimmung wurde, damit die Heilshoffung in Josua erfüllte, lat. der historische Jesus war. Ohne das mit Thales von Milet beginnende, über Sokrates und Platon führende naturphilosophische Denken, das maßgeblich im Lehrgebäude der Stoa aufging, ist das Christentum, die Geschichte nicht denkbar und auch die heute viel gefragte „Ökologie des Menschen“ nicht machbar. Vielmehr ist der Philosoph auf dem Kaiserstuhl als antiker Obama (besser noch wäre der vorhergegangene Vizepräsident El Gore, der vor Jahren bereits in „Wege zum Gleichgewicht“ ökologische Weisheit einforderte und dabei am Schluss von Religion sprach) ähnlich wie Seneca ein Beispiel: Es reicht nicht, die Wahrheit, den Weg zu kennen, zu predigen oder gegenseitig zu verlangen. Die im Öko-Logos begründete Weisheit musste in der bekannten Gestalt zur Kulturbestimmung werden. Und ebenso zeigen allein die hochphilosophischen Ausführungen des Kaisers über eine naturgerechte Lebensweise, wie es zu Trugschlüssen führt, im antiken Pantheon, bei dem der Philosoph im Gegensatz zum Volk „Serapis“ verehrte (eine in antiker Aufklärung philosophisch begründete Synthese ägyptischer Fruchtbarkeitsverkörperungen wie Osiris mit den als Göttervätern für die kreative Ordnung des Ganzen stehenden römischen Zeus, Jupiter oder Hades-Pluto) nur die Mythenbilder und deren Mix zu betrachten. Ähnlich wie dies dann auch beim Christuskult, dem die Verherrlichung eines bibelschlauen Wanderpredigers als Öko-Logos oder Weisheit, damit Christus an Stelle von Serapis, Zeus & Co. unterstellt wird, zu Fehl-, besser höchst folgereichen Kurzschlüssen führt.

Ohne die vielfältigen Wurzeln des Christuskultes in den antiken Hochkulturen oder bei den Hebräern außer Acht lassen zu wollen, wäre es hilfreich den Mittelplatonismus und maßgeblich das monistische, damit in früher Ökologie begründete Weltbild der Stoa zu beleuchten. Wer sich allein das  Denken der Stoa, die in Naturlehre (Logos) begründete Ethik betrachtet, die dann auch die Grundlage christlicher Lehre bildete, weil sie den jüdischen Bund auf weltgültige Beine stellte. Wer dann aber weiter unterstellt, es wäre einig wissenschaftlich, dass es bei Jesus um einen thoraschlauen Handwerksburschen gegangen sei. Dessen Botschaft im großen Medienwandel maßgebend und der als Öko-Logos, Weisheit oder Wort ausgegeben, dann von der Bildung oder Neuplatonikern, die als kirchliche Vordenker gelten, als neuer maßgebender Gott geglaubt wurde. Der muss in Wissensverweigerung nicht nur völlig den Verstand verloren haben. Der verbaut die Chance, dass die heute allseits geforderte und gepredigte Weisheit wieder die Kulturbedeutung bekommt, wie sie durch Kirche oder Koran zur Welt gebracht wurde.

4.      Das Wesen antiker Philosophie: Die ökologische Weisheit „Jesus Christus“

Es genügt nicht, sich allein auf die Stoa zu berufen oder bei Wiki zu lesen, wie hier die Welt als ein kausal zusammenhängendes Ganzes betrachtet wurde, dem jeder Mensch als Weltbürger auf seinem  Platz gerecht werden, dazu die auch heute beklagte Gier und Kurzsicht beherrschen muss. Auch wenn so bereits klar wird, wie hier antike Weltbürger in einer Zeit, die weder die heutigen Probleme hatte, noch wusste, wie die die massenweise Regenwald verbrennenden brasilianischen Bauern unsere Zukunft bestimmen, ebenso wie umgekehrt wir (auch als Aktionäre weltweiter Player) ihre. Und wie ganz ohne Internet und weltweite Kommunikation eine weltgültige Theorie radikaler ökologischer, gemeinsinniger Lebensweise in einem kreativ zusammenhängenden Ganzen bedacht wurde. Die für alle gleichwertigen Menschen der Welt Gültigkeit haben sollte. Besser ist es, die Texte der sich auf die frühen Naturphilosophen, auf Parmenides, Heraklit oder Pythagoras berufenden, noch meist von Zeus & Co. redenden, jedoch nicht in vorgesetzten Gottesbildern, sondern im natürlich-kausalen Werden, kreativen Weltganzen begründenden Denker selbst zu lesen. Und dabei die Stoa nicht abzuspalten, sondern sie als ein aus antiker Philosophie erwachsenes Denk-Lebensmodell zu betrachten, das auch bei hellenistisch aufgeklärten Diasporajuden galt, wo die Weisheit König war: Eine Theorie die über vielfältige Bewegungen eines antiken New Age (kulturelles Laboratorium) als Trinität in christlicher Theologie aufging, in der bekannten Weise im einheitlichen Staatskult als Christus in volksgerechter Gestakt Kulturbestimmung wurde.

In einer nüchtern-unvoreingenommenen Betrachtung der Philosophie allein der Stoa wird dann nicht nur deutlich, wie die in früher Ökologie begründete Weisheit das Wesen war, das Juden als Wort und Weisheit, damit „Christus“ galt. In der Geschichtsentwicklung lässt sich auch der historische Heilsprozess „Jesus“ nachvollziehen, bei dem die von den Philosophen gepredigte Weisheit zum Kult und damit zur weltgültigen Kulturbestimmung im Sinne der Propheten wurde.

Der Mensch war mit Beginn der griechischen Philosophie, nicht erst für die Denker des Mittelplatonismus und dort der Stoa ein selbstverantwortlicher Teil des monistisch verstandenen öko-logischen Ganzen, wie des heute in Evolution beschriebenen kreativen Lebensflusses, dessen Gesetzen er folgen musste. Doch ein schöpfungsgerechtes menschliches Leben nach den Vorgaben der Natur bedurfte auch in der Antike eine kulturgerechte Begeisterung, war weder mit den nur Beschnittenen geltenden altersstarren Gesetz, noch mit den alten Gottheiten der Griechen zu machen. Wo wir heute von einer für alles irdische Leben maßgebenden Ökologie sprechen, eine höchste Wesentlichkeit erkennen, deren Gleichgewichte wir halten müssen, sprachen die antiken Philosophen vom Logos, damit einer Natur-/Sinn-/Vernunftlehre.

Während heute konstruktivistische Philosophen behaupten, die von griechischer Philosophie als für das menschliche Leben maßgebende Sein bezeichnete Wirklichkeit der Welt wäre nur ein Konstrukt des menschlichen Kopfes. Und Neutestamentler zur Bewahrung ihres kindlichen Bildes dann auch Christus konstruktivistisch in Visionen begründen wollen, die Sektenanhänger nach dem Tod ihres Gurus hatte. Da hat die antike Philosophie auf naturwissenschaftliche Weise die Wahrheit und Weisheit in kausaler Wirklichkeit des Seins der Welt, damit früher Evolution oder Ökologie bedacht. Was dann auf konstruktivistische, seelsorgerische (frühpsychologische) Weise in Folge Moses im Neuen Testament zur Sprache gebracht, zur Kulturbestimmung wurde, historisch Jesus war. Nicht umgekehrt.

5.      Wo Jesus Christus geboren wurde, ging alles mit rechten Dingen zu

Die Stoiker waren von der strengen Kausalität allen Geschehens überzeugt. Was immer in der Welt und unter Menschen vorkommt, beruhte bereits für Sie auf einer lückenlosen Kausalkette. Wo diese nicht nachweisbar ist, versagt unser Erkenntnisvermögen. Auch der Einzelne war durch das Schicksal dieser heute in Evolution, wie Ökologie beschriebene Kausalkette (Heimarmee) bestimmt, der er als schöpferische Vorsehung bedingungslos zu folgen hatte. Doch was heute als eine „Ökologie des Menschen“ gefordert wird, war als eine Bestimmung erkannt, die auch in der Antike ohne den kulturell-religiösen Wandel, die Abwendung von alten Mysterien, menschlichen Gottheiten, die dann im Christuskult aufgehen mussten, nicht zu machen. Doch der von Nitzsche im Tollen Menschen beklagte Gottestod wäre dort, wo der Öko-Logos auf das verwies, was als Zeus, Jupiter oder in sonstigen Namen verehrt wurde, bei Juden namenlos, menschlich nicht bestimmbar, sondern der eine Grund aller Bestimmung war, nicht gewesen. Im Gegenteil.

Die Natur-/Vernunft-/Sinnlehre (Logos), damit die monistisch in früher Ökologie begründete Lehre war für die gesamte griechische Philosophie nicht nur die Grundlage des Denkens, sondern maßgebend für das Leben in menschlicher Gemeinschaft.  „Logos“ und damit die Lehre natürlicher Sinnhaftigkeit, Logik haben die Denker nicht nur in früher Ökologie metaphysischer Weltmodelle wahrgenommen. Logos war für Stoiker sowohl die Bedeutung von Sprache als auch von Vernunft. „Logik“ umfasst dann einerseits die formalen Regeln des Denkens und korrekten Argumentierens als auch jene Teile der Sprache, in denen gedankliche Operationen zum Ausdruck gebracht werden.

Damit ist heute  offensichtlich:

·        Nicht erst die Stoa hat im Logos (im natürlich-sinnvollen Werden, Weltganzen) einen Grund/Sinn allen Seins bedacht. Wie er bereits den Hebräern als nicht menschlich bestimmbar, unaussprechlich (JHWH) galt, damit bisher nur von Beschnittenen als kulturbestimmend verehrt wurde.  

 

Wo allerdings bei kausaler Kette kreativer Entwicklung von Zeus & Co. gesprochen, dann der namenlose eine Grund/Sinn allen Seins, der war und sein wird (JHWH) als wesentlich gesehen wurde. Da zeigt sich besser wie in allen biblischen Texten, der Gottesnamen des Volkskultes  oder auch im Nachblättern bei Philo, wie den frühkirchlichen Philosophen, wer dann von diesen als wesenseins oder wesensgleich mit dem Öko-Logos (in Dreieinigkeit) bedacht wurde. Denn da ging es nicht um den heute unterstellten Handwerksburschen, wäre kein Aufpasser oder planende Handwerker im Himmel aufgrund wissenschaftlicher Welterklärung arbeitslos geworden. Wo die Evolutionswissenschaft nun alle Prozesse und Gefühlsregungen, gar den religiösen Kult im kreativen Sinn erklärt, den die Antike modellhaft-spekulativ voraussetzte. Da bestätigt sich vielmehr das, was den philosophischen Denkern an Anfang von Kirche wie Koran im Verwerfen traditioneller menschlicher Gottesbilder wesentlich und zu verehren war.

 

·        Für Ethik, Moral, rechte Staatsführung, Leben in Gemeinschaft und persönliches Glück (geistig, wie körperliche Gesundheit) galt weder die menschlicher Meinung, deren Mehrheit, noch traditionelle Vorgaben/Gesetzlichkeit, sondern allein die kreative Natur, der Öko-Logos. 

 

·        Was bisher den Juden dem traditionellen Moses-Gesetz nach galt, erstarrt und nicht nur im Sonntagsgebot oft zum Selbstzweck geworden war, wurde nun in ökologischer Weisheit als schöpfungsgerechtes Leben (einzige Wahrheit „ich aber sage Euch“) begründet.

 

·        Der Kosmos im allegorischen Verstand der Abraham-Tradition (David, Moses als frühe Philosophie Weisheit) zum wahren Tempel, das natürliche Werden im kreativen Ganzen zum kulturbestimmenden Wort geworden, an die Stelle mysteriöser Gottheiten getreten.

 

·        Damit war der prophetische Bund nicht allein im hellenistischen Judentum, sondern auch bei Persern wie Mani oder Griechen, die philosophisch eine höchste Wesentlichkeit im Sinne von Zeus, wie JHWH definierten, auf weltgültige Beine gestellt, musste sich aber mit dem traditionstreuen, schriftgelehrten Verständnis der Pharisäer auseinander setzen.

 

·        So waren es auch vielfältige philosophische Denker, die aus ihrer „Liebe zur Weisheit“ (Philosophie) aus Vernunft die alten Gottheiten, Orakelglaube, Opfer-, wie Kaiserkult in Frage stellten. Was im Judentum prophetisch (frühphilosophisch) vorgezeichnet war.

Die heutigen Herleitungen philosophischer Weisheit bei Paulus oder den Synoptikern, nach denen der unterstellte Handwerksbursche dann als besonders bibelschlauer Weisheitslehrer, Stoiker oder Kyniker durch die Hörsäle gejagt wird, sind zwar richtungsweisend, doch haben sich erledigt. Denn im Grunde ist das, was auch nach den Bedeutungsaussagen der biblischen Geschichten Jesus Christus ausmacht, im Öko-Logos und der so bedachten Weisheit zu begründen. Eine Weisheit, die dann noch mehr bei aufgeklärten hellenistischen Diasporajuden, gewandelten  Pharisäern, die im Kosmos jetzt den wahren Tempel sahen, das den Propheten gegebene Wort nun weltgültig in Naturlehre (Logos) verstanden, Christus war. Wie das in Folge Moses als Heil im Sinne Josua, lat. Jesus gesehen und so definiert wurde, ist zwar bereits gesagt, aber kann nicht oft genug vor Augen geführt werden.

6.      Die messianische Heilshoffnung wurde in hellenistischer Naturlehre erfüllt

Wer sich diese historischen Fakten, wie mehr noch das Weltverständnis und die so in früher Ökologie begründete Bestimmung und die Lebenslehren einzelner Philosophen betrachtet und dann bedenkt, welche Hoffnung darin gesetzt und konkret auch Heilswirkung davon ausging, die Weisheit im jüdischen Sinne zum Kult zur Volksbestimmung zu machen. Der hat den historischen Jesus Christus, wie die im Öko-Logos begründete Weisheit von hellenistischen Kulturliteraten und Philosophenschulen, die der Kirche als „Lieblingsjünger“ galt, in ihrer Auseinandersetzung mit den Schriftgelehrten und Pharisäern beschrieben wird, deutlich vor Augen. Denn bei allem Wissen um das antike Denken weiter davon auszugehen, dass dann die Botschaft eines bibelschlauen Handwerksburschen im „großen Medienbruch“ (so in Christologie-Vorlesung) maßgebend wurde, dieser von seinen Groupies in Trauervisionen als neuer Gott oder Christus gesehen (Peter Lampe „Die Wirklichkeit als Bild“) und dann für die Bildung apologetisch zu dem gemacht wurde, was dem philosophischen Denken als Logos, Weisheit galt (wie nicht allein Christoph Markschies in allen hervorragenden Geschichtswerken dann seinen jungen Mann begründen muss), das ist völlig unerklärlich.

Wer heute wegen seinem jungen Mann erklären muss, wie alle nach philosophischer Erkenntnis aussehenden Bewegungen, Christentümer, die von früher Kirche bewusst abgelehnt wurden, meist weil sie nicht volkstauglich waren oder mangels allegorischen Verstand an das neue Judentum nicht anschließen konnten, eine apologetische Ausgestaltung christlicher Lehre für Bildungsbürger waren. Der müsste in Wirklichkeit nicht nur Origenes, wie alle Kirchlichen Vordenker, selbst die Evangelisten in den gleichen Topf stecken. Wo der junge Mann dann herkommen soll, ist schleierhaft. Wie aber umgekehrt die von den Philosophen vergeblich gepredigte Weisheit in der bekannten Weise zur Welt gebracht werden musste, ist mit Blick auf das Wissen um religionsgeschichtliche Kulturentwicklung klar.

In diesem Sinne brauchen wir nicht nur bei den Schriften nachzublättern, die uns durch die Kirche im Namen Philo von Alexandrien als Beginn und Begründung der Christologie überliefert sind, möglicherweise zum Teil erst in früher Kirche verfasst wurden. Das Wesen des Christentums zeigt sich im „im waren Grund“ im gesamten naturphilosophischen Denken als eine Weisheit, die heute nicht nur grüne Politiker oder nun auch  die Päpste und Pfarrer weit vergeblich einfordern.

7.      Die Achsenzeit als Anfang christlichen Glaubens, Offenbarung in Jesus

Dass bereits dort, wie die Moses-Propheten (frühe Philosophie) vom Kult für Gottesbilder und den Pharo befreiten. Wie damit auch bei den Hebräern, die ihre Gesetzte aus dem ableiteten, was wir heute nur naturwissenschaftlich bezeichnen, so Weisheit und Vernunft statt Pharo/Könige oder Gottesbilder maßgebend war. Das muss nicht erneut deutlich gemacht werden.

Doch die Gleichzeitigkeit, in der dann im Nahen Osten, wie in Indien und China in Griechenland und bei den Propheten neue durchdachte Kultsysteme mit ethisch-sozialer, wie frühökologischer Ausprägung entstanden, hat uns viel zu sagen. Ob Budda, Konfuzius, Laotse und Zarathustra, die gleichzeitig lebten, Zweibeiner waren oder sich dahinter eine neue philosophische, in Vernunft begründete Weltbetrachtung, Denkweise, so Weisheit verbirgt, ist Nebensache. Auch Jeremia, Deutero-Jesaja, Xenophanes, Parmenides waren Zeitgenossen eines Kulturwandels, der sich durch die Geburt der allein dem Homo Sapiens eigenen selbstbewussten Vernunft, den Wandel vom Mythos zum Logos auf ganz natürliche Weise nachvollziehen lässt. Da war keine kuriose Parallele oder gar geheimnisvolles Wunder, sondern das am Werk, was die alten als Logos, wir nur  naturwissenschaftlicher beschreiben.

Wo bereits die Ägypter in der fruchtbaren Nilschwemme Sinn sahen, die Hebräer in Himmelsberechnung den für ihre Kultur maßgebenden Kalender im Sinne allen Seins JHWH festlegten. Wo selbst in Mittelamerika der Königs-Kult der Mayas, die im Regenwalt die Fruchtbarkeit in Maisgottheiten verehren, selbst in Meerestiefe Menschen opferten, aber so eine in Kreativität begründete Hochkultur entstanden war, zusammenbrach. Da war es folgerichtig, wie dann auch in anderen Teilen der Welt im Wandel vom Mythos zum Logos in früher Ökologie begründete Kultursysteme mit ethisch-moralischer Ausprägung entstanden.

Wie hier der Ursprung, in dem wir leben, auf wissenschaftliche Weise definiert wurde, so daher auch kein Gegensatz von Theologie und Wissenschaft war, ist erst in den letzten Jahrzehnten immer deutlicher zutage getreten. Wird aber dort, wo die Offenbarung in einer Handwerksburschen-Herrlichkeit angenommen werden muss, kaum weiter beachtet.

Dabei zeigt sich allein hier:

-Wo im Wandel vom Mythos zum Logos in vielen Teilen der Welt der alte Kult (im Osten weniger als im Westen kritisiert) transformiert, reformiert wurde. Da kann es auch dort, wo später dann weisheitlich eine Synthese von neuem, aus der Achse erwachsenem hellenistischen Judentum und griechischer Philosophie war, nicht um einen bibelschlauen Handwerksburschen gegangen sein, der als Logos (damit als frühe Natur-/Sinnlehre) gesehen oder ausgegeben wurde.

-Wo frühhumanistische Systeme entstanden, die nicht nur im Gesetz der Juden auch ökologische Aspekte, wie den nachhaltigen Ackerbau berücksichtigten. Da gründeten sich die weltweiten Denker nicht in alten Glaubensmythen, traditionellen Gesetzen, sondern begründeten in deren Sinn in früher wissenschaftlicher Naturlehre und Erkenntnis, die noch sehr verschieden in Modellen ausformuliert war.

-Wo in früher Philosophie/Wissenschaft die Religionen in denkendem Bewusstsein (nicht Glaube) begannen, deren Sinn für das menschliche Zusammenleben, die schöpfungsgerechte Lebensweise bedacht und hierzu verschiedene Systeme entwickelt wurden, die über die mysteriöse Verehrung von Vegetations- und sonstigen kreativen Herrlichkeit hinausging. Da haben die Religionen nicht ausgedient, sondern zeigt sich die Aufgabe, diese in Aufklärung, wie heute gegebenem Wissen um die gemeinsame Sinnhaftigkeit weiterzudenken. Denn wo nicht einfach die Vegetation vergöttert, sondern Denksysteme entworfen wurden, da bewahrheitet sich die Weisheit des ewig zeltenden Moses, gilt es die schöpferische Bestimmung in immer neuer Weise zu bedenken.

-Wo es nicht wundert, dass einheitliche Lehren entstanden, weil in China die gleiche Sonne aufging, wie sie den Ägyptern bestimmend war. Die den Hebräern maßgebende Sterne leuchten oder die gleichen Naturprinzipien auch als Tao maßgebend für die gemeinsame Zukunft erkannt wurden. Da sind auch heute die zur Gesetzlichkeit erstarrten, zur Buchreligion gewordenen, als überholte Mythen betrachteten Kulturmodelle auf zeitgemäße Beine zu stellen.

-Wo in Parallele aus „einer“ allumfassenden Herrlichkeit/Wesentlichkeit allgemeingültige Gesetzte abgeleitet und im Kult entsprechend der jeweiligen Wurzeln verschiedenartig zur Kulturbestimmung gebracht wurden. Da ist dies wegweisen für unsere Zukunft, die die allumfassende Wesentlichkeit wissenschaftlich definiert, mehr als wegweisend.

-Wo bei Karl Jaspers (Hauptentdecker der Achse), wie bei vielen anderen Kulturwissenschaftlern, bis zu Jan Assmann (der in „Achsenzeit“ deren Wundersamkeit bestreitet, aber das Geschehen nicht leugnen will), der Gegensatz von wissenschaftlich-philosophischer „Wahrheit“ zum „Krippenkind von Bethlehem“  war. Da ist es Aufgabe der Geschichts-, Kulturwissenschaftler und insbesondere der Neutestamentler, diesen Gegensatz aufzulösen, deutlich zu machen, dass die frühe Naturwissenschaftliche Wahrheit  im Stamme Davids im Krippenkind zur Kulturbestimmung wurde.

-Wo Konfuzius, Buddha, Zarthustra, Jesaja und Xenophanes (als Kultdichter), wie viele seiner weit philosophisch-wissenschaftlicheren griechischen Kollegen nicht kommunizierten, sondern in der Kreativität früher Wissenschaft eine gemeinsame Bestimmung zur Kulturbestimmung machten und Hoffnung auf weitere Vollendung hatten. Da ist auch heute die Geschichte nicht Ende, die Achse nicht gescheitert. Da geht das Eschaton, das Heil nicht in menschlicher, sondern schöpferischer Kommunikation (der dialektischen Kreativität des Ganzen, für Juden Gesetz/Wort) auf dem regulären Weg verschiedener geerbter kultureller Gedächtnisse (kanonisiert, nicht erstarrt) weiter.

Die Topi der Axialen, wie sie englische Aufklärer als neue Vernunftreligion beschrieben, haben ihre Gültigkeit behalten:

-Der Mensch ist sich des Seins im Ganzen, seiner selbst und seiner Grenzen heute mehr denn je bewusst. Er hat eine in gemeinsamer Kultur verehrende höchste Wesentlichkeit, Sinnhaftigkeit, Herrlichkeit erkannt, die er nicht selbst bestimmen kann.

-In bewusster Reflexion, im Wandel vom Mythos zum Logos neuzeitlicher Aufklärung sind die alten menschlichen Gottesvorstellungen auf neue Beine zu stellen und so in jeweiliger Kultur ein Fortschritt gegeben, der die Witwen und Waisen mit den Gottheiten der Väter wiederversöhnt. Was die wissenschaftlichen Voraussetzungen schafft, in Schöpfung (heute Ökologie) begründete Vernunft in kulturellem Friede zu leben.

8.      Der Lieblingsjünger Jesus Christus aus dem naturphilosophischen Kleinasien, Ephesus

Wo in Lykaonien eine kaum überschaubare Vielzahl von griechisch-römischen Natur-Gottheiten, mythologischen Figuren, göttliche Personifizierungen in der reichhaltigen Kultur Kleinasiens in vielen Festen verehrt wurden. Was dann im Wandel der Zeit auch einen Kulturwandel hervorrief, der als Ausbreitung des Christentums bekannt ist. Wo der Reichtum griechischer Kultur blühte, bereits Homers Gesänge entstanden und erklungen, der Artemistempel  stand, war die Heimat der der Lieblingsjünger.  Ephesus war Herkunft früher naturphilosophischer Denkern, wie dann Wirkungsstätte von Heraklit. Auch wenn der Vorsokratiker noch mit recht metaphysischen Modellen arbeitet, von einem Weltfeuer sprach. Im sinnvollen Lebensfluss, den er erstmals „Logos“, damit Lehre nannte, wahrscheinlich weil dieser erstmals kausal, logisch gelehrt wurde und kein himmlischer Mythos mehr war, sah er, wie ähnlich auch Denker, wie der als philosophische Beginn zählende Thales von Milet oder der erstmals vom Sein und damit einem Sinn des Ganzen ausgehende Parmenides, die Maßgabe für alles Leben. Ohne noch auf die biblischen Propheten Bezug zu nehmen, den bildlosen Kult weltgültig zu machen, wurde zeitgleich wie in Persien, wie die hebräischen Propheten im Exil Zarathustra weiterdachten, in Ephesus damit das den bildlosen Bund ausmachende, den Propheten maßgebende Wort verstanden. Und nur diesem, nicht menschlichen Worten, Meinungen von Mehrheiten und ihren Traditionsgesetzen, war auch für die griechischen Philosophen der Mensch mit Verstand verant-wort-lich. Und so ist es sicher kein Zufall, dass aus Ephesus die Philosophenschule stammt, die uns als Joannes bekannt ist, der Kirche zu Recht als Lieblingsjünger Jesus galt.

Und eigentlich müsste nun der gesamte geistesgeschichtliche Hintergrund betrachtet werden, wie er beispielsweise in „Die Philosophie der Stoa“ von Wolfgang Weinkauf geschildert wird. Wonach sich die Philosophie in den griechischen Polis, den Stadtstaaten entwickelte, wonach der Mensch als zoon politikon, als gemeinschaftliches Wesen einem gemeinsamen Sinn, den auch der Staat hatte, folgen musste. Denn auch wenn es Sokrates ablehnte vor der Hinrichtung zu fliehen und den Schierlingsbecher trank, weil er das staatliche Gesetz anerkannte. Die Naturphilosophen, die auf rationale Weise nach kosmischen Gesetzmäßigkeiten forschten, in Natur-/Sinnlehre (Öko-Logos) das einzig maßgebendes Weltgesetz sahen, wollten sich nicht mehr dem Wille der mythischen Masse, noch den alten mysteriös-menschlichen Gottheiten unterordnen.

Und da Sokrates verurteilt wurde, weil er neue Gottheiten einführen wollten, kennen wir so im Grunde auch den ersten griechisch-christlichen Märtyrer. Wo Leukipp und Demokrit, die spätere Stoiker wie Epikur beeinflussten, eine Atomlehre aufstellten, nach der ein Ganzen aus vielen kleinen Teilchen besteht, die wie im menschlichen Körper oder auch im Staat zusammenwirken müssen. Da ging es um das gleiche Urgesetzt, das bereits im Namen Abraham galt, dann bei hebräischen Philosophen bildlos den umfangreichen Lebensregeln Thora/Gesetz zugrunde lag und nun in Natur-/Sinnlehre (wir sagen Ökologie, Evolution) erklärt wurde.

Wo dann im Namen von Sokrates, Platon und Aristoteles erkenntnistheoretische und ethische Probleme reflektiert wurden, war auch das ähnlich bei den himmelsberechnenden Hebräern in kosmisch-kreativer Gesetzmäßigkeit vorgezeichnet. Denn weit mehr als die griechische Götterwelt, war bei Juden das von einem Sinn/Grund allen Seins ausgehende Wort, damit die nun in Natur-/Sinnlehre erklärte Logik/Vernunft (Logos), für das Leben im Alltag bestimmend. So waren in der bisher nur Beschnittenen geltenden Thora nicht nur hygienische Vorschriften über die Verrichtung der Notdurft festgelegt und  nachhaltigen Ackerbau, sondern auch das Zusammenleben in Gemeinschaft an Stelle von Kaisern und mysteriös-menschlichen Gottheiten kulturbestimmend.

Als Alexanders Idee einer Weltherrschaft zusammengebrochen, sich drei neue Königreiche etablierten, das der Ptolemäer in Ägypten, das Selkuidenreich im östlichen Mittelmeer sowie die makedonische Herrschaft der Antigonide und das politische Ordnungsgefüge der Polis zusammengebrochen war, entstanden die philosophischen Schulen. Denn „alles, worin der griechische Mensch der klassischen Zeit erstmals Halt gehabt und worin er sittlich sein Dasein verankert hatte, war oder schien plötzlich verloren.“ Aus dieser Krise entwickelte sich, so Weinkauf, die Schulen der Skepsis, wie der Stoa. Diese Philosophie der Krise hatte bei aller Unterschiedlichkeit ihrer Inhalte doch ein gemeinsames Ziel: Sie versuchte als praktische Philosophie neue Orientierungshilfen zu geben und vor allem die Frage zu beantworten, wie man zu einem sinnerfüllten, glücklichen Leben gelangen könnte. Und so komplex diese sich auf Sokrates und Platon berufende Philosophie des Hellenismus auch klingen mag. Das schöpferische Welt-Eine, der Kosmos, was wir heute in Ökologie beschreiben, hier Weisheit ableiten, die bei Juden bereits der König, damit Christus war, war einzige Maßgabe für das menschliche Leben.

Wenn heute im geistigen Klima der Krise mit dem Skeptizismus, den Jüngern Epikurs und der Stoa drei philosophische Hauptrichtungen aufgezeigt werden, wären eine vierte zu ergänzen: Christen. Denn es greift zu kurz, bei den philosophischen Bewegungen nicht auch die Religionsreform, die Kritik an den Göttermysterien, menschlichen Gottheiten und ihrem Orakelglaube und Opferkult zu bedenken. Wer Theologie nicht als Schriftlehre betrachtet, die sich allein aufs  Buch, aber zu glaubende Buchstaben oder bei deren Wegfall dann göttliche Bauchgefühle beruft, muss nicht nur Platon, von dem das bestätigt wird, sondern die gesamte griechische Philosophie als Theologie sehen: Forschung nach dem Sinn/Grund allen Seins und die so maßgebende Lebensweise, wie es Juden als Wort galt. Und mehr noch als Griechen, die als christliche Atheisten gesehen wurden, weil sie sich den Opfern für Kaiser und sonstige menschliche Gottheiten oder Mysterien verweigerten, daher als „gottesfürchtig“ galten, müssen aufgeklärten hellenistische Juden der Diaspora begeistert gewesen sein. Hatte doch die philosophische Theologie genau das auf weltgültige Weise begründet, was auch bei Juden zur Krise geworden war, bei den Makkabäern zu kriegerischer Abwehr des römischen Kultes geführt hatte.

9.      In der Synthese von Hellenismus und Judentum lag das Heil

Wo die philosophischen Einsichten des Hellenismus immer mehr Aufmerksam auf sich zogen, die festgefügte alte Normenwelt ins Wanken kam. Wo aber die geprobte Demokatie die Macht wieder an den römischen Kaiser übergab, was dann nicht allein in Nero und spätere Militärkaiser im schnellen Wechsel mündete und aufgeklärte philosophische Juden in einer Josefsgeschichte die Demokratie einer Weisheit im Kopf der Menschen empfahlen, wie sie heute mehr als notwendig wäre. Wo das Judentum immer mehr in Bedrängnis kam, die griechischen Naturwissenschaft und so begründete Weisheitslehren auch bei vielen hellenistischen Juden die Rolle des Vätergesetzes der Thora eingenommen hatte. Wo die römisch-griechischen Gottheiten zwar bereits seit Beginn der philosophischen Naturwissenschaft in Frage standen, aber die Gottheiten die Rom groß gemacht hatten in Vernunft restauriert wurden, um so das Staatswesen sicherzustellen. Wo gleichzeitig der Kult für Kaiser- und Bilder weiterer menschlicher Gottheiten, von dem der Exodus befreit hatte, selbst im Jerusalemer Tempel wieder eingeführt werden sollte und daher Kriege geführt wurden. Da bestand das Heil der Juden in einer denkerischen Synthese zwischen dem hebräischen Welt- und Sinnverständnis und hellenistisch-naturwissenschaftlicher Sinnsuche und so gemeinsamer Weisheit, Weltvernunft, für die der Begriff Logos (Lehre in kausaler Logik/Vernunft) stand. Mit einem zum Logos erhöhten Handwerksburschen lässt sich die Lösung der jüdischen Probleme so wenig erklären, wie ein weltgültiges Christen-Judentum, das an die Stelle der Opfer für Kaiser- und weiterer menschliche Gottesbilder, Orakel- und Mysterienglaube des Volkskultes trat .

10.  Die Geburt der Vernunft (Wissenschaft, Weisheit) im Wandel vom Mythos zum Logos

Um die heute als monotheistische Buchreligionen bezeichneten Kulturformen in ihrem Grund, wie damit auch die christlich Reform des Judentums der Zeitenwende, wie aber auch die Entstehung des Isalm beleuchten zu können, reicht nicht der Blick ins Buch, das die Kultausprägung zeigt, sondern muss das jeweilige Weltverständnis betrachtet werden.

Auch wenn heute die Geschichte der Philosophie und damit Wissenschaft bei den Griechen beginnt. Wenn heute Maat als ein in Naturprinzipien begründetes Kulturmodell erklärt wird, das die gesamte ägyptische Hochkultur trug, für Gerechtigkeit und Ewigkeit stand. Dann war hier das vorgezeichnet, was die griechische Philosophie in Vernunft weiterführte. So hat Naturbeobachtung auch bereits zur ersten Verwerfung menschlicher Gottesbilder im alten Ägypten geführt. Wo dann nicht erst plötzlich von Echnaton, sondern nach einer denkerischen Entwicklung allein die Sonne als Quelle allen Lebens verehrt, die alten Gottesbilder allzu radikal ausgemeißelt wurden. Ein Fehler in kreativer Kulturentwicklung, wodurch der erste in der Sonne gesehenen gemeinsamen Grund und damit Sinn allen Seins, wieder völlig in der Versenkung verschwand, kaum Spuren hinterließ. Aber auch die sonstigen theologischen Modelle, bei denen die Moses-Propheten in der Schule waren, gründen in Himmelberechnung, Naturbeobachtungen, wie der fruchtbaren Nilschwemme. Ob die Griechen bei den Ägyptern gelernt haben, ihnen ihre Weisheitslehre verdanken oder in Kleinasien, dann Griechenland völlig unabhängig von Ägypten eine Entwicklung war, ist egal. Frühe Wissenschaft kann weder den Ägyptern, noch den himmelsberechnenden Hebräern, die Schöpfung in Schrift fassten, die im großen Ganzen erkannte Weisheit zu ihrem wahren König an Stelle des Pharaos machten, abgesprochen werden.

Und ebenso kann der mit Zarathustra umschriebenen, Göttermythen in Vernunft erklärenden Philosophie Persiens, die ethische Lebensregeln des „gut Denkens, gut Redens, gut Handelns“ hervorbrachte, die Weisheit nicht abgesprochen werden. Wo Esra und Nehemia nicht einfach im Exil, sondern als Hofschreiber für die Kulttexte verantwortlich waren und heute der Beginn des biblischen Kultes angenommen wird, hat frühe Weisheit die Feder geführt.

Wo dann der prophetische, damit frühphilosophische Kult auf weltgültige Beine gestellt wurde, kommt nur das Bildungsstreben, die Philosophie ( „Liebe zur Weisheit“) , damit was wir heute als Naturwissenschaft bezeichnen, als Magd (besser wäre Grundlage) der Theologie in Frage. Wie aber sollte von Weisheit gesprochen, Lebensmodelle bedacht worden sein, wenn nicht ein gemeinsamer Sinn und Grund des Ganzen vorausgesetzt worden wäre. Wo daher die „Liebe zur Weisheit“ war, da war dies nicht mehr weit zur Liebe des gemeinsamen Sinnes und Grund allen Seins, wie ihn die Juden an Stelle der Könige und vielzähliger mysteriöser Gottheiten verehrten. So ist auch die sogenannte Gottesliebe, die neben der Liebe des Nächsten wie des Selbst zu den Hauptpfeilern des christlichen Glaubens gehört und der wahrscheinlich in Straßennachbarschaft zu Seneca schreibende Markus Jesus mit den Schriftgelehrten im Rahmen der Gültigkeit des jüdischen Gesetzes darlegen lässt, nicht auf dem Mist eines besonders bibelschlauen Handwerksburschen,  sondern im historischen Heil „Jesus“ gewachsen.

11.  Die in Vernunft gelehrte Natur (Logos) kein so gesehener junger Mann war neuer Mittler

Denn wo die Natur nicht sozialdarwinistisch nachgeäfft, sondern die Prinzipien der Natur, wie sie heute die Evolutions- oder Ökologielehre (moderner Logos) als Mittler eines Sinnes/Grundes allen Seins gesehen wurden. Wo die Stoiker und Epikureer nach vernunftgemäßem und damit glücklichen Leben strebten, die Weisheitsliebe auch bei hellenistischen Juden im Mittelplatonismus zur Lebenskunst wurde. Da wurde die Naturlehre (Logos) als Mittler des einen schöpferisch Wesentlichen gesehen, ist die Philosophie zur Theologie geworden, hat die Weisheit, die wir heute dringend als gemeinsame Kulturbestimmung bräuchten, religiöse Spekulationen, vorgefertigten Dogmenglaube verdrängt.

Wenn nach der Renaissance und dann der neuzeitlichen Aufklärung die Philosophie und damit Wissenschaft das kirchliche Joch ablegte, das natürliche Licht heute als einzige Quelle gilt. Dann ist das die vernunftgemäße Weltbetrachtung die Quelle, die Arche, die von bei Abraham, Moses galt und in früher Gesamtschau dem Heil „Jesus“, der Weisheit als Christus, aller davon ausgehenden vielfältigen urchristlichen Erkenntnislehren zugrunde liegt. Die in der Reformation aufgrund des kirchlichen Missbrauches scholastischer Philosophie notwendige Verabsolutierung der antiken Schriften, was gleichzeitig der Wissenschaft in bitterem Streit die eigenständige Entwicklung ermöglichte, hat ihren Dienst getan. Mit klarem Blick und Bezug auf Bibel, wie Koran, wäre es Aufgabe heutiger Theologie, nicht nur die in Ökologie und Evolution (natürlichen Prinzipien) begründete Weisheit zu predigen, sondern sie im gemeinsamen Sinn, den die alten als höchst wesentlich verehrten, zur Kulturbestimmung werden zu lassen.

Neben der klassischen Philosophie der Griechen, auf die sich die Kirchenväter beriefen, haben wir heute Kenntnis über die vielfältigen Anfänge der Vernunftbegründung allen Seins bei den Griechen, wie in vielen weiteren Teilen der Welt. Denn auch der traditionelle Weisheit vertretende Konfuzius, Laotse, der einen namenlosen Urgrund (Tao) setzt, aus dem der Vater des Alls und aller Kräfte hervorgeht,  daher zu halten ist. Was dann als vernünftige Ordnung der Dinge dem menschlichen Handeln den Weg vorzeichnet, zu dem der Weise durch Loslösen emporstreben soll. Die sind so wenig wie der indische „Brahman“ als alle Welten hervorbringend, tragenden All-Einen“ oder Atman als Selbst, menschliche Seele/Psyche, nicht ohne frühe Naturlehre zu machen.

So ist es zwar verständlich, dass sich nicht allein hellenistische Juden, sondern auch kirchliche Lehrer (nicht allein Basilius) bei den fernöstlichen Weisheitslehren umsahen oder diese aufnahmen. Wie dies mehr noch bei dem sich auf Jesus Christus berufende Manichäismus (antik aufgeklärte Weltreligion) zu beobachten ist. Doch das hellenistische Judentum, das die Christologie entwickelte und die ihm folgenden Vordenker der allumfassenden Kirche haben sich maßgeblich auf die griechische Philosophie berufen, diese weitergeführt, die dort begründete Weisheit zur Volksbestimmung gemacht. Auch wenn sie dann die die oft mysteriösen, sich auf die alten Gottesbilder berufenden Lehren, die als untauglich für den neuen römisch-katholischen (allumfassenden) Volkskult im jüdischen Sinne gesehen wurden, vernichteten. Sie haben sich nicht nur auf die Philosophen berufen und nicht deren Weisheit verbrannt, sondern sahen dies als einzigen Weg, sie zum neuen Volkskult zu machen, der zum antiken Sozialverhalten, gar freiheitlichem Kommunismus  führte.

Denn weder die Ägypter, Phönizier, Babyloniern, noch Griechen haben sich zu einer Philosophie erhoben, die frei von ihren religiösen, mythologischen Vorstellungen war, die Weisheit die Kultfunktion des Kaisers hatte. Wo die morgenländische Weisheit (kein Bangert, der dem Heiligen Geist untergeschoben wurde oder von einer versehentlich zur Jungfrau gewordenen „jungen Frau“ gezeugter Guru) von den alten Königen in der Krippe als wahrer neuer Christus erkannt wurde, wissen wir aus der Weihnachtsgeschichte.  

12.  Die jungfräuliche Geburt lässt sich realgeschichtlich verstehen

Die griechischen Denker haben den Sinn allen Seins jungfräulich bezeugt. Sie begründeten sich nicht im Mythos alter Gottheiten, Urwesen, sondern fragten nach dem logisch-kausalen Uranfang, aus dem alles geworden ist, der Arche, dem grundlegenden Prinz-ip (für aufgeklärte Juden dann der Sohn ihres Königs: Christus), das begrifflich bedacht wurde. Ob der Ahnherr der Philosophie Thales von Milet den ägyptischen Priestern ein Mittel zur Messung ihrer Pyramiden einen Distanzmeter konstruierte, in Erkenntnis früher Geometrie, Astronomie und Naturwissenschaft die Sonnenfinsternis voraussagte und die Weltentstehung nicht mehr mythologisch, sondern wissenschaftlich im Wasser als Arche (Ur-sache) erklärte. Ob Heraklit von einem Weltfeuer spricht, das allem Vergehen und Werden im natürlichen Wandel zugrunde liegt, damit das im kreativen Werden begründete Wort der Juden auch in Ephesus, der Heimat der „Lieblingsjünger Jesus“, statt der menschlichen Gottheiten als maßgebend für das menschliche Leben gesehen wurde. Ob Anaximenes die Luft als Urstoff, Arche, und alles zusammenhaltende Lebensprinzip annimmt. Ob Anaximander nicht ein einzelnes Element, sondern einen „unbestimmten“ ewigen, nicht zu bedenkenden, jedoch von ihm denkerisch vorausgesetzten Urgrund aller Dinge annahm und so erstmals eine rein natürliche, nach kausal-mechanischem Prinzip hergeleitete Welterklärung lieferte. Ob Pythagoras und seine Jünger/Schule, wo im Neupythagorismus dann daraus ein „Sohn Apollons“ ,aus dem religiösen Weisen ein allwissender Wundertäter wurde, die Arche in einem sinnlich nicht mehr wahrnehmbaren Stoff, sondern in einem Zahlenprinzip berechnet, wie es ähnlich der jüdischen Kabbala (Traditionslehre) auf mysteriöse Weise galt. All das verweist auf die Herkunft Jesus Christus, als die Wesentlichkeiten/Gottheit der Väter offenbarende Naturlehre, die so den „Einzigen“ Sinn offenbar machte, den die Juden in Schrift/Wort und ihren Tempeln bisher in versteinerter Gesetzlichkeit in Alleinstellung verehrten.

Wo die religiösen Bewegungen, die durch die griechische Welt geisterten, nach einer Wiedergeburt der bisher die römisch-griechische Kultur, wie vormals die Ägypter tragenden Volksreligion abzielte riefen und mit wissenschaftlicher Erkenntnis auf neue Beine gestellt, so auch eine ethisch-schöpfungsgerechte Lebensweise begründet werden sollte. Da entstand nicht nur eine neue Art Judentum, sondern wurde das auf neuen Beine gestellt und dann christlich zum Volkskult.

Aus dem Streben nach Wissen, wie es der hellenistischen Hochzivilisation, der die Vernunft und Erkenntnis heilig war bestätigt wird, ist „Christus“, wie das jüdische Heil der Kulturen „Jesus“ hervorgegangen. Ethisches, sozial-gemeinsinniges Denken und  eigene Gier im schöpfungsgerechten Leben unter das Maß eines allumfassenden Sinnes, damit einer im natürlichen Werden/Weltganzen begründeten Weisheit zu stellen, die Juden als wahre König galt, ist in allen philosophischen Systemen zu beobachten. Die Philosophie (Liebe zur Weisheit) war im Grund bereits die Liebe zu dem, was Juden als ihren König verehrten. Damit war in den philosophischen Systemen das Christen-Judentum vorgezeichnet, lag der Kulturwandel auf der Schwelle der Zeit. Denn auch wenn die Philosophen teilweise zu den Gesetzgebern ihrer Staaten geworden und ihre Forschung Gegenstand der Kritik an menschlichen Gottesvorstellungen/-bildern, damit auch dem Kaiserkult geworden war. Die religiöse Veränderung, wie sie der Wandel von mythischer Weltentstehungslehren zu den in einem gemeinsamen Urgrund und damit Sinn begründeten Vernunftmodellen hervorrief, wurde erst mit Konstantin eingeleitet. Weniger, weil hier die Verfolgung der Kaiseropferverweigernden Atheisten eingestellt und sich auch der Kaiser zum neuen, nun weltgültigen jüdischen Kult bekannte. Vielmehr weil er begann in zahlreichen Konzilen zusammen mit den aus allen Teilen des Reiches zusammengetrommelten Intellektuellen Kaiserberatern (Bischöfen) aus den verschiedenen konkurrierenden philosophischen Christologie-Bewegungen eine einheitliche Kirche der heiligen Weisheit (Hagia Sophia) nicht nur in Stein, sondern einen neuen einheitlichen Staatskult zu bauen.

Wenn heute klar ist, wie griechischen Philosophen einen Monotheismus entwickelten, der das, was die Juden als „Alleinstellung“ verehrten, in seiner „Einzigartigkeit“ bedachten. Dann wissen wir auch, warum Jesus Christus echt jungfräulich geboren, allein im einzigen Sinn allen Seins be/gezeugt wurde. Wo ein neues Judentum philosophisch bedacht wurde, sollte kein Buchgott bewiesen werden, hat nicht die Thora oder Tradition den Ton vorgegeben, sondern das, worin sich nicht allein der Pla-ton-ismus begründete: Das in kausalen Natur-Sinnlehren (Logos) begründete Weltganze/Werden.

13.  In Naturlehre wurde der eine wesentliche Sinn allen Seins verstanden

Auch wenn der philosophische Gott damit alles andere die oft unterstellte pantheistische Naturvergottung der Vorzeit war, die in einer Vielzahl von Gottheiten die Phänomene der Vegetation, wie kreative menschliche Tugende verehrte. Wenn in den philosophisch-theologischen Systemen bereits ein ewiger Sinn bedacht wurde, der zwar in der Natur auf, aber nicht untergeht und so eine Welt-Weisheit und dann in Sokrates eine schöpfungsgerechte Lebensweise ausdiskutiert, in Platon so idealistische Staats- und Rechtsmodelle beschrieben wurden. Dann wäre trotzdem keiner der Philosophen wäre auf die Idee gekommen, eine im Himmel thronende Gottheit beweisen oder begründen zu wollen, wie sie heute bei der Frage „glaubst du an Gott“ allgemein unterstellt wird. Was heute vom Neuen Atheismus als Monsterwesen abgestritten, als Spaghettimonster abgebildet und lächerlich gemacht wird, hat es im philosophischen Denken, das die Grundlage zur neuen Christen-Judentum legte, nicht gegeben. Im Gegenteil. Die Busse der von einem naturalistischen Weltbild getragen Brights mit der Werbeaufschrift „Es gibt – mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit – keinen Gott“, hätten eher die Vorsokratiker gefahren. Genau die, die heute von Theologen als Vorgeschichte der Urchristlichen Formel des „Einzigen“ beschrieben werden.

Was ein Hauptbegründer der katholischen Kirche wie Irenäus von Lyon als „einzigen Vater“ und „einzigen Sohn“ bezeichnete. Das war von der griechischen Naturlehre, damit dem Logos, der für den Kirchenmann das „einzige Maß“ aller Dinge, der „einzig“ auf die Gottheiten der Väter und die schöpferisch gerechte Lebensweise verweisende „Logos=Sohn=Christus“  war, vorgezeichnet. Auch wenn Irenäus die allumfassende, dem gerade dem wilden Westen gerechte volksverständliche Kultform gegenüber mysteriösen Philsophiemodellen, verworrenen oder die jüdische Tradition mangels allegorischem Verstand ablehnenden Lehren verteidigte, sich auf die Apostel als wahre Zeugen berief. Die Erkenntnis und Weisheit, die ihm heilig war, war kein Heiligenschein für einen Handwerksburschen, sondern begründete sich wie die der griechischen Naturphilosophen im Logos=Sohn=Christus. So wenig wie die oder auch nur einer der kirchlichen Vordenker, die die bekannte Ausdrucksweise des kulturgerecht ausgedrückten (fleischgewordenen Logos) verteidigten, hat er die griechische Philosophie verlassen, sondern sich auf deren Erkenntnis berufen. Der junge Mann, den die Studenten bei heutiger Hypothese ständig vor Augen haben müssen, der kommt weder in den monotheistischen Kultformeln vom „Einzigen“ oder der Lebensweise des Neuen Testamentes mit einer Silbe vor, noch in der gesamten Geschichte. Der war an keinem Ort, bei keinem der anfänglichen allesamt vom philosophischen Logos als Sohn ausgehenden Denker das Thema.

Das Thema der antiken Denker war vielmehr, das was auch heute Aufgabe der Religionen, wie der theologischen Wissenschaft wäre, die hierzu die Grundlage schaffen muss: Wie die in früher Ökologie begründete Weisheit und damit der gemeinsame Sinne, den wir heute gegenseitig predigen, im Sinn der aufgeklärt zu verstehenden alten religiösen Vorstellungen (Kulturbestimmungen) zur umfassenden, einzigen gemeinsamen tiefgreifenden Kulturbestimmung wird.

14.  Der „eine“ und „einzig“ Gott: der Sinn allen Seins als einzige Herrlichkeit

Wer seinen Heidelberger Professoren ständig entgegnet, wie völlig absurd es ist, dass ein junger Mann, den man als Logos-Christus ausgab, zur Grundlage für einen weltgültigen Monotheismus wurde, der sich in dieser Zeit in frühwissenschaftlichen Naturlehren (Logos) begründete und in den Kultformen Zeus, Serapis & Co. ausdrückte. Der interessiert sich für die Auswertung über den Monotheismus im Urchristentum und dessen Vorgeschichte bei Griechen und Juden. Zumal die Theologin Darina Staudt in Heidelberg ausgebildet wurde. Und Hochschullehrer wie Gerd Theißen, der einen jungen Galiläer beschreibt, wie er banaler nicht sein könnte, gleichwohl er diese Hypothese  in seinen sonstigen Werken, wie „Die Weisheit des Urchristentums“ den Boden entzieht die Herausgeber des Buches  „Der eine und einzige Gott“ sind. Ebenso heutige Hochschullehrer wie Peter Lampe, dem ich ständig seinen „jungen Mann“ historisch-wissenschaftlich, wie exegetisch aufgrund seiner Ausführungen aus der Hand nehme. Und allein schon der Untertitel müsste der heutigen Hypothese die Grundlage entziehen. Denn wo die Geschichte des urchristlichen Glaubensgrundes im Judentum und bei den Griechen (begonnenen bei den Vorsokratikern) nachgewiesen wird. Da ist es mit absoluter Sicherheit nicht um einen zum Christus erhöhten Guru gegangen.

Spätestens wenn dann aufgezeigt wird, wie in der Zeit Jesus in der von den Griechen kommenden Natur-/Weltvernunftlehre der wahren neuen Mittler des „Einen“, wie der davon ausgehenden Weisheit und Lebensweise  gesehen wurde. Und wir wissen, wie dieses historische Heil auch als „Jesus“ definiert, die von hellenistischen Juden im neuen Testament in ihrer Geschichte beschriebene Christologie und Heilsgeschichte begründet wurde. Dann ist die auf dem Buchdeckel gestellt Frage „wie es möglich war, dass die frühe Christenheit mit ihrem geerbten monotheistischen Bekenntnis den Menschen Jesus Christus als göttliche Größe integrieren und als Sohn neben den Vater setzen konnte“ gelöst. Das Heil „Jesus Christus“ war historisch gegeben und wäre heute weiterzuführen. Es kam dort her, wo wir uns heute für die Natur, den Auf- und Untergang der Sonne, den Blick auf das Meer begeistern, dann diese den Alten als Mittler geltenden Prinzipien des Lebensflusses, Ganzen in Ökologie oder Evolution als in allen Prozessen kreativ-sinnvoll beschreiben. Und wo daraus die Atheisten einen evolutionären Humanismus herleiten, weltweit nach ökologischer Weisheit gerufen wird. Denn wo heute das Heil historisch-wissenschaftlich von den Vorsokratikern ausgehend erklärt wird, hat es eine Heilsprediger-Verherrlichung, die Peter Lampe in „Die Wirklichkeit als Bild“ im Beispiel einer Traumwanderung begründet, bei der Jugendliche ihre nächtlichen Visionen später für eine Wirklichkeit halten, nicht gegeben.

15.  Selbst die Kultformeln vom allumfassenden Einen verweisen auf Naturlehre (Logos)

Auch wenn die Heidelberger Theologin, die nur monotheistische Kultformeln auswertet, nicht nach dem Sinn/Grund des Weltganzen fragt, erst bei Xenophanes beginnt „Ein einziger Gott, unter Göttern und Menschen am größten, weder an Gestalt den Sterblichen ähnlich, noch an Gedanken“. Wir haben es hier weniger mit einem Naturphilosophen, als einem griechischen Kult-Dichter und religionskritischen Wanderlehrer scharfer Polemik zu tun, der bekanntlich die alten menschlichen Gottheiten und Mythen analytisch, aber satirisch die Menschenähnlichkeit verurteilte. Ähnlich heutiger Glaubenskritiker, die sich für den natürlichen Lebensfluss begeistern, dessen ursprünglich auf den Einen verweisende Prinzipien einheitlich in der Sinnhaftigkeit aller Prozesse, selbst menschlicher Gefühle beschreiben, dann die menschlichen Gottesbilder von einem in allen Gottesbeweisen vergeblich zu begründenden Macher/Handweker/Designer im Himmel als Spaghettimoster beschreiben. Xenophanes hat als Dichter die philosophische Erkenntnis, die wir aus seiner Heimat Kleinasiens kennen, literarisch zum Ausdruck gebracht. In seinem Hauptwerk „Über die Natur“ beschreibt er die eine schöpferische Wesentlichkeit, die eine ewige Einheit ist, nicht wie bei Homer in Licht, Wetter, Fruchtbarkeit oder menschliche Tugende aufgespalten ist. Der von vielen folgenden, die heute Ökologie oder Evolution genannten universalen Gesetze/Prinzipien weiter ausformulierten Naturphilosophen aufgegriffene Denkern distanziert sich damit von allen Gottesbildern und Mythen, die er als fahrender Sänger jahrelang vorgetragen hat. Mit der naturwissenschaftlich begründete „Weisheit“, die dann im gewandelten Pharisäer (Paulus) als Christus auch gegen die taube, zum Selbstzweck gewordene jüdische Buchstaben-Gesetzlichkeit und Werkgerechtigkeit gestellt wird, hat er Homer und Hesiod bekämpft.

Die Verse, in denen er die menschlichen Gottheiten der alten Religion polemisch verurteilt, werden nicht ohne Grund von Kirchenvätern wie Clemens von Alexandrien aufgegriffen. Auf die absurde Idee einen jungen Guru als Gott auszugeben oder in ihm die eine hinter der Alleinheit stehende Wesentlichkeit, als neue Weltbestimmung zu sehen, wäre er so wenig, wie die sich auf die griechische Naturwissenschaft berufenden christologischen Juden oder die Vordenker der allumfassenden Volks-Kirche gekommen. Zumal die in ihrer neuplatonischen Weltsicht Zeus, in dem der griechische Dichter noch die wesentliche All“einheit“ ausdrückte, gleichbedeutend mit JHWH, so eine höchste Wesentlichkeit sahen, die sie teilweise (jedoch nicht nur in Kleinasien) als „Theos Hypsistos“ definierten, sich dabei auf den griechischen Logos (Naturlehre) als Wort/Mittler beriefen.  Für sämtliche Apostel, Apologeten, Väter der Kirche, wie kaiserliche Erbauer, auch wenn sie dazu beschrieben, wie das Heil darin lag, die Erkenntnis des Logos im Volk kulturgerecht (fleischgeworden) zu vermitteln, galt die dann weiterentwickelte Naturlehre, wie sie heute zur Wissenschaft geworden ist.

So ist zwar zu verstehen, warum hellenistisch-jüdische Kulturliteraten die vernünftig gelehrte Natur (Logos) gesehene Mittlerwesen des einen Wesentlichen als von Blindheit befreienden, Wasser in Wein verwandelnden… wanderpredigenden Pantokrator (wie Zeus) in Kaiserevangelienform auf dem Weg nach Jerusalem beschrieben. Wie die Heilsgeschichte „Jesus“, zu der dann die Auseinandersetzung und die Verurteilung durch buchstabengerechte jüdische Schriftgelehrten, traditionstreue Pharisäer, wie römische Autorität und zahlreiche Missverständnisse gehören, entsprechend der alten Kultbilder beschrieben wurde, um die Weisheit im Volk zu Bestimmung zu machen. Wie aber an heutigen Hochschulen die Studenten im Glauben gelassen werden, hellenistische Juden, die in griechischer Naturlehre den Mittler sahen, das Wort/Thora und so den Kosmos als Tempel verstanden, hätten einen jungen Guru zu all dem gemacht, ist unbeschreiblich. Das bei dem in Nachbarschaft zu Seneca schreibenden Markusverfasser, dessen hohe Bildung er eine Stunde beschrieb, dann in der Pause von Peter Lampe vorgebrachte Argument „Die Amerikaner haben ja auch einen Trottel zum Präsidenten gemacht“. Was in der politischen Situation der USA aus vielfältigen Gründen zu verstehen war, funktioniert jedoch hier nicht. So ist es auch völlig ausgeschlossen, dass die kirchlichen Vordenker, die sich auf die griechische Lehre (Logos) beriefen und begründeten, warum die menschliche Gestalt eines Gottessohnes annehmen musste, um zum allumfassenden Volkskult des Westens zu werden, in Wirklichkeit doch nur einen jungen Mann vor Augen hatten. Das wäre so, wie heutigen Denkern, denen die Naturlehre heilig und so begründete Weisheit zum Lebensmaß geworden ist, dies plötzlich alles in einem religionsrebellischen Guru begründen zu wollen.

16.  Der Geschichte naturwissenschaftlichen Denkens wird kein Wanderprediger gerecht

Auch wenn es ermüdend wirkt, die weiteren naturphilosophischen Denker über die Einheit des Kosmos in Bezug aus das Selbst und ewig Seiende aufzuführen, denen klar war, die die Menge damals noch taub für die Wahrheit, Weisheit war, lieber auf die Gesängen der Dichter hörten. Man muss sich die Erklärungen vor Augen führen, bei denen ein Heraklit im ewigen Weltfeuer, dem Kampf und der Überwindung der Gegensätze in Harmonie den kreativen-schöpferischen Dialekt und damit in der Lehre über den kausal-natürlichen Lebensfluss (Logos) das auch für die Hebräer lebensmaßgebende Wort/Gesetz verstand.

So wenig wie einer der griechischen Philosophen hat er die Weisheit, nach ihm weiter ausformulierte Weltvernunft, die er im Namen Zeus bezeichnete, aus alten Göttermythen abgeleitet, sondern aus einer universalen, normativen Gesetzlichkeit, die heute offensichtlich ist. Nicht nur bei Pythagoras waren nicht allein die Sonnenbahnen, sondern auch das menschliche Leben himmlischer Mathematik , Zahl und Maß einer schöpferischen Dynamik unterworfen, so auch für die menschliche Psyche/Seele, diese dann für das ethische Verhalten maßgebend. Was bereits die Hebräer bestimmte, dort als Wort/Gesetz verschriftet wurde, wurde so im Heil „Jesus“ auf universale Weise verstanden. Und doch muss man sich die gesamte Geschichte der griechischen Philosophie mit ihren unzähligen Denkern vor Augen führen. Die dann wie Parmenides in Lehrgedichten, bei denen die Töchter des Sonnengottes den Rossen den Weg zu Gerechtigkeit und im Neuen Testament in Jesus zum Ausdruck gebrachte Wahrheit zeigen, das Sein der Dinge bedachten. Die im Namen Sokrates die wahrhaft kreative Lebensweise ausdiskutierten, die alten Gottheiten kritisierten und dafür in den Tod gingen oder die später in Jesus beschriebene Weisheit in platonistischen Idealen zu Staat oder Gesetz machten.

Je mehr man sich die gesamten griechischen Denker in ihrer Vielzahl, ihre Vorgeschichte in antiken Hochkulturen, selbst auf Kreta, ihre Verschiedenheit und Diskussion vor Augen führt und wie dies in Stoa mündete, bei denen hellenistiche Juden in der Vernunftlehre die Wahrheit, den wahren Mittler sahen. Desto größer wird der Wahnsinn. Der jedoch nicht den der griechischen Philosophie folgenden, diese zur Kulturbestimmung machenden frühchristlichen Denkern zu unterstellen ist, weil die einen bibelschlauen Handwerksburschen als Heil, Wahrheit, Logos beschrieben hätten.

Wie kann man wissen, wie bei den Stoiker, damit auch die hellenistischen Juden, denen wir die Christologie, wie das Neue Testament verdanken, eine vorgesetzte Gottheit nicht der Anfang des Denkens war, sondern hinter der kreativen Dynamik und letztlich harmonischen Ordnung des Himmels, wie des gesamten Kosmos das in menschlicher Kultur Wesentliche bedachten. Wie Zeus für diese Weltordnung, den Weltgeist, die Weisheit stand. Dann die Kaiser in einem philosophischen Konstrukt wie Serapis, das auch dem Namen nach aus altägyptischen Gottheiten zusammengesetzt war, Zeus integrierte, die kreative Weisheit, den Heilsplan einer in Naturlehre (Logos) von einem gemeinsamen Ordnungssystem aller Lebewesen begründeten neuen Weltordnung verehrten. Womit auch die gestorbenen und in griechischer Naturlehre (Logos) neuplatonisch auch in Apollon auferstandenen alten Gottheiten nun in einem All-Einen begründet wurden, wie ihn das Neue Testament beschreibt.  Wie hieraus bis heute höchst moderne und mehr denn je notwendige Lebensregeln in Weisheit begründet wurden, die nach neuer kultureller Verankerung, Vertiefung auch bei Cicero, Seneca, Plinius oder Plutarch suchten. Wie auch ein aus zahlreichen Ländern zusammengeflossener neuer Isis-Kult als höchste Gottheit des Himmels, alleinige Herrscherin der Welt und Meere oder der in Europa lange in Konkurrenz zu Christus stehende Männer-/Soldatenkulult des Mithras Ausdruck philosophischer Vernunft waren. Wie gerade Serapis eine allumfassende Wesentlichkeit war, die Formeln der Ägypter mit denen der Griechen verband und gleichermaßen Vertrauen schafften sollte. Wie philosophische  Denker in reichen Superlativen die Philosophen die „eine“ schöpferischer Wesentlichkeit/Sinnhaftigkeit in abstrakten Begriffen, teils mit Negativ-Definitionen zu umschreiben versuchen. Wie hier, wo ein großer Rhetor wie Aristeides nicht nur in Rom in Serapis (womit 12 Götter, damit die Gesamtheit von Licht, Leben, Erde, Eigenschaften aufgingen) das Heil definierte, auch jüdische-hellenistische Denker, die hinter den Evangelien stehen, den Heilsplan im jüdischen Sinne in „Jesus“ erklärten. Dann aber unterstellen wollen, da sei nur ein bibelschlauer Junghandwerker mit 12 Freunden um den See gezogen und hätte dann genau denen als Logos gegolten, von denen beschrieben wird, wie sie die Naturlehre als Mittler, Wort, wahren Tempel verstanden und dies im jüdischen Sinne als „Jesus“ definierten?

17.  Der Wahn war nicht in der Antike

Was ein Zufall, die Deppen hätten dann das von den Hebräern auf mühsame Weise im Exil antiker Hochkulturen in frühphilosophischer Naturbeobachtung, Himmelberechnung  erarbeitet monotheistische Bekenntnis der Weisheit als ihren „alleinigen“ König in einem jungen Guru gesehen. Auch wie es dann die griechische Philosophie in früher Wissenschaft als in All-Einheit erklärte, was hellenistischen Juden neuer Bund/Verstand war, wurde so auf einen besonders bibelschlauen Handwerksburschen übertragen, der zufällig des Weges kam und wegen Häresie hingerichtet wurde. Und die ganze neuplatonische Welt muss dann später darauf hereingefallen sein.

Doch nicht nur hellenistische Juden hätten den Verstand verloren. Griechen nicht nur in Kleinasien müssten dann beispielsweise auch die Neudefinition einer JHWH und den philosophischen Zeus entsprechenden „einen“ höchsten Wesentlichkeit als Theos Hypsistos, wie er von den Philosophen auch in Synagonen verehrt wurde, über Bord geworfen haben. Sie müssten entsprechend heutiger Lehr-Hypothese als Gottesfürchtige nur einem jüdischen Guru gefolgt, wegen dessen Lehren zum Judentum konvertiert sein. Sie hätten Jahrhunderte lang zwar Logos gesprochen, inhaltlich darüber nicht nur auf unzähligen Kaiser-Konzilen, dessen Wesen im Verhältnis zu den Väter-Gottheiten oder dem unbestimmbaren „Einen“ und damit der dreieinigen Definition diskutiert, sich aber in Wirklichkeit nur wegen einem Wanderprediger die Köpfe eingeschlagen. Andere, die nachweislich die in Naturlehre begründete Weisheit als ihren neuen König sahen, nicht weiter den Kaiser anbeteten, hätten sich wegen einem versehentlich als Logos geltenden Besserwisser von den Römern hinrichten lassen. Echt Wahnsinn. Aber nicht der der Antike.

Wie kann man eine hellenistische Theokrasie griechischer Gottheiten beschreiben, die bei den konservativen Juden auf feindliche Ablehnung stieß. Was die Umwidmung oder Zerstörung des Tempels heraufbeschwor und zu Religionskriegen führte. Wissen, wie für den Alleinanspruch von Beschnittenen, bei denen der Blick zum Tempel sowie ins Buch, die Werk-/Buchstabengerechtigkeit Heil bedeutet, die Zeit abgelaufen war, auch im Mutterland, wie in Qumran in hellenistischer Zeit nach Neubegründung des Bundes/Verstandes „Hörens“ gesucht wurde. Wie dann die hellenistische Philosophie eine neue jüdische Identität der „Einheit“ hervorrief, die auch zur Übersetzung der in der Diaspora vergessenen Thora in griechische Sprache, wie zu einer Vielzahl von Texten mit „Einzigkeitsformeln“ führte. Wo nicht allein in „Jesus“ Sirach die Herkunft der Weisheit aus der Ordnung der Natur überschwänglich in einer ewig seienden Herrlichkeit/Sinnhaftigkeit gelobt wird, die keinen Ratgeber braucht. Wie vielmehr in einer Vielzahl von philosophischen Kulttexten, die sich auf die Namen griechischer  Denker bezogen und auch Bezugspunkt späterer Kirchenmänner waren. Wie beispielsweise ein hellenistischer Jude wie Justin, der auf die menschliche Ausdrucksweise des Logos großen Wert legte oder die in seinem Namen verfasste Schriften Pythagoras oder das in Naturphilosophie/Logos begründete Wort der Eleanten reflektiert.  So im hellenistischen Judentum, für das beileibe nicht allein ein einzelne, das Alte Testament bildhaft im griechischen Sinne verstehende Religionswissenschaftler wie Philo oder Aristobul stehen Schriften, wie Henoch entstanden. Aber auch Esra, der dringlich appelliert den Heilsplan mit Israel in hellenistischer Zeit weiterzuführen oder anderer biblische oder außerbiblische Texte mit der Formel des jüdischen Alleinanspruches oder des All-Einen ringen. Selbst bei den einen alleinigen Heilsanspruch der Beschnittenen verteidigenden Makkabäern nun in deren Büchern ein Übergang zum weltgültigen Judentum nachgeblättert wird. So viele Zusätze zu alttestamentlichen Texten entstanden, wie die Himmelfahrt und Vita Elia, wie Moses oder Baruch, der den Weg zur weisheitlichen Erkenntnis der schöpferischen Ordnung der Naturphänomene im Judentum sieht.

Und wo sich das hellenistische Judentum in Joseph und Aseneth, der Synthese von Judentum und Griechentum als die Jungfrau bezeichnet, die zurückgelassene und Waise, die gemeinsame mit den Griechen den einen Vater sah. Doch so wenig wie bei Himmelfahrt Moses heimlich ein Zeppelin im Spiel war oder hellenistische Juden hier einen Engel sahen, der einen alten Mann zu sich holte, ist es ihnen bei Jesus um einen Bangert gegangen, der dem Heiligen Geist in die Schuhe geschoben oder doch nur von einer jungen Frau geboren wurde. Und so wenig in hellenistischer Zeit entstandene Psalmen Salomos, Hymnen an die Rettung Israels waren, sondern Ausdruck von Weisheit, wurde ein Wanderprediger zum neuen David oder Judenkönig und jetzt Weltkönig ausgerufen.

18.  Das philosophische Judentum hat in griechischer Naturlehre das Heil „Jesus“ bewirkt

Nicht in „eigenartiger Weise“ oder die bis vor wenigen Jahren noch erschreckend bildhafte Betrachtung der alten Bibel, hat Philo, damit das philosophische Judentum jüdische und griechische Elemente vermischt, dabei die Wissenschaften und Weisheitslehren der gesamten Welt aufgenommen. Hier hat das hellenistische Judentum gesprochen, in dem nicht nur das Neue Testament verfasst, sondern das Heil „Jesus“ begründet und so auch definiert wurde. Der „wahrhaft Seiende“, wie bei Philo gar statt JHWH steht, wo heute von Gott geschrieben wird und so meist dann das zu glaubende Monsterwesen im Blick ist, war jungfräulich Art, unvoreingenommen maßgeblich in griechischer Naturphilosophie begründet. Auch wenn nach der Sonnen-Theorie der Ägypter bei den Griechen noch vielfältige Modelle waren, so ist das, was heute als Urknall-Theorie gilt, in schwarzen Löchern und einer evolutionären, ökologischen Entwicklung des Ganzen erklärt wird, mit Blick auf die vormals geltenden Mythen nur ein winziger wissenschaftlicher Schritt weiter.

Auch wenn im griechischen Sinne argumentiert wird, hellenistische Bilder gebraucht werden, das kosmopolitische jüdische Weltbürgertum der Diaspora, wie auch Paulus (der gewandelte Pharisäer) die Ideenlehre Platons für seine Weisheitslehre aufgreift. Die der Stoa, die ebenso einen alles irdische Sein überdauernden Sinn/Grund des Weltganzen voraussetzende, daher wahrschliche zu Unrecht unterstellte Identität von Kosmos und schöpferischer Wesentlichkeit, damit der Widerspruch zur jüdischen Transzendenz des Alten Testamentes, wird im aufgeklärten Judentum vermieden: Das Heil ist so gegeben.

Und wo auch Philo die menschlichen Gottesbilder verteufelt, menschliche Gottheiten ablehnt und den Römern die sonst von ihm auch in Pythagoras begründete von einer Einheit ausgehende Weisheit als König der Demokratie vorschlägt und eindeutig die Natur-/Sinnlehre (Logos/Vernunft) als Mittlerwesen sieht. Da gleicht es einer Bücherverbrennung, Missachtung aller Literatur-, geschichts-wissenschaftlichen, archäologischen Arbeit und so gegebener eigener Erkenntnis, die Studenten im Glauben zu lassen, da wäre ein junger Guru von seinem Freund Petrus (dem aus dem römisch-griechischen Bereich kommenden Bischof, Kaiserberater) zu etwas gemacht worden, was er nicht war und wollte.

Wie kann man von einer Renaissance der Einzigkeitsformel sprechen, die mit dem Serapis-Kult in Verbindung bringen, in dem die alten heidnischen Gottheiten in neuer Relevanz auferstanden waren, dann Synthesen der griechischen, mit jüdischen Kultauffassung beschreiben und weiter einen jungen Mann durch die Hörsäle jagen?

Wo von aufgeklärten jüdischen Weltbürgern , die als die Kultsysteme der alten und neuen Welt durchforstenden Religionswissenschaftler in naturwissenschaftlicher Vernunft und platonischer, wie pythagoräischer Wissenschaft die eine auf den Welt-Einen verweisende Wahrheit, der wahre erstgeborene Sohn gesehen wurde. Wo dieser für das Leben maßgebende Christus in Sinn und zahlenmäßiger Ordnungs-Systemen, die eine schöpferische Machart, Macht war. Da braucht man nicht auch noch bei einem anderen Verteidiger des jüdischen Heilsplanes im römisch-griechischen Sine, wie Josephus Flavius zu suchen oder im Alten Testament die Gegensätze, damit das neue Heil nachzublättern, sondern ist eigentlich alles gesagt. Der Wahnsinn, dass zu dieser Zeit und dort andere Denker in einem Handwerksburschen das Heil sahen, so dass im Neuen Testament, das die schlauen Sprüche eines Gott zur Seite gestellten Besserwissers wiedergeben würde, dann auch die Einheitsformel beschrieben wird, ist an heutigen Hochschulen Zuhause. Dort, wo sich die Theologen weigern, der liebgewonnenen Lehrhypothese wegen ihre eigenen Erkenntnisse ernst zu nehmen.

19.  Die Geschichte der von griechischer Vernunftlehre ausgehenden alten Kirche

Wer sich den Kulturwandel nach der Geburt der Vernunft in sogenannter Achsenzeit, die Entstehung der dann in logischen Weltmodellen begründeten Religionslehren in China, Indien, Persien, Ägypten oder Palästina betrachtet, auf die sich die kirchlichen Vordenker nicht nur beriefen, sondern die im Christuskult, den verschiedenen anfänglichen Christentümern, nicht allein dem Manichäismus aufgingen. Dem wird klar, wie absurd die Hypothese vom bibelschlauen Handwerksburschen ist, der dann als Weisheit gesehen oder ausgegeben wurde.

Wo in den verschiedenen Teilen der Welt ein moralischer Universalismus entstand, der über die alten mythischen System hinausging. Da ging es nicht um Volksmeinungen oder persönliche Moralvorstellungen von Laotse, Buddha, Jesaja, Xenophanes, Parmenides, die alten Gottheiten in den Mund gelegt wurden, um die Masse zur eigenen Vernunft zu bekehren. Da war ein neuer auch die alten Kulturbilder umfassender Verstand, der mehr oder weniger die alten Gründermythen auf kulturell-kreative Weise in Vernunft aufgriff und sie wie dann auch die christliche Lehre erfüllend weiterführte. Und wer sich auf eine in ägyptischer Kosmologie-Theologie der Propheten berief, die dann als für die Schriften im Namen Zarathustras verantwortlichen Hofbeamten (wie Esra oder Nehemia) im persischem Exil herausgegebene Gesetzessammlung/Thora, in griechischer Vernunftlehre als univesal sah, so eine weltweite Emanzipation vom mythischen Denken, Orakelglaube aufgrund von Gedärmen, wie menschlichen Gottheiten und Kaiser erhoffte. Der hat zwar die alten großen Erzählungen religionswissenschaftich aufgegriffen, so in deren aufgeklärt-bildhaftem Verstand dem Volk den Sinn, die Weisheit vermittelt, aber keinen Handwerksburschen als Heil gesehen oder als Weisheit, Logos ausgegeben.

Zweifelsohne hat es Jesus Christus gegeben, ging von ihm die christliche Mission und Kirche aus, ist nur so all das zu begründen, was wir über die Anfänge wissen. Aber genau darum, ging es am Anfang nicht um einen Guru der schlaue Sprüche riss, dem das alles aufgebunden wurde oder nur eine Glaubenspoesie.

Wer heute ein für die Hochschullehre herausgegebenes Geschichtsbuch aufschlägt, das mit den altrömischen Religionen, mit Ciceros philosophischen Betrachtungen und Begründungen der Götter oder der Eingeweihtenschauer beginnt, sich die Umwelt einer hellenistischen Hochzivilisation vor Augen mit vielfältigen philosophischen Reform-/Religionsmodellen vor Augen führt, aus der der die christliche Religion erwuchs. Der müsste im Hörsaal Stinkbomben werfen, um deutlich zu machen, was bei heutiger Hypothese, die blindwütig einen mehr oder inzwischen weniger herrlichen jungen Mann an den Anfang stellt.

Es führt zu weit, immer wieder aufzuführen, wie die Philosophen der Zeit die Notwendigkeit des gemeinsamen Kultes für ein funktionierendes Gemeinwesen, noch mehr von freien Menschen sahen und wie Augustus den Götterkult wiederbeleben, restaurieren wollen oder nach neuen Konzepten Ausschau auch bei den Juden hielten. Denn Ciceros Definition von Religion als Verehrung der neu verstandenen, wiederentdeckten alten Gottheiten, wie die des Christen Laktanz, der im jüdischen Sinn den Grund allen Seins verehren, die Menschen so zu einem vernünftigen Leben führen wollte. Das war im Christentum, das dabei nicht mehr für menschlichen Königen als Oberpriestern opferte, sondern die Weisheit im Sinne der aufgeklärt verstandenen Vorbilder zum König machte, gegeben.

Es langweilt, entlang der theologischen Lehrbüchern über die „Alte Kirche“ Seite für Seite nachzuweisen, wie alles was wir heute wissen, die Hypothese von einem bibelschlauen Handwerksburschen als Heilsbringer, der als Logos auf die Vätergottheiten verwiese oder gar deren Stelle einnahm und dessen schlaue Sprüche zum Maß neuer Weltbestimmung wurden, völlig über den Haufen wirft. Spätestens bei Origenes angekommen, muss aber auch einem Blinden mit Krückstock klar werden, dass heute die Geschichte auf den Kopf gestellt wird. Denn wo von einem griechisch-ägyptischen Philosophen in psychologischer Erkenntnis (von Konstruktivismus war noch nicht die Rede) argumentiert wurde, warum die Weisheit für den Verstand des einfachen Volkes in einer menschliche Gestalt zu vermittelt, dies daher kein Scheinwesen war. Und wie so in aufgeklärtem, bildhaften Verstand der jüdischen Schriften auf das Gesetz Bezug zu nehmen, Prophezeiungen erfüllt und ebenso zu beschreiben waren, wie die menschlichen Gottesgestalten der Griechen. Da ist mit der Hypothese, nach der nicht nur den bekannten philosophischen Erkenntnislehren, sondern selbst den Evangelisten eine philosophische Einfärbung eines galiläischen Grus unterstellt werden muss, nicht zu machen. Selbst wenn gerade die Argumentation der menschlichen Ausdrucksweise der philosophischen Weisheit dem wegen seiner allzu abstrakten, daher als nicht allumfassend, volkstauglich gesehen Denker, der daher zu Zeiten Justians als häretisch abgelehnt wurde, nachträglich in den Mund gelegt worden wäre. Heute ist schwarz auf  weiß nachzulesen, wie es auch andere Denker wie Tertullian dann formulierten: Warum die Vernunft für den Volksverstand in Gestalt alter menschlicher Gottheiten ausgedrückt werden musste. Nicht umgekehrt.

20.  Auseinandersetzung  um ein allumfassendes Konzept in Drei-einigkeit

Vor dem Hintergrund philosophisch erkannter menschlicher Bestimmungen in „einer“ höchsten Wesentlichkeit, einem frühwissenschaftlich definierten allumfassenden Grund allen Seins als der auch im Neuen Testament geltende Monotheismus müssen auch die Auseinandersetzungen mit nichtchristlichen Erkenntnislehren oder anderer innerkirchlicher Erkenntnis (Gnosis) betrachtet werden.

Dass Gnosis, damit Wissen und Erkenntnis, die über den Nahrungserwerb hinausgeht, sondern das Seins als solches und damit die richtige Lebensweise betrifft, nichts mit dem Christentum zu tun hat, weil das die warmen Worte eines bibelschlauen Wanderpredigers bzw. den Handwerksburschen als lebendige Erkenntnis zum Grund hätte, fällt ins Wasser. Und ebenso zeigen nicht nur die Themen und Inhalte der Auseinandersetzungen mit nichtchristlichen philosophischen Denkweisen, wie absurd es ist, dieser Zeit oder konkret den von philosophisch-wissenschaftlicher Lehre (Logos) ausgehenden Vordenkern der Kirche eine Heilsprediger-Herrlichkeit unterstellen zu wollen.

Wie die vielfältigen als christlich anerkannten, sich auf Christus, damit nun in frühwissenschaftlichen Sohns-Modellen begründete Vernunft/Weisheit nicht weiter als philosophische Einfärbung der Botschaft eines bibelschlauen Zimmermannsgesellen gesehen werden können. Wie das Theologen, wie Christoph Markschis aufgrund ihrer Hypothese bei allein einen gemeinsamen Grund allen Seins und davon ausgehender Bestimmung verschieden definierenden Bewegungen machen müssen. Gleichwohl sie auf hervorragende Weise die frühchristliche Erkenntnisbewegen als ein Laboratorium schildern. Zu dem u.a. ein Kirchenvater wie Valtentin, dessen Schüler erst wegen der Vernachlässigung der menschlichen Ausdrucksweise aussortiert wurden, gehören. Ebenso wie die Konkurrenzkirche der die jüdische Thora-Gottheit, aber auch die allzu menschliche Logos-Wesentlichkeit verneinende Markioniten. Die daher Erstherausgeber von Paulusliteratur und eines Kanons mit einer Logos-Geschichte, ähnlich Lukas waren. Der wahrscheinlich erst den der allumfassenden/katholischen Kirche, die vorher das Alte Testament las, hervorrief. Ein philosophisch-theologisches Laboratorium, zu dem auch ein die Weisheitslehren des Ostens mit aufnehmender Vater der Kirche wie Basilides gehört oder der persischer Philosophie folgenden Manichäismus. Als ein alle damaligen Weltreligionen bedenkendes und verbindendes „christliches“ Konkurrenz- Konzept. Das dann lange Jahre neben der Kirche existierte, dem auch Augustin angehörte, bevor er den die bildhafte Bedeutung des Alten Testamentes begriff. Das alles wurde bereits in anderen Arbeiten, auch aufgrund der Geschichtsvorlesungen mehr als deutlich gemacht. So muss hier nicht mehr an jedem einzelnen philosophisch-christlichen Denkmodell deutlich gemacht werden: Die Unterstellung der apologetischen Einfärbung der Botschaft eines besonders Thoraschlauen Gurus für antike Bildungsbürger, wie nicht allein Markschies, sondern bei heutiger Hypothese alle Forscher ihr selbst freigelegtes Wissen auf den Kopf stellen müssen, ist völlig unhaltbar. 

Und ähnlich wäre die Hypothese von der Heilsprediger-Herrlichkeit an jeder Stelle der innerkirchlichen Diskussion um die richtige Definition der der in  früher Naturlehre (Logos) bedachten Wesentlichkeit im Verhältnis zu den alten Herrlichkeiten zu entkräften. Denn um einen jungen Guru, ist es hier mit absoluter Sicherheit nicht gegangen. Wo jetzt nicht mehr im Mittelplatonismus, dem die rational begründete Stoa, wie die Christologie entsprang, sondern im Neuplatonismus definiert wurde. Auch da ging es nicht um ein besonders schlaues schriftgelehrtes Nachgeschwätz von einem himmlischen Monster, einen Alles-Macher als Gott an den man glauben oder den man beweisen oder im Bauchgefühl bewahren muss. Da galt frühe Naturlehre (Logos) nicht nur dort, wo in Vernunft weiter Mithras oder Isis verehrt, im Kult von Zeus/Jupiter dann Serapis gesprochen und so der mysteriöse Opferkult beibehalten wurde, sondern auch bei Christen, bei denen die Weisheit „Christus“ Gegenstand des Kultes war.

Wenn man nicht nur oberflächlich den antiken Denkern den Schwachsinn heutiger, von einem Handwerksburschen neuen Gott ausgehenden Predigt unterstellt, sondern die Diskussionsteilnehmer und ihre Lehren, wie die Inhalte der jahrhundertelangen Auseinandersetzung um den richten Weg der meist in griechischer Naturlehre (Logos) begründeten Wesentlichkeit betrachtet. Dann wird völlig klar, wie das keine Wanderprediger-Verherrlichung oder sonst frommen Hirngespinste, sondern eine hochphilosophische Diskussion um ein neues allumfassendes, volksverständliches Konzept war, das sich vordergründig in griechischer Philosophie, damit Naturlehre (Logos) begründete. Allein Kirchenvätern aus Kappadokien, von denen wir inzwischen wissen, wie sie so eine höchste Wesentlichkeit „Theos Hypsistos“ im Sinne von Zeus und JHWH bedachten, die auch in Synagogen gefeiert wurde. Wenn auch nicht wie heute auch unterstellt, alle als Gottesfürchtige bezeichnete konvertierte Griechen, dem Konzept einer höchsten Herrlichkeit in kultureller Synthese anhingen, so steht das zumindest für die maßgebend an der Dreieinigkeit beteiligten Kirchenväter fest. Damit ist klar, wie auch das Heil einer umfassenden Dreieinigkeit, die den verschiedenen Vorstellungen gerecht werden sollte, aus griechischer Philosophie kam. Dann heute weiter jedoch die Diskussion um eine Handwerksburschen-Wesentlichkeit oder dessen philosophische Einfärbung unterstellen zu wollen. Das ist mehr als Wahnsinn.

Wer den mit Plotin, der keinen Vergleich mit den großen klassischen griechischen Philosophen zu scheuen braucht, beginnenden Neuplatonismus vor Augen hat. Was in Wirklichkeit auch altkirchlich Theologie war, die damit von monistischen Prinzipien des in einer Kugel  erklärten „Einen“ ausging, so in kausaler früher Wissenschaft noch metaphysisch-modellhaft alles auf einen gemeinsamen Urgrund allen Seins zugrückführte. Der erkennt nicht nur, wie hier der Platz des selbstverant-wortlichen Menschen im Kosmos bedacht wurde, dem vernunftbegabte Wesen, wie alle weiteren auf ihre jeweilige Art gerecht werden müssen. Dem wird auch mitgeteilt, wie in dieser Zeit nicht allein innerhalb der späteren Kirche oder der anderen christlichen Modelle Konzepte in Konkurrenz standen, die darauf abzielten, die Weisheit der Weisen den gewöhnlichen Menschen zu vermitteln. Auch wenn der Platon oder Parmenides folgende Denker dabei Zaroismus, Christentum, wie andere neue Erkenntnislehren ablehnte, den griechischen Götterkult verteidigte. Christlichen Denkern, die nicht nur Neuplatoniker waren, sondern sich auf ihn beriefen, die bei einem einfachen Handwerksburschen notwendigen Hypothesen unterstellen zu wollen, schließt sich aus.

Vielmehr wird schon bei Plotins Diskussion über den Ursprung und das daraus sichtbar Hervorgehende, frühwissenschaftlich Gelehrte (Logos),  die drei Hypostasien-Lehre deutlich. Und wie die nicht im Entferntesten etwas mit dem zu tun hat, was bei heutiger Hypothese gedacht werden muss. Die von einer höchsten, Judentum, mit dem neuplatonischen Zeus verbindenden höchsten Wesentlichkeit ausgehenden Denker aus Kappadokien, die maßgeblich bei der Dreieinigkeit waren, hätten in größten Fieberträumen dabei nicht an einen heilspredigenden Besserwisser gedacht, der wegen Häresie hingerichtet wurde.

So zeigen nicht allein die Inhalte der christologischen Diskussion, wie es um das Wesen des Logos ging, sondern auch die gesamtgeschichtliche Betrachtung, wie das Wesen Jesus in neuer Weise bedacht werden muss.

Ob die kirchlichen Vordenker mit der Dreieinigkeit ähnlich wie Plotin neben dem logischen Weltganzen (für ihn monistisch, damit frühökologisch die Kugel) dem so offenbaren gemeinsamen „einen“ Urgrund in eigener Person (Rolle, Aufgabe) gerecht wurden. Wie ihn die römischer Tradition treuen Philosophen weiter in Zeus als Göttervater definierten. Ob sie damit wie weitere kirchliche Vordenker argumentieren, u.a. Tertullian (der die im Logos/Naturlehre erfasste Vernunft mit der Sonne verglich, die sich nicht in den Strahlen auflöst), diese überdauert, daher von einem ewig Seienden, alles überdauernden Grund ausging. Den im Grunde auch heute jeder voraussetzt, der davon ausgeht, dass auch wenn wir die Ökologie zerstört, die Welt vielfach aus dem Gleichgewicht ihrer kreativen Prinzipien gebracht haben, wieder etwas wachsen wird.

Oder ob in Dreieinigkeit gleichzeitig den alten Wesentlichkeiten/Gottheiten der Väter genüge getan, diese nicht wie im Markionismus abgelehnt, sondern die Kultur in kreativer Weise weitergeführt, die philosophisch bedachte Vernunft/Weisheit im Volk zur tiefgreifenden Bestimmung werden sollte. In dem die in Vernunft gelehrten Natur (Logos), damit in früher Ökologie begründete Sinnhaftigkeit/Weisheit in eigener Person (Rolle/Aufgabe) als gleichen Wesens wie ihr Grund gesehen, auf den einen ewigen Urgrund zurück geführt werden sollte, ihn so offenbarend.

Das ist im Grunde egal. Aber um einen galiläischen Guru als neuen Gott oder eine Wesentlichkeit, die als Welt- und Lebensbestimmung auch auf den Gott, die Gottheiten der Väter verwies, ist es mit absoluter Sicherheit nicht gegangen. Wer die Dreieinigkeit daher mit aufgeklärten Augen betrachtet, stellt fest, wie modern die heute wäre:

Die ökologische Weisheit, damit die Natur oder in Naturlehre (Logos) begründete Sinnhaftigkeit als Wesentlichkeit in eigener Person (Rolle, Aufgabe) zu erkennen. Und so in heutiger Weisheit deren Sinn als Wesentlich zu erkennen und damit zu bewahren, was die Väter in persönlicher Weise verehrten, in eigener (Person/Rolle) weiter zu feiern. Womit die allseits gegenseitig gepredigte Weisheit wieder die tiefgreifende Kulturbestimmung bekommen würde, die Logos=Christus in der Rolle eines Gottessohnes hatte, bei Moslems das Wort des Propheten dem Buch nach noch hat. Das wäre es.

Wir können es drehen und wenden, wie wir wollen. Allein die von neuplatonischen Denkern geführte christologischen Diskussionen, bei denen es eindeutig um das Wesen des Logos, damit der in Vernunft erklärten Natur und so begründete Weisheit ging, wirft alle heutigen Hypothesen über den Haufen. Mit der bei sonstigen philosophisch-christlichen Lehren hervorgeholten Unterstellung, das sei Logos-Apologetik für Bildungsbürger gewesen, wie heute selbst die Evangelien gelehrt werden, ist da, wo man sich gegenseitig der Häresie beschuldigte, die gegnerischen Denker vielfach verbannt wurden, nicht zu kommen. Wer sich nicht damit abspeisen lässt, wie die Gottheit eines jungen Guru mit Namen Jesus zur Diskussion stand, sondern selbst in die Texte einsteigt, das damalige Denken nachvollzieht, dem wird mehr als klar. Weder war der heute für historisch gehaltende junge Mann war das Diskussionsthema, noch ein diesem aufgesetztes apologetisches Konstrukt oder ein Gehirngespinst gestrigen Glaubens. Hier ging es eindeutig um das Gegenteil, war das Wesen der in Vernunft erklärten, sinnlich wahrnehmbaren Natur das Thema. Auch wenn die christologischen Auseinandersetzungen von Konstantin, der sich zum in Naturlehre (Logos) erklärten „einen“ Grund allen Seins als neuen Grund einer Volkskultur bekannte, nicht nur ein wegen der unheilvollen Differenzen ein Dorn im Auge war, sondern er dies als „törichte Diskussion“ anfänglich verbieten wollte. Ob die als Ökologie oder Evolution in einheitlichen Prinzpien erklärte Natur, die von Naturalisten als Heilig verherrlicht wird und damit die dort begründete Weisheit/Sinnhaftigkeit eigenen Wesens mit den Vätergottheiten oder in Einheit zu sehen ist. Das erscheint auch heute mehr als wesentlich.

21.  Der prophezeite Erlöser war im griechischer Philosophie folgenden Judentum lebendig

Für buchstabengläubige Betrachter ist klar. Die alten Propheten haben bereits von Jesus, seine Wiedergeburt genau dort beschrieben, wo dann zufällig (Lenkung Gottes) ein Ehepaar aus Nazareth keine Herberge fand und so bis zu Judas Verrat und den Nägeln der Kreuzigung alles im Detail vorausgeahnt.

Doch wer Jesaja in die Reihe mit den Philosophen der Welt stellt und für wen keine weißen Vögel als Engel mehr einfliegen, sondern wie heutige Hochschullehre in historischer Realität erklärt.  Für den erweisen sich selbst die Prophezeiungen von einem Heil aus Galiläa, dem Heidenland „der Nationen“ als logisch. Die alten Denker haben vorausgeahnt, wie die Weisheit wieder erstarren und dann von ihren eigenen Kindern Israel verworfen würde. So sind alle Prophezeiungen und messianischen Hoffnungen, auch die der Weisheit in Psalm-Hymen zu verstehen. Was allerdings mit der Herrlichkeit eines jungen Mannes in keiner Weise was zu tun hatte.

Vielmehr wird bei Betrachtung der in Hymnen und sonstiger Kulttexte ausgedrückten Hoffnung auf einen weltgültigen Bund/Verstand schöpferischer Bestimmung klar, warum jüdisch-hellenistische Kultliteraten die Kreuzigung genau in dieser Weise beschreiben mussten. Warum die in früher Ökologie begründete Weisheit nicht allein wegen der menschlichen griechischen Gottheiten und ihrer noch mythenhaft-menschlicher Söhne das Kreuz tragen musste, sondern so auch das Gesetz erfüllte.

Es erscheint zu kindisch, den Quatsch zu entkräften,

22.  Jesus lebt wirklich

Als ich vor vielen Jahren, noch unter www.theologie-der-vernunft.de

23.  Vernunftglaube, leben im Sinn des Ganzen „Kultur der Nachhaltigkeit“

Die Entstehung der großen Weltreligionen in der Achsenzeit und konkret die prophetisch-bildfreie „alleinige“  Bestimmung in einem Sinn des Seins/Werdens, wo dann Weisheit König war, wie die aufgeklärte Betrachtung des aus griechischer Naturlehre (Logos) von einem zusammenhängenden Ganzen hervorgegangene Heils nach dem in früher Wissenschaft begründeten „Einen“ stellt die heutigen Vorstellung von Religion auf den Kopf.  

Am Anfang stand Naturlehre, Wissen, Erkenntnis: Logos. Da war das Gegenteil von dem, was heute allgemein als Religion gilt und entsprechender der Heilsprediger-Herrlichkeit auch den christlichen Anfängen und damit heutigem Glaube an Gott unterstellt werden muss. Da wurde der Glaube an Gottheiten, die dem menschlichen Gehirn entsprangen oder alten Traditionen durch einen kulturgerecht verherrlichten gemeinsamen Sinn ersetzt. Da galt nicht mehr das Übernatürliche, Mythische, Mysteriöse, sondern der Sinn als Wesentlichkeit, der in ihrer Wunder beraubten, damit wunderbaren frühen Lehre des kreativen Ganzen, der schöpferischen Natur (Logos) begründet war. Wo zwar noch in vielfältigen spekulativen Modellen, aber das Werden, wie Weltganze in kausaler Logik erklärt wurde, ging alles mit rechten Dingen zu.

Auch wenn von Indien oder China, weder von Konfuzius, noch Laotse die Religionskritik der hebräischen Propheten und griechischer Philosophen bekannt ist, waren auch die dort durchdachten Kulturmodelle und ihre Lehren in dem begründet, was die Griechen Logos nannten, wir heute als Wissenschaft bezeichnen. Und so wie heutige Religionskritiker über den Sinn des Kultes, der Riten, des Götterglaubens nachdenken, ist dies von den griechisch-römischen Denkern bekannt. Wenn die Kulturkonzepte bedachten, wie die frühwissenschaftliche Weisheit im Volk zur Kulturbestimmung werden kann und daher weder die Texte der Thora, noch die alten Gottheiten der Griechen verwarfen, sondern im aufgeklärten Verstand weiterführten, geschah dies aus Vernunft.

Wie gezeigt hat die von vielfältiger griechischer Naturphilosophie ausgehende Lehre vom Weltganzen und Werden zweifelsfrei vom Mythos und damit von alten mysteriös-menschlichen Gottheiten, wie Traditionshörigkeit befreit. So über die hellenistischen Jude, die griechischer Naturlehre (Logos) folgten und hier nun die neue, universal gültige bildfreie Bestimmung (Wort, Gesetz) verstanden, wie sie in der Thora versteinert war, das Heil bewirkt.

Doch dieses in Vernunft begründete Heil „Jesus“ bestand nicht einfach im Verwerfen von griechischen Gottheiten, wie jüdischer Tradition und damit auch der Thora. Es war die in Schöpfung, damit auch Erkenntnis geschichtlicher, kultureller Zusammenhänge begründete Vernunft, die die Denker dann in vielfältiger Weise diskutieren ließ, wie in Erfüllung, in Bezug auf die alten volksbedeutenden Wesentlichkeit die in Wissen begründe Weisheit zur Bestimmung des Volkes wird. 

Der „Arztneikasten“ von dem die Väter der Kirche als Seelsorger des Volkes, damit frühe Psychologen, Kulturwissenschaftler oft sprachen, entsprang der Vernunft. Auch die Geschichte vom Kind in der Krippe, die dann heute mit den Geistervorstellungen von Urwald oder Inselkulturen auf eine Stufe gestellt wird, die Menschwerdung des Logos (nicht umgekehrt) war in früher Kulturlehre (Logos) begründet. Der kulturellen Krankheit und Dekadenz, die sich auch heute ihren Ersatz in ausschweifender Konsumherrlichkeit und sonstiger Sinnlosigkeit sucht, aber Gegenstand der Werke über das Wesen der Religionen ist,  wurden neue Kulturmodelle entgegengestellt.

Während Kaiser wie Augustus und römische Philosophen wie Seneca, Cicero oder dann auch Plotin die Gottheiten, die Rom groß gemacht hatten, restaurieren wollten,  sahen maßgeblich aus Kleinasien kommende theologische Philosophen, wie griechischer Naturlehre (Logos) folgende jüdische Hellenisten in Syrien oder der Bildungsmetropole Alexandrien das Heil in einem neuen Weltjudentum, die philosophische Weisheit als wahren Gottessohn und Christus.

Auch wenn das Hoffnung gab, die gesellschaftliche Ordnung sichern, dem Volk auf einfache Weise Erklärung geben, den Sinn vermitteln sollte, die den Weisheitslehren klar war. Da war kein kognitive Täuschung, keine Manipulation der Masse oder Glaube an übernatürliche Monster in vielgestaltiger Form mehr, sondern religionswissenschaftliche, seelsorgerische (frühpsychologische, kulturgerechte) Vorgehensweise. Das Volk zur Vernunft zu bringen, eine in natürlicher Schöpfung begründete Weisheit leben zu lassen, wie wir sie auch heute gegenseitig vergeblich predigen, war auch damals das Thema vielfältiger Modelle.

 Vernunftreligionen lassen ökologische Weisheit leben

Rational begründete Religionen, die im Wissen über die in natürlicher Schöpfung begründete Vernunft/Weisheit als Wesen „Christus“, damit Heil in Folge Moses „Jesus“ möglich sind, werden nicht nur dazu führen, dass die inzwischen bereits von den Schulkindern weltweit geforderte Weisheit an Stelle von National-, Kapital- und Konsumegoismus zum Lebensideal mündiger Weltbürger, damit selbstverant-wort-lich gelebt wird. Die Aufklärung über die die Wurzeln des Christentums, wie der Weltreligionen verhindert Missbrauch von Religionen und Aberglaube, ist Bedingung für kulturellen Frieden und kreative Gestaltung von Zukunft im Gemeinsinn.

Wenn künftig die Wissenschaft aufklärt, wie der biblisch-historische Christus als Offenbarer, wie Begründung rechten Lebens kein Guru, sondern die philosophisch in früher Ökologielehre (Logos) begründete Weisheit in kulturgerecht-menschlicher Person (Rolle) war. Wie damit die Kirche für die Weisheit/Weltvernunft gebaut wurde, die heute allein wegen der Erderwärmung vergeblich in aller Munde ist. Und es ähnlich in den großen Weltreligionen darum ging und in aufgeklärter Reform mehr denn je gehen muss, die heute in Ökologie, wie kultureller Evolution begründete Weisheit im Kult volksbestimmend zu machen. Dann ist das entscheidend für die Zukunft. Daher ist es Zeit für ein aufgeklärt-bildhaftes Verständnis Jesus Christus als in früher Lehre vom kreativen Ganzen  (Öko-Logos) begründete Weisheit als „Christus“, so historisches Heil: „Jesus“.

Denn es macht einen mehr als gewaltigen Unterschied –  auch das Verhältnis der Religionen und abgeschriebene Gottesverständnis, wie folgeschweren Aber“glaube“ an jeweils eigene Buchstaben/Traditionen -  ob an den Hochschulen die urchristliche Verhaltens-, wie Sinn-/Gotteslehre in Weisheit im Weiterdenken der Philosophie begründet, diese als Grundlage der drei westlichen Glaubensgeschwister gelehrt wird. Dann aber weiter ein eigener Gründer als Offenbarung und statt Könige und Orakel bestimmend an den Anfang gestellt, selbst den neuplatonischen Vätern der Kirche unterstellt wird. Für die nachweislich die Lehre des natürlich-zusammenhängenden Weltganzen (Öko-Logos) maßgebend war. Oder ob erklärt wird, wie der Weg umgekehrt sein musste: Wie in kultureller Synthese von Juden und Griechen das von den Schriftgelehrten verworfene Heil in Folge Moses: Josua „Jesus“ (ohne zwei Beine) auf dem biblisch beschriebenen Weg vom Heidenland nach Jerusalem war, in menschlicher Gestalt das Kreuz alter Gottheiten tragen musste. Und wie so die in der Antike nur Philosophen geltende, heute als wesentliche Voraussetzung für Zukunft erkannte Weisheit (für Juden König, Gesalbter) als „Christus“ und eine Gottessohn in Schrift zur Volksbestimmung der westlichen Welt wurde. Wie die Ausdrucksweise der Weisheit im Sinne bisher kulturbestimmender menschlicher Gestalten gerade für die bis ins Mittelalter reichende Mission des wilden Nordwestens die Voraussetzung war. Weil nur so dem einfachen Volk der im Öko-Logos offenbare Sinn allen Seins (Gott), die darauf verweisende, wie davon ausgehende Weisheit zu vermitteln, Befreiung von Orakelglaube, wie menschlichen Gottesmysterien war

 Inhalt:

        Vorweg: Die Zeit ist reif für den Verstand der Weisheit „Christus“, historisches Heil „Jesus“

1.      Grund, Wesen von Vernunftreligionen – Einheit der Religionen in Aufklärung    

2.      Aufgeklärte Anwendung, statt Abschaffung von Religionen entscheidet über Zukunft

3.      Am Anfang waren rationale Religionssysteme, um Weisheit zur Welt zu bringen

4.      Gegensätze Glauben - Wissen sind aufgehoben: gemeinsinnige Nachhaltigkeit ist machbar

5.      Die Wissenschaft ist gefordert

6.      Wie heutige Vorlesungen auf die Weisheit als historisches Heilswesen „Jesus“ verweisen

7.      Danke für vermitteltes Wissen, Bitte um neue Sicht

8.      Der historisch gewandelte Pharisäer Paulus schreibt an die heutigen Jünger der Weisheit

Vorwort – auch zur Unhaltbarkeit heutiger Hypothese

Wenn heute die Naturvergessenheit beklagt, die Ignoranz gegenüber ökologischen Gleichgewichten für die vielfache Zerstörung der menschlichen Lebensgrundlage verantwortlich gemacht wird. Dabei der Versuch, die ökologische Weisheit dem Markt und der Ideologie des Konsumwachstums zu unterwerfen ebenso gescheitert ist, wie eine grundlegende Veränderung globaler Lebens- und Wirtschaftsweise durch Einsicht, Gesetze und Moralpredigten oder weltweiten Klimastreik herbeizuführen. Und wenn gleichzeitig Religionen politisch missbraucht werden, der Aberglaube an eigene Traditionen, Gesetze, Gottheiten zu täglicher Gewalt, Kriegen und weltweiten terroristischen Morden führt. Dann ist Aufklärung, sind Kultursysteme gefragt, wie sie im Wandel vom Mythos zum Logos weltweit entstanden. Vernunftreligionen sind heute mehr als notwendig und in Aufklärung über die Anfänge, wonach in Wissen begründete Weisheit nicht nur als „Christus“ galt, in grundlegender Reformen machbar. Denn wenn heute die Anfänge der Weltreligionen in früher Ökologie, statt menschlicher Gestalten, Glaubensmythen begründet werden. Dann steht aus rationaler Erwägung gefeierten Vernunftreligionen, die sich aufgeklärt auf Gründungsmythen, Traditionen,  nationale Bücher oder Gestalten beziehen, aber in gegenwärtiger, weltgültiger, auch Humanismus umfassender Weisheit begründen, nichts mehr im Wege: Um Weisheit als „Ökologie des Menschen“ in einem natürlichen Schöpfungs-/Sinn- (Gottes-) und so neuen Selbstverständnis zu gelebter Kultur, intrinsischer Lebensbestimmung mündiger Weltbürger zu machen, die die heutigen Religionen zu Recht ablehnen.

Denn die im Wandel vom Mythos zum Logos entstandenen großen Weltreligionen begründeten sich nicht nur im kreativen Ganzen, statt menschlichen Wesen, Meinungen, Traditionen, alten Mythen. Der Grund, der sich im kreativen Kulturwachstum auf ihre jeweiligen Traditionen beziehenden Kulturkonzepte war es, die in früher Ökologie begründete Weisheit in verschiedener Weise, als Tao, Dharma, Logos oder schöpferisches Wort des dann auch arabischen Propheten zur tiefgreifenden Lebensbestimmung zu machen. Die in der Antike nur der Bildung geltende Weisheit hat sich entwickelt, wird naturwissenschaftlich begründet von Weltorganisationen, Parteien oder kirchlichen Predigten, wie Schulkindern gefordert, aber nicht gelebt. Die daher hier erbetene Aufklärung über die Begründung der christlichen Religion, wie Weltreligionen im Öko-Logos ermöglicht in Reformen Vernunftreligionen. Durch die die menschlich unbestimmbare Weisheit bei mündigen Weltbürgern  in intrinsischer Motivation nicht als  Last empfunden, sondern in gem-ein-sinnigen Motivation zur Lebensbestimmung wird. Doch diese Aufklärung kann nur von wissenschaftlicher Autorität ausgehen.

Wie u.a. am Beispiel von Vorlesungen in Heidelberg gezeigt, ist heute, nachdem die biblischen Geschichten nicht mehr wörtlich gelesen, die christlichen Anfänge und Verhaltenslehren in philosophischer Weisheit begründet werden und nur so auch die Sinn-/Gotteslehre in frühökologischer Weisheit zu erklären ist, eine aufgeklärte Sicht mehr als fällig. Auch wenn noch der Gewohnheit, buchstäblicher Glaubensvorstellungen wegen die Reihenfolge auf den Kopf, ein als Logos/Weisheit ausgegebener junger Mann als weltbestimmende Offenbarung an den Anfang gestellt wird. Womit die natürliche, öko-logische „Christus“-Wirklichkeit der Antike, wie das historisch vielfach gegebene Heil, im Judentum „Jesus“, verleugnet, die christliche Religion heute in Visionen nach dem Tod eines Gurus begründet werden muss. Was Religion als gestrig, Gefahr, gegen alle Vernunft und Fortschritt erscheinen lässt, ohne Relevanz für ein weltvernünftiges Verhalten.  

Ohne Zweifel hat es zur Zeitenwende eine Vielzahl von Wanderpredigern, auch jüdischen Kynikern und Stoikern, wie Heilsverkünder im christlichen Sinne gegeben. Die neben den Propheten, den Kaisern oder die Vegetation in Mythen verkörpernden wunderwirkenden Gottessöhnen als nun in Weisheit erfüllt gesehen wurden. Die ebenso wie Zeus als inzwischen im Öko-Logos bedachter, so wie dann auch Serapis bereits den einen Sinn allen Seins verkörpernder philosophischer Pantokrator Modell für Kulturliteraten waren. Deren Heilserzählungen in den Kanon aufgenommen wurden. Es waren vielfältige Schulen, die bekanntlich ja auch ganz verschiedene Heilsgeschichten verfassten, die sich völlig von der als historisch angenommen Geschichte unterscheiden. Die den erst in Neuzeit einheitlich in Jesus übersetzten christlichen Glaubensgrund in ganz anderer Weise beschreiben, als die bekannten, aber selbst auch völlig unterschiedlichen Evangelien.

So sind auf Seiten der Juden-, wie auch Heidenchristen, die die jüdische Tradition verwarfen, Denker und ihre Schulen allein aus der anfänglichen Diskussion der allumfassenden Kirche mit anderen Erkenntnisbewegungen, Kirchen, Christentümern bekannt oder lassen sich heute aufgrund von Textfunden rekonstruieren. Doch das den vielfältigen Heilsgeschichten zugrunde liegende Wesen, der auch den anfänglichen kirchlichen Denkern weltgültige Judenkönig, Gesalbte (Christus), erhoffte Messias als Erfüllung der Propheten, eine Gottes-, wie jetzt weltgültige jüdische Menschensohn war nicht ein heute als historisch ausgegeben junger Mann aus Galiläa. Im biblischen Text, wie bei sämtlichen Erbauern der Kirche ging es um die Weisheit, die im jetzt platonistisch (im Öko-Logos) begründeten Judentum „Christus“ war. Worauf nach einer Notiz von Philipp Melanchthon (auf „Jesus Sirach“ verweisend) Erasmus von Rotterdam Bezug nahm, als er in volksverständlicher Form die vormaligen Christustitel und Nomina sacra wie dann auch Martin Luther einheitlich in „Jesus“ übersetzte. Mit dem heute unterstellten Handwerksburschen hatte weder der ursprünglich griechische Pantokrator nach Zeus, wie er noch heute in der Kirche hängt oder von modernen exegetischen Werken blickt und hatten dann in Latein die heiligen Namen auf jeden Fall nichts zu tun.

Die Gnosis, philosophische Erkenntnis, damit Weisheit nach frühem Monismus (Lehre vom zusammenhängenden kreativen Ganzen: Öko-Logos) war keine neben dem Christentum entstandene antike Sekte. Die philosophische Weisheit nach Öko-Logos war auch Grundlage des allumfassenden, volks-/kulturtauglichen Christus-Konzeptes der von Neuplatonikern und Kaisern auf unzähligen Konzilen erbauten Kirche. Weder diesen über das Wesen der Weisheitslehre  diskutierten Philosophen, noch den Verfassern der verschiedenen Heilsgeschichten (bei Johannes eine griechische Philosophenschule) auf die sich die anfänglichen Denker beriefen, damit auch Paulus (bei dem heute von Platonismus oder Philo gesprochen wird) kann die philosophische Erkenntnis, Weisheit abgesprochen und ein junger Galiläer unterstellt werden.  Auch in der Kirche ging es ganz eindeutig um die in philosophischer, damit frühwissenschaftlicher Erkenntnis begründete Weisheit. Es war damit die Weisheit, nach der heute aufgrund weiter fortgeschrittener, nun empirischer naturwissenschaftlicher Erkenntnis von aller aufgeklärten Welt gerufen wird.  

Zwar führt das zu einem völlig neuen Glaubensverständnis, das gegen derzeitige Vorstellungen spricht. Doch dass es bei Jesus Christus nicht um ein menschliches Wesen, sondern um die in frühwissenschaftlichem Ökologieverständnis begründete, heute mehr denn je gefragte Weisheit/Logos (Weltvernunft) in menschlicher Person (Rolle) ging, steht bei freiem, unvoreingenommenem Blick außer Frage. Auch wenn das jüdische, wie griechische, im antiken Monismus (zusammenhängende Ganze) begründete Verständnis in noch recht spekulativen verschiedenen Modellen begründet war. Wo von vorsokratischen Denkern, dann von die stoische Soziallehre definierenden Mittel- und Neuplatonikern vom Logos, jüdisch von Weisheit, göttlichen Pneuma, einen Sohn, Kyrios oder dem Vater als sich in aller Schöpfung zeigenden, alles zusammenhaltenden Potenz einer höchsten Sinnhaftigkeit, Herrlichkeiten, Gutheit (Gott) gesprochen wurde. Wo so ein im kreativen Weltgeschehen wahrgenommenes einziges Mittlerwesens, damit „Christus“, wie eine himmlische Gabe, ein Welterlöser, die Geschichte des Heils, der historische „Jesus“  kulturgerecht geschildert wurde. Da war das kein Geschwätz im Aufwärmen alter Glaubensmythen, durch die der inzwischen natürlich-kausal erklärten Schöpfung spekulativ eine feinstaubliche Substanz  unterstellt und die einem Heilsprediger aufgesetzt wurde.

Da ging es um das, was damals nur wenigen Denkern galt, als Christus in Schrift über das Mittelalter bewahrt wurde, wir heute in fortgeschrittener wissenschaftlicher Weise nicht mehr als platonische Weltseele, göttlichen Plan, sondern als in Ökologie naturwissenschaftlich begründete Weisheit bezeichnen. Es ist ein Unding, hellenistischen Juden als Verfasser der Evangelien, noch mehr der Paulusliteratur die in Philosophie begründete Weisheit als das christliche Wesen zu unterstellen. So zu lehren, wie diese Vernunftlehre (Logos) vom Weltganzen, Weisheit auch das Thema der Theologie sämtlicher neuplatonischer kirchlicher Vordenker war. Die die Notwendigkeit eines volksgerechten Kultes sahen, daher die menschliche Erscheinung der Vernunftlehre, selbst das Zeichen des Kreuzes in den verschiedenen bisherigen Kulturvorstellungen begründeten: Um  Weisheit im bisher menschliche Bilder, wie Kaiser verehrenden Volk, dem die Philosophie fremd war, kulturbestimmend zu machen, in Fleisch und Blut übergehen zu lassen. Daher lässt sich nicht weiter auf buchstäbliche Weise unterstellen, es wäre nur um einen nach Visionen seiner Anhänger zur universalen Bestimmung und Offenbarung gewordenen Heilspredigers gegangen, der als neue Königsherrschaft schöpferischer Weisheit hingestellt wurde.

Denn weder die bewusst komponierten Geschichten (die die Weisheit als Christus im Stile der Kaiserevangelien als wahren König beschrieben), den die Theologie der Weisheit, anstelle Buchstaben des Gesetzes als Christus zur Mission machenden Aposteln wie Paulus oder ihm folgende neuplatonische Vordenker der Kirche handeln von dem, der heute an den Anfang gestellt wird. Der aufgrund von Visionen als Juden-, jetzt Weltkönig ausgegebene Sohn einer jungen Frau kommt an keinem Ort, keiner Stelle der Kultgeschichten oder der Kulturgeschichte vor.

Hier geht es nicht darum, alles besser zu wissen, als die theologische Hochschulwissenschaft. Die heute in buchstäblicher Weise wie selbstverständlich einen inzwischen einfachen Wanderprediger mit Namen Jesus als historisch voraussetzt und mühsam, aber völlig unhaltbar geworden, versucht so die Anfänge zu erklären. Vielmehr wird diese aufgegriffen, um die urchristliche Geschichte und Lehre aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Von natürlicher, im Öko-Logos begründeter Weisheit, damit einem realen kosmischen „Christus“ und historischen Heil „Jesus“ aus. Was einem Studenten, der von Kind auf keinen Zweifel an der der Heilsprediger-Hypothese seiner Lehrer hat und dieser  in seiner Arbeit gerecht werden muss, nicht möglich ist. So wird nicht nur die historische, sondern die davon ausgehende heutige Heilswirklichkeit bedacht.

Die heutige Hypothese ist historisch-wissenschaftlich unhaltbar geworden.

Es ist unhaltbar geworden, die christlichen Anfänge in den verschiedenen philosophischen Vernunftlehren (Logos) zu erklärten, bei Paulus von Platonismus zu sprechen oder den vielfältigen anfänglichen Christentümern, Erkenntnisbewegungen, die philosophische Suche nach dem Woher und Wozu, dem Sinn allen Seins und davon ausgehende Diskussion über die rechte Lebensweise zu bestätigen. Dann aber weiter  davon ausgehen zu wollen, dass all dies bedenkende Neuplatoniker, denen die Vernunft/Weisheit heilig und maßgebend  war, einen Wanderprediger auf diese Weise hochleben ließen. Selbst den Arabern, die sich ebenso auf Platon, Aristoteles oder Zarathustra beriefen, im Koran eigene Wege gingen und die Ausdrucksweise der in Schöpfung begründeten Vernunft/Weisheit (Wort) als Gottessohn ablehnten, zu unterstellen, sie hätten Jesus Christus, den sie eindeutig als „Wort“ sahen und bezeichneten, was sie in prophetischer Form vermittelten, für den gehalten, der heute als historisch gilt. Wenn heute Wissenschaftler den Weg nachzeichnen, wie und warum aus Jesus Christus Mohammed wurde, zeigen Sie damit selbst, wie unhaltbar es ist, weiter einen jungen Mann an den Anfang stellen zu wollen. Nach Aufklärung über die gemeinsamen Anfänge in schöpferischer Weisheit, frühem Öko-logos, wird der wahre Gottesstaat im Sinne von Jesus und Mohammed nicht mehr von terroristischen Vereinigungen vertreten. Die sich auf Buchstaben berufen, die vor 1.500 Jahren im Orient schöpferischer Weisheit/Vernunft entsprachen. Vielmehr ist IS dann, wenn weltvernunftbegeistert das gelebt wird, was UN, Weltklima-, Friedens-, Gesundheits- und Ernährungsorganisationen oder inzwischen die Schulkinder predigen.

Selbst die längst abgeschriebene, nach heutiger Hypothese nur noch lächerliche oder von Theologen willkürlich definierte, anfänglich jedoch philosophisch heiß diskutierte Trinität zeigt eindeutig, dass es am Anfang nicht um einen jungen Mann ging.  So wenig wie die zur Symbolfigur, so die Menschen weltweit ansprechende, wachrüttelnde Greta Thunberg die Verkörperung von ökologischer Weisheit oder dafür maßgebend ist, ging es anfänglichen Denkern um einen besonders bibelschlauen Galiläer. Wobei sich selbst bei der zum Kultobjekt gewordenen jungen Schwedin, die der Klimabewegung, wie der künftigen Generation ein Gesicht gibt, das mehr Gehör findet, als alle Wissenschaftler und Weltpolitiker, zeigt, wie Kultur funktioniert. Nicht nur warum in der Antike die philosophische Weisheit allein zu kurz griff, sondern auch heute mehr notwendig ist, als Wissen um das, was im schöpferischen Sinn richtig wäre, lässt sich heute auch bei allen nicht von Programme, sondern von menschlichen Personen bestimmten Wahlen, wie in der gesamten Kommunikation beobachten..

Mit der Missionsaufforderung des heute unterstellten Handwerksburschen, der seine Anhänger nach Matthäus 29,19 aufforderte, alle Völker und Menschen zu seinen Jüngern zu machen, sie im Namen des Vaters und Sohnes und des Heiligen  Geistes zu taufen und zu lehren, was er befohlen hat,  lässt sich die jahrhundertelange christologische Auseinandersetzung und auch die Trinität mit Sicherheit nicht erklären. Zumal selbst hierbei deutlich wird, wie nicht den Worten eines handauflegenden Wanderpredigers Folge zu leisten, darauf die Lehre zu gründen, sondern die im Öko-Logos begründete Weisheit an die Stelle von Orakelglaube und jüdischem Traditionsgesetz/Buchstaben getreten war.

Die Dreieinigkeit ist bei dem, was heute an den Hochschulen als der historische Jesus vermittelt wird, nicht nur mehr als mysteriös. Denn wo der Sohn einer jungen Frau, der alles nicht war und wollte, was aus ihm gemacht wurde, als der historische Sohn gilt. Da ist es geradezu absurd, ihn auf eine Stufe mit dem stellen zu wollen, was den Alten in kosmischer Ordnung begründete Wesentlichkeit oder ein Sinn allen Seins, so Gottheit der Väter war. Beim bedeutungslosen jungen Mann muss sich niemand wundern, dass dann in Dreieinigkeit auch der Vater zur völligen Unwesentlichkeit wird, der Gottestod eine wissenschaftlich beschlossene Sache scheint.  Wenn es im christlichen Glauben um das ginge, was der heute vorausgesetzte, von seinen Anhängern vergötterte Guru über die rechte Lebensweise sagte und offenbarte, müsste die christliche Theologie an den Hochschulen schnellstens verboten werden.

Aber da der Logos, damit die Lehre vom kreativ zusammenhängenden Weltganzen und der so begründeten Weisheit das Thema der anfänglichen Denker und ihrer Diskussionen war, löst sich das die christliche Lehre lächerlich machende Mysterium auf. Denn es können keine schlechten Träume gewesen sein, die  bei Neuplatonikern dazu führten, einen jüdischen Heilsprediger zu hellenisieren, als das hinzustellen, was diesen Denkern bisher  als Logos/Weisheit maßgebend war und dann eine  Dreieinigkeit von Vater, Sohn und Heiligem Geist zu bedenken. Wo als Kirchenväter geltende Neuplatoniker aus Kappadokien, deren Väter bereits eine philosophisch bedachte höchste Wesentlichkeit im Sinn von Zeus und JHWH in Synagogen verehrten, auf den Konzilen Dreieinigkeit definierten. Da kann es nur um das gegangen sein, was heute nicht mehr in spekulativen Modellen des Weltganzen von Philosophen als Sohn zu bedenken, sondern in umfassender naturwissenschaftlicher Arbeit begründete Weisheit ist. Denn die heilsamen ökologischen Zusammenhänge der Welt, die der Mensch ohne ein heilvolles Verständnis der kulturellen Zusammenhänge durch seine Kurzsicht, unheilvollen Wesentlichkeiten (Gottheiten) kippt, werden heute beispielsweise von Klimaforschen im Labor berechnet, am Wachstum von Bäumen, im Waldbestand oder in Expeditionen am Nordpol untersucht.

Die Bio-Wissenschaften haben heute die weltgültige Deutungshoheit über die gemeinsamen Wesentlichkeiten, den Sinn des Ganzen und so rechte Lebensweise, wie sie inzwischen auch in der Kirche als schöpferisch gerecht gepredigt wird. Auch wenn Philosophen beklagen, dass ihnen der Boden unter den Füßen genommen wird und sie zu Recht darauf hinweisen, dass die anfängliche Philosophie mehr war, als Naturwissenschaft, sondern Haltung zum Leben. Die Naturwissenschaften beschreiben das System des Weltganzen, die natürliche, öko-logische, damit schöpferische Ordnung nicht nur der Erde, sondern des Weltalles. Sie haben die Arbeit übernommen, die bei den Vorsokratikern noch recht spekulativ begann, dann von den verschiedenen philosophischen Schulen fortgesetzt wurde und so nicht allein ins Christentum mündete, zum Kult gemacht wurde.

Warum über das Wesen der Weltvernunft/Weisheit, die heute keine Angelegenheit spekulativer Philosophie ist, sondern selbst den Schulkindern aller Welt gilt, gestritten wurde,  lässt sich nachvollziehen.  Wäre es nicht auch heute mehr als heilsam zu erkennen, wie die ökologisch begründete Weisheit wesenseins mit dem Grund allen Seins und damit den Wesentlichkeiten der Väter ist, wohl aber in Kultur eine eigene Aufgabe, Rolle (Person) hat?

Und dass es außer der im jüdischen Heil „Jesus“ als  Messias, Christus geltenden Weisheit/Weltvernunft nichts über den Sinn/Grund allen Seins, damit die Wesentlichkeiten/Gottheiten der Väter zu sagen gibt, lässt sich nicht nur historisch nachvollziehen. Wer heute beobachtet, was nicht nur in der Kirche und erst Recht in Bibel-TV alles über Gottes Eigenschaften oder Wille gesagt wird, wie im buchstabengerechten Fundamentalismus ein menschlicher Designer bewiesen werden soll, dann von den Glaubenskritikern als Spaghettimonster polemisiert wird. Und wer Vorlesungen über Gotteslehre besucht, bei denen in Abgrenzung dazu den Lehramtsanwärter(n)innen eine völlig Natur-/Philosophiefreie letzte Hoffnung als moderne, wissenschaftlich jedoch längst abgeschriebene Gottheit vermittelt werden muss, ohne jegliche Verhaltensrelevanz. Bei der auch der biblisch-historische Jesus keine Rolle mehr spielt. Der kann erkennen,  warum es auch heute außer dem in der Antike als Sohn definierten, in Vernunftlehre erklärten Weltganzen, so begründeter Weisheit nichts über den Vater, die Wesentlichkeiten der Väter zu sagen gab.

Auf jeden Fall war die Weisheit, die den spätantiken Kaiser als König aller Könige galt, völlig unmöglich der heute unterstellte junge Galiläer. Es kann dabei nur die im historischen Heilsprozess, jüdisch „Jesus“ gegebene Weisheit als „Christus“, gegangen sein, die in aller Natur/Schöpfung begründet war. Nach der im Zeitalter des allein durch seine technischen Möglichkeiten zum naturbeherrschenden Anthropozän gewordenen Menschen nicht allein zu regieren, sondern zu leben und die Regierenden zu wählen wären. Denn wie gerade in einer Demokratie das jüdische Kulturmodell sinnvoll sei, bei dem die Weisheit an Stelle des Kaisers nicht nur im philosophischen Kopf, sondern durch den gemeinsamen Kult im Herzen (der Psyche, Emotion) zur intrinsischen Motivation der Masse der Menschen geworden war, war Thema antiker Denker. Allein in einer im philosophischen Judentum (bei Philo) entstandenen „Josefsgeschichte“. So wundert es auch nicht, wenn Neuplatoniker wie Plotin im ägyptischen Kult im Namen Isis und Osiris eine frühe Philosophie, dann dessen als Kirchenväter geltende Schüler so die jüdische Tradition verstanden, die Moses-Mythen der Thora in diesem Sinne deuteten. Doch mit einem besonders thorschlauen Handwerksburschen, den man nur philosophisch eingefärbt hätte, hat das alles nichts zu tun.

Und  wenn Neuplatoniker die Notwendigkeit eines umfassenden Kultes beschrieben, um Weisheit/Logos als König im Volk einzuverleiben, lebendig werden zu lassen und hierzu auf rationale Weise volkstaugliche Religionskonzepte begründen. Wonach aufgrund der bisherigen Kultvorstellungen die Vernunft der Geschichten von Tod und Auferstehung einer menschliche Erscheinung für das in Weisheit=Christus begründete Heil, damit der bekannte Heiland begründet wird. Dann ging es eindeutig nicht um die unterstellte Verherrlichung, Hellenisierung eines heilspredigenden Handwerkers oder dessen apologetische Ausgabe für Bildungsbürger. Was bisher den von der Mehrheitskirche als sich wegen ihrer  Abstraktheit oder Gültigkeit nur für Eingeweihte zu Unrecht auf wissenschaftliche Erkenntnis (Gnosis) verworfenen Lehren oder Christentümern unterstellt werden muss. Weil dort, wo in den von der auf einen allumfassenden Volkskult setzenden Kirche abgelehnten Lehren die einfache menschliche Erscheinung nicht im Mittelpunkt stand, noch eindeutiger die Weisheit philosophischer Lehre (Logos) als Heilswesen zutage tritt. Vielmehr war die kulturgerechte Erscheinung des Logos (der in früher Wissenschaft um Ökologie begründeten Weisheit) das Thema in der gesamten anfänglichen Theologie/Christologie, für die eine Kirche gebaut wurde. Und dies war nicht einfach ein Gottesbild traditionellen Glaubens, sondern im Gegenteil: Was in den maßgeblich  den heutigen Humanismus begründenden philosophischen Schulen im Sinne des kausal-kreativen Ganzen bedacht wurde, den Soziallehren der Stoa zugrunde lag, war im christlichen Kult als König im Sinne des bisherigen Kultes einzuverleiben, lebendig zu machen. Nicht umgekehrt!

Und die Aufklärung, dass am christlichen Anfang keine Heilsprediger-Herrlichkeit, sondern in Ökologie, damit auch Gemeinsinn begründete, humanistische Weisheit und eine so im Sinne von JHWH, wie Zeus erkannte/offenbare höchste Wesentlich stand. Die ist die Voraussetzung, auch den ursprünglichen und heute höchst modernen Grund der Schwesterreligionen in aufgeklärter Weise zu sehen: Um die in heutigem Wissen begründete ökologische Weisheit in intrinsischer Motivation zur tiefgreifenden Lebensbestimmung moderner Menschen zu machen. Die sich für das Leben, die Natur begeistern und was danach im Sinne der Vätergottheiten höchst wesentlich war, ist und sein wird.

Vorweg:  Die Zeit ist reif für den Verstand der Weisheit „Christus“, historisches Heil „Jesus“

Ob Christen als Anhänger überkommener Glaubensvorstellungen gesehen werden oder ob mündige Menschen, die bisher Religionen als gestrig und Gefahr sehen, den christlichen Kult aus rein rationalen Erwägungen praktizieren. Weil sie so als selbstverantwortliches Teil der Natur, damit als Weltbürger in humanistischer Weise eine Ökologie des Menschen leben, Zukunft gestalten, statt weiter vernichten wollen. Das hängt allein an der konsequenten Auswertung heute gegeben kulturhistorischen Wissens. Was zumindest die Voraussetzung wäre, dass in Natur begründete Weisheit in Kopf, wie Herzen (der Emotion, Psyche) mündiger Menschen in Kult(ur) auf moderne Weise zum wahren König werden kann, so der Mensch der Natur/Schöpfung gerecht wird.

Jesus von Nazareth ist eine Gestalt der Geschichte und die Bewegung der Christen ein  Zeugnis der Wirkungsgeschichte dieser Person. So beginnt zu Recht ein aktuelles Lehrbuch über „Die ersten 100 Jahren des Christentums“.  Aber die bekannte Wirkungsgeschichte kann bei dem, was wir über die Anfänge des jüdischen Monotheismus in früher Philosophie, Weisheit, dessen nun auch Griechen geltende Neubegründung in Christus wissen und auch im Lehrbuch über das Denken und die Erkenntnis und die davon ausgehenden Denker der Zeitenwende, ob hellenistische Juden, Kaiser, wie neuplatonische Vordenker der Kirche  nachzulesen ist,  unmöglich von dem ausgegangen sein, der heute unterstellt wird. Wo die monotheistischen Anfänge im Namen Moses in ägyptischer Kosmotheologie, wie in persischer Philosophie, Weisheitslehre im Namen Zarathustra nachvollzogen, Propheten wie Jesaja im Gleichklang mit griechischen Naturphilosophen oder Religionsgründern des Ostens genannt wird, die nach dem Übergang vom Mythos zum Logos neue Kulturmodelle entwarfen. Wo in vielfältigen philosophischen Lehren der biblische Monotheismus und davon ausgehende Lehre von einem schöpfungsgerechten Verhalten auf weltgültige Beine gestellt wurde. Da können Denker, die die All-Einheit, den einen Sinn allen Seins in neuer Weise erkannten, hierin das Recht und schöpferisch gerechte Lebensweise begründeten, nicht plötzlich auf Visionen umgeschwenkte sein, die sich nach dem Tod eines Heilspredigers ergaben, der alles nicht sein wollte und war, was über ihn geschrieben wurde.

Von dem, der heute unterstellt werden muss, wenn am Anfang nur ein zweibeiniges Wesen war, ist keiner der anfänglichen Denker ausgegangen. Von dem handeln weder die vielfältigen biblischen Texte, noch die  eindeutig sich in natürlicher Schöpfung begründete weit darüber hinausgehende am Anfang verschiedener Christentümer, Kirchen, Erneuerungsbewegungen stehende weiter frühchristliche Literatur. Das Heil war dort gegeben, wo im allegorischen Verstand der Thora die Theologie (Rede vom Einen, Wesentlichen, wie Verhaltenslehren) im Öko-Logos, so bedachter Weisheit begründet war. Die Person, von der die Wirkungsgeschichte ausging, kann nach allem was wir über das antike Denken und Diskutieren wissen, nur die menschlich-kulturgerechte Ausdrucksweise der Weisheit gewesen sein. Zumal wir nachvollziehen heute können, wie nur so die kreative kulturelle Entwicklung, die menschliche Erscheinung im Sinne bisheriger Kulturbestimmungen (Götter, Kaiser, Propheten) die Voraussetzung für die Wirkungsgeschichte und damit kein doketistisches Scheinwesen war, damit das in Weisheit gegeben Heil in Folge Moses, Josua, lat. Jesus keine zwei Beine hatte.

Von wegen, dass da ein besonders thoraschlauer Junghandwerker als autodidaktischer Weisheitslehrer unterwegs war, als Christus zur Weltbestimmung, zum König, Gotteswort, Weisheit, neuem Tempel oder gar Gottheit erhoben wurde. Auch wenn die als Christus (Gesalbter: wahrer, jetzt weltgültiger Judenkönig) weitergedachte Weisheit von Philosophenschulen begründet wurde. Sie kam nicht aus dem Mund menschlicher Wesen und Beliebigkeit, war nicht in Buchstaben der Tradition, sondern in Natur begründet. Es ging um eine Weisheit, wie sie im Zeitalter des naturbeherrschenden Anthropozän mehr als wesentlich, aber noch nicht im modernen Sinne als König oder schöpferische Bestimmung (Wort), Mittler höchster Wesentlichkeit (Gottheit) maßgebend ist.

Weder das, was wir als christliche Offenbarung bezeichnen (in früher ökologischer Weisheit auf eine höchste Wesentlichkeit im Sinne der Vätergottheiten verwies), noch die Verhaltenslehren oder sonstige Bedeutungsaussagen des Neuen Testamentes, das mit Blick auf ein jetzt weltgültiges Judentum erwartete messianische Heil, lassen sich in dem begründen, der heute an den Anfang gestellt wird. Mit der heute zu unterstellenden Verherrlichung eines Gurus durch seine Anhänger ist all das nicht zu machen, was für die anfänglichen Denker in bekannter Synthese von Juden und Griechen Jesus Christus ausmachte. Selbst die Liebe des Nächsten, wie des Selbst und auch die frühchristlichen Diskussionen über eine rein asketisch Lebensweise, wie sie die Kyniker vertraten oder eine schöpferisch vernünftige ohne Sack und Asche, die mehr der Weisheitslehre der Stoa, wie auch Mehrheitskirche (Augustin) entsprach, verweisen auf die Weisheit/Weltvernunftlehre (Logos), die antiker Bildung maßgebend und heilig war, dem Volk in Bildern bestimmend werden musste.

a)     Wo ein Mensch als Weisheit, Wort an den Anfang gestellt wird, sind Bibelfälscher am Werk

Wie die Zeit erfüllt ist, zeigt allein die unumkehrbare zeitgemäße  historisch-kritische Sicht, die die Kritik an biblischen Aussagen von Glaubensgegnern längst überholt hat. Wegen der Klaus Berger, der als meistgelesener deutscher Theologe noch vor wenigen Jahren in Heidelberg für das Neue Testament verantwortlich war, nun seine Schüler und Nachfolger auf evangelischer, wie katholischer Seite als „Die Bibelfälscher“ bezeichnet. Die mit dem um seine schöpferische Bedeutung beraubten Wanderprediger die Welt um die Wahrheit betrügen, den christlichen Glauben zerstören, nur eine Wüste hinterlassen würden. Was zwar zutrifft, aber zeigt, wie wir „zwischen den Zeiten“ leben. Wie die Zeit der biblisch-buchstäblichen Offenbarung als maßgebende Bestimmung abgelaufen, so ein bedeutungsloser, auf ein Zwergenmaß geschrumpfter, damit den Glauben grundlos machender Wanderprediger vorausgesetzt wird. Der jedoch den modernen Menschen (selbst die einen Charismatiker ins Herz geschlossen haben) so wenig eine natur-, damit schöpfungsgerechte und soziale Lebensbestimmung geben kann, wie dies mit Bergers buchstäblicher Heiligenschein nach den buchstäblich verstandenen biblischen Geschichten noch möglich ist.

Wenn der heute bedeutungslos gewordene (so jedoch unhaltbare) jungen Mann, auf den Professor Berger als Christus beharrt, an den Anfang gestellt wird, kann heute nur eine Verfälschung der Anfänge, wie Bibel herauskommen. Wo heute ein Heilsprediger gilt, der alles nicht war und wollte, was aus ihm wurde, dann aber dargestellt wird, wie der nach Visionen seiner Anhänger die neue Königsherrschaft der Weisheit verkörpert hätte. Da tritt Zutage, wie die historische Reihenfolge (damit auch die Bibel) auf den Kopf gestellt wird. Denn wenn die Königsherrschaft der Weisheit als Christus (Gesalbter) das Thema des Neue Testamentes ist. Dann hat das nichts mit einem jungen Mann, Visionen nach dessen Tod, gar einer Glaubenspoesie oder Manipulation der Masse zu tun. Vielmehr zeigt sich, warum die im Öko-Logos begründete Weisheit, nach der heute vergeblich gerufen wird, damals das Kreuz der bisher bestimmender Kulturbilder-/Vorstellungen tragen musste, um den Menschen mit der Natur, wie deren Sinn zu versöhnen.

Denn wie notwendig die menschliche Ausdrucksweise war, es aber in Wirklichkeit um eine im Weltganzen begründete Realität, Weisheit ging, lässt sich mit jedem Zuwachs an Wissen, auch über die Geschichte des Mittelalters und der Mission des Nordwestens erkennen. Die allmähliche Absage an Götzen, sterbliche Götter geschah nicht aufgrund eines verherrlichten Gurus, sondern dem, was im Weltganzen, allem Werden wahrgenommen, kulturgerecht vermittelt wurde.

Wo beispielsweise auch im China der frühen Jahrhunderte ein nestorianisches Christentum nachgewiesen wird, das sich auf Abraham bezog, das Dao in der christlichen Lehre verwirklicht sah. Da tritt das Wesen Christus zutage, ist diesen Denkern so wenig wie den Vätern des Koran oder der Kirche zu unterstellen, einem als Logos/Weisheit gesehenen oder so verherrlichten Heilsprediger auf den Leim gegangen zu sein oder diesen philosophisch verherrlicht zu haben.   

b)     Erfüllung des Alten Testamentes in Weisheit als lebendiges, weltgültiges Wort/Gesetz

Wo das Evangelium nicht mehr in Halluzinationen nach dem Tod eines Gurus erklärt werden muss, sondern die in früher Ökologie begründete Weisheit bedacht wird. Da kann die schöpferische Stimme/Bestimmung, die der Bibel/Schrift zugrunde liegt, in Gegenwart, wissenschaftlich begründeter Wesentlichkeit, natürliche Sinnhaftigkeit, Weisheit wieder aufgeklärt als schöpferische Bestimmung (Gotteswort) verstanden und zur frohen Botschaft werden.

Denn nicht allein Paulus, auf den noch eingegangen wird, auch die Evangelien, die das im Alten Testament erwartete Heilswesen in seiner Geschichte in kulturgerechten Bildern beschreiben, sind eindeutige Zeugen, dass es beim Jesus Christus, den die Verfasser vor Augen hatten, völlig unmöglich um den ging, der heute als historisch gelehrt wird und nur als Gotteswort gesehen oder ausgegeben wurde. Da war kein Aufwärmen alter Lehren, Buchstaben, sondern eine im Öko-Logos (Lehre vom natürlichen Weltganzen) begründete, auch in anderen Weltreligionen vorausgesetzte Weisheit als „Christus“  und lebendiges Wort das Thema. Da ging es um eine Weisheit, die sich „Gott sei Dank“ entwickelt hat, wir heute voraussetzen, naturwissenschaftlich in Ökologie, wie auch kultureller Evolution begründen.

Sich auf Jesus von Nazareth gar als Erfüllung des Alten Testamentes und damit lebendig Wahrheit, weltgültigen König zu berufen, ohne die Weisheit bedenken zu wollen, die antiker Bildung maßgebend war, ist unmöglich geworden. Das macht nicht nur den christlichen Glauben lächerlich. Zumal wir heute wissen, wie auch das Judentum, der Lobgesang der dann ins Neue Testament eingeflossenen Psalmen oder die Lehre der Propheten in kosmologischer/schöpferischer Weisheit gründen, im Christentum, wie Islam aufgingen. Oder befassen sich die Psalmen, die als Loblieder der Herrlichkeit (früher Weisheit) der natürlichen Schöpfung schwärmen, daher von der jungen Kirche in Jesus Christus erfüllt gesehen wurden, mit einem heilspredigenden Handwerksburschen?

Waren die Ägypter, dann die Weltentstehung in der Vorstellung ihrer Zeit beschreibenden, aus himmlischer Berechnung statt menschlicher Könige ihre Bestimmung ableitenden Hebräer, deren Heilserwartung als erfüllt gesehen wurde, Naturbeobachter? Oder ging es da, wo die Weisheit im Königtum der Hörer schöpferischer Bestimmung „Israel“ in David und Salomo auf lyrische und literarische Weise zum Ausdruck gebracht wurde, auch nur um Verherrlichung eines Gurus?

c)      Juden, Christen, Islam gingen vom im Öko-Logos begründeter Weisheit aus

Wenn heute die gemeinsame Grundlage von Bibel, wie des Koran im Judentum erkannt, dann in Platonismus beschrieben wird. Oder wenn Jerusalem, wie Mekka als Ideal und Mohammed als Weiterführung von Christus erklärt wird. Dann führt das nicht weiter, wenn den Studenten beigebracht wird, dass in Jerusalem ein häretischer Heilsprediger hingerichtet, dann verherrlicht oder hellenisiert wurde. Denn so  wird die dem Kulturmodell des Nordwestens, wie Südens zugrunde liegende Weisheit nicht bedacht. Doch wo heute der Platonismus als Grundlage für die im Orient und Okzident in Folge Abraham (aufgeklärten Verstandes der Moses-Propheten als frühe Philosophie) entstandenen Weltreligionen (philosophischer Sinn- und Verhaltensbegründungen) beschrieben wird. Ist es da keine bücherverbrennende Wissensverweigerung, weiter als einzig wissenschaftlich auf einen Wanderprediger  als Offenbarung eines neuen, weltgültigen jüdischen Bundes bestehen zu wollen? Wobei dem philosophischen Judentum der Zeitenwende (beileibe nicht allein Philo), das in Synthese von Platonismus und Thora die jüdische Bestimmung (Wort/Thora) in philosophisch bedachter Weisheit auf weltgültige Beine stellte, eine Schlüsselrolle zukommt.

Wo sich beispielsweis auch philosophische Vorlesungen damit befassen, wie Plotin als Begründer des Neuplatonismus, dessen Schüler die die Väter der Kirche waren (ähnlich wie im Namen Philo), bereits die die ägyptischen Mythen von Isis und Osiris im Sinne der platonisch-rationalen Lehre deutete und so dann auch die biblischen Geschichten gelesen wurden.  Wo heute auch klar ist, wie dabei der Islam im Orient andere Wege gehen musste, als die als Kirchenväter geltenden Neuplatoniker, daher die Inhalte Paulus wie des Koran nicht zufällig ähnlich sind. Wie vielmehr die beiden Weltreligionen die gleiche Grundlage im philosophisch beachten Öko-Logos haben, der Messias nicht nur verschiedene Gesichter hatte, sondern bewusst verschiedene Konzepte gewählt wurden, um Weisheit kulturgerecht zur Welt zu bringen. Da gibt es zwar sicher noch viel über die Anfänge und verschiedenen kulturellen Begründungen und Konzepte der beiden Weltreligionen zu erforschen. Doch dass im Konzert der Weltreligionen im Christentum ein Handwerksbursche als Weisheit und damit Weltbestimmung ausgegeben, so dann Neuplatonikern, die eine höchste Wesentlichkeit im Sinne von Zeus, wie JHWH bedachten, wie dann auch Germanen und Franken nur ein jüdisches Gottesbild von einem himmlischen Handwerker schmackhaft gemacht wurde. Und dass darauf selbst die sich auf Aristoteles, wie persische Weisheitslehre berufenden Erfinder des Korans hereinfielen oder chinesische Denker in diesem das Dao sahen. Das ist nach heutigem Wissen ein Witz.

Wie kann man das Neue Testament auf die alte Weisheitsliteratur beziehen oder beispielsweise Jesaja in eine Reihe mit den anderen in der Achsenzeit, dem Wandel vom Mythos zum Logos zeitgleichen vorsokratischen Weisheitslehrern, ebenso  den Erfindern östlicher Weltreligionen wie Konfuzius oder Buddha stellen. Dann aber weiter unterstellen wollen, da sei ein bibelschlauer Handwerksbursche nach seinem Tod zum Christus erhoben und so als neuer Exodus, endgültige Befreiung aus dem jüdischen Exil, Weltgültigkeit jüdischer Bestimmung, Weisheit gesehen worden?

d)     Die messianisch erwarte Weltgültigkeit jüdischer Bestimmung war in Weisheit gegeben

Wo durch Schriftzitate aus dem Alten Testament nachgewiesen wird, dass Jesus der erwartete Messias und gleichzeitig der Schlüssel zur Auslegung des alten Gesetzes ist. Da kann nur die jetzt weltgültige, im Öko-Logos begründete Weisheit bedacht werden. Wie sie im hellenistischen Judentum als Heil im Sinne Moses, so Josua, lat. Jesus galt. Was allein schon aus Jesus Sirach bekannt ist. Was gegen den Widerstand von alten jüdische, wie heidnischen Autoritäten galt, als Heilsbringer den Völkern den Weg wies, war historisch eindeutig die in früher Ökologie begründete Weisheit als Jesus Christus. Ein besonders thoraschlauer, weisheitspredigender Handwerksbursche, der von seinen Freunden als Messias gesehen und als Weisheit hingestellt wurde, schließt sich aus.

So handeln nicht allein die den Logos als ihr Thema vorstellende, damit „wort“gewaltige Erzählung einer eindeutig von Weisheit ausgehende griechischen Philosophenschule (Johannes), die wahrscheinlich in Rom entstandene älteste, auch für weitere Evangelien als Vorlagen geltende Jesusgeschichte (Markus), ebenso das universale Jesusbuch (Matthäus) und die hellenistisch-lebendige Geschichte (Lukas),  vom historischen Jesus. Dem Heil „Jesus“, das dem hellenistischen Diaspora-Judentum in Weisheit „Christus“ gegeben war. Nur ist es dabei nicht um den unterstellten jungen Mann, ein altes Gottesbild oder einen zu glaubenden poetischen Mythos gegangen, sondern das Heil, wie es historisch in Weisheit den nun platonistischen Juden gegeben war, als wanderpredigender Pantokrator zur Welt gebracht wurde. Der daher zu Recht von den Werken einer modernen exegetischen Reihe des kath. Bibelwerkes blickt, als lebendige Weisheit in gleicher Weise auf Ikonen über menschlichen Königen, wie christlichen Aposteln thront.

Ein Klick nach Bildern von „Weisheit auf Ikonen“ wirkt Wunder: Wer in der Mitte keinen buchstäblich als Gott zu glaubenden Guru sitzen sieht, sondern die der Antike maßgebende und heute in aller Natur erkannte Weisheit. Dem zeigen die Bilder, was anfänglich einzig auf eine höhere Wesentlichkeit, einen gemeinsamen Sinn des Weltganzen (Vater) verwies, wie als weltbestimmende Weisheit „Christus“ von diesem ausging. Und was so über Kirche, Apostel oder menschliche Könige thronte, das Heilswesen der Evangelien war: Es ist die Weisheit, die heute mehr denn je in intrinsischer Motivation gelebt, daher in aufgeklärter Religion zum Kult werden muss.

e)     Das Neue Testament bezeugt die Weisheit als Wesen Jesus Christus

Die Bedeutungsaussagen des Neuen Testamentes verweisen eindeutig auf die in früher Ökologie begründete Weisheit, die bekanntlich im hellenistisch-christologischen Judentum als wahrer Tempel, lebendiges Wort/Gesetz, wahrer König galt. Ist es nicht himmelschreiende Papierverschwendung, wenn in allen exegetischen Werken der in Weisheit nachvollziehbare Machtanspruch Jesus in Himmel und Erde, wie die vielfache theologische Bedeutung Jesus Christus dargestellt wird? Denn wenn dann von einem nach seinem Tod nur als Weisheit verherrlichten Handwerksbursche ausgegangen werden muss, der in einer heute als Gemeindebildung (Visionen) geltenden Auferstehung zu Gott wurde. Dann werden die zu Recht dargelegten Bedeutungsaussagen nur noch lächerlich gemacht.

Was die als Vorlage für andere kanonischen Evangelien geltende Markusgeschichte Vespasian entgegenstellte, war eindeutig die Weisheit, die heute als moderner König in menschlich-selbstveratwortlicher Kulturbestimmung mehr als notwendig wäre, kein plötzlich weisheitspredigender Handwerksbursche. Wenn Vespasian, der wegen fehlender kaiserlicher Vorfahren nicht als Gottessohn galt und daher alle Register, beispielsweise die Macht über die Naturgewalten gezogen wurden, um ihn als Soter, Retter, Theos, Kyrios auszuzeichnen. Dann wurden keinem Heilsprediger nach seinem Tod Titel verliehen, ihm Wunder angedichtet, um ihn statt den angeblich Seesturm stillenden Vespasian zum wahren König zu machen. Der König der Könige war die Weisheit. Eine Weisheit, die wie wir inzwischen wissen Wind und Wetter bestimmt, naturwissenschaftlich seit Anbeginn erklärt wird, selbst den Erbeben auslösenden Plattenverschiebungen zugrunde liegt und uns heute sagt, wie wir der Natur gerecht werden könnten, war eindeutig das Thema.

Eine Weisheit, die bei Juden über die menschlichen Könige gestellt werden sollte, muss mehr noch in Zeiten des naturbeherrschenden Anthropozän im Kult in Fleisch und Blut übergehen. Um so nicht nur in Kopf, sondern im Herzen (intrinsischer Motivation, Psyche, Emotion) von handelnden und derzeit nicht zuletzt aus Angst vor anderen Kulturen, deren Glaubensvorstellungen, wieder nationalegoistische Führer wählenden Menschen als Voraussetzung für die Zukunft bestimmend werden. Was allein mit Gesetzen und Moralpredigten nicht zu machen ist.

Wer auf die alttestamentliche Weisheit als Schöpfungsmacht Bezug nimmt, wie sie auch bei Philo (damit im philosophischen Judentum) galt, dann jedoch nur einen jungen Weisheitsprediger bedenken will, der 12 Freunde in die Welt schickte, stellt einen Pseudo-Christus in den Raum. Gegen die schon anfängliche Denker vorgehen mussten. Denn zur Zeitenwende war eindeutig die in natürlicher Wirklichkeit begründete Weisheit, nach der auch die Könige regieren mussten oder wollten, das Thema. Und wenn die Konstantin folgenden Kaiser der Spätantike, für die Bildung heilig war, zusammen mit neuplatonischen Denkern für die ihnen maßgebende Weisheit eine Kirche, auf unzähligen Konzilen einen allumfassenden, einheitlichen Volkskult bauten. Dann hatte das rein rationale Gründe. Die heute weit mehr als in ihrer Zeit gegeben sind. Die mehr noch als bereits im jüdischen Exil in antiken Hochkulturen oder dann im Hellenismus in heutigen Krisenzeiten nach Veränderung, Wandel rufen.

Doch wie können Alt- und Neutestamentler bei Jesus auf das Scheitern der alten Könige Bezug nehmen, die schöpferischer Weisung (damit früher Weisheit) nicht folgten und denen der Sinn/Grund allen Seins und so begründete Weisheit entgegengehalten wurde. Gleichzeitig darstellen, wie die Propheten in der schöpferischen Herrschaft, damit frühökologische Weisheit die bessere Alternative zu menschlichen Herrschern sahen und schreiben, wie die Menschen in Ebenbildlichkeit (Repräsentationsbilder natürlicher/schöpferischer Realität) „in Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung“ Königwürde bekommen sollten. Damit wissen, wie in Analogie auch zur Pazifizierung der Königsideologie der Perserzeit die in Schrift (Wort) gefasste Weisheit, wie ihr Grund bei Juden als König galt. Und ebenso wissen, wie die Weisheit auch über die zum buchstäblichen Selbstzweck gewordene Thora gestellt und dabei die dem Christentum zugrunde liegende Synthese von Judentum und griechischer Philosophie gegeben war, damit dem „ich aber sage Euch“ natürliche Weisheit, Sinn-/Weltvernunftlehre (Logos) zugrunde liegt. Dann aber weiter Visionen nach dem Tod eines Wanderpredigers als Heil an den Anfang stellen. Und  damit nicht nur all das begründen wollen, was nachweislich in Weisheit bedacht war, sondern auch noch, warum ein hingerichteter Handwerksbursche nur als Weisheit ausgegeben wurde.

Wer in den Evangelien die Auseinandersetzung der Zeit, Dokumente der jüdischen Religionsgeschichte nachzeichnet. Wie beispielsweise bei Matthäus die christliche Wurzel im Judentum herausstellte, im Gegensatz zu anderen anfänglichen Bewegungen, Christentümern. Der macht doch klar, dass der universalen Sendung, die nicht allein im Manichäismus auch ganz unabhängig vom Judentum definiert wurde, keine Visionen nach dem Tod eine besonders bibelschlauen jungen Juden zugrunde liegen. Wer heute  deutlich macht, wie hier eine theologische Auseinandersetzung unter verschiedenen anfänglichen, unmöglich von einem jüdischen Guru ausgehenden, konkurrierenden Christentümern war.  Wie vielmehr die den Philosophen geltende Weisheit das Thema war, die in der Mission hellenistisch-platonistischer Juden nach bildhaftem Verstand auch als Grundlage jüdischer Tradition, so als jüdisches Heilswesen „Jesus“ und wahrer Ausleger der Thora gesehen wurde. Wie kann der als hervorragender Geschichtswissenschaftler wie Christoph Markschies im Dokumentarfilm einen bibelschlauen Handwerksbursche an den Anfang stellen wollen? Dann gleichzeitig den nachweislich von philosophisch begründeter Weisheit ausgehenden anfänglichen Christentümern, Kirchen, die teils in Verwerfung der jüdischen Tradition eindeutig von Weisheit/Weltvernunftlehre (Logos) schreiben unterstellen, einen jüdischen Guru aus apologetischen Zwecken für Bildungsbürger als Weisheit/Logos ausgegeben zu haben?

f)        Das Heil war in vielfacher Weise, nicht allein in Folge Moses, Jesus, lebendig

Aber egal ob wir Heiden- oder Judenchristen betrachten, die bewusst gestalteten, theologisch wohlüberlegten Evangelien mehr der einen oder anderen Seite zurechnen. Beim im Stamme Davids erwachsenen Weltgericht, der jetzt für Juden, wie Heiden maßgebenden Bestimmung, Heil für alle Völker in Erfüllung der alten Schriften, ging es nicht um einen jungen Mann. Jede theologische oder religionsgeschichtliche Bedeutung, die heute dem Neuen Testament mit mehr oder weniger Bezug auf die Psalmen und Propheten im Rahmen der Jesus-, wie der Kreuzesgeschichte (Verheißung und Erfüllung) beigemessen wird. Die lässt sich im Weisheitsverständnis der Zeit, maßgeblich hellenistisch-philosophischen Juden erklären. Nicht jedoch in einer Wanderprediger-Herrlichkeit.

Auch wenn das Heil der westlichen Welt in einer menschlichen Erscheinung in Folge Moses lag, hellenistisch-jüdische Kulturliteraten bei den in den Kanon aufgenommenen Evangelien die Heilsgeschichte zu Recht im Stammland der Juden darstellen. Mit dem heute unterstellten Heilsprediger hat das nichts zu tun. Und auch wenn dabei die Auseinandersetzung mit dem römischen Kaisertum in Form von Herodes und Pilatus, mehr noch den traditionsorientieren Pharisäern und Schriftgelehrten, die das dem hellenistischen Judentum in Weisheit als „Christus“ gegebene jüdische Heil „Jesus“ verwarfen, im Mittelpunkt stand. Dann drückt sich damit die Geschichte des historisch nachvollziehbare Heilsprozesses aus, wie er im hellenistischen, damit gewandelten, in zeitgemäßer Philosophie (frühökologischer Weisheit „Christus“) begründenden Diaspora-Judentum war und dort in Folge Moses als Josua: „Jesus“ definiert wurde. 

Doch von wegen, dass da einem wegen Häresie angeklagten Heilsprediger mit diesem zufälligen Namen der Prozess gemacht, dieser dann als Heil-land verherrlicht wurde. Vielmehr lässt sich heute nachvollziehen, wie das von den an der buchstäblichen Lehre festhaltenden Schriftgelehrten als Häresie gesehene Heil historisch nicht allein im hellenistischen Diaspora-Judentum lebendig war. Das die Moses-Propheten als frühe Philosophen verstand, was die kulturelle Synthese von Juden- und Griechentum ermöglichte. Wonach dann die  Bestimmung (Wort/Gesetz), die von einem bisher allein von Juden verehrten unbestimmbaren Sinn/Grund allen Seins ausging, der nur noch in Buchstaben des erstarrtem Gesetzes abgeschrieben war,  in Alexandrien oder Antiochien auf die Beine gegenwärtiger Weisheit gestellt wurde. Auch in Kleinasien (bei Heiden-Christen) oder im Christentum des Manichäismus, der die Weltreligionen auf einen Nenner brachte, sich jedoch mehr an persischen oder chinesischen Weisheitslehren, als an jüdischen Sagen orientierte, war das Heil in Erkenntnis (dafür steht Nazareth) gegeben. Nazareth war auch in Ephesus, bei der als Johannes bekannten Philosophenschule. Wo bereits Heraklit im natürlich gelehrten logischen Lebensfluss (Logos) die den Hebräern geltende götter-/gottesbildlose Bestimmung (Wort) verstand und nun in der Weltvernunft der Christus im Sinne von Zeus, wie JHWH verstanden wurde. Eine Synthese, die die Zeiten und Kulturen mit dem Sinn ihres Seins versöhnte.

g)      Das Juden, Christen und Moslems maßgebende Wort war Weisheit nach Öko-Logos

Damit war einige Jahrhunderte später das Heil auch dort gegeben, wo Isa als Sohn der Kirche (der römisch-griechischen Ausdrucksweise der Weisheit in schriftlich-fleischlicher Form) in Koran oder Jerusalemer Felsendom einzig als „Wort“ beschrieben wurde. Wo diese Weisheit aber dann auf Arabisch in einem Propheten volksgerecht verkündet wurde. Und wo daher die menschliche Ausdrucksweise als Gottessohn, damit auch das Kreuz abgelehnt, so die im Öko-Logos begründete Weisheit zum Koran (nicht einfach syroaramäische Texte, die auch im Neuen Testament zu lesen sind, abgeschrieben) wurde.  Denkern, die von Jesus im Koran als Sohn der in messianischer Weise verehrten Maria (dem im Westen ausdrückenden Wesen) mehr schrieben, als von Mohammed, zu unterstellen, sie hätten in Jesus nur einen einfachen Menschen gesehen,  stellt auch die Anfänge des Islam auf den Kopf. Zumal bekannt ist, was auch im Felsendom eingemeißelt zu lesen ist: Isa war für diesen Denker das Wort, die in Schöpfung begründete Bestimmung, philosophisch bedachte Weisheit.

Es kann hier nicht geleistet werden, die vielfachen Gründe nachzuvollziehen, die zum Islam als einer anderen Form aufgeklärten Judentums führten. Was wissenschaftlich vielfach beschrieben  und weiterzudenken ist. So wurde an anderer Stelle unter www.jesus-lebt-wirklich.de auch bereits deutlich gemacht: Nicht allein am Christentum des Manichäismus, das sich nicht auf die jüdischen Wurzeln bezog, mehr noch im Wissen um die Anfänge des Islam, der sich mit Abraham auf die prophetischen Anfänge berief, dann in nicht allein nach christlogischer Diskussion eigene Wege ging, zeigt sich die Unhaltbarkeit heutiger Hypothese. Isa/Jesus und im Koran öfter als Mohammed erwähnt wird, dort das Wort des Propheten war. Das war für die Zarathustra, wie Aristoteles weiterdenkenden Erfinder des Koran mit Sicherheit kein galiläischer Guru. Vielmehr lässt sich deutlich machen, wie die natürliche Weisheit/Logos am gemeinsamen Anfang stand, die heutige Heilsprediger-Hypothese unhaltbar ist. Denn was heute in christlicher Lehre an den Anfang gestellt wird, kann den Vordenkern von Islam und Koran, die in der Weisheitslehre nicht allein wegen Uneinigkeit im christologischen Streit eigene Wege gingen, unmöglich auch noch unterstellt werden. Denn dort wurde nicht wie heute auch von katholischen Wissenschaftlern wie Karl-Heinz Ohlig „Die dunklen Anfänge“  nachgezeichnet, ein zu Christus erhobenen Handwerksburschen selbst numismatisch zu Mohamed umgemünzt. Da wurde die Weisheit/Logos nicht als das Kreuz bisher Kulturbestimmungen/Bilder der tragender  Gottessohn,  Pantokrator, sondern als Wort des letzten Propheten zur Welt gebracht.

Was bringt es aber für die aufgeklärte Betrachtung eines gemeinsamen Grundes, wenn zwar die Moses-Propheten  als frühe Philosophen in Naturbeobachtung und Himmelsberechnung (frühe Öko-Logos), so auch Paulus im Platonismus begründet, beim Islam wie der Kirche vom Weiterdenken Aristoteles oder Zarathustra ausgegangen wird. Wenn dann Jesus nur als guter Junge gilt, der verherrlicht wurde? 

h)     Heutiges Wissen befreit von Glaubens-Halluzinationen und Hokus-Pokus

Wo getreu heutiger Hypothese nur von Visionen nach dem Tod eines Heilspredigers ausgegangen werden kann. Da muss letztlich auch die heilsame Entwicklung in den anderen Religionen wie eine religiöse Halluzination erklärt werden. Da muss die Gabe des in Synthese der Kulturen und Zeiten auch in den natürlichen Weltzusammenhängen verstandenen und so in Kultur gegeben heilen Geistes, der einem Sinn allen Seins, wie davon ausgehender Weisheit (prophetisches Wort) im philosophisch begründenden Diaspora-Judentum der Zeitenwende gegeben war, verschiedene Wege ging, als Hokus-Pokus gesehen werden!  

Auch jeder Zuwachs an Wissen um die dem Christentum vorausgehenden antiken Kulturen, die so erfüllt oder abgelöst wurden, lässt nur die in Ökologie begründete Weisheit als christliches Wesen zu. Wie kann man die in Zahlen- und Zeichenmystik auf kosmologischer Grundlage begründe Traditionslehre/Kabbala kennen. Wie um die Mischna (Wiederholung) als ersten Kanon wissen, in dem die mündliche Thora, damit die wichtigsten Sammlungen in frühökologischer Weisheit begründeter religionsgesetzlicher Überlieferungen, bei der neben dem Handeln des Menschen der gerechte Ackerbau sowie ähnliche Gesetze ökologisch-schöpferisch rechten Handelns  ganz wesentlich waren. Oder wie nicht nur im hellenistisch-platonistischen Judentum der Diaspora, sondern auch in Qumran, nahe Jerusalm mit Blick in den Himmel, die Ordnung der Sonne bei deren Aufgang Weisheitstexte gelesen wurden, im bildhaft-allegorischen Aufarbeiten der Traditionstexte nach neuem, zeitgemäßem Bund gesucht wurde. Dann es aber als einzig wissenschaftlich bezeichnen, dass dort, wo im bildhaften Verstand der jüdischen Tradition als frühe Philosophie, die bisher nur Juden geltende Bestimmung damit weltgültig war, die Texte der Thora ins Griechisch übersetzt wurden, Visionen nach dem Tod eines heilspredigenden Handwerksburschen als neuer Bund gesehen wurden?

Wenn den Studenten weiter beigebracht wird, dass es einzige wissenschaftliche Tatsache sei, dass der historische Jesus ein einfacher junger Mann war, kann die Universitätsbibliothek  geschlossen werden, war alle Arbeit umsonst. Denn nicht nur die kulturhistorischen, auch die naturwissenschaftlichen Werke, wie die geschichtliche Entwicklung der Erkenntnis machen deutlich, dass die im Öko-Logos begründete Weisheit am Anfang stand. Es ist die Gesamtheit des heute gegebenen Wissens, was die Heilsprediger-Hypothese unhaltbar macht.

Nicht allein das Wissen um die kosmologische Begründung der alten Kulturen, auch das Wissen um die hellenistische Hochzivilisation und ihre große philosophische Bildung, Vernunft-/Weisheitslehren (Logos), bei der aus Synthese von griechischem und jüdischen Kulturverständnis nicht allein die allumfassende Kirche erwuchs, bringt Aufklärung. Ebenso  lässt sich das frühchristliche Denken und Diskutieren in vielfältigen Bewegungen, Kirchen, verschiedenen Christentümern nur in der Sinn-/Weisheits-/Vernunftlehre (Logos) erklären, die der Antike maßgebend war. Jede in archäologischen Funden gegebene neue Erkenntnis, jedes geschichtswissenschaftliche Buch, selbst jede Seite, wo die Vordenker der Kirche wie Kaiser und ihre Diskussionen über das neue Konzept vorgestellt werden oder sich mit der Entstehung und theologischen Bedeutung der weit über den Kanon hinausgehenden christlichen Kulttexte beschäftigt wird, macht die Hypothese der heutigen Lehre unmöglicher.

Wie beispielsweise Heidenchristen, die nach heutigen Ausgrabungen im ganzen Nordwesten eine philosophisch bedachte Wesentlichkeit im Sinn von Zeus und JHWH „Theos Hypsistos“ verehrten, dann nicht weiter in so begründeter Weisheit/Vernunftlehre (Logos), sondern  in einem Heilspredigeranhänger, die bisher in Vernunft offenbarende Weltbestimmung gesehen haben sollen, ist ein unlösbares Rätsel.  Auch wenn nicht wie von machen Wissenschaftlern aufgrund der Funde angenommen, alle in der Apostel als Gottesfürchtige bezeichnete Heidenchristen (zum Judentum Konvertierte) Anhänger dieser philosophisch bedachten höchsten Wesentlichkeit waren. Allein zu wissen, wie bereits die Väter der für die Definition der Dreieinigkeit maßgebenden kappadokischen Väter der Kirche die in schöpferischer Wirklichkeit (im Öko-Logos) definierte höchsten Wesentlichkeit in Synagogen feierten,  daher mit Sicherheit nicht zur Gottheit eines Gurus überredet wurden, kippt nicht nur die Hypothese, dass es im Streit um das christliche Wesen um einen Wanderprediger ging. Auch dass dann ein vom Geistesblitz getroffener Pharisäer, der sich jetzt Paulus nannte, als Heidenmissionar die Menschen rund um das Mittelmeer zur Gottheit eines hingerichteten Guru überredet hätte, wie es bei heutiger Hypothese anzunehmen wäre, schließt sich aus.  Vielmehr ist, wie unter „Paulus“ noch dargestellt wird, die in der Apostelgeschichte bebilderte Heidenmission im gewandelten, jetzt die davidsche Weisheit, Moses im Platonismus begründenden Judentum, damit dem gewandelten Pharisäer zu begründen, der vom historischen Jesus Christus ausging. Aber nicht von dem, der heute unterstellt wird.

Denn alles inzwischen gegebene Wissen macht es unhaltbar, dass der heute als historisch geltende Handwerksbursche im großen Medienbruch einer Christologie von hellenistisch-platonistischen Juden als Heil gesehen, so eine auch Griechen geltenden Offenbarung oder universale Bestimmung im Sinn einer höchsten Wesentlichkeit allen Seins gegolten hat und daher als kosmische Größe im Sinne des Öko-Logos beschrieben wurde.

i)       Gegebene Erkenntnis über Anfänge unvoreingenommen wissenschaftlich auswerten

Auch wenn dies völlig gegen derzeitige Glaubensvorstellungen spricht. Bei der Wissen und Glaube aufgrund der im Mittelalter tragenden biblischen Schrift  getrennte Wege gehen. Und wo so die biblisch in Christus berichteten Offenbarungen heute der naturwissenschaftliche Erkenntnis um das kausales Werden entgegensteht. Und zwar nicht nur bei fälschlich Kreationisten genannten Buchstabengläubigen, die so ein vorgesetztes menschliches Gottesbild, einen zauberhaften Designer (Handwerker hinter den Wolken) beweisen wollen. Statt die anfängliche Wesentlichkeit, den allem Werden zugrunde liegenden einen (nicht mehr jüdisch alleinigen), sich heute in Weisheit ( „Christus“) offenbarenden Sinn, Grund allen Seins zu bedenken. Wo  die christlichen Anfänge in frühwissenschaftlicher Lehre vom zusammenhängenden kreativen Ganzen nach kausaler Welterklärung (früher Ökologie) im Namen Jesus Christus gelehrt werden, lösen sich die alten, unheilvollen Gegensätze auf. 

Nachdem heute nicht mehr über eine platonischen „Weltseele“ oder einen göttlichen Plan spekuliert, etwas in die Natur hineingedeutet oder diese zurechtgebogen werden muss, sondern in der naturwissenschaftlich beschriebenen Logik der Schöpfung die öko-logische Weisheit, wie sie ähnlich der Antike galt, als maßgebend für das menschliche Leben offenbar ist. Da ist Zeit neu zu denken. Wenn nun auch nicht mehr, wie bei mittelalterlichen Denkern auf mystische Weise eine Schöpfungs-/Naturordnung als menschlich bestimmend angenommen werden muss, sondern mit Verstand eine ganzheitliche Weisheit im dynamischen Weltganzen vorausgesetzt wird. Und wenn sich hierauf auch in der Kirche oder in päpstlicher Enzyklika berufen, so die rechte, für die Zukunft notwenige Lebensweise begründet wird. Wenn von Benedikt XVI., der dabei sonst vom christlichen Wesen im Weiterdenken der Philosophie sprach, in Bezug auf jüdische Weisheit, wie die philosophische Lehre (Logos) der Stoa vor dem Bundestag in Ökologie der Grund allen Rechtes zu bedenken gegeben wurde. Dann ist die Zeit gekommen, die Weisheit zu bedenken, die der antiken Philosophie, wie dann als Christus galt, kultur-/zeitgerecht in menschlicher Gestalt vermittelte Offenbarung war und so in Schrift universale Bestimmung wurde.

Auch wenn das hier vertretene aufgeklärtes Verständnis bisher auf Ablehnung stoßen musste, weil es völlig gegen die derzeitigen Vorstellung spricht, bei der bisher Naturwissen als Gegner des Glaubens galt, ein Guru vorausgesetzt wurde. Wobei sich auch auf dessen Wunder, gar sein leibliches Wiedererwachen als naturbrechender Beweise für das heute menschliche Gottesbild berufen, Wissen und so begründete Philosophie meist verdammt wurde. Allein mit den sich in philosophischer Erkenntnis, Weisheit, in frühem Wissen begründenden Anfängen, wie sie heute wissenschaftlich klar sind, an der Hochschule erklärt werden, ist dieser Hokus-Pokus im Zuge einer wundersamen Heilsprediger-Herrlichkeit als offenbarende Weltbestimmung nicht mehr zu machen.

j)       Höchste Zeit für aufgeklärten Verstand

Auch an der von Klaus Berger buchstäblich festgehaltenen jungfräulicher Geburt (in historischer Realität: Zeugung der Vernunft/Weisheit unvoreingenommen in schöpferischer Autorität, kosmisch-kreativer Wirklichkeit), der in vielen Wundern beschriebenen Heilswirklichkeit (heute historisch zu beobachten: wie in Vernunft von Blindheit befreit, Fortschritt bewirkt wurde), durch Auferstehung (dem in Zeitenwende gegebenen aufgeklärten Verstand aufgrund eines bildhaften Verstandes der Traditionen) oder Himmelfahrt, damit aller hoheitlichen Bedeutungsaussagen, kann nicht mehr im Sinne eines jungen Gurus festgehalten werden. Die Zeit der Kirchenlehre, dann biblischer Buchstaben, die über das Mittelalter trugen, bei dem der Mythos die Vernunftlehre weitgehend wieder eingeholt hatte, ist abgelaufen. Ohne die der Antike geltende Weisheit zu bedenken, ist es gegen auch heute gegebenes Heil, führt es zu Irrsinn, statt gemeinsamer natürlicher Sinn-Erkenntnis und Bestimmung, so an hoheitlich-schöpferischen Aussagen festhalten zu wollen. Am bildhaften Verstand der Bibel, wie des christlichen Wesens, um den ich Professor Berger seit bald 30 Jahren oft vergeblich, nun seine Nachfolger nach fast jeder Vorlesung als freier Auswerter ihrer Lehre bat und hier erneut bitte, führt kein Weg vorbei. Auch wer die Bibel als Wort Gottes bewahren will, kommt ohne die ökologische Weisheit (Weltbestimmung, Wort), die den biblischen Verhaltenslehren, wie auch dem Heilswesen „Jesus“ zugrunde liegt, nicht aus, lässt sie sonst als gestriges Glaubensgeschwätz erscheinen.

Und während wir von Kind auf gewohnt sind, einen charismatischen Rebellen und seine Anhänger vor Augen zu haben, schreiben nicht nur die Evangelien, wie mehr noch die weiteren Texte und gingen auch die kirchlichen Vordenker in ihren rational begründeten Diskussionen, Christologie eindeutig von einer kosmischen Größe aus. Der Jesus Christus als historische Größe, die nach den biblischen Texten als Erfüllung der Propheten gesehen wurde, hinter den biblischen Texten, wie den wenigen außerbiblischen Zeugnissen steht, mehr aber noch den  Kulturwandel bewirkte: die Verweigerung der Kaisergottheit, wie des Glaubens an Orakel und menschliche Mysteriengottheiten, ebenso soziale Lebensgemeinschaften in frühem Kommunismus (Gemeinschaftseigentum) oder christliche Weisheitslehren. Das alles kann weder in einem als Gott oder hoheitlich geltenden Heilsprediger begründet werden, an dem Berger festhalten will, noch weniger dem zum Zwergenmaß geworden Handwerksburschen.

Dies ist in einem heute nachvollziehbaren, in frühökologischer Weisheit begründeten Heilsprozess  zu bedenken. Den der Hellenismus auch in der Auseinandersetzung mit dem Judentum als eine Synthese der verschiedenen Kulturen herausforderte. Und die war nicht in Visionen nach dem Tod eines Heilspredigers gegeben, sondern nachdem inzwischen platonistische Juden, die in Vernunftlehre (Logos) erklärte Weisheit, wie ihren Sinn im Sinne Davids, so das von den Moses-Propheten vermittelte Wort nun auf philosophische Weise, damit weltgültige Bestimmung Weise definierten. Wonach  der Kosmos dann der wahre Tempel, in früher Ökologielehre (Logos) das bei aufgeklärten Juden inzwischen abgeschriebene Wort/Gesetz, wie dessen Grund (JHWH) als höchste Wesentlichkeit wieder lebendig war, nun auch Griechen galt.

k)     Heute gegebenes Wissen ruft nach neuer Betrachtung der Anfänge und Reform

Uns ist heute nicht nur Wissen gegeben, wie bereits die hebräischen Propheten als naturbeobachtende Himmelsberechner hier ihre Bestimmung ableiteten, Schöpfung in Schrift fassten, frühökologische Weisheit zum Gesetz/Thora machten. Wie so seit dem Exodus ein Sinn allen Seins, der war und sein wird, statt Opfer für Gottheiten und Kaiser (Pharaonen) von Juden allein verehrt und in menschlichen Worten kulturgerecht verschriftet wurde. Wir wissen auch, wie dieser dann von den Vorsokratikern als der weltgültige „Eine“ bedacht, dann in Zeiten Jesus hieraus Mittelplatoniker die in der Stoa nachzulesende Verhalts- Soziallehre bedachten. Was für hellenistische Juden nach bildhaftem Verstand ihrer Tradition im Sinne der Propheten (als Wort/Weisheit/lebendige Thora) verstanden. Wie daher die Hypothese von einem Heilsprediger als weltgültigen Exodus, prophetische Erfüllung  schon so ausgeschlossen ist, sondern dafür allein die nun natürlich im ökologischen Ganzen, wie Lebensfluss begründete Weisheit und Lehre (Logos) in Frage kommt.

Wir kennen auch die  umfassende griechische Polemik und Kritik gegenüber menschlichen Gottheiten. Und wir wissen, wie bereits die Vorsokratiker wie Heraklit im dann natürlichen, in Vernunft erklärten Lebensfluss (erstmals „Logos“) oder Parmenides „einen einzigen“ Sinn in allem Seienden sahen, hieraus nun die bisher in Mythen vermittelte menschliche Bestimmung ableiteten: Wie damit das, was bisher Juden allein galt, so bereits weltgültig wurde. Wie können sich daher Wissenschaftler, die Bücher herausgegeben, in denen beschrieben wird, wie bereits der die menschlichen Gottheiten polemisch kritisierende Xenophanes (Lehrer von Parmenides) monotheistische Kultformeln vom „einen einzigen“  verwendete, die dann auch das Neue Testament ausmachen. Dann es aber als einzig historisch-wissenschaftlich ausgeben, dass Neuplatoniker, die in Bezug auf die bekannten griechischen Philosophen von Weisheit und Logos sprachen, dies alles nur in einem bibelschlauen Handwerksburschen gesehen oder diesen als neuen Gott ausgegeben hätten?

Wir kennen inzwischen vielfältige Reformbewegungen bei Juden und Griechen, wie die auch zu Kriegen führender gegenseitige Ablehnung, bei der gar der Tempel in Jerusalem den inzwischen aufgeklärt verstandenen griechischen Gottheiten gewidmet oder zerstört werden sollte. Und wir wissen, wie dort, wo dann im nun hellenistisch-platonistischen Judentum auch die hebräischen Schriften in Griechisch übersetzt wurden, die jüdische Tradition im allegorischen Verständnis ihrer Texte in aufgeklärter Weise verstanden, so die Kulturen versöhnt wurden. Denn wo der Kosmos (die darin begründete Weisheit „Christus“) der neuen Tempel war, die Weltvernunftlehre (Logos) für das stand, was bisher die Thora, das buchstäblich abgeschriebene Gesetz war, hatten sich die Gegensätze zwischen Juden und Griechen aufgelöst. So war für spätantike Kaiser wie Konstantin die Zeit gekommen, die Verweigerer der alten Gottheiten nicht weiter zu verfolgen, sondern in Diskussion mit intellektuellen Beratern (Bischöfen) auf unzähligen Konzilen für die Weisheit eine Kirche (einen allumfassenden Volkskult) zu bauen, der dem Zeitenwandel, wie dem globalen römischen Reich gerecht wurde.

l)       Wo Weisheit als Christus den Aberglaube im Kult als König ablöste

Wir wissen, wie in Rom vergeblich aristokratische Demokratie geprobt wurde, jüdisch-philosophische Bildung (Philo) dann die frühökologische Weisheit im Kopf des einfachen Volkes (die dort heute mehr als notwendig wäre) noch in einer „Josefsgeschichte“ für eine Demokratie der Vernunft im Volk als Zukunftsmodell vorstellte.  Wir kennen die Fehlversuche durch Kaiser wie Nero, die stoische Vernunft Senecas im Volk zu regieren, ebenso die Probleme der kurzzeitigen Soldatenkaiser und auch die Herausforderungen des Sittenverfalles im alten Rom. Wir wissen, wie daher bereits Augustus als Kaiser einer 25jährigen Friedensepoche versuchte, die Rom einst groß machenden Gottheiten zu restaurieren, um Vernunft im Volk zu bewirken, Frieden zu sichern. Uns ist bekannt, wie dann philosophische Kaiser, denen die Vernunft heilig war, neue Religionsmodelle wie den Serapiskult entwarfen. Bei dem schon allein im Namen die alten, nun in Vernunft erklärten ägyptischen Gottheiten, aber auch der bereits in Vernunft als Vater aller Götter definierte Zeus und seine so austauschbaren Söhne auferstanden waren. Wie dort dann der heute unterstellte junge Mann bei sich im Platonismus begründenden, auf die Philosophen berufenden Denkern im großen Medienbruch zur Weltbestimmung, Weisheit, wahren Gottheit oder als Logos (damit Weltsinn-, Vernunft-, Weisheitslehre im Sinne der Schrift: Wort) ausgegeben geworden sein soll, wie in Christologie den Studenten getreu heutiger Hypothese vermittelt werden muss. Das wäre noch nicht mal mit Wahnsinn zu erklären.

Wie sich aber dann und dort in Kritik an allzu menschlichen Mysterien-Gottheiten, damit auch der Verweigerung gegenüber dem Kaiseropfer ein Kult entwickelte, der die Weisheit als „Christus“ zum Thema hatte, ist ebenso logisch nachzuvollziehen, wie das allumfassende Modell der dabei auf eine menschliche Gestalt setzende Mehrheitskirche. Doch nicht einer der philosophischen Kaiser der Spätantike und meist neuplatonischen Kaiserberater (Bischöfe) hätte sich in dieser Zeit der Sekte dessen angeschlossen, wie sie heute aufgrund von Visionen nach dem Tod eines Heilspredigers vorausgesetzt wird. Wo vom Logos/Weisheit gesprochen wurde, wurde auf unzähligen Konzilen auf philosophische Weise nicht über das Wesen, damit die Gottheit eines Wanderpredigers, sondern die Weisheit/Logos gestritten.

Heute ist auch bekannt, wie auch die vielfältigen, sich auf Vernunft/Weisheit berufenden Christentümer, Kirchen, Bewegungen, deren Anhänger sich den alten menschlichen Gottheiten verweigerten, in Konkurrenz standen, in einem kulturellen Laboratorium um das richtige zukunfts- und volkstaugliche Konzept rangen. Wie sich die Vordenker der allumfassenden Mehrheitskirche dann nach allegorisch-bildhaftem Verstand der jüdischen Mythen auf das gewandelte, die prophetische Bestimmung jetzt im Platonismus begründete Judentum, aber auch griechisch-römische Philosophenschulen und deren frühökologische Lehren (Logos) beriefen, dessen menschliche Erscheinung in ihrer kultur-kreativen Notwendigkeit betonten. Wie diese daher auch das menschliche Wesen der Weisheit  zu Recht nicht als doketistischen Schein, sondern als in Kultur kreative/schöpferische (göttliche) Realität/Wesentlichkeit sahen.

Ist es somit nicht völlig Ausgeschlossen, den gewaltigen kulturellen Wandel, der durch die hellenistische Aufklärung, den bildhaften Verstand der griechischen, wie jüdischen Mythen und die Herausforderungen der Zeit hervorgerufen wurde und die ägyptischen, griechisch-römischen, wie jüdischen Gottheiten in heilvoller kultureller Synthese in philosophischer Weisheit definieren ließ, die im Öko-Logos (Lehre vom zusammenhängenden kreativen Ganzen) begründet war, dann in der Verherrlichung eines Wanderpredigers nach dessen grausamem Tod erklären zu wollen?

m)   Ohne die in früher Ökologie begründete Weisheit ist das Christentum undenkbar

Neben dem dann auch in Aristoteles einfließenden Platonismus, der sich auf den Logos=Christus berufende katholische Lehre zugrunde liegt, sind so auch die Weisheitslehren des dualistischen Weltbildes persischer Philosophie zu bedenken. Wie sie maßgeblich dem damals die Weltreligionen einenden, sich dabei auf die Weisheit als Christus berufenden Manichäismus zugrunde liegt. Doch ohne die in Philosophie begründete, so hellenistischen Juden geltende Weisheit der Zeitenwende ist der Jesus Christus der römisch-katholischen Kirche undenkbar. Da bleiben nur Hirngespinste von Sektenanhängern, in denen weder das Zeitgeschehen, noch die verschiedenen Christentümer, Kirchen, die vielfältigen Bewegungen und ihre Fülle von Texten, noch die Theologie des Neuen Testamentes, die Heilhoffnung, die christlichen Anfänge, Lebensweisen, frühchristlichen Weisheitslehren zu erklären sind.

Denn während sich im aufgeklärten Sinne, bei bildhafter Betrachtung die gesamten Bedeutungsgeschichten im geschichtlichen Heilsprozess der Zeit, maßgeblich im hellenistischen, sich jetzt in Vernunft (Logos) begründeten Judentum verstehen lassen. Wo so das von den Propheten vermittelte, jedoch inzwischen abgeschriebene, erstarrte Wort/Gesetz jetzt in Weisheit aufverstanden und der zugrunde liegende Sinn/Grund allen Seins (JHWH) in Vernunftlehre (Logos) auf in Auseinandersetzung mit der Schriftgelehrten Tradition auf weltgültige Beine gestellt wurde. Und wo sich auch die Begründung der christlichen Neuplatoniker, warum die Weisheit/Vernunft am Kreuz der Zeit (der nach Wandel vom Mythos zum Logos völlig neuer Ausrichtung) in menschliche Erscheinung das Kreuz der bisher kulturbestimmenden Gestalten, Gottheiten tragen musste, um zum Heil der Völker zu werden, nachvollziehen lässt.  Da führt die von Professor Berger bei einem jungen Mann vertretene Bewahrung der hoheitlichen Bedeutung Jesus dazu, den Glauben als noch absurder zu sehen, wie bei der Hypothese von Halluzinationen nach dem Tod eines Heilspredigers. Wobei selbst beim Schauspiel, wo ein grausam hingerichteter Heilsprediger dann gar  100fach als echt lebendige Gestalt aus dem Grab gehüpft wäre, der nachvollziehbare Auferstehungs- und Heilsprozess nicht zu erklären wäre, sondern so der Blick auf dessen geschichtliche Realität verbaut wird.

n)     Die den Verstand verhindernde Heilsprediger-Hypothese ist hinfällig

Wenn Klaus Berger nun die im Kurz-schluss von Halbaufklärung stecken bleibende Lehre anklagt, dass sie alles als reine „Dichtung“ hinstellen, dem Glaube die Grundlage nehmen würden, liegt das nicht am rationalen historisch-kritischen Verstand, sondern am inzwischen bedeutungslos gewordenen jungen Mann, auf den er insisierte, seine Lehr-Hypothese nicht hinterfragen wollte und so selbst die Bibel verfälscht. Denn mit dem ist all das nicht zu machen, was die Bibel beschreibt. Was in heutiger Lehre mehr als deutlich wird. Denn gleichwohl nur von einem völlig bedeutungslosen Heilsprediger ausgegangen wird, halten sich seine Nachfolger an die Texte. Sie stellen den Christus, einen Gottessohn oder die Basileia (Königsherrschaft) dort vor, wo dann bei Paulus, der sich auf den historischen Jesus berufen würde, die im Platonismus philosophisch bedachte Weisheit das Thema ist. Was alles in heutiger Heilsprediger-Hypothese unerklärlich ist, nach einem bildhaften Verstand der Texte, damit der Weisheit als Christus in einem historischen Heilsprozess in Folge Moses, damit Jesus ruft.

Auch wenn sich in jedem Satz des Neuen Testamentes deutlich machen lässt, dass es hier weder um Geschichten über oder Worte des als historisch vorausgesetzten Handwerksburschen geht, der große Töne spuckte oder dem alles aufgesetzt wurde, sondern die der Antike heilige Weisheit „Christus“ in ihrer Heilsgeschichte das Thema ist. Bei einer aufgeklärten Betrachtung des ursprünglichen Grundes kann es sicherlich nicht darum gehen, die von hellenistischen Theologieliteraten bewusst gestalteten, dabei der jeweiligen Situation gerecht werdenden biblischen Texte in ihren einzelnen Geschichten im Einzelnen zu erklären. Zumal heute gelehrt wird, dass hier, wie bei allen philosophischen Sachverhalten der Antike üblich, eine volksförmige Verdichtung vorliegt. Was von den kirchlichen, für den Kanon maßgebenden Vätern auch konkret begründet wird. Bei den bekannten Evangelien handelt es sich um Kult(ur)geschichten, die die maßgeblich im hellenistischen Judentum zu beobachtende Heilsgeschichte „Jesus“ im Stile eines Kaiserevangeliums  aus unterschiedlichen Aspekten/Richtungen beschreiben und daher sicher nicht in allen Einzelheiten auszulegen sind. Hätte Athanasius den damals ebenso bedeutenden Hirten des Hermas in den Kanon aufgenommen oder die Heilsgeschichte völlig anders ausmalende Evangelien (die Berger teilweise auch in seiner Zusammenstellung des Neuen Testamentes berücksichtigte), die noch unverbauter von den volksnotwendigen Übersetzungen, so eindeutiger vom Logos/Weisheit handeln, wäre viel zu tun.

Wenn Klaus Berger nun klagt, dass für viele seiner Nachfolger der christlichen Geschichte den Grund nehmen, das Christentum erst in Kleinasien, weit fern von Palästina beginnen, alles als reine Dichtung hinstellen würden oder aus dem Heiland ein völlig bedeutungsloser Heilpraktiker geworden wäre. Dann geht das auf das Konto der Lehrer wie ihm, die an einem jungen Mann festhalten, gleichwohl sie ein hoheitlich-schöpferisches Wesen schildern und predigen. Denn der von ihm beschuldigte „Leithammel“, dem wie im Supermarkt auch in der Theologie alle, wie auch seine 59 promovierten Schüler folgen würden, die angeblich mit dem Strom schwammen um Karriere  zu machen. Der ist keineswegs bei der nicht mehr rückgängig zu machenden rationalen historisch-kritischen Sicht zu suchen, sondern dem von jedem Studenten, der zur Prüfung zugelassen werden will, als völlig selbstverständlich vorauszusetzende junge Mann. Der jedoch „Gott sei Dank“ so bedeutungslos geworden ist, dass damit die Anfänge nicht mehr zu erklären sind.

o)     Die Heilsgeschichte aufgeklärt weiterführen

Als selbst die von Berger wegen der Entmythologisierung beschuldigte Bultmann-Schule, ebenso wie Karl Barth („ich kenne diesen Herren nicht“ hinsichtlich des historischen Jesus) am biblischen Christus festhalten konnten, war damit die in Christus gründende, biblische Theologie noch halbwegs machbar. Auch wenn sie seit neuzeitlicher Aufklärung unglaublich geworden war und inzwischen nicht mehr ernst genommen wird, so das über das Mittelalter getragene Gottesbild der Schrift zum scheinbaren, wissenschaftlichen Gottestod führte. Doch mit dem Zwergenmaß des heute als historisch geltenden Jesus, den selbst jeder künftige Pfarrer vor Augen hat, wenn er wie der neben mir sitzenden Kommilitone dann zum Abschluss der Vorlesung („Der historische Jesus“, vorgestellt wurde die Theologie des Neuen Testamentes) fragt, warum den sein Freund Petrus zu etwas gemacht hätte, was er nicht war und wollte. Mit dem ist das, was heute über die Anfänge in frühökologischer Weisheit gelehrt wird, nicht zu machen.

Wenn die Neuzeit ihre Legitimation und selbst die Kirche die rechte Lebensweise, wie das Recht statt in der Bibel, in ökologischer Lehre (Logos) begründet. Und wenn nun hier auch die Theologie der neutestamentlichen Geschichten, wie Paulus, dann die Theologie, wie Diskussionen der kirchlichen Vordenker begründet werden. Dann ist die Zeit reif für einen aufgeklärten Verstand dessen, was auch der biblischen Lehre zugrunde liegt.

Wie gezeigt wird, war auch in der Antike der bildhafte Verstand der jüdischen, wie griechisch-römischen Traditionsgottheiten und Mythen die Voraussetzung für Jesus Christus: Um in philosophisch bedachter Weisheit nicht allein Zeus und seine gegenseitig austauschbaren Söhne zur Verehrung der Vegetation/Kreativität, sondern das bereits von den Propheten vermittelte schöpferische Wort, sowie den menschliche unbestimmbaren einen Grund/Sinn allen Seins, der war und sein wird (JHWH) zu verstehen. Somit die im Öko-Logos begründete Weisheit als wahren König und „Christus“ im Sinne Moses aufzuverstehen, womit die Voraussetzung für das weltgültige Heil „Jesus“ gegeben war.

Auch wenn daher die Hoffnung auf kulturellen Frieden schaffende Vernunftreligionen, wie sie hier als Voraussetzung für die Lösung  heutiger Probleme bedacht werden, eine Utopie bleiben sollte. Allein die wissenschaftliche Redlichkeit und Verantwortung für den christlichen Glauben müsste zu einer neuen Betrachtung der christlichen Anfänge führen!

1.      Grund, Wesen von Vernunftreligionen – Einheit der Religionen in Aufklärung

Vernunftreligionen, wie sie hier mit Blick auf die christliche Wurzel bedacht werden, entstehen nach wissenschaftlicher Aufklärung über den gemeinsamen rationalen anfänglichen Grund. Somit einer mit der Zeit unvermeitbaren, heilsamen Reform von Religionen, die ihre Verschiedenheit bewusst bewahren. Doch nicht religiöse Gefühle oder Traditionslehren führen zu Vernunftreligionen, sondern rationale Gründe und vorausgehende wissenschaftliche Aufklärung über die Anfänge.

Zwar muss die Aufklärung über die Anfänge in früher Wissenschaft vom öko-logischen, damit auf einen Sinn verweisenden Ganzen, die Vernunftreligionen ermöglicht, von offizieller Autorität ausgehen. Doch zu Vernunftreligionen werden die Menschen nicht bekehrt, müssen nicht an etwas glauben, was ihnen meist von der Tradition und deren Institutionen, Schriften vorgesetzt wird oder in einen Vernein eintreten. Sie werden in freier Weise aus Vernunft praktiziert, um Weisheit zu leben.

Mündige Menschen, die sich für das Leben, die Welt, Natur, deren Herrlichkeit begeistern, den in Ökologie offenbaren Sinn sehen,  werden diese Wesentlichkeiten (jetzt sind wir wahrscheinlich schon wieder  bei der ursprünglich christologischen Diskussion über das Wesen des Christus) in Bezug auf ihre jeweiligen kulturellen Wurzeln gemeinsam feiern, um in Vernunft/Weisheit zu leben.

Auch wenn sich Vernunftreligionen gewaltig von heutigen Glaubensvorstellungen unterscheiden, Christen kein gegen das Wissen zu glaubendes, meist recht menschliches Wesen vergöttern, sondern in aufgeklärtem Bezug auf die Anfänge die wissenschaftlich begründete Weisheit und Herrlichkeit, wie ihren Grund und Sinn verehren. Womit im Kult gefeiert wird, was heute als  höchste Wesentlichkeit offenbar ist. In Aufklärung über die Anfänge geht es dabei um das, was der Antike als Zeus/Jupiter, wie Juden als JHWH galt, so nun für Christen höchste Wesentlichkeit war. Auf die einzig die in frühem Wissen begründete Vernunft/Weisheit  „Christus“ verwies, wie davon ausging.

Vernunftreligionen werden daher nicht nur als Notwendig gesehen, um in  Vernunft/Weisheit zu  leben. Vielmehr geht nach aufgeklärtem Verstand ihrer Anfänge alles mit rechten Dingen zu, werden auch die Kultpraktiken rational, wissenschaftlich begründet.

-Vernunftreligionen beziehen sich zwar auf ihre aufgeklärt verstandenen Wurzeln. Sie begründen sich jedoch, ähnlich wie das anfängliche Christentum, bei dem die Notwendigkeit eines neuen Kultes rational, dafür die in früher Wissenschaft philosophisch bedachte Weisheit/Logos als Christus galt (im bildhaften Verstand der jüdischen Mythen das Heil im Sinne Moses, Josua, lat. Jesus), nicht in Tradition und deren Buchstaben, Gesetzen, Vorschriften.

-Wenn in Vernunftreligion dann weiter die alten Lieder, nicht von ökologisch-humanistischer Weisheit oder gar Logos, sonder in der christlichen Kirche von Jesus  gesungen und gesprochen wird. Dann geschieht dies aus vernünftigen Gründen, wird in Psychologie, Kommunikationswissenschaft oder neurologisch als in menschlicher Kultur notwendig begründet, ohne dass dann jemand behaupten würde, das sei Selbstmanipulation.

-Vernunftreligionen nutzten dazu in aufgeklärter Weise nicht allein die bekannten und in Kultur erfolgreichen Riten oder Lieder, sondern bedienen sich sämtlicher moderner Kulturpraktiken. Sie nutzen alle geeigneten modernen kulturellen Kanäle oder Techniken, um den schöpferischen Sinn humanistisch-ökologischer Weisheit auf intrinsische Weise bestimmend zu machen.

-Die in Kultur-/Welterfahrung, damit Wissenschaft begründete Weisheit (anfänglich Christus) ist jedoch nicht nur die einzige Instanz, die sagt was Recht, rechte Lebensweise ist. Wie das bei anfänglicher Weisheit „Christus“ galt, sagt sie auch alleinig, was es über das zu sagen gibt, was als höchste Wesentlichkeit, Herrlichkeit, Sinn, Gottheit aus rationaler Erkenntnis gemeinsame gefeiert wird.

Vernunftreligionen vertreten daher keine negative Theologie, die nur sagt, was es über Gott, besser die höchste Wesentlichkeit, den Sinn allen Seins nicht zu sagen gibt, wie sie dem Platonismus unterstellt wird. Weil bereits die Philosophen, wie in Folge kirchliche Vätern nicht nur die allzu menschlichen Gottheiten der Griechen polemisch angriffen, sondern auch die menschlichen Bezeichnungen, Eigenschaften für das höchst wesentliche Eine, Gute, den bereits von Parmenides bedachten, alles überdauernden, menschlich unbestimmbaren Sinn allen Seins abgelehnten.

Wo es in frühen Zeiten über den Grund/Sinn allen Seins wenig zu sagen gab, kann sich heute die negative in eine positive Theologie verwandeln. Denn wenn sich heute eine höchste Wesentlichkeit, Herrlichkeit als Grund für das rechte Leben, das Gute sprachlich allein in der allseits anerkannten ökologischen Weisheit ausdrücken lässt. Dann spricht auch nichts dagegen, diese in  aufgeklärter Weise, auch im Wissen um die Notwendigkeit dieser Sprachform für das Denken, die Ansprach der für das Verhalten entscheidenden Emotion, stark machenden Gefühle, menschlichen Attributen im Sinne bisheriger Kultsprache zu gebrauchen und seinen Sinn auf persönliche Weise anzusprechen.

-So wird auch ewiges Leben, Zukunft in dessen Kette der Einzelne aus vernünftigen Gründen ein selbstverant-wort-liches Teil des kausal-zusammenhängenden großen Ganzen ist, in einem Lebensfluss begründet, den wir nicht mehr Logos nennen, sondern in Evolution und Ökologie beschreiben. Denn wie die Software menschlicher Kultur, damit auch der Anteil, den der Einzelne ob als Vater/Mutter, Entdecker oder einfach durch seine Emotion, Leistung, Lebensweise, jedes Lachen Anteil an einer Ewigkeit hat, die den körperlichen Verfall überdauert, ist heute in Evolution offensichtlich. Und wie die Ewigkeit des menschlichen Lebens von in Kultur gelebter Vernunft/Weisheit abhängig ist, damit dem, was  anfänglich auch als Christus und Heilswesen Jesus galt, ist auch klar.

„Fleisch vergeht, wie die Blume auf dem Felde, doch das schöpferische Wort währet ewig…“, „Jesus spricht, ich bin der Anfang und das Ende, wer an mich glaubt, wird ewig leben“. Was alles ganz logisch ist, wenn dabei von der Weisheit ausgegangen wird, die auch dann Bestand hat, wenn wir die Erde zugrunde gerichtet haben. Doch wenn ein Pfarrer am Grab zum Trost diese Worte spricht, dabei von einem Wanderguru oder das diesem aufgesetztes, wissenschaftlich abgeschriebene Gottesbild ausgehen muss, müsste dem nicht das „Wort“ verboten werden?

-Auch wenn in alten Zeiten Bilder, Mythen, Buchstaben, Texte die Träger und Mittler sein mussten, aus kulturpsychologischer Vernunft auf kreative Weise im Kult heute weitergeführt werden. Vernunftreligionen gründen nicht in Tradition, sondern in einer Weisheit, die im Grunde ewig ist, jedoch in ihrem Verständnis und ihren Lehren dem Wandel der Zeit, den natürlich- kulturellen Gegebenheiten, Umständen unterliegt, sich in gegenwärtigem Wissen  begründet.

-Daher machen Vernunftreligionen keine starren Vorschriften, die zum Selbstweck werden, halten keine Moralpredigten, kauen auch nicht nur  allseits bekannten alten Weisheiten buchstäblich wieder.

- Vernunftreligionen machen die in natürlicher Schöpfung (Ökologie, Evolution) begründete Weisheit, die heute offensichtlich ist, damit aber selbst die Lebens-Weisheiten, wie sie auf Kalenderblättern zu lesen sind, als ganzheitliche Lebensweise gelten, in intrinsischer, vom Selbst kommender, jedoch in einer gemeinsamen, menschliche nicht bestimmbaren Wesentlichkeit, damit einem höheren Sinn begründeten Motivation zum Lebenswerk mündiger Weltbürger.

1.1. Vernunftreligionen sind das Gebot der Zeit

Allein die ständigen Auflistungen der durch menschliche Unvernunft, Egoismus und Gier verursachten Weltprobleme, dann der Ruf nach einer völlig neuen Lebensweise in ökologischer Weisheit bringt so wenig, wie allein gesetzliche Vorschriften und nun auch kirchliche Moralpredigten und die päpstliche Umweltenzyklika. Wer denkt, er müsste nur auf Flüge und Autofahren verzichten, Müll trennen, kein Fleisch essen…, dabei meist den Nachbar im Auge hat, überschätzt die menschliche Vernunft. Denn die konnte bisher weder in freien, demokratischen Gesellschaften, noch im politisch-säkular verordneten Kommunismus einen Geist der gemeinsamen Verantwortung, ganzheitlich-weltvernünftigen Verhaltens bewirken.

Das heute nicht mehr „geheime“ oder nur „Grünen“ heilige Band zwischen Mensch und Natur war nicht nur der Gegenstand der antiken Philosophie. Die von Weisheit sprach, wenn der Mensch entsprechend der Natur, mit ihr im Gleichklang, so in der Stoa  definiert, in natürlich-schöpferischer Gerechtigkeit und Verantwortung leben sollte. Wo daher als Kirchenväter geltende Neuplatoniker im Weiterdenken der im Öko-Logos begründeten Weisheit als Christus (wahren König, Gesalbten) über Kulturmodelle diskutierten, um den Menschen mit seiner wahren Natur, wie deren Sinn in Einklang zu bringen. Da war das die Umsetzung eines nun weltgültigen Judentums als messianisch erwartetes Heil im Sinne Josua, lat. Jesus.

Denn der heute in vielfacher Weise seine Zukunft vernichtende, naturbeherrschenden Anthropozän ist keine Erfindung der Moderne, sondern bereits dort erwachsen, wo beispielsweise der systematische Ackerbau in Ägypten begann. Und wo dann die Hebräer im Exil in Naturbeobachtung und Himmelberechnung an Stelle des Pharaonenkultes und Opfer für menschliche Götter in früher Weisheit Gesetze  aufstellten, von denen zu Recht gesagt wird „Am Anfang war Ökologie“. Weil die Thora nicht nur das schöpfungsgerechte Zusammenleben in menschlich-sozialer Natur, sondern vielfach auch den Ackerbau und sonstige Nachhaltigkeit oder naturgerechte Lebensweise selbst in den Speisevorschriften zum Thema hatten. Dass dies dann alles nicht durch Visionen nach dem Tod eines heilspredigenden Handwerksburschen in einem neuem Bund auf weltgültige Beine gestellt worden sein kann, sondern in dem die der antiken Philosophie geltende Weisheit im Sinne dessen gesehen wurde, was bisher Juden alleinige Kulturbestimmung war, so die im Öko-Logos begründete Weisheit der weltgültige Judenkönig, damit das Heil „Jesus“ war. Das muss nicht ständig deutlich gemacht werden.

Nicht ohne Grund wird heute erkannt, wie einst die alten Götter für Ordnung sorgten und selbst von Intellektuellen das Ende der Erdgöttin Gaia und ihrer Kollegen beklagt. Eine Lebensweise nach ökologischer Weisheit ist weder allein aus Einsicht um die Vernichtung der Zukunft, noch mit mehr Vorschriften, Gesetzen oder gar einer an philosophischen Hochschulen bedachten Öko-Diktatur zu machen. Gefragt ist ein völlig neues Lebensbewusstsein, das eh nicht nur den Einzelnen ausmachen kann, sondern die Gesamtheit bestimmen muss. Ob mit Selbstbewusstsein und Geist, Vernunft begabte menschliche Wesen, deren Vorfahren vor vielen Jahren  das natürliche Eden verlassen haben, eine schöpfungsgemäße (ökologische) Lebensweise als Last empfinden, hängt von ihrem Bewusstsein ab.  Ob der egoistische Konsum oder die ökologische Lebensweise Lust verschafft, wird von eingefleischten (Fleisch gewordenen) Motiven bestimmt. Die in Ökologie begründete Weisheit als Lebensmotiv ist jedoch weder allein in menschlicher Vernunft, noch einer Reaktivierung der Götter, sondern nur in einem aufgeklärten gemeinsamen Kult, in Vernunftreligionen einzuverleiben.

Eine Kultur der Nachhaltigkeit, die in verschiedenen Kultkonzepten eine gemeinsame Wesentlichkeit/Sinnhaftigkeit (Herrlichkeit/Gottheit) feiert, ist so weit gesünder, wirksamer, nachhaltiger als alle Vorschriften und Gesetzesbürokatie. Denn es ist nicht der Verstand, sondern die Seele, heute sagen wir die menschliche Psyche und die Emotion, damit die linke Hirnhälfte (was wahrscheinlich auch ein Bild ist) die Flügel hat. Die auch in der gesamten modernen Kommunikation aus rationaler Erwägung angesprochen wird, weil sie für das Verhalten maßgebend ist, damit auch Höchstleistungen (ob in Weisheit oder Unsinn) bewirken kann.

1.2.Eingefleischte Vernunft lässt ökologische Last lustvoll zur Hochleistung werden

Selbst atheistische Evolutionsbiologen wie Thomas Junker, die mit Blick auf die heutigen Religionen diese nur noch als überkommenes Relikt sehen können (ähnlich dem einst überlebensnotwendigen, jetzt der Vernunft zu unterstellenden Hunger auf Süß und Fett), reden in „Der Darwin Code“ vom Superorganismus, den ein gemeinsamer Kult bewirkt. Und sie beschreiben auch den Sinn der Natur, damit auch Evolution, wie die Bedeutung der phantastischen Bilder, Vorstellungen im evolutionären Wandel dabei. Wie bereits von Philosophen wie Cicero, dann Neuplatonikern (Vätern der Kirche) begründet, muss daher die aller Natur zugrunde liegende Weisheit/Weltvernunft (Logos) im ewigen Auferstehen (aufgeklärten Verstehen) der alten Bilder Fleisch werden, im gemeinsamen Kult in Fleisch und Blut übergehen.

Auch der Hunger nach mehr Konsum, die menschlich-egoistische Gier, wie auch Triebhaftigkeit sind ähnlich wie der Hunger auf Süß und Fett in Evolution tief eingefleischte, weil in der Steinzeit notwendige Verhaltensmuster. Die jedoch wie sich heute zeigt, nicht nur oft zu gesundheitlichen, wie gesellschaftlichen Problemen führen, sondern inzwischen die gemeinsame Zukunft mehr als gefährden. Um dieser tief eingefleischten menschlichen Unvernunft entgegenzuwirken, ist mehr notwendig, als Erkenntnis dessen, was weise wäre, Angst vor Morgen oder Moralpredigt. Selbst der Klimawandel mit spürbar beginnenden weltweiten Katastrophen kann so wenig wie beginnende Flüchtlingsströme und bevorstehende Kriege um Nahrung, letztes fruchtbares Land oder Wasser einen Gemeinsinn und so eine Verantwortung für die kreative, naturgerechte Zukunftsgestalt bewirken. Mehr denn je zeigt sich, wie ohne einen vernünftigen gemeinsamen Kult keine Vernunft, Weisheit in Kultur, Zukunft zu machen ist.

Und dazu waren, wie am Anfang der Kirche bereits aus frühpsychologischer Erkenntnis definiert (heute wissenschaftlich zu erklären), auch Bilder, menschliche Erscheinungen, heute deren aufgeklärtes Verständnis notwendig. Wie Piktogramme wirken, Bilder und menschliche Persönlichkeiten weit mehr bewirken, als noch so vernünftige Botschaften, Programme, können wir in der täglichen Kommunikation, mehr noch im politischen Alltag, bei Wahlen beobachten. Selbst die Tatsache, dass jeder Zweifel an menschlichen Wesen als Angriff auf die christliche Religion gesehen, nicht erkannt wird, wie gerade so nicht nur das historische begründet, sondern auch heutige Heil geben wäre, zeigt, wie tief menschliche Bilder verwurzelt sind, in aufgeklärter Weise im Kult notwendig bleiben.

Keine der in frühökologischer Weisheit (nicht menschlichen Wesen) begründeten alten Kulturen wäre ohne den gemeinsamen Kult und damit auch menschliche Mittlerwesen und Geschichten denkbar gewesen. Und wo wir Hochkulturen bestaunen, ob in Ägypten oder in Südamerika bei den Mayas,  waren umfassende, systematische Kultsysteme, die sich in kosmischer Kreativität begründeten und so beispielswiese die Hochleistungen im Regenwald, wie in Ägypten ermöglichten. Die in Ägypten, wie im Exil in Persien von den Propheten der himmelsberechnenden, naturbeobachtenden, so Schöpfung in Schrift fassenden Hebräer (frühe Philosophen) im Namen Moses weitergedacht wurden. Wodurch die sich im Exodus von den Opfern für menschliche Gottheiten, damit auch Pharaonen befreiten, die Weisheit als noch allein Juden geltendes Gesetz/Thora zu ihrem König machten, aber ohne menschliche Schriftgestalten nicht auskamen.  

1.2. Menschen die eine gemeinsame Weisheit, wie deren Sinn vergöttern, leben ihn

Ohne den Kult in Form verschiedener Gottheiten, der sich auf die noch auf mythische Weise erfasste Naturprinzipien, wie auch die fruchtbare Nilschwemme (die für Gerechtigkeit und ewiges Lebens stehende Maat) begründete, wäre die ägyptische Hochkultur, die auf Bildungsreisen bestaunten Wunder menschlicher Leistung nicht gewesen wäre. Und wo der erste, allzu radikale, daher wieder völlig verschwundene sogenannte Monotheismus war. Da ging es nicht um den Glaube an himmlische Monsterwesen, Handwerker, menschliche Gottheiten, sondern das Gegenteil. Da wurden diese später auch von den Philosophen recht polemisch kritisierten menschlichen Gottheiten, denen die Christen dann endgültig das Opfer verweigerten, ausgemeißelt. Weil bereits in der Amarna-Zeit allein die Kraft der das irdische Leben bestimmenden Sonne im Kult verehrt, besungen wurde.

Aber nicht nur die damals allzu radikale Vernichtung menschlicher Gottesbilder, statt kulturell kreative Weiterentwicklung zeigt, wie notwendig gleichzeitig auch menschliche Kult(ur)bilder für den Volkskult sind. Mehr noch wird dies dort klar, wo die Pharaonen, die wie Echnaton die Sonne im Kult nun allein in seiner menschlichen Person verkörperte, dann von den Propheten in ihrer Gottheit verworfen wurden. Denn als deren Autorität durch durchdachte Weisheitslehren ersetzt wurde, wie Jahrhunderte später weltweit dann am Anfang der Kirche, war dies dem Volk nur in menschlichen Bildern zu vermitteln.  

Wenn wir dann beobachten, wie nach der Erkenntnis von Vernunft ca. 600 vor Chr., in sogenannter Achsenzeit nach dem Wandel vom Mythos zum Logos die heutigen großen Weltreligionen gleichzeitig im Westen und Osten entstanden. Dann waren dies letztlich allesamt in nun natürlicher Schöpfung, deren Vernunft/Logik  begründete Weisheitslehren, die diese als Wort/Gesetz in der Thora (bei den Propheten), als Tao, Dharma (Weisheitslehrer des Ostens) oder wie die griechischen Philosophen im zunehmend polemisch kritisierten Götterpantheon des dann in Vernunft erklärten Zeus zum Volkskult machten. Und wo ähnlich wie die hebräischen Propheten Parmenides und seine Kollegen in Griechenland in umfassender Himmels-,  Naturbeobachtung den Sinn allen Seins als Wesen des Seienden bedachten. Da wurde das, was bisher Juden als alleinig galt, weltgültig. Da wurde die Grundlage für das gelegt, was dann bei hellenistischen Juden dazu führte, die im jüdischen Gesetz erstarrte, abgeschriebene schöpferische Wesentlichkeit und davon ausgehende, so begründete Weisheit in Vernunft auf neue, nun weltgültige Beine zu stellen. Was damals auch als Heil in Folge Moses, Josua, lat. Jesus definiert wurde.

Denn dass ein gemeinsamer Kult und damit Geschichten für die menschliche Kultur notwendig waren, im ewigen Wandel sein musste, war dort, wo Moses (frühphilosophische Weisheit) mit Zelt, damit die Verehrung eines höchsten Sinnes im ewigen Wandel unterwegs war, keine Frage. Auch für die philosophischen Schulen der Griechen, die die menschlichen Gottheiten der alten Religionen kritisierten, polemisch verwarfen, stand die Notwendigkeit eines gemeinsamen Kultes außer Frage. So wurden nicht nur im christlichen Laboratorium neue Modelle diskutiert und erprobt. Doch wo dann Neuplatoniker auf den bekannten Konzilen über diese Wesentlichkeit in verschiedenen Personen (Aufgaben, Rollen), damit einen neuen Kult stritten, für die Weisheit die Kirche bauten. Da war der Logos, der in menschlicher Kultur Fleisch, so lebendig werden sollte, kein geheimnisvoller Gott oder eine philosophische Spekulation, mit der die  Tradition aufgewärmt und einem Handwerksburschen aufgesetzt wurde.

Wie in der gesamten Geschichte menschlicher Kultur zu beobachten, konnte die Weisheit, die die Stoa frühwissenschaftlich  in Natur (kausal zusammenhängende Ganze) als Vernunftlehre (Logos) begründete, erst im allumfassenden Volkskult verwirklicht werden. Gerade heute zeigt sich, dass es nicht reicht zu wissen, was im Sinne des natürlichen Ganzen weise wäre. Wie vielmehr ein gemeinsamer Kult, eine tiefgreifende gemeinsame Kommunikation im Sinne historischer Kulturbilder, wie heutiger Weisheit notwendig ist, um Weisheit, statt Konsum- und sonstige Herrlichkeiten des Un-sinns zu leben. Während selbst die heutigen Vertreter der Religionen aufgrund ihrer buchstäblichen Begründung weder Kompetenz zur Lösung, noch weniger Verantwortung für die heutigen Probleme sehen, müssten wissenschaftlich konsequente, rationale Denker aufgrund  evolutions-, kommunikationswissenschaftlicher, psychologischer oder neurologischer Erkenntnisse zeitgemäße, vernunftbegründete Religionen erfinden.

1.3.Neben Mutter Natur auch den Vater lieben und verehren

Zu helfen, sich altruistisch zu verhalten,  sich für das Kollektiv stark zu machen und im Gemeinsinn zu engagieren, ist weder eine Erfindung des Christentums, noch kommunistischer Vordenker, sondern der Natur, Evolution.  Etwas zu geben ohne dafür etwas zu verlangen, sich für die gemeinsame Sache einzusetzen,  widerspricht nur scheinbar der Biologie und ihrem Kampf ums Überleben. Zumal heute klar ist, wie das Überleben, die Zukunft vom Verhalten der Gesamtheit abhängig ist. Nicht nur Menschen verhalten sich daher selbstlos, sondern auch  viele Tiere. Die so als Teile eines ökologischen Ganzen ihre Brut und  Mitglieder, wie den Fortbestand der Sippe und der eigenen Art sichern.  Wie auf einer Pyramide aus Bauklötzen sitzt jedoch bei selbstbewusst gewordenen Menschen das Selbst, darunter die Blutsverwandten und das engere Umfeld. Je mehr sich die Menschen vom Selbst entfernen, werden sie wenig wichtig.

Die Aufgabe des gemeinsamen Kultes besteht heute mehr denn je darin, die Pyramide flach zu halten. Was die auch kommunikativ zusammengewachsene Welt, in der allen voneinander abhängig sind, angesichts der globalen Probleme braucht, ist weltverant-wort-lichen Gemeinsinn. So ging es auch den neuplatonischen Vordenkern der Kirche darum, die Weltvernunft (Logos) im gemeinsamen Kult auf intrinsische Weise Fleisch werden zu lassen. Denn Weltverbundenheit als Familiensinn, bei der die gemeinsam erkannte Wesentlichkeit der Vater ist, lässt sich vom Verstand nicht einfach befehlen. Wo aber heute klar ist, wie die Spendenbereitschaft bereits dann wächst, wenn Namen genannt werden, selbst neurologisch belegt wird, wie die Emotion über das gemeinsinnige Verhalten entscheidet. Da wird die Bedeutung des gemeinsamen Kultes, seiner Bilder und Geschichten, Sprache bewusst. Warum sollte jemand, der liebevoll von der maßgebenden „Mutter Natur“ spricht, nicht auch das, was  allen höchst wesentlich ist, als gemeinsamer Sinn hinter aller natürlichen Werden, der so begründeten Weisheit zu erkennen ist, nicht aus vernünftigen Gründen auch als „Vater“, damit im Sinne der Vätergottheiten ansprechen?

So haben bereits in einer Zeit, die weit von heutigen weltweiten gegenseitigen Abhängigkeiten entfernt war, nicht allein die als frühe Christen geltende Schüler Platons erkannt, wie der gemeinsame Sinn, die höchste Wesentlichkeit im Kult einzuüben, einzuverleiben ist. Auch die anderen großen Religionen haben ihren Grund darin, persönliches Glück des Einzelnen in einem kreativen Ganzen zu schaffen, dem das Selbst gerecht werden muss. Und da wir in einer zur Stadt gewordenen Welt mehr denn je gegenseitig abhängig sind, ist eine Weltverbundenheit in Vernunft gefragt, die Menschen zu den Brüdern machen muss, nach denen bereits die französische Revolution in Freiheit und Gleichheit rief. Was allein mit Einsicht und intellektueller Moralpredigt heutiger Medien nicht zu machen ist. Wie der Blick auf teilweise mittelalterlichen Vorstellungen und so auch berechtige Angst vor anderen Kulturen und gegenseitigen Abschottungen, wie nationalegoistische Wahlen zeigt.

Aber selbst Gleichheit und grenzenlose Brüderlichkeit voraussetzende Gesetze und politischen Parolen können Weisheit im Kopf der Menschen nicht bewirken. So wenig wie dies mit neue Vernunftgottheiten möglich war, die die katholische Kirche verwerfenden Franzosen nach der Revolution zur Verherrlichung einer höchsten Wesentlichkeit einführen wollten, ohne noch aufgeklärt an die christliche Tradition anknüpfen zu können. Wer die Emotionen ansprechen muss, tut gut daran, aus vernünftigen Gründen nicht nur von einer gemeinsamen Wesentlichkeit zu sprechen, sie  vorschreiben zu wollen, sondern von einem gemeinsamen „Vater“ des Ganzen im Sinne seiner kulturellen Wurzeln.  

1.4.Kulturwesen müssen auf ihren kulturellen Wurzeln wachsen

Auch wenn wir wissen, wie am Anfang der Christenheit kein Wanderprediger, sondern  ein im Öko-Logos begründetes philosophisches Gottesverständnis, besser das Verständnis eines Sinnes des natürlichen Weltganzen, einer gemeinsamen Wesentlich im Sinne von Zeus wie des jüdischen JHWH war, reicht allein die philosophische Sprache und Lehre nicht aus. Nicht ohne Grund hat der Logos, die Lehre der Weisheit das Kreuz kultureller Vorbilder, alter Kulturbestimmung getragen oder wird bei Paulus das Wort vom Kreuz als ein sich mit der Zeit entwickelndes rhetorisches Schäma vorgestellt. Das den weisheitlichen Überfliegern, die dachten, das Heil wäre ihnen bereits gegeben, im Sinne eines eine gemeinsamen Kultes entgegengestellt wurde. Und so wurde auch von den Neuplatonikern am Anfang der Kirche, nicht allein von Origenes in seiner Prinzipienlehre oder Athanasius argumentiert, warum Erkenntnislehren für Eingeweihte nicht reichen, ein allumfassenden Volkskult, daher die menschliche Erscheinung der Weisheit/des Logos notwendig war.

Wie kann es aber sein, dass Intellektuelle bezugnehmend auf den antiken Logos-Begriff in „Connectedness“ beschreiben, wie wir ein neues Weltbild der Verbundenheit brauchen, dies auch vielfältig, ob in Physik oder in Psyche ebenso belegen, wie die psychologisch-neurologische Bedeutung der Bilder, Emotion für das menschliche Bewusstsein, Weltbild. Dann aber an Exzellenz- Hochschulen mit großer philosophisch-theologischer Tradition nicht nur die christliche Ethik, sondern  auch Gotteslehre, Paulus ebenso wie die Evangelien im philosophisch bedachten Logos, so in frühökologischer Weisheit begründet werden, ohne dann darin auch den Grund des christlichen Glaubens bedenken, sondern einzig einen Guru als wesentlich ansehen zu wollen?

Der König, der einst stellvertretend für das Ganze galt, die kosmische Ordnung repräsentierte, so den Staat sicherstellte und zusammen mit den Göttersöhnen ein Leben im Gleichgewicht garantierten sollte, wurde bereits von den Moses- Propheten (frühe Philosophen) durch die Weisheit, so das Wort Gesetz/Thora ersetzt. Doch die Liebe gegenüber der Mitwelt (wie des Selbst), damit Verant-wort-ung gegenüber dem großen Ganzen, wie der gemeinsamen Zukunft, lassen sich – wie bereits die Geschichte der Stoa zeigte - nicht einfach herbeireden, politisch vorschreiben oder per Gesetz herbeiführen. 

Doch warum sollten sich dort, wo nicht zuletzt aufgrund des Missverstandes der schöpferischen Ordnung in der Bestimmung einer arischen Herrenrasse das Heil dann in den Nationalsozialismus gesetzt wurde und ebenso der maßgeblich von Marx und Engels bedachte säkulare Gemeinsinn des Kommunismus verheerende Folgen hatte, nicht neue Religionskonzepte bedenken lassen? Denn nun, wo aus Jesus kein Arier mehr gemacht wird. Wie bei der Mehrheit der dann auch trotz kriegsbedingter Papierknappheit neue Bibeln druckenden Deutschen Christen. Wo vielmehr die schöpferische Ordnung nun nicht mehr im arischen Heil, sondern in weltgültiger Weisheit erkannt wird. Da kann auf  Konzepte zurückgegriffen werden, die bereits in der Antike die philosophische Erkenntnis zu Gemeinsinn und Verantwortung führten. In dem sie die bereits von den Vorsokratikern, dann Platonikern philosophisch bedachte Weltvernunft  (Logos: kein Wanderprediger oder Gottesbild) bei freien Menschen Fleisch werden ließen.  

1.5.Aufgabe der Weltreligionen war/ist: ökologische Weisheit zur Kulturbestimmung machen

Wenn heute gar die alten Götter als Wächter für die natürlichen Gleichgewichte angesehen sind oder der „Große Manitu“ als Stadthalter ökologischer Ordnung begründet wird. Dann kann den durchdachten Religionssystemen, die die menschlichen Gottheiten im Wandel vom Mythos zum Logos ablösten, sich in natürlicher Kreativität, Weisheit oder wie das Tao ganz konkret in den natürlichen Gleichgewichten begründeten, diese nicht abgesprochen werden. Vielmehr war es Aufgabe der verschiedenen Kulturkonzepte, diese zum Leben bringen, zur menschlichen Kultur machen.

Auch wenn dies hier in einer Arbeit, die zur Reform der dabei eine Schlüsselstellung einnehmenden christlichen Religion Anstoß geben soll, nur am Rande gestreift werden kann, wissenschaftlich weiterzudenken wäre. Die aufgeklärte Betrachtung der sämtlich in kosmischer Realität begründeten, so Weisheit zum Volkskult machenden alten Kulturen, die teilweise  im Christentum aufgingen oder von dessen Vordenkern mit bedacht wurden, zeigt: Es ist völlig ausgeschlossen, dass in der kulturellen Synthese von Judentum und griechischer Philosophie, die zum Christentum führte, der heute unterstellte Handwerksbursche zur Weltbestimmung geworden ist. Da dies jedoch heute an den Hochschulen, so von aller Welt vorausgesetzt wird, ist eine Reform, die die der antiken Bildung heilige Weisheit, nach auch heute alle rufen, zur Kulturbestimmung macht, mehr als fällig. Was nur von wissenschaftlicher Seite ausgehen kann.

Die auch in den verschiedenen  Kulturtexten östlicher Weisheitslehren nachzublätternde Tatsache, wie es Aufgabe aller Kulturen war, im jeweils vernünftig erkannten, zusammenhängenden kreativen Ganzen (früher Ökologie) begründeten Weisheit, ob als Gotteswort, Logos oder Tao in verschiedenen, meist noch auf einen König setzenden Kultkonzepten im Volk in Fleisch und Blut übergehen zu lassen, zeigt, wie modern und heute mehr als notwendig rational begründete zeigemäße Religionen sind. Denn wo der Mensch zum naturbeherrschenden Anthropozän geworden ist, jedoch das Gegenteil von ökologischer Weisheit, sondern gegen die Natur, seinen Grund/Sinn herrscht, auf vielfache Weise in Gier und egoistischer Unvernunft seine Lebensgrundlage zerstört. Da sind Religionen, die sich im kreativen kulturellen Wachstum aufgeklärt auf ihrer Wurzeln beziehen und so in gegenwärtigem Wissen begründete ökologisch-humanistische Weisheit zum Kult(ur)gut machen, in Fleisch und Blut übergehen lassen, dringend erforderlich: höchst rational.   

1.6.Vielfach bedachte Vernunftreligionen sind möglich, um Gefühle, Emotionen anzusprechen

Die nach Ende des Mittelalters (dem Verfall der alten Autoritäten, damit auch der biblischen Schrift und ihres menschlichen Gottesbildes) bereits von Herbert von Cherbury oder David Hume als notwendig erkannte, in der Geschichte vielfach, ähnlich von Kant vergeblich bedachte, rational begründete Natur- oder Vernunftreligion ist möglich. Sie kann helfen, ökologische Weisheit zur Lebensbestimmung zu machen: Freie Vernunftwesen mit der Gesamtnatur, deren und Grund/Sinn zu versöhnen. In Aufklärung, dass es bei Christus nicht um einen verherrlichten Guru, sondern um die in frühwissenschaftlicher Ökologie begründete Weisheit in menschlicher Erscheinung als historisch nachvollziehbares Heil in Folge Moses, Josua, lat. Jesus ging, können auch andere, ebenso in Weisheit, wie im Kult rational zu begründende Religionen dazu beitragen, die vielfach nur gepredigte Weisheit zur intrinsischen Motivation zu machen.

Vernunftreligionen sollen nicht nur den kognitiven Verstand ansprechen, sondern aufgeklärt und ganz bewusst, aus heute wissenschaftlicher Erkenntnis, auch um die Notwendigkeit, neurologische, kommunikations-psychologische Funktion des Kultes in gemeinsamer Kult(ur) die Gefühle, Emotionen und Psyche des Menschen ansprechen. Damit in einem neuen Geschichts- und so Selbstbewusstsein alle Sinne in tiefgreifender Motivation zu dem bewegen, was heute gegenseitig als ökologische Weisheit im höchst wesentlichen gemeinsamen Sinn/Grund (der war und sein wird) nur rational gepredigt wird.

Vernunftreligionen, die nach Aufklärung über die Anfänge nicht im Gegensatz zu den sogenannten Offenbarungsreligionen und ihren Gründergestalten, Schriften, Gottheiten stehen, sondern sich zwar in gegenwärtiger Weisheit begründen, sich im Religionskonzept hierbei aber auf die Anfänge, ihre Geschichten und Gestalten beziehen, sind machbar. Um in der auferstandenen Kraft der jeweiligen kulturellen Wurzeln weiterzuwachsen. So die bisher im Wort/Schrift bildhaft beschriebene, nun in aller Schöpfung wahrnehmbare Weisheit im menschlich unbestimmbaren Sinn allen Seins zu leben.

Wenn die Wissenschaft hierzu in Aufklärung allein über die christlichen Anfänge die Voraussetzungen schafft: natürliche Weisheit „Christus“ als historisches, zur Zeitenwende maßgebendes und offenbarendes christliches Wesen und damit in menschlicher Erscheinung als Heil im Sinne Moses „Jesus“ bedenkt. Statt die Geschichte auf den Kopf, einen nur als Weisheit, Weltvernunft, Logos ausgerufenen Guru, für den es im aufgeklärten Sinne keinen einzigen Beleg mehr gibt, an den Anfang zu stellen.

Denn Aufklärung über die Anfänge lässt auch erkennen, wie modern die im Glauben bekannte Dreieinigkeit ist: Wie es danach außer der heute in Ökologie zu erkennenden Weisheit (bei Christen Jesus , bei Juden Gesetz/Wort, auch das des arabischen Propheten, über den gemeinsam in Kult(ur) zu liebenden und zu verehrenden gemeinsamen Sinn/Grund allen Seins (damit die höchste eine Wesentlichkeit) nichts zu sagen gibt. Und hierzu wird hier in Bezug auf  Vorlesungen über die Theologie, Christologie, wie deren Geschichte, nun in Bezug auf das Sommersemester 2019 Paulus, die Theologie der Kirchenväter und die Geschichte der Kirche die Wissenschaft aufgefordert.

Denn während ich vor Jahren, bei meinen vergeblichen Bitten das christliche Wesen in Evolution und Ökologie zu bedenken an Professor Berger, wie weitere Theologen und Briefen an Benedikt XVI. aufgrund rationalen Denkens und historischer Kritik nur weitgehend sicher war, dass es bei Jesus Christus um das ging, was die Antike als Logos, so Weisheit bezeichnete. Bereits das Seminar über Dogmatik: Gotteslehre, wo den Lehramtsanwärterinnen/-anwärtern aus Gefahr vor weltweit aufflammendem Fatalfundamentalismus in Mannheim nur frei allem natürlich-philosophischen Denken eine völlig unbestimmte, für das Verhalten nicht relevante letzte Hoffnung beigebracht wurde, die an den Schulen nichts verloren hätte, hat klar gemacht: Ein wieder in aufgeklärter Weise in natürlicher Schöpfung begründetes Verständnis entsprechend der Anfänge ist dringend notwendig. So wurde dann in Heidelberg in den verschiedenen Vorlesungen nicht nur die Leere, aber auch Unhaltbarkeit heutiger Jesus-Hypothese deutlich. Vielmehr hat sich nicht zuletzt auch durch die nach heutigem Wissen gegebene geschichtliche Literatur im Zusammenfügen vieler Puzzleteile das wissenschaftlich weiterzuarbeitende Gesamtbild einer logisch zu erklärenden, nach weitgehendem Verfall antiker Vernunftlehre/Weisheit in Schriftform über das Mittelalter getragenen Entwicklung ergeben. Die mit Blick auf die heutigen Herausforderungen dringend nach Reform im aufgeklärten Verständnis der Anfänge ruft.     

1.7.Die Göttin der Weisheit ruft zur kulturellen Aufklärung im Silicon Valery von Morgen

Minerva, die römisch-griechische Göttin der Weisheit, spendet das Licht der Erkenntnis, wodurch die Religionen der Welt zusammenfinden (Daniel Chodowiecki, 1791, Wiki: Aufklärung)

Die auch als Athena geltende, in der Antike für die Verehrung der Wissenschaften, die Weisheit, Weltvernunft stehende römisch-griechische Göttin fordert so unter Wikipedia auch zur kulturellen Aufklärung auf: Voraussetzung für ein Leben in Friede und Vernunft. Wie es zur Zeitenwende, wie dann durch die bisher nur naturwissenschaftliche Aufklärung erhofft wurde. Nach der der naturbeherrschend gewordene Mensch (Anthropozän) ohne aufgeklärten gemeinsamen Kult jedoch das Gegenteil von Herrlichkeit bewirkt: Weisheit predigt, aber in unvernünftiger Gier seine Lebensgrundlage zerstört, Religionen das Gegenteil von Friede bewirken.

Minerva/Athena (im philosophischen Auferstand der mit dem Mythos gestorbenen Gottheiten waren in der Antike die Namen austauschbar) ruft auch vom Eingangsportal der Neuen Universität Heidelberg, damit der ältesten Hochschule Europas nach Einheit der Weltreligionen, deren Begründung in Wissen und Erkenntnis. Für wissenschaftliche Aufklärung stehend fordert Sie auch in Sachen der Kulturvorstellungen ein Ende des Mittelalters und aufgeklärten Verstand in einem mehr als notwendigen geisteswissenschaftlichen Silicon Valley von Morgen. Damit fordert sie auch eine kulturgerechte Neubelebung dessen, was der Antike als Weisheit nicht nur „Minerva/Athena“, sondern als „Christus“ heilig, so historisch „Jesus“ war. Vergebens. Solange der Glaubensgewohnheit und bisherigen Lehre zuliebe heute gegebenes, selbst gelehrtes Wissen ausgeblendet, weiter ein junger Mann unterstellt wird. Der nur als Christus verherrlicht oder apologetisch als eine im frühökologischen Weltganzen, damit in Natur-/Vernunftlehre (Logos) begründete Weisheit hingestellt worden sein soll.

Denn alle auch in Heidelberg abgehaltenen religionswissenschaftlichen Symposien, das in vielen Werken der Universitätsbibliothek aus ganz unterschiedlichen Perspektiven nachzulesenden und in Dissertationen beschriebene Wissen um die philosophisch-weisheitliche Grundlage der verschiedenen, nicht nur abrahamitischen Weltreligion bringt bei heutiger Hypothese nicht weiter. Wenn selbst die Doktoraten, die heute gegebenes Wissen auswerten, getreu ihrer Lehrer davon ausgehen müssen, im Christentum sei in Folge Moses nur ein junger Religionsrebell als Weisheit ausgegeben worden, sind ihre Werke, war alles Forschen, Graben vergebens.

2.      Aufgeklärte Anwendung, statt Abschaffung von Religion entscheidet über Zukunft

Die heutige Lehrhypothese verhindert nicht nur, die wissenschaftlichen Voraussetzungen zu schaffen, damit die heute vielfach gepredigte Weisheit zur kulturellen Bestimmung, sondern weiter nur der wissenschaftliche Gottestod als gegeben, Religion als Relikt für Gestrige gesehen  wird. Bei einem als Gott ausgegebenen antiken Sektenführer, ähnlich James Manson (Guru, Kyniker: Hippi, der mit seiner Lehre auch Anhänger in den Tod trieb), müsste jeder normal denkende Mensch der Religion den Rücken zukehren. Und so wundert es auch nicht, dass Jesus Christus in der modernen Gotteslehre nicht mehr vorkommt oder sich viele aufgeklärten Menschen Ersatz-Herrlichkeiten, wie Konsumwachstum ohne Arbeit, Freizeitvergnügen oder sonstigen Zeitvertreib als persönliches Glück suchen, hier ihre Herrlichkeit sehen. Gleichwohl sie Vernunft, Weisheit predigen, wissen was höchste Wesentlichkeit wäre.

Und selbst noch kirchlich aktive Zeitgenossen, die im Vernunftdefätismus den Verfall der sich so heute in vielfacher Weise vernichtenden Kultur bitter beklagen, jegliche Hoffnung aufgegeben haben und denen es auch mehr als egal ist, ob der historische Jesus zwei Beine hatte. Die können nach heutiger Lehre nicht erkennen, wie genau diese Frage nach dem historischen Glaubensgrund über Aberglauben, wie folgerichtigen Abfall vom gemeinsamen Kult, damit auch die heutige Lebensweise, weltweite Unvernunft entscheidet. Bei der zwar inzwischen fast jeder die Zusammenhänge der Welt und die sich so ergebende Weisheit, damit die Notwendigkeit einer völlig neu, an „schöpferischer Wesentlichkeit“ ausgerichtete Lebensweise weiß. Diese aber ohne Kulturbestimmung in einem aufgeklärt-rationalen Kult, der im aufgeklärten Bewusstsein der kulturellen Wurzeln, auf systematische Weise auch alle Kanäle moderner Kultur nutzend, nicht nur den Verstand, sondern die Emotionen, Psyche anspricht, vergeblich gegenseitig gepredigt wird.

2.1. Wo Christologie und christliche Ethik in ökologischer Weisheit erklärt wird…

Gleichwohl wird heute gelehrt, wie die in früher Ökologie begründete Weisheit der christlichen Verhaltenslehre, wie Theologie/Gotteslehre, damit auch der sich auf den historischen Jesus beziehenden Christologie Paulus zugrunde liegt, sich hier das monotheistische Gottesverständnis des Neuen Testamentes begründet. Wie damit ein rationales, in frühem Wissen begründetes philosophisches Gottesverständnis, das so von Vater und Sohn sprach, das christliche war: Besser wäre das Verständnis einer höchsten Wesentlichkeit, eines menschlich undefinierbaren, unbestimmbaren Grundes/Sinnes allen Seins, auf den allein die in der natürlichen Schöpfung wahrnehmbare Weisheit verwies. Die wie der Sohn den Vater bezeugt und davon ausgeht, ohne den Sohn kein „Vater“, wie ohne einen Vater kein „Sohn“ wäre.

Denn auch wie am christlichen Anfang ein in philosophischer Weisheit um natürliches Werden begründete Verständnis einer höchsten Wesentlichkeit im Sinne des aufgeklärt verstandenen Zeus, wie JHWH war, ist bekannt. Doch wo am Anfang Wissen/Erkenntnis stand, war dies das Gegenteil eines menschlichen Gottes, der nach wissenschaftlicher Welterklärung als nicht mehr notwendiger Erklärungsgrund gilt. Wer vergeblich als Designer (himmlischer Handwerkerker) bewiesen werden soll und dann wegen seines Nichteingreifens bezweifelt oder als unwissenschaftlich abgestritten wird, kam beim philosophisch-christlichen Anfang nicht vor. Wo eine höchste Wesentlichkeit in frühwissenschaftlicher Natur-/Vernunftlehre (Logos=Christus) offenbar war, war auch kein Gottesbild von einem inzwischen unwirksam gewordenen Aufpasser, der heute vorausgesetzt und an theologisch-philosophischen Meisterkursen der Hochschulen in seiner evolutionären Bedeutung (die dieses buchstäblich vorgesetzte Bild zweifellos in Zeiten ohne Weisheit hatte) bedacht wird.

Wo beispielsweise die Erdbeben und Tsunamis noch nicht in für das Weltgefüge höchst kreativen Plattenverschiebungen, damit einem schöpferischen Sinn folgend begründet waren. Da stellte sich die sogenannten Gotteszweifel auf eine Weise, die heute weggefallen sind. Denn heute wird nicht nur Blitz und Donner, sondern werden alle evolutionären Prozesse  im ökologischen Ganzen (vom Fressen und gefressen werden in der Natur, über den Blinddarm, bis zu menschlichen Gefühlsregungen) in einem kreativen, ökologischen Sinn in Weisheit/Vernunft begründet.

2.1. So wenig wie Athena eine junge Frau oder das Tao in einem jungen Mann begründet war…

Anfängliche Neuplatoniker dachten die philosophisch im nun kausal-zusammenhängenden Weltganzen begründete, als Göttin verehrte Weisheit (bei-leibe kein junges Mädchen) als Christus weiter und begründeten dessen menschliche Erscheinung als erforderlich für den in menschlicher Kultur notwendigen Volkskult. Wie daher entsprechend der dem Volk geltenden menschlichen Mythen-Gottheiten oder den jüdischen Auferstehungsvorstellungen die bekannte Jesus-Geschichte notwendig war, wird von neuplatonischen Kirchenvätern erklärt. Nur so war die nun philosophisch rational bedachte Weisheit/Weltvernunft, die auf einen und einzigen Sinn/Grund allen Seins verwies, wie davon ausging, kulturbestimmend zu machten.  Und hierzu war die menschlich volksbekannte Erscheinung notwendig. Nicht umgekehrt.

Wo eine Fülle von Weisheitslehren weltweit eine Explosion an verschiedenen Heils-Schriften auslöste, von Göttermysterien ablöste, gleichzeitig auch mit der Kirche konkurrierende Christentümer, wie ein die Weisheitslehren der Welt vereinender, vorwiegend in persischer Philosophie begründeter, allerdings noch in einem dualistischen Weltverständnis gründender Manichäismus als Weltreligion entstanden. Da kann es den am christlichen Anfang stehenden Mittel- dann Neuplatonikern, die den Weg des hellenistischen Judentum weitergingen, von Alexandrien oder Antiochien, wie Kleinasien aus zum allumfassenden Volkskult machten, nicht um den jungen Mann als offenbarende Weltbestimmung gegangen sein. Als was der historische Jesus heute gilt, als Weisheit oder Logos hellenisiert worden sein soll. Da ist der Weg in aufgeklärter Weise umgekehrt zu betrachten. Da wurde die heute vergeblich gepredigte Vernunft/Weisheit in rationalen Religionskonzepten, im Nord-Westen in bekannter menschlicher Gestalt volksbestimmend.

2.2.Schöpferische Natur in menschlicher Kultur Logos, Wort, Tao, Dharma…

Logos, Wort, Tao oder Dharma wurden nicht ohne Grund in den Übersetzungen oft wechselhaft verwendet. Auch in den  vom anfänglichen Denken zeugenden Texten wird klar, wie die natürliche Schöpfung, die Ordnung, Dynamik des Weltgefüges, kreativen Ganzen (frühen Öko-Logos) die Grundlage der verschiedenartigen Weisheitslehren und so Religionen der Welt war. Was so im menschlichen Zusammenleben in schöpferischer Verantwortung in verschiedenen Modellen verwirklicht werden sollte, war die heute mehr denn je einzuhaltende natürlich-ökologische Ordnung als Himmel auf Erden im Ideal. Wer sich nicht an die verschiedenartig erscheinenden jeweiligen Traditionslehren oder Gründergestalten oder die zu beobachtenden Verschiedenheiten der Konzepte und ihrer Bilder, wie Kulturpraktiken heftet, sondern aufgeklärt die Anfänge betrachtet erkennt: Die großen Weltreligionen sind nicht nur zeitgleich entstanden, im Wandel vom Mythos zum Logos der Achsenzeit aus der Erkenntnis von Vernunft erwachsen.

Auch wenn noch keine einheitliche wissenschaftliche Welterklärung, sondern verschiedene, auch dualistische Modelle bedacht wurden. Wenn die Zusammenhänge und Abhängigkeiten, wie sie heute durch eine nicht allein ökologisch gegenseitig abhängige, auch kommunikativ zur Stadt gewordenen Welt gegeben sind, noch nicht erkannt waren. Wenn daher zwar philosophische Spekulationen die Mythen abgelöst hatten, die Anfänge aber noch meilenweit  davon entfernt waren, dass Schulkinder weltweit auf die Idee gekommen wären, den Erwachsenen schöpferische Weisheit zu predigen. Die großen Weltreligionen gründen in einer Weisheit, die sich aus natürlicher Schöpfung, damit auch Kulturerfahrung ergibt, um emotional und geistbegabte menschliche Wesen der verschiedenen Kulturen mit ihrer wahren Natur, dem Sinn des Ganzen zu verbinden. Damit sie auf schöpferisch vernünftige Weise, somit eine „Ökologie des Menschen“ leben.

Denn ob dies in den verschiedenen Kulturkonzepten durch Meditation und  Techniken wie Yoga oder durch die kultische Verehrung einer gemeinsamen höchsten Wesentlichkeit, Herrlichkeit, eines einzigen Grundes, Sinnes als Gottheit im Religionskonzept erfolgte. In einer Zeit, bei der Mensch zum Natur beherrschenden Anthropozän geworden, daher eine völlig neue Lebensweise in schöpferischer Weisheit gefragt, aber im weiter so nicht zu machen ist, muss man dazu keine neuen Konzept erfinden. Da sind die alten Religionen in aufgeklärter Weise wieder zu beleben, ist das gefragt, was die Alten als Auferstehung beschrieben.

Ob die heute vielfach vergeblich herbei beschworene, im natürlichen, kreativ-zusammenhängenden Ganzen (Ökologie) begründete Weisheit als gemeinsamer Grund der großen Weltreligionen, wie auch als „Christus“, damit das im hellenistischen Judentum so auch definierte historische Heil in Folge Moses „Jesus“ erkannt wird. Oder ob die Hochschullehre den historischen Jesus gegen besseres heute gegebenen Wissens als einen von seinen Anhängern als Christus verherrlichten, als Weltvernunftlehre/Logos, damit Weisheit ausgegebenen jungen Mann hinstellt, so die Reihenfolge auf den Kopf stellt. Was dann nicht allein die christliche Religion als abgeschriebenes, überkommenes Relikt erscheinen lässt, ohne jegliche Bedeutung, Verhaltensrelevanz und Problemlösungs-Kompetenz für die heutigen Herausforderungen. Das ist nicht nur entscheidend für den kulturellen Friede, der Begegnung mörderischer Gefahr, die von überkommenen, auch politisch missbrauchten, sich auf ihre Buchstaben, inzwischen Bauchgefühle berufenden Glaubensvorstellungen oder dem nicht allein in der dritten Welt aufflammenden religiösen Aberglaube, damit auch gegenseitige Ängste und so Abschottung ausgehen, sondern die gemeinsame Zukunft.  

Denn wenn heute wissenschaftlich klar gemacht wird, wie es umgekehrt war, es die Aufgabe ursprünglich rationaler Religionen war, die in früher Ökologie begründete Weisheit im Westen in menschlicher Erscheinungsweise als gesalbten Weltkönig (Christus/Gottessohn), wie dann als Wort des arabischen Propheten, im Osten in kosmologischen Konzepten als Tao oder Dharma zur Kulturbestimmung zu machen. Dann ist der Weg frei für zeitgemäße Kulturkonzepte, die sich auf ihre jeweiligen Wurzeln, Gestalten und Schriften beziehen und zu einer völlig neuen Lebensweise, wie kulturellem Friede führen. Indem sie die derzeit nur gegenseitig gepredigte, selbst mit politischem Willen oder einer Öko-Diktatur nicht zu erreichende ökologisch-humanistische Weisheit zu einer intrinsische Motivation auf mündige Weise freier selbstverant-wort-liche handelnder Weltbürger machen.

2.3.Aufklärung über die christlichen Anfänge ist Grundlage kultureller Aufklärung

Hier wird zwar gebeten, vordergründig den christlichen Glaubensgrund aufgeklärt zu bedenken. Doch wenn klar gemacht wird, wie sich die Denker am Anfang der christlichen Kirche die Aufgabe stellten, die in Wissen, im Platonismus der Stoa (so als verantwortliche Teile eines kausalen Ganzen definierte), dann jüdisch im Namen Jesus (nicht allein Sirach), wie ähnlich auch im Osten begründete, dort u.a. im Namen Laotse beschriebene Lebensweise ging. Die in durchdachten und psychologisch begründeten Konzepten zur Kulturbestimmung zu machen war. Dann wirft das wissenschaftlich weiter aufzuarbeitende Licht auf die gerade heute mehr als notwendige Aufgabe aller in Natur/Vernunft auch in ihrer Funktion zu begründenden Religionen. Denn selbstverständlich greift es zu kurz, allein die in natürliche Schöpfung, im großen Ganzen gelehrte (Öko-Logos) erkannte und so begründete Weisheit als Grund der verschiedenen Religionen anzunehmen. Um die Voraussetzung zu schaffen, dass aus den Religionen in aufgeklärter Weise Vernunftreligionen werden können, die die allseits geforderte Weisheit zur tiefgreifenden, intrinsischen Lebensbestimmung machen, wie es heute mehr als notwendig wäre. Da ist mit christlich aufgeklärten Augen all das wissenschaftlich weiterzuführen, was heute bereits in aufgeklärtem Blick auf die Anfänge der Weltreligionen und ihrer Kulturtechniken zu lesen ist.

Die Antike kannte nicht das Abbrennen des brasilianischen Regenwaldes für die Erzeugung von Mastfutter für Deutschland, damit auch Fleisch für China. Sie hatte nicht über eine auch so menschlich verursachte Heißzeit, über das Leerfischen der Meere, deren Vermüllung, den sinnlosen Verbrauch der in Jahrmillionen gewachsenen Energievorräte und damit die vielfache Unvernunft zu klagen. Aufgrund der wir in egoistischer, kapital-, nationalstaatlicher Kurzsicht und systematisch herbeigeführter Konsum-Herrlichkeit die Zukunft der Kinder fressen. Daher ist es verständlich, wenn zwar nicht nur bereits die Thora in früher Ökologie gründete, dort ein nachhaltig-gemeinsinniges Verhalten das Thema war, aber die alten Weisheitslehren vordergründig das menschlich-soziale Miteinander und Glück, damit die Grundlage für den Humanismus legten. Gleichwohl gerade in Thora viel über vernünftigen Ackerbau und auch sonst eine nachhaltig-ökologische Lebensweise zu lesen ist, selbst die Verrichtung er Notdurft so beschrieben wird. Was nebenbei alles nicht nur einen biblischen Besserwisser auf neue Beine gestellt worden sein konnte, sondern dafür nur die der Antike geltende Weisheit als Christus in Frage kommt.

Doch die Weltprobleme, die beispielsweise Harald Lesch in „Die Menschheit schafft sich ab“ beschreibt und dabei den Tod der einst für die kosmische Ordnung, die Gleichgewichte stehenden Götter beklagt, waren noch lange nicht gegeben. Die schöpfungsgerechte Lebensweise, die Versöhnung des selbstbewussten, so selbstverantwortlichen, dafür mit Vernunft begabten Menschen mit seiner wahren Natur, dem Grund und Sinn allen Seins, war das Thema aller der nach dem Wandel vom Mythos zum Logos, damit in Ablösung des Götterkultes durchdachten Kulturkonzepte, der in der Achsenzeit entstandenen großen Weltreligionen. Gaia und andere Mythengötter wieder zum Leben erwecken zu wollen, wäre sicher der falsche Weg, ein Rückfall von Vernunft in den Mythos. Und auch Vernunftreligionen, die sich auf die jeweiligen kulturellen Wurzeln in den großen, die allzu menschlichen Götter ablösenden Weltreligionen berufen, sind kein Zurück, sondern nur im kultureller Fortschritt wirksam.

2.4. Ökologische Weisheit ist nur in aufgeklärter Kultur zu machen

Und wo auch moderne Naturwissenschaftler die ungebremste Gier, den Raubbau an unserem Planeten in verschwenderischem Wohlstand in Zusammenhang mit der kulturellen Entwicklung, dem jeweiligen Blick der Menschen in den Himmel betrachten, eine Neugestaltung unserer Zivilisation als notwendig sehen. Weil der einzelne Fleisch-, Auto- und Flugverzichter allein ökologische Weisheit nicht leben kann, sondern sich das unsere Lebensgrundlage vernichtende Verhalten, bei dem alles schief läuft, in der Menschheits- damit Kulturgeschichte begründet liegt. Wo daher immer klarer wird, wie entscheidend es ist, in welcher Weise, mit welchem Bewusstsein, wir die Welt, die Natur, die unendlich dynamische Ordnung im Himmel, die Gleichgewichte des kreative Ganzen betrachten und uns dafür begeistern. Da hilft auch kein Ruf nach alten Göttern, die längst von frühökologischer Weisheit als Christus und so wahren einen Sohn abgelöst waren.

Wie kann es da sein, dass in einer Zeit, bei der der biblische Christus, nachdem er zu einem herrlich geworden jungen Mann geworden ist, keinerlei Bedeutung für das Leben mehr ausgeht. Wo dann Benedikt XVI., der sonst von schöpferischer Vernunft (Logos) als christliche Wesen sprach, das er im Weiterdenken der Stoa, wie jüdischer Weisheitslehre begründet, in seiner letzten großen Rede vor dem Bundestag das Recht in Ökologielehre zu bedenken gab. Und hier auch der „Mann des Wortes“ Franziskus seine Umwelt- „Enzyklika laudato Si“ über eine schöpfungsgerechte Lebensweis als Voraussetzung für die Zukunft begründet. Wie dies jeder protestantische, meist ökologisch-sozial engagierte Pfarrer in seine Predigtoder Posts bei Facebook tut. Gleichzeitig an einer Hochschule mit großer philosophisch-theologischer Tradition die christlichen Anfänge in philosophischer, damit frühökologischer Weisheit und so auch das kirchliche Kulturkonzept begründet wird, um Weisheit in menschlicher Erscheinung zur Welt zu bringen, so auch die Theologie der Kirchenväter in Weisheit erklärt wird. Dann aber allein noch der Gewohnheit wegen ein heilspredigender Galiläer, den man als kosmische Weisheit gesehen, ausgegeben und so beschrieben hätte, als einzig wissenschaftlich gilt?

Wird es da nicht höchste Zeit, in aufgeklärter Weise die rationale Weisheitskonzepte, damit nicht allein die christliche Religion wiederzubeleben, wie sie nach dem Wandel vom Mythos zum Logos in ökologischer Vernunft/Weisheit bedacht wurden um diese menschwerden zu lassen: Zur Volkskultur zu machen?

2.5.Weisheit der großen Weltreligionen in Gegenwart begründen, weiterführen

Die Frage nach dem Geheimnis des Lebens, den Ursprüngen, die nach dem Wandel vom Mythos zum Logos in Vernunft jenseits der Mythengötter gestellt und beantwortet wurde, haben fast zeitgleich in aller Welt zu Weisheits-Modellen und damit Religionen geführt, die auf frühem Wissen gründeten. Viele biblische Propheten wie Jesaja, bekannte griechische und persische Philosophen oder fernöstliche Weisheitslehrer wie Buddha und Konfuzius haben zeitgleich gelebt. Denn auch wenn wie heute selbst von Harald Lesch beklagt, im Laufe der Zeit die Götter nicht mehr über die natürliche Ordnung wachten. Die Natur und damit der Ursprung allen Lebens stand in jetzt rationaler Begründung im Zentrum aller in der Achsenzeit, der Entdeckung von Vernunft entstanden Kultursysteme, Philosophiemodelle, wie auch deren späterem Weiterdenken im Christuskult. Zurück zur Natur, ähnlich wie 68, war nicht allein der Ruf der welt-, zumindest kulturverneinenden Zyniker (Kyniker). Denen daher Gerd Theißen seinen Galiläer zurechnet. Gerade die Stoa, auf die heute bei der christlichen Theologie, wie bei Paulus ständig verwiesen wird, begründete ihre Soziallehre in einer natürlichen Kausalkette allen Lebens, des kreativen Ganzen, wie es heute offensichtlich, wieder im Kult zur Bestimmung zu bringen ist. So wird bei Seneca & Co. von „Naturlehre“ gesprochen. Wir brauchen heute „Gott sei Dank“ keine mystischen, metaphysischen Konzepte, Begründungen mehr, müssen uns nicht auf die Weltseele Platons berufen und haben auch den Sozialdarwinismus als angebliche Schöpfungsordnung  der arischen Rasse, des Stärkeren, egoistischen Gens und böser Biologie hinter uns. Wir kennen die von Menschen zu lebende Weisheit, die sich aus natürlicher Schöpfungsordnung ergibt. Damit kennen wir auch deren in freier aufgeklärter Weise gemeinsam zu feiernden Grund als gemeinsame Wesentlichkeit , Herrlichkeit, die sich in aller Natur offenbart, aber auch dann noch sein, für neues Lebens sorgen wird, wenn wir die Natur zerstört haben.

Wenn der Mensch nicht zum wahren Herrscher (Weisheit/Vernunft in menschlicher Lebensweise), sondern Vernichter der Natur geworden ist. Dann kann das weder den kosmologischen Modellen des Ostens, noch den monotheistischen Systemen angelastet werden. Die eine höchste Wesentlichkeit, Herrlichkeit als Grund/Vater aller Weisheit, damit „einen“ gemeinsamen Sinn über willkürlich menschliche Gottheiten und Opferkult stellten. Bei denen es dort, wo die frühwissenschaftlich begründe Weisheit als Christus galt, ursprünglich nicht darum ging, an ein vorgesetztes, somit durch wissenschaftliche Erkenntnis arbeitslos gewordenes himmlisches Monsterwesen als Erklärungsgrund für Unerklärlichkeiten, einen  Designer als Gott zu glauben und diesen auch anderen als absolut vorzuschreiben. Wie dies dem heutigen Monotheismus, besser den sich auf ihre Bücher, deren Gründergestalten berufenden Religionen zu Recht unterstellt wird, so als für die Gewalt der Welt mit verantwortlich zu sein. Vielmehr wurde am Anfang der Kirche begründet, wie man dem nun philosophisch bedachten Sinn des Ganzen als höchste Wesentlichkeit im Sinne von Zeus, wie JHWH, damit wieder der natürlichen Herr-lichkeit (dem Eden) und dessen Grund gemeinsam in kulturellem Friede gerecht werden kann. Auch die Argumentation, die keine in Mythen, Schriften vorgesetzten menschlichen Gottheiten verteidigt, sondern rational begründete, warum es einen Grund (Vater) gibt, der alle sichtbare Schöpfung, menschliche Weisheit (Sohn) überdauert, ist nicht allein durch Tertullian bekannt.

2.6.Menschlich frei, friedlich im schöpferischen Sinn selbstverant-wort-lich herrschen

Wenn heute selbst im scheinbar friedlichen Indien als der größten Demokratie der Welt eine Zeitbombe tickt, bei der die hinduistische Mehrheit viele Millionen von anderen Religionsangehörigen, meist Moslems, zu Feinden macht. Dann liegt das an nicht am gemeinsamen Grund der Religionen, sondern ruft nach dessen Aufklärung hinter scheinbar so gegensätzlichen religiösen Vorstellungen in Vernunft.

Auch wenn bei der Betrachtung der Weltreligionen meist die jeweiligen Kultpraktiken, Geschichten, Vorstellungen im Vordergrund stehen, was meist den Blick für das gemeinsam Wesentliche verbaut. Die großen Weltreligionen haben alle den gleichen Grund: Selbstbewusst gewordene, damit Geist begabte menschliche Wesen in Kultur mit dem großen Ganzen,  dem Grund allen Seins zu verbinden, damit in schöpferischer Verantwortung und Weisheit, so friedlicher Gemeinschaft zu leben. Im Wandel vom Mythos zum Logos (Vernunft)  wurde nicht wie heute vielfach beklagt, der Mensch zum willkürlichen Herrscher über die Natur erhoben, für deren Gleichgewichte vormals der Götterkult sorgte. Das Streben nach egoistischem Profit in einer individualistischen Gesellschaft, wie die Gewalt im Namen des Glaubens kann daher nicht aus dem Wandel vom Mythos zum Logos hervorgegangen Weisheitskonzepten, Religionen angelastet werden. Wie heute oft nicht allein der Buchstaben wegen unterstellt werden muss. Vielmehr wurden jenseits der alten Mysterien für Eingeweihte, des blutigen Opferkultes, wie Orakelglaubens aufgrund von Gedärmen und der Kaisergottheiten Kulturkonzepte im Sinne der Propheten bedacht. Durch die selbstbewusste und damit selbstverantwortliche Menschen wieder ihrer Natur, dem Sinne des Weltganzen jenseits von Gier und Kurzsicht gerecht werden: jenseits von geheimnisvollen Mysterien schöpferische Herrlichkeit, Wesentlichkeit, damit auch ökologische Weisheit leben. Und genau dies ist wieder aufgeklärt zu beleben.

Denn wie sollen sich Menschen, für die auf systematische Weise der täglichen Massen- wie Freizeitkonsum zum gemeinsamen Sinn geworden ist. Die so in der Wirtschaftsleistung (was die Leistung öko-logischen Haushaltens im Welthaus sein müsste), heutige Misswirtschaft begründen. Die gar das „Sozialprodukt“ wie selbstverständlich am soziale Zukunft vernichtenden Konsumwachstum messen, das Wachstums des Kapitals aufgrund der Aktienkurse (Gewinn ohne Arbeit) zum Kult geworden ist. Wie sollen die sich im schöpferischen Sinn verhalten?

Was Menschen, die im heutigen aber „glaube“ (an was auch immer: laut heutiger Gotteslehre der Hochschule nur noch eine naturphilosophiefreie letzte Hoffnung) Konsum- und Kapitalwachstum zu ihrer Herrlichkeit gemacht haben, mit ganzem Herzen verehren und lieben, entscheidet weit mehr über das Verhalten, als alle Gesetze und Vorschriften. Wenn heute auch Wirtschaften nicht wie in der Antike als Haushalten in der gemeinsamen Wohnung definiert, sondern in wirtschaftlicher Notwendigkeit deren Zerstörung, wie Nationalegoismus begründen wird. Dann liegt das an einem grundlegenden Weltverständnis, dessen Wandel heute mehr als notwendig wäre und nur in zeitgemäßen Kultur-, damit vernünftigen Religionskonzepten zu erreichen ist. Die sich aufgeklärt auf ihre kulturellen Wurzeln, damit auch eine heute wissenschaftlich offenbare höchste Wesentlichkeit, Weisheit, wie deren Grund/Sinn beziehen. 

3.      Am Anfang waren rationale Religionssysteme, um Vernunft zur Welt zu bringen

Nicht nur dem Namen „Hagia Sophia“ nach, musste in Konstantinopel, wie auf unzähligen Konzilen, bei denen sich die intellektuellen Kaiserberater (Bischöfe) der Zeit über das Wesen des Logos/der „heiligen Weisheit“ in Bezug auf die Väter-Gottheiten stritten, dann Dreieinigkeit definierten, ein allumfassender Kult bedacht werden. So wurde die Kirche, später in gleicher Vernunft-/Weisheitslehre (Logos) Moscheen für den Islam gebaut. Der nicht der Trinität der allumfassenden (katholische) Kulturkonzeption des Nordwestens folgte. Der auch aufgrund anderer kulturgeschichtliche Gegebenheiten des Orient einen eigenen Weg ging. Für den es rational war, das Wort, das er in Isa (Jesus) lebendig sah, nicht in einem menschlichen Gottessohn am Kreuz sterben und auferstehen zu lassen, sondern als Wort des Propheten zur Welt zu bringen.

 

3.1.  Der Heilsweg des Geist begabten Homo Sapiens: Zurück zum Urgrund paradiesischer Natur

Erst wenn man keinen Wanderprediger, sondern die natürliche Weisheit an den Anfang stellt. Und sich so die gesamte philosophische, eigentlich religionswissenschaftliche antiken Begründungen der Notwendigkeit eines Kultes und Auseinandersetzungen um das zeitgemäße Kultkonzept nicht allein bei Cicero und Co. betrachtet. Da wird auch klar, welche hohe Weisheit sich hinter der Theologie der Kirchenväter verbirgt. So wird beispielsweise von für den Bau der Kirche, wie des für den allumfassenden neujüdischen Kult herausgegebenen Kanon maßgebenden Denkern wie Athanasius religionswissenschaftlich beschrieben, wie die Vernunft/Weisheit nur in menschlicher Erscheinung in Erfüllung der alten Kulturvorstellung (damit als Gottessohn) zur Volksbestimmung zu machen ist. Weil der aus dem Paradies vertriebene, so selbstverantwortliche Adam auf die Kulturbestimmung von Vernunft und Weisheit im Sinn des kulturellen Erbes angewiesen ist. Doch da unmöglich eine Heilspredigerverherrlichung, -hellenisierung, wie heute unterstellt wird. Da wurde kein Wanderprediger der das alles nicht wollte, für Bildungsbürger als Logos ausgegeben. Da ging es eindeutig um die in Natur-/Vernunftlehre (Logos) begründete, damit frühökologische Weisheit als Christus. Da wurde bedacht, wie die als Erbsünde angesehene Selbsterkenntnis des Menschen, durch die er aus der ökologischen Ordnung, dem Eden herausgenommen war, wie der folgende Aberglaube und Abfall, durch die Menschwerdung der Vernunft aufgehoben werden kann. Wofür in kreativer kultureller Entwicklung im Sinne des menschliche Emotionen ansprechenden Volkskultes den geerbten menschlichen Gottes-/Kulturvorstellung zu entsprechen war. So wurde die Aufgabe von Vernunftreligionen beschrieben, wie sie heute mehr denn je gebraucht werden und aufgeklärt machbar sind.

Denn wo genau erklärt wurde, warum daher menschliche Götter gewohnte menschliche Bilder benötigen. Wie eine bekannte, wie Moses oder Asklepios und die Kaiser sichtbar wunderwirkende Gestalten, damit der biblisch beschriebene Wanderprediger notwendig war. Und wie dessen Auferstehung und Tod nicht allein nach den gestorbenen und inzwischen auferstandenen (aufgeklärt verstandenen) Göttergestalten, sondern auch im Sinne der jüdischen Kulturvorstellungen und Messiaserwartungen eines neuen Moses, Elia, wie der Auferstehung in aller Natur sein musste. Und wo selbst das Kreuz, die in ausgebreiteten Arme, in alle Himmelsrichtungen ausgebreitete Gestalt als kulturnotwenig, so als Zeichen für die Kulturen untereinander, wie mit ihrem Sinn versöhnend, damit die menschliche Erscheinung für die Menschwerdung des Logos (der schöpfungsgerechten Lebensweise) erklärt wurde. Da ist es weder um einen jungen Mann gegangen, der auf grausame Weise hingerichtet wurde, wie nach heutiger Hypothese vermittelt werden muss. Dessen Tod die Verfasser des Koran nur nicht wahrhaben wollten. Noch kann es um die Hellenisierung eines besonders bibelschlauen Handwerksburschen gegangen sein, der sich Wunderheiler betätigte. Heute ist klar: Die Weisheit/Weltvernunft musste im Westen in menschlicher Gestalt das Kreuz alter Kulturvorstellungen tragen, daran leiden, um so das Heil, im jüdischen Sinn, den erhofften neuen Moses, Josua, lat. „Jesus“ lebendig werden zu lassen.

3.3. Geschichte(n) sind nicht weiter auf den Kopf zu stellen

Auch wenn die neutestamentlichen, wie geschichtswissenschaftlichen Hochschullehrer noch wie gewohnt ein zweibeiniges Wesen unterstellen, das ihrer bisherigen Lehre, Lebenswerken, wie Glaubensvorstellungen zugrunde liegt. So zeigt sich Dank ihrer historischer-kritischer Lehre, wie geschichtswissenschaftlicher Kompetenz, dass die in früher Ökologie begründete Weisheit der bekannten philosophischen Schulen, damit die Weltvernunft in Schrift und menschlicher Gestalt als „Christus“ volksbestimmend und somit erst zum Heil „Jesus“ wurde. Ein Heil, das den vielfältigen anfänglichen Erkenntnisbewegungen, Christentümern, Kirchen, dann auch der katholischen Mehrheitskirche galt. Die in allumfassender Weise dem sich in frühökologischer Weisheit begründenden hellenistisch-platonistischen Judentum folgte. Die die dort nicht nur entstanden Geschichten, sondern nachvollziehbare Geschichte des Heils „Jesus“ und dessen Auseinandersetzung mit den buchstabentreuen Schriftgelehrten in rationaler Begründung in den Kanon aufnahm. Was aus heute  kulturpsychologischen, religionswissenschaftlich einsehbaren Gründen in Gestalt und Erfüllung bisheriger menschlicher Kulturbestimmungen von jüdischer, wie griechischer Seite, damit auch in Form von Kaiserevangelien geschah. Nicht umgekehrt.

3.4. Anschaulich zu machende Weisheit war kein Wanderprediger

Um einen virtuellen regionalen Markplatz anschaulich zu machen, bediente auch ich mich des Bildes der bekannten „Marktfrau Marie“. Auch wenn man sich die Notwendigkeit heute, wo das Einkaufen im Internet zum Alltag geworden ist, kaum mehr vorstellen kann. Das damals völlig neue virtuelle System musste aus rationalen Gründen (ähnlich wie in der Antike die Weisheit) unter bekanntem Namen, wie entsprechend der bisher gewohnten Einkaufsverhalten vorgestellt, so anschaulich, damit auch im bekannten Bild einer menschlichen Person vertrauenswürdig gemacht werden. Nun stelle man sich vor, ähnlich wie im Mittalter, wo die in der Antike bedachte Weltvernunft und Weisheit (nicht zuletzt aufgrund des in Völkerwanderung in Süden einbrechenden wildgermanischen Nordwestens) wieder dem Mythos weichen musste, hätte dann einen technischen Kulturverfall gegeben.  So dass die Möglichkeit des Einkaufens im Internet in Vergessenheit geraten waren und diese dann wieder (ähnlich die weltgültige, in natürlicher Schöpfung begründete gemeinsame Weisheit der Antike) erst wieder viel später neu erfunden werden musste.

Die heute als einzig wissenschaftlich ausgegebene Jesus-Hypothese ist so, wie wenn man, gleichwohl man dann lehren würde, wie wir einen virtuellen Marktplatz nach dann erst wieder machbarer Technik betrieben und wie dieser einst im Sinne gewohnter Personen und vormaligen Einkaufsverhaltens anschaulich zu machen war. Mann dann aber die gute Marie als den eigentlich Grund unserer Arbeit hingestellten würde.

So würde man den Studenten beibringen, warum ganz bewusst eine menschliche Gestalt und entsprechende Geschichten benötigt wurden, um das völlig neue virtuelle Einkaufen möglich zu machen. Aber es dann als einzigen historisch-wissenschaftlichen Fakt hinstellen: Nein, da war nur die gute Marie vom Markplatz. Die Existenz von Markfrauen würde man dann als sichtbaren Beweis für die Behauptung hinstellen, dass wir die Menschen unter Vortäuschung eine Internetplattform (in der Theologie wird von Apologetik für Bildungsbürger gesprochen) auf die Markplätze der Pfalz locken wollten. Trotz des Wissen, wie eine virtuelle Einkaufsplattform vorgestellt wurde, würde dann das Lebensumfeld einer Marktfrau als historische Grundlage ausgegeben. Dicke Abhandlungen, die das Lebensumfeld von Marktfrauen beschreiben, würden so als wissenschaftlicher Beleg ausgegeben, dass es beim virtuellen Marktplatz der Pfalz nur um eine Maria aus Neustadt gegangen wäre. Ähnlich werden dann heute die Anfänge des Christentums erklärt.

Und Theologen, die heute nach den aramäischen Wortes eines Heilspredigers als eigentliche christliche Wahrheit fragen und nach Gründen suchen, warum man diesen Guru als Christus gesehen habe. Die dann wie nicht allein der theologische Meinungsführer Christoph Markschis bei allen philosophischen Lehren von apologetischer Einfärbung bei Bildungsbürgern sprechen müssen, um ihre Hypothese zu halten. Die tun so, wie wenn wir, als aus BTX das anfänglich meist nur pornografisch genutzte Internet wurde, ähnlich dem damals nur Bücher vertreibenden Amazon eine Plattform für lokale Händler schaffen und so von der Marktfrau Marie im Sinne des bisher gewohnten Einkaufens sprachen. Man uns aber nun unterstellen würde, für werbliche Zwecken dieser eine moderne Einkaufsplattform aufgesetzt zu haben, um auch Internetaffine (in der Antike Menschen, denen die Weisheit maßgebend war) dann darauf hereingefallen wären, zum Einkauf auf die lokalen Marktplätze zu locken.

In der Theologielehre wird von hellenistischen Bildungsbürgern gesprochen und dann zu allem Übel auch noch unterstellt, das diese Neuplatoniker, denen die Weisheit heilige Weltbestimmung, höchste Wesentlichkeit (im aufgeklärte Sinne von Zeus, wie JHWH) war, auf die Botschaft eines Handwerksburschen hereingefallen wären, sich dazu bekehrt hätten. Völlig ausgeschlossen. Selbstverständlich hat es in der Antike Weisheitslehrer gegeben, so wie heute auch Marktfrauen und Markplätze. Doch so wenig die inzwischen völlig selbstverständliche virtuelle Einkaufsplattform etwas mit einer Marie aus Neustadt zu tun hat, haben die neuplatonischen Weisheitslehrern, die die menschliche Erscheinung rational für den notwendigen Kult begründeten, einen jungen Mann als Weisheit hingestellt, hellenisiert, verherrlicht.

4.      Gegensätze Glaube – Wissen sind aufgehoben: Gemeinsinniger Nachhaltigkeit ist machbar

Die allseits gepredigte Weisheit/Weltvernunft kann aufgeklärt als „Ökologie des Menschen“ in einer Kultur kreativer Nachhaltigkeit zur gemeinsinnigen Bestimmung mündiger Weltbürger nicht allein im Namen Jesus Christus werden. Dafür ist nur ein aufgeklärtes Verständnis der in natürlicher Schöpfung, damit Wissen begründeten Weisheit als „Christus“, wie das so dem hellenistischen Judentum, dem die Kirche folgte, in Synthese der Zeiten und Kulturen gegebene Heil „Jesus“ notwendig. Wie es sich nach heute gegebenem Wissen erkennen lässt. Denn im Rahmen von in aufgeklärter Weise machbaren Vernunftreligionen wird die Weisheit, die weder mit Gesetzen, Moralpredigten, noch mit einer an philosophischen Hochschulen bedachten Ökodiktatur zu erreichen ist, in intrinsischer Eigenmotivation zur Lebensbestimmung freier Menschen. Die sich begeistert vom natürlichen Lebensfluss auf die Wurzeln ihrer Kultur, die alten Schriften und Gründergestalten beziehen und den gemeinsamen Kult, selbst das Singen der alten Lieder, wie die Nutzung sämtlicher moderner kultureller Kanäle nicht als Selbstmanipulation, sondern darin einen kreativen Sinn sehen.

Wissen und Glaube sind dort, wo frühwissenschaftliche Erkenntnis, damit Weisheit am Anfang standen, keine Gegensätze mehr. Religion ist so nicht mehr ein abgeschriebenes Relikt von Gestern, sondern Voraussetzung für die Zukunft menschlicher Kultur. Rational in ihrer Grundlage, wie ihren Kulturfunktionen wissenschaftlich begründete Vernunftreligionen, die sich zwar gewaltig von heutigen Glaubensvorstellungen unterscheiden, von denen aber keine Gewalt und Gefahr mehr ausgeht, sondern die Friede und kreativen Fortschritt bewirken können, sind nicht nur machbar, sondern mehr als notwendig. Um aufgrund der Psyche menschlicher Kulturwesen Weltvernunft und -verbundenheit, damit Gemeinsinn, wie eine in Ökologie begründete Weisheit auf humanistische Weise zu leben. Vernunftreligionen, die in Bezug auf ihre Wurzeln und im gemeinsamen Kult, damit in Nutzung aller kulturellen Kanäle die mit Gesetzen, Vorschriften, Anreizen und gegenseitigen Moralpredigten allein nicht zu erreichende ökologisch-humanistische Weisheit zur intrinsischen Motivation machen, sind möglich. Ihnen steht nur die geschichtlich völlig unhaltbare gewordene, nur noch der Gewohnheit als angeblich wissenschaftlich folgende Hypothese von einem zum Christus erhobenen jungen Mann als dem historischer Jesus im Weg.

5.      Die Wissenschaft ist gefordert

„Herr Lampe, wenn Sie Paulus im hellenistischen Judentum begründen, dabei ständig von Platon und der Stoa sprechen, dann wissen Sie doch selbst, dass die als Christus gesehene Weisheit, von der die Texte handeln, nicht allein wegen Kolosser oder Epheser, die eindeutig eine kosmische Größe vorstellen, in früher Ökologie begründet war. Es war die so begründete Weisheit, die nach dem von Ihnen vorgestellten, sich mit der Zeit entblätternden rhetorischen Schäma zur Zeiten- und Kulturwende das Kreuz bisheriger kulturellen Vorbilder tragen musste. Da ging es nicht um die von ihnen zu unterstellenden Halluzinationen nach dem grausamen Tod eines häretischen Heilspredigers, der als Krimineller gehängt wurde.“  „Dann überzeugen Sie doch die Welt, dass es bei Jesus Christus um die Weisheit in menschlicher Erscheinung ging und nicht um den jungen Mann, gegen den Sie was haben“, so der Chefneutestamentler von Heidelberg, der sich jetzt der Wissenschaft widmen will, nach seiner letzten Vorlesung über Paulus. Doch ist die Vernunft-Begründung des christlichen Glaubens nicht die Aufgabe theologischer Wissenschaft?

Zum Abschluss des Sommersemesters 2019 werden hier nicht allein die theologischen Hochschullehrer in Heidelberg gebeten, aufgrund des von Ihnen gelehrten, wie des gesamten heute gegebenen Wissens bei der Betrachtung des christlichen Glaubensgrundes die Perspektive, Reihenfolge zu wechseln. Um so die wissenschaftliche Voraussetzung zu schaffen. Damit die für die gemeinsame Zukunft im Zeitalter des seine Zukunft zerstörenden Anthropozän mehr als notwendige ökologische Weisheit im gemeinsamen Sinn zur intrinsischen Motivation, damit schöpfungsverant-wort-lichen Lebensbestimmung werden kann. Wenn wissenschaftlich klar gemacht wird, wie am christlichen Anfang kein junger Mann, sondern die in natürliche Schöpfung und ihre Zusammenhänge begründete Weisheit antiker Wissenschaftslehre (Logos) stand, die in menschlicher Gestalt vermittelt wurde. Dann wirft dies auch Licht auf die weiteren Religionen, wie den gemeinsamen Grund.

5.1. Hochschullehre liefert den letzen Beweis für die Weisheit als christliches Wesen

In den gesamten Vorlesungen wurde mehr als deutlich, wie die christliche Lebensweise im Gleichklang mit der philosophischen Lehre in antiker Natur-/Vernunftlehre (Logos) begründet und so auch der Sinn/Grund allen Seins, der bisher nur Juden allein bestimmend war, entsprechend JHWH, wie Zeus neu definiert wurde. Was in monotheistischen Kultformeln dann auch im Neuen Testament zu lesen ist. Und wenn dann die kirchlichen Vordenker als religionspsychologische Wissenschaftler erklärten, wie der Mensch auf einen rationalen gemeinsamen Kult angewiesen ist, um seiner wahren Natur, deren Grund zu entsprechen (ökologisch zu leben), daher der Logos (in natürlicher Schöpfung begründete Weisheit-/Vernunftlehre) in einer menschliche Gestalt im Sinne bisheriger Kulturbestimmungen vermittelt werden muss (Athansius), schließlich auch nicht jeder Zeit und Möglichkeit für die Philosophie hätte (Origenes). Wie kann man dann weiter die Geschichte auf den Kopf stellen und behaupten: Es sei einzig wissenschaftlich, dass am Anfang die Lehre eines besonders bibelschlauen jungen Zimmermannes zur Weltbestimmung im jüdischen Sinn sowie Offenbarung der Väter-Gottheiten geworden sei?  Wie soll der dann aus apologetischen Gründen als Christus-Logos oder Weisheit ausgegeben worden und noch schlimmer: von mittel- später neuplatonischen Bildungsbürgern, die bisher ihre Bestimmung aus dem kausal zusammenhängenden Ganzen, wie kreativ-sinnvollen Lebensfluss (Logos) ableiteten, als genau dies angesehen, geglaubt worden sein?

Bisher war ich aufgrund des Wissens um die geschichtliche Entwicklung, der sich in kosmischer Wirklichkeit begründenden Vor- und Geschwisterkulturen des Christentums und des kulturellen Umfeldes in Zeiten antiker Hochzivilisation, der Bildung und Vernunft heilig waren, der historischen Kritik an den Texten, wie gleichzeitig der vielfältigen, weit über die heutige Kirche hinausgehenden christlichen Bewegungen, konkurrierenden anfänglichen Christentümern, mehr noch der Logos-Christologie, wie der damit verbundenen Diskussion kirchlicher Väter, die ein allumfassend-volksverständliches Konzept in Folge jetzt platonistischer Juden bedachten, sicher: Beim historischen Jesus ging es nicht um den unterstellten Guru, sondern den Logos, damit die in früher Natur- und Kulturlehre philosophisch begründete Weisheit. Die Hochschullehre hat nun hierfür den letzten und absoluten Beweis gebracht.

5.2.Heute ist klar, warum die menschliche Ausdrucksweise, das Kreuz sein musste

Bei den Vorlesungen wurde nicht nur die völlige Leere und Bedeutungslosigkeit heutiger, für das Verhalten nicht mehr relevanter Gottesslehre und Christologie, damit sämtlicher Theologie deutlich, wenn ein verherrlichter Guru vorausgesetzt wird. Vielmehr wurde mehr als klar, wie die den christlichen Glauben als gestrig, für Kritiker Schwachsinn erscheinen lassende Hypothese, dass der historische Jesus ein besonders bibelschlauer Handwerksbursche war, der seinem Vater bei der Arbeit half und dann als Weisheit ausgegeben wurde, ein Kurz-schluss ist. Wie es im Paradigmenwandel der Zeitenwende nicht um die Botschaft des heute logischerweise zu unterstellenden einfachen jungen Mann gegangen sein kann. Wie in Christologie, wo zwar vom Logos (in früher Ökologie begründete) Sinn, Wort, Weisheit als eine Sohn gesprochen wurde, getreu heutiger Hypothese aber ein junger Mann  als großer Medienbruch unterstellt, so die Geschichte auf den Kopf gestellt wurde. Denn auch wenn die Weisheit als Grundlage christlicher Theologie erklärt wird. Wo in Christologie dann ein von seinen Anhänger verherrlichter Guru gelehrt werden muss, wird dem christlichen Glauben nicht nur der historische Grund genommen.

Gerade die letzten Vorlesungen haben nicht nur gezeigt, wie es völlig ausgeschlossen ist, dass das platonistisch-weisheitliche hellenistische Judentum, in dem nun auch die Christologie/Theologie Paulus, mehr noch die Theologie der Kirchenväter in Bezug auf den historischen Jesus begründet wird, so einen handauflegenden Handwerksburschen  in den Himmel hob. Hier wurde mehr als deutlich gemacht, wie es umgekehrt war: warum Religionen und dafür die menschliche Ausdrucksweise der Natur-/Vernunftlehren begründeten Weisheit in menschlicher Gestalt sein musste. Und wie heilsam es wäre, dies heute aufgeklärt zu verstehen.

Wie auch hier wieder in Auswertung heutigen Wissens und der dies verarbeitenden Hochschullehre gezeigt, ging es anfänglich ganz eindeutig um eine in natürlicher Schöpfung frühwissenschaftlich begründete Weisheit, die nicht allein antiker Philosophie, sondern hellenistischen Juden als prophetisches Wort/Thora und damit „Christus“ galt. Womit dort das Heil in Folge Moses, Josua „Jesus“ gegeben war. Diese philosophische Weisheit wurde dann auch im arabischen Propheten zum Ausdruck gebracht, hat in anderen Weltreligionen, Weisheitskonzepten nur andere Namen. Sie muss aber heute mehr denn je gelebt werden. Was allein mit gestrigen Glaubensvorstellungen, aber auch mit Gesetzen und nun auch kirchlichen Moralpredigten ohne intrinsische Motivation nicht zu erreichen ist. In Vernunftreligionen kann in Begeisterung für die natürliche Schöpfung und ihren Sinn die so begründete Weisheit, die heute nicht nur den Philosophen gilt, sondern vielfach gepredigt wird, zur Lebensbestimmung mündiger freier Menschen werden. Die in Schöpfung, damit auch Kulturerfahrung begründete Weisheit, die beispielsweise nach Tai Chi eingeübt werden soll, in Sprüchen auf Kalenderblättern zu lesen und weit mehr doch die ökologisch-humanistische Weisheit, die die Weltorganisationen vertreten, kann so in Anknüpfung an die Bedeutungsinhalte und -gestalten  der verschiedenen Religionen und ihre Schriften zur gemeinsamen Bestimmung mündiger Weltbürger werden.

5.3.Der in Kultur zu lebende gem-ein-same Sinn schöpferischer Weisheit ist offensichtlich

Was dem Christentum, wie den verschiedenen Kulturkonzepten der Weltreligionen zugrunde liegt, im gemeinsamen Kult zu verwirklichen war, ist kein Geheimnis mehr, das nur wenigen Philosophen vorbehalten bleibt. Im Gegensatz zur geisteswissenschaftlichen, die den Studenten beibringt, da sei nur ein rebellischer Guru gewesen, den man nach grausamem Tod vergöttert hätte, hat die naturwissenschaftliche Aufklärung ihre Aufgabe erfüllt und damit die Voraussetzung für die weitere kulturwissenschaftliche Aufklärung geschaffen. Wir wissen heute, wie wir all am einem gemein“samen“ Faden, gegenseitig voneinander abhängen. Heute ist offensichtlich, wie wir uns gemeinsam an eine in der Ökologie des Weltganzen begründete Weisheit, Herrlichkeit, Wesentlichkeit, damit an einen menschliche nicht bestimmbaren gemeinsamen Sinn allen Seins halten müssen, um Zukunft zu haben.

Denn über die die Grundfeste der Erde von Anfang an bestimmende, von Menschen nicht bestimmbare, aber zum eigenen Wohl einzuhaltende schöpferische Weisheit, die in den biblischen Sprüchen kulturgerecht beschrieben, auf Ikonen, wie alten Kirchenbildern als über den menschlichen Königen und biblischen Gestalten thronender Christus zu sehen ist. Die muss nicht mehr wie in Goethes Faust spekuliert, in der Bibel gelesen oder im Tanz der Atome und Moleküle als einem himmlischen Klang oder gar bei Walfischen gesucht werden. Die Weisheit, die bereits in der Antike in der Herrlichkeit und wundervollen Schönheit aller Schöpfung, nicht dem Klang des Weltalles, sondern in den Philosophenschulen, wie der Stoa, auf rationale Weise im ökologischen Weltganzen, wie evolutionären Lebensfluss wahrgenommen und als Christus im jüdischen Sinne, in Folge Moses als Jesus zum Kult wurde. Die ist heute offensichtlich, aber noch nicht weltbestimmend geworden.

Zwar spricht die Schöpfung selbst in der Musik der Wale. Doch die in früher Ökologie begründete Weisheit, die nicht allein im neujüdischen Kulturmodell als Christus kulturbestimmend wurde, wird heute (wie in der Antike) von Naturwissenschaftlern erklärt, die inzwischen vor den Folgen der Gier im sinnlosen Konsumwachstum, maßgeblich der westlichen Welt warnen. Da der Mensch auch durch die gewachsenen technischen Möglichkeiten in vielfacher Weise zum naturbeherrschenden Faktor geworden ist, sich aber offensichtlich trotz aller wissenschaftlicher Erkenntnis, Gesetze und gegenseitigen Moralpredigt nicht im Sinn der Schöpfung verhält, so nicht nur Wohlstand gefährdet, sondern seine Zukunft vernichtet. Da sind rationale Kulturkonzepte gefragt, die von Anfang an die Aufgabe hatten, die menschliche Kultur in schöpferischer selbstverant-wort-ung der Ordnung des kreativen Ganzen, dem Sinn der Schöpfung, der dort heute naturwissenschaftlich erklärten Weisheit zu unterstellen.

Und auch wenn das gegen die natürliche Schöpfung gerichtete Fehlverhalten in vielfacher Weise zu katastrophalen, nicht nur hinsichtlich der Klimaveränderung nicht mehr aufzuhaltenden Entwicklungen führten wird. Allein zur Bewältigung dieser unabwendbaren Probleme, über die heute vielfach gesprochen wird, ist ein Geist von Gemeinsinn und Kreativität gefragt, der nur in einen aufgeklärten  Natur- und somit Kulturverständnis zu machen ist, in einem vernünftigen Kult die Psyche und Emotion ansprechend, als intrinsische Motivation in Fleisch und Blut übergehen muss. 

Den Archäologen sei Dank wissen wird, wie in der Zeit, als der die philosophische Lehre zugunsten einer volksförmigen, allumfassenden Erscheinung der Weisheit eine Kirche bauende Kaiser Justian nicht nur die Hagia Sophia (heilige Weisheit) in Konstantinopel fertigstellte, ähnlich die im südamerikanischen Regenwald in Jahrtausenden erwachsenen Mayas die Natur verehrten. Um dort eine Hochkultur mit unerklärlichen Höchstleistungen entstehen zu lassen, die in Wildnis schöpferische Ordnung lebte. Oder wie die Azteken in Nordamerika in Verehrung der alles irdische Leben hervorbringen kreativen Sonnenkraft ähnlich wie in Ägypten die Vorfahren Moses Pyramiden bauten, Städte entwarfen, die die himmlische Ordnung (Weisheit) auf der Erde nicht nur abbildeten, sondern so umsetzen sollten. Und wie ebenso in kosmologischer Kreativität begründete Weisheit in im Fernen Osten durch  Kultsysteme gelebt wurde. Wo mit Kampfsport wie Konfu buddhistische Weisheit verwirklicht, die Menschen durch Meditation zur Erleuchtung, so von gieriger Selbstsucht befreit, zu Friede und Glück geführt wurden, wie es (ähnlich wie die Griechen) die Philosophie Konfuzius bedachte.

Wo aber im Gegensatz zur Intention des jeglichen Menschenkultes verwerfenden Buddha, gerade für ihn riesige Monumente im Volkskult notwendig waren und gebaut wurden. Was daher ähnlich auch  die Heilswirklichkeit der menschlichen Erscheinung und Verehrung frühökologischer Weisheit ebenso verständlich macht, wie die Heilswirkung der biblische Schrift. Die über das Mittelalter tragen musste. Bei dem die Vernunft wieder weitgehend dem Mythos gewichen, nur so dem Volk Weisheit und Sinn zu vermitteln war. Wie sonst wäre beispielsweise den die Natur in vielfacher Weise in menschlichen Gottheiten verehrenden Germanen, für die menschliche Schamanen maßgebende Größen waren, im Laufe der Zeit dann ein neuer gemeinsamer Geist schöpferischer Weisheit zu vermitteln gewesen?  

Doch wo nun nicht nur die kreative kulturelle Entwicklung, so der Sinn menschlicher Bilder und Schriften offensichtlich ist, sondern der gemeinsame schöpferische Sinn, der so vermittelt, in Kulturkonzepten volksbestimmend wurde. Und wo mehr denn je die Notwendigkeit gegeben ist, dass sich aus der Natur verabschiedenden, Geist begabte menschliche Wesen an die Weisheit halten, die in Schöpfung/Natur vorgegeben ist. Da sind rationale Kulturkonzepte dringend notwendig.

5.4.Wo ökologische Weisheit nicht nur Grünen maßgebend ist, ist Zeit zur Reform

Im Gegensatz zur Antike muss eine menschliche unbestimmbare, in natürlicher Schöpfung begründete Weisheit nicht mehr in menschlichen Gestalten und Geschichten im Volk vermittelt werden, sondern ist volksgültig geworden, als maßgebend für das menschliche Leben erkannt. Doch die Voraussetzung für Vernunftreligionen, die ökologisch-humanistische Weisheit „Ökologie des Menschen“ in Erkenntnis und intrinsischer Motivation zu Lebensbestimmung machen, was selbst dann nicht zu erwarten ist, wenn wenn wir die natürliche Welt vernichtet haben, Kriege um das letzte nutzbare Land, Nahrung oder Wasservorräte toben, ist die aufgeklärte Sicht der Anfänge.

Doch wie kann es sein, dass einer Zeit, in der Kulturkonzepte konkurrierten, um die aus dem Eden entlassende Menschen von selbstsüchtiger Gier und mysteriösen menschlichen Gottheiten zu befreien, wieder mit ihrer wahren Natur, dem gemeinsamen Sinn zu versöhnen sind und daher die Väter der Kirche begründeten, wie die in früher Ökologie begründete Weisheit entsprechend bisheriger Kulturbestimmungen in menschlicher Erscheinung zu vermitteln ist. So auch die in schöpferischer Weisheit begründete Theologie bereits in den Evangelien, noch deutlicher bei Paulus, wie bei den Kirchenvätern vorgestellt wird. Dann aber aufgrund einer Hypothese, für die es kein einziges historisch-wissenschaftliches, wie kulturelles Argument mehr gibt, an geisteswissenschaftlichen Exzellenzhochschulen keine Antwort auf die heutigen Herausforderungen gegeben werden kann?

Zum Abschluss der Vorlesungen über Paulus, die Theologie der Kirchenväter, wie in die in die Reformation mündende Kirchengeschichte des Mittelalters wird insbesondere die theologische Wissenschaft gebeten, die Anfänge in neuer Reihenfolge zu bedenken. Nicht nur von Platon, Stoa, hellenistischen Juden, früher Ökologie als Grund christlicher Lehre und Rechtes zu reden. Dann aber weiter Halluzinationen nach dem Tod eines angeblichen Heilspredigers an den Anfang zu stellen. Vielmehr die im Hellenismus lebendige Sinnhaftigkeit/Weisheit als „Christus“, damit das im hellenistischen Judentum gegebene, dort auch so definierte Heil im Namen Josua, lat. Jesus zu bedenken. Das in der bekannten Gestalt Schrift werden, im Volk als Weisheit verkündender Pantokrator vermittel werden musste. Um die Weltvernunft/Weisheit, die heute nicht nur in vielfältigen Lehren eines naturgerechten, ganzheitlich-sinnvollen, damit schöpferisch gerechten, glücklichen Lebens vermittelt wird, sondern im Zeitalter des seine Zukunft zerstörenden Anthropozän alle weitgehend vergeblich predigen, Fleisch, menschliche Kultur-, Lebensbestimmung werden zu lassen.

6.      Wie heutige Vorlesungen auf die Weisheit als historisches Heilswesen Jesus verweisen

Hier können abermals die unzähligen, meist in der Kulturgeschichte, damit auch hellenistisch-philosophischer Hochzivilisation begründeten Argumente aufgelistet werden, dass es bei Jesus nicht um den unterstellten Heiligenschein für einen Guru, sondern die Vernunftlehre (Logos), damit in früher Ökologie begründete Weisheit ging. Wie sie anfänglich unter www.theologie-der-vernunft.de, dann www.jesus-lebt-wirklich.de, teilweise auch im Blog www.vernunftglaube.wordpress.com  zusammengetragen wurden. Auch alle Argument für die im hellenistischen Judentum als Heilsgröße „Jesus“ lebendige Weisheit „Christus“, die in den letzten Jahren aufgrund von Vorlesungen aufgriffen wurden, so u.a. Philo von Alexandrien (stellvertretend für die philosophische Aufklärung im Judentum) regelmäßig, auch jetzt bei Paulus die Heidelberger Theologen bitten ließ, das christliche Wesen in neuer Weise zu bedenken, können nicht erneut dargestellt werden. Hier wird nur das Sommersemester 2019 zusammengefasst und so deutlich gemacht, warum die Reihenfolge in neuer Weise zu bedenken ist. Denn wo nicht einfach Glaubenslehren in die Welt gesetzt werden, sondern die philosophische Rationalität der anfänglichen Denker in ihren Diskussionen klar gemacht wird, führt kein Weg mehr daran vorbei, die heute in aller Natur vorausgesetzte Weisheit an den Anfang zu stellen.

6.1. Paulus:

Nach dem, was bereits Berger über Paulus lehrte und heute noch deutlicher zutage tritt, liegt der christlichen Theologie ganz eindeutig die Weisheit zugrunde, wie sie im Platonismus im Öko-Logos begründet war. Denn gleichwohl Paulus heute dem sich nicht mehr in traditionellen Mythen, sondern philsophisch im Öko-Logos begründenden hellenistischen Judentum zugerechnet, dabei auch von Platon oder Philo gesprochen wird, kann ihm keine vom historischen Jesus unabhängige Theologie unterstellt werden. Er ist er vom Gekreuzigten, dem Jesus Christus der Evangelien ausgegangen. Doch einem Juden des Mittelplatonismus, dem die im kreativen Ganzen begründete Stoa galt, damit der Kosmos, die hier begründete Weisheit der wahre Tempel, lebendige Thora war, damit all das, was das Heil im hellenistischen Judentum ausmacht, dort als „Jesus“ definiert wurde. Dem kann unmöglich unterstell werden, dieses Heil dann in einem hingerichteten Heilsprediger mit diesem zufälligen Namen gesehen zu haben. Vielmehr  wird an Paulus klar, wer der historische Jesus war: Das Heil, das im platonistischen Judentum  in Synthese der Kulturen und damit einer weltgültigen jüdischen Bestimmung nach neuem Bund in Weisheit gegeben war. Das wie auch die Kirchenväter beschreiben, entsprechend der Erwartung eines neuen Moses als Messias mit zwei Beinen, damit in menschlicher Erscheinung das Kreuz der bisherigen jüdischen, wie griechischen Kulturbestimmung tragen, unter den alten Bildern, Vorstellungen leiden musste. Wo hinter Paulus das sich jetzt platonistisch begründete Judentum, der gewandelte Pharisäer gelehrt wird, schließt es sich damit auch aus, dass es in der Paulusliteratur um die unterstellten Belehrung-Briefe ging, die ein geheimnisvoll gewandelter Pharisäer an Gemeinden schrieb, die er vorher im Eiltempo zur Gottheit des bisher verfolgten Gurus überredet hätte.

Paulus beweist: Die Hypothese vom verherrlichten Heilsprediger ist unhaltbar

Wo wie bei Klaus Berger der historische Jesus als lebendiger Christus galt, war auch Paulus erklärbar. Doch mit dem, von dem bei einem menschlichen Wesen heute logischerweise ausgegangen werden muss, wird auch Paulus auf den Kopf gestellt, zeigt sich die heutige Hypothese als völlig unhaltbar.

Wer betrachtet, was wir nicht nur über die verschiedenen philosophischen Schulen, dann den Neuplatonismus Plotins, sondern über die in Philo von Alexandrien zum Ausdruck kommende Religionsphilosophie hellenistischer Juden des Mittelplatonismus wissen. Wie hier in Auswertung aller Natur- und Kulturwissenschaftlichen Erkenntnis und Weisheitslehren der Welt über neue Kulturmodelle gedacht, im aufgeklärt-bildhaften Verstand der Moses-Propheten als frühe Philosophie, damit der Kosmos, die in Naturlehre begründete Weisheit als lebendige Thora, damit ein weltgültiges Judentum als Lösung gesehen wurde. Was alles sich in der Paulusliteratur mit ausdrückt und heute, wo Platon und Philo bei Paulus genannt werden, auch bestätigt wird. Der müsste bei heutiger Hypothese Heidelberger Professoren, die demnächst die naturwissenschaftliche Erkenntnis in Auswertung aller bekannter Weisheitslehren und dem bildhaften Verstand christlicher Tradition, (nicht mehr nur Moses, sondern  nun auch Jesus als frühe Weisheitslehre) religionswissenschaftlich weiterdenken, um die Menschen mit ihrer Natur, deren Sinn zu versöhnen und hierzu im kreativen Wachstum  sich auf die bisher bestimmenden menschlichen Erscheinungen berufen folgendes unterstellen: Wenn die von Weisheit reden, dann würden sie diese nicht mehr in naturwissenschaftlich Weisheit, sondern in persönlichen Visionen begründen. Denker, denen bisher die im Ökologie, wie kultureller Evolution begründete Weisheit maßgebend war, würden einen Guru, wie sie oft in der Heidelberger Hauptstrasse zu sehen sind, plötzlich als neue Weltbestimmun sehen. Bei einem Einzelnen mögen solche Halluzinationen nach dem Tod eines Heilspredigers noch möglich sein. Aber die gesamten anfänglichen Denker, die Paulus, wie Petrus folgende christliche Mission rund um das Mittelmeer und die davon ausgehende kulturelle Wende so begründen zu wollen, ist so völlig unmöglich.

Und so ist auch unmöglich, die anderen Apostel und die gesamte christliche Mission in Halluzinationen erklären zu wollen, die nach dem Tod eines heilspredigenden Handwerksburschen entstanden. Wie griechische Denkern (die philosophisch eine höchste Wesentlichkeit im Sinne von Zeus und JHWH im Öko-Logos begründeten, so als Gottesfürchtige gelten) dann wegen Visionen nach dem Tod eines häretischen Heilspredigers, die der Verfolger von dessen Sekte hatte, zum Judentum konvertiert sein sollen, ist eh ein Witz. Wäre es nicht der glatte Wahnsinn, auf diese Weise gar die weiteren vielfältigen Anfänge, Kirchen, Christentümer begründen zu wollen?

Die Paulusliteratur handelt von in Natur wahrgenommener schöpferischer Weisheit

Das Kolosseum war das größte geschlossene Gebäude der römischen Antike als Amphitheatrum. Das diente nicht nur der allseits bekannten Unterhaltung des Volkes durch grausame Spiele , sondern  im Rahmen des alten Kultes auch der Verehrung des Neronachfolgers Vespasian. Der angeblich mit dem im jüdischen Krieg erbeuteten Tempelschatz diesen Volkskulturbau (den römischen Tempel zu seinen Ehren) errichten ließ. Aber egal wie wir diesen Texte an Kolosser erklären. Er ist eine theologische Auseinandersetzung der Zeit, die von platonistischten Judentum, deren Weisheitslehre aus argumentiert und kein Belehrungsbriefchen, das ein Wendepharisäer an einen römischen Christusverein schrieb, den er vorher zur Gottheit eines häretischen Landstreichers überredet hätte. Da geht es nicht um einen grausam hingerichteten Guru, der hier nur als alle Welt durchwaltende Macht dargestellt wird, sondern ist eindeutig eine kosmische Größe das Thema. Die bezeichnen wir heute nicht mehr als dunkle Materie, alles durchwaltend Harmonier oder müssen auf sonst spekulative Weise argumentieren, wie der platonistisch-jüdischen Verfasser des Kolosser. Es geht hier um eine öko-logische Weisheit als Christus, die von Ewig zu Ewig ist, alle Welt durchzieht, in ganz verschiedener Weise im höchst kreativ-dynamischen Bauplan der Evolution, Ökologie von den naturwissenschaftlichen Fakultäten beschreiben wird.

Nach der Lukasvorlesung: „Akademische Mittagspause“ in der Peterskirche, gleich hinter der Uni. Die Fakultät der Biowissenschaften (damit zeitgemäße Lehre vom Leben: Logos) hat zu 56 Reisen in den Kosmos Leben in die Universitätskirche geladen. „Die molekulare Evolution des Menschen und anderer Säugetiere“ stand auf dem Programm des Tages. Prof. Dr. Henrik Kaessmann vom Zentrum für Molekulare Biologie der Universität Heidelberg stellte dabei nichts dar, was nicht jedem naturwissenschaftlich Interessierten ähnlich bekannt ist. Nichts, was nicht auch in allen Büchern über die Evolution und den öko-logischen Aufbau der Welt, damit unsere Herkunft, den Grund allen Seins, die sinnvollen Prozesse  und was danach für Menschen „geboten“ wäre, zu lesen ist. Oder doch?

Denn während sich die Theologen entsprechend heutiger Lehr-Hypothese bei Ihren Predigten in der Universitätskirche auf einen jungen Mann beziehen, stellt der Naturwissenschaftler die schöpferische Wirklichkeit (das lebendige Wort). Wenn er sprach „schließen Sie die Augen, hören Sie nur auf meine Stimme. Dann stellte er die Weisheit, damit das ewige Wort vor, das hellenistischen Juden maßgebend war. Und wenn Professor Lampe dann an Heiligabend in der Universitätskirche von einem historischen Stallkind wie einem kleinen Gott predigte, der so Vorbild für gerechtes Leben wäre. Dann stellte er nicht nur das auf den Kopf, was er heute über die hochgebildeten Verfasser der Jesusgeschichten erklärt, die ganz bewusst, auf kreative Weise Theologiegeschichte (damit historische Heils-Tatsache: Jesus) in kult(ur)bildern beschreiben. Dann wird seine gutgemeinte welt- wie sozialpolitische und ökologisch begründete Rede vom Wort Gottes, nicht nur kaum ernster genommen, als Bibel TV, sondern verhindert den Verstand.

Was hier aus einer Arbeit zitiert wird, die argumentierte, warum es nicht nur wie bei Johannes gelehrt, sondern auch bei Lukas um den Öko-Logos, damit die schöpferische Weisheit als das christliche Wesen geht. Das wird nicht nur im Kolosserbrief, sondern beim platonistischen Juden „Paulus“, der nach heutiger Lehre im Gleichklang mit Philo steht, noch deutlicher. Es sind nicht mehr allein die „Grünen“, die die schöpferische Stimme erheben. Die Bio-Wissenschaften, die die Entstehung der Welt auf Wunder-bare Weise beschreiben, sind längst zur Lebenswissenschaft geworden. Auch in der Kirche (ob pästlicher Enzyklika oder evangelisch-protestantischer Predigt) geben längst nicht mehr biblische Buchstaben den Ton an. Und wenn sich die Kirchen dem Freitagsprotest der Schulkinder anschließen. Dann tun sie das aus der gleichen schöpferischen Verantwortung, wie die säkularen Aktivisten.

Das das für die gemeinsame Zukunft gerechte  Verhalten wird in gegenwärtiger Weisheit, damit in dem begründet, was naturwissenschaftlich offenbar und höchst wesentlich ist. Ohne dass hier das Wort, die Weisheit verstanden wird, die der Antike nicht nur für das Leben, sondern auch in Sachen Theologie maßgebend war. Die auf das verwies, was als höchste Herrlichkeit, Gottheit, Wesentlichkeit zu verehren war. Wie es heute aber als philosophisch begründete Gotteslehre von Frühchristen gilt. Weil die in philosophischem Wissen begründete Weisheit weder den kirchlichen Vordenkern, noch dem oder den Paulusverfasser(n) abzustreiten ist.

Doch gleichzeitig soll nach heutiger theologischer Lehre nur ein junger Zimmermann gewesen sein, der nach seinem Tod dann auch von einem seine Sekte verfolgenden Pharisäer in Visionen als Weisheit gesehen oder ausgegeben wurde. Unmöglich. Wie kann man den gar mit dem in Verbindung bringen, was der Kolossertext beschreibt?

Wer nicht nur wie viele Glaubenskritiker sinnloses Geschwätz liest, sondern die Texte als Zeugnisse platonistisch-jüdischen Denkens der Antike ernst nimmt. Und wer nicht nur auf schriftgelehrte Weise einen einzelnen Text zerpflückt, um damit seine kindliche Sicht vom Jesuskindlein, damit den inzwischen zum Zwergenmaß gewordenen Guru bestätigen will. Wer Paulus im Wissen um den antiken Platonismus auslegt, die davon ausgehende jüdische Religionsphilosophie/-wissenschaft (Philo), wie sie nach heutiger Lehre in den Texten zum Ausdruck kommt. Der kann eigentlich nicht mehr ein Geistesgebilde oder  einen nach Visionen verherrlichten Guru an den Anfang stellen. Der kann nicht nur von Weisheit reden, diese als Grundlage der Paulusliteratur erklären, sondern muss die heute nicht mehr mythisch oder metaphysisch, sondern an den naturwissenschaftlichen Fakultäten in wissenschaftlicher Vernunft begründete öko-logische Weisheit als Wesen Christus, damit den wahren jetzt weltgültigen Judenkönig bedenken. Was auch heute weit heilsamer wäre, als die vielfach gutgemeinten Moralpredigten zu halten, ökologisches Fehlverhalten anzuprangern und in den Kirchen gemeinsam mit den Kindern der Welt zum Freitagsprotest aufzurufen.

Ohne gewandelte, die Bestimmung/Wort in Natur verstehende Juden wäre ein falscher „Paulus“

Auch wenn es bei Paulus nicht um den im buchstäblichen Verständnis unterstellten Verfolger einer Heilspredigersekte ging, der die Menschen rund um das Mittelmeer dann zu dieser überredet hätte. Und auch wenn die Paulus-Texte teilweise von einem römischen Simon Magus stammen würden, nicht nur wie bekannt  im Marcionismus erstmals herausgegeben wurden, sondern wie Kritiker nachzeichnen, auch ihren Ursprung in der von der allumfassenden Mehrheitskirche verworfen Kirche hatte. Die sich nicht dem Judentum anschloss, mangels bildhaftem Verstand bekanntlich die Thora ablehnte, so auch deren himmlische Handwerkergottheit (den heute geltenden, jedoch wissenschaftlich abgeschriebenen Demiurgen) verwarf und daher einen ersten Kanon mit Paulustexten und einem Evangelium vergleichbar Lukas herausgab. Was möglicherweise dort, wo Neuplatoniker anfänglich im allegorisch-bildhaften Verstand im Kult bisher das Alte Testament lasen, erst den kirchlichen Kanon mit seinen verschiedenen Heilsgeschichten hervorrief.

Das Heil bestand im hellenistischen Judentum nicht nur darin, seine Bestimmung nicht mehr in den Buchstaben des traditionellen Gesetzes zu begründen, die abgeschrieben, wie wir aus der Jesusgeschichte im Beispiel des Verbotes, Sonntags das Kind aus dem Brunnen zu ziehen wissen, zum Selbstzweck geworden waren. Wie im auch heute bestand das Heil vielmehr darin, in der philosophischen Naturlehre, Weisheit, das von den Propheten vermittelte Wort, die zeitgemäße schöpferische Bestimmung zu verstehen.

So ist es auch in heutiger Zeit durchaus heilsam, wenn die schöpferische Bestimmung, das rechte Verhalten nicht mehr in Buchstaben der verschiedenen nationalen Glaubensgesetze, alten Traditionen, Buchstaben, damit auch biblischer Lehren begründet wird. Wie sie für Männer wie Erasmus von Rotterdam, Phillip Melanchthon oder Martin Luther das Maß aller Dinge, des Rechten Lebens, einzige Bestimmung, Gotteswort sein musste. Weil nach dem Entschwinden antiker Weisheit im Mittelalter im Rückgriff (Reformation) auf  die antiken Lehren, Schriften in beginnender Neuzeit das Heil gegeben war. Dann das Buch biblischer Schriften das einzige Evangelium sein musste.

Doch ähnlich wie im hellenistischen Judentum, das kaum mehr des Hebräisch mächtig, die Weltentstehung und somit rechte Lebensweise nun in frühwissenschaftlicher Naturlehre des Platonismus begründete, besteht auch heute das Heil darin, hier die in aufgeklärtem Verstand (Auferstehung) die den Alten als Gotteswort geltende schöpferische Bestimmung zu hören. Denn auch heute ist die Bibel weitgehend abgeschrieben, wird nur noch von Zeugen Jehovas oder Evangelikalen, wie Bibel TV, In biblischen Lehre als Maß aller Dinge gesehen oder so die Lehre über die Weltentstehung nachgeblättert. In Buchstaben begründen weder die „evangelischen“ Pfarrer die Lehre über die Entstehung der Welt, noch ihre Predigt über ein ökologisch-sozial gerechtes Verhalten, noch Franziskus seine Umweltenzyklika. Und so hat sein Vorgänger in der Rechtsrede vor dem Bundestag nicht die Bibel aufgeschlagen, sondern den universalen Grund allen Rechtes in ökologischer, damit Naturehre, so dort zu bedenken gegeben, wo sich fast alle modernen Menschen begründen.

Zwar wird von den meisten Kirchenvertretern der sich auf Buchstaben berufenden Kreationismus, der am liebsten die Weltentstehung in 7 Tagen wieder einführen würde und einen menschenartigen Designer im Himmel beweisen will, verworfen. In kirchlicher Lehre gilt weitgehend die naturwissenschaftliche Erklärung in Evolution, Ökologie. Doch wie soll hier die schöpferische Wirklichkeit erkannt werden, die Hebräern, wie am Anfang der Christenheit auf frühwissenschaftliche Weise, nicht nur im Platonismus oder der Stoa, nach Paulus als  Christus galt. Wo Paulus in Visionen nach dem Tod eines Heilspredigers erklärt wird, wird so der aufgeklärte Verstand universaler schöpferischer Bestimmung verbaut.

Wie im hellenistischen Judentum, das den Kosmos als Tempel und die Naturlehre (Logos), philosophische Weisheit als damit weltgültiges Wort der Moses-Propheten verstand. So besteht daher auch das heute gegeben Heil darin, nicht nur in Ökologie begründe Weisheit, evolutionären Humanismus, Sozialverhalten allseits zu predigen, sondern hierin die gemeinsame schöpferische Wirklichkeit und damit Bestimmung zu verstehen, die als Gotteswort nicht allein biblisch bekannt ist, in den Kulturkonzepten des fernen Osten in anderen Begriffen beschrieben wurde.

Doch wie sollen moderne Menschen, die zwar die richtige Lebensweise in natürlicher Schöpfung begründen, die von den Weltorganisationen vertreten, auf Weltklima-, Hunger- oder Friedenskonferenzen geforderte Lebensweise für richtig halten oder sich hierfür engagieren, darin auch die den Alten geltende, gemeinsame Bestimmung verstehen. Wenn zwar die urchristliche  Theologie und Verhaltenslehre in philosophischer Weisheit begründen, aber den künftigen Pfarrern beigebracht wird, da wurde nur ein junger Mann als Gotteswort nach dem Alten Testament ausgegeben?

Der gewandelte, jetzt im Öko-Logos Weisheit „Christus“ begründete Pharisäer: Paulus

Der gewandelte Pharisäer, der so die philosophisch begründeter Weisheit als „Christus“, damit dem im hellenistischen Judentum gegeben Heil „Jesus“ folgte, wovon die christliche Mission ausging und der sich dann im Sinne der allumfassenden Kirche an verschiedene urchristliche Denkweisen wendet, steht außer Frage. Die Briefe sind daher weder Fälschungen, noch Paulusbriefe ohne Paulus, wie Heinrich Detering, der ihren Ursprung in Simon Magnus, damit dem Manichäismus nachzeichnete, unterstelle. Weder Jesus, noch Paulus sind ein nachträglich aufgesetzter Mythos. Selbst da, wo Detering, der in Fernsehduellen mit führenden theologischen Wissenschaftlern diskutierte, in einem fernöstlichen Mythos auch die Vorlage für Christus begründen wollte, ging es um die heute weitgehend ausgereifte, in wissenschaftlicher Vernunft begründete ökologische Weisheit. Und das Heil, der geistige Wandel, nach dem das hellenistisch-platonische Judentum, dessen Weltbürger den Kosmos als neuen Tempel sahen, in der Naturlehre (Logos) das prophetische Wort im Sinn JHWH verstanden und dessen Mission die Kirche folgte, ist ein historischer Fakt. So ist auch die Begründung des nun weltgültigen Bundes in naturphilosophisch bedachter Weisheit und damit lebendigen Heils als der „historische Jesus“, der das Kreuz der alten, gestorbenen, aber ebenso wie die jüdische Tradition aufgeklärt verstandenen alten Gottesssöhne tragen musste, in der Paulusvorlesung Fakt geworden. Nicht umgekehrt.  

Ein falscher Paulus ist danach nur, sich auf diesen zu berufen, dann jedoch in Buchstaben, Traditionslehren zu nicht allein die rechte Lebensweise zu begründen. So nicht die Weisheit zu bedenken, die im platonischen Judentum über die jüdische Gesetzlichkeit, Tradition, Buchstaben hinausgehend nun maßgebend und offenbarend war, aber auch den alten Lehren zugrunde lag, heute wieder gegenwärtig ist.

Gegenwärtige Wissen, Weisheit sagt was Schöpfung und Recht ist

Nicht weil Benedikt XVI. vor dem Bundestag den Grund des Rechtes nicht mehr in der Bibel, sondern der ökologischen Lehre begründete, sich auf jüdische Weisheit, wie philosophischen Logos (sonst von ihm als Wesen des Neuen Testamentes bezeichnet) bezog. Wo die in Wissen begründete Weisheit am Anfang steht, ist es demnach auch falsch, die richtige, schöpfungsgerechte Lebensweise „Ökologie des Menschen“ bei Levitikus oder  im Neuen Testament, damit auch der Paulusliteratur nachblättern zu wollen. Wer die Natur danach fragt, was er essen soll und wem so die Weisheit sagt, dass der übermäßige Schweinefleischkonsum nicht nur krank macht, sondern mit für die Zerstörung von Zukunft verantwortlich ist. Wer sich auch sonst in allen Lebenslagen nach wissenschaftlicher Erkenntnis fragt, heute mehr denn je in einer von ihm unbestimmbaren natürlichen Weisheit die zukunftsgerechte Lebensweise begründet. Der kann bei den grundlegenden Fragen, wie der Lebenspartnerschaft nicht die menschliche Beliebigkeit, sondern muss die natürlichen Vorgaben, Welterfahrung, wie heutige Erkenntnis fragen, was weise wäre, die Zukunft menschlicher Kultur sichert.

Und wenn sich beispielsweise nicht allein am Leid bei vielen getrennten Familien, wie mehr noch den Kindern, sondern schon an den Straßenbau verhindernden kommunalen Sozialausgaben für Alleinerziehende zeigt: Eine  Partnerschaft, bei der sich zwei junge Menschen verschiedener Geschlechter trauen, eine lebenslange Beziehung einzugehen, ist für die Gesellschaft und ihre Zukunft die beste, gesegnete Lösung. Dann hat die Weisheit gesprochen, die im Namen Sokrates ausdiskutiert wurde, im Platonismus in Staatsmodellen, Gesetzeslehren und sonstigen Idealen bedacht wurde, bei Christen in jüdischen Sine der weltgültige König, Kulturbestimmung, damit der Gesalbte „Christus“ war. Gleichwohl verurteil die in Paulus als Christus sprechende Weisheit nicht die Menschen, denen die Natur die zweigeschlechtliche Partnerschaft versagt oder die lebenslange Partnerschaft aus sonstigen Gründen nicht gelingt. Zumal sich Zukunft nicht an der Kinderzahl misst, sich auch Menschen ohne Familie im Rahmen ihrer Möglichkeit in die natürliche Zukunft der Gemeinschaft einbringen.

Doch die Ökologie des Menschen, damit die Lebensweise nach einer Weisheit, die durch die natürliche Schöpfung (ob Ökologie oder kulturelle Evolution, Erfahrung) vorgegeben wird, geht weit über die angesichts der Heißzeit allseits bekannten Erkenntnisse, Verhaltensweisen hinaus.

Judentum des Mittelplatonismus, für das im Heil „Jesus“ die Weisheit „Christus“ König war

Philo von Alexandrien, der nach jeder Vorlesung über den historischen Jesus, damit die Theologie des Neuen Testamentes und die Evangelien, ebenso Auferstehung, wie Christologie, damit auch die Hermeneutik des Alten Testamentes im Licht des Neuen aufforderte, das im philosophisch-aufgeklärten Judentum lebendige Heil zu betrachten, kann seine Arbeit an Paulus abgeben. Nachdem heute die Christologie Paulus im platonistischen Judentum begründet wird. Da muss nicht mehr der philosophische Monotheismus, besser der in frühökologischer Weisheit begründete Sinn/Grund allen Seins als Beleg für die Unhaltbarkeit der Hypothese von einem offenbaren Landstreicher herhalten. Da hat es sich auch erübrigt zu begründen, wie die ins Christentum eingeflossenen philosophische Weisheit die heutiger Hypothese von der Botschaft eines besonders bibelschlauen Handwerksburschen als christliche Ethik und so neue Weltbestimmung völlig unhaltbar ist. Da zeigt sich, wie dort, wo der Kosmos im Sinne der alten Gottheiten, wie als der bisher Juden als JHWH allein geltende Sinn allen Seins und höchste Wesentlichkeit gesehen, in der philosophischen Vernunftlehre (Logos) das von den Propheten vermittelte Wort, damit Weisheit verstanden wurde, die Grundlage für die christliche Theologie zu suchen ist.

Alles was über Paulus auch in dessen Bezug auf das Alte Testament, die buchstäbliche Lehre der Thora gelehrt wird, kann weder in einem besonders bibelschlauen Handwerksburschen, noch in Visionen nach dessen Tod begründet werden. Was dort, wo Paulus heute auf wissenschaftlich redliche Weise begründet werden muss, über den Buchstaben des abgeschriebenen Gesetzes stand, wahre Thora war, ist bekannt. Ohne die im Öko-Logos begründete Weisheit des platonistischen Judentums ist Paulus nicht zu machen, kann nur ein falscher Paulus, eine Fälschung, eine Fehlinterpretation herauskommen.

Paulus als Weiterdenken von Stoa, Platon und so Mission philosophischer Juden als Kirche

Auch wenn in den Paulusbriefen (insbesondere an die Korinther) schon die Mission des hellenistischen Judentums im Sinne der allumfassenden Kirche, damit auf eine menschliche Erscheinung des Logos/der Weisheit setzenden Kultes zu erkennen ist. So zeigt sich, wie die egal wo und wann verfassten Texte im Sinne des allumfassenden Konzeptes im Sinn der Mehrheitskirche weitergeschrieben wurden. Die in Philo von Alexandrien zum Ausdruck kommende philosophisch-jüdische Theologie, die auch den Apologeten galt, die Kirchenväter zum Volkskult machten, drückt sich in Paulus aus. Im Platonismus werden philosophische Ideale beschrieben, die im natürlichen Ganzen, logisch-kreativen Lebensfluss begründet waren. Und in Alexandrien gelten entsprechende Weisheitslehren. In der philosophisch-jüdischen Literatur des Hellenismus, wie bei Philo von Alexandrien, wird zwar entsprechend dem Judentum von  einer Josefsgestalt gesprochen, darin in Geschichten das jüdische Heil ausgedrückt. Aber von einem Pantokrator, einer menschlichen Erscheinung der Weisheit, die so in kreativer kultureller Entwicklung des Volkskultes das Kreuz der vormaligen Kulturbestimmungen tragen musste, ist auch in der zwischentestamentlichen Literatur, selbst bei Jesus Sirach nichts zu sehen. Gleichwohl die in personaler Weise von der Weisheit spricht.

Erst bei Paulus geht es danach um den historische Jesus, das im nun platonischen Judentum so auch definierte und in seiner Auseinandersetzung mit den Schriftgelehrten, wie Pharisäern in den Evangelien beschriebene Heil „Jesus“ auf dem Weg vom Heidenland, Galiläa, nach Jerusalem. Womit  die christliche Theologie nicht auf  Hirngespinsten von Groupies nach dem grausamen Tod ihres Gurus baut, sondern  in Natur und Menschheitsgeschichte begründeter Weisheit, die im hellenistischen Judentum in Folge des als frühe Philosophie verstandenen Moses das Heil im Sinne Josua, lat. Jesus war.

Wo in Paulus auch Philo spricht, ist alles gesagt

Doch die Argumentation durch Philo hat sich erledigt, da nun die Christologie, damit Theologie des Paulus bereits von Berger  im hellenistischen Judentum verortet, nun in den Vorlesungen nicht nur von der Stoa und , sondern Philo gesprochen wird. Denn wie kann man die Theologie/Christologie der Paulusliteratur im hellenistischen Judentum begründen, dabei von Platon und der Stoa sprechen und dann weiter einen hingerichteten Handwerksburschen, Halluzinationen nach dessen grausamem Tod an den Anfang stellen wollen?

Wenn aber Paulus an der Hochschule nun ähnliches unterstellt wird, wie den angeblichen Heilsprediger-Anhängern, die ihren Freund verherrlichten. Wenn so die Studenten, wie alle Welt im Glauben gelassen werden, der Pharisäer und Verfolger einer Sekte, die einem wegen Häresie hingerichteten Handwerksburschen folgte, wäre plötzlich übergelaufen oder hätte eine eigene Theologie, damit die Kirche in die Welt gesetzt. Dann wird nicht nur die eigene Lehre auf den Kopf gestellt, sondern etwas unterstellt, was völlig unmöglich sein kann. Dass hellenistische Juden, wie wir sie durch Philo kennen, denen der Kosmos als neuer Tempel galt und die in Verarbeitung des gesamten damaligen Weltwissens die philosophisch im großen, nun natürlichen Ganze, wie logischen Lebensfluss begründete Weisheit als „Christus“ heilig war, dort als Heil „Jesus“ definiert wurde, jetzt plötzlich einen Heilsprediger mit diesem zufälligen Namen verherrlicht haben sollen. Das ist völlig ausgeschlossen.

Wenn nun bei Paulus oder der Theologie der ihm folgenden Kirchenväter mehr als deutlich wird, wie die naturphilosophische Lehre hellenistischer Juden am Anfang stand, bei denen nicht nur historisch nachweislich das Heil Zuhause war, sondern die die Vernunftlehre/Weisheit auch als „Jesus“ definierten, zeigt sich da die Sache mit der Sekte eines Heilspredigers nicht als völlig absurd? So hat sich auch die Frage des neben mir sitzenden künftigen Pfarrers oder Forschers zum Abschluss der Vorlesung über den historischen Jesus „warum hat Petrus seinen Freund, von dem er doch wusste, dass er das alles nicht war und wollte, als Christus und Gottessohn verherrlicht?“ erledigt. Denn mit dem platonistisch denkenden, naturwissenschaftlich gebildeten, weisheitlichen Juden, der bei Paulus  in Bezug auf Platon, Philo oder die Stoa vorgestellt wird, ist die versehentliche Verherrlichung eines Gurus durch seinen Fischer-Freund nun wirklich nicht zu machen. (Dass es bei Petrus nicht um einen Fischer ging, sondern die neuplatonischen Kaiserberater/Bischöfe von Alexandrien, Antiochien und dann Rom ist ein anderes Thema.)

Paulus hat keinen Heilsprediger, sondern natürliche Weisheit als Christus gesehen

Auch die bereits dort unhaltbare Antwort von Professor Lampe auf die polemische Frage in der Vorlesungspause, wie ein hellenischer Jude des Mittelplatonismus, wie der Markusverfasser, von dessen antik-universitärer Ausbildung er eine Stunde schwärmte, dann einen jungen Guru in der aus der Theologie des Neuen Testamentes bekannte Weise verherrlicht, zur Weisheit, damit dem lebendigen neun Gesetz gemacht hätte: „Die Amerikaner haben ja auch einen Trottel zum Präsidenten gemacht“. Was neben seiner konstruktivistischen Erklärung in „Die Wirklichkeit als Bild“, wo als Beispiel Jungendliche auf Traumwanderung, die ihre Träume dann für die Wirklichkeit halten, dann als einziges Argument für die heutige Hypothese noch bleiben. Die kann gestrichen werden. Wie will man nun einem philosophisch argumentierenden hellenistischen Juden, bei dem von Platon oder mit der Stoa von Cicero und Seneca gesprochen wird, nun unterstellen, er hätte einen galiläischen Wanderprediger nach seinem Tod als Weisheit in Person gesehen und davon ausgehend eine in Weisheit (statt erstarrtem Gesetz/Buchstaben) begründete Theologie verfasst?

Wo Paulus von Platon, wie der Stoa ausgehender Jude gelehrt und gleichzeitig aufgrund der ernst genommen Texte nicht davon ausgegangen wird, dass es sich beispielsweise beim Bezug auf die Heilsbedeutung von Kreuzigung, Auferstehung oder anderen Aussagen über den historischen Jesus nicht um Hirngespinste handelt, die für eine vom historischen Jesus unabhängige hellenistische Theologie herhalten mussten. Wo der Christus des Paulus als der historischen Jesus, der ja ebenfalls vom Christus, der Weisheit, so lebendigen Wort und neuen Tempel als wahren einen Sohn schreibenden Evangelien zu sehen ist. Da ist die Paulusliteratur und deren heutige Lehre der letzte noch fehlende Beweis für die Unhaltbarkeit heutiger Hypothese. 

Das rhetorische Schäma, nach dem sich die Weisheit mit der Zeit entwickelte

Auch wenn jeder Satz der paulinischen Literatur und Theologie im Paradigmenwandel zu begründen ist, bei dem die in früher Ökologie begründete, damit lebendige, gegenwärtige Weisheit „Christus“ das Thema war, dem abgeschriebenen Gesetz der Juden, wie den philosophisch abstrakt bleibenden Lehren gegenübergestellt wurde und so auch gleichzeitig vor weisheitlicher Überheblichkeit, Selbstherrlichkeit gewarnt, das Schäma im Wort vom Kreuz (der bekannten Ausdrucksweise) begründet wurde. In einem bibelschlauen Handwerksburschen, der wegen Häresie hingerichtet wurde, hat auf jeden Fall kein platonistischer Jude, wie nun Paulus vorgestellt wird, seine Christologie begründet.  Wenn der Paulus-Verfasser der in frühe Ökologie begründeten Weisheit als Christus folgte, das im hellenistischen Judentum gegeben Heil „Jesus“ nicht weiter verfolgte, womit heute seine Christologie, Theologie des Neuen Testamentes im Sinne hellenistisch-platonistischer Juden vorgestellt wird. Da ist eigentlich alles gesagt.

Wo das Heil im Folge Moses im aufgeklärten Verstand der prophetischen Tradition nicht nur gegeben war, sondern so die in früher Ökologie begründete Weisheit auch als Heil „Jesus“ definiert wurde. Ist da nicht mehr als klar, wer der historische Jesus war und warum dieses Heil das Kreuz bisher bestimmender Kulturvorstellungen zu tragen hatte? Zumal das „Warum“ von den im Hörsaal direkt darüber, zur gleichen Stunde vorgestellten Kirchenvätern wie Origenes (weil nicht alle Zeit und Muße für Philosophie haben) und dann in psychologischer Begründung im Sinne bisheriger heidnischer, wie jüdischer Kulturvorstellungen und entsprechender Heilshoffnungen von Athanasius auch ganz konkret erklärt wurde.

Wie in Paulus und mehr noch der Theologie der Kirchenväter begründet, hat bereits der Markustext, (der bewusst einem Kaiserevangelium nachgestellt war, ähnlich wie die anderen Evangelien aufgrund von Weisheitslehren komponiert wurde), die Weisheit als Christus (damit neues Heilswesen Jesus) auf dem Weg vom Heidenland (Galiläa) nach Jerusalem beschrieben. Dieses Heil „Jesus“ hat nach seiner Verwerfung durch die Schriftgelehrten und Pharisäer, wie Verurteilung durch die alten römischen Autoritäten das Kreuz menschlicher Vorstellungen (ob als neuer Moses oder wunderwirkender Gottessöhnen) getragen. Wenn Paulus heute nicht losgelöst vom historischen Jesus, sondern in einer diesem folgenden Theologie im hellenistischen Juden begründet, dabei ständig von Philo von Alexandrien, Platonismus gesprochen wird. Was hat das dann mit dem heute an den Anfang gestellten besonders bibelschlauen Handwerksburschen zu tun, der nur als Christus verherrlicht wurde?

Lukas hat nicht gelogen, sondern zeitgemäß, kulturgerecht Missionsgeschichte beschrieben

Die Apostelgeschichte des Lukas ist so wenig eine freie Erfindung, wie es in dessen Evangelium um die Lebensgeschichte eines Gurus geht, sondern hier die Geschichte des Heils verdichtet ist, das im hellenistischen Judentum lebendig war, in Jesus identifiziert wurde. Und von der Mission des im Heidenland (im Hellenismus, griechischer Philosophie) jungfräulich geborenen, allein in Schöpfung bezeugten Heils aus dem Stamme Davids, in Folge Moses, damit Josua „Jesus“, damit des sich jetzt im Platonismus begründenden Pharisäers handelt die Missionsgeschichte. Die sich dabei sicherlich auch literarischer Vorbilder bedient.

Schon nach den Vorlesungen über den „Korintherbrief“, die jeweils der „Geschichte der frühen Kirchen“ folgten, wurde jeweils in Briefen an Professor Lampe und Strohm klar gemacht, wie sich hier die Themen spiegeln, in Paulus die Mission der frühen Mehrheitskirche nach allumfassenden (katholischem) Konzept deutlich wird. Wie es daher nicht um ein Schreiben gegangen sein kann, das nach heutiger Hypothese ein Wendepharisäer an 100 Korinther richtete, die er vorher zur Gottheit eines Gurus überredet hatte. Und die sich jetzt theologisch uneinig waren, daher über die rechte Glaubenslehre belehrt werden mussten. So sind die „weisheitlichen Überflieger“, die im Sinne Apollos denken das Heil schon in der Tasche zu haben, nicht allein unter einigen Korinthern zu suchen, die durch ihren vormaligen Überredungskünster jetzt über den richtigen Weg belehrt wurden. Vielmehr zeigt sich im Brief die Problematik der christlichen Anfänge, Mission, die sich mit Lehren auseinanderzusetzen hatte, die nicht für den allumfassenden Volkskult geeignet waren, als sich zu Unrecht auf Wissen/Erkenntnis (Gnosis) berufend abgelehnt werden mussten.

Und so, wie sich in Missionsgeschichte oder in der Auseinandersetzung Paulus mit den Korinthern die Missionsgeschichte des gewandelten Pharisäertums, damit die Geschichte der frühen Kirche spiegelte, die jeweils vorher vorgestellt wurde. So wird bei Paulus auch die Theologie der meist aus dem hellenistischen Judentum stammenden, als Väter der Kirche geltenden Neuplatoniker deutlich, die zur gleichen Zeit im Hörsaal darüber von Professor Löhr vorgestellt wurden.

Paulus und seine Geschichte sind Realität. Nur ist es dabei mit keiner Silbe um einen einzelnen Pharisäer gegangen, der die Sekte eines Gurus nicht weiter verfolgte, sondern sich nach einem Geistesblitz (aufgrund grausamer Kreuzigung des Häretikers) dieser anschoss. Der aber dann seine eigene Theologie (heute: eine hellenistisch-platonistische Weisheits-Christologie zur Umsetzung der Stoa) in Schnelltempo Afrika und Europa bereisend die Völker rund um das Mittelmeer zur Kirche gemacht hätte.      

Wenn Paulus heute nicht mehr in einem wundersamen Geisteswandel oder einer privaten, zur Kirche gewordenen Theologie begründet wird, sondern ein hellenistisch Jude vorgestellt wird, der sich nun im Platonismus, damit in antiker Naturwissenschaft begründet. Wenn dann so auch die paulinische Weisheitstheologie im Namen Jesus Christus dargelegt wird. Da wird klar, wie hier der in einem neuen Bund im Logos-Christus die Weisheit lebendig sehende, gewandelte Pharisäer spricht, dem die Neuplatoniker folgten, die für die Weisheit eine Kirche bauten. Da fällt der gegen besseres Wissen weiter vorausgesetzte sektenverfolgende Pharisäer weg. Da ist kein häretischer Zimmermann am Kreuz gestorben, sondern wird deutlich, was dann auch neuplatonischen Vätern, die zusammen mit den spätantiken Kaisern für die ihnen heilige Weisheit eine Kirche bauten, einen allumfassenden Kult ausdiskutierten.

Aber wie am Anfang die in natürlicher Schöpfung begründete Weisheit als Christus stand, die christliche Lehre nur so, damit in heute gegenwärtiger Weisheit zu verstehen ist, aber ein Kult gebraucht wurde, um der Weisheit in Volksbestimmung zum Leben zu verhelfen, sie Fleisch werden zu lassen und daher die menschliche Erscheinung am Kreuz der menschlichen Vorbilder sein musste. Das soll Paulus im folgenden Brief selbst sagen.

Egal wo bei Paulus, damit im Platonismus, noch mehr bei philosophischen Juden von Christus gesprochen wurde, der von Ewigkeit zu Ewigkeit reicht und an den man glauben, ihn  wahrzunehmen muss, um ewig zu leben. Da ging es um die nun auf natürliche Weise, in Vernunft erklärte schöpferische Wirklichkeit und so Weisheit, die heute zwar offensichtlich ist, die aber im Kult als Christus wahrzunehmen ist, um Zukunft zu schaffen, ewiges Leben zu sichern.

6.2. Die Theologie der Kirchenväter

Mehr noch wird dies alles in der Theologie der Kirchenväter klar, die als Neuplatoniker die der Mission des gewandelten Pharisäer, Paulus, damit des platonistischen Judentums folgten. Die nach dem, was in historischem Wissen gelehrt wird, nicht einfach als Heilsprediger-Verherrlicher ähnlich heutiger Sonntagsprediger gesehen werden können. Nach denen heute nicht nur bei Tertullian das Recht und rechte Leben im Namen Jesus, ähnlich wie bei den philosophischen Schulen der Antike, in früher Ökologie begründet wird. Wo auch hellenistische Juden nun ihre Bestimmung sahen, hier das prophetisch vermittelte „Wort“ nun in frühökologischer „Weisheit“ verstanden. Was dann durch die Theologie der Kirchenväter in neuer Weise als „Christus“ zum allumfassenden, auch für Griechen geltenden Kult wurde.

Selbstverständlich gingen die Neuplatoniker am Anfang der Kirche vom biblischen Jesus aus, dem Christus, Gottessohn in menschlicher Erscheinung als Heiland. Genau dies zeigt jedoch, wer der biblische, wie historische Jesus war. Denn das heutige Wissen beweist, wie es dabei weder um die Verherrlichung, Hellenisierung eines Gurus ging, der dann für Bildungsbürger als die diesen maßgebende in Natur-/Vernunftlehre (Logos) begründete Weisheit maßgebend galt. Noch war der Logos (frühwissenschaftliche Lehre), wonach der kirchkritische Monist Ernst Hackel den Begriff „Ökologie“ prägte, einfach ein Gottesgebilde alten Glaubens, wie heute geglaubt werden muss bzw. soll.

Wer die Werke der meist neuplatonischen Väter mir rationalen Augen liest, ohne sich von der Übersetzung nach heutiger Glaubens-/Vorstellungswelt abschrecken zu lassen. Der erkennt allein in den Ausführungen über die „Fleischwerdung des Logos und seiner menschlichen Erscheinung“ des maßgeblich am Bau der Kirche und des dafür notwendigen Kanon beteiligten Athanasius aus der Bildung Alexandriens, die mit einem Klick oder für wenige Cent in Buchform herunterzuladen sind: Wenn hier vom Logos, der Weisheit gesprochen wurde, die in dem als notwendig erkannten, allumfassenden Volkskult eine menschlichen Erscheinung als Heiland benötigte. Dann ging es weder um einen Guru, noch den heute als Glaube unterstellten Gott der Buchstaben und Bauchgefühle nach, sondern das genaue Gegenteil.

Was nutzt alles Wissen über den Beginn der europäischen Philosophie, damit den Sinn allen Seins bei den Vorsokratikern wie Parmenides oder Heraklit. Die nicht nur die menschlichen Gottesbilder kritisierten. Die erstmals in dem, was wir heute in Ökologie oder Evolution begründen, damit die Lehre vom sinnvollen großen Ganzen, wie des vernünftigen Lebensflusses als Logos bezeichneten. Die daraus die menschliche Bestimmung ableiteten, die Juden nach früher Moses-Philosophie bisher alleinig als Wort/Gesetz galt, dann aber abgeschrieben, erstarrt war.  Die Bücher von Aleida Assmann über die Europäische Idee, die Frage nach der Grundlage unserer europäischen Ideale, Werte, Legitimation kann man dann, wenn doch nur ein junger Guru war, ebenso in den Mülleimer werfen, wie Karl Poppers Begründung Europas bei Parmenides. Wer trotz allem Wissen um anfängliche Philosophie, wie die kosmische Begründung der Vorkulturen und sämtlicher im Wandel vom Mythos zum Logos entstandenen Kult(ur)konzepten weiter einen Wanderprediger an den christlichen Anfang stellt. Für den haben alle Forscher umsonst gegraben, sind wurden Bäume, aus denen Papier für Bücher auch über die anfängliche Theologie gemacht wurde, umsonst umgehauen. Da hätte man daraus besser gleich Feuer gemachen um die Herzen zu erwärmen.

Wo von Platon und noch mehr dann von der Stoa gesprochen, dann aber ein junger Heilsprediger vorausgesetzt wird, bleibt nicht nur die ganze archäologische, wie geschichtswissenschaftliche, Arbeit vergebens, sondern auch die Suche nach der Grundlage europäischer Werte und Legitimation.  

Die kulturelle Umsetzung, Einfleischung der in früher Ökologie begründeten Weisheit, die sich heute alle Welt gegenseitig vorbetet ohne sich daran zu halten, war eindeutig das anfängliche Thema. Der grausam am Kreuz gestorbene und in Visionen seiner Anhänger als Christus, Heiland wiedererweckte junge Mann ist ein Hirngespinst von Halbaufklärung. Der kommt an keiner Stelle vor. Eher ist die Welt doch in 6 Tagen von einem himmlischen Monster hervorgezaubert worden, als es auch nur einem der anfänglichen Denker um ein egal wie gestrickten jungen Mann oder nur ein traditionelles menschliches Gottesgebilde ging, wie es bei heute gelehrter Hypothese angenommen werden muss.

Wer sich bisher mit den Werken von jüdischen Denkern wie Aristobul oder im Namen von Philo von Alexandrien auseinandersetzte. Weil er so den Nachweis erbringen wollte, wie im hellenistisch-weisheitlichen Diasporajudentum der zwischentestamentlichen Zeit, das nicht nur die gesamte philosophische Natur- und Kulturwissenschaft der Zeit verarbeitete, sondern auch die kulturellen Traditionen und verschiedenen kulturellen Weisheitskonzepte der gesamten damaligen Welt bedachte. Und wo so echte Auferstehung und damit das Heil „Jesus“ nicht nur in diesem Namen definiert wurde, sondern lebendig war. Weil hier im Sinne hellenistischer Hochzivilisation für Weltbürger der Kosmos zum neuen Tempel, damit der Vergegenwärtigung des menschlich unbestimmbaren Sinnes/Grundes allen Seins (JHWH) in Vernunft bedacht wurde. Was im aufgeklärten Verstand (Auferstehung) nun nicht mehr allein nur Juden galt, sondern jetzt eine und einzig gültige Wesentlichkeit im Sinne von JHWH, wie Zeus war. Und wie so die Vernunftlehre/Weisheit zum wieder lebendigen prophetischen Gesetzt/Thora geworden war und der allegorisch-bildhafte Auferstand der Moses-Mythen dazu führte, die abgeschriebene hebräische Tradition wieder zu erlernen und die Thora in Griechisch zu übersetzen.

Der wurde nun nicht allein von Paulus eingeholt, der im hellenistisch-platonistischen Judentum im Sinne Philos vorgestellt wurde. Auch die Vorlesung über die Kirchengeschichte machte mehr als deutlich, wie hier nicht nur die griechische Philosophie, sondern konkret das weisheitliche Judentum weitergedacht, so erst in Dreieinigkeit zum allumfassenden Kulturkonzept (katholischer Kirche) wurde.

Mann meint jedoch im falschen Schiff zu sitzen, wenn in völliger Ignoranz des selbst gelehrten Wissen ein junger Mann wie völlig selbstverständlich als Christus unterstellt, alles andere nicht eines Blickes gewürdigt, als Angriff gesehen wird. Gleichwohl auf hervorragende Weise mehr als deutlich gemacht wird, wie die Väter der Kirche die platonischen Weisheitslehren, wie sie die Stoa nur vergeblich predigte weiterdachten, zum Kulturgut machten. Wie von einem Vordenkern der Kirche wie Origenes konkret beschrieben wurde, wie ähnlich, wie bei allen philosophischen Lehren, die volksverständlichen Geschichten sein mussten: weil wegen der täglichen Mühen und Plagen nicht jeder Zeit zum Philosophieren hätte. Und wie dann noch konkreter von einem maßgeblichen Erbauer der Kirche und ihres Kanons wie Athanasius nicht nur religionswissenschaftlich, damit in frühpsychologischer Seelen-Kenntnis beschrieben wurde, wie die Weltvernunft/Weisheit erst im gemeinsamen Kult zur Volksbestimmung, damit der bewusst gewordene, so mit Vernunft begabte Adam mit dem Grund seiner Natur wieder versöhnt wird. Und wie daher aufgrund der menschlichen Vorprägung die Weisheit eine menschliche Erscheinung im Sinne bisheriger griechischer, wie jüdischer Kulturvorstellungen benötigte, nur in Tod in einem alle Religions-Richtungen verbindenden Kreuz und Auferstehung des Logos/Weltvernunft auch Moses weitzuführen war. Und wenn dann selbst bei einem Platon und Aristoteles weiterdenkenden Augustin weiterführend begründet wird, wie der „philosophische Weise“ erst im wahren Kult, für den er nach seinem anfänglichen Manichäismus nach bildhaftem Verstand Moses den Weg seiner Heimat im hellenistischen Judentum Alexandriens wählt, Lebenswirklichkeit werden kann. Dann ist doch eigentlich alles klar.

Wenn dann jedoch blindwütig weiter ein junger Mann als Christus unterstellt und jeder Zweifel daran als völlig unwissenschaftlich, nicht eines Blickes wert angesehen wird. Dann mache ich dafür nicht die offen gezeigte wissenschaftliche Borniertheit verantwortlich, sondern ist das nur in der erstarrten Lehre zu erklären. Nach der sich dann selbst dort, wo von Christus keinerlei Kulturbestimmung mehr ausgeht, sich allenfalls ein persönliches Glaubensbild festgesetzt hat, so nicht wahrgenommen wird, wie das in völligem Gegensatz zu den selbst gelehrten in ökologischer Weisheit begründenden Anfängen steht.

Und nachdem die Studenten den Ausführungen zuhören, weil sie das für die Prüfung auswendig lernen müssen, scheint man auch nicht wahrzunehmen, wie die Hypothese vom herrlichen Handwerksburschen im aufgeklärten Alltag den christlichen Glauben zu einem für das Verhalten völlig unrelevanten Schwachsinn macht, gegen den die Hochschullehre vorgehen müsste.

Dabei wird in den Vorlesungen heute deutlich gemacht, wie wichtig der Weg der kirchlichen Vordenker war, die dann die im ökologischen Ganzen (als gegeben Wohnung) wahrgenommene schöpferische Bestimmung im Sinne der Thora Moses in menschlicher Erscheinung im Volk vermittelten. Und welches historische Heil bereits der  Verstand der Moses-Geschichten im Sinne der Propheten als frühe Philosophen brachte. Weil dieser aufgeklärte Verstand Voraussetzung für die Auferstehung der abgeschriebenen hebräischen Tradition war, die sich bisher in erstarrter Gesetzlichkeit buchstäblicher Thora in Abgrenzung von den Kulturen im Kult allein auf einen Sinn/Grund allen Seins berief.

Wenn aber hochbegabte Professoren an einer Exzellenzuniversität des 3. Jahrtausend ihr Herz weiter an die menschliche Erscheinung des Logos, den charismatischen Heilsprediger hängen. Weil der im Mittelalter, damit in Zeiten ohne die erst in den letzten Jahrzehnten gegebene Erkenntnis gemeinsam gültiger, naturwissenschaftlich begründeter Weisheit als Weltbestimmung gelten musste und sie so auch ihre Lehre ausgerichtet haben. Wenn damit Denker, die wie heute jeder aufgeklärte Zeitgenosse die rechte Verhaltensweise aus einer in natürlicher Schöpfung begründeten Bestimmung, Weisheit herleiten, so inzwischen auch die Theologie des Neuen Testamentes, die Christologie des Paulus, wie die sämtlicher kirchlicher Vordenker begründen. Und diese sich trotzdem weigern, in dieser Weisheit auch nur eine Meile des Weges auch das christliche Wesen zu bedenken. Dann macht dies klar, wie noch weit mehr bei dem menschliche Gottheiten gewohnten römischen Volk oder gar den weit von philosophischen Weisheitslehren entfernten Germanenstämmen des Westens, aber auch bei den auf einen neuen Moses wartenden Juden, die Weisheit ohne menschliche Gestalt bedeutungslos geblieben wäre.

Doch wenn der wanderpredigende Pantokrator im Zuge der Aufklärung nicht nur bedeutungslos, sondern historisch unhaltbar geworden, uns Aufklärung über die Anfänge in ökologischer Weisheit und deren Weltgültigkeit heute gegeben ist. Und wenn gleichzeitig die Notwendigkeit ihrer Volksbestimmung immer deutlicher wird. Dann wird es höchste Zeit die Anfänge aufgeklärt zu bedenken und zu verstehen.

6.3. Die Geschichte der Kirche

Dabei hat die Geschichte der Kirche mehr als deutlich gemacht, wie nicht nur am Anfang heftig diskutiert, gestritten, sondern auch in den weiteren 2000 Jahre ständig hinterfragt, von unzähligen Köpfen, engagierten Denkern der christliche Glaube, jeweils im Sinne der Antike immer wieder neu definiert und entdeckt wurde. Wie man daher an einer aktuell als Exilenzuniversität ausgezeichneten Hochschule mit der philosophisch-theologischen Tradition wie Heidelberg die Anfänge in philosophischer, theologisch weitergedachter Weisheitslehre begründet. Und es dann als einzig wissenschaftlich hält, aufgrund von Geschichten, deren Bedeutung und Notwendigkeit einer bewussten Komposition im Sinne vormaliger Vorstellungen als Kult(ur)gut man kennt,meist neuplatonischen Weisheitslehren unterstellt, einen bibelschlauen Handwerksburschen als kosmische Größe im Sinne der Weisheit und so Christus oder Gottessohn gesehen oder ausgemalt zu haben. Das ist völlig unverständlich.

Denn in der Kirchengeschichte ist auch klar geworden, wie das antike Weisheitsideal über alle Wirren bis zur Autorität der antiken Schriften im Rahmen der Reformation galt: Von den kirchlichen Anfängen, über die sich um die Stellvertretung Christus streitenden, so als neuen Salomo sehenden Kaisern und den dann spät erst zur Autorität werdenden Päpsten, der scholastischen Philosophie bis zur Reformation in Zeiten der Renaissance. Die genau aus diesem Grund die antiken Texte, statt die zur Kapitalbeschaffung missbrauchte scholastische Philosophie und die päpstliche Lehre zur einzigen Autorität erhob. Und wer sich betrachtet, wie die vielfältigen Umstände die Zeit, unzählige Denker im Laufe der Kirchengeschichte zur Reformation und dann den Folgen verlorener Kirchenautorität führten, die dann erst Recht den Bezug auf die antiken Texte notwendig machten. Der muss eh den Kopf schütteln, wenn dann die Anfänge, der Medienbruch der Antike, der nun die Vernunft/Weisheit heilig war, in einem besonders bibelschlauen Handwerksburschen begründet werden soll.

Wenn heute die in natürlicher Schöpfung begründete Weisheitslehre der Antike als Grund des Christuskultes vorgestellt wird, dies aber bei dem heute unterstellten Wanderprediger jedoch keiner mehr ernst nehmen kann. Und wenn so der ursprünglich die naturwissenschaftlich begründete Weisheit der Welt zum Christuskult machendende Religion der Wissenschaft als Relikt von Gestern gilt und weit davon entfernt ist, ein Leben in ökologischer Weisheit bei mündigen Weltbürgern aus intrinsischer Motivation zu bewirken. Dann kann es doch nicht sein, dass gegen alles heutige geschichtliche Wissen weiter ein Wanderprediger als einzig wissenschaftlich hingestellt wird. Was den Menschen des Mittalters nach einheitlicher Übersetzung bisheriger Gottessnamen, Christologietitel (in Bezug auf antike Weisheit von Erasmus von Rotterdam im biblischen Text einheitlich als Jesus übersetzt) bestimmend war, wäre nach heute gegebenem Wissen in ökologisch-humanistischer Weisheit, allseits vergeblich gepredigter, geforderter Weltvernunft zu verstehen.

Denn die Vorlesungen haben nicht nur bestätigt, dass es für den heute auf ein Zwergenmaß geschrumpften jungen Mann als angeblich historischer Jesus kein einziges wissenschaftlich-historisches Argument mehr gibt, außer der Gewohnheit, die dies als einzig wissenschaftlich voraussetz. Vielmehr ist klar geworden, warum der Weg in der Geschichte umgekehrt war und sein musste. Mehr noch als bei Paulus, wo diese zwar vertreten wird, ist bei der Theologie der Kirchenväter, dann Kirchengeschichte klar geworden, wie die von den antiken Philosophen gepredigte Weisheit im aufgeklärt verstandenen (auferstandenen) bildfreien prophetischen Kulturkonzept der Hebräer zur Volksbestimmung wurde. Und wie diese alte Vorstellungen aufgreifende Religionskonzepte für die Psyche menschlicher Kulturwesen auch heute notwendig sind, um eine in Ökologie, wie kultureller Evolution begründete, damit humanistische Weisheit zur Kulturbestimmung mündiger Menschen zu machen.

Die Hoffnung auf eine Einheit von Glaube und Wissen, die noch die die antike Lehre vertretenden Denker der mittleren Scholastik hegten, kann nur im aufgeklärten Verständnis wahr werden. Es kann doch nicht sein, dass an heutigen Hochschulen die Anfänge christlicher Theologie in Weisheit, damit natürlich-schöpferischer Wirklichkeit erklärt werden. Und dann mit Blick auf die vielfältigen Denker, die im Laufe der Kirchengeschichte eine Fortentwicklung bewirkten, in einer Zeit, der die Weisheit wieder heilig erscheint, eine  Handwerksburschen-Herrlichkeit, damit in Zeiten Adolf von Harnacks noch einzig denkbare und damit angemessene Hellenisierung der letzte Schluss sein soll!

Ähnlich wie bereits die vorhergegangen Vorlesungen werden im Folgen Brief von Paulus auch die Inhalte der letzten Vorlesungen aufgegriffen. Um die Hochschullehrer, wie alle an christlicher Religion, wissenschaftlicher Wahrheit und mehr noch gelebter Weisheit Interessierte zu bitten, die bei der Betrachtung die Perspektive/Reihenfolge zu wechseln. 

Die Hoffnung auf die Einheit von Wissen und Glaube, die noch mittelalterliche Scholastiker hatten, in Hochscholastik aufgaben, dann in der Reformation an die Autorität der antiken Schriften abgegeben wurde, kann heute in aufgeklärter Weise erfüllt werden.

7.      Dank für vermitteltes Wissen, bitte um neue Sichtweise

Sehr geehrter Herr Professor Peter Lampe, sehr geehrter Herr Professor Löhr,

sehr geehrte Damen und Herren,

vielen herzlichen Dank für Ihre hervorragenden historisch-wissenschaftlich orientierten Ausführungen, die mich nicht nur bestätigten, dass die Weisheit als Christus und damit Heil im Sinne Moses, Jesus am Anfang stand. Die mehr noch deutlich machten, warum diese in kulturgerecht-menschlicher Weise zum Ausdruck gebracht werden, so im psychologisch-rationalen Religionskonzept an bisherige Kulturvorstellungen angeknüpft werden musste und dies auch heute im aufgeklärten Verstand mehr als notwendig wäre, um Weisheit zur Welt zu bringen. Was machbar ist.

Denn für einen jungen Zimmermann, der seinem Vater bei der Arbeit half, in der Thora besonders gut ausgebildet war und wegen häretischer Reden als Krimineller hingerichtet wurde, gibt es nach aufgeklärter Betrachtung auch der biblischen Evangelien, wie Sie sie vorstellen, keinen einzigen historisch-wissenschaftlichen Beleg, wie kulturellen Grund mehr. Vielmehr haben auch die Vorlesungen im Sommersemester wieder eindeutig gezeigt, wie die Geschichte umgekehrt war, die philosophisch bedachte, in natürlicher Schöpfung begründete Weisheit am Anfang stand und in der bekannten Weise Fleisch werden, zur Welt gebracht werden musste. Ich muss die gesamten Fakten, Belege, die aufgrund Ihrer Vorlesungen und den an Sie gerichteten Briefen aufgegriffen wurden, unter www.jesus-lebt-wirklich.de nachzulesen sind, nicht ständig wiederholen. Wie Sie ständig sagten „Wir drehen uns im Kreis“, wenn das von Ihnen dargelegte heute gegeben Wissen nicht konsequent weitergedacht wird.

Doch es ist nicht wie unterstellt meine Aufgabe, die Menschen davon zu überzeugen, dass die von Ihnen vermittelte christliche Theologie nicht den Hirngespinsten von Sektenanhängern oder deren Verfolger entspringt, damit die christliche Religion kein Relikt von Gestern, für Kritiker gefährlicher Schwachsinn, sondern höchste notwendig ist, um die vielbeschworene, gegenseitig gepredigte Weisheit zur Kulturbestimmung zu machen.

Denn während ich bisher

-aufgrund der historischen Kritik,

-der gesamten Kultentwicklung, dem Wandel vom Mythos zum Logos,

-der Entdeckung der Vernunft und Entstehung der Weltreligionen in der Achsenzeit,

-damit auch des von himmelsberechnenden, naturbeobachtenden Hebräern in antiken Hochkulturen in natürlicher Schöpfung begründeten,

-dann im hellenistischen Judentum im Heil „Jesus“ weltgültig erneuerten bildlos-prophetischen,

-wie der Hochzivilisation des philosophischen Hellenismus und in Synthese der Kulturen und Zeiten erwachsenen Christentums,

-dessen Vorgänger- und ebenso kosmologisch (teilweise noch mythisch-traditionell wie die Kabbala) begründeten Geschwisterkulturen,

-auch der anfänglichen Rede vom Logos-Christus und der hochphilosophischen christologischen Diskussion um den Logos, allein der Betrachtung einzelner christlicher Kaiser wie Konstantin (der gar laut atheistischen Wissenschaftlern die Weisheit und Bildung für heilig hielt) völlig sicher war:  

Dort wo von Jesus Christus gesprochen wird, ging es um das was der Antike als Logos, damit in Natur-/Vernunftlehre begründeter Weisheit galt. Nachdem, was ich bei Ihnen auch über den antiken Heilsprozess im Rahmen der menschlichen Erscheinung der Weisheit am Kreuz bisheriger Kulturbestimmungen im hellenistischen Judentum, damit Jesus hörte, ist es einfach unfassbar, wie  Sie weiter die Geschichte auf den Kopf stellen, die Studenten und so alle Welt im Glauben lassen, es wäre anfänglich um einen Guru gegangen, der wegen Häresie hingerichtet, dann zu Christus wurde.

Wenn ich allein am Beispiel der Frage, warum Petrus (so logischerweise auch Paulus) seinen Freund zu etwas machte, was er nicht war und wollte und wie die christliche Theologie nach der von Ihnen vorausgesetzten Hypothese trotz all Ihrer historisch-wissenschaftlichen Weisheits-Begründung nur eine heute bedeutungslose oder höchst gefährliche Halluzination wäre, möchte ich Ihnen keine Vorwürfe machen oder Sie auf Ihre Aufgaben hinweisen. Ich möchte so nur deutlich machen, wie notwendig es ist, die Weisheit an den Anfang zu stellen. Und wie dies dann nicht nur eine in Vernunft begründete christliche Religion ermöglicht, die Weisheit im Namen Jesus Christus zur Kulturbestimmung macht. Wie es auch Licht auf den im gleichen Logos/Weisheit (Platon, Aristoteles, dort auch Zarathustra) begründeten Islam wirft, der aufgrund anderer kultureller Vorbedingen, aber auch aufgrund der christologischen Differenzen andere Wege ging.

Die von Herrn Lampe angeblich von Paulus nicht mehr zu beantwortende Frage, wie dieser auf die fixe Idee kam, einen bibelschlauen Gutmenschen für seine platonisch begründete Theologie als Christus in den Himmel zu heben. Die habe ich dem hellenistischen Judentum gestellt. Vielmehr dem, was wir über das Denken wissen, auf das er sich bei der Theologie des Neuen Testamentes, bei Johannes, damit einer griechischen Philosophenschule und nun noch deutlicher bei Paulus bezog. Die Antwort bezieht sich auch auf die Theologie der neuplatonischen Kirchenväter, die der Mission des gewandelten Pharisäers, damit dem hellenistischen Judentum folgten. Wonach der Logos-Christus (Weisheit), damit das historische Heil „Jesus“ um in Auferstehung zur neuen Weltbestimmung zu werden, wie von den Kirchenvätern dargelegt, aus kulturpsychologischen Gründen das Kreuz bisheriger menschlicher Kulturvorstellungen, Volksbestimmungen zu tragen hatte. Nicht umgekehrt.

8.      Der platonische Pharisäer „Paulus“ an die heutigen Jünger der Weisheit

Sehr geehrte Damen und Herren,

bevor ich meine Bitte begründe, den von uns eingeschlagenen Weg, die uns als Christus geltende, in Natur, damit im schöpferischen Sinn begründete Weisheit nach frühwissenschaftlicher Erkenntnis zur Volksbestimmung zu machen, zeitgemäß weiterzuführen, möchte ich Sie bitten, meine historische Existenz und Mission in aufgeklärter Weise zu bedenken.

Die Antwort, wie ich auf die absurde Idee kam, einen galiläischen Handwerksburschen, der wegen Häresie angeklagt war, aufgrund seiner grausamen Hinrichtung als Heil und Christus, damit lebendige Weisheit sah, wie Sie es aufgrund Ihrer Hypothese und der Lehre beim Wort vom Kreuz annehmen müssen, lasse ihnen von dem Denken geben, das sie mir zugrunde legen. Denn da Sie selbst lehren, wie das hellenistische, sich jetzt im Platonismus begründende Judentum, in dem Sie mich und meine Theologie verorten, in der Natur-/Vernunftlehre (Logos) das bereits von den Propheten Wort, damit eine in Schöpfung begründete Weisheit als Christus verstand, kennen Sie die bereits. Oder wollen Sie wirklich einem Judentum, dem bestätigt wird, wie es den Kosmos als neuen Tempel, damit die Vergegenwärtigung schöpferischer Wesentlichkeit sah unterstellen, in einem besonders bibelschlauen Handwerksburschen die wahre und einzige Offenbarung gesehen, die universal gültige Weltbestimmung verstanden zu haben?

Sie wissen, wie wir in früher Wissenschaft vom zusammenhängenden kreativen Ganzen (Ökologie), wie sinnvollen, kausalen Lebensfluss (Evolution) unsere Bestimmung verstanden, daher Stoiker wie Seneca als Naturlehrer gelten. Und Sie wissen auch, wie nun hellenistisch-weisheitliche Diasporajuden des Mittelplatonismus, die Sie auch als  Verfasser der Evangelien lehren, Jünger der Weisheit, nicht die eines wegen Häresie hingerichteten Handwerksburschen waren, der nach heutiger Hypothese die Schriftgelehrten in der Auslegung der Thoara übertroffen haben muss.  

Nachdem Sie bei mir von Platon und hellenistischen Juden wie Philo sprechen, damit meine von Christus ausgehende Theologie im weisheitlichen Judentum begründen,  das die prophetische Tradition der Thora jetzt im Platonismus begründete, sollte es ihnen leicht fallen, auch meine Person und Mission mit neuen Augen zu betrachten. Die von meinem Schüler Lukas verfasste Apostel-, damit meine Lebens- und Missionsgeschichte, ist keineswegs ein Märchen. Ich bin in der Stadt der Stoa, in Tarsus, an der Schnittstelle der Kontinente geboren, aus der Synthese der Kulturen hervorgegangen und habe als Zeltmacher den zeltenden, im ewigen Wandel befindlichen Monotheismus der Moses-Propheten weitergeführt. Und selbstverständlich sind die im Namen des gewandelten, sich jetzt im Platonismus der Stoa begründenden Pharisäers verfassten Briefe, die die Theologie der Weisheit „Christus“ im Sinne des allumfassenden Volkskultes der Kirche möglicherweise auch älteren Vorlagen aufgreifend beschreiben und sich an die verschiedenen christlichen Denkweisen der antiken Welt richten, nicht einfach vom Himmel geflogen.

Aber Sie müssen sich entscheiden. Entweder Sie lassen das Christentum weiter als Schwachsinn erscheinen, den man heute schnellstens verbieten, nicht in der Hochschullehre auch noch verbreiten müsste. Wonach ein Rattenfänger nicht von Hameln, sondern Nazareth, 12 seiner Freunde, meist Fischer, jetzt zu „Menschenfischern“ machte und dann auch ich als deren Verfolger die Menschen rund um das Mittelmeer zur Sekte eines handauflegenden Heilspredigers überredete, die ihren Guru als neuen Gott sah. Wie Eckhard Schnabel als evangelikaler Professor für Neues Tesament auf 1800 Seiten „Die urchristliche Mission“ auf buchstäbliche Weise dem Werk Harnacks eine angeblich nun wissenschaftlich fundierte, 2018 überarbeitete Missionsgeschichte folgen ließ. In dem er historisch-fundierte Weise die buchstäbliche Vorstellung anreichernd umfassend und ganz ausführlich beschrieb, wie ich im Eiltempo die Welt zur Sekte eines Guru bekehrt hätte. Und damit im guten Glauben, sicherlich ohne auch nur einen Moment daran zu zweifeln, dass es beim historischen Jesus, dem ich folgte, um den wahrhaften Christus ging, die Steilvorlage für jeden Aberglaube auf der Welt legt.

Wonach jeder normal denkende Mensch, der nicht mehr wie er den Buchstaben nach glaubt, schnellstens die Kirche verlassen müsste. Die danach zur Verherrlichung eines in weihnachtlichen Dokumentarfilmen von führenden Theologen als bibelschlauen Landstreichers Vorgestellten, gebaut wurde. Oder Sie verschließen nicht weiter die Augen aufgrund des einst tragendenden buchstäblichen Verständnisses, sondern nehmen das in den Vorlesungen vorgetragene Wissen ernst. Nachdem es bei mir um eine christologische Mission und Theologie ging, die aus dem hellenistischen, jetzt philosophischen Judentum hervorging und heute höchst modern und mehr als notwendig wäre, um die allseits gepredigte Weisheit volksbestimmend zu machen.

Denn allein Ihre nun nicht mehr buchstäbliche Auslegung, der der meine Mission in evangelikaler Weise beschreibende Theologie folgt, ähnlich von dem vor wenigen Jahren in Heidelberg maßgeblichen großen Theologen Klaus Berger auch heute als postmodern vertreten wird, macht die Sache nicht besser. Allein die 12 Jünger in neuer Weise zu definieren ist zu wenig. Dass es historisch nicht um Christus gegangen wäre, sondern Anhänger eines Zimmermanns, der sich nach der Arbeit in der Werkstatt seines Vaters als Heilsprediger Betätigenden, heute dann konstruktivistisch erklärte Halluzinationen hatte. Und dass ich durch die grausame Hinrichtung des als kriminell Geltenden zu diesem als Christus bekehrt wurde. Das macht dann, wenn nicht aufgeklärt weitergedacht, die uns geltende Weisheit als Christus an den Anfang gestellt wird, die Sache nur noch schlimmer.

Selbst wenn Sie das uns gewandelten, sich jetzt in philosophischer Weisheit begründende hellenistischen Juden gegeben Heil nicht wahrhaben wollen, so den uns geltenden historischen Jesus verleugnen und Christus für eine Halluzination von Sektenanhängern halten. Die nicht von der Weisheit/Vernunft ausgingen, nach der heute die Welt als ökologisch zusammenhängendes kreatives Ganzes beschrieben wird, sondern ihren Guru bei der Entstehung der Welt am Werk sahen. Wer meine Christologie und damit Theologie im hellenistischen Judentum verortet, von Philo spricht. Von dem Sie wissen, wie er als Weltbürger im Kosmos den wahren Tempel, die Vergegenwärtigung des bisher Juden allein geltenden Sinnes/Grundes der war und sein wird (JHWH) sah, in philosophischer Lehre das von den Propheten vermittelte, dem Gesetz nach abgeschriebene Wort in aufgeklärter Weise als neue Weltbestimmung in Weisheit verstand. Wie kann der weiter davon ausgehen, ich sei der Verfolger einer Heilspredigersekte gewesen, die ihren Guru als neuen Gott und Weltbestimmung sah, hätte den bibelschlauen Handwerksburschen nach seinem grausamen Tod oder gar eine private Theologie als Christus zur Weisheit gemacht?

Denn so wenig Sie das Evangelium nach Lukas heute in buchstäblicher Weise lesen, tun Sie es doch bei der meine Mission beschreibende Geschichte. Und da Sie mich als Mitleidenden, mitgekreuzigten vorstellen, wissen Sie, wie auch wir hellenistische Juden, die sich nun in philosophischer Weisheit begründeten, das Kreuz der volksförmigen Vermittlung trugen. Bitte nehmen Sie ernst, was Sie selbst lehren, wie ich das platonische Judentum, damit den gewandelten Pharisäer repräsentiere, wie Sie ihn aufgrund der überlieferten Texte am besten von Philo kennen. Und dass sich der Geisteswandel hellenistischer Juden nicht in einem wegen Häresie hingerichteten und im Geist seiner Groupies wiedererwecketen Groupies begründete, wissen Sie auch.

In dem ich die Bedeutung der in philosophischer Natur-/Sinnlehre (Logos) begründeten Weisheit darlege, die uns als Christus galt, so in Folge Moses das Heil im Sinne Josua, lat. Jesus war, das wir nicht weiter ablehnten, sondern zur Mission machten, solle auch meine Person (Rolle, Aufgabe) klar werden. Wie die traditionellen Pharisäer am den Juden allein geltenden Gesetz, des Buchstaben festhielten, die philosophische Weisheit nicht als „Christus“ akzeptierten und so das im hellenistischen Judentum gegenwärtige Heil „Jesus“ verurteilten, ist Ihnen bekannt. Denn wenn Sie ernst nehmen, was Sie selbst über mich sagen, können Sie nicht weiter davon ausgehen, dass ich einst die Sekte eines heilspredigenden Handwerksburschen verfolgte und diesen dann ähnlich wie Ihr Student bei Petrus unterstellte, zu etwas machte, was er nicht war und wollte. Ich bin

Auch wie die uns geltende Weisheit über das Gesetz hinausging, ist Gegenstand Ihrer Vorlesungen. Sie wissen, wie die uns als Christus maßgebende, allein in natürlicher Schöpfung, damit deren Grund/Sinn begründete Weisheit nicht in Buchstaben gründete, sondern vom Grund/Sinn des jüdischen Gesetzes ausging. Dass dies nichts mit einem besonders bibelschlauen Zimmermann zu tun hat, der wegen Häresie auf grausame Weise hingerichtet wurde und dessen Anhänger ich verfolgt hätte, muss ich daher nicht erklären. Auch wenn Texte, die sie in meinem Namen lesen, nicht wie Ihnen bekannt bereits von Christen wie den Markioniten verfasst wurden, die die Thora ablehnten, die jüdische Gottheit gering schätzten, sondern dort bereits verfasst wurden. In mir hat der gewandelte, sich jetzt im Platonismus begründete Pharisäer gesprochen, dem die Kirche folgte. Die für die uns als Christus geltende Weisheit einen allumfassenden Volkskult baute, der so das Kreuz der bisherigen menschlichen Kulturbestimmungen tragen musste.

Die platonische, damit im Sinn allen Seins begründete Weisheit, die mir nach dem Geisteswandel als Christus galt, war bekanntlich an Stelle des Gesetzes getreten. Nicht mehr die bei uns hellenistischen Juden, die kaum noch Hebräisch verstanden, abgeschriebene Buchstaben des Gesetzes, Anders als die den Buchstaben treuen Schriftgelehrten und Pharisäer, die sich von der neuen Welt bekanntlich kriegerisch abgrenzten, haben wir hellenistische Juden,

Aber wie kann es sein, dass Sie heute das Wort vom Kreuz als ein rhetorisches Schäma vorstellen, bei dem sich die Weisheit mit der Zeit entwickelt, wie es ähnlich dann auch konkret von den Neuplatonikern bei der Herausgabe des Kanon begründet wird. Dann aber uns doch unterstellen, wir hätten beim Kreuz von der grausamen Hinrichtung eines wegen Häresie ans Kreuz genagelten Heilspredigers geschrieben oder wären wie mir in angeblich aufgeklärter, historisch-wissenschaftlicher Hochschullehre unterstellt, so zur dessen Sekte bekehrt worden.

Denn während Sie aufgrund meiner Schriften nur lehren, wie ich zu Recht auf das Wort vom Kreuz bestand, weisheitlichen Überfliegern, die dem Volkskult nicht gerecht wurden, Weisheit für Eingeweihte, Philosophen, einzelne Erkenntnislehrer waren,  allein im Korintherbrief zurechtwies, wird genau dies  von kirchlichen Vordenkern klar gemacht. So beschreibt Athanasius in seiner Menschwerdung des Logos, warum der Logos, damit die Weisheit das Kreuz menschlicher Erscheinungen, alter Kultvorstellungen tragen musste.

Und wer wie Sie auch die Vordenker der Kirche, wie Origenes oder Augustin, in dessen Namen der gesamte anfängliche Weg beschriebe ist, in ihrer philosophischen Lehre über die menschliche Willensfreiheit und die Begründung des Kultes und seiner dafür notwenigen, in menschlicher Psychologie begründeten Bilder ernst nimmt, der sagt doch alles.

Was hat der Christenmensch, der die in früher Ökologie philosophisch begründete „Weisheit als wahre Natur“, so als Realisierung des „stoischen Weisen“ in neujüdischer Religion schöpferisch gerecht und in höchstem Glück lebt, mit der mir unterstellten Halluzination nach grausamem Kreuzestod eines häretischen Handwerksburschen zu tun?

Wie können Sie bei den neuplatonischen Denkern, die meiner Theologie nicht nur folgen, sondern sie noch konkreter ausformulieren die gesamte philosophische Weisheit der Zeit freilegen, die Gedanken über die Willensfreiheit des nun Geist begabten Affen und wie dieser der nun als in allein Einzelprozessen als höchst kreativ-sinnvoll erkannten Dynamik und Ordnung der Welt (Ökologie) als vernunftbegabtes Teil des Ganzen gerecht werden muss. Was in Ihrer Zeit mehr denn je die Voraussetzung für die Zukunft der Menschheit ist. Und den Studenten erklären, wie den mir folgenden Denker klar war, dass Menschen als aus der Natur Freigelassene, damit Selbstverant-wort-liche, nun nicht allein aufgrund kognitiven Wissens, sonder des die menschlichen Psyche, Emotion ansprechenden Kultes einer höheren Weisheit/Vernunft folgen, ihr Leben, die Gier und egoistische Kurzsicht in den Griff bekommen müssen.

Was sich gerade in Ihrer Zeit als überlebensnotwenig zeigt, allein mit Werkgerechtigkeit, Moralpredigt nicht zu machen ist, damals im neuen, nun auch Griechen geltenden jüdischen Bund bewirkt werden sollte.

Im Sinne Ihrer Zeit bitte ich Sie daher, nicht allein die christlichen Anfänge in unvoreingenommener Auswertung des Ihnen gegebenen Wissens in aufgeklärter Weise zu bedenken. Denn wenn Sie ihre Studenten im Glauben lassen, der mit von mir bedachte neue Bund wäre aufgrund von Visionen entstanden, die die Freunde und Anhänger eines Heilspredigers hatten, ich aufgrund von Halluzinationen nach grausamer Hinrichtung oder eigenen Hirngespinsten, lösen Sie die ewige Schuld nicht ein, nutzen Sie das Ihnen gegeben Wissen nicht. So versäumen Sie es, die wissenschaftlichen Voraussetzungen für kulturellen Friede, ein Leben in ökologischer Vernunft, wie humanistischer Weisheit und Weltverbundenheit mündiger Weltbürger zu schaffen.

Mit höchster Hochachtung vor Ihrer großen Aufgabe

Paulus von Tarsus

Vernunftlehre war Christus

Allein das Wissen über die bereits seit Homer bekannte Kult-Bezeichnung "Christus" lässt erkennen, dass kein junger Wanderkyniker mit Namen Jesus war, der als Christus galt. Oder dessen Anhänger von den Römern "Christen" genannt wurden, weil sie sich den traditionellen,staatstragenden Gottesbildern verweigerten. Auch eine paulinische Christusfiktion oder ein kirchliches Christologie-Konstrukt kommt nicht in Frage. Vielmehr zeigt das Wissen um die Bedeutung der bereits vorchristlichen Kultbezeichnung, dass in der Vernunftlehre (Logos) antiker Aufklärung (d.h. zur Zeit Jesus) genau das gesehen wurde, was sich hinter dem alten Kultbegriff verbirgt. Was dann der Philosophie Athens als die Orakel erklärende, kultreinigende Vernunft und dann den Reformjuden Alexandriens als Erneuerung des bisher nationalen Bundes galt, echt Christus war.

Die sich allein am Kultlesetext (der Schrift) austobende heutige Kritik, was alles nicht oder gar der historische Jesus nicht war, das Neue Testament in seiner bekannten Form ein Werk des Mittelalters oder gar eine Fälschung sei..., führt nicht zur historischen Wahrheit. Wir waren nicht dabei, können die Zeit nicht zurückholen, sind auf logische Schlüsse in Auswertung geschichtlichen Wissens angewiesen. Doch dass ein Heilsprediger als Christus oder gleich ganz nur ein Hirngespinst war, wie bei heutigen Lehrhypothesen und ihrer Kritik hinten herauskommt, das ist weniger wahrscheinlich, wie dass der Kölner Dom fertig gebaut vom Himmel fiel. Aber dass nach allem, was wir heute über den vorchristlichen Christusbegriff wissen, die Funktion der Vernunftlehre im altbekannten Kultbegriff beschrieben, daher die Jünger des Logos "Christen" genannt wurden, ist völlig logisch.

1. Jesus Christus

 "Christus" ist als eine Hoheitsbezeichnung für den angenommenen Heilsprediger mit Namen Jesus selbstverständlich geworden. Und so wird unter Wiki klar gemacht, was heutige christliche Lehre ist: Der Titel leitet sich aus dem Griechischen ab. Es ginge im griechischen Sinne um "den Gesalbten", den zu allen Menschen geschickten Sohn Gottes, Erlöser und Messias, wie er in der Christologie verehrt wurde. Doch wer die Welt dabei im Glauben an einen jungen Guru lässt, der könnte es ebenso als historisch halten, wie sieben Geißlein aus dem Bauch eines Wolfes befreit wurden. Denn mit einem jungen Mann ist all das, was nicht nur die griechischen Philosophen und die anfänglichen christlichen Denkern bzw. die Vordenker der Kirche mit Christus verbanden, nicht zu machen.

Zu sehen ist unter Wiki dann dankenswerter Weise der Pantokrator. Als der der bekanntlich den damaligen Kirchenlehrern geltende Logos auf einer Ikone des Katharinenklosters auf dem Sinai im 6. Jahrhundert abgebildet war. Denn wie bekannt, ging es anfänglichen Kirchenlehrern nicht um einen jungen Mann, sondern galt der Logos als christliches Wesen. Doch dass der Pantokrator nichts mit einem jungen Wanderkyniker zu tun hat, sondern dem in antiker Vernunft erklärten Weltganzen, ist bereits an vielen anderen Stellen gezeigt. Das muss hier nicht weiter ausgeführt werden.

Hier geht es um den Christusbegriff. Denn auch die Bezeichnung "Christus" verdanken wir keiner jungen (gar als Sophia oder auch Sünderin geltenden) Maria aus Magdala, die ihren Guru salbte. Was sich bei heutiger Heilsprediger-Hypothese und der Begriffserklärung aufdrängt. Von einem "fußgeilen Groupie" (wie Klaus Berger in der FAZ vor Jahren den "Jesus von Nazareth" Heiner Geißlers als reinen Politrebellen anprangerte), kann die Bezeichnung "Christen" nicht weiter abgeleitet werden. Mit dem kindlichen Kurzschluss, dass der gute Junge mit Namen Jesus Christus war, weil ihm seine Freundin die Füße wusch und ihn salbte, kann nicht weiter ausgegangen werden. So wenig, wie dass Anhänger eines jungen Juden diesen für den Messias hielten oder die Anhänger des guten Mann als "Christen" bezeichnet wurden. Heute wissen wir, dass sich die Bezeichnung von den Römern herleitet, die damit in ihren Augen Atheisten (Traditionsglaube-/Gottesbildverweigerer) als "Christen" beschimpften. Was dann später in der kirchlichen Lehre zur Selbstbezeichnung wurde. 

Auch wenn nach derzeitiger Hypothese gelehrt werden muss, die Anhänger eines jungen Juden oder eine davon weitgehend unabhängigen Paulus- bzw. Kirchenlehre wären als Christen bezeichnet wurden. Einen jungen Juden auf myhtische Weise als eine Art GottHeute ist klar: Zeitgenossen verschiedener Religions-Reformbewegungen, die sich in antiker Aufklärung aus Vernunftgründen weigerten, weiter den Götterbildern der Tradition zu opfern oder dem Kaiserbild, wurden als "Christen" bezeichnet und verfolgt. Es war kein Hass auf Andersdenkende bzw. -gläubige. Und von wegen Anhänger eines für göttlich gehaltenen, als Christus gesalbten Heilspredigers, mit dem noch nicht vorkommenden Namen Jesus. Die Verweigerung des bisher den römischen Staat tragenden Götterkultes wurde als höchst staatsgefährdender Atheismus gesehen. Während der national-jüdische Kult geduldet wurde, musst der neu-jüdische Kult, dem jetzt ja auch Römer anhingen und sich der Tradition verweigerten, als Gefahr gesehen werden. Und dass diese Verweigerung nur in der Vernunftlehre antiker Aufklärung, nicht in einem jungen Heilsprediger oder einem christologischen Hirngespinst bzw. einer kirchlichen Lehre geschehen ist, entspricht geschichtlicher Logik. Dies macht auch die vorchristlichen Verwendung des Christusbegriffes deutlich.

Die heutige Theologen will die Christologie am liebsten wieder zurücknehmen, um Friede mit dem Judentum zu schließen. Was nicht allein vor Jahren in einem Vortrag von Prof. Ekkehard Stegmann deutlich wurde. (Einer seiner Schüler, der in der Dissertation Paulus wieder ins Judentum zurücknehmen wollte, hatte zur Pauluskirche nach Neustadt-Hambach eingeladen.) Letztlich muss die gesamte Lehre, die einen jungen Juden an den Anfang stellt, darauf hinauslaufen, die Christologie als reine Glaubensverherrlichung des jungen Guru anzusehen. Warum im jüdischen Sinne jüdischer Tradition die Vernunftlehre der echte Christus war, kann bei einem jungen Guru so wenig bedacht werden, wie die Christologie-Funktion der Griechen. Da wundert es auch nicht, wenn um Friede mit dem Judentum zu schließen, neuen Antisemetismus auszuschließen, die Christologie in Frage gestellt oder abgestritten wird.

Doch allein um dem jüdischen Volk nicht weiter dem altbekannte Vorwurf auszusetzen, den jungen Christusgott oder nur einen Glaubensrebellen gehängt zu haben, wäre die Auswertung des vorchristlichen Christusbegriffes weit hilfreicher. Denn dort wird mehr als deutlich, dass die dann auch von Kirchenvätern (denen nachweislich die Vernunft/der Logos heilig war), aufgegriffene Selbstbezeichnung sich nur auf das beziehen konnte, was wir auch in neuzeitlicher Aufklärung als Vernunftlehre bezeichnen. 

2. Christus im alten griechischen Kult 

Dass Kulttexte keine Beschreibung von historischen Gestalten im heutigen Sinne sein wollen, wird bereits in Homers Verwendung von "Christo" deutlich.  Der Christus, den die christliche Theologie als gesalbten Guru annimmt, wurde auch in den alten griechischen Sagen nach dem reinigenden Bad mit duftenden Salben und Öl eingerieben. Doch was bereits in den griechischen Mythen als Herabkommen des Geistes der Wahrheit erhofft wurde, durch den man das Goldene Zeitalter erhoffte, das war beileibe kein verherrlichter junger Mann. Was im Hellenismus als Christus bezeichnet wurde, hatte nichts mit einem Heilsprediger zu tun oder einem zu glaubenden Hirngespinst.

Und wen der Neuplatonismus als Christus sah, als er die alten Mythen bzw. Orakel in Vernunft erklärte, der hat erst recht keinen jungen Mann zum Christus gemacht. Auch wenn der Schüler seinen Meister als Christus bezeichnete. Dann wissen wir, dass in der philosophisch-theologischen Lehre die Vernunft/Natur der Meister und Lehrer war.

Die bereits in den alten Mythen erhoffte "Reinwaschung" bzw. Kultreinigung hat in heute nachvollziehbarer Kulturgeschichte stattgefunden. Wir wissen, wie bereits die Vorsokratiker begannen das Werden der Welt in Vernunft zu erklären und sich die antiken Philosophen auch mit ihren Götter auseinandersetzten. Wie sie dann den Kult und dessen Funktion in Vernunft bedachten.

Diese Reinwaschung hat in griechischer Religion ebenso stattgefunden, wie eine Reformation des jüdischen Monotheismus bei der Bildung Alexandriens bekannt ist. Wir beobachten, wie manche alte Vorstellung aufgrund der nicht länger aufzuhaltenden Vernunftlehre gereinigt und "über den Jordan" gehen, musste. Doch mit einem Wüstenprediger, der einen anderen Wundertäter beim Baden im Jordan zum Gottessohn und Christus ausrief, hat das alles nichts zu tun. So wie die alten Griechen ihre Mythen in Vernunft erklärten, ist uns heute die Vernunft gegeben, auch die christliche Geschichte von Unsinn reinzuwaschen und das Öl nicht an Geister zu verschwenden.

3. Christus in griechischer Vernunftlehre

Bereits 420 v. Chr. wurde nach Herodot der Chreon bzw. Christus als das gesehen, was das Orakel bzw. den Mythos erklärte. Wer griechischen Denkern als Idol der Götter galt oder an deren Stelle trat, war die Vernunft, nach der man jetzt Welt und Kult erklärte. Nicht nur der Sinn des Seins, auch der verborgende Sinn der alten Mythen, damit des homerschen Christus wurde in Vernunft bedacht. Mit Propheten und Wahrsagern, die in diesem Sinne jedoch keine Wundermänner bzw. Zauberer, sondern antike Wahrheitslehrer/Wissenschaftler waren, wird das in Verbindung gebracht. Und wenn dieser Wunderglaube bzw. Orakel erklärende Christus in den alten Mythen mit Öl gesalbt wurde. Dann ist eigentlich das Wesentliche auch über das christliche Wesen gesagt. 

Auch Plutarch hat von Christus als "Schicksal, Notwendigkeit" geschrieben. Und wenn dann aus den Kultgeschichten ein 18 Jahre alter Held abgeleitet wird. Dann wissen wir, dass es den antiken Philosophen nicht um 18jährigen Heilsprediger oder sonstigen Zweibeiner ging, sondern für sie die aus der Natur/Schöpfung abgeleitete Vernunft galt.

Zu wissen, dass das christliche Vokabular auch aus dem Tempel der Heiden hergeleitet wurde, bedeutet keine theologische Täuschung oder eine heidnische Titelvergabe im Rahmen einer apologetischen Hellenisierung eines Heilspredigers. Wenn bereits griechisch-philosophische Erkenntnislehren (Gnosis) für den Grund ihrer Lehre den Christusbegriff gebrauchten, dann verweist all dies darauf: Bei dem Wahrsager, dem wahren Propheten, der die Orakel und Mythen jetzt in Vernunft erklärte, ist es nicht um einen Logos-Titel für einen hellenisierten Wanderkyniker gegangen. Die Enthüllung der heiligen Geheimnisse der Griechen, wie die Offenbarung des bisher unsagbaren jüdischen Grundes aller Kreativität ist in Vernunftlehre antiker Aufklärung (Logos) geschehen. 

Die Gottheit (besser schöpferische Kraft) unter allen Völkern, wurde bekanntlich im griechischen Denken in Vernunft erklärt. Und wie der griechische Christus das mit dem hebräischen Wort für Gesalbter, ist mashiahh "Messias" identisch war, lässt sich in Vernunft nachvollziehen. Auch warum die Anhänger des "Serapis" Christen genannt wurden, wird dann bereits unter Wiki deutlich:

Die in ägyptisch-hellenistische Mythologie als Gottheiten verkörperte kreative Kraft wurde nun als universal gültig verstanden. Wo der antike Monismus in einer weltumspannenden Vernunft zunehmend alles erklärte und dann die alten Gottheiten in einem Zeus-Jupiter oder Osiris verschmolzen, für den dann Serapis stand. Und dessen Anhänger galten als Christen. Wer den Serapis-Kult mit der fruchtbaren Nilschwemme zusammenbringt, die Götter als Symbole für Fruchtbarkeit versteht. Dies dann mit der aus dem jüdischen Exodus bekannten Sklavenbefreiung zusammenbringt, die historisch inmitten (im Exil) antiker Hochkulturen stattfand. Oder dem jetzt unsagbaren Grund JHWH, der sich in fruchtbarer Nilschwemme bzw. nur durch das Wort (hebr. Vernunfthandlung) offenbarte, wodurch die Götterbilder von den Propheten nicht nur abgelehnt, sondern für die Kulturprobleme verantwortlich gemacht wurden. Der kann in Vernunft bedenken, warum sich Kaiser Hadrian auf einen Christus bezog bzw. der Christuskult aufkam. Warum sich Bischöfe bzw. Vorsteher der noch im wilden Streit befindlichen Reformbewegungen auf "Christus" bezogen.

Doch wer dabei an einem jungen Guru festhält, der als die als Christus geltende Vernunft hingestellt wurde, die bereits den alten Griechen die Orakel erklärte, der muss den Verstand verloren haben. Ebenso auch, wer diesen Christus als die Erfindung eines Paulus oder ein Kirchenkonstrukt hält.

Auch wenn die Kritik dann jammert, dass es einen Jesus nicht gegeben habe, Isis oder Zeus zum Jesusbegriff wurden. All das macht nur deutlich, dass die antike Aufklärung, die die Götter in Zeus bzw. Jupiter auf einen Nenner brachte, sie in Vernunft erklärte, die wahre Auferstehung des Geister vertreibenden jüdischen Josua als neuer Erlöser war. Auch dass die Griechen sich anfangs weigerten, den jüdischen Kult, der den Namen des Vaters verschwieg zu adaptieren, sondern den eigenen Begriffen und Kultvorstellung treu blieben, liegt auf der Hand.

Egal welche Herleitung des christlichen Vornamens Jesus gebraucht wird. Ob die heilende Göttin Jesu vorgeschlagen, Asklepios, Apollo als Sonnengott, Isis oder gar eine gallische Gottheit vergleichbar Odin herhalten muss. Die Weisheit, die sich dahinter verbarg in alten Mythen im Sonnenkult zum Ausdruck kam, war jetzt in einer Vernunft erklärt, die den Göttern den Rang ablief. Je mehr alten Sonnengottheiten ins Feld geführt werden, desto deutlicher wird, dass der Sohn des Zeus die gesalbte Vernunft war, nach der jetzt Kosmos und Kult gedeutet wurde.

Der Christusbegriff war weder eine Erfindung der Kirchenlehrer, noch wurde er von der römischen Polizei für die Götterverweigerer eingeführt. Doch wo bei Homer oder Herodot Christus stand, wurde das Orakel entweder selbst dargelegt oder in  Vernunft gedeutet: prophetische Wahrsagerei, zu der wir heute Wissenschaft sagen würden.

4. Christus in jüdischer Vernunftlehre

Wo dann der Christusbegriff bei Philo Judaeus, dem auf den Logos/antike Vernunftlehre als Wort geltenden neuen Monotheisten nachgewiesen wird. Da schlägt es geradezu dem Fass den Boden aus, einen Heilsprediger als Christus anzunehmen oder den biblischen Jesus Christus auf rein schriftgelehrte Weise nicht mit dem ewigen in Vernunft erklärten Wort zusammendenken zu wollen. Nazarener Wer dann bei Nazareth nur von einem kleinen Vorort der antiken Metropole Sephoris spricht (was mit Blick auf die heute zu rekonstruierende  allein schon die Heilsprediger-Hypothese kippt)  

Bei Philo von Alexandrien, damit jüdischem Reform-Monotheismus antiker Bildung, der auf den Logos bzw. die Vernunftlehre gründete, wird der Christus mit dem in Verbindung gebracht, was der Kultgrund der Väter bzw. selbst unsagbare gesagt hat: Dem Wort (hebr. Vernunfthandlung), als das bekanntlich dort der Logos/die Vernunftlehre verstanden wurde. Noch bevor der Christusbegriff gebraucht wurde, sprach man in Alexandrien dabei auch von Nararenern. Wo das dann nur mit einem Vorort von Sephoris in Verbindung gebracht wird, in der ein Zimmermann am Werk war. Dort scheinen die Kultbilder selbst bei den Schriftgelehrten Kritikern das Gehirn gefressen zu haben. (Gleichwohl allein schon beim Wissen um diese antike jüdische Metropole, in der der römische Kult blühte und auch in Konkurrenz zum jüdischen Stand, ein Licht aufgehen müsste.) 

Auch wenn man nach Auslegung der alten Begrifflichkeit  als Christen durchaus den Schüler eines Meisters anerkennen konnte, damit einen guten Menschen, Es war der Schüler, dem das göttliche Mysterium jetzt offenbart/in Vernunft verständlich war, der keinen Grund mehr hatte etwas zu verbergen. Wer nach der Kultreinigung mit Öl eingesalbt wurde, war die Vernunft, die im antiken Denken jetzt den Ton angab, sagt was gut war. Es war der Logos, der auch in der Theologie bzw. im Kult immer mehr die Rolle der Kaiser und sonstiger menschlicher Göttersöhne einnahm. 

Wenn bekanntlich die auch in Alexandrien von der Vernunftlehre ausgehenden Weisheitslogien dem Kaiserevangelium in ihrer geschichtlichen Form nachgestellt wurden, dann ist das verständlich. Auch dass ein hervorbringendes Wesen, die Maria aus dem Heidenland (heute würden wir auch von New Age sprechen) der Vernunft die Füße wusch und salbte, lässt sich als historische Tatsache sehen.

Doch das Wesen, auf das sich die frohe Botschaft bezog, das geschichtlich handelte, war kein junger Guru, der als Christusgott hingestellt und von einem fußgeilen Groupie gesalbt wurde. Es war die dort als ewiges Wort geltende antike Vernunftehre, die im Sinne der griechischen Mythen bereits bei Homer "Christus" war, Was auch gleichbedeutend mit dem jüdischen Messias oder dem verjüngten Josua war und jetzt aufgeklärt verstanden wurde: kulturgerechte Auferstehung des Alten war.

5. Christus in der Kirche

Der einsame Wanderer, der in den Kultgeschichten anfänglicher Kirche unterwegs war, um den WEG zu erreichen, der in Erkenntnislehren galt und auf den sich die neuplatonischen Vordenker (Väter) der Kirche beriefen, war kein Kyniker. Es kann nicht oft genug gesagt werden, was bekannt ist: Debn als Apologeten geltenden anfänglichen christlichen Verfassern, den Vätern der Kirchen und Herausgebern des Kanon ging es um den Logos, damit die heute als Ökologie geltende Vernunft.

Wo über das Wesen,von Vater und dem nun einen Sohn dann heftig diskutiert wurde. Wo das Kind als das vom unsagbaren schöpferischen Grund gesandt gesehen wurde oder selbst dir Rolle der Kreativität des Ganzen einnahm. Wo von Clemens von Alexandrien und Co. gesprochen wird, Manichäer oder sonstige Erkenntnis (Gnosis) bzw. Denkbewegungen unterwegs waren, die Neuplatonismus jetzt auch im Kult weiterdachten und nach dem Geist der Wahrheit als Wiedervereinigung suchten. Da wurde die Kirche nicht wegen oder auf einen jungen Guru oder ein fiktives Konstrukt zur Manipulation der Masse gebaut. Wo Christus drauf stand, da ging es um Kultreinigung, Offenlegung der Geheimnisse. Die Vernunftlehre, nach der man alles Werden, wie menschlicher Verhalten und auch den Kult jetzt erklärte, wurde als der eine Sohn gesehen, der Jesus Christus war, die Funktion des jüdischen Messias hatte.

Die Neuplatoniker sind nicht aufgrund eines Guru oder frommen Geistern "Christen" geworden, sondern haben nach und nach den Kult der Götter verlassen. Nicht mehr die Personifikationen von jetzt Naturgesetzen oder Kultureigenschaften, die noch dem ihre Funktion in Vernunft erklärenden Epikur bedeutend waren, galt für die Erbauer der Kirche. Sie waren jetzt Jünger genau diese Vernunft, die für die Stoa, aber auch Epikur & Co. galt. Die Grund der gesamten antiken Verhaltenslehren, der Philosophie/Theologie war.

Der "Christ" als der gute Mensch war ein aufgeklärtes Wesen, das nicht mehr den Geistern oder gestriger, zum Selbstzweck gewordener jüdischer National-Gesetzlichkeit anhing. Wenn damals von der Vereinigung eines Mannes mit dem göttlichen Prinzip gesprochen wurde, sagen wir heute Leben nach ganzheitlicher ökologischer Vernunft, Eine Vernunft, die nun die auch im Geist statt Geister den Ton angibt, die den Kopf der Kultur und damit das Verhalten bestimmt.

Wie die in den alten Mythen und Kultlehren aufgegriffenen Prophezeiungen in der Vernunftlehre erfüllt, in Josua bzw. lat. Jesus als neuer Christus lebendig waren, erscheint logisch. Der Geist der Wahrheit, auf den auch die heutige Aufklärung so stolz ist und auf den unsere aufklärerischen Großväter als Heilsbringer vergeblich hofften, war echt auf die Erde herabgestiegen. Doch das "Goldene Zeitalter" bzw. das gelobte Land, war keine Fiktion, sondern wurde durch die Vertreibung der Geister, die Offenlegung, allegorischen Erklärung der alten Kultvorstellungen in Vernunft erhofft. Allein die bereits den Vorsokratikern geltende Vernunfterklärung allen Werden (seit Heraklit Logos) war den Philosophen der Wahrheit zu wenig.

Wer im Duden unter Allegorie blättert, wird auf Philo von Alexandrien verwiesen. Doch nicht nur in Alexandrien, auf das sich die philosophischen Vordenker, Väter der kirchlichen Lehre beriefen, wurde bekanntlich die jüdische Tradition in allegorischer Weise bedacht. Auch was die griechischen Dichter geschrieben hatte, wurde in Vernunft wieder lebendig. Was allein die heutige Kritik deutlich macht, die jeden Schritt und Tritt, wie Geburt und Tod Jesus  von den griechischen Göttern herleitet. 

Auch wenn ein ehemaliger Klosterschüler, jetzt verbitterter Kritiker, im Forum "Atheisten.org" unter "Wert/Unwert der christlichen Lehre" am 26. Mai 2016 die Vorlage für den vorchristlichen, platonischen Christusbegriff in leider bruchstückhaften Übersetzungen lieferte. Es ist die Mythologie, in der die alten Männer gefangen sind, die zur sog. Zeit Jesus in Vernunft erklärt war. Wenn ein Janus von seiner Mutter in der Gotte geboren und an den für Weisheit stehenden Hermes weitergegeben wurde, der "das gefundene Kind nach Delphi" brauchte, um die Schmach der Jungfrau zu verbergen die einen Sohn gebar. Dann haben sich die Verfasser was dabei gedacht, Was weder ein junger Guru, noch ein Geisteskonstrukt des Aber-Glaubens war. So wenig wie die Geburt des Sohnes, die dann auch durch Mutter Kirche geschehen ist, nur ein Marien-Mythos war.

Ob Apollo der Sonnengott oder sonstige Heilsgestalten wieder erschienen. Hier wurde in antiken Erkenntnis- und Reformbewegungen die Geschichtsauffassung symbolischer Ausdrucksweise von den alten Dichtern abgeschrieben, war in Vernunft lebendig. Gerade die Götter der Sonne, die nicht nur für die jetzt in Vernunft erklärte Kreativität des Kosmos stand, sondern auch das Licht in Kultur, haben bei den jetzt Wissenden, Christen, logischerweise eine besondere Rolle gespielt. Ob Krishna oder Christus: Es ging um die Vernunft, nach der nicht nur das Werden, sondern auch die alten Gottheiten und deren verschiedenen Kultvorstellungen/-Funktionen im Geist der Wahrheit erklärt und weiter "auferstanden" praktiziert wurden.

  

 

 

Wie groß muss der Hammer sein, beim Christus immer noch einen verherrlichten jungen Mann oder ein Hirngespinst sehen zu wollen? Wo der Christus mit hoher Sinnhaftigkeit oder von Erkenntnislehren (Gnosis) als neuer Tempel bzw. schöpferischer Vergegenwärtigung im Kult bedacht wurde, da war ein Wanderkyniker, den man zum Christus machte.

Bildergebnis für kaiser julian bilder 

Julian der abtrünnige Christ:

Absoluter Beweis der dem christlichen Kult, wie Aufklärung und westlicher Zivilgesellschaft zugrunde liegenden Vernunft 

Eine konsequente Auswertung des heutigen Wissens über einen hochphilosophischen Christen. Der als letzter heidnischer Kaiser gilt, weil er nach unheilvollen Diskussionen über das Wesen der Vernunft in den letzten beiden Jahren seines Lebens wieder die Götterbilder der Tradition  (statt das des Galiläers) für einen staatstragenden universalen Kult nutzen wollte. Für den jedoch der christliche Galiläer, wie auch die durch ihm wieder offiziell auflebenden Götter des Olymp eine Ausdrucksweise des Logos/der Weltvernunft waren, die er kulturgerecht zur volksgerechten Vermittlung einsetze. Dabei ging es um eine Vernunft, nach der man nach dem Wandel vom Mythos zum Logos nach und nach alles Werden, wie menschliche Verhalten und auch die vormaligen Götterbilder erklärte. Die in allen philosophischen, in Wirklichkeit meist theologischen Lehren der Antike nachzulesen ist und letztlich auch heute gilt. Eine heute Humanismus oder Ökologie genannte Vernunft-Lehre, die weitgehend wirkungslos ist, weil sie bei der heute geltenden Glaubenshypothese nicht mit den Wurzeln unserer Kultur bzw. dem zusammengedacht werden kann, was als Jesus "Weltgeschichte" machte. Doch genau diese Hypothese vom historischen jungen Mann oder einem Hirngespinst als Logos ist bei der Betrachtung Julians nicht mehr haltbar.

Alles, was Julian hier selbst zu Zeitproblemen wie der Völkerwanderung sagt, ist nur das logische Weiderdenken dessen, was heute von geschichtlicher Wissenschaft über ihn und seine Zeit beschrieben wird. Was zum großen Teil auch unter Wikipedia zu lesen ist.

Mehr als alles historisch-kritische oder die ursprünglich verfasste Hoheit bewahrende Abarbeiten der heute nur noch allegorisch zu lesenden biblischen Kultlesetexte, bringt die Auswertung historischer Belege, gerade die Betrachtung Julians, den absoluten Beweis:  

Das, was in "Geschichte" als Josua, lat. Jesus galt, war das Wesen kreativer Weisheit/Vernünftigkeit/Logik/Sinnhaftigkeit in Kosmos und Kultur. Diese kreative Vernunft war das theologisch-christologische und auch biblische Thema.

Julian zeigt hier nicht nur, wie absurd die Unterstellung ist, bei der Diskussion um das wahrhaft kulturbedingte, auch in seiner menschlichen Ausdrucksweise kreative (göttliche) Wesen des (zu seiner Zeit noch längst nicht Jesus genannten) Logos/der Vernunft, wäre es ihm und seinen Diskussionspartnern (u.a. den Vätern der Kirche) um eine Art hochstilisierten Wanderkyniker bzw. ein diesem angehängtes Hirngespinst gegangen. 

Julian macht auch deutlich, warum in Zeiten antiker Aufklärung bzw. dem Wandel vom Mythos zum Logos ein an die Tradition anknüpfender universaler neuer Kult und seine volksverständliche Ausdrucksform Voraussetzung für eine kreative Entwicklung in globaler kultureller Gemeinschaft waren/sind. Wie gerade in Zeiten von Globalisierung und beginnender Völkerwanderung ein neues allgemeingültiges Kulturverständnis notwendig war/ist.

Und warum nicht nur viele heidnische Festtage und Göttergeschichten im christlichen Kult in Vernunft aufgingen, nun in Vernunft erklärt wurden. Oder wieso dies niemals nur apologetische Ausschmückungen, die Hellenisierung oder philosophische Einfärbung eines jungen Juden mit Namen Jesus war. Wie vielmehr in der Vernunft und ihrer kulturgerechten Gestalt die Erfüllung der alten Hoffnungen gesehen wurde. Und wie dann dem jüdischen Bild von Vernunft (hebr. Wort) in Form des verjüngten Josua (lat. Jesus) gar der philosophische Götter-Bart wachsen musste. Den er sich als Zeichen seiner Rückwende zum traditionellen Hellenismus wieder wachsen ließ. 

Auch warum kein sektenverfolgender Pharisäer war, der sich nach einer Art Halluzination Paulus nannte und für sein Christus-Wesen eine von einem historischen Jesus unabhängige Kirche baute, wie mache Kritiker nachweisen wollen, wird durch Julian verständlich gemacht. Wie vielmehr unter "Paulus" ein die Vernunft als Christus betrachtendes, rund um das Mittelmeer geltende monotheistisches Paradigma sprach. Das daher keineswegs die neuplatonische Philosophie ablehnte, sondern diese aufgriff und aus Vernunft den ausgedienten Götterkult vieler Philosophen verwarf. 

In Betrachtung antiker Entwicklungen wird gleichzeitig verständlich, warum auch der Islam in seinem Mohammed nicht einen Guru mit Namen Jesus nachstellte. Was nach moderner historischer Islam-/Koranforschung anzunehmen wäre. Denn nicht nur Manfred Ohlig (der als kath. Theologe den Islam als eine Abspaltung anfänglichen Christentums nachweist), sondern ähnlich auch Christoph Luxenberg (Synonym) u.A. machen mehr als deutlich, dass kein Mann mit Namen Mohammed war, sondern dies die orientalische Ausgabe von Jesus sei. Was sicher zutrifft, jedoch unmöglich die Verherrlichung eines jungen Mannes bzw. Christusmythos durch orientalische Aufklärer gewesen sein konnte. Wie vielmehr eine aus dem Wandel vom Mythos zum Logos, d.h. den Anfängen des Christentums hervorgegangene orientalische Richtung, die in Zeiten Julians (bei der Diskussion um das Wesen der Vernunft) eigene Wege ging, wird in den damaligen Denkweisen, wie den Kult(ur)techniken nachvollziehbar. Damit auch, warum der Islam eine Gründergestalt analog Jesus, ähnlich wie die Kirche ihren Kanon, den Koran als Kult-Lesetext brauchte und entsprechend der östlichen Tradition Mekka in den Mittelpunkt stellte oder Erzählungen nach Art orientalischer Märchen fortsetzte.

1. Nach Justin gibt es keinen Zweifel mehr: Wo Jesus steht, ging es um Vernunft

Wenn es noch den geringsten Zweifel gibt, dass es am Anfang christlichen Glauben um den Logos ging (die aus kreativer Wirklichkeit universaler Prinzipien natürlichen Werdens abgeleitete Vernunftlehre, was ihr heute z.B. ökologisch nennt) und nicht um einen als solches gesehenen oder gemachten Guru. Dann wird euer Wissen um meine Person sowie die mich umgebenden Denker (u.a. die geistigen Väter/Bauherren der Kirche) diese ausräumen.

Ihr braucht nur mal im Netz nachzuschauen, was seit Anbeginn der griechischen Philosophie gedacht und vielfältig über den Vernunftbegriff geschrieben oder diskutiert wurde. Und genau das war für uns mehr eine Theologie, wie eure Bau- oder Buchstäblichkeitslehre. Betrachtet euch, wie zur Zeitenwende dann Kosmos und Kultur, das Werden der Welt, wie der Mensch und dessen Psyche bzw. Seele oder sein religöses Wesen, incl. der Götter, in Vernunft erkärt wurden. Auch wie sich die Denker beim Wandel vom Mythos zum Logos mit überkommen Vorstellungen und entleerter Religiösität auseinandersetzten. Und wie diese Theologen auch untereinander die Vernunft auf sehr unterschiedliche Weise definierten. Wie genau daraus, nicht mehr allein in der Traditionslehre (auch jüdischer Gesetzlichkeit) das richtige und falsche Verhalten begründet wurde. (Man sollte sich nicht nur nebensächlich, sondern möglichst eingehend mit dem Vernunftbegriff der gesamten griechischen Philosophie oder den dann auch jüdisch-theologischen Erneuerungslehren auseinandersetzen. Um sich vor Augen zu führen, wie absurd die Unterstellungen heutiger Glaubenshypothesen sind, dass ein junger Mann als Logos galt, als Vernunft diskutiert wurde und für Glaubens- und Lebenslehren maßgebend gewesen sein soll.)

Macht euch dann noch klar, wie wir frühchristlichen Erbauter der Kirche bzw. Christologen in dieser neuplatonistischen Denkweise ausgebildet wurden. Oder wie in den kanonischen Kultlestexten, in denen die alten Geschichten und Gestalten für einen nun in Vernunft begründeten neuen jüdisch-bildlosen Bund/Monotheismus auf kreative Weise aufgegriffen wurde. Wie die über die Traditionslehre hinausgehende Verhaltenslehren bei euch inzwischen dort begründet werden, wo philosophisch-theologische Vernunft wie beispielsweise die Stoa galt. Und wie damit als Worte bzw. Lehren Josus (lat. Jesus) das zu lesen ist, was den damaligen Denkern Logos war. Damit Weisheits-Logien, die auch in jüdischer Tradition galten, vernünftigerweise zur Geschichte (erst in Neuzeit unter dem einheitlichen Namen Jesus) und den Evangelien für meine kaiserlichen Vorbilder entgegengestellt wurden.

Wenn ihr uns dann immer noch unterstellt, wir hätten einen jungen Wundertäter mit zufälligem Rufname Jesus als das angesehen, was wir in Vernunft als kreativen Grund des Weltganzen erklärten. Oder wir hätten ein christologisches Hirngespinst als maßgebend für das menschliche Verhalten hingestellt, über dies als menschliches und doch kreatives Wesen des Logos (der universal begründeten und geltenden Vernunft) jahrhundertlang heillos gestritten. Dann solltet ihr dringend einen Arzt aufsuchen. Denn mit Vernunft und Logik, die damals das in den für den Kanon ausgewählten volksförmigen Texten bebilderte Heilmittel war, heute Jesus heißt (der bekanntlich von Blindheit heilte, Tote erweckte und logischerweise auch Dämonen austrieb), ist dann nicht mehr zu helfen.

Wer bei mir nur an den letzten heidnischen Kaiser denkt und mein philosophisches Wesen lobt, greift zu kurz. Als ein christlich ausgebildeter Theologen-/Philosophenkaiser, der als Apostata gilt, weil er in den letzten zwei Jahren seines Lebens versuchte das Rad der Zeit zurückzudrehen (die Vernunftlehre wieder in den traditionellen universalen griechischen Götterbildern, statt der des neujüdischen Galiläers lebendig werden lassen wollte), bin ich zuverlässiger Zeuge: Bei all dem, was ihr über mich und meine Zeit, die mir vorangegangenen, nachfolgenden und mich umgebenden Denker wisst, kann es mir als abtrünnig gewordenen Christ, wie allen anderen christlichen Denkweisen oder deren Gegnern, nicht um einen wiedererweckten Wanderprediger oder einen Christusmythos gegangen sein. Die vorher im Mythos dargestellt Schöpfungswirklichkeit, die Juden als Wort galt und jetzt in Vernunft/Logik erklärt wurde, war Thema unserer Zeit. Neben der heißen theologischen Debatte um das Wesen der Vernunft, spiegelt sich in meinem Leben gerade auch die Frage nach deren kulturgerechter, volksverständlichen Ausdrucksweise. Völlig egal dabei, wann ich im Geist vom Galiläer wieder zu Götterbildern wechselte.

Und so wird an unserer philosophisch-theologischen Denkweise mehr als deutlich wird: Der "Sohn" einer dann von den Verfassern das Koran mehr als in der Kirche messianisch beschriebenen "Maria", das war für uns nicht das Kind einer mit dem Heiligen Geist oder sonst fremdgegangenen jungen Hebräerin. Unser Thema war die von Mutter Kirche zur Welt gebrachte Kultausdrucksweise von Vernunft. Um die es darum auch in unserer Verhaltenslehre, sowie bei dem den Verfasser des Koran geltenden kirchlichen "Wort" ging. Das sie in seiner christlich-krichlichen Ausdrucksweise als Isis bzw. Sohn der Maria beschrieben und erst in Neuzeit einheitlich mit Jesus übersetzt wird. So sollte euch deutlich werden, dass auch in unserer Trinitätsdebatte das Wesen dieses Logos/der Vernunft das Thema war. Was jedoch nie einfach nur als Naturrecht bzw. Naturalismus zu betrachten ist. Weil wir wie ihr, die Natur in Kultur weiterdachten. So die kreative Vernunft/Sinnhaftigkeit/Logik kulturbedingt, damit auch menschliches Wesens war. Was nicht nur in seiner kultureller Umsetzung, sondern auch in kulturbedingter Ausdrucksweise (den bekannten Personifikationen) kreativ-schöpferisch bzw. gleichen Wesens, aber nicht der den Vätern geltende unsagbare Grund aller Kreativität selbst war. So seht ihr, wie Mohammed nicht einem als Messias verherrlichten jungen Mann oder Christusmythos nachgestellt wurde. Wie der "Gesandte" vielmehr die prophetische Ausdrucksweise einer von Vernunft ausgehenden, wahrscheinlich arianischen Denkweise war, die zwar die Götterbilder ablehnte, jedoch im Kult andere Wege ging, als die Kirche des Westens in ihrer Trinität.

Auch wenn mir später meine weiter christlichen Diskussionspartner Götterhörigkeit vorwarfen. Die mit mir philosophisch ausgebildeten Väter der Kirche wussten, dass ich bei Dionysos & Co. nicht an wunderwirkende Weintrinker dachte, die durch ihre Freude verherrlicht wurden. Wie das ähnlich selbst eure historisch-kritischen Theologen vom Galiläer Jesus denken. Dann alle Bedeutungsinhalte des christlichen Wesen auskippen. So gegen besseres Wissen uns und ihren kulturellen Wurzeln weiter den Schwachsinn unterstellen wollen, der bei ihnen gilt. Da hilft es wenig, wenn sie nicht mehr an naturbrechende Wunder glauben und die Geschichten auf vernünftige Weise zurechtbiegen wollen. Wenn der Logos/die Vernunft nicht bedacht wird, die unser kulturelles Thema im Osten, wie im Westen war, bleibt nur heiße Luft. Doch wer die uns unterstellen will, der hätte sich das gesamte Wissen um die Antike, das archäologische Graben und die vielen Bücher sparen können. Die Vernunftlehre war zwar noch nicht, wie bei euch, dem Volk selbstverständlich. Sie war jedoch das geistige Thema unserer gesamten damaligen Welt. Darüber wurde bekanntlich nicht nur in Alexandrien heftig gestritten. Auch in Rom, Athen, Antiochien, Ephesus, Korinth oder bei den sog. Konzilen wurde die Vernunft in ihrem Wesen diskutiert. Und wenn ich bekanntlich zum Besuch bei den Hunnenherrschern philosophische Denker mitnahm, dann war das keine intellektuelle Spielerei. Es zeigt euch: Wir suchten den neuen universal gültigen Geist der Vernunft, der bei eurer Globalisierung und Völkerwanderung mehr als notwendig ist, selbst mit Germanen und Hunnen zu diskutieren.

2. Globalisierung und Völkerwanderung fordern ein neues Verständnis, eigene Aufklärung

Die aktuelle Situation erfordert, dass ich nicht nur deutlich mache, wie absurd eure Unterstellungen aufgrund derzeit geltender Glaubenshypothesen sind. Auch wenn das vom eigentlichen Thema und rein geschichtlicher Auswertung etwas weg führt, macht die beginnende Völkerwanderung notwendig zu zeigen, wie wir durch die Verbreitung von Vernunft und Verstand auch euren germanischen Vorfahren Aufklärung und Wohlstand bringen wollten. Und wie wir für das globale römischer Reich nach dem Wandel vom Mythos zum Logos einen neuen gemeinsamen Kult suchten, der auch den alten Kulturvorstellungen der verschiedenen Völker bzw. des Volkes gerechten wurde. Denn allein mit eurer deutschen Hilfsbereitschaft, über die derzeit alle Welt staunt, beseitigt ihr weder die Ursachen, noch löst ihr ohne Aufklärung die noch gewaltig zunehmenden kulturellen Probleme.

Ich kämpfte bekanntlich nicht nur an vielen Grenzen, sondern kümmerte mich nicht nur bei sog. Konzilen gleichzeitig auch um die Einigung kultureller Kriege (meist um das Wesen der Vernunft). Einem Thema, das letztlich ja auch bei euch zur Debatte steht, die Kulturen trennt. Und dass ich mich dann für deren Ausdrucksform in der griechischen Tradition/den Götterbildern entschied. All das hatte einen Grund, der bei mir als Philosophenkaiser der Spätantike (trotz aller Vorwürfe durch mich sonst verehrende Denker) nicht in persönlicher Frömmigkeit oder überkommenen Glaubensvorstellungen zu suchen ist. Wobei schon der Begriff "Glaube" in die Irre führt. Weil bei uns griechisch gebildeten Denkern die Glaubensannahme in Logik begründete Gewissheit, nicht in Blindheit oder von Büchern und Bauchgefühlen vorgegeben war. Die Probleme, die die römische Globalisierung und die beginnende Völkerwanderung ebenso mit sich brachte, wie die schwindende Bedeutung der Mythengötter in Zeiten von Aufklärung, was mein Onkel Konstantin im christlichen Kult lösen wollte, sind auch bei  euch wieder "brand"aktuell. Auch ihr habt in einer immer globaleren Weltwirtschaft/-kommunikation gerade in Zeiten neuer Völkerwanderung viele Menschen, die aus ganz unterschiedlichen Motiven und Kulturkreisen kommen, unter einen Hut zu bringen.

Und wenn ihr die Massen beklagt, der derzeit Deutschland überrennen, weil sich dank weltweiter Mobilkommunikation (wie sie in Zeiten unserer Mythen noch undenkbar war) herumgesprochen hat, dass dies das "gelobte Land" sei. Bedenkt, dass es bereits in den jüdischen Mythen, der Landnahme Josuas (Jesus) wie ihr inzwischen wisst, nicht um eine Völkerwanderung, den Einsturz von Mauern mit Trompeten oder gar mörderische Kriege ging. Damit lässt sich der prophetische Monotheismus des Exils, der aus den Philosophien/Theologien antiker Hochkulturen und hebräische ganzheitlicher Vorstellungen bzw. Natur-/Himmelbeobachtung herausgewachsen ist, das Wort (hebr. Vernunft) oder den Bund im " gelobten Land" brachte, nicht mehr erklären. Keine Völkerwanderung, sondern ein neues Verständnis war als "gelobtes Land" im Blick. Bereits bei unserer allegorischen Leseweise waren da keine blutrünstig kindermordenden Hebräer, die andere Länder überrannten, wie das im buchstäblichen Verständnis vereinzelt bei euch immer noch angenommen wird. Vielmehr hat bereits damals ein Aufklärungs- bzw. Denkprozess stattgefunden, der sich verbreitete. Wer die Texte allegorisch liest, wie das in antiker Aufklärung unser Verständnis war, der weiß: Das gelobt Land ist nicht geografisch zu finden. Durch das hebräische Wort (Vernunfthandlung), was nun auch bei uns zur Verbreitung anstand, war die in Mythengeschichten zum Ausdruck gebrachte sog. Landnahme. Was alles könnte euch erspart bleiben, wenn ihr auch die Landnahme und den "neuen Bund" auf aufgeklärte Weise, als Verbreitung universal geltender Vernunft/Logik und nicht als gegenseitige Bekämpfung und Eroberung begreifen würdet? Den Menschen in Syrien vermitteln zu wollen, dass das "gelobte Land" nicht geografisch gemeint war, bringt sicher nicht weiter. Doch ohne kulturelle Aufklärung ist den Menschen, die ohne Hab und Gut ihre Heimat verlassen, kaum zu helfen, werden weder die Ursachen beseitigt, noch geistige Grenzen im Kopf überwunden.

Ihr wisst, wie auch wir die Völkerwanderung nicht mit der Erhöhung des Limes verhindern wollten. Friede auch in den an das römische Reich angrenzenden Regionen war unser Ziel. Wir ihr es uns für das römische Reich bestätigt, so wollten wir Vernunft verbreiten, ging es uns auch dort um den künftigen Wohlstand der Menschen, nicht um wirtschaftliche oder sonstige Machtinteressen. Dass wir nicht nur den Wein zu den Franken brachten, sondern mehr für die kulturelle Entwicklung in unseren Radgebieten taten, als eure sog. Entwicklungsminister, wird allein in der Pfalz ständig ausgegraben. Dort auch bei Weinfesten zu unserem Gedenken in herrlichen Lagen feuchtfröhlich gefeiert. Noch mehr war uns klar, dass es nicht reicht, wie eure deswegen zur "heiligen Erna" ausgerufenen Kanzlerin, ähnlich wie der deutsche Idealismus (die politische Konkurrenz dabei übertrumpfend) zu rufen "Seid umschlungen, Millionen".

Da sich heute Millionen auf den Weg nach München machen, wird es nicht nur dort eng, sondern das Gegenteil von Vernunft und einer Entwicklung zu künftigem Wohlstand in den Heimatländern bewirkt.  Auch bei uns war die aufgeklärte Deutung der griechisch-römischen Götter (wie jüdischer Gesetzeslehre) und die auch bei meinen Kollegen bzw. Kirchenvätern nachzublätternde Begründung der alten Lehren in einer nun in universaler Vernunft erklärte Weltrealität notwendig. Die vielgerühmte Austauschbarkeit der alten Götter, die dann auch für Odin oder sonstige germanische Naturvergötterungen standen, wäre nicht ohne die Aufklärung der eigenen Götter in der Vernunft allen nun natürlich erklärten Werdens machbar gewesen. Aufklärung in Vernunft war die Voraussetzung für einen zukunftsfähigen geheinsamen Kult - auch in den Entwicklungsländern des Westens. Wir suchten nicht mit Kriegen eine Eroberung. Aufklärung und Verbreitung von Vernunft setzen wir dem gegenseitigen Überrennen von Kulturen entgegen:  Eine echte Er-oberung. Eine Kultur-Aufklärung, wie auch heute bei den Entwicklungsländern dringend notwendig ist, muss jedoch ähnlich wie damals bei uns, erst bei euch selbst Einzug halten. Nur so ist Friede zu bewahren. 

Wenn sich nicht nur konservative Kräfte aus eurer Heimat gegen die fremde Kultur wehren, sondern auch vor den finanziellen und sozialen Folgen warnen, kann ihnen das auch kaum jemand verdenken. Und auch eurer Kanzlerin und euch ist bewusst, dass eine Willkommenskultur mit finanziellen Spenden, ausgedienten Spielsachen und Kleidern ebenso wenig ausreicht, wie Sprachunterricht, beruflich-soziale Eingliederung sowie steuerfinanzierte Hilfe. Wenn keine gemeinsame kulturelle Basis in Aufklärung bedacht wird, wie wir das taten, kommt allenfalls eine neue Form von Klassen-Gesellschaft, eine moderne Sklaverei heraus. Was derzeit den Deutschen von manchen die Zuwanderung ablehnenden Staaten vorgeworfen wird. Denn dass das mit der sozialen "Brüderlichkeit", die wir philosophisch bedachten und im Kultbegriff dem Volk in einem als "Vater" auch für die germanischen Göttersöhne geltenden Zeus vermittelten, bei euch nicht hinhaut, ist historisch belegt. Wie dies auch im aufgeklärten Nachkriegspreußen/-sachsen mit politischen Parolen und Marxscher Ideologie bei Stacheldraht, Mauer und Schießbefehl endete, um die sozialistische Brüder bzw. Genossen im Land zu halten, ist bekannt. Doch währen eure ostdeutschen Brüder Marx mit der Mauer zu Seite legten, sie schon gar nicht mehr wissen, selbst an Erinnerungsstätten (nicht nur am Point Alpha in Thüringen) verschwiegen wird, warum eingesperrt wurde, wird Mohammed & Koran mit Sicherheit nicht schwinden. Doch einen Kampf der Kulturen, der nicht durch demnächst folgende soziale Frustration, sondern durch verwurzelte kulturelle Vorstellungen der Flüchtlinge ausgelöst wird, könnt ihr nur durch die Aufklärung im eigenen Lager verhindern. 

Sicher sind im Nahen Osten die macht(meist energie)politischen Interessen die Hauptursachen des Chaos. Das dort auch durch die in Art eurer Vorzeiten agierende politische Herrschaft und die Ablehnung nicht nur der USA, sondern westlicher Lebensart hervorgerufen wird. Doch das Problem des so entstandene IS oder anderer kultur-konservativer Bewegungen kriegerisch oder mit politischen Mitteln lösen zu wollen, das griff schon bei uns zu kurz. Das den jungen mörderischen Moslems zugrunde liegende Denken, vor denen ihre Brüder jetzt fliehen, ist nicht "machtpolitisch" bedingt, sondern in Kultur. Und daher ist es auch nur durch eine Aufklärung über die gemeinsame kulturelle Wurzel zu bekämpfen. Die jedoch nicht eine Wissensvermittlung über die dort verherrlichten Glaubensgestalten sein kann, sondern im Christentum beginnen muss.

Wer hofft, aus den Einwanderern fleißige überzeugte Arbeiter und Beitragszahler zu machen, die den kinderlos überalterten Sozialstaat retten, der muss mehr bieten, als mildtätig Hilfe. Der muss wie wir nach neuen gemeinsamen kulturellen Konzepten suchen, die der Aufklärung gerecht werden und an altbekannte Vor-bilder kultureller Wurzeln kreativ anknüpfen. In eurer eh schon auseinanderstrebenden Gesellschaft eine Gemeinschaft zu schaffen, die nicht wie der Westen weitgehend desillusioniert ist, sondern wo der bei vielen Moslems noch traditionell verankerte Lern- und Leistungswille herrscht, reicht es nicht nach Integration zu rufen. An der die meisten Neubürger eh kein Interesse haben. Weil sie ihre kulturelle Herkunft verständlicherweise weiter hochhalten wollen. Und wie stark die kulturellen Vorstellungen die Köpf der Menschen bewegt, das seht ihr allein an den ehemaligen Freuden und Brüdern, vor deren mörderischem IS nun Millionen fliehen.

Den Mohammedanern aber erklären zu wollen, dass ihr Mohammed und der Koran als Richtschnur für das Leben so unbedeutend sei, wie Jesus und die Bibel für den Westens, ist ein Holzweg. Und den Millionen Emigranten meist aus Nordafrika in modern historisch-kritischer Aufklärung beibringen zu wollen, dass Mohammed nur eine orientalische Ausgabe dessen sei, was ihr zu einem historischen Heilsprediger mit Namen Jesus gemacht habt, wird das Gegenteil bewirken. Nebenbei: Wenn es schon absurd ist, uns die Verherrlichung eines Heilspredigers als lebendigen Logos unterstellen zu wollen. Wie viel schwachsinniger ist es dann, den Orientalen, bei denen sich das Mittelalter erst viele später wie im Westen einstellte, aus der ihr Philosophen wie Aristoteles erst kennt, einen zu Mohammed gemachten Guru als Grund allen Seins oder als "Wort" unterstellen zu wollen. Was bekanntlich der sog. Jesus für die Verfasser des Koran war. Die gutgemeinten Predigten in den Gemeinden und die Versuche der christlichen Bildungseinrichtungen, die Gemeinsamkeiten mit der islamischen Lehre herauszustellen, greifen zu kurz. Die für große Aufregung sorgenden Karikaturen von Mohammed wären ein Mückendreck gegen alle Aufklärungsversuche, der keine christliche Aufklärung vorausgeht.

Das kann nur auf Wiederstand stoßen und zu kulturellen Kämpfen führen, die das weit übersteigen, was wir damals erlebten. Eine Aufklärung über die Wahrheit der verschiedenen kulturellen Wurzeln und ihren Geschichten und Gestalten, die nicht einfach verneint, sondern sie in einer gemeinsamen, universal gültigen Vernunft aufgeklärt versteht, wie wir es im allegorischen Verständnis des Alten (Auf-v-erstehung) praktizierten, ist auch bei euch das einzige Rezept. Denn die Moslems aufklären zu wollen, ist bei dem, was ihr allgemein über den christlichen Glauben denkt und gegen alles Wissen auch mir und meiner Zeit weiter unterstellt, ein Witz. Wer sich auf einen Wanderprediger beruft und biblische Texte, der darf sich auch nicht über die Moslems beklagen, die dann ihren Mohammed und den Koran für allein maßgebend halten, oft in mittelalterlichen und mörderischen Vorstellungen verharren. Wie wir uns auch über die Bedeutung der Götter als personifizierte Wesenheiten des kosmischen und kulturellen Werdens klar waren und selbst für mich nach meiner christlichen Zeit der Logos/die Vernunft, nicht die Tradition den Ton angab, ist auch bei euch die eigene Aufklärung die Voraussetzung.

Eurer Kanzlerin ist zuzustimmen. Man muss sich zur christlichen Kultur bekennen und wie wir damals in Diskussion treten, Aufklärung betreiben, statt Angst zu schüren.  Wobei sicher nicht die 2000 Moscheen, die die Saudis in Deutschland finanzieren, sondern die kulturell verwurzelten Vorstellungen der Einwanderer das Problem sind. Denn die unterscheiden sich in Wirklichkeit nur wenig von denen, vor denen sie derzeit fliehen. Auch wenn die Kanzlerin in diesem Zusammenhang klagt, dass es mit der kulturellen Kenntnis bei euch nicht weit her sei, kaum einer einen Satz über Pfingsten als Geburt der Kirche schreiben könne, ist zuzustimmen. Doch was bringt es, wenn dann über Flämmchen auf dem Kopf von Heiligen geschrieben wird, die durch eine Art Geistesblitz zu einer gemeinsamen Sprache gefunden und einen im Geist der Gemeinde wiedererweckten Guru als den universal gültigen Grund allen Seins angenommen hätten? Was bei den Theologiestudenten und ihren Lehren als Grund der Kirche und ihres Glaubens nur etwas besser klingt. Den in heutiger Hochschul-Hypothese hinten herauskommenden jungen Mann jetzt den Moslems auch noch als ihren Mohammed unterjubeln zu wollen, das kann nur in die Hose gehen.

Doch Ihr könnt heute selbst in den verschiedenen Geschichtsdarstellungen unter Wikipedia nachlesen, wie wir in philosophischer Diskussion über das Wesen der Vernunft kulturellen Fortschritt, Erneuerung suchten. Wie auch die geistigen "Väter der Kirche" neuplatonisch gebildete Philosophen wie ich und keine heiligen Geister waren. Erst wenn ihr realgeschichtliche bedenkt, wie die Kirche in Zeiten antiker Aufklärung ebenso entstand, wie der Koran. Und wie die Gestalt des Mohammed daher ein orientalisch-prophetisch personifiziertes Sprachrohr der für uns gemeinsam geltenden Vernunft war. Erst dann kommt ihr wirklich weiter. Doch dazu bedarf es erst der Aufklärung über die eigenen Kultur. Den "heilen" Geist von Pfingsten, der scheint bei euch mehr als not-wendig. Doch der hatte bei uns mehr mit der einheitlichen Deutung der Welt, der Erklärung des kreativen Werdens in Vernunft zu tun und der bei euch noch fehlenden Aufklärung der verschiedenen kulturellen Vorstellungen bzw. Kultbilder davon. Worüber wir bekanntlich heiß diskutierten.

Wenn eure Bildung so weit ist, dass die alten Geschichten und Gestalten nicht mehr gebraucht werden, wie sie die Reformatoren der Neuzeit noch benötigten (um durch die eingedeutschte Geschichten und Schriftform im Rückgriff auf die Antike vor den mittelalterlichen Irrlehren der Kirche zu reinigen), dann um so besser.  Doch denkt daran, was uns auch ohne Erklärung der Psycho-logen, der Geistestechniken, wie der Funktionsweise des menschlichen Kopfes, Denkens und Verhaltens oder von Kommunikationsforschern und Evolutionsbiologen über die "Evolution der Phantasie" klar war. Und was bei uns bekanntlich in Kulturtechnik umgesetzt wurde: Menschen benötigen Kultbilder und Geschichten, kulturbekannte und -bedeutende Vorbilder und kulturelle Praktiken. Die Bildung und der gesamte Kulturbetrieb, der bekanntlich neben Dichtung, Theatern und Tempeln selbst den olympischen Sport umfasste, war bei uns wie ihr wisst, kein unter-halterischer Selbstzweck. Sie wurde immer mehr in kreativer Vernunft begründet.

Den bei euch gegenüber Evolutionsbiologen erhobenen Vorwurf, dass Phantasiebilder eine Selbstmanipulation seien, sich die Götterbilder oder Kultpraktiken erübrigten bzw. durch die Aufklärung wirkungslos seien, haben wir bereits entkräftet. Die "Kreativität" dieser Bilder und Kulttechniken in menschlicher Kultur, das schöpferische (göttliche) Wesen der Vernunft war bekanntlich Thema unserer Diskussionen.  Dass es dabei unmöglich um das Wesen eines jungen Mannes aus Galiläa oder ein Geisteskonstrukt ging, muss ich sicher nicht ständig wiederholen.

3. Vorurteile ablegen

Wenn ihr die dicken Geschichtsbücher, z.B. von Alexander Demandt, Klaus Rosen oder ganz einfach Wikipedia über mich und die dort beschriebenen sowie mich umgebenden Denker auswertet, dann wäre es für die Wahrheitsfindung hilfreich, wenn ihr heute herrschendes Schubladendenken vermeiden. Nur so könnt ihr Scheuklappen ablegt. Auch wenn es beispielsweise auf eure Zeit zutrifft, dass Religion meist außerhalb des Denkens stattfindet, Philosophie und Theologie, Glauben und Denken Gegenspieler sind. Mit unserer Zeit ist das ebenso wenig zu machen, wie euer "Bauch- oder Buchglaube". Selbst unter Wiki schreibt ihr, wie die Philosophie unsere theologische Grundlage lieferte. Und auch wie das im Kult verschiedene religiöse Ausdrucksformen hatte, ist zu lesen. Selbstverständlich waren wir keine Monotheisten in eurem Sinne, die ihr jeweils vor-"gesetzes" Gottesbild für alleinseligmachend erklärten. Denn auch wenn wir die Welt noch nicht auf eure Weise in einheitlichen Prinzipien beschreiben konnten. Wir haben auf Basis von Vernunft/Logos begonnen alles Werden nach einheitlichen Prinzipien zu erklären und eine über allem stehende kreative Wesenheit des Weltganzen angenommen. Meist galt die Sonne als Ursache und sinnlichster Ausdruck aller Kreativität. Im Kult haben wir dabei von Sol, Zeus oder Jupiter gesprochen. Unsere Kosmologie klang noch recht spekulativ, ohne dass wir in euer Weise empirisch nachweisen konnten, wie alles nicht nur einen gemeinsamen Ursprung hat, sondern mit allem zusammenhängt und weltweit nicht nur ökologisch vernetzt ist. Doch jemand, der in seiner Kosmologie und dem entsprechenden Sonnenkult einen philosophischen Monotheismus praktizierte, wie er dann auch im Christentum aufging, einen jungen Galiläer als neuen Gott und nun Maß der Verhaltenslehre unterstellen zu wollen, das schlägt dem Fass den Boden aus.

Und Denkern, die die kreative Wesenheit des Weltganzen im Kult als Vater aller Götter bezeichneten, sich dabei auf die Mythen der Väter beriefen, jetzt "Heiden" zu nennen, ist zwar gängige Praxis. Es lässt sich auch sprachlich kaum vermeiden. Doch dies ist oft irreführend. Denn als Heiden bzw. Atheisten galten der griechischen Bildung meiner Zeit die Christen, die sich der Tradition bzw. dem altgedienten Opferkult, den Orakeln und Mysterien verweigerten. Es freut mich zwar, wenn sich eure intellektuellen Kirchengegner, die sich jedem Kult verweigern, mich in ihren Diskussionen im Netz als großes Vorbild hinstellen. Doch im Grunde war ich das Gegenteil eines Glaubens- bzw. Traditionskritikers. Denn wie ihr schreibt, hielt ich nicht nur große Stücke auf die Tradition der Juden. Ich wollte nach meiner Abwendung von deren heillosen, nun auch für uns Griechen geltenden Modernisierungsversuchen, unserem altbewährten Mysterienkult durch staatliche Förderung wieder zur Vormachtstellung verhelfen. Wie ich zeigen werde, war mir dabei bewusst, dass Götterbilder und Mysterien nur die notwendige und in meinen Augen volksvernünftige Ausdrucksweise dessen waren, was wir als Vernunft lehrten. Auf jeden Fall müsste euch klar sein, dass mein anfängliches und das mich weiter umgebende Christentum (die noch verschiedenartigen, für Juden und Griechen geltenden Denkweisen und Kultformen) kein Glauben an bzw. Kult auf einen jungen Heilsprediger oder ein diesem aufgesetztes Hirngespinst gewesen sein kann.

Wie könnt ihr den in Geschichte notwendigen Kultbildern der Kultlesetexten so auf den Leim gehen, dass diese nicht nur deren aufgeklärte Kritiker für den eigentlichen Grund des christlichen Glaubens halten, sondern euer gesamte theologische Lehre nur danach Ausschau hält? Hättet ihr euch an die altbewährten, bereits bei uns als Naturvergötterungen bzw. in Vernunft verstandenen Götterbilder gehalten, statt das Bild des Galiläers, dann wäre euch viel erspart geblieben. Dann bräuchten eure gesamte Hochschullehre ihre Hypothese nicht auf einen nie gewesenen Heilsprediger zu bauen. Um dann im Sand von Palästina nach dessen Spuren zu suchen. Oder gar in seinem sozialen Umfeld nach dem Grund für seine Verherrlichung zu graben. Mit den Notdürftigkeiten, die so in der historischen Kritik, ebenso wie den Sonntagspredigten hinten herauskommen, ist wirklich keine Staat in Vernunft mehr zu machen. Und noch weniger sind damit die Kulturen unter einen aufgeklärten gemeinsamen Hut zu bringen. Damit macht ihr nicht nur den christlichen Glauben lächerlich, fordert zum Atheismus bzw. der Säkularisierung der westlichen Welt heraus, sondern schürt den Aberglaube auch in anderen Kulturen. Gleichzeitig unterstellt ihr so allerdings auch unserer Aufklärung völlige Absurditäten. Was jedoch gegen alle Logik bzw. das euch inzwischen gegebene Wissen spricht:

-Wie könnte ihr z.B. mir, der philosophisch bzw. in Vernunft als Christ erzogen war, dann sich in seinem philosophischen Monotheismus allerdings wieder der Tradition verpflichtet sah, unterstellen, ich wäre dem Glaube an einen jungen Guru als Gott abtrünnig geworden?

-Wie könnt ihr das meinen Studienkollegen Gregor von Nazianz oder Blasius von Caesarea, die als Bischöfe bzw. christliche Vordenker und Gemeindelenker zu den die geistigen Vätern der Kirche zählen, unterstellen?

-Wie könnt auch nur einem unserer Denker, die sich für den götterfreien Kult stark machten unterstellen, es wäre ihm in seiner Ablehnung um einen als Christusmythos oder gar leiblich wiedererweckten Wundertäter gegangen?

-Wie stellt ihr euch das bei den Denkern vor, die nach dem Scheitern meiner Restauration einer längst auch philosophisch in Kritik geratenen griechischen Religiosität den christlichen Kult auf philosophische Weise weiterführten?

Sollen jetzt alle vom Blitz getroffen worden sein, um dann ihre philosophische Bildung an den Nagel und ihr Herz an das biblische Bild eines jungen Juden zu hängen?

Es mag eure religiöse Praxis sein, die Welt auf kausale Weise zu erklären und gleichzeitig Sonntags auf der Kanzel von einem jungen Mann als Gott zu schwärmen.  Da ihr wieder zum religiösen Mythos gewechselt seid, statt Theologie zu betreiben, Schriftlehre bzw. Bestätigung von Buchstäblichkeiten praktiziert, was meist gegen alle Vernunft spricht, neigen viele eure Glaubenskritiker dazu, dies einfach auch auf unsere Zeit zu übertragen. Aber wer uns ernsthaft betrachtet, der kann uns unmöglich unterstellen, einen Heilsprediger aus Galiläa als Miniatur des inzwischen philosophisch erklärten kreativen Gesamtgrundes verehrt und damit unsere Verhaltenslehren begründet zu haben .

Wer zu meiner Zeit mir und meinen Studienkollegen (den späteren Kirchenvätern unterstellt), was ihr annehmt: Wir hätten einen jungen Wanderprediger als Logos verehrt bzw. zur Vernunftlehre hochstilisiert. Dem wäre die Lehrerlaubnis entzogen worden. Nicht als Strafe, sondern weil das gegen alle Logik und Vernunft gewesen wäre, in der wir (die Väter der Kirche, wie ich) erzogen waren. (Wobei ihr sicher jetzt nicht alle theologischen Hochschulen schließen sollt. Doch da die als "Wissenschaft" eh nicht mehr wirklich ernst genommen werden, ist ein Wandel in der geschichtlichen Hypothese und damit ein völlig neues Glaubensverständnis aufgrund des euch gegebenen Wissens dort mehr als überfällig.)

So wie sich in eurer Zeit Aufklärung nicht aufhalten lässt, konnte ich als letztes Mitglied der konstantinischen Dynastie den Wandel in vernünftiger/logischer evolutionärer Entwicklung vom Mythos zum Logos auch im Kult nicht verhindern. Aber einer hochphilosophischen Zeit, die ihre Götter in der Vernunft erklärte bzw. in Vernunft erklärte kosmische Wesenheiten verkörpert sah und auch über die Vernunft der Kultgestalten stritt, einen herrlichen Heilsprediger zu unterstellen, das ist echt himmelschreiend.

Auch wenn das gegen alles bei euch inzwischen vorhandene Wissen spricht. Meinem Onkel Konstantin, bei dem bis vor Kurzem noch nächtliche Eingebungen nach gewonnen Kriegen galten, könnt ihr allerlei Unsinn unterstellen. Etwa eine noch nicht vorhandene Kirche vor den Karren seiner kosmopolitischen Machtpläne gespannt und so einen jungen Mann als neue Gott akzeptiert zu haben. Aber mit mir und den mich umgebenden Denkern ist das nun echt nicht zu machen.

Erspart mir hier, die ganzen christologischen Streitigkeiten und doketistischen oder unzählige sonstige Denkweisen aufzuaddieren. Im Licht euren Wissens um unsere Denken müsste euch jedoch in jeder der vielfältigen teils kriegerischen Diskussionen klar werden, dass es dabei nicht um einen jungen Mann als Gott oder ein fiktives Konstrukt, sondern das Wesen der Vernunft ging. Wie in jedem Kulturwandel, so waren auch bei uns tiefgreifende Streitereien und gegenseitige Beschuldigungen, die meist in den Bildungszentren Nordafrikas, mehr als durch die Germanenstämme im Westen, den Weltfriede unseres Reiches bedrohten. Allein wenn ihr den christologischen Streit auch in unserer kaiserlichen Familie betrachtet, der philosophisch geführt wurde, jedoch echt mörderische Formen annahm, müsste euch klar werden, warum ich wieder zurück wollte. Ob sich unserer Familie, wie auch die Naturvölker des Westens arianisch orientierte, die Vernunft als Gabe und nicht als Grund allen Seins selbst sah. Oder ob wir trinitarisch, die schöpferischen Elemente in Wesenseinheit sahen. Um einen jungen Galiläer in eurem Sinne, ist es dabei unmöglich gegangen. Wenn ich die Christen als Galiläer bezeichnete, der Galiläer dann siegte, dann kann das für mich kein junger Guru gewesen sein. Vielmehr wehrte ich mich gegen die dem bildlosen jüdischen Kult gerechte Ausdrucksweise von Vernunft in Form des Galiläers, statt griechischer Götter. Es ist der Anachronismus der Geschichte, dass der  in evolutionärer Kulturentwicklung siegreiche Galiläer dann gar ein Gesicht mit einem Bart bekam, wie ich ihn mir als sichtbares Bekenntnis nach meiner Rückkehr zu den philosophischen Göttern wieder wachsen ließ.

Betrachtet unsere Zeit, unser Denken, unsere Herkunft, den Einfluss der Bildungszenten, unter denen Alexandrien als Stätte jüdischer Reform (eines in Philosophie begründeten biblischen Monotheismus, anerkannte Geburtsstätte der Christologie) neben Athen eine besondere Stellung hatte. Dann wird euch selbst klar, wie unhaltbar eure Glaubenshypothesen von einem jungen Mann sind, der als Gott angenommen oder als Logos ausgegeben wurde.

Ja, ich war überzeugter Traditionalist, der sich nach seiner Zeit als Christ entschieden gegen Neuerungen zur Wehr setzte und dafür vom Neuplatonismus befeuert wurde.  Denn die Vertreter des Neuplatonismus, der eine Fortsetzung der seit den Vorsokratikern geltenden Logos-/Vernunftlehre war, hingen meist dem traditionellen hellenistischen Kult, der alten Religion an.  Und je mehr mir durch Denker wie Iamblichos klar wurde, wie das philosophisch begründete theologische Vernunftkonzept, das ihr Neuplatonismus nennt, mit dem Kultkonzept einer traditionsorientierten Theurgie zusammenwirken konnte, desto mehr macht ich mich vom unheilvollen neuen christlichen Kult frei.

Zwar hatte mich mein Lehrer Eusebius vor den Mysterien des Maximos von Ephesos gewarnt. Doch mir war wie allen Vertretern der Theurgie bewusst, dass allein philosophische Lehren menschlich psychisch beeinflussbare, emotional geführte Wesen (wir sagten Seele), nicht zu gelebter Vernunft bewegen.  Auch wenn mir die Argumente eurer atheistischen Evolutionsbiologen wie Thomas Junker („Die Evolution der Phantasie“) noch nicht bekannt war, so ging ich davon aus, dass Menschen von Natur Gemeinschaftswesen wären, die einen gemeinsamen Kult benötigen, um in Gemeinschaft Zukunft zu gestalten. Eure Evolutionsbiologen sprechen dabei vom „Superorganismus“. Und wenn sie als Gegner entleerter Religiösität bei der Evolution der Phantasiebilder nur ins moderne Museum gehen wollen, ohne auch dem Kult der alten Bilder auf den Grund zu gehen,  dann erinnert mich dies an die Diskussionen in unserer Zeit. Doch die Sichtweise beispielsweise Plotins, der allein auf philosophische Bildung und Lehren setze, ähnlich wie ihr denkt, nur durch ökologisches Wissen und Humanitätspredigt zur gemeinsamen Weltvernunft bewegen zu können, war nicht meine Sache. Doch dass eine vernünftige Gesellschaft mit dem neumodischen christlichen Kult zu machen war, bei dem sich die Parteien nicht nur in Nordafrika auf kriegerische Weise die Köpfe einschlugen, das bezweifelte ich immer mehr.

Auch wenn ich als der letzte große Verfechter der griechischen Götter gelte, so wird an mir deutlich, wie absurd eure Hypothese vom Heilsprediger Jesus ist, dem ich als Christ bis zu meiner Rückwende fast mein ganzes Leben lang gedient hätte. Auch wenn ich lange Jahre Zweifel daran hegte, ob der neue jüdisch-griechische Kult geeignet sei, das Volk zur Vernunft zu führen und die griechischen Kultbilder, in denen ich ebenso ausgebildet war, wie in den jüdischen Geschichten, eh weitgehend austauschbar waren, war ich Arianer. Noch beim Epiphanisfest 361 (also erst zwei Jahre vor meinem Tod) habe ich mich laut Ammianus noch als Christ gezeigt und über die Götterbilder lustig gemacht. „Wie die Kinder Puppen basteln, basteln die Senatoren Götter“ so ist aus der Leichenfeier für meinen Vetter Constantinus überliefert. Denn ich erlaubte den Senatoren, meinen toten Vetter, der wie ich Christ war und dies verabscheut hätte, unter die Götter zu erheben.

Epiktet - Philosopohie der Stoa - Handbüchlein der Moral

4. Epiktet: Monotheist, Logiker, Physiker, Ethiker aus verantwortlicher Betrachtung des Weltganzen

Erspart mir hier alle meine philosophisch-theologischen Vordenker oder die kaiserlichen Vorbilder mit ihrem kosmologischen Blick und einem daraus entwickelten monotheistischen Bewusstsein aufzulisten. Ihr braucht nur einen der antiken Denker oder Herrscher herauszugreifen, ihre immer mehr in Vernunft begründeten kosmologischen und dem Kult zugrunde liegenden Vorstellungen zu betrachten. Jeder dieser Denker oder mir vorangehenden Herrscher für sich allein wäre ein Beleg, wie absurd eure Vorstellung von einem jungen Mann ist, der uns dann als Gott galt und für eine neue Ethik maßgebend gewesen wäre.

Auch wenn die meisten meiner Vorgänger im Kult die griechischen Götternamen und -geschichten gebrauchten, damit noch nicht wie dann mein Onkel Konstantin als Christen gelten können. Ihr Weltbild zeigt, wo die Wiege der Vernunft und damit auch der christlichen Erneuerung des jüdischen Kultes stand. Es ging um die bereits von den Hebräern am Himmel bzw. in Schöpfung beobachte, in Schrift verfasste Vernunft, die „in Geschichte“ dann zum Galiläer wurde. Den man erst später einheitlich Josua, lat. Jesus nannte. Auch wenn in euren Übersetzungen die bei uns üblichen hoheitlichen und weit mehr unser philosophisches Bewusstsein zum Ausdruck bringenden Begriffe, meist mit Jesus übersetzt werden. Was logischerweise dann leider den Blick für die geschichtliche Realität verbaut. Dass sich uns ein vorgesetztes Gottesbild durch die unnatürliche Wiedererweckung eines Wanderpredigers bewiesen hätte, wie eure Neutestamentler doch allen Ernstes nach wie vor ihren Studenten (und damit letztlich aller Welt) mit Notdürftigkeiten den Kopf vollblasen, war auf jeden Fall nicht der Grund des dann christlich genannten neuen Monotheismus und der davon ausgehenden Verhaltenslehren.  

Wenn ihr etwas über unser Weltbild und damit auch das Denken wissen wollte, aus dem das Christentum erwuchs, dann dürft ihr nicht nur in Kultlesetexten blättern. Bereits wir wussten, aus welchen Zwecken diese geschrieben und warum alte Mythen darin nicht nur in Realgeschichte erfüllt waren, sondern auch in Geschicht(en) aufgehen mussten. Für uns war es selbstverständlich, dass das neue monotheistische Bewusstsein die altbekannten, ob göttergewohnte Bilder oder die Geschichten des Alten Testamentes brauchte. Wenn eure Kritiker jetzt alle antiken (ob jüdische oder griechische-römische) Vorbilder auflisten, um zu zeigen, dass der Grund des christlichen Kultes eine reine Glaubensangelegenheit, frei erfundene Fiktion wäre, dann greifen sie zu kurz. Darauf wären wir so wenig hereingefallen, wie dass wir an oder wegen einem jungen Guru geglaubt, darauf unser Weltbild gebaut, daraus gar eine Ethik abgeleitet hätten.

Betrachtet euch beispielsweise was Wiki zu Epiktet schreibt. Und wenn ihr dann lest, wie hier ein Denker aus nüchterner Betrachtung des nun im Logos/in Vernunft erklärten Weltganzen ein Konzept der sittlichen Persönlichkeit entwickelte, die nach seiner Ansicht das Wesen des Menschen darstellt. Dann wisst ihr, was auch ich und meine als Kirchenväter geltende Studienfreunde diskutierten, als wir den Logos als wahrhaft schöpferisch/kreativ und wahrhaft menschlich/kulturbedingt definierten. Und spätestens wenn euch klar wird, wie hier zur sog. Zeit Jesus ein Denker unterwegs war, der für den Kynismus offen stand, dessen Logoslehren als Grundlage unserer Stoa galten. Der sich mit der Physik jedoch nur im Rahmen seiner Theologie und Anthropologie beschäftigte. Dabei den Kosmos nicht nur als eine schöpferische/göttliche Einheit lehrte. Vielmehr diese organische Einheit der Welt wie eine „einzige Stadt“ Stadt sah, in der ein kreatives/göttliches Gesetz über Werden und Vergehen wacht. Wie für ihn alle Einzelteile miteinander in Verbindung standen und Wechselseitigen Beziehungen unterworfen waren. Dann wisst ihr nicht nur, wie hier ein philosophischer Mono-theist eine universal geltende Ethik entwarf, die zwar seinem Kopf, seinem kulturellen Vernunft entsprang (wahrer Mensch war) und sich doch an der Kreativität des Ganzen (wahren Gott) orientierte.

Lest über die aus philosophischer Brille betrachtete vernünftige kosmische Ordnung/Dynamik, den Logos und die Verwandtschaft und Abhängigkeit aller Dinge, wie ihr sie heute als Ökologie beschreibt. Und wie dieser Denker, dem man gar nachsagt, möglicherweise ein Christ gewesen zu sein, daraus eine Vernunftlehre für menschliche Kultur entwickelte. Dann wisst wir, wo die Wiege eures Jesus stand. Ja, Epiktet wurde vom Logos überzeugt. Ein jüdischer Sektenverfolger, der angeblich aufgrund eines Schwächeanfalles vor Damaskus jetzt von einem göttlichen Guru faselte oder ein eigenes fiktives Glaubenskonstrukt in die Welt setzte, war es mit Sicherheit nicht. Eine naturphilosophische Betrachtung, die bekanntlich auch für uns spätantike Kaiser als göttlich/schöpferisch geltende Sonne als kleinen Bestandteil des gesamten kosmischen Kreativen/Schöpferischen auffasste und daraus einen neuen Monotheismus und eine Ethik entwickelte, hat zu einem neu-jüdischen Paradigma geführt, dessen Denker dann ihre theologischen Briefe mit „Paulus“ unterzeichneten. (Pseudo-Paulus ist dann, wenn nicht von Vernunft, sondern vorgesetzten Glaubenslehren ausgegangen wird.) 

Die Anwesenheit Gottes in der Welt (Immanenz, für die ihr besser auf den Namen verzichten, als den eines vor-gesetzen Designers oder gar eines sich in Naturbrechungen beweisendes Über-Mannes) zeigte sich für Epiktet in der vernünftigen kosmischen Ordnung, ist bei Wiki zu lesen. Wie besser kann man ausdrücken, was die christliche Offenbarung war. Lasst euch nicht länger von einer buchstäblichen Schriftgelehrtheit verarschen, die in ihrer Notdürftigkeit nach wie vor von einem jungen jüdischen Reformer schwärmt. Der dann als Christus gesehen oder als Logos eingefärbt und so von mir und anderen Neuplatonisten als mehr oder weniger Gott diskutiert worden sein soll.

5. Alles Vordenken lässt nur auf Vernunft schließen

Wer das hebräische Alphabet als „Gezeichnete Schöpfung“ beschreibt und deutlich machen, wie die zusammenhängenden Buchstaben in ganz natürlicher Schöpfung, wie in der dann den Verstand zum Ausdruck bringenden und bewegenden Schrift als „Wort“ (hebr. Vernunfthandlung) galten. Wer beispielsweise die Kabbala in unzähligen Werken als ein noch mythisches Welt-/Schöpfungsmodell des jüdischen Monotheismus beschreibt. Wer auch die jüdischen Propheten als Weiterdenken kosmologischer Theologiemodelle aus Ägypten und anderen antiken Hochkulturen beschreibt oder wie im sog. Exil die Zarathustra genannte persische Philosophielehre vom kreativen Weltgeist Pate stand. Der weiß, wie die nun in Vernunft erklärten Weltmodelle der spätantiken Naturwissenschaft den Boden für eine jüdische Re-form bereite, die den Namen auch verdiente.

Der Mensch sollte durch seine Vernunft mit der schöpferischen Vernunft, dem ewigen Wort verbunden sein bzw. seinen Trieb und der Vernunft unterordnen. Und wie dazu die altbewährten Kult(ur)werkzeuge in aufgeklärter Weise notwenig waren, war bereits Denkern wie Epiktet bewusst.

Selbstverständlich ist das, was uns Stoiker bzw. Neuplatonisten bewegte, auch im Neuen Testament nachzulesen. Selbst in solchen Kultlesetexten, die von den Trinitariern als Kanon nur herausgegeben wurde, weil andere christliche Parteien das (von uns als Kultwerkzeug rein allegorisch gelesene) Alte Testament nicht akzeptierten und neue Texte publizierten, wird von euren Schriftgelehrten das philosophische Gedankengut deutlich gemacht. Doch zu denken, einer dieser philosophisch-monotheistischen Theologen hätte die Wort eines Wandergurus aufgeschrieben oder diesem philosophisches Gedankengut in den Mund gelegt, das kann nur der Notdurft eurer historischen Hypothese in den Sinn kommen. Auch wenn wir uns auf Platon beriefen, war es nie die Meinung eines einzelnen Menschen, sondern die in kosmischer Kreativität begründete Vernunft, die uns bewegte. Ein junger Kyniker, als der der historische Jesus gelten soll, der wäre uns am Hintern vorbeigegangen.

Ob sich die Kirchenschriftsteller dann auf Epiktet beriefen ist Nebensache. Letztlich war er ja auch nur einer unter unzähligen Logos-Lehrern. Und da ihr inzwischen wisst, wie ein Großteil der sog. Kirchengeschichte (möglicherweise gar Augustin) aus der Feder mittelalterlicher Mönche stammt, wundert es sicher auch nicht, wenn die antike Philosophie (Theologie), die sich weiter die Götterbegriffe bediente, in der Kirchengeschichte nicht auftaucht. Und wenn Epiktet noch von Göttern, nicht vom Galiläer sprach, dann kann er eh noch nicht als „Christ“ gelten. Doch die Wurzeln eurer christlichen oder islamischen Kultur bedenken zu wollen, ohne den antiken Philosophen über die Schulter zu schauen(Schöpfungsverständnis, monotheistische Theologie, Ethik… in Vernunft), ist Wissensverweigerung im Höchstmaß.

6. Vorbilder, die zum christlichen Weltverständnis führten waren in Vernunft begründet

Als Anhänger des christlichen Logos waren zeitlebens Trajan und vor allem der Stoiker Marc Aurel meine großen Vorbilder. Bei eurer Vorstellung von anfänglichen Christen solltet ihr z.B. auch bedenken, wie ich noch als Christ  einen 30 m hohen Obelisken aus Ägypten herbeischaffen ließ. Oder wie ich während meiner Zeit im später christlich genannten Zeit ein Sonnenheiligtum nach Mithras errichtete. Auch das war weder ein früher Ausrutscher, noch ein politisches Kalkül. Vielmehr sollte euch die Vielfalt der austauschbaren Kultbilder vor Augen führen: Die Bilder selbst waren nicht der Gegenstand unseres theologischen Weltbildes, sondern die kreative Vernunft drücke sich in verschiedenen Kultbildern aus.

Wie Alexander Demandt in „Geschichte der Spätantike“ schreibt, war mir klar: Der Mensch ist von Natur ein Gemeinschaftswesen. Auch wenn ich Darwins Abstammungslehre noch nicht kannte, so ging ich davon aus, dass alle Menschen verwandt und gegenseitig verpflichtet sind. Schuld an der Not der Armen war daher nicht der Wille der Götter, sondern die Gier der Reichen. Aber das kommt euch sicher ebenso bekannt vor, wie meine Probleme mit der beginnenden Völkerwanderung und einer völlig multikulturellen Gesellschaft. Der ein gemeinsamer Geist, damit auch ein verunftgerechts volkverständliches Kulturbild gegeben werden musste. Auch wenn Bettler und Fremde aus dem gleichen kreativen „Einen“ entstanden sind, das wir im Kult auch als Christen noch Zeus nannten, damit den gleichen Vater hatten. Der Familiensinn war nicht automatisch gegeben. Ohne ein im Grunde gemeinsames Kultverständnis war keine gemeinsame Kultur denkbar. Aber auch das ist Thema eurer täglichen Nachrichten in der Flüchtlingskrise. Doch während ihr dies oder fehlende gemeinsame Verantwortung und Gemeinsinn auf moderne Weise heute nicht nur in Facebook gegenseitig bejammert und fromme politisch-ökologische Wunschpredigten haltet, haben wir uns über den aufgeklärten Weg im Weiterdenken alter Kultur Gedanken gemacht. Nur so war das Volk zur gemeinsamen Vernunft zu bringen.

Das höhere Recht des alten Glaubens, holte ich aus der geschichtlichen Erfahrung. Seit Anbeginn der Welt wurden Götter verehrt. Darum war es nach meiner späteren Gesinnung falsch, sie absetzen zu wollen. Gleichwohl war mir klar, dass die in den Planetenscheiben kreisenden Götterkräfte (ihr beschreibt die Kreativität des Ganzen inzwischen weit wissenschaftlicher) Naturverkörperungen waren. Auch wenn mir meine religiöse Begeisterung den Vorwurf des Aberglaubens einbrachte. Opfer waren laut eurer Beschreibung für mich keine Gaben zur Überredung, sondern gelebter Dank gegenüber der belebten Natur. Einen Unterschied zwischen Religion und Philosophie habe ich dabei nie gekannt.

7. Kult der Vernunft in Urbildern: Voraussetzung für eine menschliche Kult(ur) 

Allein das Wissen um unsere Theurgie, d.h. die Notwendigkeit von die menschliche Psyche bewegenden Kultpraktiken, um menschliche Wesen zur Vernunft zu bringen, sich im Sinne des Ganzen zu verhalten sollte euch zu Denken geben. (Gleichwohl wir davon sprachen, uns so mit der kreativen/schöpferischen Wirklichkeit in Verbindung zu bringen, so könntet ihr im aufgeklärten Sinne z.B. einfach "ökologische Lebensweise" sagen). Auch wenn einzelne Sophisten sich gegen überkommene Kultpraktiken oder Kultbilder aussprachen, ohne sich dabei dem christlichen Kult zu öffnen, so waren uns deren Vernunft klar. Wie beschrieben, war uns bewusst, wie nun in Vernunft beschriebene Urbilder und bewährte Kultpraktiken die Voraussetzung für das Funktionieren menschlicher Kultur waren.

Ohne den römischen Kult wäre unsere Kultur, das multikulturelles Reich und die damit verbundenen Errungenschaften nicht denkbar gewesen. Die Verfolgung der Christen durch meine Vorgänger wie Diokletian begründete sich daher in der christlichen Verweigerung gegenüber den ganz selbstverständlich als staatstragend gesehenen Kultpraktiken. Doch auch wenn ich die Götter im Kult wieder gelten ließ und dafür warb, weil ich den christlichen Kult als noch untauglich sah, das römische Volk zu einen. Mir wäre die Verfolgung meiner christlichen Mitdenker nie in den Sinn gekommen. Denn dort ging es nicht um einen jungen Mann, sondern nur eine neue, in meinen Augen noch unreife Ausdrucksform von Vernunft.

Wie ihr wisst, habe ich nicht nur an allen Grenzen unzählige Kriege geführt, um das römische Reich zu wahren, Friede und Gemeinwohl zu fördern. Für mich war es selbstverständlich, dass dies auch auf theologischem Gebiet bzw. in Sachen Kult die Voraussetzung für Zukunft ist. Nicht weil ich religiöser Fanatiker war, habe ich theologische Diskussionen geführt und mir über den tauglichen Kult Gedanken gemacht. Für mich, dem mehr wie euren Politiker entsprechende Gesetze möglich waren und der vieles hätte per Diktat verordnen können, war es selbstverständlich: Menschen sind keine Maschinen, die man per politischem Knopfdruck steuern kann. Der Kult war die Voraussetzung für gemeinsame Vernunft bzw. eine entsprechende Lebensweise.  Wenn es daher bei euch kaum mehr klappt, allein humanitäre und ökologische Predigten nicht taugen und so die Probleme eure multikulturellen, aber immer weiter zusammengewachsenen Welt nicht zu lösen sind, dann solltet ihr euch langsam mal Gedanken machen. Euch nur auf die Errungenschaften der griechischen wissenschaftlichen Vernunft zu berufen, das ist zu wenig. Der Kult war Teil unserer Wissenschaft, Umsetzung von Vernunft im Wandel der Zeit. Mit der größeren Kinderzahl bei kulturell zurückgebliebenen religiösen Sekten, die eure jungen Religionswissenschaftler als Nachweis für die evolutionäre Tauglichkeit des christlichen Kultes nachweisen wollen, hatten wir nichts am Hut. Dazu hätten wir eh keine Religion gebraucht. Auch die „Aufpasserfunktion“ eines angenommenen Gottesbildes, wie es von euren Philosophen bei theologischen Meisterkursen an kath. Hochschulen in München und Berlin diskutiert wird, war nicht unsere Sache. Selbst ohne die Theurgie, die Umsetzung in Kultpraxis, wie sie noch von den letzten führenden Philosophen Athens vertreten wurde, war für uns das an vormalige Kultvorstellungen anknüpfende geistige Konzept der Kreativität des Ganzen die Voraussetzung einer menschlichen Kultur.

8. Ein junger Mann kann unmöglich das theologische Thema antiker Denker gewesen sein 

Doch was euren daraus entstandenen christlichen Glauben betrifft, der hier das primäre Thema ist. Da sollte euch mehr als klar sein. Allen Denkern, die solche Überlegungen anstellten, die den Kult aus Vernunft praktizierten und über deren zeitgerechte Ausdrucksweise diskutierten, kann es unmöglich um den Glauben an einen Guru gegangen sein kann, zu dem sie ein Sektenverfolger nach seinem Geisteswandel im Schnellreiseschritt rund um das Mittelmeer überredete.  

Und nebenbei: Wenn euch die ganzen Städtenamen unserer geistigen Stationen und Streitparteien, wie Ephesus und Korinth bekannt vorkommen, dann scheint selbst die Apostelgeschichte keine freie Erfindung zu sein. Ich will hier keine Exegese betreiben, sondern überlasse es eurer Phantasie, ob z.B. die Multikulti-Stadt Tarsos zwischen Ost und West, die von alters her für religiöse Synthese steht und wo ich angeblich begraben wurde, etwas mit der Geburtsstätte des neuen monotheistischen Paradigmas zu tun hat.

Euch Galliern habe ich Steuererhöhungen verhindert, ist unter Wiki zu lesen. Unter den Germanen hätte ich mir mit meinen militärischen Taten einen guten Namen gemacht. Auch wie ich nach germanischer Tradition durch Schilderhebung zum Kaiser proklamiert wurde, der den Traum des Genius vom friedlichen römischen Staat hatte und das Gemeinwohl eines über das heutige Europa weit hinausgehenden Staates meine Maxime war. Betrachtet all meine Berater oder mein politisches Bestreben, bei dem ich einerseits mit unzähligen kriegerischen Heerscharen, andererseits mit Bildungspolitik und Kulteinheit eine friedliche Kultur erreichen wollte. Führt euch möglichst detailgenau mein ganzen Leben, auch meine Politik und kriegerisch sehr erfolgreiche Taktiken vor Augen. Dann muss euch doch klar werden, wie absurd die Banalitäten sind, die ihr mir und meinem christlichen Mitdenken unterstellt.

So wenig ihr eure aktuellen Probleme in einer zusammenwachsenden multikulturelleren Welt in Völkerwanderung allein mit philosophisch-politischen Predigten oder mit alten Göttern machen könnt, war das bei uns zu machen. Das ersehnte „goldene Zeitalter“, das der gallische Senator bei meiner Antrittsrede darstellte und die von mir gutgläubig angestrebte römische Civilitas (Bürgerrecht, Höflichkeit), war bereits mit meinem Vorbild und Friedenskaiser Augustus im alten Kult nicht mehr machbar gewesen.  Was nicht allein seine Nachfolger wie Nero zeigten. Auch wenn ich, ob aus altersbedingter Traditionstreue oder weil der christliche Kult noch völlig zerrissen und kaum auf einen Nenner zu bringen war, wieder in Zweifel kam. Die Zeit war reif, die Vernunft/den Logos selbst zum Mittler, zum Maßstab der Moral und zum Kult werden zu lassen.

So wie bei euch, war auch bei uns durch die Auflärung die Zeit von Opferkult und mysteriösen Spektakeln um. Aber selbst, wenn ich noch sehr an den alten Riten hing, mit meiner Religiosität den Eindruck erweckte, an Wunder zu glauben. Was mir der sonst mich sehr verehrende traditionstreue griechische Geschichtsschreiber Marcellinus Ammianus als Aberglaube vorwarf.  Ihr zeigt in der Schilderung meiner Person selbst, wie mir als wissenschaftlich gebildeter Philosoph die Funktion der Kultpraktiken ebenso bewusst war, wie die der Göttergestalten.  Wie ihr mir und meiner Zeit daher die an euren Hochschulen gängige Hypothese vom verherrlichten oder als Vernunft/Logos gesehen Heilspredigers unterstellt, ist für mich nicht zu fassen. Und wenn diese Hypothese selbst bei den Theologen bleibt, die nachweisen, dass keine anschließende Hellenisierung des Christus war oder die sich auf Philo und Johannes berufen, dann ist das noch unfassbarer.

Selbst wenn ihre schreibt, wie der stadtrömische Rhetor Marius Vitorinus, der als Philosoph den Göttern nicht mehr dienen wollte und wie mein Athener Lehrer Prohairesios, zum Christentum übergetreten waren,  ihre Ämter niederlegten,  als ich den Christen Homer verweigerte. Dann könnt ihr doch nicht weiter am alten Klischee vom jungen Heilsprediger hängen, den ich und meine Lehrer verherrlicht hätten.

Wer von euch die Entstehung des Neuen Testamentes aus dem Text eines das Alte Testament ablehnenden Gnostikers wie Markion betrachtet. Und wem schon die alten Holländer klar gemacht hatten, dass es nicht um eine griechischen Einfärbung des Christentums ging, sondern am Anfang der inzwischen von uns Griechen definierte Logos als das bei den Juden geltende Wort stand. Wie kann der dann den ganzen auch unter meinem Namen aufaddierten urchristlichen Bewegungen allesamt unterstellen zu wollen, sie wären von einem Wendpharisäer & Co. zum Glauben einen göttlichen Guru überredet worden? Allein die Betrachtung der Doketisten, Donatisten, Novitianern, Manichäern und den unzähligen sonstigen Bewegungen im Licht unserer Zeit müsste euch doch Klarheit verschaffen. Die Heilsprediger-Hypothese ist gerade auch im Hinblick auf die Nizäner ein unhaltbarer Kurz-schlusss.

9. Vernunft und Verstand statt religiöse Überredung

Auch dass ich alle in die Verbannung geschickten christlichen Denker zurückrief, lässt darauf schließen, dass mich möglicherweise der unselige Streit unter den christologischen Lehren, mit denen so kein Staat zu machen war, wieder zu den altgedienten Göttern greifen ließ. Und schließlich verfolgte ich auf dem Weg der Toleranz nicht nur die Erneuerung der alten Kulte, sondern die Einheit der Zersplitterten Kirche. So ließ ich zahlreiche Bischöfe aus dem Exil zurückkehren, ohne sie auf die inzwischen besetzten Stellen zu setzen. Ihr wisst, wie meine gesamte Existenz und Denkweise nicht aus Überredung oder Gewalt entstanden, sondern ich aufforderte, auch die Christen durch Logik bzw. Argumente zu überzeugen. Allein das sollte euch sagen, welche Bedeutung der Logos für uns hatte. Wie von ihm - und nicht von alten Lehren oder gar einem Heilsprediger - auch die in Stoa und dann christlich definierte Verhaltensethik ausging.

Und wenn eure Geschichtswissenschaftler wie Alexander Demand schreiben, dass es zwischen Religion und Philosophie nicht nur für mich, sondern für die Christen meiner Zeit keine Unterschiede gab, dort gleichfalls Kosmologie und Ethik, Mythen und Rituale, logische Argumente und mythische Versenkung zusammengehörten, dann müsste euch das allein zu denken geben.    

Bei keiner der Streitparteien, die sich gegenseitig der Häresie beschuldigten und teils bitter und blutig bekämpften, ist der junge Mann machbar, dem ein Glaubenskonstrukt angehängt wurde, wie er bei euch selbst den größten Kritikern kirchlichen Glaubens gilt. Wenn ich die Christen Galiläer nannte, dann sah ich sie als Abtrünnige des traditionellen Judentums, das von mir noch höher angesehen war, als Homer.  Modernisten, die sich nicht mit den jüdischen Personifikationen des prophetischen Monotheismus wie Moses & Co. begnügten. Der aufgrund seines Alters für mich als Traditionalist richtiger war. Die in ihrem Bezug auf Galiläa einer neuen "jüdisch-griechischen" Kultur, wie sie nach dem Wandel vom Mythos zum Logos nicht nur rund um den See Genezareth ergab, gerecht werden wollten.

Naturwissenschaft habe ich weder als Christ, noch in meinen letzten Jahren abgelehnt. Wie alle Neuplatoniker suchte ich durch ein allegorisches Verständnis dem Wust der sakralen Überlieferung Einhalt zu gebieten. Auch die christlichen Mythen sahen wir damals als Symbole der Naturerkenntnis und des menschlichen Lebens. Wie Demeter das Getreide, so verkörperte Aphrodite die Liebe.

10. Die Sprache des Himmels hat heute wissenschaftliche Namen

Wenn ich beschrieb, wie ich mich als Knabe in Macellum auf einsamen Spaziergängen dem Erlebnis des nächtlichen Sternenhimmels hingegeben habe. Wie ich „ohne jedes Buch“ zum Verehrer der Sonne wurde, was auch meine Berufung zur Herrschaft des Volkes mit Erkenntnis und Licht war. Ähnlich wie später Franz von Assisi die Sonne als Geschöpf des Unsagbaren neben den Menschen und als dessen Abbild stellte. Und wie ich aus philosophischer Erkenntnis des Sonnenballes eine Trinität postuliert hätte, die unter den mythischen Namen wie Helios oder Mithras bekannt und mit der Idee des Höchsten aus Platon identisch war. Oder wie ich eine religiöse Heliozentrik vertrat, die auch der Mittlerfunktion Jesus im arianischen Christentum entsprach. Weil Helios im Weltgefüge die Mitte zugewiesen war und die Götter allesamt Emanationen der höchsten schöpferischen/kreativen Instanz des Weltganzen waren, dessen Kinder wir sind. Wie könnt ihr da an eurer dämlichen Hypothese vom jungen Heilsprediger mit Namen Jesus festhalten oder uns unterstellen, wir hätten dem nur einen philosophischen Heiligenschein als Christus verliehen?

Da ich neben Cicero oder Marc Aurel zu den Spätantiken Persönlichkeiten gehöre, die ihr so gut kennt, solltet ihr daraus die Konsequenzen ziehen. Und wer mich unter den Staatsmännern der Spätantike als die ansprechendste Gestalt lobt, die gegen Absolutismus und Bürokratie eingetreten ist. Die gegen Germanen und Perser, gegen Kynismus und christliche Zersplitterung die älteste Überlieferung antiker Religion nach griechischer Lehre wieder einsetzte. Die eine philosophische, hinsichtlich der Physik, wie der Kultwirkung in Vernunft begründete Sonnenreligion wieder als großes Vorbild für Lebensführung und Liebe sah. Dann kann ich damit nicht einen weiter geduldeten Glauben an klein Jesus bzw. einen Rebellen aus Galiläa aufgegeben haben. Meinem christlichen Dasein, wie unserer gesamten unsäglichen Kulturdiskussion um das Wesen des Logos als wahrhaft menschliche und doch kreativ/schöpferisch einen jungen Mann oder Christus-Mythos unterstellen zu wollen, das ist Schwachsinn.

Wie ihr wisst, baute ich karikative Konkurrenzmodelle zum Christentum auf, um in gleicher Weise wie die Anhänger der christlichen Ausdrucksform von Vernunft/des Logos, zu einem liebevollen konstruktiven Miteinander zu gelangen. Aber selbst das war mit den alten Göttern, denen ich wieder zur Geltung verhelfen wollte, nicht mehr zu machen. Apoll, Zeus und Athene oder andere Göttergestalten, auch wenn sie älter waren, mussten im evolutionären Wandel in einer neuen Ausdrucksform aufgehen, der dann logischerweise ein Bart wachsen musste. Nicht nur, weil sie die Wahrheit der Götter jetzt verkörperte, sondern Ausdruck von höchster Philosophie war. Und bekanntlich steht dafür der Bart, den ich mir ursprünglich als sichtbares Zeichen meiner Abtrünnigkeit hab wachsen lassen.

Inzwischen sehe ich ein. Allein mit traditioneller Gesinnung und der Verweigerung von Wandel (eure Pfarrer sprechen von Buße) und Neuerung, war keine Zukunft zu machen. Aber was sagte ich da, das habt ihr längst in der Evolution nachgeblättert. Auch wenn der mir den von Christen vorgeworfene Orakelkult und dass ich aus den Eingeweiden von Menschenopfer die Zukunft las, ebenso unberechtigt ist, wie Marcellinus übertriebene Aberglauben-Kritik.  Ich war ein Anhänger der traditionellen Vernunft, der diese bereits bei den alten Hebräern am Werk sah. Der Abraham lobte und den Tempel in Jerusalem wieder aufbauen wollte. Doch die Zeit der inzwischen taub gewordenen jüdischen Gesetzlichkeit und Ritusversessenheit war ebenso um, wie die der griechischen Mytengötter.

Umso absurder ist es, bei all eurem Wissen, unserem Christ sein, weiter einen wundertätigen Wanderprediger unterstellen zu wollen, der dann gar als Vernunft in Person ausgegeben wurde. Auch den Christen Bildungsfeindlichkeit zu unterstellen, ist Bildungsverweigerung. Denn eure Bildung sagt euch nicht nur, welche Bedeutungsinhalte dem christlichen Kult zugrunde liegen, sondern wie z.B. meine „christlichen“ Vorgänger den Grundstock für die von mir ausgebaute Bibliothek in Konstantinopel legten.

Ihr könnt euch eure Kulturgeschichte so wenig aussuchen, wie die Abstammung von Affen vor weltgeschichtlich wenigen Jahren.  Doch wenn ich mit meinem traditionellen Götterkult gesiegt hätte, wäre euch manches erspart geblieben. Die unzähligen Bäume, die für die massenweisen Bücher sterben mussten, die einen göttlichen Guru beschreiben oder inzwischen angeblich aufgeklärt die bei uns diskutierte Christologie kritisieren, könnten alle noch leben. Doch ohne diese Bücher und auch das Wissen über das Denken unserer Zeit, würde sich die kulturelle Welt kaum weiterdrehen. 

Meine Satire Misopogon (Barthasser) könnt ihr zu neuem Leben erwecken. Hängt euren Hass auf die philosophische Bildung und die Götterbilder ans Kreuz des bärtigen Zimmermannes. Begreift, dass der als Galiläer Jesus Geschichte gewordene Grund des westlichen Gauben lebt ,in eurer Bildung nur andere Begriffe hat.

Die Welt dreht sich, wie ihr inzwischen besser wisst, immer weiter. Der Sieg des Christentums, das keinen Guru aus Galiläa zum Grund hatte, ist daher nicht allein meinem überstürzten Persienfeldzug zu verdanken. Doch wenn eure Geschichtsforscher rätseln, warum ich 363, nur zwei Jahr nach meiner  offiziellen Rückwendung zu den Göttern, so unvorbereitet mit meinem Heer ins Messer der Orientalen gelaufen bin, dann sollten sie auch hier nach meiner Gesinnung fragen.  Auch wenn dort nun wieder ein weit schlimmer Aberglaube an die Götter und Lehren der Tradition herrscht, wie im Westen. Zu meiner Zeit hatte sich in orientalischer Bildung und Aufklärung ein modernistischer Kult entwickelt bzw. von den westlichen Vernunft-Lehren abgespalten, der dann in den Koran mündete, sich später auf einen Mohammed als letzten Propheten berief.

Doch dass sich mit Kriegsgewalt weder der kulturelle Wandel aufhalten lässt, noch eine Aufklärung, wisst ihr inzwischen besser. Die Aufklärung ist es, die dann zu einem universalen Verständnis führt, Friede zwischen den Kulturen bringt. Auch wenn ich als romantischer Anachronist oder Abtrünniger (Julian Apostata) gelte.  Das Wissen um meine Person macht klar, dass es weder bei den Kirchenvätern bzw. im Kanon, noch im Koran um die Banalitäten ging, die nach euren heutigen Hypothesen gelten.

11. Neuplatonismus (Grundlage unserer Theologie)

Ich will hier nichts gegen die Definitionen sagen, die in den Geschichtsbüchern oder unter Wiki zu finden sind. Und dass hier eine das Denken unserer Zeit dominierende Weltauffassung war, ist dort zu lesen. Doch auch wenn wir uns auf Platon beriefen, so war es im Grunde nicht ein einzelner Lehrer, sondern die Vernunftlehre, worauf wir bauten. Nicht was ein egal woher stammender Lehrer sagte, war von Bedeutung, sondern was der Lehre Platons bzw. der Vernunft entsprach, die bereits in Sokrates ausdiskutiert wurde. Und diese Vernunft war auch das Thema unserer Theologie. Das war, wie ihr wisst, für uns beileibe kein Werkzeug zum reinen Wissenserwerb.

Und Vorsicht: Die Abgrenzung in „Neuplatonismus“ ist selbstverständlich eine neuzeitliche Erfindung. Für uns war dies die Fortsetzung der Logoslehren, nach denen bereits Herakles oder Tales von Milet begannen alles Werden und die Welt in Vernunft zu erklären und wonach dann die Stoiker ihre Verhaltenslehren/-Weisheiten entwickelten. Selbst wenn dieser Begriff in der Definition von Neuplatonismus kaum vorkommt. Es ging uns um den Logos, den auch Marc Aurel und andere mir wichtige Vordenker lebendig werden lassen wollte.

Und auch ohne meine Begründungen ist euch doch klar, dass sich die Väter der Kirche allesamt auf genau diesen Logos beriefen, die menschlich ausdiskutierte Vernunft allen Werdens sowie ihre menschliche Umsetzung (kein junger Mann) nicht nur unser theologisches, sondern auch das christologische Thema war. Die Kirchenväter waren in der gleichen Logik ausgebildet, wie die anderen Denker, die als Neuplatonisten aufaddiert werden. Wenn hier auch kritische Töne laut wurden, dann galten die einerseits der Verweigerung des Kultes durch sophistische Philosophen. Was ja auch das Lager der Denker spaltete, die der griechischen Tradition treu bleiben wollten.  Aber logisch war die Kritik insbesondere gegenüber deren Traditionshörigkeit. So wollten die meisten Philosophen/Alt-Theologen trotz Aufklärung weiter den gestrigen Göttern huldigen. Da man die Kirchenväter oder christliche Kaiser wie mich fälschlicherweise weitgehend aus dem mit Neuplatonismus umschriebenen Weltbild ausblendet und damit nur die philosophische Götterlehre bedenkt, der ich wieder zur Geltung verhelfen wollte, wird irreführend ein Gegensatz zwischen Philosophie und Theologie, zwischen Denken und christlicher Religion aufgebaut.

Den Neuplatonismus als heidnische, rein wissenschaftliche Lehre anzusehen, greift viel, viel zu kurz. Selbst Plotin, der als ein bedeutender Lehrer unseres Weltbildes gilt und vielen Kultpraktiken mehr als skeptisch gegenüber stand, muss – wie ja auch anfänglich Platon - als Theologe gesehen werden. Nicht allein weil er von einer Weltseele ausging oder einem höchsten Einen. Lasst euch von unseren wissenschaftlich-metaphysischen Weltbeschreibungen nicht täuschen. Auch wenn wir die Sinneswelt als ein Abbild der geistigen Welt bezeichneten, von Urbildern und Ideen sprachen. Das war pure Theologie. Auch oder gerade weil es nicht die von euch praktizierte Schriftlehre war. Es ging um ein schöpferisches-kreative Vernunftgefüge, das für die Menschen maßgebend sein sollte. In der Kausalitätshierarchie war das „Eine“ das Höchste und Grund aller Existenz, die bei euch meist Gott heißt, bei den Hebräern als Unsagbar galt. Dass einige Denker ähnlich wie die Christen die alten Kultpraktiken ablehnte, aber dachten allein durch Bildung und Lehren die Menschen zur kreativen Vernunft zu bringen, schließt die theologische Grundlage z.B. bei Plotin keineswegs aus, sondern bestätigt sie vielmehr.

Aber dass es auch den Kult hoch schätzende Neuplatonisten, wie den aus Syrien (nebenbei: hier wird auch die Herkunft vieler Texte des Neuen Testamentes vermutet) stammenden Iamblichos gab, ist bekannt. Und dessen Schüler, die dann wie er die  Notwendigkeit der Kultpraktiken in Vernunft erklärten und praktizierten, dabei an den Traditionen festhielten, ist bekannt. Ebenso, dass sich die von Philo von Alexandrien bekannte Christologie, aus deren Diskussion um das Wesen des Logos die dann trinitarische Kirche hervorging, eine jüdisch-neuplatonistische Richtung war. Eigentlich wäre damit ja schon alles gesagt. (Theologen, die in der „Zeitschrift für Neues Testament“ die von Alexandrien ausgehende Christologie als Ursprung der Kirche beschreiben, dann eine Seite weiter über die Herkunft eines Heilspredigers nachdenken, denen haben die biblischen Bilder den Verstand geraubt.)

12. Theurgie (das Kultwerkzeug der Theologie)

Lasst euch nicht irreführen, weil im Stil alter Literatur davon zu lesen ist, wie die Kultpraktiken und Riten mit dem „göttlichen Wesen in Verbindung bringen“ sollten. Da hat keiner die Stimme dessen, was wir philosophisch als höchste eine Wesenheit sahen, im Ohr gehört. Es ging um das Zusammenwirken von Menschen und einer schöpferischen/kreativen Wirklichkeit: Es ging darum, sich geistig fit zu machen, die eigene und kollektive Psyche für ein Leben in höchster, Zukunft schaffender kreativer Vernunft zu polen. Die Denker führten dabei eine Diskussion, wie sie auch heute bei euch höchst lebendig ist. So wie eure Intelektuellen ständig in Facebook über alle möglichen Weltprobleme jammern, predigen sich selbst zu ändern und über die gestrigen Riten nur lächeln, weil Unvernunft nicht dazu taugt, Menschen zur Vernunft zu bringen, könnte ihr euch ähnlich das bei uns vorstellen. Opferkult, Orakel und die Mysterien waren nach dem Wandel  vom Mythos zum Logos nicht nur in den Augen der Christen dazu untauglich geworden, bessere Menschen zu machen.

Nicht nur, weil die Neuplatonisten genannten Vernunft-Denker die Theurgie entwickelten, kann man nicht von einem Gegensatz von Denken und Theurgie sprechen. Auch wenn Platon und Homer, Philosophie und Kultwerkzeuge zwei Stiefel waren, so war nur ein Körper, der so zum Fortschritt gebracht werden sollte. Was ihr als Theurgie bezeichnet, war für uns die kultische Umsetzung von Vernunft. Es ging dabei um eine die kollektive menschliche Psyche (Seele) ansprechende Verwirklichung der Vernunfttheologie. In diesem Sinne sah ich auch die jüdischen Erzväter Abraham, Isaak, Jakob oder Salomo als Teurgen bzw. der jüdischen Kultur gerechte Ausdrucksweisen. Denn so wenig ich Homer wörtlich nahm, kann mir einfach unterstellt werden, wie ihr das Alte Testament meist wörtlich zu nehmen. Um dann beim archäologischen Verlust von Salomo dumm auszusehen.

Auch wenn wir noch keine Bücher über die Bedeutung der Psyche, der Emotionen, der Kindheitserinnerungen für den weiteren Lebensweg und ähnliche Seelenmechanik schrieben, so war mir bewusst, dass allein mit philosophischen Verhaltenslehren und politischen Gesetzen nichts zu machen war.  Aber euch, die ihr täglich nicht wirklich das tut, was vernünftig für euren Köper oder die Gesamtheit der Kultur wäre, sondern euer gesamtes Leben durch Vorstellungen lenken lasst, die zum Großteil von Marketingtechnik zur gegenseitigen Manipulation vorgegeben wird, müsste das längst klar sein. Doch wenn inzwischen auch eure gesamte Kultur, unser ursprüngliches Kultwerkzeug, zur „Unterhaltungs“industrie meist verdummender Manipulation geworden ist, kann von weder von euren bekannten Idolen und Sternchen nicht das ausgehen, was wir als Theurgie bezeichneten. Und was für uns das notwendige Werkzeug zur Weltvernunft war.

Wie die gemeinsame Kult(ur) Menschen weit mehr bewegt, als alle kluge Rede, wird euch nicht nur täglich in den Nachrichten vor Augen geführt. Es ist beim Blättern in den Geschichtsbüchern über die Weltkulturen nachzulesen und wird inzwischen gar von atheistischen Evolutionsbiologen (Thomas Junker „Die Evolution der Phantasie“ oder „Der Darwin Code“) beschrieben. Und so wie  dieser Denker dann den zur Unvernunft gewordenen Kultpraktiken verständlicherweise nichts abgewinnen kann, vorschlägt ein gutes Buch zu lesen oder ins Museum zu gehen, statt wie ich es wollte, die kult(ur)bedeutenden alten Bilder zu betrachten, war auch in unserem Kulturwandel eine Diskussion.

Wir betrieben weder die erst seit Freud geltende Psychologie, noch Hirnforschung. Auch führten wir keine Debatten über die Willensfreiheit bzw. wie determiniert, d.h. vorbestimmt doch alles ist. Wonach bei euch Wissenschaftler gar zweifeln, ob es Recht ist, einen Mörder zu verurteilen, weil auch diese Tat eine Vorgeschichte hat, die nur ihren determinierten Verlauf nimmt. Doch wenn bei euch ein vielzitierter Wissenschaftler wie Wolf Singer von Verschaltungen spricht, die alles festlegen und dem Menschen keine Freiheit geben. Dann war uns das in ähnlicher Weise bewusst. Und währen kirchenkritische Aufklärer noch zynisch fragen, was die Seele wiegen würde, wird von den Psychologen und Hirnforschern der Begriff wieder genau für das gebraucht, was wir mit unserer Seelen-Therapie (auch Theurgie) ins Reine bringen wollte. Wir hatten keine Psychoanalytiker und betrieben keine Psychosomatik in eurem Sinne. Doch wenn eure modernen Gehirnwissenschaftler wie der umstrittene Singer schreiben, wie die Gehirne Vorwissen nutzen, um so auf notwendige Weise Sinnessignale zu interpretieren und in einen größeren Zusammenhang einzuordnen. Wie alle als objektiv empfundenen Wahrnehmungen und dann auch die Handlungen das Ergebnis solcher konstruktiven Vorgänge sind. Oder wie wir nur erkennen können, was wir beobachten, denkend ordnen und uns vorstellen können. Was für unser kognitives System unfassbar ist, dann für uns nicht existiert, vom Gehirn ausgegrenzt wird. Dann ist all dies der geistige Hintergrund dessen, warum wir nicht nur Philosophie/Theologie betrieben, sondern auch Theurgie bzw. Kult zur menschlichen Kultur gehören musste.

Wenn im Ausleseprozess evolutionärer Entwicklung durch ständige Veränderung und Anpassung aus Affen Menschen geworden sind, die einen bewussten Kult betreiben und dabei Kultwerkzeuge nutzen, wozu auch die Sprache und die vernünftige Ausformulierung der Laute in Worte gehörte, dann haben die für diese Vernunft-Entwicklung zum Homo Sapiens den Ausschlag gegeben. Bitte habt Verständnis, dass dies in der Kultsprache ganz anders umschrieben wird und klingt.

Allein evolutionswissenschaftlich zu erklären, dass die Genweitergabe der biologische Sinn und Zweck ist, es im kulturellen Weiterdenken in unserer Kultur daher um die Mehrung des Gutes der Gemeinschaft gehen müsste, das ist zu wenig. Das führt so wenig zur Handlung, wie viele humanistische und politische Predigten oder ökologische Einsichten. Menschen sind von Natur aus Kultur(ur)wesen.

Richtig ist sicher, dass dabei nicht nur sinnvolles, sondern auch viel Unsinn betrieben und bewirkt werden kann. Genau das war das Thema, warum nicht nur die Christen die alten Kultpraktiken und Mythen ablehnten. Die Christen setzen nicht auf mysterische Kultpraktiken, sondern monotheistische Lehren. Und wie die heute das Leben bestimmen, wird euch doch täglich vor Augen geführt. Menschliche Vorstellungen und Weltbilder entscheiden nicht nur darüber, ob jungen Menschen im Nahen Osten (wo sich auch zu meiner Zeit die Religionsparteien die Köpfe einschlugen) sich gegenseitig ermorden. Auch euer Alltag wird völlig von den Weltbildern, den damit verbunden Wünschen und Vorstellungen bestimmt. In der monotheistischen Lehre, die jetzt im Logos/in Vernunft neu begründet wurde (wo das von Josua, lat. Jesus gebrachte hebräische Wort auferstanden: die Grundlage des Monotheismus im Logos erklärt, wie die alten Kulttexte allegorisch in Vernunft ausgelegt waren) sahen später Christen genannte Denker den Weg zur Vernunft.

 Während einzelne griechische Denker meinten, die rein philosophische Rhetorik/Predigt reiche aus, damit sich der Menschen im kreativen/schöpferischen Sinne verhält, setzten die Mehrzahl auf die alten Götter, die Mythengeschichten, Mysterien und sonstige Kultpraktiken. Wenn sich beim Einatmen von Sonnenlicht als sinnlichtes Zeichen/Gabe des höchsten Einen, die Theurgen mit der Schöpfung Eins sahen. Dann müsste das nicht nur euren Sonnenanbetern, sondern auch naturbegeisterten Menschen bekannt vorkommen. Wobei unsere kultische Betätigung, die die philosophische Lebensweise verwirklichen sollte, bekanntlich über die Sonnenanbetung bzw. -Einatmung hinausging, bei Hellenisten bis an Zauberei und Magie angrenzte. Und genau das war der Kritikpunkt der Christen. Die sich keineswegs wie Plotin den Kultpraktiken verweigern wollten. Hierbei nur neue Wege gingen. Weil sie die griechischen Kultpraktiken, die Opfer und Orakel wie bereits die Propheten als Vergötzung menschliche Wesen sahen. Wie unmöglich es ist, dass dann daher der christliche Kult auf einen Wanderguru und seine Lehren setzte oder so vorgegeben war, könnt ihr an den Fingern abzählen. Gleichwohl ihr dazu viele Hände braucht.

13. Denker von Vernunft in Kultur

Iamblichos von Chalkis

Dieser Denker vertrat, wie die meisten der spätantiken Neuplatoniker, die Theurgie als letzte Stufe der Weisheit, mächtiger als alle Wissenschaft (wie noch der letzte Scholarch der Athener Schule, Damaskios sagte). Iamblichos, dessen Schüler meine Lehrer waren, lehnte jedoch Magie oder Zauberei ab, da sie das schöpferische Verfehlen, Trugbilder erzeugen würde.

Der in Syrien, wo auch die meisten Texte des Neuen Testamentes entstanden, geborene Wissenschafter, war keineswegs nur ein Kultspezialist. Dass er eine aus zehn Büchern bestehende Gesamtdarstellung der pythagoreischen Lehre schrieb, ist ebenso bei euch zu lesen, wie seine Bücher über den Aufruf zur Philosophie oder die Wissenschaft der Mathematik. Denker wie ihn als gestrige Kult-Mysteriker abzutun, greift mit Sicherheit zu kurz. Vielmehr könnt ihr nachvollziehen, wie sich dieser antike Denker auch mit der Bedeutung der Kultvorstellungen im alten Ägypten wissenschaftlich beschäftigte.

Doch um euch in aufgeklärter Weise die Augen für die notwendigen Kult(ur)werk-zeuge eurer Väter zu öffnen, die nicht nur von Atheisten auf den Abfallhaufen geworfenen werden,  müsst ihr euch erst mal Klarheit verschaffen über den Grund eurer christlichen Kultur. Denn bei dem, was im Gegensatz zu uns, an Unvernunft in euren Kirchen abläuft, wundert weder der Abfall der Kultur in reine Unterhaltungs-Industrie, noch die Untauglichkeit, die Menschen in den Kirchen zur Vernunft zu bringen.

Wenn ich auf jemand wie Iamblichos hinweise, dessen wissenschaftliche Kult(ur)deutung es mir ermöglichte, mich auf der Suche nach einem staatstragenden Kult vom unheilvoll zerstrittenen Christentum wieder den alten Göttern zuzuwenden, dann solltet ihr euch vor Augen führen, wo die Wurzeln des christlichen Kultes gewachsen sind. Denn nur so ist mit dem Kult das zu machen, was die Evolutionswissenschaftler nicht nur als Voraussetzung für die Vergangenheit sehen, sondern die Zukunft. Und wenn ihr nachlest, wie auch hier sog. Christen und Platoniker völlig Hand in Hand gingen, dann wisst ihr, dass die Story vom jungen Galiläer ein jüdisches Märchen ist: eine Kult(ur)geschichte, die den Wandel schildert, der in unserer Zeit seinen Verlauf nahm.

Maximos von Ephesos

Wie ich den Philosophen und Seelenklemptner Maximos als bedeutendsten Mann einschätze, der mir begegnete, habe ich bereits geschrieben. Auch wie dieser Kult-Meister sich in seiner neuplatonistischen Richtung den mysterischen Praktiken offen zeigte, Orakeldeutung praktizierte, gar der Magie beschuldigt wurde und in der Gestalt des „Magier Magnus“ auftauchte, muss gesagt werden. Gleichwohl ich diesen Denker für nicht nur wegen seiner philosophischen Bildung schätze, sondern mehr noch seinen Methoden in Sachen Kult.  Ephesos, das ihr auch aus der buchstäblichen Bibelstunde für eine Stadt haltet, in der ein Wendepharisäer die Menschen zum Glauben an einen jungen Mann als Gott überredet hätte, an die er anschließend theologische Briefchen schrieb, war die Heimat meines wichtigsten Lehrers Maximos. Und in Korinth wurde er philosophisch ausgebildet, hat meinen Vater kennengelernt. (Einschub: All diese Betrachtung des dort damals herrschenden Denkens, das nicht einfach Götterglaube, sondern theologische Philosophie in Götterform und Kultpraxis war, müsste euch doch deutlich machen, wie unhaltbar die Vorstellung ist, dass es bei den Paulusbriefen um Schreiben an Gemeinden ging, die zum Glaube an einen jungen Gott überredet wurden. Und die nun von dessen Bedeutung oder gar schöpferischer Funktion überzeugt werden sollten.)

Wie viele Philosophen war der Gelehrte aus Ephesus ein Anhänger der herkömmlichen Religion und daher Gegner des Christentums. Sein Hauptanliegen war die Abkehr von untauglichen/-vernünftigen Kultpraktiken. Eine Auseinandersetzung, bei der sicher Korinth keine unbedeutende Rolle spielte. So ist zu lesen, dass auch Christen, die als spätere Bischöfe bekannt sind, die Schulen von Kultwissenschaftlern wie Maximos besuchten. Und wie bereits gesagt, hat er mir durch seine philosophische Deutung der altbekannten Kultpraktiken die Abkehr von einem Christentum ermöglicht. Weil mit dessen Zerrissenheit m.E. kein Staat zu machen war. Dass die bei ihm in Sachen  Kultbilder- und -praktiken ausgebildeten christlichen Lehrer, die die alten Mysterien und menschlichen Götterbilder ablehnten, jedoch ihr Herz nicht an einen Heilsprediger gehängt haben können, muss ich euch sicher nicht ständig sagen. Allein wenn ihr lest, wie ich Maximos und meinen Studienkollegen Priskos, der mich noch als Christ und Philosoph am Hunnenhof und in Ägypten bei der theologischen bzw. christologischen Argumentation unterstützte, gemeinsam zu mir holte, sollte euch klar sein: Die bisherigen banalen Vorstellungen über die christlichen Anfänge, sind Abfall.

Prsiskos, Saturinius Salutius, Marius Victorinu 

Die in guten Geschichtsbüchern zu findende Liste meiner Berater, Studienkollegen, Lehrer und Freunde ließe sich fortsetzen. Am besten ihr blättert selbst nach, um euch ein Bild unserer Zeit und der Absurdität der uns unterstellten Idee vom göttlichen jungen Mann als Logos zu machen.

Wir waren eine internationale Gesellschaft, bei der verschieden Denkweisen in neuer Weise zusammenflossen. Salutius, der zu meinem Nachfolger im Amt werden sollte und aus Altergründen ablehnte, stammte z.B. aus Gallien. Doch wenn ihr schreibt, wie das alles hochgebildete Männer waren, die mit mir in meiner Zeit als christlicher Weltherrscher, damit Oberpriester und theologischer Debattenführer, beistanden, dann macht ihr damit bereits klar: Die christlichen Anfänge waren ganz anderes, als bisher angenommen. Keine unserer Debatten, die zur theologischen Einheit eines universal geltenden, damit staatstragenden Kultes werden sollte, hatten etwas mit einem herrlichen jungen Mann zu tun, an den sich dann gar die Naturverehrer aus Germanien klammerten.

Wie stellt ihr euch einen christlichen Gelehrten, wie meinen Freund Marius Victorinus, der als ausgebildeter griechischer Rhetor dem Christentum anfänglich skeptisch gegenüberstand, eigentlich vor?  Ist dem „fähigsten Rhetor“ seiner Zeit, der von Afrika nach Rom übersiedelte, Senatoren unterrichtet und dem eine Statute im Trajanforum errichtet wurde, irgendwo ein Schnellsegler über den Weg gelaufen, der sich nach einer Halluzination Paulus nannt. Und hat ihm von einem nach seiner Hinrichtung wegen Volksverhetzung wieder vom Tod auferstanden jungen Mann als Messias erzählt oder ein fiktives Glaubenskonstrukt ins Gehirn geblasen? Wenn Marius im Studium des Logos-Evangelisten Johannes den Eindruck gewann, dass der christliche Kult nicht nur vereinbar mit der von ihm bisher vertretenen Vernunft-Philosophie war, sondern er sich taufen ließ, dann hat er als späterer Christengelehrte mit Sicherheit nicht klein Jesus unterrichtet, wie ihn eure Gelehrten im Kurz-schluss verkünden.

So wenig wie ihm ging es auch den aus dem gleichen Denklager kommenden sog. Kichenvätern nicht um einen jungen Mann als kreatives Wesen und gleichzeitig Mensch bzw. Konstrukt menschlicher Kultur. Auch wenn sich die spätere Kirche dann aufgrund meiner letzten Jahre polemisch-negativ über mich äußerte. Die Kirchenväter sind nicht nur als Studienkollegen zu sehen, sondern in die Liste meiner geistigen Begleiter aufzunehmen, die Hand in Hand mit den hellenistischen Theologen und Kultpraktikern arbeiteten.  

Allein die Betrachtung eines Mannes wie Marius Victorinus, der statt arianisch zu denken, das Nizänum verteidigte, gleichzeitig noch Homer oder  Heodot in seiner christlichen Ausbildung zu bedenken gab, müsste doch auch euch zu denken geben. Wie könnt ihr um einen solchen urchristlichen Gelehrten wissen, der dann sein Amt niederlegte, als ich den christlichen Wissenschaftlern gebot, sich nur mit ihrer Alttestamentlichen Tradition zu beschäftigen, nicht weiter Homer auszulegen, dann einen jungen Heilsprediger oder ein Hirngespinst unterstellen wollen?

Prohairesis (Wahl, Entscheidung), was nicht nur mit Aristoteles Ethik zu tun hat, galt für uns. Entscheidung galt es auch in Sachen Kult zu treffen, nicht nur im täglichen Handeln. Es war unser Streben nach wahrer Vernunft und darin Antwort auf das erscheinende Gute, das uns antrieb.

Gregor von Nazianz, Basilius der Große

Erspart mir, hier jetzt alles über die Väter der Kirche aufzuaddieren. Die mit mir studierten und der neuen jüdisch-griechische Kultform des Logos/der Vernunftlehre,  in der wir gemeinsam ausgebildet waren und über ihr Wesen viele Jahre diskutierten, treu blieben. Währen ich in den letzten Jahren meines Lebens wieder rückfällig wurde, mich möglicherweise aus Traditionstreue oder weil der Logos-Christuskult weiter heillos zerstritten und so in meinen Augen nicht als Staatskult zu gebrauchen war, wieder den altgedienten Göttern zuwendete.  Auch wenn ich als Abtrünniger in die Geschichte einging und die heute als Kirchenväter geltenden Gelehrten in ihrer Nachbetrachtung daher mit mir nicht freundlich umgingen. Bis zwei Jahre vor meinem Tod war ich nicht wie sie Anhänger der Vernunft, was ich ja weiter bliebt, sondern auch auf ihrer Kultlinie. Wie an Beispielen deutlich gemacht, waren wir auch später keine Gegner, sondern nur in Sachen Kult unterschiedlicher Ansicht. Auch wenn in meiner Biografie von diesen Wissenschaftlern nur erwähnt wird, dass sie mit mir studierten. Bereits unter Wiki wir geschildert, wie die Denker, die mit mir Platon und Homer studierten,  später zu den großen Kirchenvätern gezählt wurden und zu den wenigen gehören, die den Titel Theologe erhielten, weil sie die Lehre der Trinität entscheidend prägten, den kaiserlichen Konzilen vorstanden oder am Hof mit der kaiserlich Familie über die christliche Lehre diskutierten. Umso mehr, als meine Familie zwar arianisch geprägt, jedoch in den verschiedenen christologischen Auffassungen theologisch sehr zerstritten war.

Und nebenbei: Wenn wir gemeinsam in der Vernunftlehre bzw. im Platonismus ausgebildet wurden und gemeinsam Christen waren, in welchem Kindergottesdienst bzw. welcher Sonntagsschule soll uns das Christentum beigebracht worden sein, das dann theologisch diskutiert wurde?  Auch wenn der Vater von Gregor von Nazianz (mit gleichem Namen), konvertierter Jude war, der angeblich durch seine Frau christlich wurde. (Was für sich genommen schon ein Grund zu Nach-/Neudenken wäre.) Ihr könnt nicht ernsthaft davon ausgehen, wir wie ihr einfach von Geburt aus „Christen“ waren, ohne weiter darüber nachzudenken. Meine Rückfälligkeit ist bestes Beispiel. Und letztlich haben wir uns ja inhaltlich mit der neuen Lehre tiefgreifend beschäftigt, nicht nur blind geglaubt. Und dass da kein Prediger vorbeikam, der die späteren Kirchenväter oder mich im Stile eurer Afrikamissionare oder amerikanischer Evangelisten vom Neuplatonismus bzw. einer Logoslehre zu einem jungen Juden als Christus überredete, dürfte inzwischen auch klar sein. Wo sollte die Grundlage gelegt worden sein, sich auf unsere Weise theologisch mit Christus auseinanderzusetzen? Auch wenn das dann zu meiner Abtrünnigkeit führte.  Ja, jedes kritische Denken läuft darauf hinaus, dass es anfänglich nicht um die Lehre von klein Jesus, seiner Rebellion, Hinrichtung und Wiedererweckung als Christus ging, sondern der Logos in menschlicher Denkweise das Thema war.

Wenn ihr das Lagerdenken aufgebt, z.B. akzeptiert, dass ich als platonisch-arianischer Philosoph den weit größten Teil meines Lebens nicht nur Christ war, sondern mich auch theologisch damit auseinandersetzte oder sog. christlichen Denker und die weiter göttertreuen Philosophen weitgehend gleiche Wege gingen, bekommt ihr einen besseren Blick. Auf jeden Fall ist die Hypothese von einem als Logos diskutierten oder apologetisch ausgegebenen Heilsprediger völlig unhaltbar. 

Allein was unter Wiki über Gregor zu lesen ist, sollte kritischen Denkern Aufklärung verschaffen:

Gregor studierte in Caesarea in Kappadokien, in Caesarea in Palästina, Alexandria und Athen und war damit ein weitgereister und hochgebildeter Mann seiner Zeit. In der gemeinsamen Studienzeit in Athen kam es zu einer engen Freundschaft mit Basilius dem Großen. In seiner Grabrede für Basilius gibt er eine lebhafte Schilderung des damaligen Studentenlebens.

Selbst wenn zu lesen ist, dass er zusammen mit dem Logos-Evangelisten bzw. Verfasser des Johannesevangeliums zu insgesamt drei Wissenschaftlern gehörte, denen der Titel „Theologe“ verliehen wurde, scheint den Verleihern noch klar gewesen zu sein, was Thema des christlichen Lehre war.

Auch wenn er verlangte, dass die Bibelstellen im Kontext der gesamten Bibel bzw. deren Grundlage ausgelegt werden müssen, so verweist er auf das, was auch sein philosophisches Thema war. Auf jeden Fall wäre uns viel erspart geblieben, wenn wir die Bibel statt bis heute weitgehend wörtlich zu lesen, das grundlegende Wort/Logos (hebr.  Auch Vernunfthandlung) bedenken würden.

Und auch mein Studienfreund und späterer Gesprächspartner Basilus der Große, der aufgrund seiner trinitarischen Deutung der Logoslehre später ebenso zu den großen Kirchenvätern zählte ist ein für sich genommen schon ein Beleg. Allein die wohlhabende Familie in wissenschaftlichen, hochgebildeten Kreisen, die seit Generationen die Götterlehre ablehnte und daher zum Christentum zählte, sollte zu denken geben. Auch dieser Wissenschaftler, der Astronomie, Grammatik, Philosophie, Rhetorik, Geometrie und Medizin studierte, ist nicht durch den Blitz zur tiefgreifenden theologischen Auseinandersetzung mit der Logos-Christologie bewegt worden, statt sich als Anwalt zu betätigen.

Lest aber nicht nur die Lebensgeschichte, sondern auch die Lehren dieser wissenschaftlichen Denker. Lasst euch dabei nicht von den Götterbildern, zu denen ich zurück wollte bzw. dem Jesus „mit Bart“ geistig gefangen halten. Eine Oberflächliche Auswertung dessen, was von heutiger Hypothese ausgehend übersetzt wurde, bringt sicher nicht weiter. Zumal meist dort wo Christus steht oder vom Logos gesprochen wurde, einfach Jesus ersetzt wird: Der Gestalt, die nicht allein der Götter wegen notwendig war und der dann gar ein Bart wachsen musste. Selbst wenn bereits die alten Denker und nicht erst die Reformatoren durchgängig von Jesus gesprochen hätten. Der Galiläer, dem dann auch noch der Bart wuchs, der war ein Abbild jüdischer Weisheit. (Jesus Sirach ist ein Begriff.) Der war der verjüngte Josua bzw. überbringer des Wortes, Bringer des neuen, nun auch für uns Griechen universal geltenden Bundes

Fest steht: Wer weiterhin davon ausgeht, dass es sich beim biblischen Jesus um einen jungen Wundertäter oder sonstigen Heiligen handelt, den meine Studienkollegen und andere Denker in ihrer Trinitätslehre bzw. der Verteidigung des „wahren Menschen und wahren Gottes“ vor Augen hatte, der betreibt Wissensverweigerung.  Der, von dem heute selbst die ärgsten Kritiker der Kirche ausgehen, ebenso wie die auf ein hoheitliches Wesen bestehenden Dogmatiker oder Kirchengeschichtskenner und der an allen Hochschulen gelehrt wird, der kann nicht unser theologisches Thema gewesen sein

 Die Kritik an Christen galt der Vernunft

die sich Göttern wie tauber Gesetzlichkeit, damit traditionellen Glaubensvorstellungen verweigerte 

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"Sturz der Titanen" von Peter Paul Rubens:

Die Erklärung allen Werdens auf logische/natürliche Weise, damit Vernunft/Logos statt Mythos/Götter und die davon ausgehende Verhaltenslehre war eine echte Kulturrevolution. Ohne ein aufgeklärtes Verständnis der daraus erwachsenen Kulturen ist deren heute täglich tobendem Kampf (auch zwischen naturalistischer Kult-ur-Verneinung und Aber- glaube trotzdem) nicht wirklich zu begegnen.

 Allein der durch Christenverfolgung kritisierte Sturz der bisher den römischen Staat tragenden Göttertradition lässt die Hypothese, bei Jesus habe es sich um jungen Mann gehandelt, zusammenstürzen. Der zum Christentum führende Geisteswandel, aus dem dann auch die Gestalt Mohammeds und der Islam hervorgingen, lässt sich bei Betrachtung einer natürlichen Kulturentwicklung nur in dem erklären, was die antike Aufklärung Vernunft nannteWas den Juden als Wort galt und nun in zeitgemäßem Verstand begründet wurde: Heute Weltvernunft, die beispielswiese als ganzheitliche Ökologie bezeichnet, dann auch als Weltethos und Humanismus gepredigt wird. 

Ein Mann Namens Jesus kommt in der Geschichte nicht vor

Mit dem Glaube an die Gottheit eines jungen Guru aus Galiläa ist der Geschichtsverlauf nicht mehr zu begründen. In Betrachtung einer natürlich-evolutionären Entwicklung kann dem damaligen Denken unmöglich weiter der Glaube an einen jungen Mann mit schöpferischer Funktion unterstellt werden. Mit dem lassen sich weder Reformbewegungen in jüdischer Bildung erklären, die nach einem neuen Bund (Verstand des schöpferischen Wortes) suchten, noch Griechen, die sich zum neuen, nun universalen Judentum bekannten. Alexandriens jüdische Bildung verstand im Logos (philosophisch definierter Vernunft) das lebendige Wort. Was heute gar als "Christologie" gilt. Gleichwohl absurderweise weiter unterstellt wird, ein Galiläer mit zufälligem Namen Jesus wäre als Logos gesehen und so in seinem Wesen jahrhundertelang diskutiert worden. Noch weniger kann  daher davon ausgegangen werden, das der Glaube an einen göttlichen Juden jetzt gebildete Griechen und Römer, die bereits einen Monotheismus monistisch bzw. in Vernunft bedachten, von bewährten Göttern abbrachte? Göttern, die als personifizierte Wesenheiten einer kosmischen und kulturellen Kreativität galten, die nun in Vernunft erklärt war.

 Antiker Aufklärung verstand den Logos/die Vernunftlehre als lebendiges Wort

Die Geschichte zeigt, dass der Logos (die damals nun auch für das menschliche Verhalten maßgebende Vernunft-Lehre vom natürlichen Werden nach universalen natürlich-kreativen Prinzipien) als das verstanden wurde, was den Juden als Wort galt. Was damit nicht nur den taub gewordenen jüdischen Bund in seiner zum Selbstzweck erstarrten Ritusversessenheit und Gesetzlichkeit auf neuen Beine stellte. Was vielmehr in seiner nun universalen Gültigkeit nun auch für Römer und Griechen Bedeutung hatte, die bisher trotz ihres in Vernunft philosophisch begründeten Monotheismus im Kult den Götterbildern opferten? Damit die nicht nur von Johannes als Thema seines Evangeliums vorgestellte Vernunft, die in ihrem kreativen/göttlichen und kulturellen/menschlichen Wesen auch für alle philosophisch-theologisch denkenden und argumentierenden Väter der Kirche galt, zum Kult wurde. Eine Vernunft über deren Wesen (wahrscheinlich erst seit der Reformation steht hier einheitlich "Jesus") bekanntlich Jahrhunderte heiß diskutiert wurde. Es daher um eine auch biblisch bebilderte "historische Wirklichkeit" ging. Denn da diese nicht ohne die bekannte Ausdrucksweise der Vernunft gewesen wäre, ist die menschliche Gestalt auch kein doketistisches Scheinwesen, sondern schöpferische Wirk-lichkeit in Kultur.

Römer und Griechen sind nicht "gutgläubig" zu einem Guru gewechselt

Die Entstehung des Christentums aus anfänglich vielfältigen Reformbewegungen im Judentum, wie bei den Bildungsbürgern einer römischen Hochzivilisation in Aufklärung kann nicht mit dem gleichgesetzt werden, was heute landläufig als "Glaube" gilt. Dies würde den Geschichtsverlauf geradezu auf den Kopf stellen.

Da waren keine Menschen, die "gutgläubig" weiter die Kirche besuchten. Es lassen sich keine Buchstaben- bzw. Bibelgläubigen, gar im Sinne heutiger (fälschlich sog.) Kreationisten erkennen. Auch waren keine einfältig Gestrigen oder Traditionalisten, die trotz allem Wissen oder aufgrund von Glaubensvorstellungen und Gefühlen ("man kann ja nie wissen, wofür es doch gut ist") jetzt an einen christlichen Gott glaubten. (In theologischen Meisterkursen wird  über die evolutionäre Funktion einer Aufpasser- Fiktion nachgedacht.) Es ging nachweislich auch nicht um einfältige Menschen, die sich im Stile amerikanischer Evangelisten überreden ließen. Der in Geschichtsrealität auszumachende Denkprozess bzw. die davon ausgehende kulturelle Auseinandersetzung, die dann zum Christentum und seiner Kirche führte, lässt vielmehr auf das genau Gegenteil schließen. Die antike Aufklärung hat sich von überkommenen Vorstellungen verabschiedet und über das Wesen der Vernunft, deren Bezug zu bisherigen Vorstellungen jahrhundertelang bekanntlich nicht nur bei Konzilen heiß gestritten. Ein weit über intellektuelle Diskussionen der Konzile hinausgehender kultureller und auch kriegersicher Kampf, der dann im Orient zum Islam führte.

Einzelnen Kaisern wie Konstantin kann man - auch wenn das unhistorisch ist - bezüglich ihrer Bekehrung alles mögliche unterstellen. Von nächtlichen religiösen Eingebungen bis zu reiner Machtpolitik. Doch wenn gebildete Römer und Griechen, die bereits einen Monotheismus in Vernunft begründeten, nun nicht mehr für Zeus und Jupiter opfern wollten, sondern sich für einen inzwischen universalen jüdisch-bildlosen Kult begeisterten. Dann lässt sich das nur in Vernunft (hebr. Wort, Vernunfthandlung) erklären. Die im Kult später als Jesus Kultur-geschichte bzw. Fleisch "wurde". Weder mit dem völlig belanglosen Wanderkyniker heutiger Hypothese,  noch einem diesem übergestülpten oder davon unabhängigen Kirchenkonstrukt lässt sich das Zeitgeschehen machen.

 Wer von "Gottesfürchtigen" ausgeht (besser: römische Bildungsbürger einer Hochzivilisation in Aufklärung, die aufgrund eines philosophisch in Vernunft offenbaren unsagbaren kreativen Grundes jetzt die traditionellen Götteropfer verweigerten). Und wer nicht mehr glaubt, dass ein Rotkäppchen aus dem Bauch des Wolfes wieder befreit wurde. Der kann den geschichtlich geschehenen Kulturwandel von einem philosophisch begründeten Monotheismus im Götterkult,  zu einem jetzt universal begründeten jüdisch-bildlosen Monotheismus ohne Götteropfer, nicht in einem jungen Mann aus Galiläa und seinen 12 Fischerfreunden oder einem Christusmythos erklären wollen. Der muss mit den Gaben heutigen Wissen die Vernunft bedenken, die damals galt und die in der Gestalt Jesus Geschichte machte, so "Christus" war.

Die Abkehr der daher verfolgten römischen Bürger vom Götterkult hat auf jeden Fall mehr mit der Situation auch heutiger Aufklärung zu tun, als mit der Bekehrung zu einem jungen Besserwisser und seiner Sekte.

Übertragungsversuch auf Heute:

Auch heute wird über das Wesen der Vernunft, auf die sich alle Wissenschaft, aber auch Atheismus, Naturalismus, Humanismus oder Ökologielehre berufen, heftig gestritten. Der Abfall der Glaubenslehren von vernünftig erklärter Kreativität des Ganzen, die für alle gilt,  die Aufspaltung der Kultur in Wissen und Aber-Glaube, mit allen Folgen, hat ihren Grund im Verständnis der kulturellen Wurzel.  Letztlich ist auch der eigentliche Grund für den derzeit Flucht und  Entvölkerung  des Orient auslösende Kamp der Kulturen (in die auch Energie-Interessen des auf materielles Wachstum angelegten Westens hineinspielen) hier zu suchen. Wer jedoch die Kulturgeschichte aufgeklärt betrachtet, der braucht nicht weiter den alten Götterbildern, traditionellen Vorstellungen sein Vermögen: Wissen, Vernunft oder Gefühl zu opfern. Er wird nicht weiter aufgrund naturwissenschaftlicher Erklärung den christlichen Kult  als gestrig verneinen, am Grund seines Glaubens zweifeln, sondern ihn so bestätigt sehen. Er wird kein vorgesetztes Gottesbild vergeblich beweisen wollen. Nicht Bauchgefühle, Buchstaben verschiedener Lehren, Götterbilder und im oft blutigen Kampf der Kulturen gegeneinander gerichteten Gründergestalten werden ihn dann in Veran-wort-ung nehmen. Vielmehr zählt dann das, was aufgrund natürlicher Erklärung für die gemeinsame Zukunft vernünftig ist. Was von einem gemeinsamen kreativen Grund des Ganzen (in der Lehre der Väter: Gott, Allah, Zeus) ausgeht, der bereits durch die antike Vernunftlehre erklärt/offenbar war. Nach hebräisch-prohetischer Sicht aber über das Wort (Vernunft) hinaus unsagbar, unbenennbar, unvorstellbar sein sollte.

1, Die Vernunft war der wahre Heiland und Grund kultureller Wende 

Wie auch die Kritik zeigt, war eine echte kulturelle Wende, die nach und nach die gesamte Gesellschaft betraf, bis hoch zu den Germanen und Kelten. Kein rebellischer Wanderkyniker, der sich als Geistheiler bei Einzelpersonen betätigte, hat ein die gesamte Welt-Gesellschaft umfassendes Heil bewirkt. Wer Ganzheit im Verhältnis zum schöpferischen Grund der Väter, dessen Neuverständnis bei abgeschnittener Kommunikation (im jüdischen Sinne Hören des Wortes) und damit Vergebung der Sünde bewirkte, sehend machte und Lahmheit zum Fortschritt brachte, das war die dann kulturgerecht zur Welt gebrachte Vernunft.

Da war kein schamanischer Wunderheiler, wie er heute von den Hochschullehren als historisch angenommen wird. Wenn nicht die Wunder gar rein literarisch begründet werden. Das bekannte christliche Sehen/Erkennen (Gnosis), ein neues Verstehen des in aller Natur und Kultur lebendigen schöpferischen Wortes/Logos, ging nachweislich vom Verstand aus. Da war kein Exorzist mit Namen Jesus im Sinne heutiger Teufelsaustreiber. Die Vernunft in Kultur(gestalt) hat die von der Tradition kritisierte Vertreibung der Geister bewirkt. (Ob auf griechischer, wie jüdischer Seite.) Die in Jesus (seinem Tod und seiner Auferstehung) geschehene Sündenvergebung, Versöhnung und neue Schöpfung, das war der sich in ganz natürlicher kultureller Entwicklung ergebende Neuverstand eines jetzt in Vernunft erklärten Geschehens als Schöpfung. Die nun nicht mehr von Göttern oder vor-gesetzten Gottheiten ausging. Bei Deutungen des neutestamentlichen Geschehen, die weiter von einem Guru an den Anfang stellen, kann logischerweise nur eine zum Himmel stinkende Notdürftigkeit herauskommen. Wenn das dann auch noch als Theologie bezeichnet und nicht nur von katholischer Dogmatik, sondern auch im Auftrag der evangelischen Landeskirche als Bedeutung von "Für euch gestorben" verbreitet wird, wunder es nicht, wenn die Theologie nicht als Wissenschaft ernst zu nehmen ist. Doch heutigen Schwachsinn vom geheimnisvollen Heilsgeschehen aufgrund der unerklärlichen Wiedererweckung eine Wunderheilers auch antiken Philosophen als Theologen unterstellen zu wollen, das ist allein mit Blick auf die Kritik an Christen wissenschaftlich unhaltbar.  

Ein kirchliches Christologie-Konstrukt oder der wunderwirkende charismatischer Guru (dem dann wieder ein Götterbart wachsen musste), waren nie Gegenstand der christengegnerischen Kritik. Die erst später entstandenen Jesus-Bilder bzw. bildhafte Ausdruckweisen der dann christlich zum Kultgegenstand gewordenen kreativen Vernunft, die in heutiger Forschung den Kopf gefangen halten, waren vielmehr den gewohnten Vorstellungen menschlicher Gottheiten geschuldet. Der heutige Unterschied zwischen Theologie und Philosophie war noch nicht. Auch wenn das vernünftige Denken dann verschiedene Wege ging. Was als antike Philosophie gilt, war Lieferant christlicher Theologie. Nur, dass sich die christlichen Denker dann nicht weiter der griechischen Götterbilder bedienten, sondern dem Volk ganzheitliche Vernunft in hebräischer Tradition vermittelte. So das Wort bzw. die auch für die Verhaltenslehren nun maßgebende Vernunft zum Kult wurde.

 

Anfänglich blieb die Vernunft auch als Kultgrund ohne bildhafte Gestalt. Die vereinzelte menschliche Ausdrucksweisen des Logos, wie hier bei einer Katakomben-Zeichnung aus dem 4. Jahrhundert in Philosophenform, entstanden erst im Lauf der Zeit. Auch bei den anfänglichen Darstellungen als Fisch oder guter Hirte bzw. Schaftsträger, was in der Antike gängige Allegorie für Menschenfreundlichkeit (auch der Götter) war, ging es ebenso wie dann beim Zeus-Pantokrator (mit Bart, im 6. Jahrhundert, beeinflusst vom byzantinischen Kaisertum mit dem Buch des Leben: Wort) um die Weltvernunft/Logos bzw. das in aller Natur/Schöpfung erkannte lebendige Wort. Der leidende Christi, mit dem sich die Menschen identifizieren konnten, kam erst im Mittelalter. Doch von Jesus-Bildern zu sprechen, stellt allein schon die Geschichte auf den Kopf. Denn der heute auch bei allen anfänglichen Kultlesetexten übersetzte  bzw. vorausgesetzte Name,  kam in heutiger Form erst durch die Reformation. Bei der Erasmus, Melanchthon und Luther den jetzt volksverständlich übersetzten Text als das wahre Wort über die kirchlichen Irrlehren stellten. Dabei auf die Antike, jüdische Weisheit zurückgriffen und den für sie als Wort geltenden, bisher in hoheitlichen Aussagen, als Herr, Christus und christologischen Formeln umschriebenen und für sie unbezweifelten Glaubensgrund volksverständlich einheitlich mit Josua, lat. Jesus übersetzten

2. Die Geschichte der Christen hatte eine realen Grund 

Zum Teufel mit den von Athanasius & Co. ausgewählten kanonischen Kultlesetexten, die im Lauf der Geschichte zum Volksverständnis immer weiter verflacht wurden. Zumindest, solange z.B. die Apostelgeschichte auf mehr oder weniger buchstäbliche Weise als die Entstehungsgeschichte des Christentums durch die Sekte eines für die aufgeklärte Welt dann völlig unbedeutenden Wanderpredigers gelesen wird. Zu dessen Gottheit ein Sektenverfolger nach einer Art Halluzination im Schnellreiseschritt gutgläubig-minderbemittelte Menschen (Gegner der Philosophie/des vernünftigen Denkens) rund um das Mittelmeer überredet hätte. Und wenn dann die heutigen Kritiker in ihrer meist buchstäblichen Nachlese zeigen wollen, wie alles Lug und Trug der Kirche oder die Kirchengeschichte teilweise erst eine mittelalterliche Erfindung sei. Dann gehen selbst scheinbar aufgeklärte Denker in ihrem Kurz-schluss den buchstäblichen Bildern der Kult-Geschichten auf den Leim.

Für heutige Pfarrer kann der christliche Glaube nicht wirklich einen Grund und eine Wende bewirkt haben. Nachdem im Studium nur ein mehr oder weniger göttlicher Wanderprediger an den Anfang gestellt, der statt des Mythos jetzt geltende Logos/Vernunft nicht bedacht wird, kann es für eine naturwissenschaftlich aufgeklärter Welt damals nicht wirklich was Neues gegeben haben. Selbst wenn ständig die theologische Bedeutung in Texten nachgeblättert und Sonntags in hohen Tönen von der besonderen Bedeutung des wahren "Gottessohnes" gepredigt wird. Dann war halt nur ein vorbildlicher charismatischer Sektenprediger, der alles etwas besser wusste, nach sozialen Reformen rief verurteilt und verherrlicht wurde. Die ganzen frühen Apologeten und Kirchenlehrer, für die es eindeutig um den Logos, die Vernunft allen Werdens in ebenso kreativer kultureller Umsetzung ging, werden als Verherrlichungsredner oder freie Konstrukteure an den Rand gedrängt. Manche Hochschullehrer empfehlen, auf die "Christologie" ganz zu verzichten, da dies für den jüdischen Dialog förderlich sei. Das "Neue" Testament wird in Wirklichkeit abgeschafft. Wenn nur ein Wanderprediger war, dann gab es nichts Neues unter der Sonne. Dann sind die Texte reine Verherrlichungsrede, für die alttestamentliche oder heidnische Geschichten aufgegriffen wurden. Mit den Kultlesetexten oder kirchlichen Dogmen kann man vieles machen. Die lassen sich als fiktive Konstrukte des Glauben eliminieren.  Doch die Geschichtsrealität, die deutlich einen kritisierten kulturellen Wandel zeigt, die lässt sich nicht so einfach killen.

Weit mehr als die biblischen oder kirchlichen Aussagen macht die anfängliche Kritik an Christen deutlich, dass etwas war, was eine kulturelle Wende, beispielsweise die Abwendung vom bewährten bisher staatstragenden Götterkult bewirkte und auch sonstige Kritik hervorrief. Die Reduzierung der christlichen Religion auf einen charismatischen, mehr oder weniger göttlichen jungen Mann, wie er heute in der Hochschullehre gilt, ist daher ungeschichtlich. Auch dem christlichen Kult den Grund nehmen zu wollen, eine Paulus-Fiktion oder ein Kirchen-Konstrukt anzunehmen, das geht nicht. Niemand kann davon ausgehen, das Römer, die nach und nach die Götteropfer verweigernden, wie ein angeblich sektenverfolgender Pharisäer, der sich jetzt Paulus nannte, vom Pferd gefallen sind oder sonst eine Halluzination hatten. All das, was egal von welcher Seite kritisiert wurde, lässt sich auch mit einem jungen Mann mit Namen Jesus (als mehr oder weniger Gott) nur erklärbar, wenn man an wundersame Märchen glaubt, stattt von natürlicher Kulturentwicklung ausgeht. (Oder anders: Eine Wissenschaft, die über die sozialen Hintergründe zur Verherrlichung eines jungen Guru nachdenkt, der zur Weltgeschichte wurde, die könnte auch Bücher schreiben, auf welche Weise Mutter Geiß ihre sieben Jungen gegen Wackersteine tauschte. Und welche Nadel sie benutzte, um dem Wolf den Bauch zuzunähen. Was jedoch keineswegs heißt, dass die Kultlesetexte des Kanon frei erfundene Märchen sind. Selbst die von den Gebrüdern Grimm gesammelten germanischen Volks-Geschichten hatten einen tieferen Grund, der nur allegorisch gedeutet werden kann.)

Wer konkret wissen will, um was es den vielfältigen urchristlichen Bewegungen rund um das Mittelmeer ging (damit auch in der Bibel bebildert wurde), was die historische Wirklichkeit des christliches Wesen war. Der darf nicht nur Kulttexte entblättern. Die nach den anfänglichen Denkern für den Volkskult gemacht wurden, so Homers Göttermythen ablösen sollten. Bei Marcion, der eine erste Neutestamentliche Schriftsammlung u.a. mit in Gnosis/neuer Erkenntnis entstandenen sog. Paulustexten herausgab, weil er im neuen jüdischen Kult die alten Lehren ablehnte, sollten mit der neuen Textsammlung auch die jüdischen Mythen von Moses &. Co. ersetzt werden. In diesen Kultlesetexten eines neuen (gewandelten: nicht mehr im Gesetz, sondern in Vernunft begründeten) monotheistischen Paradigma (Paulus), sind daher zwar auf volksverständliche und damit damals vernünftige Weise die theologischen Auseinandersetzungen der Anfänge bebildert. Doch die geschichtliche Wahrheit lässt sich besser in der Realgeschichte, dem damaligen Denken und Diskutieren betrachten.

Und was über die Christen gedacht wurde, kann bei verschiedenen antiken Autoren, gerade bei Kritikern, nachgelesen werden. Es wird Zeit, die Scheuklappen kindlichen Vorstellungen von Urchristen abzulegen und unvoreingenommen heute gegebenes geschichtliches Wissen auszuwerten. Um festzustellen: Die überlieferte Kritik am anfänglichen christlichen Kult, egal woher oder aus welcher Seite sie kommt, verweist nicht auf den allgemein als historisch angenommenen jungen Mann. Es geht in der Kulturentwicklung um die in antiker Aufklärung heiß umstrittene Vernunft.

Auch wenn in antiker Aufklärung andere Umstände waren, als heute. Die in ihrem Wesen diskutierte Vernunft hatte mehr mit heutiger Kulturdiskussion zu tun, als mit einem mehr oder weniger göttlichen Guru. Auch heute wird über das Wesen der Vernunft und seine Rolle im Verhältnis zum Glaubengrund der Väter heftig gestritten. Einerseits wird die Vernunft  als Grund des Kultes bzw. christlichen Glaubens völlig verleugnet. Und für die Naturalisten oder Humanisten hat die Vernunft längst die Rolle/Aufgabe der Glaubensvorstellungen der Väter übernommen. Ohne das Wesen der Vernunft in seinem Bezug zu den antiken Glaubenslehren zu bedenken, wie damals die Tradition auf allegorische Weise zu deuten, kann kaum bedacht werden, was damals das kritisierte Thema war. 

Die Kritik kam von den dem Kaiserkult treuen Römern, wie von der traditionsorientierten Bildung. Die dann meist weiterhin am Götterkult festhielt. Was heute als griechische Philosophie gilt. Die später jedoch von Seiten der Christen nicht wegen des gelieferten neuen monotheistischen Konzeptes abgelehnt wurde, sondern wegen ihres traditionstreuen griechischen Götterkultes. Auch wenn der längst in Vernunft bzw. philosophisch begründet war. Und bekanntlich kritisierte auch die traditions- bzw. gesetzestreue jüdische Seite. Doch an keiner Stelle der konkreten Kritik am Christentum kommt ein junger Mann als Gott vor. Der ist bei natürlicher Entwicklung auch nicht im Entferntesten machbar. Mit Blick auf die konkurrierenden Kultkonzepte der Antike wäre der - ob als einfacher Mensch oder gar als menschlicher Gott - in damaligen Zeiten undenkbar gewesen. Nirgends wird daher das kritisiert, was man heute als Ursprung annimmt. Vielmehr verweist alles, was wir über die anfänglichen Gegner des christlichen Glaubens und den Weg des Christentums wissen auf die Vernunft. Die sich gegen die Traditionshörigkeit oder menschliche Gottesbilder richtet. Und die im Kult jetzt statt der hellenistischen Bilder, den im prophetischen Monotheismus der bildlosen Hebräer bevorzugten. Weil das jetzt als Umsetzung von Vernunft gesehen wurde

Wer unvoreingenommen auswertet, was die Nichtchristen in den anfänglichen Christen sahen, warum diese verfolgt wurden und auch die Verteidigung der Kirchenväter beachtet, von denen der Philosoph/Vernunftlehrer Origenes das größte schriftlich erhaltende Zeugnis abgibt. Der muss die bisherige Hypothese vom mehr oder weniger göttlichen Heilsprediger oder gar einem reinen Hirngespinst zur Manipulation der Masse in den Mülleimer werfen.

3. Die gegnerische Kritik verweist auf die Vernunft

Sicher war bei den Kritikern auch viel Polemik unterwegs, die teils die christlichen Kultlesetexte gegen besseres Wissen in wörtlicher Weise anprangerte. Dabei jedoch ihre viel phantastischeren Götterepen nie wörtlich genommen hätte. Ebenso ist zu berücksichtigen, dass die philosophische Kritik nicht dem inzwischen in Vernunft begründeten und auch für Römer und Griechen geltenden Monotheismus (im Kult Zeus oder Jupiter) galt. Wie vielmehr neben der Ablehnung des traditionellen Götter-/Staatskultes die Ausdrucksweise der Vernunft in Form des Galiläers zur Kritik standen.

Doch allein schon bei Origines, der gegenüber der traditionstreuen Philosophielehre (Celsus) deutlich macht, warum es vernünftig ist, für die volksverständliche Ausdrucksweise der philosophischen Vernunftlehre die jüdischen Bilder, statt die griechischen Götter zu gebrauchen, müsste die heutige Hypothese kippen. Ebenso allein bei der Betrachtung der philosophischen Person des Christenkaisers Julian. Der gemeinsam mit den Kirchenvätern in Vernunft bzw. neuplatonisch ausgebildet war. Und der als Christ jahrelang noch "unheilvoll" über das Wesen der Vernunft stritt. Möglicherweise aus diesem Grund in seinen letzten Jahren im Kult wieder zur griechischen Tradition zurück wollte. (Weil ihm und den ihn umgebenden Denkern unmöglich das zu unterstellen ist, was heute als christlicher Glaube gilt, hier ein unumstößlicher Zeuge anfänglicher Vernunft ist, wurde ihm ein eignes Kapitel gewidmet.)

Aber auch alle anderen, allesamt aus der damaligen Bildung kommenden Kirchenväter (selbst wenn sich manche als eine mittelalterliche Erfindung zeigen sollten), erweisen sich ebenso als Zeugen der Vernunft, wie römische Kritiker oder allein die Betrachtung der Kultkonzepte, mit denen sich das anfängliche Christentum auseinandersetzte. Damit steht fest, dass die anfänglichen Denker nicht nur über das Wesen des Logos stritten und sich auf ihn beriefen, was allgemein anerkannt ist. Vielmehr wird klar, dass es nicht erst bei sog. Apologeten oder in der Kirche, sondern bereits beim anfänglichen Wesen des christlichen Kultes um die Vernunft in menschlich-kultureller Ausdrucksweise ging und nicht um einen jungen Mann als Gott

Allein die unvoreingenommene Betrachtung der beschriebenen Herkunft und der verschiedenen Denkweisen, mit denen sich der anfängliche christliche Kult und seine an das Judentum angelehnte Ausdrucksweise auseinandersetzen macht mehr als deutlich: Es kann unmöglich um das einem Heilsprediger aufgesetzte Hirngespinst gegangen sein. Der heute für historisch gehaltene Halbstarke, der war nicht. Doch warum der Vernunft als Galiläer im Laufe der Geschichte ein Philosophen- und Götterbart wachsen musste, das bei menschlichen Gottheiten gewohnten Menschen die Voraussetzung für die evolutionäre Entwicklung war, lässt sich erklären: Die die nach dem Wandel vom Mythos zum Logos fällige Ablösung der Götteropfer und Mysterien und die Kultbilder im Wandel der Zeit sind logisch.

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Heutiger christlicher Wissenschaft ist klar, dass die Hoffnung auf den daher messianisch verehrten Friedenskaiser Augustus maßgebend für die Evangelien war. Wie in Ausformung von Logien (jüdische Weisheitslehren, wie hier deutlich wird, keine Mitschnitte der Ansichten eines angenommenen Guru) im Kultlesetext eine Lebensgeschichte entstand. Damit die christlichen Evangelien auch der "frohen Botschaft" vom römischen Kaiser nachgestellt wurden. Wobei neben den jüdischen Gestalten auch die griechischen Götter oder der römische Kaiser als Vorbild diente. Doch allein sich Augustus als echten großen Friedenbringer vor Augen zu führen, der selbst das Wohl der Menschen in seinem germanischen Herrschaftsgebiet und anderen römischen Provinzen im Osten anstrebte, macht es absurd, dass aufgrund einer religiösen Überredung  ein vom römischen Staat verurteilter junger Jude kurze Zeit später bei Römern an die Kult-Stelle von Augustus getreten sein sollte. Doch dass in antiker Aufklärung die kreative Vernunft nicht nur in der Philosophie den Ton angab, sondern dann nach und nach an Stelle kaiserlicher Autorität trat, liegt auf der Hand.

Auch wie sich allein in Berufung auf die Götter und Gesetzlichkeiten der Vorfahren die Kulturen bei noch so vielen Tempel und Theaterbauten, nicht auf einen zukunftsfähigen Nenner bringen ließen. Das alles war nur in Vernunft gegeben, die dann auch im Kult galt. Die damit den als irdisches Abbild/Repräsentant des großen Ganzen verehrten Kaiser ablöste. Auch wenn bis zum 2. Jahrhundert nur tote Kaiser als Gott galten, was so dem Bedarf nach einem sichtbaren Gott gerecht wurde. Das macht dann deutlich, warum später auch die Vernunft ein menschliches Gesicht brauchte, wie es den Orientalen in lebendigen Kaisern bzw. Pharaonen gegeben war.

4. Die Vernunft der Aufklärung rief nach einem Neuverständnis alter Religionen: Auf(v)erstehung

Nicht der Glaube an die Gottheit eines jungen Guru, sondern die Philosophie war es (besser die Vernunftlehre), die bekanntlich nach und nach den Kaisern und Göttern die Autorität streitig machte. Auch wenn sie sich die Vernunftlehre teilweise weiter der Astrologie, Mysterienreligionen und gnostischer Erlösungssystemen bediente. Von einem jungen Mann, der als Wort das Alte ablösend erfüllt haben soll, ist nirgends was zu sehen. Wenn die Mysterien auf göttliche Offenbarungen bauten, welche die Menschwerdung, die Auferstehung oder die göttliche Erhöhung des Kultgottes zum Inhalt hatte, letztlich den Menschen "eins" werden ließen mit Gott (Besser: dem schöpferischen/kreativen Ganzen, mit wir heute in ökologischer Lehre "eins" werden wollen),  Dann zeigt sich auch hier, wie das alles immer mehr in Vernunft erklärt wurde. Kein junger Mann oder Christusmythos  hat  den bereits in Vernunft erklärten Mithras (Iran, dann Europa) und seine Brüder Adonis (Syrien) sowie Isis und Osiris (Ägypten) abgelöst. Doch um die Geschichte weiterzuführen, musste der Vernunft ein bekanntes Gesicht gegeben werden.

Dieser göttererfüllten Zeit der Vernunft jetzt den Wechsel zu einem jungen Wundertäter mit Namen Jesus aufgrund religiöser Überredung unterstellen zu wollen, ist der Gipfel an Unlogik. Wie aber alte Kultformen in neuer Weise, in Vernunft bzw. Einheit verstanden und in eine neue gemeinsame Kultform überführt wurden, deren Vorbild auch für die Germanen annehmbar war, ist bekannt. Dass Römer, die auf monistische Weise alles Werden in Vernunft bzw. einem einheitlichen Grund des Ganzen erklärten, im Kult dafür selbst in der Pfalz gemeinsam mit den Franken Jupiter feierten, sich nach und nach zur Sekte eines Wandergurus bekannten und in seiner Person einen Monotheismus begründeten, ist völlig abwegig. Das geht weniger, wie die Weltentstehung in sechs Tagen. 

Das Magische, das selbst nach den Vernunftlehrern der Stoa wie Seneca, Marc Aurel oder Epiket die wissenschaftliche Astronomie wieder durch ein neue Astrologie verdrängt haben soll und magische Heilungen, Wundergeschichten statt medizinische Wissenschaft in den Schatten stelle, rang nicht mit einem jungen Mann, sondern mit der Vernunft. Die damalige Bedeutung und kulturelle Wirkung der Mysterien macht aber auch klar, wie die Vernunft ohne Wundergeschichten wirkungslos geblieben wäre.

Doch nicht nur im gesamten römischen Reich hat die Aufklärung nach religiöser Erneuerung und nach einer tiefgreifenden Auseinandersetzung mit dem Alten gerufen. Mehr noch ist in Galiläa, wo die Jesusgeschichte spielt, ein geistiger Wandel, ein Ruf nach Erneuerung auch der jüdischen Tradition in aufgeklärter Synthese verschiedener Kulturen zu beobachten. Denn die Aufklärung und der Hellenismus sind nicht spurlos an der als Fremdkörper in feindlicher Umwelt gesehen jüdischen Denkweise vorbeigegangen. Die Juden grenzten sich seit ihrem aus persischer Philosophie (vom kreativen Weltgeist-/ganzen ausgehenden) und ägyptischen Theologiemodellen erwachsenen Monotheismus von der Umwelt ab. Durch Rückprojektion und Bezug auf alte Mythen gaben sie sich eine Kulturgeschichte in Abraham oder den für die Weisheit stehenden Großkönigen David und Salomo. Wer sich auf eine so königlich personifizierte kreative Weisheit, den auf Wanderschaft, im ewigen Wandel befindlichen Monotheismus als Moses bzw. den neuen Bund des Wortes/der Vernunft bewirkenden Josua (Jesus) berief, lehnte Polytheismus, Synkretismus und die orientalischen Gottkönige ab. Doch ein junger Mann ist für theologische Denker, die sich dann auf den prophetischen Monotheismus des Exils bezogen, diesen als erneuert sahen, so wenig machbar, wie ein Christus-Mythos. Noch weit weniger wie für die griechischen Denker eine einzelne menschliche Person oder ein Mythos als Autorität ihrer Lehre galt, wäre dieser für den prophetischen Monotheismus und seine Lehren/Gebote maßgebend gewesen. Selbst wenn man weiter Moses als einen alten Mann betrachtet, David gegen alle archäologische Erkenntnis als Großkönig und Tempelbau. Die Erneuerung durch einem jüdischen Guru als neuen Monotheismus bzw. Glaubensgrund, der passt nicht in die Geschichte. Zumal der prophetische Monotheismus des Exils, der sich in diesen Geschichten eine Geschichte gab, seinen Grund nicht in Menschen, sondern dem kreativen Ganzen hatte.

Um zu erkennen, dass kein junger Wanderkyniker in seiner Person, sondern die Auseinandersetzung mit der Vernunft der Zeit die Erneuerung war, sind gerade die jüdischen Wurzeln zu bedenken. Allein die Hebräer als ein Natur-Himmelsbeobachtendes Denken, das die Vernunft kreativer Wirklichkeit in seiner Sprache bzw. dem hebräischen Alphabet nachzeichnete (so das Wort begründete), lassen keinen jungen Mann als neues Wort zu. Ebenso wie die jüdischen Kabbala, die noch auf mystische Weise Modelle eines kreativen Weltganzen deutete, an das sich die Menschen in ihrer Kultur zu halten hatten. Was ja letztlich auch Thema der gesamten jüdischen Weisheit in ihrer theologischen Vielfalt war. Und dass griechische Denker wie Theophrastus in Hochachtung vom Judentum sprachen und eine Übereinstimmung zu ihrem Denken, den Geboten und der Lebensführung suchten, ist bekannt. Ebenso wie umgekehrt jüdische Theologen Pythagoras und Platon als legitime Schüler dessen betrachteten, was sie als Moses bzw. prophetisch bezeichneten. Doch der Grund aller damaligen Philosophie war nie der Philosoph selbst. Mit einem jungen Mann, der in seiner Person der neue Grund des nun universal geltenden, die Götter verdrängenden Monotheismus war, kann ein junger Mann oder ein Glaubenskonstrukt gewesen sein.

Auch wie in Auseinandersetzung mit dem Hellenismus und der Aufklärung neben gegenseitiger Ablehnung, in den der  jüdischen Diaspora ein Weiterdenken der Tradition war, lässt sich nachzeichnen. Ebenso wie die römischen Denker weiterhin den jüdischen Kult als barbarisch betrachteten und polemisch angriffen. Gleichzeitig aber in den Bildungsmetropolen wie Alexandrien (Philo) die jüdische Reform nun ihre Religion in Vernunft der Zeit begründete. Was ja übrigens als "Christologie" gilt, die in die Kirche mündete

Wie absurd die Vorstellung ist, dass ein junger Rebell als Christus die Erneuerung der jüdischen Tradition war, dabei die sich allein auf das alte Gesetz berufende Traditionslehre (nicht nur bei Marcion) völlig aushebelte, lässt sich auch bei allen anderen Denkweisen bzw. Entwicklungen der Zeitenwende im Judentum sehen. Allein die Entstehung der Synagogen, die mehr als Opfertempel eine Stätte auch inhaltliche Auseinandersetzung mit sich brachten, spricht Bände. Eine Erneuerung des alten Bundes im Denken der Zeit, wurde auch rund um Jerusalem gesucht. Wie nicht nur eine Abgrenzung, sondern eine geistige Auseinandersetzung zwischen den altjüdischen und neuen hellenistisch beeinflussten Denkweisen war, dazu die alttestamentlichen Texte auf allegorische Weise gelesen und neu bedacht wurden, wird in den Funden aus Qumran belegt. Der dort gesuchte neue Bund hoffte auf den neuen Verstand des Wortes. Mit der Witzfigur, zu der im Kurz-schluss von Halbaufklärung der junge Guru rationalisiert werden muss, wäre danach nie die Lösung gewesen.

Dass eine Vielzahl von verschieden, weit über sog. Pharisäer, Sadduzäer, Essener hinausgehenden Denkbewegungen war, wird allein bei Moriz Friedländer aufaddiert. Es waren vielfältige Reformbewegungen, die sich immer wieder gegen Neuerungen des Hellenismus abgrenzten, aber gleichzeitig mit dem philosophischen Denken in sog. Makkabäerzeit auseinandersetzen. Somit wird deutlicher Beleg: Wer den Tempel reinigte, sich mit den Pharisäern und Schriftgelehrten auseinandersetzte und die Tradition auf neue Beine stellte, war kein egal wie wiedererweckter junger Mann. Wie das, was den Juden als Wort galt und Grund der sich bisher abgrenzenden jüdischen Tradition war, die jetzt in Vernunft begründet/erfüllt und erneuert wurde, lässt sich jedoch im Zeitgeschehen beobachten. 

Wir wissen auch, wie der Tempelkult in die Jahr gekommen, theologisch taub und auch sonst Ritusversessenheit oder eine zu Selbstzweck gewordene Gesetzlichkeit war. Was soll aber alles Wissen über den Ruf nach auch jüdischer Reform und die gesamte jüdische Apologetik, die Abwehr und die Aufnahme neuen Denkens, die ausgegraben wird oder bereits auf dem Tisch der Theologen liegt, vielfach in ihrer theologischen Bedeutung beschrieben wird? Wenn dann weiter nur ein Wundertäter ins Rennen geschickt wird, hätte man sich alles Wissen sparen und statt zig tausende von Büchern zu schreiben, den Wald schonen können.

Wer dann auch noch Konstantin unterstellt, er hätte sich als kosmosfrommer (der Sonnenordnung höriger) Kaiser einem gekreuzigten jungen Judenrebellen angeschlossen und zu dessen Ehren als neues Licht der Welt wäre dann der Sonntag gefeiert, die Geburts- bzw. Weihnachtsgeschichte auf die Wintersonnenwende gelegt worden. Der verwirft alles Wissen. Auch zu denken, die Geburt der Götter, des Horus oder Isiskindes sei einfach auf einen jungen Guru übertragen worden und was sonst noch aufgrund der Heilsprediger-Hypothese angeführt wird, ist undenkbar. Selbst wenn in Dionysos &. Co. nicht Vergötterung der nun in Vernunft erklärter Natur- und Kulturwesenheiten gesehen worden, sondern ein menschlich vor-gesetzter Designer (nach leseweise heutiger Buchstaben-Kreationisten). Dass man einer Zeit, die die Götter ablehnte und den Monotheismus der Väter, wie die Verhaltenslehren/-gebote in der Vernunft der Zeit begründete, jetzt einen jungen Mann bzw. einer charismatischen Persönlichkeit mit zufälligem Namen Jesus als Messias sah, das geht nicht. Die Autorität ging in diese Zeit nicht mehr wirklich von den Kaisern, aber noch weit weniger von einem jüdischen Angeber aus, der deswegen hingerichtet wurde. Es war die nun in Vernunft erklärten kreative Realität, die heute nur andere Namen hat. Die nicht nur in philosophisch-theologischen Verhaltenslehren den Ton angab. Die das lebendige Wort der Juden verstehen ließ. Das Abbild schöpferischer Realität/Autorität und damit die einzige Offenbarung dessen was sonst unsagbar sein wird, war die Lehre der Vernunft. 

Nicht nur weil ein Großteil der Lehren Jesus dort begründet werden, wo der Logos und nicht ein zufälliger einzelner Denker galt, sondern weil die Vernunft das theologische Thema der Zeit war und zur wahren Erneuerung führte, muss auf neue Weise die Wurzel westlicher Kultur bedacht werden. Wenn wir uns von den kindlichen Bildern von klein Jesus verabschieden, nach denen die heutigen Theologie-Studenten ihre Lehrer nachbeten, liegt eigentlich alles liegt auf der Hand. Die Entstehung des Christentums als Erneuerung des jüdischen Kultes lässt sich ebenso in Vernunft begründen, wie die Ablehnung der alten römischen Götter. Die Zeit dessen, der heute selbst von den ärgsten Kritiker (die teilweise gar seine Existenz abstreiten), als historisch angenommen, alles zum groooßen Geheimnis, zum Christus-Mythos oder Lug und Trug kirchlicher Theologie und gesellschaftlich bedeutungslos wird, ist endgültig um. Mit dem egal wie gearteten jungen Mann an den aufgrund ihrer Lebensprägung selbst Kirchenkenner wie Benedikt XVI. festhalten, die sonst das Wesen des christlichen als Weiderdenken griechischer Logos-Philosophie und mit Verstand sehen, ist all das, was wir wissen, nicht zu machen. Die von Benedikts Nachfolger (im Zuspruch selbst von Fiedel Castro) geforderte ganzheitliche Ökologie (der in ganzheitlicher, kreativer Vernunft begründete Weltethos) ist nur zu verwirklichen, wenn hier aufgeklärt das verstanden wird, was damals in Kritik stand und in der Kirche der westlichen Welt als Jesus Geschichte schrieb.

5. Die Kritik von Seiten der Juden, wie der Römer verweist auf die Vernunft

Nicht nur für Plinius galt der als Christ, der sich nicht am Kaiserkult beteiligte und den römischen Göttern opferte. Der sich weigerte so letztlich auf traditionelle Weise nicht nur dem Grund allen Seins, sondern auch dem Staat zu danken und zu dienen, die römische Staatskultur aufrecht zu erhalten.

Doch die kritisierte Ablehnung des Götterkultes, die auch von traditionsorientierter Theologie/Philosphieaufklärung zunehmend in Frage standen und längst vernünftig erklärt wurden, geschah ausschließlich aus Gründen der Vernunft. Nach der man nach dem Wandel vom Mythos zum Logos auch die Welt und das menschliche Verhalten (incl. ihrem Kult) erklärte. Mit dem Glaube an einen jungen Mann als Gott kann dies alles nichts zu tun gehabt haben. Der kommt auch in der Kritik mit keiner Silbe vor. Dass damalige Denker (ob von jüdischer oder römischer Seite) sich mit einem als Häretiker hingerichteten Heilsprediger, gar als Gott auseinandergesetzt haben sollen, ist ja auch einfach unbeschreiblich. Doch das ist mit Sicherheit nicht der Grund, dass davon nichts geschrieben steht. Vielmehr zeigt die Kritik, wie auch die zu erneuernden Kultkonzepte der Kritiker, wie absurd die heutigen Hypothese vom mehr oder weniger herrlichen Heilsprediger ist.

Die Christenverfolgung im Römischen Reich vollzog sich zunächst lokal begrenzt, später kaiserlich angeordnet, gesamtstaatliche und systematische Maßnahmen, um die neue Religion in ihrem Wachstum aufzuhalten, sie bei der Integration in das römische Reich zu hindern, ist unter Wiki zu lesen.

Und schon ein Satz weiter wird klar, dass das Wachstum dieser neuen als Anti-Religion verurteilten Richtung nicht aus der Überredung eines zum Paulus gewandelten Sektenverfolgers oder auf ähnlich absurde Weise hervorgerufen wurde. Denn keine der verschiedenen urchristlichen Denkweisen bzw. Gruppen, die existierten und nachweislich verfolgt wurden (die auch keine nachträglichen Konstrukte der Kirche zur Vergottung ihres Gründers waren, wie heute oft unterstellt), kann auf diese Weise erklärt werden. So wenig wie die philosophsiche Erkenntnis (Gnosis) lassen sich Markioniten, alexandrinische Karpokratianer oder ander nicht genannte urchristliche Denkweisen, die großteils von der Kirche als Häresien abgelehnt wurden und daher bei der Suche nach dem historischen Jesus meist nicht weiter bedacht werden, in einem jungen Guru begründen.

Das Neue Testament ist keine freie Erfindung. Doch dass für theologische Denker, die wahre Juden sein wollten, sich auf die menschliche Götter bzw. Götterbilder verdammende Propheten beriefen nun einen Ihresgleichen als Gott ansahen oder als Götteropfer verweigernde Römer deswegen kritisiert wurden, das ist nicht nur unhistorisch. Das ist einfach völlig unmöglich. Dass aber die Vernunft den Traditons- bzw. Gesetzeshörigen Juden, den Schriftgelehrten und Pharisäern ein Dorn im Auge war und auch von römischer Tradition im Prozess der Zeit(entwende) abgeurteilt wurde, liegt auf der Hand.

Juden wie Christen lehnten die Vergötterung von Menschen ab. Hier hätte sich der Konfliikt mit dem römischen Kaiserkult angebahnt, ist richtigerweise zu lesen. Doch wieso dann theologische jüdische Denker bzw. Reformer einen Jungzimmermann vergöttert haben sollen, worauf die heutige Hypothese hinauslaufen muss, ist unerklärlich. Und wer einfach davon ausgeht, dass das minderbemittelte Menschen waren, der muss alle täglich erscheinenden Bücher verbrennen, wo junge Doktoranten ebenso wie ihre Lehrer die oft hochtheologische Bedeutung oder die Bezugnahme der Bilder und Geschichten auf alttestamentliche Vorstellungen beschreiben. Mit antiken Theologen dieser Art (die sich eh auf Vernunft beriefen) ist kein junger Mann als Gott machbar. Weder für Römern dieser Zeit und noch weit weniger, denen, die als Juden galten bzw. an die jüdische Tradition "christlich" anknüpften, kann das unterstellt werden.

Der Bezug auf den bildlosen Kult der Propheten, ebenso wie die Betrachtung der Christen als jüdische Sekte oder Sonderform des Judentums durch die Kritik macht mehr als deutlich: Um einen jungen Mann, den man zu Gott machte bzw. als solches sah, kann es anfänglich nicht gegangen sein.

Auch wie eine solche absonderliche, einen Wanderkyniker vergötternde, damit völlig unbedeutende Sekte anfänglich gar im Jerusalemer Tempel und in der Synagoge gepredigt haben soll, ist bei Licht betrachtet unerklärlich. Denn mit Hebräern, die in ihrer Sprache die schöpferische Natur nachzeichneten, auch weiteren in Vorgängerlehren wie der Kabbala auf noch weitgehend mystische Weise ein Weltsystem entwickelten und dessen Einhaltung als maßgebend sahen. Oder die im Exil Zarathustras Monotheismus von der Kreativität des Welt-Ganzen weiterdachten und vor Bildern und Begriffen warnten. Mit denen ist kein jungern Mann als Gott zu machen. Wie aber das nun in Vernunft erklärte Weltsystem bzw. der so jetzt philosophisch erklärte Monotheismus als Reform des prophetische Anfangs, Erneuerung des jüdichen Bundes gesehen wurde, ist logisch.

Wenn die Apostelgeschichte den Pharisäer, der Paulus ausgebildet haben soll, eine christliche Fürsprache halten lässt, dann weist selbst dies auf die von Schöpfung ausgehende Vernunft. Von der Sekte eines göttlichen Junghandwerkers hätte kein damaliger jüdischer Denker gesagt:

´Ist ihr Rat oder Werk aus Menschen, so wird es untergehen, ist es aber aus Schöpfung, so könnt ihr sie nicht hindern..

Es lassen sich unzählige weiter Bibelzitate auffinden, die auf die schöpferische Funktion Jesus hinweisen. Doch hier wird keine Exegese von Kultlesetexten betrieben. Doch auch wenn die Bedeutungsaussagen durchaus auf das reale Geschehen hinweisen, so soll dies hinterfragt werden. So wenig wie der Anfang des Monothesimus eine Arbeiterflucht war, kann die Reform die Überredung zum Glaube an an einen leiblich oder im Geist der Gemeinde als göttlich wiedererweckten jungen Mann gewesen sein. Das geht einfach nicht. Im Prozess der Real-Geschichte stand kein junger Mann als neuer König. Von römischer, wie von jüdischer Traditionshörigkeit wurde die Vernunft verurteilt, die jetzt in der gesamten Philosophie/Theologie den Ton angab. Sie war es, die zur immer kräftigeren und nicht mehr auf Juden beschränkten Kritik an menschlichen Götterbildern, aber auch zur Kritik an taub gewordenem Tempelkult, Ritusversessenheit oder einer zum Selbstzweck gewordenen Gesetzeshörigkeit führte. All das, was sich realgeschichtlich in einer Vielzahl von Bewegungen innerhalb des Judentum oder den dann als Christen geltenden Denkweisen beobachten lässt und auch in den biblischen Bildern/Kult-Geschichten zum Ausdruck gebracht wird, lässt auf Vernunft schließen.

"Sie werden euch den Gerechten übergeben, und in den Synagogen werdet ihr geschlagen werden, und vor Fürsten und Königen werdet ihr geführt werden um meinetwillen."

Alles was der in Neuzeit erst Josua, lat. Jesus genannte Grund christlichen Glaubens sagt, wie hier bei Mk 13,9-13, können nicht die aufgezeichneten Worte eines selbstherrlichen Wanderkynikers gewesen sein, der sich für den schöpferischen Grund in Person hielt oder dem das zur Vergötterung in den Mund gelegt wurde. Es ging um ein neues jüdisches Paradigma, das seinen Monotheismus und seine Verhaltenslehren nun in Vernunft begründete. Das überkommene jüdische und römische Vorstellungen und Kultprakitiken aus Vernunft ablehnte. ´

Die gesamte Auseinandersetzung des römischen Kultes mit dem Judentum, als dessen Sonderform dann die Chisten gesehen wurde, verweist darauf, dass es den Urchristen nicht um das ging, was heute als geschichtlich gilt bzw. untersucht wird.

Die Römer verehrten ursprünglich abstrakte Numina, das heißt kreative Kräfte, die sie in der Natur, wie auch im menschlichen und staatlichen Leben am Werk sahen. Später gaben sie diesen Wirkkräften Namen wie Mars, für die Kraft des Krieges oder Venus, für die Kraft der Liebe. Aufgrund dieser Vorstellungen fiel es den Römern leicht, die eigenen Götter mit denen anderer Völker zu identifizieren. Doch wie Denker in Hochzivilisation, denen die Vernunft heilig war, weil sie jetzt damit die kreative Natur und Kultur erklärten, dabei den Vater aller Götter als Zeus oder Jupiter bezeichneten, zum Glauben an die Gottheit eines jungen Mannes als wahren Friedenskönig und Messias überredet wurden, ist unerklärlich. Dazu hätte man den theologisch denkenden Römern den Kopf abschlagen oder diesen ausschalten müssen. Selbst bei noch so großen Halluzinationen hätten die den heute geltenden Junghandwerker nicht als das gesehen, was am Anfang galt, mehr als Götter und wahrer Augustus war. Es kann bei allem was wir wissen, nur um die damals geltende Vernunft gegangen sein, die mehr als menschliche Könige nun das Maß menschlichen Verhaltens und auch Grund des neuen "christlichen" Kultes war.

Wenn Christen anfänglich gar in Rom toleriert, nur ihre Intoleranz gegenüber dem traditionellen Staatskult, den menschlichen Gottheiten, in Kritik und Verfolgung stand. Dann zeigt all dies: Am christlichen Anfang kann kein junger Mann als Gott gewesen sein. Aber noch weniger kommt der junge Mann oder ein reines Hirngespinst (ein Christusmythos, was beim Kurz-schluss heutiger Kritik hinten herauskommt) dafür in Frage. Das war weder mit Juden, noch Römern machbar.

Der Staat lies sie zunächst gewähren und nötigte sie als jüdische Sekte nicht zur Verehrung der Kaiser. Er schützte sie aber auch nicht gegen örtliche Willkür. Erst zunehmend wäre ihre Religion wegen des unaufhaltsamen Wachstums als staatszersetzend und gefährlich gesehen worden, schreibt Wiki. Und auch durch die Abgrenzung gegenüber den sich nur auf ihre Tradition berufenden Juden seien die Christen dem staatlichen Schutz des jüdischen Kultes entzogen worden. All das, was wir heute wissen, lässt unmöglich auf einen jungen Mann schließen, der mehr oder weniger Gott war.

Warum aber mehr noch als die Juden, die die menschliche Vergötterung nur für sich selbst ablehnten, nun mehr noch die Christen in Kritik waren, wird klar. Zumindest wenn man bedenkt, wie die Christen sich nicht mehr nur auf die jüdische Tradition beriefen, sondern die auch für die Griechen universal geltende Vernunft. Wie so die menschlichen Götter immer mehr, nun auch von Römern bzw. Griechen verneint wurde, ist logisch. Die gesamte Mission dieser neuen Form des Judentums, die weit mehr als bisher die Juden nicht nur für sich selbst menschliche Götter als unvernünftig verwarfen, ist nicht mit einem jungen Mann zu machen. Noch weniger einem Guru als wahren Gott und Kaiser. Sie ist jedoch völlig logische, wenn man wie bei Johannes die auch den anfänglichen Denkern geltende Vernunft an den Anfang stellt.

Die universale Gültigkeit des jüdischen Monotheismus, der nun auch für "Gottesfürchtige" (römische Staatsbürger nach griechischer Vernunft bzw. Bildung) galt, die daher den römischen Staatskult als dekadent empfanden, hat ihren Grund in Vernunft. Nicht in der Vergottung eines jungen Juden.

Auch wenn sich die Christen z.B. im Namen eines Tertullians verteidigten, dass sie auf neue Weise wahre römische Staatsbürger sein wollten, nicht nur für das gemeinsame Wohl beten, sondern ihr neuer Kult dazu erst die Voraussetzung biete. Dann kann es bei Christen nicht um einen wundertätig-heiligen Junghandwerker gegangen sein. Der oder dessen Vergötterung als Grund eines Kultes, das wäre ein Rückschritt in eine Zeit, der eigentlich gar nicht zu realisieren ist. Denn selbst in den Mythen galten in Wirklichkeit keine Menschen als Götter, sondern waren Wesenheiten des noch im Mythos erklärten Werdens das Thema eines kreativen Ordnungssystems, an das sich der Mensch zu halten hatte. 

6. Die Christenverfolgung im römischen Reich

In Zeiten antiker Aufklärung ist die Kritik am menschlichen Götterglaube, die bereits lange vor sog. Christen in der Philosophie und Vernunftlehre laut war, völlig logisch. Während sich Juden nur auf ihr Gesetz beriefen und deswegen die Götter wie die Kaiservergottung ablehnten, galt jetzt kein junger Mann, sondern führte die Vernunft, in der auch das kulturelle Vergehen und Werden erklärt wurde, zu einer um sich greifenden Ablehnung des bisher staatstragenden Götterkultes. Leberschau, Mysterien oder die Vergottung von Menschen waren in Vernunft nicht mehr machbar. Ein junger Rebell mit Namen Jesus, der als wahrer König oder gar Gott gesehen wurde, kommt weder in Kritik vor, noch kann er der Grund der zu beobachten Realgeschichte gewesen sein.

Claudius (41-54)

Bereits bei Claudius war die jüdische Religion in Italien verboten, weil sich die Juden auf das 1. Gebot beriefen, zu dem das Bilderverbot gehörte. Doch dass sich diese Seuche jetzt über die ganze Welt verbreite, nicht wie die Juden nur auf das eigene Gesetz berief und den Rest in Ruhe ließen, lässt sich nur in Vernunft erklären, die jetzt universal das theologisch-philosophische Thema war. Ein junger Mann mit Namen Jesus, zu dessen Gottheit ein Wendpharisäer die Römer überredet hätte, hat mit all dem Nichts zu tun.

Nero (54-68)

Auch dass Christen mehr als Juden als Verursacher von Konflikten gesehen oder gar für alle Überschwemmungen und Feuer verantwortlich gemacht wurden, ist klar. Der Götterkult und menschliche Kaiser, wurde selbst von Seneca  (der wie er im eignen Abschnitt deutlich macht, Nero vergeblich zum neuen Augustus machen wollte) als Grant für das Wohlergehen gesehen. Auch wenn für Denker wie Nero die Vernunft das Maß der Dinge war, so waren im Volksglaube die traditionellen Bilder und Gottheiten maßgebend. Die Verweigerung der Götteropfer aufgrund der Vernunft wurde daher für alle Katastrophen verantwortlich gemacht.

Seneca war noch kein Christ. Auch wenn ihm als Denker der Stoa die Vernunft heilig und Maß der Dinge war, so galten noch den Philosophen noch die im Logos gelesenen Götter. Er wollte noch Nero zum Augustus/Messias machen. Was bekanntlich kräftig in die Hose ging und so auch deutlich macht, warum die menschliche Kultur neue Wege gehen musste. Auch warum auf diesen Wegen, bei denen die Vernunft galt, die Menschen Gesichter, einen begreifbaren, sichtbaren Gott auf Erden brauchten und daher die Geschichte so verlaufen ist, lässt sich in Vernunft erklären. Nicht jedoch mit einem jungen Mann oder einem Christusmythos.

Domitian (81-96)

Der jüdische Aufstand in Palästina zeigt, wie es sich als Fehlversuch erwies, allein im großartigen Bau der jetzt für Juden und Griechen zugänglichen Tempeln und Theater die Kulturen auf einen neuen gemeinsamen Nenner zu bringen. Wo das Kaiserbild im Tempel dann Tumulte auslöste, hat kein junger Mann seine Hände im Spiel gehabt. So wenig wie beim kaiserlichen Vetter und seiner ebenso verbannten Frau und den vielen anderen Römern, die die Staatsgötter nun ablehnten, als atheoi galten und verfolgt wurden. Nicht die Gottheit eines jüdischen Guru oder eines Hirngespinstes, zu dem man Römer überredete, wurden verfolgt. Vielmehr geschah die Ablehnung der menschlichen Götter aus Vernunft, richtete sich an die Anhänger eines neuen Kultes, der den Logos nun in jüdischer Form zum Grund hatte. 

Und so wenig wie heute, wurde damals der Friede zwischen den Kulturen durch einen Guru hergestellt, der einen Synkretismus predigte. Die Versöhnung der Kulturen, die allein mit Steinbauten nicht möglich war, wurde in Vernunft bewirkt, die für Griechen und Juden im gleichen Maße galt, universal begründete Versöhnung war.

Trajan (98-117)

Auch in dieser Zeit wird deutlich, was der Grund des Kultes war, der von den menschlichen Göttern, dem Opfer für das Kaiserbild abhielt. Die Auseinandersetzung mit den Christen, die angeklagt wurden, teilweise wieder abfielen oder die Aussagen in den Briefen von Plinius an Trajan, all dies kann unmöglich in einem jungen Guru oder paulinisch-kirchlichen Glaubenskonstrukt begründet werden, dem Römer anhingen. Es sind Zeugen der um sich greifenden Vernunft, die sich gegen die Traditionshörigkeit und ausgedient Kultformen richtete. Auch wenn die Todesandrohung einzelne wieder den traditionellen Göttern opfern ließ. Eine Guru dabei nicht die Tagesordnung gewesen sein.

Ein vom römischen Staat hingerichteter Rebell kann unmöglich der Grund der Religion gewesen sein, zu der sich Denker bekannten, die sich sonst auf die Vernunft beriefen. Und die auch im neuen, götterfreien Kult römische Staatsbürger sein wollten. Über das was vernünftig ist, kann man streiten. So wollten die traditionshörigen Römer die in ihren Augen als Atheisten geltende Christen, die sich den menschlichen Götteropfern verweigerten, mit Gewalt zu dem bringen, was sie traditionell als vernünftig sahen. Doch genau die Vernunft, in der nicht nur das natürliche Vergehen und neue Werden, sondern so auch die Kulturvorstellungen gesehen wurde, war es, die nun den bestimmend war. Und in der nach dem Vergehen des Alten auch der neue Kult begründet wurde. Ein junger Jude kommt bei denen, die sich öffentlich weigerten, dem Kaiser und den Göttern zu huldigen und daher als Staatsfeinde galten, nicht vor.

Wenn nicht nur in den Städten, sondern auch den Dörfern und dem Flachen Land das Opferfleisch kaum noch einen Käufer fand. Was Plinius jedoch hoffte wieder eindämmen zu können. Dann haben die christlichen Römer beim Abendmahl jetzt nicht den Leib eines rebellischen Kynikers mit Namen Jesus gegessen. Wie ihnen die Polemik aufgrund ihrer neuen Kultbilder vom Galiläer vorwarf. Sie sind aus Gründen der Vernunft zum nun universal gültigen, im Grunde bildlosen jüdischen Kult gewechselt. Der jedoch in der Geschichte ohne das Bild des Galiläers nicht auskam. Was in der Polemik den unberechtigten Vorwurf des Kannibalismus einbrachte. Doch allein da die Traditionalisten in ihren Götter keine junge Männer sahen, zeigt unberechtigt der Kannibalismus-Vorwurf war. Der allerdings bei heutiger Hypothese vom jungen Heilsprediger gar nicht so abwegig wäre

Doch die Christen zelebrierten nicht zum Gedenken an einen jungen Mann, dessen Fleisch sie dann im Geist verzehrten. Sie beriefen sich zweifelsfrei auf den in der Geschichte fleisch- bzw. zur biblischen Lehre gewordenen Logos als Messias. Denn auch wie der in Form des Galiläers bzw. der Geschichte im Volkskult bzw. -text zum Ausdruck gebracht wurde, ist geschichtliche Realität. Den Christus, der dann in weiterer Geschichte Gestalt bekam, die seit Neuzeit einheitlich Jesus heißt, hat es in diesem Sinne gegeben. Historisch ging es - wie in der Diskussion mit Celsus - um den fleischgeworden Logos/die wahre Vernunftlehre. Und diese lebt nicht in Nachfahren weiter, die die Spekulanten in Frankreich vermuten. Wo es die Ur...enkel der Beziehung eines Jungpredigers mit Maria Magdalena leben sollen. Kinder eines "fußgeilen Groupie" (so Klaus Berger vor Jahren in einem Kommentar der FAZ zu einem Jesus als Sozialreformer von Heiner Geißler).

Doch die kreative Vernunft lebt weiter. Doch wenn sie Papst Franziskus vor der UNO und dem amerikanischen Kongress unter viele Beifall als "ganzheitliche Ökologie" einforderte, ist das vergeblich. Solange er sonst an einem christlichen Götterbild festhält. Denn auch dass die kreative Vernunft im göttergewohnten Umfeld an alte Bilder anknüpfen musste und mehr noch wie bei den Juden der Römer wegen eine Gestalt brauchte, die dann auch wieder in Kritik stand, ist klar.

Auch wie eine Vielzahl von unterschiedlichen Bewegungen erwachsen sind, die sich gegeneinander oder in unterschiedlicher Weise vom traditionellen Judentum abgrenzten, aber doch als Anfang des Christentums gelten und den gleichen Grund hatten, lässt sich nur in der nun geltenden Vernunft und Erkenntnis erklären.

Servus (193-211)

Nur in Grenzregionen war die Bekehrung zum Christentum strafbar. Gleichzeitig wurde aber immer mehr dazu aufgefordert, den Zulauf zur Gottlosigkeit nicht nur lokal zu stoppen und daher die verhasste Menschenverächter anzuzeigen. Auch das nicht auf einen jungen Mann, sondern die immer mehr um sich greifende Vernunft zurückzuführen. Die Vernunft antiker Aufklärung lässt erkennen, wie die Götterbilder bzw. der alten Opferkult immer mehr in Kritik standen. Denn wer den neuen Atheismus beobachtet, der seine Mission nicht nur in unzähligen Büchern wie von Dawkins zum Ausdruck bringt, sondern gar Busse durchs Land fahren lässt. Der kann nicht nur nachempfinden, wie damals das neuen Denken, das den bisher noch staatstragenden Kult gefährdete, bitter bekämpfende wurde. Gleichwohl durch die Aufklärung eine völlige Säkularisierung der westlichen Gesellschaft geschehen ist, die biblische Lehre im Westen in Wirklichkeit keine Rolle mehr spielen und nicht mehr für das Leben maßgebend sind. Die heutigen Jünger der Vernunft sehen es als ihre Mission, von veralteten Lehren abzubringen. Und "Gott sei Dank" werden sie dafür auch nicht mehr mit dem Tode bedroht.

Dass aber damals theologische Denker, die den Grund allen Seins nun in Vernunft erklärten, hier auch im Kult die Zukunft sahen, wegen dem Glaube an einen jungen Guru in den Tod gingen, das ist völlig unglaublich. Das ist möglicherweise mit absonderlichen gehirngewaschenen amerikanischen Sektenanhängerinnen zu machen, die ihren Guru vergöttern und sich in völliger Verblendung für ihn gar opfern würden. Doch das kann Denkern der römischen Welt nicht unmöglich weiter unterstellt werden. Die in die Geschichte als Märtyrer eingegangen Männer und Frauen, die sich den Götteropfern bis in den Tod verweigert, sind mit den heutigen Sektenanhängern unmöglich zu vergleichen. Sie können dies nur aus Vernunft getan haben, nicht zum Andenken an einen Jahrhunderte vorher hingerichteten jungen Guru, zu dem sie mit .

Decius (249-251)

Von einer gesamtstaatlichen, systematischen Verfolgung des neuen Kultes, der sich immer mehr vom traditions-/gesetzeshörigen Judentum gelöst hatte und in seiner universalen Ausrichtung die vernunftorientierte Griechen und Römern zu einer neuen Kultform einlud, wird erst hier gesprochen.

Und unzweifelhaft hat es einen Grund gegeben, der zur Ablehnung der Götter- und Kaiseropfer, von Leberschau und Mysterien führte. Was heute Jesus heißt, ist keine freie späte Erfindung, sondern hat in seiner hoheitlichen Bedeutung zur Zeitenwende stattgefunden. Eine Kritik, wie sie heute die Hoheitlichkeit des Christus tilgen will, ob der Juden wegen oder weil man denkt, dies der Aufklärung zu schuldig zu sein, greift zu kurz. Ebenso weiter dogmatisch nur von einem jungen Mann auszugehen und dann nur einen Mythos zu hinterlassen.

Und wer das Neue Testament wie ein Großteil der heutigen Theologie als reine Herleitung aus alten Texten betrachtet, ob aus der Tradition der jungfräulich geborenen Götter oder der jüdischen Tora. Auch der scheint die Geschichtsrealität nicht zu beachten. Denn dort wurde von den Christen die Götter, wie jüdische Gesetzlichkeit abgelehnt, muss ein neuer Grund gewesen sein, der dann in altbewährter Form ausgedrückt wurde, so durch Mutter Kirche zur Welt kommen musste. Auch der sich später entwickelnde Marienkult kann nur der Mutter, dem über die Kirche hinausgehende ausdrückende Wesen gegolten haben. Mit Sicherheit ist es dabei nicht um die junge Hebräerin gegangen, die nach einem Fehltritt vor der Steinigung bewahrt werden sollte. Wie Hochschullehrer nach heutiger Heilsprediger-Hypothese in weihnachtlichen Dokumentarfilmen dem Volk als Aufklärung vermitteln müssen. Doch diesen scheint die Jungfräulichkeit völlig zu fehlen. Wenn heutige Wissenschaft in unvoreingenommener Weise, statt von Buchstaben bzw. traditionellen Vorstellungen, von einem kreativen Geist ausgehen würde, kämen wir weiter. Dann könnte die Jesus genannte Wahrheit, eine aller Welt gültige und für die gemeinsame Zukunft maßgebende Vernunft wieder kulturgerecht das Licht der Welt erblicken.

Wer nicht mehr glaubt, dass eine Geißenmutter ihre sieben Kinder aus dem Bauch eines Wolfes befreite, Wackersteine einfüllte und ihn wieder vernähte. Der kann nicht weiter behaupten, da sei nichts gewesen außer einem Christusmythos und einem rebellischen jungen Mann, der nach seiner Hinrichtung durch die Römer in Gemeindebildung wiedererwachte. Mit solchem Unsinn ist der Geisteswandel, die realgeschichtliche Ablehnung des Götterkultes und die folgende Kritik, die Verfolgung und die Bereitschaft dafür bis in den Tod zu gehen, auch nur ein Märchen bzw. nur so erklärbar. Der einzige Grund, der als historisch gelten kann ist die Vernunft, die historisch definierte und theologisches Thema war.

Valerian, Diokletian, Galerius und die konstantinischen Wende

Alle überlieferten Schriftzeugnisse zeigen: Die erneute Verschärfung der Verfolgung galt eindeutig den Feinden der traditionellen, von den Vätern übernommenen Göttern und sonstigen Kultpraktiken. Und hier kommt nur die Vernunft in Frage.

In den Augen der Traditionalisten war es vernünftig den Sitten der Väter zu folgen, auch wenn die Welt und auch der Kult immer mehr in Vernunft erklärt wurde. Alle Abkehr von den altgewohnten Kultpraktiken, was allein in antiker Aufklärung in neuzeitlicher Vernunft begründet wurde, galt als staatsgefährdendes Verbrechen. Noch auf seinem Sterbebett versucht Galerius die Christen doch an den Staat und den Kaiser zu binden:

Unter allen Überlegungen, welche wir zum Wohle und Erfolg der Republik zu tätigen gewohnt sind, hatten wir vormals auch entschieden, alle Dinge in Übereinstimmung mit den überlieferten Gesetzen und der Ordnung Roms zu regeln und bestimmt, dass sogar die Christen, welche den Glauben ihrer Väter verlassen haben, zur Vernunft gebracht werden sollten; da in der Tat die Christen selbst, aus irgendeinem Grund, einer Laune folgten und der Torheit verfielen, nicht die altgedienten Sitten zu befolgen, welche womöglich noch von ihren Vätern herrührten; aber nach ihrem Willen und Gutdünken wollen sie Gesetze für sich selbst schaffen, welche sie befolgen sollen und wollen, verschiedenstes Volk an verschiedenen Orten in Gemeinden sammeln. Schlussendlich als unser Gesetz mit dem Zweck verkündet wurde, sie sollen den altgedienten Sitten folgen, unterwarfen sich viele aus Angst vor der Gefahr, viele erduldeten jedoch den Tod. Und dennoch verharrten die meisten in ihrer Entscheidung, als wir nun sahen, dass sie den Göttern weder die Verehrung und schuldige Ehrfurcht noch Anbetung des Gottes der Christen zollten, gedachten wir, angesichts unserer höchsten gnädigen Milde und der regelmäßigen Angewohnheit, bei welcher wir gewohnt sind, allen Nachsicht zu gewähren, dass wir auch diesen unverzüglich Nachsicht gewähren, auf dass sie wieder Christen sein können und ihre Versammlungen abhalten mögen, vorausgesetzt, dass sie nicht entgegen der Zucht handeln. Aber wir erklären den Richtern in einem anderen Schreiben was sie tun sollen. Aufgrund unserer Nachsicht sollen sie zu ihrem Gott für unsere Sicherheit, für die der Republik und für ihre eigene beten, auf das die Republik weiterhin unbeschadet bleibt und sie sicher in ihren Häusern leben können.

Der "Gott der Christen" kann für die damalige Welt, die einen allem gemeinsamen schöpferischen Grund in monistischer Weise bedachte (im traditionellen Kult bisher Zeus, Vater aller Götter nannte), nicht der Vater oder die Vorstellung eines jungen Guru gewesen sein. Da diese Christen als Juden galten, ist es eh fraglich, von einem Gott als Begriff zu sprechen, da den die Juden nicht kannten. Auch ein aufgrund alter Vorstellungen konstruiertes Geistesgebilde, bei dem in Foren zum Thema "Naturwissenschaft und Theologie" gefragt wird, wie oder ob Gott überhaupt in kosmischer Wirklichkeit handle, war nicht der dem vernünftig erklärten Geschehen in Kosmos und Kultur gemeinsame, damit nun offenbare "Eine" Grund. Denn die nun in Vernunft erklärte Wirklichkeit des kosmischen Geschehens war nicht der Grund des antiken Monismus von einem Vater aller Götter im Kult als "Zeus" zu bezeichnen. Wo dann gestritten wurde, ob das nun vernünftig erklärte Werden jetzt die Person (Rolle/Aufgabe) des Vätergottes einnahm oder diese offenbarte, da war auch kein "Spagettimonster" wie die Glaubenskritik den heutigen Gottesbegriff tituliert. Wer aber den nach Sitte der Väter verehrten menschlichen Göttern (Spagettimonstern) die Opfer verweigerte, ist bekannt. 

Wie sich die Zeit zu den traditionellen Göttern nicht mehr zurückdrehen ließ. Warum Konstantin dem "christlichen" Kult der Vernunft die Tür der Zukunft öffnete. Warum er für die Zukunft seines globales Reich mit vielen Völker eine gemeinsame Kirche bauen musste. Das alles sagt er in einem eigenen Kapitel selbst. Auch warum es ihm, wie seinen Nachfolgern in den ewigen Diskussionen auf den Konzilen und heftigen kulturellen Kämpfen um das Wesen der Vernunft, nie und nimmer um einen jungen Guru ging, macht er mehr als deutlich. Denn dass er jetzt einen Guru oder ein Glaubenskonstrukt gegen den Sonnengott bzw. die dann in Vernunft erklärte Kreativität des Sonnen-Systems tauschte, ist logisch. Ebenso wie in der Wintersonnenwende jetzt nicht die Geburt eines göttlichen Guru mit Namen Jesus als großes Licht hingestellt wurde, sondern die Vernunft, die jetzt im Kult galt, als Licht und Wahrheit in neuer Kultur gefeiert wurde.

Auch warum für die in Vernunft gewachsenen vielfältigen neuen Kultformen eine einheitliche Kirche gebaut werden musste, die in evolutionärer Entwicklung (dem Vergehen, neuen Wachsen in Kultur) die Rolle des römischen Staatskultes übernehmen musste, macht Konstantin selbst klar.

7. Die Vernunftlehre des Platonismus war Beginn der Christologie, die in Jesus Geschichte machte

Wer heute nach den Einflüssen des Platonismus auf den christlichen Glauben fragt, der betrachtet nicht die Geschichtsrealität, sondern schlägt üblicherweise die Bibel auf. Doch auch hier macht beispielsweise der evangelische Dekan Friedemann Richert in "Platon und Christus" deutlich macht, wie stark nicht nur die paulinische Literatur vom Platonismus geprägt war. Auch werden viele neutestamentlichen, sich auf Jesus berufende Lehren in der Stoa (damit der Logos/Vernunftlehre) begründet. Doch allein die Lese der für den Volksverstand herausgegebenen Kultlesetexte nach den Wurzeln im Platonismus abzusuchen, führt kaum weiter. Wobei ja schon die Annahme heutiger Hypothese, dass es sich bei Jesus um einen jüdischen Wanderkyniker gehandelt habe, auf den philosophischen Ursprung des Christentums verweist. Was dann beispielsweise Bernhard Lang in "Jesus der Hund" (Diogenes als Kyniker, Aussteiger "zurück zur Natur", wurde als Hunde verspottet), auch an vielen Textstellen nachweisen will. Lang verweist allerdings in Wirklichkeit nicht auf den von ihm angenommenen banalen Wanderkyniker als Grund des neujüdischen Kultes. Mit jeder Textstelle kynischen Ursprungs macht er die in den verschiedenen Schulen des Neuplatonismus geltende Natur-/Vernunftlehre deutlicht. Mit der dann der jüdische Kult auf neue Beine gestellt wurde, so erst für die deswegen verfolgten Griechen annehmbar war.

Denn auch bei den Kynikern war nicht die Person eines Diogenes oder sonstigen Denkers bzw. Gurus maßgebend. So wenig wie Platonismus eine menschliche Person der Grund des Weltbildes und der Lehren war, sondern die nun statt Mythen geltende Natur/Vernunft, die Lehren im Namen eines Platon auf neue Weise weiterdachte: Neu-Platonismus. Der nicht nur das gesamte damaligen Denken, ob Kyniker, Stoiker oder sich später auf Epikur berufende Denker, sondern auch die Götteropfer verneinenden sog. Christen bestimmte. Was logischerweise in die Texten des Neuen Testamentes mit einfloss. Der aus Abgrenzung vom Alten Testament (Marcion) und dann doch kreative Anknüpfung (Kirche), gleichzeitig auch als Gegenstück zum Kaiserevangelium für den Volkskult notwendig gewordenen war. Doch diese Glaubens- bzw. biblischen Kultlesetexte sind keine historischen Belege. Auch die den griechischen Denkern weiter im Kult geltenden Göttersagen oder das Augustusevangelium, die neben der jüdischen Tradition im neuen Testament nicht nur aufgegriffen, sondern in einer der Zeit gegebenen Vernunft erfüllt gesehen wurde, können und wollen keine Zeugen über die damals bestimmenden neuplatonische Lehre sein. Wobei das Neue Testament die Lehre des Neuplatonismus weit deutlicher werden lässt als die Göttersagen.

Allein der Nachweis, dass die Christologie, an die die Kirche anknüpfte, ihren Ursprung im neuplatonischen Reformjudentum u.a. der Bildungsmetropole Alexandrien zur "Zeit Jesus" d.h. um 10 bis 40 nach Chr. hatte (wofür Philo von Alexandrien steht) müsste als absoluten Nachweis genügen. Wobei Philo von Alexandrien im Brockhaus auch ganz prominent unter "Allegorie" genannt wird. Weil er für ein allegorisches Verständnis der jüdischen Tradition steht. Das war logischerweise unabdingbar, um in der griechischen Vernunftlehre das zu verstehen, was den Propheten als Wort galt und damit Griechen den kritisierten jüdischen Kult erst ermöglichte. (An vielen Stellen wird auf Philo bereits Bezug genommen. Auch deutlich gemacht, warum es hier möglicherweise noch zu früh ist, von "Christologie" zu sprechen. Weil die Heilswirkung in Kultur erst von der volksförmigen, kulturgerechten Ausdrucksweise des Logos/der Vernunftlehre ausging.) Egal wie, in der platonisch bzw. in Vernunft begründeten Christologie Alexandriens kann es sich nicht um die bei heutiger Hypothese unumgängliche Hellenisierung eines jüdischen Handwerksburschen als Wanderkyniker gehandelt haben. Doch auch wenn das unmöglich ist, wird gar die nachweislich auf den Logos gründende "Christologie" des Reformjudentums Alexandriens wie ein späterer Heiligenschein für einen Handwerksburschen abgetan. Zumindest bisher kaum mit dem historischen Wesen bzw. Grund christlichen Kultes realgeschichtlich in Verbindung gebracht. Dabei wird bei diesem unter Philo bestens bekannten hellenistisch-neuplatonischen Reformjudentum mehr als deutlich: Im Bezug auf die Vernunft allen Werdens als lebendiges Schöpfungswort wurde der Grund für Römer und Griechen gelegt, den durch die antike Aufklärung in die Jahre gekommenen Götterkult gegen den bildlosen nun universalen jüdischen Monotheismus zu tauschen. Was dann als christlich kritisiert und verfolgt wurde.

Wie das Weltbild des Neuplatonismus bzw. der damit nun statt des Mythos geltenden Vernunftlehre dem christlichen Glauben zugrunde liegt, wird auch klar, wenn man sich den zum nun universalen Judentum bekehrten Römern zuwendet. Wer betrachtet, wie die sich zum Christentum bekennenden Kaiser und andere als Väter der Kirchen geltende griechischen Denker in der Philosophie ihrer Zeit ausgebildet waren, sieht bestätigt: Diese Denker haben ihren Verstand nicht aufgegeben. Die zeitgemäße Philosophie/Theologie bestimmte weiterhin den nun "christlichen" Kopf, der sich daher Göttern bzw. menschlichen Gottesvorstellungen/-bildern verweigerte. Das lässt sich das auch in den dann christlichen Lehren nachlesen. Wenn die Väter der Kirche ihre in Vernunft begründete Kosmologie nun mit der jüdischen Tradition begründeten, dann war das kein Buchstaben- bzw.Bibelglaube. Und mit einem jungen Guru hatte das gleich gar nichts zu tun, wenn von Göttern zur jüdisch-bildlosen Monotheismus-Tradition gewechselt, die Götteropfer verweigert wurden.

Dass neuplatonische Denker zur Gottheit eines jungen Guru überredet wurden und dem heute geltenden Junghandwerker zur Vergötterung ein philosophisches Kleid anzogen, das schließt sich bei heutigem Wissen aus. Das ist mit der Geschichtsrealität nichts zu machen. Gleichwohl es bei heutiger Heilsprediger-Hypothese auch dann die einzige Lösung bleibt, wenn nachgewiesen wird, wie keine nachträgliche Hellenisierung war, sondern in griechischer Vernunftlehre das jüdisch-monotheistische Verständnis nun universal begründet wurde.

Wem im neutestamentlichem Heidelberger Studium durch Klaus Berger, der trotz seinem Beharren auf ein schöpferisches Wesen vom Logos nichts hören will, die Gottheit/Hoheit eines Heilspredigers vermittelt wurde. Und wer später mit Gerd Theißen oder anderen Neutestamentlern bedachte, welche sozialen Umstände dazu führten, dass Fischer aus Galiläa ihren Guru in den Himmel hoben bzw. der für sie ein göttliches Wesen war. (Wobei allein die von Theißen herausgegebene "Weisheit des Urchristentums" oder andere Werke deutlich machen müssten, dass kein Guru, sondern Vernunft bzw. die auch philosophisch geltende Weisheit gesprochen hat. Was ja auch Berger bestätigt, der seine auf einem lebenslustigen Galiläer reduzierenden historisch-kritischen Nachfolger als "Bibelfälscher" beschimpft. In einer kurzen Antwort auf die zahlreichen unter www.theologie-der-vernunft. de zu findenden Briefe ermahnte er micht, nicht auf den Logos zu insistieren, sondern in der Bibel zu lesen. Doch bei klarer Sicht macht er wie all seine das hoheitliche Wesen des biblischen Gottessohnes, Christus... hochhaltende Kollegen klar. Auch im biblischen Kulttext war kein junger Mann aus Galiläa das Thema, sondern kann die hoheitliche Funktion und Bedeutung nur von der Vernunft ausgegangen sein.) Wer sich gar heimlich der Kritik von Gerd Lüdemann anschließt, der trotz seiner hervorragenden Kenntnis philosophischer Gnosis als Urchristentum einen un-auferstanden Guru an den Anfang stellt. Und dann auch noch jeden Satz des Neuen Testamentes als Rhetorik zu dessen Verherrlichung aus alten Kulttexten abgeschrieben nachweisen will. Ohne dabei auch nur im Entferntesten die der damaligen Erkenntnis/Gnosis zugrunde liegende Vernunft/Logik zu bedenken. Auch für den kann alles anfängliche philosophische Denken und die damit verbundene jahrhundertelange Diskussion nur die Verherrlichung für den jungen Guru gewesen sein, der jedoch nicht das christliche Wesen war.

Getreu dem bisher Gelernten, auf dem ja auch gesamten Lebenswerke und Glaubensvorstellungen gründen, wird heute von allen Seiten an einem Heilsprediger festgehalten. Wie wenn sich die anfänglich vielfältigen Bewegungen, incl. der urchristlichen Denker durch Glaubensüberredung zu dessen Sekte ergeben, die blutigen Auseinandersetzungen der ersten Jahrhunderte nur ein fiktives Christuswesen zum Grund gehabt hätten. Männern wie Origenes, aber ebenso dessen Gegner, auch aus den christlichen Reihen, wären nach dieser Definition letztlich alle einer Christushalluzination oder Verherrlichungsrede aufgesessen. Was hat das aber mit geschichtlicher Realität zu tun? 

Wer nicht nur davon ausgeht, dass beispielsweise Augustinus philosophisch dachte, sondern rätselt, ob der große Vordenker der Kirche sich zum Christentum oder zum Neuplatonismus bekannte. Auch der macht klar, wo die Wiege des Jesus genannten christlichen Wesens stand. Und wenn sich Augustinus bzw. die in seinem Namen verfassten Texte als theologisches Werk des Mittalters zeigen. Was der einzige derzeit in Deutschland agierende Radikalkritiker Hermann Detering in "O du lieber Augustin" nachweisen will. Dabei leider auch den bereits bei seinen holländischen Vorbildern geltende Logos als den historischen Glaubensgrund und dessen kulturgerechte Ausdrucksweise nicht bedenkt. Somit als Verneiner des Geschichte gewordene historischen christlichen Wesens gilt. Wie wenn es weder die kritisierten Christen, noch das ganze anfängliche Denken gegeben hätte, wird so leider auch von der Radikalkritik weitgehend nur im Buch geblättert. 

Doch wird Augustinus als das große Vorbild von Benedikt XVI. und vielen katholischen Denkern nicht weniger bedeutend. Der von Detering als Spätwerk gedeutete Vater der Kirche belegt dann, dass die in seinem Namen schreibenden theologischen Denker des Mittelalters in der neuplatonisch definierten Vernunft das Wesen des christlichen Glaubens sahen. Was dann in der Geschichte der Reformation einheitlich Jesus genannt wurde.

Wo die heute Neuplatonismus genannte Philosophie galt, die rund um das Mittelmeer die neue theologische Grundlage legte, wäre in wildester Verwirrung niemand auf die absurde Idee gekommen, in einem jungen Heilsprediger den Grund eines neuen monotheistischen Kultes zu sehen. Selbst wenn man den im Kult weiter von Zeus sprechenden monistischen Lehren des Neuplatonismus einen philosophischen Monotheismus verweigert und alles Wissen um die anfänglichen Vernunftlehren weiter ausblendet. Christlichen Denkern, die aus der philosophischen Lehre kamen, kann unmöglich unterstellt werden, dass sie einen Wanderprediger zu dem erhoben, was den traditionellen Philosophen/Theologen als Logos/Vernunft galt.

Was das Christentum am Neuplatonismus ablehnte, war der Götterkult, wie er bereits mit Beginn der griechisch-philosophischen Vernunftlehren kritisiert wurde. Zu den theologischen Streitereien gehörten u.a. das Gottesbild. Doch eine Sekte, die einen jüdischen Guru mit Namen Jesus zu Gott ausrief, ist in dieser Zeit undenkbar. 

Undenkbarer ist es auch, dass Neuplatoniker, die eine universale Religion bedachten, ein in der Vernunft allen Werdens begründetes höchsten Wesen als Zeus verehrten, sich mit denen auseinandergesetzt hätten, die nach heutiger Hypothese als Christen gelten. Zeitgenossen, die sich aufgrund der Überredung eines nach Halluzination gewandelten Sektenverfolgers zum Christentum bekannten, wären für Neuplatoniker keine Ansprechpartner gewesen. Mit der Sekte eines jüdischen Heilsprediger oder eines paulinischen Christus-Hirngespinstes, das behauptete einen den hebräischen Propheten unsagbaren kreativen Grund des Ganzen zu offenbaren, wäre keine geistige Auseinandersetzung machbar gewesen.

Davon ausgehend, dass der historische Jesus bzw. Grund des christlichen Glaubens ein junger Heilsprediger vom See Genezareth war, muss heute alle Apologetik als eine diesem aufgesetzte Verteidigungslehre gesehen werden. Auch den Vätern der Kirche muss bei heutiger Hypothese gegen besseres Wissen weiter unterstellt werden, dass sie ihre Logos-Lehre nur erfunden hätten, um dem guten Jungen einen philosophischen Anstrich zu verleihen oder weil sie ihn für eine Art Gott hielten. So ist man sich zwar über den neuplatonischen Bezug des Urchristentums im Klaren, blättert auch bei Paulus die Stoa nach oder belegt bereits bei den Synoptikern Weisheitslehren als Worte Jesus, wie sie auch Seneca vertrat. Doch im Licht heutigen Wissens, auch um die Kritik an den anfänglichen Christen und ihre Verteidigung ist die Hypothese vom mehr oder weniger herrlichen Heilsprediger unhaltbar. Weder bei der Christen-Kritik, noch der Verteidigung durch Apologeten bzw. Kirchenväter kann es um das gegangen, was heute einzig als historisch untersucht wird.

Möglich wäre, dass ein heutiger Denker, der sich für die wissenschaftlich erklärte Kreativität des Ganzen begeistert, plötzlich einen Gehirnschaden erleidet. Oder dass er sich aus sonstigen Gründen der Lehre eines amerikanischen Bühnen-Evangelisten anschließt, sich durch religiöse Rhetorik überreden lässt. Aber dass er dies dann auch noch als Wahrheit, Vernunft in Person oder das ausgibt, was den Propheten unsagbar war, das wäre selbst einem solchen Irrglauben kaum zu unterstellen. Wie ab aus Wasser Wein wurde, dass ist genau der in Vernunft erklärten Kreativität zu verdanken, die auch in der Natur mit ökonomisch-kultureller Unterstützung der Winzer aus Wasser und Sonne Wein entstehen lässt. Auch wie in diesem neuen Verständnis des schöpferischen Wortes die Überwindung des Abfalles von schöpferischer Realität war, liegt auf der Hand. Wie aber Intellektuelle  über als Wesen der Vernunft diskutierten, weil sie zur Sekte eines jungen Guru überredet waren, den sie auf geheimnisvolle Weise für einen wiedererwacht Gott hielten. Das ist selbst bei einem noch so großen Hirnschaden nicht denkbar. Doch genau das wird bei der heutigen Historien-Hypothese ganzen Generationen von antiken Denkern letztlich unterstellt.

Dabei stand der junge Guru, der fälschlicherweise als Glaubengrund angenommen und wie gelernt, mit Jesus als Christus übersetzt wird, in keiner Weise zur Debatte. Auch wenn die herkömmlichen Übersetzungen urchristlicher Lehren, wie deren Kritik völlig den Blick verbauen. Der war nicht Gegenstand der Kritik.

Selbst wenn neben einer unangebrachten Polemik, wie etwa Kannibalismus aufgrund des Herrenmahles, der an das Judentum angelehnte Kult und die entsprechende Volkssprache als falsch oder einfältig gegenüber dien griechischen Göttern kritisiert wurde. Was den sog. Christen vorgeworfen wurde, war die Verweigerung des Götterkultes. Denn auch wenn die Götterbegriffe bzw. -bilder von griechischen Intellektuellen in Vernunft erklärt waren, so galt es auch der griechischen Bildung als selbstverständlich, der Tradition gerecht zu werden. (Nebenbei: Von den heutigen Denkern, die sich auf die antiken Philosophen und ihre Weisheiten berufen wird leider meist übersehen, dass bei den Vordenkern der Aufklärung der Kult Voraussetzung für Vernunft der Gesamtheit/Gesellschaft war. Er wurde als Lieferant und Garant für ein funktionierendes Gemein- bzw. Staatswesen gesehen, in dem die Weisheit lebendig werden sollte. Und sicher war das auch die Sicht der sog. Christen, die sich in diesem Sinne von heutigen Atheisten unterscheiden. Denn die damaligen Denker lehnten zwar die gestrigen Lehren, der Leberschau, den Opferkult gegenüber menschlichen Göttern ab, ohne dabei den Kult aufzugeben. Den wollten sie auf kreative Weise auf neue Beine stellen.) Im Gegensatz zu den Philosophen lehnten die sog. Christen jedoch die traditionellen menschlichen Götter als menschgemachte Idole ab. Nicht nur Leberschau und sonstige traditionelle Dämonen waren der Vernunft zum Opfer gefallen, sondern auch die menschlichen Götter. Auch wenn die Christen dem Kaiser als Staatsoberhaupt dienen wollten, so verweigerten sie sich den menschlichen Gottheiten. Ein junger Jude als Gott wäre mit diesen Denkern daher noch weniger zu machen gewesen, wie mit ihren traditionshörigen Kritikern.

Die Philosophen/Theologen der verschiedenen Schulen sahen es als vernünftig, trotz aller aufgeklärten Vernunftlehren im Kult von Göttern zu reden, damit diesen auf traditionelle Weise gerecht werden zu wollen. Doch die sog. Christen verweigerten sich dem. Wenn es  als christlich geltende Bewegungen gab (beispielsweise Marcion, der von philosophischer Erkenntnis/Gnosis getragen wurde), die die jüdische Tradition bzw. deren Theologie verwarfen und die Vernunft an Stelle der alten Gottheiten rückten. Dann macht all dies deutlich, um was es anfänglich ging. Und auch wenn logischerweise der christliche Glaubensgrund später in der Gestalt der Götter auftreten musste, gar ein Gesicht mit Bart bekam, von ihm die gleichen Geschichten erzählt wurden. Und wie von den Göttern und in den anfänglichen Evangelien nicht von Josua, lat. Jesus, sondern vom Zeus-Pantokrator geschrieben wurde. All das ist das in kreativer Kulturentwicklung bzw. in Vernunft zu erklären. Diese im kosmischen, wie kulturellen Werden erklärten Vernunft (wozu in kreativer Entwicklung der aufgeklärte, allegorische Verstand des Alten gehörte: Auferstehung) war der Grund für die Römer und Griechen, sich zur Tradition des bildlosen hebräisch-prophetischen, vom Wort (hebr. Vernunft) ausgehenden jüdischen Kultes zu bekennen. Ein Guru oder ein Gehirngespinst können nie und nimmer der Grund gewesen sein, trotz Verfolgung die Götteropfer zu verweigern. 

Auch die in der Bibel Geschichte gewordenen Bedeutungsaussagen, wie die nicht von durch menschliches Zeugnis hervorgerufene Geburt des christlichen Wesens ist nach heutigem Wissen unmöglich einfach die Übertragung von Göttermythen auf einen jungen Guru. Dies, wie die Heilswirkung, die nun nicht mehr von den Göttern oder tauber Gesetzlichkeit ausgehen konnte, wurde im nun universalen Verstand des Wortes bzw. in Vernunft als erfüllt gesehen und in weitgehend jüdischer Tradition dem Volk vermittelt. Wodurch auch die Fleischwerdung bzw. die biblische Ausdrucksweise, wie wir sie kennen und in Jesus Geschichte wurde, kein doketistisches Scheinwesen ist, sondern schöpferische Wirk-lichkeit in menschlicher Kultur. 

Origenes Origenes: Ein 200 in der Bildungsmetropole Alexandrien argumentierender urchristlicher Denker. (Allein unter Wiki und vielen im Netz zu findenden und weiteren geschichtswissenschaftlichen Quellen gut beschrieben.) Er hat uns die größte Textsammlung anfänglichen Denkens hinterlassen und ist unumstößlicher Zeuge, dass die Vernunft das dann Jesus genannte Wesen war. Der Denker, der wie bei Philo von Alexandrien und auch sonstigen Reformern üblich, die hebräische Tradition allegorisch auslegte, ist auf keinen Fall zum Glaube an einen jungen Guru überredet worden, den er nun als Logos ausgab oder sah. Der Nachweis, dass Origenes, wie ja auch die anderen Väter der Kirche vom Logos/Vernunftlehre ausging, ist nicht neu ist. Doch wer genauer hinschaut, der erkennt: Der Logos des Origenes war keine Verherrlichungsrede für einen egal wie wiedererweckten jungen Juden oder ein fiktives Kirchenkonstrukt. Was nach heutiger Hypothese vom historischen Heilsprediger angenommen werden muss. Vielmehr zeigt sich, wie von der durch antike Aufklärung definierten Vernunft (und ihrem Wiederverstand als das, was den Juden als Weisheit/Wort galt) genau die Wirkung in der Geschichte ausging, die auf Jesus bezogen wird. 

Und ob es wirklich in Alexandrien gleichzeitig einen Kirchenvater und daneben einen neuplatonischen Philosophen gab, deren Namen sich auf Horus bezog, aus Ägypten ableitete und die nur zufällig gleiche Lehrveranstaltungen besuchten, wird sich noch zeigen. Was aufgrund der Kirchengeschichte bzw. auch nach heutiger Glaubenshypothese (Christentum fern jeder Philosophie bzw. Vernunft, nur Verherrlichung eines Heilspredigers) meist angenommen wird, das muss nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Allein wenn sich möglicherweise zeigt, wie die Kirchengeschichte des Eusebios eine spätere Konstruktion ist. Oder wie auch die anderen Väter und die ebenso als Bauherren der Kirche geltenden Kaiser neuplatonisch gebildet waren. Auch wie die Antike keine Unterscheidung zwischen Theologie und Philosophie kannte, nur verschiedene Denkweisen der Vernunft (des wahren Wortes) waren. All dies wirft neues Licht auch auf die Person Origenes, wie seine Lehre und Diskussion. Die hier ausgewertete Debatte des Origenes mit Celsus zeigt auf jeden Fall die Auseinandersetzung verschiedener Denkweisen. Eine Diskussion um die Vernunft (das wahre Wort), die realgeschichtlich war. Und die auch in den beiden von Wiki derzeit angenommenen Origens zum Ausdruck kommt. Einerseits ein Neuplatoniker, der den griechischen Göttern treu geblieben ist, andererseits ein ebenso von Vernunft/Logos ausgehender christlicher Denker. Dass Origens wie andere Kirchenväter vom Logos/Vernunft ausgingen, die auch für den Neuplatonismus galt, dürfte klar sein. Daher ist es weitgehend egal, ob zwei Origens waren. Oder ob ein dann christlicher Denker mit der traditionellen Philosophie/Theologie, in der erwachsen war, über das wahre Wort/die zeitgemäße Lehre diskutierte. Wie die folgende Analyse der Diskussion um die "wahre Vernunft" zeigt, ist es auf jeden Fall völlig absurd, dass dabei ein junger Jude, ein Christusmythos oder einen oder ein Wort aus Buchstaben das Thema waren.

Auch wenn wir von einem christlichen Origenes ausgehen, der nicht mit einem gleichnahmigen Neuplatoniker identisch ist, jedoch wie dieser in Alexandrien damals lebte und dachte. Dem in der Bildungsmetropole antiker Hochzivilisation aufgewachsenen und ausgebildeten Vater der Kirche ging es mit absoluter Sicherheit nicht - so wenig wie Philo oder späteren dort um das Wesen des Logos hefig streitenden Kirchenvätern - um einen jungen Mann bzw. ein diesem aufgesetztes Glaubenskonstrukt.

8. Oringens kontra Celsus

Der vielzitierte Text einer Streitschrift, die meist als Beispiel für die Gegnerschaft zwischen Wissen/Denken bzw. Philosophie und Glaube hingestellt wird, ist zumindest dafür nicht haltbar. Bei der Auseinandersetzung des als einer der Väter der Kirche geltenden Origenes mit Celsum geht es um zwei Philosophen als Theologen (zwei verschiedene Denkwege), die über das wahre Wort, die richtige Ausdrucksweise der beiden geltenden Vernunft in der Kultlehre ihrer Zeit Diskutieren. 

Bei ernsthafter Betrachtung von Origenes, seiner Herkunft und seiner gesamten Lehren (größte erhaltende Schriftgut anfänglicher kirchlicher Autoren) kann der oft angenommene Kurz-schluss nicht weiter aufrecht erhalten werden. Allein Origenes (noch gesondert darzulegen) ist der eindeutige Belegt dafür, dass die anfängliche Kirche für/auf kreative Vernunft gebaut wurde. Hier hat kein Philosoph/Theologe, dem es nachweislich um den Logos ging, gegenüber einem Atheisten den Glaube an die Göttlichkeit eines nach seiner Hinrichtung wegen Häresie wiedererweckten jungen Juden  mit Namen Jesus verteidigt, dem er jetzt anhing. Heute ist auch klar, dass auch die antike Philosophie kein Atheismus war, was vielmehr den Christen aufgrund ihrer Abkehr von den Göttern vorgeworfen wurde. Die neuplatonische Philosophie begründete in Vernunft einen Monotheismus und bediente sich dabei meist weiter der gleichzeitig auch kritisierten traditionellen Götterbilder. 

Allein wenn die heutigen Übersetzungen der antiken Auseinandersetzung von "Jesus" sprechen, versperren sie das Verständnis der Bedeutung dieses Textes. Selbst wenn dieser Vater der Kirche von einem Jesus gesprochen hätte, was nicht der Fall war. Dann wäre es ihm um Josua gegangen, der das Wort (den wahren Logos im bildlosen Kult) brachte oder um jüdische Weisheitslehren. Die ähnlich wie die Josua-Geschichte, in Form antiker Romane der bildhaften Religiosität ihrer Zeit gerecht wurden, so Weisheit/Vernunft im Volk vermittelten. Um einen jungen Guru mit Namen Jesus, wie er heute gilt, ist es dem Mitbegründer der Kirche bei seinem Christus bzw. seinem Ausdruck von Vernunft (dem wahren Wort) auf keinen Fall gegangen.

Ob die Lehre des Celsus, die Origenes in einem Brief an seinen Freund Ambrosius widerlegte, auf einen einzelnen Denker gründet. Oder ob damit das weiter den traditionellen Göttern gerechte monotheistische/philosophische Denken  als Gegenspieler im Blick war. Das ist so unerheblich, wie die Frage, ob es überhaupt eine einzelne Schrift oder gar einen Celsos gab, dem der kirchliche Philosoph dann widersprach. Oder ob die damalige Diskussion um das "Wahre Wort/Vernunft"; ím Blick war. In der Bezugnahme auf einen Celsus die Auseinandersetzung mit dem der griechischen Tradition treu bleibenden Denken zum Ausdruck gebracht wurde. Die Anschuldigen des Celsus, die in Alexandrien um 178 entstanden sein sollen, wie ihre Wiederlegungen, zeigen auf jeden Fall:  

Ein junger Jude war nicht das Thema der Zeit. Es ging um die richtige Ausdrucksweise des dem gesamten damaligen Denken gültigen Logos/der Vernunft, nach der die Welt und menschliche Weisheit heute nur etwas empirischer erklärt wird.

Auch wenn es heute sicher sehr schwer ist, bei all den Vorurteilen - auch bei den Übersetzern - aus dem Brieftext des frühen christlichen Denkers auch noch die Ansicht der Gegner herauszulesen. Weil ein normal denkender Mensch bei der üblichen Übersetzung des Gesamttextes, allein schon aufgrund der Rede vom damals geltenden kreativen Grund des Ganzen als "Gott" (wobei dann heute meist an einen menschlich-zaubernden Designer oder eine Fiktion des Glaubens gedacht wird) das Buch der Ernsthaftigkeit zuschlägt. Doch in aufgeklärter Auswertung ist die Schrift sehr aufschlussreich. Sie zeigt, wie sich die Zeit um die wahre Ausdrucksweise von Vernunft/des Wortes stritt. Wie auf jeden Fall kein wundertätiger Wanderkyniker oder ein diesem übergestülptes Konstrukt damals das theologische Thema der Diskussion um die wahre Vernunft/Wort gewesen sein kann.

Contra Celsum  laut Wiki:

-Bereits der Vorwurf, Christen würden illegalen Vereinigung angehören, lässt nicht nur auf die Vielzahl anfänglicher Bewegungen (nicht Sekte eines jungen Guru) schließen. Er wendet gegen die noch sehr verschiendenartigen neuen Denkweisen, die sich außerhalb des traditionellen staats- bzw. Götterkultes bewegen. Doch Origenes argumentiert, dass es nicht unvernünftig sei, sich außerhalb der gesetzlichen Ordnung/Tradition zu bewegen. Weil der neue götterfreie Kult (später die Kirche) nur im Untergrund überleben könne, sonst verfolgt würde.

-Auch dass die Lehre der Christen barbarisch sei, ist vom Standpunkt der traditionellen Seite, bei der die theologisch-philosophische Bildung weiterhin die altbewährten Götter (keinesfalls einen Galiläer) auftreten ließ, verständlich. Origenes entgegnet, dass es vernünftig sei, nun die jüdischen Kultbilder aufzugreifen. Die Griechen hätten die monotheistische Denkweise der Juden, die bereits bei den Propheten vom Wort/Vernunfthandlung ausgingen, übernommen. Auch wer sich beispielsweise das "Buch der Schöpfung" betrachtet, das Pythagoras in einem Weltbaum aus Zahlen übertrifft oder die Lehren der Kabbala und den Hebräern in ihrer die Schöpfung umsetzenden Schrift über die Schulter schaut, kann zu diesem Eindruck kommen. Ein Gegensatz zwischen Philosophie und Christentum wird auch hier aufgelöst. Indem Origenes zeigt, wie die Juden keine Barbaren waren, macht der Mitbegründer der Kirche vielmehr klar, dass Pythagoras, Platon & C0. die berechtigten Nachfahren der Propheten waren.

Nebenbei sagt auch die philosophische Deutung der heute besser noch bekannten jüdischen Anfänge: Die Erneuerung des Judentums kann nichts mit der Wiederweckung eines hingerichteten Wunderheilers zu tun gehabt haben. Wenn aber das in Bezug auf Abraham & Co. auf noch mythische Weise in Zahlen und Buchstaben einheitlich dargestellte schöpferische Geschehen jetzt in Vernunft erklärt wurde, wird die Auferstehung (der aufgeklärte Verstand des Alten) verständlich. 

-Dass die Lehre der Christen eine Geheimlehre sei, widerlegt Origenes als Unsinn. Nicht nur weil auch die griechischen Philosophen/Theologen esoterische und exoterische Lehren verbreiten. Vielmehr wäre die Lehre der Vernunft (auch hier zeigt sich: nicht die eines jungen Guru) weit verbreitet, würde der gesamten Welt bekannt.

-Ebenso, dass Christen unter Druck die Vernunft verleugnen, was Anhänger der richtigen Religion nie tun würden, lässt Origenes nicht gelten. Auch Celsus hätte sich als Genussmensch gezeigt, wäre dabei der "wahren Vernunft" (Logos als Weltregierung, wie sie Stoa vertrat, Unterdrückung der menschlicher Gier verlangte) nicht gerecht geworden. Was nicht nur bei den Epikureern zu erkennen ist, die die Lust zum Maß machen, damit dem auch für sie im Denken geltenden Logos/kreativer Vernunft nicht entsprechen.

-Auch dass Christen nur nach dem Grundsatz leben: Prüfe nicht, sondern glaube" lässt Origenes nicht gelten. Wie in jeder Philosophie/Theologie, so hätten auch bei den Christen die wenigsten des Volkes die Zeit, Kraft und Muße, sich in die Sache (nicht in die Worte/den Wille eines Wandpredigers, sondern der Vernunftlehre) einzuarbeiten. Auch die Anhänger der griechischen Logos-Lehre würden dieser meist folgen, ohne im Einzelnen zu prüfen. Und da die Christen sich in ihrer gesamten Menge von Lastern frei gemacht hätten, ohne im Einzelne "die Vernunft zu befragen" (nicht was ein wiedererweckter Wunderheiler, Kyniker wollte) ihr Leben in sittliche Ordnung gebracht hätten (dem Logos/der Vernunft folgen würden) wäre dies der wahre Weg.

-Christen würden die Weisheit/Vernunft als Übel sehen (was heute meist angenommen, auch Paulus untergeschoben wird) lässt Origenes nicht stehen. Wie später auch Luther zwischen menschlich-selbstherrlicher, egoistischer Vernunft und schöpferischer Vernunft (von natürlicher Schöpfung ausgehende, Zukunft der Gesamtheit gestaltende) unterscheidet. So macht bereits Origenes einen Unterschied zwischen kurzsichtiger und kreativer/schöpferischer, damit wahrer Weisheit/Vernunft.

-Und dass Moses bzw. der prophetische Monotheismus im Wandel der Zeit von anderen Kulturen übernommen wurde, ist für Origenes kein Mangel. Auch ohne dass dem Miterbauer der Kirche eine natürliche Kulturentwicklung nach evolutionären Prinzipien (Logos) in heutiger Weise klar war. Und auch wenn er dies damals nicht im Einzelnen belegen konnte. Er ging davon, dass, ähnlich wie sich die griechische Kultur aus Vorgängerkulturen entwickelte, auch die Propheten aus den persischen Philosophien vom für das menschliche Verhalten maßgebenden kreativen Ganzen/Weltgeist (Zarathustra) oder ägyptischer Theologie speisten. So den alten Monotheismus oder dort bereit geltende Trinität weiterdachten. Auch andere Hochkulturen hätten sich so entwickelt. (Aber wo ist jetzt der Wanderprediger Jesus geblieben, dem er gedient haben soll oder der Christusmythos, auf/für den er angeblich eine Kirche, eine neue Kultgemeinschaft mit erbaute?)

-Warum es nur einen universal geltenden kreativen Grund gibt, der alles aus sich hervorgebracht hat (heute meist Gott genannt) wird (außer von dualistischen Denkweisen, die von guten und bösen Prinzipien ausgehen) von keiner der philosophisch-theologischen Denkweisen bestritten. Auch wenn Celsos die Götterlehre verteidigt, so muss er nicht nur als zeitgemäßer Monist gelten, sondern indem er von Zeus spricht, auch als Monotheist. Doch dass die Götter als Phantasiegebilde nur verschiedene Wesenheiten im schöpferischen Ganzen verkörpern, so menschliche Phantasieprodukte sind, ist allen damaligen Denkern bewusst. Für Origenes erscheint es daher die wahre Lehre, nur von einer kreativen/schöpferischen Instanz des Ganzen auszugehen, die nach den Propheten nicht vorstellbar, abbildbar oder selbst ausdrückbar, aussprechbar ist und sein wird.

Die niedere Gestalt des gekreuzigten Galiläers (ein Jesus kommt nicht vor) hat es laut Origenes inzwischen vermocht, die Welt mehr als die bisherigen Götter und die Könige (irdische Vertreter der Götter bzw. Göttersöhne), in Bewegen zu versetzen. Und dass sie so mehr bewegte, als allein der Athener Themistoklos, die Lehren Pythagoras oder Platon und andere Weisen oder menschliche Kaiser, ist kulturgeschichtlich auch bekannt. Das Christentum war daher für den Vernunft-Philosophen Origenes die im kreativen Sinne vernünftigste/die richtige Lehre.

Aber lassen wir den Streit zwischen Götter- oder christlicher Lehre, das ist Schnee von Gestern. Fest steht: Um den heute an Hochschulen vermittelten und selbst als Christus einzig hinterfragten jungen Juden, den er als das sah, was ihm als Philosoph als Logos/Vernunft galt, ist es dem Miterbauer der Kirche auch in seiner Auseinandersetzung mit Celsos auf keinen Fall gegangen.

Auch der Gesamttext, wie er in der Bibliothek der Kirchenväter zu finden ist (selbst nach Übersetzung mit heutiger Brille, die einen Guru an den Anfang stellt und viel von Gott spricht) verweist eindeutig auf die Vernunft als Thema:

Bereits in der Einleitung lässt es sich trotz aller Jesus-Brille nicht vermeiden, vom "Verständnis der menschlichen Vernunftwesen"; zu sprechen, so die wahre Lehre der Vernunft zu begründen. Die sich dann vernünftigerweise des Galiläers bediente. Menschen brauchen Mittlergestalten, macht Origenes schon im Eingang klar. Und warum es vernünftig war, die Bilder der sich auf David berufende jüdische Weisheit zu nutzen. 

Noch war die Welt nicht auf heutige Weise, in Vernunft erklärt, konnte das Volk seine kulturelle Bestimmung im kreativen Ganzen (heute reden wir beispielsweise von ökologischer, weltökonomischer Verhaltensweise) nicht erkennen. Und wie notwendig Phantasiebilder für die Entwicklung der Menschheit waren und sind, wird inzwischen gar von den Kulturwissenschaftlern oder Evolutionsbiologen beschrieben (Evolution der Phantasie). Das schöpferische Wesen bleibt verborgen, seine Person (Rolle) zeigt sich nur in den u.a. erst durch Darwin &. Co. freigelegten Prinzipien allen kreativen Werdens. Und die mussten den Menschen damals in bedeutungsvollen, bekannten Bildern vermittelt werden.

Wobei dem frühkirchlichen Denker durchaus die Probleme der Bilder bewusst war, wenn er sich auf das biblische Bilderverbot der Propheten berief und daher den christlichen Kult als wahre Lehre sah. Auch wenn ihm Celsus heute vorhalten würde, er hätte den Hochschullehrern ihre zeitverschwendende Wissensvernichtung im Anhängen an einen Heilsprediger mit Namen Jesus erspart können, wenn er bei den griechischen Göttern geblieben wäre. So wie es seinen Grund hatte, dass wir von Affen abstammen, uns nicht die stärkeren Elefanten aussuchen können, war die Zeit für den christlichen Kult gekommen, der dann bis zur Aufklärung getragen hat, die der Götter um.

Auch die Forderung des Celsus wir sollen der Vernunft und einem vernünftigen Führer bei der Annahme der Lehren folgen, um nicht dem Betrug anheim zu fallen; folgert Origenes im ersten Buch, Kapitel 9

Wenn es möglich wäre, dass alle Menschen sich von den Geschäften des Lebens freimachen und ihre Ganze Zeit auf das Studium der Philosophie verwendeten, so dürften sie keinen anderen Weg einschlagen als diesen allein. Denn im Christentum wird sich, damit ich mich nicht zu derb ausdrücke, keine geringere Prüfung der Glaubenslehre, keine geringer Auslegung der dunklen Stellen in der Propheten und der Gleichnisse in den Evangelien und von tausend anderen symbolischen Tatsachen oder gesetzlichen Anordnung finden lassen als anderswo. Wenn dies aber nicht möglich ist, wenn wegen der Sorgen und Mühen, die das Leben mit sich bringt, und wegen mangelnder geistiger Begabung sich nur wenige der Wissenschaft widmen, welcher andere Weg, um der großen Menge zu helfen, dürfte wohl gefunden werden, der besser wäre, als der Weg Jesus den Völkern überliefert

Wie besser kann man sagen, um was es im christlichen Glauben und seiner Geschichtsbilder ging? Und wie deutlicher kann man machen, dass weder ein Heilsprediger mit Namen Jesus (der sicher bei Origenes so noch nicht zu finden ist), sondern die Vernunft/der kreative Logos nach universalen Prinzipien das Thema christlicher bzw. wahrer Lehre war

Auch warum der Volksglaube im Christus-Logos-Kult, ähnlich wie bei den griechischen Göttern, Mittlerwesen bzw. Bilder braucht, macht Origenes deutliche: Wenn sie so, ohne die Vernunft selbst zu befragen, mehr als im Göttersystem ihr sittliches Leben in Ordnung gebracht haben, dann seien die christlichen Bilder bzw.die christliche Lehre vernünftig. Auch warum "Glaubensannahmen" in jeder Philosophielehre gelten, wo man sich einer bestimmten Schule anschließt, wird argumentiert. Wobei es so wenig wie bei den philosophischen Lehren auch bei den Christen um Glaubensannahmen im heutigen Sinne (gegen alles Wissen) ging, sondern eine logische Annahme, die im Einzelnen nicht belegt oder bekannt war. Und in diesem Sinne lässt sich der Weg über die kirchlichen Lehren des Mittelalters, die dann folgenden Verirrungen, ebenso wie die auf antiken Schriften (als wahre Wort /Lehre) zurückgreifenden Reformation und die dann durch die Aufklärung folgende Entblätterung der biblischen Lehre nachvollziehen. Doch genau durch die Aufklärung ist uns heute die Möglichkeit gegeben, das was die Antike mit kreativer Vernunft bezeichnete, in mündiger Weise als das zu verstehen, nach was Papst Franziskus als ganzheitliche Ökologie verlangt, sein Vorgänger bereits als mit Verstand einsehbares Wesen des christlichen Glaubens im Weiterdenken griechischer Philosophie beschrieb oder als Weltethos und Gemeinsinn beschworen wird.

Immer wieder argumentiert Origenes, warum der jüdisch-hebräische Kult die größere Tradition in Vernunft hatte. Er erwidert dabei der Kritik am buchstäblichen Verständnis der Moses-Geschichte und zeigt, wie auch die Mythen der Götter in die Irre führen können. Wobei sich Celsus, ähnlich wie heutige Bibel-Kritiker, gegen besseres Wissen weiter der buchstäblichen Bilder bedient und dann den Monotheismus der Juden als einfältigen Glauben von Ziegenhirten brandmarken will, die einem Moses gefolgt sind. Aber warum sollten die Sagen der Griechen wahrer sein, als z.B. die der Ägypter? Wie viel wirkungsvoller nun und besser als alle diese Phantasiegebilde ist es, aus der sichtbaren Ordnung der Welt Überzeugung von der guten Ordnung der Welt zu gewinnen und den einen schöpferischen Grund des Gesamten zu verehren, der nicht das Werk von vielen Schöpfern und Göttern sein kann. Weil die Vernunft nicht zulässt, dass der über allem waltende Grund (den die Griechen Zeus nennen, Inder und Ägypter andere Namen haben, für Hebräer unsagbar war) aus vielen Teilen besteht (Origenes in Kapitel 23/24).

So wird Kapitel für Kapitel deutlich, dass es um eine von Vernunft ausgehende Theologie ging, die auf den gleichen einen Grund des Alles verweist, der in den verschiedenen Kulturen galt und kein vor-gesetzt und zu glaubender Designer war. Wo daher heute die in Geschichtsgestalt Jesus wie ein zu glaubender Gott angesprochen wird, dort wird die Geschichte auf den Kopf gestellt.

Wenn in der Diskussion auch die neutestamentliche Lehre das Thema ist, die Fabeln bzw. Geschichten mit denen der Griechen verglichen werden, dann ist es den beiden Vernunft-Theologen/Philosophen sichtbarer Weise nicht um einen göttlichen jungen Zimmermann gegangen, sondern die unterschiedliche Ausdrucksweise/Mittlergestalt von Weltvernunft. Denn auch warum Menschen einen sichtbaren Körper benötigen, es hier nicht um sinnlose Possen geht, wird in der gesamten Auseinandersetzung zwischen den Götterbildern und dem Galiläer klar gemacht. So beschuldigt dann auch Origenes den Celsus am Anfang des zweiten Buches, den Juden bzw. Christen einen jungen Mann zu unterstellen. Damit an einer erdichteten Person festzuhalten, wie wenn er nicht wüsste, warum die redende Person (menschliche Rolle/Aufgabe) eingeführt wurde.

Auch im 6. Buch betont Origenes beispielsweise die Notwendigkeit der Bilder, die imstande sind, auch die ungebildeten und einfältigen Menschen zu einer sittlichen Lebensweise zu bewegen, mit gemeinverständlichen Aussagen ihr Ohr zu fesseln. So macht er immer wieder deutlich, dass es bei den Bildern nicht um den jungen Charismatiker ging, der der heute leider nicht nur das Ohr der Ungebildeten und Einfältigen fesseln, sondern das fähiger Denker. Denn das Bild des jungen Mannes, das Origenes als für ungebildete Menschen notwendig erachtet, bestimmt heute nicht nur das Denken der Kritik des Glaubens. Es gilt auch den Kirchengeschichtskennern, die es eigentlich besser wissen müssten, ebenso wie der Aufklärung betreiben wollenden historischen-kritischen Theologielehre.

Die einfache Sprache und der kunstvolle Ausdruck sind ebenso das Thema, wenn deutlich gemacht wird, dass auch in griechischer Philosophie die Logos-Lehre allein nicht reicht, dies nur für Gelehrte gilt. Wie auch bei den Griechen menschliche Göttersöhne im Kult notwendig waren. Nicht um Plato einen Vorwurf zu machen, verweist Origenes - noch ohne Freud und die psychologische Beschaffenheit des menschlichen Kopfes und Kulturwesens zu kennen, gar heutige Evolutionsbiologen um Aufklärung über notwendige Phantasiebilder der Evolution befragen zu können  - auf die Notwendigkeit der Bilder, um die menschliche Seele (Psyche, Emotions- bzw. Gefühlswelt) zu gewinnen. Ähnlich, wie das bisher die Mythen taten, muss nun eine jüdische Gestalt vermitteln. Um das Bild bzw. Mythologisierung eines jungen Mannes, wie er heute an den Anfang gestellt wird ist dabei mit Sicherheit so wenig gegangen, wie um einen Christusmythos. Insbesondere, weil auch die allegorischer Auslegung der alten Bilder gefordert wird, um so zu dessem aufgeklärten Verständnis  zu kommen (Auferstehung).

So ist auch im 8. Buch vom Wort die Rede, das als wahrer eingeborener Sohn den Verleumdungen des Celsus entgegengestellt wird. Mit einem Wanderkyniker, dem man irgendwelche altbekannte Wunder anhängte um ihn als Asklepios mit himmlischen Würde zu schmücken, der möglicherweise gar wirklich Blinde heilte und selbst aus dem Grab hüpfte, hat das alles nichts zu tun. Der Sohn, durch den alles ist und doch auf den Unsagbaren der Väter bzw. den auch den griechischen Philosophen geltende Vater des Alles (dort Zeus/Jupiter) verweist, hatte auf jeden Fall keine zwei Beine und war nicht der Bangert, der einem jüdischen Zimmermann mit Verweis auf den Heiligen Geist untergeschoben wurde. (Der Ausdruck der kreativen Vernunft durch Mutter Kirche, als das wahre Wort/die richtige/kulturvernünftige Lehre war das Thema. Und dass die kreative Vernunft den schöpferischen Grund bezeugt bzw. durch ihn - und nicht durch menschliche Ideologien - gezeugt ist, dürft auch klar sein.)

Wenn sich Origenes auf die Stoiker bezieht, im Gegensatz zu Celsus auf eine Vernunft/Lehre hofft, bei der alle Völker zustimmen können, weil ein Wort/eine Vernunft die gesamte Welt beherrscht und die Heilung der Seele/menschlichen Psyche bewirkt, dann hat auch das nichts mit einem Jungzimmermann zu tun, den er als Logos ansieht oder ausgibt.

Wenn heute an kath. Bildungseinrichtungen ein Weltethos beschworen wird "Kein Friede zwischen den Nationen ohne Friede zwischen den Religionen, kein Friede zwischen den Religionen ohne Dialog zwischen den Religion, keine Friede ohne gemeinsame Standards, kein Überleben unseres Globus ohne ein globales Ethos". Dann wird nur das wiederholt, was der Antike in Vernunft gegeben und Thema auch der Debatte war.

Und gleichzeitig war beiden Diskussionspartnern, auch wenn sie sich dabei unterschiedlicher Bilder bedienten, klar: Die an die jeweilige Tradition anknüpfende Ausdrucksweisen schafft Zukunft und einen Friede zwischen den Religionen, wie er heute mehr als not-wendig ist.

In acht Büchern hat so einer von Vernunft ausgehenden Väter der Kirche alles zusammengefasst, was  gegenüber der Griechen Ausdrucksweise/Lehre vorzubringen hatte, gegenüber Celsus als wahres Wort deutlich machte. Ein junger Jude, wie er heute gilt, kommt an keiner Stelle, in keinem Satz, in keiner Silbe vor.

Weder Zeus noch Jupiter  waren in den Mythen Homers menschliche Wesen. Erst recht nicht, als die Funktion der kosmische Kreativität und Kulturaspekte verkörpernden Götter in einem gemeinsamen Grund/Vater gesehen wurden. Und noch weit weniger hat die vom Kirchenvater gegenüber griechischer Lehre verteidigte neue jüdische Ausdrucksweise der Kirche etwas mit einem Junghandwerker zu tun. Der dann nur als Christus gesehen oder als Logos verherrlicht wurde. Wenn Blitz und Donner jetzt nach und nach in Vernunft erklärt wurden, dann hat sich kein junger Charismatiker als Exorzist betätigt, sondern hat die Vernunft die Dämonen der Zeit ausgetrieben, selbst die geerbten Sünden (den alten Abfall von schöpferischer Realität) überwunden.

Und auch dass die Juden das Gesetz ihrer Väter nicht verlassen, wenn sie zu einem neuen Leben übergelaufen sind, jetzt dem Logos als Christus folgen, zeigt ganz eindeutig: Am Anfang ging es nicht um einen mehr oder weniger göttlichen Besserwisser, sondern die Vernunft allen Werdens als lebendiges Wort. Mit dem heute geltenden wundertätigen Wanderkyniker, der wegen Häresie hingerichtet wurde, hat diese Diskussion auch dann nichts zu tun, wenn über das Blut bei der Kreuzigung gesprochen, dann auch auf Homer Bezug genommen wird. Warum aber der Monotheismus und die davon ausgehenden Gebote der Juden nun in Vernunft neu begründet und keine Abkehr war, dürfte klar sein. Auch warum im Prozess der Zeit die Diskussion leiden und in der Geschichte sterben musste, um neu als Grund des als Jesus bekannten christlichen Kultes verstanden zu werden, liegt auf der Hand.

9. Die Vernunft, damit sich als natürliches Geschöpf in Gesamtverant-wort-ung zeitgemäß verstehen

Auch wenn sich noch nicht alles Geschehen völlig in Vernunft erklären lässt, so ist die Logik kausaler Gesetze (Logos) die Voraussetzung, um ewige Zeit und den unendlichen Raum des Universums berechnen zu können. Gebilde aus Menschenhand, wie sie Origenes bemängelte, haben heute endgültig ausgedient. Die Mythen liegen lange hinter uns. Auch wenn uns die Notwendigkeit von Phantasiebildern  für den menschlichen Kopf klar ist, so sind das nur kreative Werk-zeuge, kein Selbstzweck. Wie vom Kirchenvater verlangt, hat es uns die Aufklärung ermöglicht, der Vernunft ohne kulturelle Grenzen zu folgen. Damit ein aufgeklärtes Ein-Verständnis möglich wird, wie er es in seiner Logos-Christuslehre erhoffte . Humanität in der Welt, ganzheitliche Ökologie oder Weltökonomie... brauchen keine leeren Verlangen mehr zu sein, wenn wir sie als Wurzel/Grund begreifen, der hinter den kulturbedeutenden Bildern steht, nach denen die Vernunft im Orient in Mohammed und dem Koran nur anders ausgedrückt wurde, andere Wege nahm, als in Jesus und dem Kanon.

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"Zirkulärer Baum des Lebens: Evolutionäre Beziehungen zwischen 2,3 Millionen Arten"

Heute haben wir den empirischen Nachweis für das, was die Antike ahnte. Wir entspringen alle einem Stammbaum, so Spiegel-Online am 20. September 2015 (Auch wenn wir dabei weder von Zeus reden, noch an die universalen Prinzipien denken, die der Antike als maßgebender Logos galten und im christlichen Kult zur Lehre Jesus wurden, die auf einen allem gemeinsamen unsagbaren einen Grund aller Kreativität der Väter verwies):

Forscher haben einen riesigen Stammbaum mit allen bekannten Lebensformen der Erde aufgestellt.

Der Stammbaum vereint alle Lebewesen der Erde. Auch wie bereits die Vielfalt der Arten notwendig ist, mehr noch die Menschen aufeinander angewiesen sind. Wie sie voneinander nicht nur in Sachen Weltklima voneinander abhängen, weil die Abholzung des Regenwaldes oder die Umweltzerstörung der westlichen Welt alle betrifft. All das ist heute bekannt.

---Ich bin die Freiheit!-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Ich werde von allen geliebt und doch misshandelt. Die einen schätzen mich, die anderen fürchten mich. Oder sie wissen, dass ich meine Grenze habe, die von kreativer Vernunft vorgegeben wird. Weil Menschen sich nicht gegen die schöpferische Ordnung stellen, sich anderes verhalten können, wie es evolutionärer Logik oder Ökologie (dem ewigen Wort, universal gültigen kreativen Prinzipien, die in Jesus oder Mohammed zur Kult(ur)lehre wurden und so Geschichte machten) entspricht. 

Und Gehirnforscher und Verhaltenswissenschaftler stellen mich in Frage. Weil sie wissen, wie Menschen durch ihre kulturellen Vorbilder geprägt werden. Sich so verhalten, wie sie es in Kindheit der Kultur gelernt haben. Auch wie es ihren vorgegebenen Trieben entspricht, die sie nicht zeitgemäßer kreativer Vernunft in menschlicher Kulturgemeinschaft unterstellen.

----Ich bin die kreative Vernunft-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Ich werde oft missverstanden. Selbst die, die sich in all ihrer Wissenschaft und ihren Verhaltenslehren auf mich berufen, verkennen meine kulturelle Rolle/Aufgabe (Person). Die Religiösen lehnen mich ab, weil in meinem Namen der Vernunft oft Selbstherrlichkeit und Selbstsucht gepriesen werden, was in Wirklichkeit gegen mich spricht. Und selbst die Glaubenslehrer, die wissen, wie ich am Anfang galt, verleugnen mich, weil sie in buchstäblichen Bildern gefangen sind.

Selbst Luther hat mich dann in Buchform gebraucht, auf mich seine Reformation sowie die Überwindung absurder Kirchenlehren gebaut und doch auch an mir gezweifelt. Weil allein das in meinem Namen oft genannte menschliche Maß und Denkvermögen als Vernunft nicht genügt. Da die zeitgemäße Begeisterung mit dankbarem Blick auf das Große Ganze, das auf kreative/schöpferische Weise (in Vernunft) gewordene, die Voraussetzung für echte Verant-wort-ung und Vernunft in Kulturgemeinschaft ist. Denn ich bin nicht nur das Wesen, das allem logischen Werden der Welt zugrunde liegt. Denn nachdem Menschen, wie die Geschichte zeigt, sich nicht so verhalten, wie sie es als  kreativ vernünftig (u.a. ökologisch) sehen, ist es meine Aufgabe in aufgeklärter Kult(ur) mich auf mündige Weise Lebens-wirk-lichkeit werden zu lassen.

Ich war als Galiläer für Origenes das wahre Wort und bin heute in aller Welt/natürlicher Schöpfung/Logik bzw. in nach dem gegebenen Wissen in aufgeklärter Weise als Grund westlicher Kultur, wie auch des Koran zu verstehen.

Auch wenn das heute etwas anders klingt als beim Kirchenvater. Es ist das gleiche Thema, der gleiche Grund. Um einen jungen Juden ist es damals so wenig gegangen, wie der heute für das kulturelle Miteinander bzw. das schöpfungsgerechte Verhalten maßgebend ist.

Der Hellenismus im Evangelium

Die frohe Botschaft galt bei Christen nicht mehr dem römischen Kaiser und noch weit, weit, weit weniger einem Wanderkyniker. Die Vernunft/sinnvolle Logik allen kreativen Werdens in ihrer kulturellen Umsetzung und menschlich-kulturgerechter Ausdrucksweise, die im allegorischen, aufgeklärten Neuverständnis das Alte im Volksverstand neu aufleben ließ, galt als ewiges Wort.

afbeelding van Bergh van Eysinga, Gustaaf Adolf van denDer wegen einer an der Wurzel ansetzende Kritik als "Radikalkritiker" geltende Neutestamentler Gustav Adolf von der Bergh von Eysinga hat bereits deutlich gemacht, was Papst Benedikt XVI. als Wesen des christlichen Glaubens im Weiterdenken antiker Philosophie bestätigt. Und worauf sich letztlich auch sein Nachfolger beruft, wenn er aus Vernunftgründen unter großem Beifall in aller Welt eine ganzheitliche ökologische Verhaltensweise predigt. 

  

Jüdische Prophezeiungen, östliche philosophische Erkenntnis (Gnosis) und griechische Philosophie/Theologie haben für das Christusbild die Farben geliefert. Stoischer Platonismus und Mysterienkulte waren die die gemeinsamen Vorbereiter des Christentums.

 In dieser Weise ist das Allerbeste, was das Altertum hervorgebracht hatte, darin bewahrt geblieben. Um die Gestalt des Logos, des Gottesssohnes bzw. Gottmenschen, haben sich alle in ethischer und religiöser Hinsicht wichtige Faktoren des Hellenismus kristallisiert und so die gewaltige Synthese zustanden gebracht, die Christentum heißt und den wahren Menschen als göttlichen (schöpferischen) Menschen, die Person (Rolle/Aufgabe) des schöpferischen Wesens als menschgeworden betrachtet. Hier sind Jude und Römer sich einig; der Jude ist aber der alexandrinische Jude Philo, und der Römer der hellenisierte Römer Seneca. Die Verbindung des Logos der antiken Denkweise mit dem stoischen Wesen resultiert dann in der von beiden Seiten gesuchten lebendigen Gestalt.

Die Idee der Gott(schöpferich)-menschlichen Person war der Genius des Christentums. Weder Seneca noch Philo oder der Mysterien-Glaube konnte uns die Jesusbilder der Evangelien liefern. Ohne diese Antezedenzien hätte man diese aber nicht bilden können. Das Evangelium ist die symbolische Ausgestaltung der Idee, dass der Menschensohn (die menschlich-kulturgerechte Vernunft) der Gottessohn (kreative Vernunft) ist, die leiden und sterben muss, um einzugehen in die Schöpfung der Vernunft (Herrlichkeit). 

Exodus

Die Hinwendung der Römer, von einem bisher staatstragenden Götterkult, zu einem nun bildlosen Monotheismus war eine Revolution in Kultur, vergleichbar mit Echnaton oder dem sog. Exodus der Propheten des Exils. (Die dann ihre Kulturgeschichte als Rückprojektion in alten Mythen und in Gestalten wie Abraham, Noah, Moses oder Josua/Jesus erklärten.) Und so wenig der in der Sonnenordnung begründeten Monotheismus der Armana-Zeit oder bei natur-himmelskundigen Hebräern und den in Persien einen kreativen Weltgeist Zarathustras weiterdenkenden Propheten, ging die den Monotheismus nun universal machenden und erneuernde Revolution nun von einem jungen Mann aus.

 (Die sog. Landnahme war keine geografische Eroberung, sondern die Ausbreitung des weiter im Exil lebenden monotheistischen Wort-/Weltverständnisses. Wenn aber im Mythos der Landnehmer den Namen Josua hatte. Dann lässt sich verstehen, wie die universale Bedeutung, des nun auch für Römer und Griechen geltende Bundes mit dem Namen das altbekannten Landnehmers in gebracht wurde. Letztlich stand der Name Jesus für eine Weisheit, die aus Ägypten kommend als jüdische Weisheit galt, die dann auch im Platonismus bzw. in Vernunft/Logos begründet wurde.)

Bereits rund 1.500 Jahr vor der gewaltigen römischen Abkehr vom Götterpantheon hat eine solche Kulturrevolution auch in Ägypten stattgefunden und dann rund 800 Jahre später in Persien. Wofür Zarathustra und die biblischen Propheten stehen. Der Vater von Amenophis IV., der seinem Sohn den von der Sonnenordnung ausgehenden Monotheismus in die Wiege legte, hat nicht vom schöpferischen Wort (Vernunfthandlung) der Propheten gesprochen. (Gleichwohl die Hoheitsbezeichnung seines Sohnes "Echna-ton": der auf Aton, d.h. die Sonnenordnung hört, schon darauf hinweist.) Er hat nicht die Weltentstehung in Vernunft/Logik erklärt, wie die Griechen. (Gleichwohl er in seinen Gesängen alles irdische Geschehen auf die Sonnenkraft zurückgeführt hat.) Und er konnte noch weniger aus der für jedermann einsehbaren ökologischen Ordnung eine zukunftsvernünftige kreative Lebensweise herleiten.

Doch bereits an Echnaton (der für  neues Weltverständnis, bereits bei seinem Vater steht), dessen erster Monotheismus die großen Tempel schließen und die Namen der Götter ausmeißeln ließ, macht mehr als deutlich: Auch die Mission des nun universal auch für Griechen geltenden Monotheismus ist in natürlicher Entwicklung entstanden und war nicht die Überredung zur Gottheit eines jungen Mannes. 

Wie Konstantinopel, so baute auch Echnaton Achetaton, das spätere Armana (der Horinzont Atons, der Sonne) als neue Hauptstadt. Es war ein Generalangriff auf bisherige ägyptische Götteridole, die den Menschen heilig waren. Alte Vorstellungen von Diesseits und Jenseits, von Ober- und Unterwelt galten nicht mehr. Selbst der Totengott Osiris hatte den Geist aufgegeben. Das viele Götter gewohnte Volk war auch damals hin und her gerissen.

(Und so hat möglicherweise die Revolution Echnatons, die das Alte zu gewaltig ausriss, nicht kreativ die Wurzeln weiterführen konnte, mit dazu beigetragen, dass dieser monotheistische Kult kurze Zeit in seiner Radikalität später wieder völlig vom Erdboden verwand. Während die die alten Mythen in ihre Geschichte aufnehmenden Propheten einen bleibenden Monotheismus hervorbrachten.)

Auch wenn Echnaton dabei Götterbegriffe wie Maat, was bereits für die ewige kreative Ordnung stand und auch die weitere ägyptische Theologie bestimmte (logischerweise) nicht kippte. Der König war zum radikalen Ketzer geworden, der Priester überflüssig machte. Der dann jedoch in seiner Person als Pharo (oberste irdische schöpferische Autorität, Oberpriester) mit den Königskult begründete. Einen Kult, der dann in der Aufklärung der Zeitenwende seine Autorität nicht nur im Judentum, sondern immer mehr auch bei den Römern an die Vernunft abgeben musste.

Auch wie bei Juden weder ein die Götter vertretender, noch ein den einen unsagbaren schöpferischen Grund repräsentierender König die Autorität war, sondern das Wort, ist bekannt. "Die Stelle des Königs als vermittelnde Instanz entfällt in dieser neuartigen Konzeption. Durch diese Umbuchung der König-Gott-Beziehung und der König-Volk-Beziehung auf die Gott-Volk-Beziehung wird aus der assyrischen Staatsideologie die israelitische Bundestheologie. Der Bundesgedanke macht das Königtum überflüssig." So beschreibt Jan Assmann den "Exodus". Israel lebte im Exil, war kein Volksstamm in einem bestimmten Land, sondern das Verständnis des schöpferischen Wortes (hebr. Vernunfthandlung), später Logos. Der Bund/Vertrag/das Testament und Gesetz leiteten sich bereits damals aus dem kreativen=schöpferischen Geschehen der gesamten Welt ab und nicht aus beliebigen menschlichen Vorstellungen oder zufälligen Herrschern. Wo von erwähltem Volk am Sinai gesprochen wird, war ein Verständnis bzw. eine Erkenntnis, für die die deswegen die Götteropfer verweigernden Römer später in den Tod gingen. Auch in Zeiten antiker Aufklärung ging die Autorität von Vernunft aus. Einer in Kultur umzusetzende philosophisch diskutierten Vernunft, die ein Weiterdenken von Natur/Schöpfung war. Damit nicht mehr von menschlichen Königen, Göttern oder traditionellen Lehren ausging.

Wo vom erwählten Volk am Sinai gesprochen wird, war ein nach antiker Aufklärung universal geltendes Verständnis natürlichen Werdens bzw. eine Welterkenntnis in zeitgemäßer Vernunft (Gnosis). Eine Erkenntnis, für die Römer, die deswegen die traditionellen Götteropfer verweigerten, in den Tod gingen. Assmann beschreibt auch, wie intellektuelle Deutsche, wie Friedrich Schiller, sich für die philosophische Gottes(besser Schöpfungs)lvorstellung Spinozas begeisterten. Weil sie bereits die Zusammenhänge mit dem bildlosen schöpferischen Grund der Propheten, sahen, der im Wortspiel JHWH (ich bin da/werde da sein, oder: ich bin der ich sein werde) bezeichnet wurde. Wie gleichzeitig in Moses eine Weiterführung ägyptischer Mysterien von Isis und Maat gesehen wurde. Wie auch die Väter der Kirche, etwa Laktanz, keinen Unterschied kannten, zwischen dem JHWH und dem Corpus Hermeticum. Womit der Platonismus an die ägyptischen Wurzeln anknüpfe und damit auch dem Dornenbusch als Offenbarung des Unsagbaren in Vernunft/Wort.

Bildergebnis für Exodus

 Wer solche Filme von einem bewundernswerten Volksbefreier gesehen hat, dem Gott bei der Flucht eines auserwählten Volksstammes durch die wundersame Teilung des Meeres beistand, der wird den Exodus kaum mit der Befreiung von Göttern und Königskult bei den Römern in Verbindung bringen können. Doch über die Teilung des Meeres als Zug durch ein Schilfmeer müssen wir uns allein aufgrund der Archäologie keine Gedanken mehr machen. Eine solche Volksflucht hat es nie gegeben. Und das Ganze auf den Ausbruch einiger Arbeiter reduzieren zu wollen, das geht noch weniger, als Jesus zum Guru zu machen. Israel ist aus einem Verständnis des als Wort (hebr. Vernunfthandlung) verstandenen realschöpferischen Geschehen bzw. Willens erwachsen. Der  prophetische Monotheismus, der ein Weiterdenken des vom Pharaonen-/Königskult befreiten, im ewigen Wandel befindlichen (zeltenden) Monotheismus Ägyptens (Moses) und dem monistischen Weltverständnis der Perser war, war eine Kulturrevolution. Vergleichbar mit der Vertreibung der menschlichen Götter bzw. traditioneller Vorstellungen der Spätantike. Und wo wenige wie der Exodus durch die Wunder eines alten Mannes bewirkt wurde, ging es im Neuen Testament bzw. dem nun universalen Monotheismus, auf den sich die drei Glaubensgeschwister berufen, um einen jungen Mann.

Ein neuer Schluss über die Anfänge ist dringend NOT-wenige

Die Frage nach dem Grund des westlichen Kultes bzw. warum sich auch die Römer zum Judentum bekehrten, was hinter der Person (Rolle/Aufgabe) Jesus steht, ist keine theologische Spielerei. Die Probleme des Glaubens und damit blutig tobender kultureller Kämpfe, die derzeit Millionen auch nach Deutschland bringen, verlangen nach neuen Lösungen. Die Glaubensprobleme lassen sicher weder politisch bekämpfen, noch in Luft auflösen. Als die der Kurz-schluss von Halbaufklärung in seiner Heilsprediger-Hypothese derzeit die eigenen Wurzeln hinstellt. Der Kampf der Kulturen, der in seiner Auseinandersetzung mit dem Kult(ur)los gewordenen Westen dann hier in anderer Form weitergeht, lässt sich nicht politisch lösen, sondern nur dort, wo seine Wurzeln waren: In kultureller Aufklärung und der Vertreibung menschlicher Gottesbilder, traditioneller Vorstellungen durch Vernunft.

Wie kann eine Zeit, der das alles klar ist,  der auch bereits der Holländer Gustav Adolf von der Bergh von Eysinga 1937 den oben aufgeführten Schluss über die Anfänge verdeutlichte, weiter einen mehr oder weniger göttlichen Junghandwerker als Christusmythos an den Angang stellen wollen? Wie tief sitzen die toten Bilder und Buchstaben bzw. traditionellen Vorstellungen? Was muss passieren, dass die Verweigerung von Wissen die Ein-sicht der Kulturen um die Kulturbedeutung dessen nicht weiter verhindert, was weltweit vergeblich gepredigt wird? Warum wird eine Aufklärung über den gemeinsamen Grund in Vernunft verhindert, sondern der Aberglaube beflügelt, der nicht nur im Nahen Osten zu unendlich viel Leid führt?

Heue wird dem Monotheismus bzw. dessen Unterscheidung in richtige und falsche Vorstellungen meist unterstellt, auf gewaltsame Weise das eigene Gottesbild durchgesetzt zu haben. Doch jeder menschliche Götterbilder/-Vorstellungen vertreibende Monotheismus wurde in den monistischen Modellen seiner Zeit bzw. einer dann ganz natürlichen Schöpfung heraus begründet. Auch wenn der in schöpferischer Vernunft/Natur begründete bildlose Monotheismus antiker Aufklärung über die Lehre, den Rückfall ins Mittelalter und dann in Schriftform (ob Kanon oder Koran) bis zur erneuten Aufklärung getragen hat. Mit einem jungen mehr oder weniger göttlichen jungen Mann (der nach heutiger Wissenschaft im Orient zu Mohammed wurde) hat er nicht das Geringste zu tun. 

Der Einmarsch der Millionen in Europa ist keine neue "Landnahme", wie radikalislamische Prediger den oft vor ihnen Fliehenden hinterher rufen. Sie sollten im  unfruchtbaren und verkreisten Europ für Nachwuchs sorgen, um so die Welt zum Islam zu bekehren.  Der monotheistische Anfang war keine gewaltige blutige politische Schlacht., sondern eine gewaltige Unterscheidung im Weltverständnis. Es war das prophetische Verständnis eines Wortes, einer Vernünftigkeit in Beobachtung des Himmels und des natürlichen/kreativen Werdens, bei dem von einem "Bund" mit einem unsagbaren Grund gesprochen. Die Geschichte dieses Hörens (Israel) wurde in bekannten Mythen bebildert.  Und ähnlich war auch die Zeitenwende und die Missionierung der Römer ein Aufklärungsprozess, bei dem die menschlichen Göttervorstellungen einem neuen gemeinsamen Welt-/Schöpfungs-Verständnis weichen mussten.

In einer globalisierten, auch geografisch grenzenlos gewordenen Welt, bei der sich der Kampf der Kulturen in Kürze vor unserer Haustür abspielt, muss in neuer Weise nach den gemeinsamen Wurzeln gefragt werden. Weder mit dem Verstecken der "Willkommensschilder" und einem neuen Limes lassen sich die Probleme lösten, noch allein mit Deutsch lernen. Statt den Moslems erklären zu wollen, dass alles was sie glauben, worauf sie ihr Weltbild bauen Schwachsinn wäre, von dem der Westen doch längst abgerückt sei,  muss nach einer  gemeinsamen anfänglichen Be-stimmung gefragt werden. Wer die Moslems aus mittelterlichen Lehren befreien will, der kann diese nicht einfach in heiße religiöse Rhetorik und Mythenglaube auflösen wollen, wie sich die westliche Theologie bei der Heilsprediger-Hypothese heute definierten muss. (Nebenbei: Möglicherweise verweist auch der Kulturbestand des Islam, der vom Konzept her (unabhängig davon, dass heute Koran und Mohammed hochgehalten werden) in seinem Weg weit weniger auf eine einzelne menschliche Person oder ein Buch zugeschnitten ist, auf eine aufgeklärte Weltsicht als ganz natürliche, gemeinsame schöpferische Bestimmung.)

Sicher sind die Probleme auch politisch bedingt, hat die Gier des Westen nach Öl mit dazu geführt. Doch die Ursachen, auch für die Kämpfe innerhalb der der islamischen Kultformen, die sich in einer politischen Umbruchphase befinden, die sind im Kopf der Menschen zu finden, der durch ihre Kultur bestimmt wird. Durch die Aufdeckung der heute in wissenschaftlichen Begriffen definierte Vernunft, die an der gemeinsamen Wurzel galt und in den Kulturen verschiedenen Wege ging, sind die Probleme nicht schlagartig gelöst. Doch eine Aufklärung der gemeinsamen Wurzel, die diese nicht einfach wie der sinnentleerte Westen als belanglos (allenfalls fürs persönliche Gefühl) beiseite schiebt, die bringt weiter, als alle heiß diskutierten politischen Scheinlösungen.

Jede Zeit hat ihre eigene Sprache. Die Betrachtung der Welt und allen kreativen Werdens, wie die davon ausgehenden Vernunft/Weisheit entwickelte sich immer weiter. Heute sprechen wir im Rahmen evolutionären Geschehens beispielsweise von Ökologie, rufen als Vernunft und Weisheit nach ökologischer, ganzheitlich-nachhaltiger, humanistischer Lebensweise. Doch Kulturen, die sich auf Abraham berufen, die gemeinsamen Anfänge in den verschiedenen, mit der Sonnenratio Echnatons beginnenden (bereits damals die menschlichen Gottheiten vertreibenden) monotheistischen Konzepten Ägyptens oder Persien (Zarathustra) bzw. sog. Propheten begründen. Die sich auf die naturbeobachtenden Hebräern berufen, die das realhimmlische schöpferische Geschehen dann zur Sprache, zum Wort werden ließen. Wie können die ihren Kult weiter in fiktiven Gottesvorstellungen, alten Lehren oder gar in der Person zweibeiniger Gestalten begründen wollen?

Wie können gebildete Christen, die um die Herkunft ihres Kultes aus antiker Welterkenntnis (Gnosis) wissen, wo auch jüdische Weisheit, Weltmodelle wie die Kabbala oder ähnliche dann in Vernunft erklärte Vorstellungen des Weltbaumes weitergedacht, damit menschliche Götterbilder vertrieben wurden, einen jungen Mann aus Galiläa für den Jesus Geschichte gewordenen Grund ihres Glaubens halten? Wie kann die christliche Bildung damit auch die Aufklärung auch bei den Geschwister-Kulturen verhindern? Dann als einzige Lösung gegen den Aberglaube und die davon ausgehenden blutigen Folgen im Kampf der Kulturen, der nicht nur den Nahen Osten betrifft, nur neue politische Gewalt sehen wollen?

Ein neuer Schluss über die Anfänge ist dringend NOT-wenige

Die Frage nach dem Grund des westlichen Kultes bzw. warum sich auch die Römer zum Judentum bekehrten und was daher hinter der Person (Rolle/Aufgabe) Jesus steht, ist keine theologische Spielerei. Die Probleme des Glaubens und damit mörderischer kultureller Kämpfe, die derzeit Millionen - incl. kultureller Auseinandersetzungen - auch nach Deutschland bringen, verlangen nach neuen Lösungen. Die Glaubensprobleme lassen sicher weder politisch bekämpfen, noch in Luft auflösen. Als die der Kurz-schluss von Halbaufklärung in seiner Heilsprediger-Hypothese derzeit die eigenen Wurzeln hinstellt. Der Kampf der Kulturen, der in seiner Auseinandersetzung mit dem Kult(ur)los gewordenen Westen dann hier in anderer Form weitergeht, lässt sich nicht politisch lösen, sondern nur dort, wo seine Wurzeln waren: In kultureller Aufklärung und der Vertreibung menschlicher Gottesbilder, traditioneller Vorstellungen durch Vernunft.

Wie kann eine Zeit, die das heutige Wissen hat,  der bereits der Holländer Gustav Adolf von der Bergh von Eysinga 1937 den oben aufgeführten Schluss über die christlichen Anfänge verdeutlichte, weiter einen mehr oder weniger göttlichen Junghandwerker als Christusmythos an den Angang stellen wollen? Wie tief sitzen die toten Bilder und Buchstaben bzw. traditionellen Vorstellungen? Was muss passieren, dass die Verweigerung von Wissen die Ein-sicht der Kulturen um die Kulturbedeutung dessen nicht weiter verhindert, was weltweit vergeblich gepredigt wird? Warum wird eine Aufklärung über den gemeinsamen Grund in Vernunft verhindert, sondern der Aberglaube beflügelt, der nicht nur im Nahen Osten zu unendlich viel Leid führt?

Heue wird dem Monotheismus bzw. dessen Unterscheidung in richtige und falsche Vorstellungen meist unterstellt, auf gewaltsame Weise das eigene Gottesbild durchgesetzt zu haben. Doch jeder menschliche Götterbilder/-Vorstellungen vertreibende Monotheismus wurde in den monistischen Modellen seiner Zeit bzw. einer dann ganz natürlichen Schöpfung heraus begründet. Eine ganz "gewaltige" Wende, die die alten menschlichen Gottesbilder/-vorstellungen als falsch erwies. Auch wenn der in schöpferischer Vernunft/Natur begründete bildlose Monotheismus antiker Aufklärung über die Lehre, den Rückfall ins Mittelalter und dann in Schriftform (ob Kanon oder Koran) bis zur erneuten Aufklärung getragen hat. Mit einem jungen mehr oder weniger göttlichen jungen Mann (der nach heutiger Wissenschaft im Orient zu Mohammed wurde) hat er nicht das Geringste zu tun. 

Der Einmarsch der Millionen in Europa ist keine neue "Landnahme", wie radikalislamische Prediger den oft vor ihnen Fliehenden hinterher rufen: Sie sollten im  unfruchtbaren und verkreisten Europ für Nachwuchs sorgen, um so die Welt zum Islam zu bekehren.  Der monotheistische Anfang war keine gewaltige blutige politische Schlacht, sondern eine gewaltige Unterscheidung im Weltverständnis. Es war das prophetische Verständnis eines Wortes, einer Vernünftigkeit in Beobachtung des Himmels und des natürlichen/kreativen Werdens, bei dem von einem "Bund" mit einem unsagbaren Grund gesprochen wurde. Die Geschichte dieses Hörens (Israel) wurde in bekannten Mythen bebildert.  Und ähnlich war auch die Zeitenwende und die Missionierung der Römer ein Aufklärungsprozess, bei dem die menschlichen Göttervorstellungen einem neuen gemeinsamen Welt-/Schöpfungs-Verständnis weichen mussten.

In einer globalisierten, auch geografisch grenzenlos gewordenen Welt, bei der sich der Kampf der Kulturen in Kürze auch vor unserer Haustür abspielt, muss in neuer Weise nach den gemeinsamen Wurzeln gefragt werden. Weder mit einem neuen Limes lassen sich die Probleme lösten, noch allein mit Deutsch lernen. Den Moslems erklären zu wollen, dass sie hier nach den Werten einer "deutschen Leitkultur" leben müssen, die die vom ZDF befragten dann als "Fleiß, Genauigkeit... bezeichneten, ist lächerlich. Ebenso wie den Moslems beibringen zu wollen, dass alles was sie glauben Schwachsinn wäre, von dem der Westen doch längst abgerückt sei. Vielmehr  muss nach einer  gemeinsamen Be-stimmung gefragt werden, die anfänglich für den Orient, wie dann für Römer und Griechen bzw. Europa Leikultur war. Wer die Moslems aus mittelterlichen Lehren befreien will, der kann diese nicht einfach in heiße religiöse Rhetorik und Mythenglaube auflösen wollen, wie sich die westliche Theologie bei der Heilsprediger-Hypothese heute definierten muss.

Nebenbei: Möglicherweise verweist auch der Kulturbestand des Islam, der vom Konzept her (unabhängig davon, dass heute Koran und Mohammed hochgehalten und missbraucht werden) in seinem Weg weit weniger auf eine einzelne menschliche Person oder ein Buch zugeschnitten ist, auf eine aufgeklärte Weltsicht als ganz natürliche, gemeinsame schöpferische Bestimmung. Der Prophet ist in seiner Rolle nur der Verkünder des Wortes/der Vernunft, die im Christentum der zu einem Heilsprediger verkürzte Jesus selbst sein sollte. Und wenn es zutreffen würde, was der Vorsteher der Mannheimer Moschee in einem kath. Bildungshaus in Ludwigshafen erklärte, dass der Islam seine Bestimmung aus Blick auf das große Ganze schöpft,  dann wäre er urchristlicher, als sein katholischer Kollege. Der schlug das (erst  vor wenigen Jahren bei einem Vatikanischen Konzil  neben der kath. Lehre als Volksverbindlich erhobene) Buch hoch, berief sich auf den Katechismus: Damit  auf traditionelle menschliche Vorstellungen, völlig unabhängig von real-natürlicher Schöpfung. Und wenn Jesus dem Koran, der seine Mutter in messianischer Tönen beschreibt, die nie einer fremdgegangenen Hebräerin galten, als "Wort" gilt, können wir auch daraus was lernen. Wir können uns die Vergangenheit nicht aussuchen. Doch ohne die menschliche Gestalt des Wortes als neuer Gottessohn, dem dann auch noch ein Götterbart wuchs, wäre uns Manches erspart geblieben.

Sicher sind die Probleme auch politisch bedingt, hat die Gier des Westen nach Öl mit dazu geführt. Doch die Ursachen, auch für die Kämpfe innerhalb der der islamischen Kultformen, die sich in einer politischen Umbruchphase befinden, die sind im Kopf der Menschen zu finden, der durch ihre Kultur, deren Vorbilder bestimmt wird. Durch die Aufdeckung der heute in wissenschaftlichen Begriffen definierte Vernunft, die an der gemeinsamen Wurzel galt und in den Kulturen verschiedenen Wege ging, sind die Probleme nicht schlagartig gelöst. Doch eine Aufklärung der gemeinsamen Wurzel, die diese nicht einfach wie der sinnentleerte Westen als belanglos (allenfalls fürs persönliche Gefühl) beiseite schiebt, die bringt weiter, als alle heiß diskutierten politischen Scheinlösungen.

Jede Zeit hat ihre eigene Sprache. Die Betrachtung der Welt und allen kreativen Werdens, wie die davon ausgehenden Vernunft/Weisheit entwickelte sich immer weiter. Heute sprechen wir im Rahmen evolutionären Geschehens beispielsweise von Ökologie, rufen als Vernunft und Weisheit nach ökologischer, ganzheitlich-nachhaltiger, humanistischer Lebensweise. Doch Kulturen, die sich auf Abraham berufen, die gemeinsamen Anfänge in den verschiedenen, mit der Sonnenratio Echnatons beginnenden (bereits damals die menschlichen Gottheiten vertreibenden) monotheistischen Konzepten Ägyptens oder Persien (Zarathustra) bzw. sog. Propheten begründen. Die sich auf die naturbeobachtenden Hebräern berufen, die das realhimmlische schöpferische Geschehen dann zur Sprache, zum Wort werden ließen. Wie können die ihren Kult weiter in fiktiven Gottesvorstellungen, alten Lehren oder gar in der Person zweibeiniger Gestalten begründen wollen?

Wie können gebildete Christen, die um die Herkunft ihres Kultes aus antiker Welterkenntnis (Gnosis) wissen, wo auch jüdische Weisheit, Weltmodelle wie die Kabbala oder ähnliche dann in Vernunft erklärte Vorstellungen des Weltbaumes weitergedacht, damit menschliche Götterbilder vertrieben wurden, einen jungen Mann aus Galiläa für den Jesus Geschichte gewordenen Grund ihres Glaubens halten? Wie kann die christliche Bildung damit auch die Aufklärung auch bei den Geschwister-Kulturen verhindern? Dann als einzige Lösung gegen den Aberglaube und die davon ausgehenden blutigen Folgen im Kampf der Kulturen, der nicht nur den Nahen Osten betrifft, nur neue politische Gewalt sehen wollen?

  Bildergebnis für Kampf der Kulturen bilder

Bildergebnis für Kampf der Kulturen bilder 

Sicher sind die aktuellen Probleme auch politisch, allein auch durch die Gier nach Macht und Öl einer den Sinn ihres Seins nur in Konsumwachstum sehenden westlichen Welt bedingt. Doch der Kampf der Kulturen, dem Aufeinanderprallen verschiedener Welt--/Glaubensvorstellungen, was täglich zu immer mehr Leid führt und  in einer globalen, grenzenlos gewordenen Welt auch in die westliche Welt einreist, kann nur in kultureller Aufklärung über die gemeinsamen Wurzeln begegnet werden. Noch beherrschen die alten Glaubensvorstellungen, die Bilder der Gründergestalten und Bücher den Kopf der Kulturen. Doch "Gott sein Dank" ist uns heute das Wissen gegeben, dass es am gemeinsamen Anfang - nicht nur bei Römern und Griechen - um eine Vernunft ging, wie sie heute auf Weltklima- oder Wirtschaftskonferenzen das universal gültige Thema ist.

Warum für die Vernunft/Weisheit

eine Kirche gebaut werden muss(te)

- so auch der Koran entstand - 

An Konstantin wird aufgezeigt, wie die Vernunftlehre seiner Zeit und kein junger Jude der Grund des Kultes war, dem er die Tür öffnete, begann eine Kirche zu bauen, in der Jesus Geschichte wurde. 

Konstantin und die Entstehung der Kirche kommen bei der heutigen bibelzentrierten Jesusforschung nicht vor. Denn dabei wird weder nach dem Geisteswandels der die Götter und traditionelle Glaubenslehren verlassenden Spätantike, noch nach damaligem Denken und Diskutieren über die Vernunftlehre gefragt. Bei einer von einer buchstäblichen Lese der kanonischen Kultlesetexte ausgehenden Jesusforschung spielen selbst die sich auf den Logos beziehenden Kirchenväter oder die verschiedenartigen Vernunftlehren der urchristlichen Bewegungen kaum eine Rolle, die Konstantin auf einen gemeinsamen Nenner bringen wollte. Wo angehenden Neutestamentlern durch theologische Denker wie Gerd Theißen vermittelt wurde, wie das soziale Umfeld in Galiläa dazu führte, dass einfältige Menschen einen lebenslustigen Wanderkyniker verherrlichten. Weil man sich in heutiger Lehre sicher ist, dass der historische Jesus - wenn er gelebt hat, was nur wenige Kritiker bezweifeln - ein junger Mann gewesen sein muss, der einige Anhänger um sich scharte. Und wo auch sein Heidelberger Vorgänger im Amt, Klaus Berger, trotz bitterer Kritik an der Reduzierung der heutigen Forscher (die er im Buch als "Bibelfälscher" bezeichnet) und seinem Betonen des hoheitlich Wesens an einem Heilsprediger mit zufälligem Namen Jesus festhält. Ähnlich dies der Geschichtskenner und Anwalt "schöpferischer Vernunft" nach griechischer Philosophie, Benedikt XVI., dies aufgrund seiner bisherigen Glaubensvorstellungen und seiner Lebenslehre tut. Da ist nicht an die damals auch die Theologie bestimmende Vernunftlehre/den Logos zu denken, die den Mythos und seine Götter nicht nur in der Erklärung der Welt, wie menschlichem Verhalten, sondern auch im Kult ablöste. Wie nun der Logos,.der dem gesamten antiken Denken, auch den Kynikern, den Kaisern und sonstigen Gründern der Kirche heilig war, deren Christologie zugrunde lag, ist heute kaum ein Thema. Doch die Heilsprediger-Hypothese, die zur Unterstellung führen muss, dass alle Logos-Christologie der Kirchenväter oder die  dann mit von den Kaisern geführte Kultur-Diskussion über das Wesen des christlichen Logos nur die  Hellenisierung und Verherrlichung eines  galiläischen Gurus war oder ein völlig fiktiver Glaubensmythos, die ist nicht mehr haltbar. Vielmehr lässt sich nachvollziehen, wie nach dem Kulturwandel der Logos zum Kult wurde, wie dafür eine einheitliche Lehre, die Kirche gebaut werden musste. Die sich auf kreative Weise der alten Bilder, Gesichter und Geschichten nicht nur bediente, sondern diese so erfüllte.

Die Geschichts-wirklichkeit zeigt, wie die Vernunft der dann Jesus genannte Grund christlichen Kultes war

Wer die märchenhaften Darstellungen über die kaiserliche Missionierung hinter sich lässt, der wendet sich der geschichtlichen Realität zu. Der frägt, was die geschichtliche Wirkung erzielte, im geistesgeschichtlichen Kontext der Zeit wirklich das Thema für den Geisteswandel, die Abkehr von altbewährten Mythen und ihren Göttern war. Und der stellt fest: Weder ein lebenslustige Liebesprediger, noch ein Christusmythos können der Grund für den Kult gewesen sein, in dem Konstantin und andere Denker damaliger Zeit die Zukunft sahen. Der gute oder göttliche Junge war weder sein Thema, noch das der anderen Römer und Griechen, die sich der Götteropfer verweigerten und daher als Christen verfolgt wurden. Weder die Sekte eines jüdischen Guru, noch ein davon weitgehend fiktives Paulus- oder Kirchengebilde können der Grund des Christentums gewesen sein. Konstantin belegt, d.h. es wird aufgrund des heute gegebenen Wissens über ihn und die Kulturwende wie -diskussion in antiker Hochzivilisation nachgewiesen: Der christliche Kult, für den er und seine Nachfolger aufgrund des Kulturwandels eine Kirche bauen mussten, galt dem Logos/kreative Vernunft nach der nun das Werden erklärt wurde und davon ausgehende menschliche Weisheit. Was dann anknüpfend an kulturelle Vor-bilder mit Namen Jesus Weltgeschichte schrieb. Damit kein Scheinwesen, sondern kreative=schöpferische Wirk-lichkeit war.

Auch wenn hier das Wissen um Konstantin im Vordergrund steht. Zu seinem kulturellen Kontext gehört das Denken der Zeit und die gesamte christliche Bewegung. Wer fragt, was Konstantin bewegte, den Christenkult nicht weiter zu verfolgen, der muss auch schauen, was das christliche Wesen für die Denker in seinem Umfeld war. Wie auch das, was an Christen kritisiert wurde, was Apologeten und Kirchenväter beschäftigte oder noch für den philosophischen Neffen Konstantins galt, der kurz vor seinem Tod wieder zum traditionellen Götterkult zurück wollte, auf die damals geltende Vernunft verweist, wird an anderer Stelle deutlich gemacht.

Neben dem Christentum sind letztlich alle großen Weltreligionen aus dem Kulturwandel vom Mythos zum Logos hervorgegangen. Nachdem die Welt, alles Werden, wie menschliche Verhalten, nun nicht mehr durch traditionelle Lehren, Mythen, Götter oder kaiserliche Autoritäten, sondern in Vernunft begründet wurden, war ein gewaltiger Wandel. Und dieser Wandel musst sich auch im Kult niederschlagen.  "Der alles durchdringende Logos" wie er nicht nur in Stoa, sondern dem gesamten antiken Denken und christologischen Diskutieren galt, war keine metaphysische Spekulation. Es ging um eine Vernunftlehre, nach der heute die Welt/Natur nach universalen Prinzipien nur empirischer erklärt wird. Konkret lässt sich bei Auswertung des heutigen Wissens über die Spätantike und insbesondere ihre Kaiser gut beobachten, wie der christliche Kult und der Islam ein Weiterdenken des nun philosophischen, in Vernunft/Logik definierten Monotheismus waren. Der bisher von Sol Invictus, Zeus oder Jupiter sprach, dann an den bildlosen jüdisch-prophetischen Monotheismus anknüpfte (Josua, lat. Jesus.)

 An Konstantin wird deutlich gemacht, wie in antiker Aufklärung nicht nur die Kirche und ihr Kultlesetexte, sondern neben dem Kanon auch der Koran aus konkurrierenden, sich in Vernunft begründenden, jedoch teils sehr verworrenen christologischen Reform-/Erkenntnisbewegungen entstanden sind. Damit der historische Grund des christlichen Kultes der Logos und mit absoluter Sicherheit kein Guru mit zufälligem Rufname Jesus oder ein Christusmythos/Hirngespinst war. Wie sich dann in der Diskussion um das Wesen und die Ausdrucksweise der Vernunft der Islam abspaltete, wird an anderer Stelle aufgezeigt. Das ist jedoch bei Wissenschaftlern wie Manfred Ohlig bereits nachzulesen. Auch wenn die Radikal(wurzel)Kritiker des Islam die christliche Radikalkritik kaum beachten, weiter von Jesus reden, wie wenn ein jüdischer Junghandwerker zu Mohammed gemacht worden wäre. Doch Islam und Koran lassen sich noch weniger als der christliche Monotheismus in einem jungen Mann mit Namen Jesus begründen. Vielmehr verweist auch die Abspaltung des Islam auf die unterschiedliche Definition und Ausdrucksweise der Vernunft. Daher liefet auch die Aufklärung über die Wurzeln des Islam den Beleg für das, was hier bereits an Konstantin nachgewiesen wird. 

Vom Mythos zum Logos in mythischer, menschlicher Ausdrucksweise

Als der Logos den Mythos ablöste, auch anstelle von Leberschau die Zukunft oder menschliches Verhalten in Vernunft bedacht wurde, hat nach und nach auch im Kult ein Wandel stattgefunden. Wo die Sonne nicht mehr rein mythologisch als Metapher für einen Monotheismus diente, sondern die in Vernunft erklärte Natur (das nun natürlich erklärte, sinnmachende Werden nach universalen Gesetzen: Logos) hat sich in ursprünglich sehr vielfältiger Weise ein Logos(als Christus)-Kult entwickelt. Die Kaiserzeit und ihre Kosmologie (die auch deren als Väter der Kirche bekannten Erbauer betrifft) liefert den unschlagbaren Beweis: Die christliche Religion ist nicht in Galiläa entstanden oder aus der Sekte eines dort wunderwirkenden Wanderkynikers hervorgegangen. Vielmehr zeigt sich: Dort, wo heute Jesus steht, war die Geister vertreibende Vernunft/der Logos das Thema. Wenn aus Vernunftgründen den bisherigen Göttersöhnen das Opfer verweigert wurde, ist niemand zu einen Wanderkyniker als neuen Gott oder Offenbarung... übergelaufen. Eine Wissenschaft, die nachweist, wie in spätantiker Hochzivilisation auch die Kulturfunktion der alten Götter in Vernunft erklärt wurden, sich die Denker für einen in Vernunft gesehenen allem gemeinsamen schöpferischen Grund begeisterten und dann weiter von einem wundertätigen Wandergott ausgeht, die wirft ihr Wissen weg. Wenn die kulturelle Bedeutung der Vernunft an der Wurzel westlicher Kult(Ur), dem Übergang vom Götter und Sonnenkult (bereits als neuplatonischer Monotheismus definiert) zur christlichen Kultur nicht bedacht wird, ist jeder Wissenszuwachs reine Bildungsbefriedigung.

Was als Jesus oder Mohammed "Geschichte" machte, galt seiner Zeit als Logos/Vernunft. Es war die Vernunft, nach der heute die Welt nur etwas wissenschaftlicher erklärt wird. Ebenso wie davon ausgehende menschliche Vernunft/Weisheit. Die nicht nur auf Weltkonferenzen das Thema ist. Wo die Regierungschefs, ebenso wie die G-7-Gegner oder zeitkritische Posts vergeblich Vernunft predigen. Weil die egoistische Kurzsicht der Masse weder allein durch Gesetze, noch gutgemeinte Predigten zur kreativen Weltvernunft zu bringen ist. Wenn heute nicht nur die Religiösen, sondern auch die erbitterten Gegner des christlichen Glaubens nur den alten Götterbildern (jetzt eines jungen Heilspredigers) und traditioneller Gesetzlichkeit (biblischen Lehren) hinterherjagen, dann zeigt sich darin ein Problem, das bereits die Propheten anprangerten. Auch die Spätantike setzte dem dann nicht nur die bekannten philosophischen Lehren wie Stoa & Co. entgegen. Sie ließ anknüpfend an das "Wort" der hebräischen Propheten (im kreativen kosmischen Werden wahrgenommene, wie daraus abgeleitete menschliche Vernunfthandlung) den "Logos" selbst zum Kult werden. Wofür nach der Kulturwende auf den Grundmauern bisheriger Kultvorstellungen eine Kirche gebaut werden musste und im Orient der Koran entwickelte.

Der "göttliche Plan", dem sich römische Kaiser wie Marc Aurel, Konstantin, aber ebenso der in seien beiden letzten Jahren den traditionellen Kult wieder vertretende Julian und spätere Herrscher verantwortlich sahen, danach ihr Reich ausrichten wollten, war keine selbst gesetzte Ideologie. Es hatte mehr mit dem zu tun, was wir heute als ganzheitliche Ökologie oder nachhaltig kreative Lebensweise vergeblich gegenseitig einfordern, als mit der Vorgabe religiöser Tradition, Buchlehre oder einem Bauchgefühl. Es war die philosophisch ermittelte Vernunft/Weisheit nach nun natürlich erklärter Entwicklung der Welt (heute Evolution). Der antiken Hochzivilisation kann daher im Licht heutigen Wissens zumindest nicht weiter unterstellt werden, über das Wesen eines Heilspredigers oder Hirngespinstes gestritten, eine geheimnisvolle Gottheit zum Kult gemacht zu haben. Ihr war eine Bildung und Vernunft heilig, die sich aus natürlicher Kreativität/Schöpfung in Kosmos und Kultur ergab. Und die ähnlich wie den jüdischen Propheten oder antiker Philosophie auch uns sagt, wie wir uns ernähren, im gesellschaftlichen Miteinander verhalten und auf kreative Weise Zukunft gestalten, statt vernichten sollten. Es ist eine Vernunft/Weisheit, nach der Bestsellerautoren, die den kurzsichtigen Kapital- oder Konsumegoismus für den Hunger oder die künftigen Energie- wie viele anderen Probleme verantworlich machen, vergeblich rufen. Und die auch von modernen Persönlichkeitslehren in ihren Büchern vergeblich angepriesen wird. Weil, wie die Propheten klagten und hier Konstantin zeigt, allein das Wissen um das, was vernünftig wäre, nicht reicht. Wenn weiter sich gegenseitig bekämpfende entleerte Nationalgeistern, Mysterien und Traditionsvorstellungen als Kult gelten. Oder wenn dieser nur vereinnahmt und verneint wird. Und die Kirche sich trotz ihrer Predigten für den kreativen Geist der Menschen gar nicht zuständig sieht. Sie sich auf gestrige Aussagen beruft, in völlige Glaubens-Vergeisterung versinkt, Lehren, die nur noch lächerlich sind. Oder bei ihrer Lehre das Neue des christlichen Glaubens gar nicht bedacht wird, weil scheinbar nur ein rebellischer Wanderprediger war. Mit einer aufgeklärten Ein-sicht der verschiedenen Kulturen und einer Begeisterung für das seit dem Sternenstaub in Vernunft (kausalen universalen Gesetzen) Gegebene, was hinter den Kulturgestalten steht, ist dann kaum was zu machen. Doch um mündige, selbstverant-WORT-liche Menschen auf allen Kanälen der Kultur, in Kunst und einer Kirche für Morgen zu begeistern, bedarf es einem aufgeklärten Neuverständnis der kulturellen Wurzeln. 

Wenn Papst Franziskus unter dem Beifall der gesamten zeitkritischen Welt zurecht die Weltprobleme anspricht, für den Hunger und die ökologische Zerstörung unserer Zukunft die Politik und ihre Gesetzgebung verantwortlich macht. Dann ist das mit Blick auf die Aufgabe, die der Kult/die Kirche von der Aufklärung des antiken philosophischen Monismus übernommen hatte, eine eigene Bankrotterklärung. Seinen kirchlichen Vordenkern in Spätantike war bereits klar, dass allein mit politischen Predigten und Gesetzen kein Staat zu machen ist. Für die nicht nur vom Papst eingeforderte ganzheitliche Ökologie und von allen Intellektuellen der Moderne ständig gepredigte Vernunft wurde ein neuer Kult bzw. eine Kirche gebaut. Ein Kult, der unmöglich der Verherrlichung eines Heilspredigers diente oder die mitgeschriebene Meinung eines jungen Mannes zum neuen Gesetz machte. Nachdem nicht nur alle Natur, sondern die Verhaltenslehren nun in kreativer Vernunft begründete wurde, statt in tauber Tradition, entstand die auf Vernunft gründende christliche Theologie. Und letztlich lässt sich ja auch all das, was das Oberhaupt der kath. Kirche in seiner ökologischen Enzyklika fordert, so wenig wie die anfänglichen christlichen Lehren aus der Bibel ableiten. Und mit den Worten eines wiedererweckten Juden, die nach derzeitigen Geschäftsmodell maßgebend sein müsste, hat das gleich gar nichts zu tun. Siehe da: Selbst der Papst verkündet heute aller Welt die kreative Vernunft. 

Der absolute Beweis

Auch wenn dies gegen alle wissenschaftliche Erkenntnis spricht, so wird heute weiter angenommen, dass die Verfasser der gleichzeitig hochtheologisch gedeuteten neutestamentlichen Texte die Worte und Taten eines für göttlich gehaltenen jüdischen Wanderkynikers aufzeichneten, zu dem sich dann Konstantin bekehrte. Oder dass beispielsweise von einem Mann mit Namen Paulus ein vom historischen Jungen völlig unabhängiges Hirngespinst verkündet worden wäre, wie es dann die von Konstantin mit erbaute Kirche verkündete, wird unterstellt. Dass die Paulustexte aus einer philosophischen Erkenntnis (Marcion) erwachsen sind, die das Alte Testament ablehnte und sich diese Diskussion über den Bezug der Vernunft zu den jüdischen Wurzeln bis zur Diskussion um das Wesen des Logos der Kaiserzeit hinzog, bleibt unbedacht. Es war ja angeblich nur ein mit alten jüdischen und heidnischen Geschichten ausgeschmückter Guru, dessen Kult sich dann der römische Kaiser anschloss. Den anfänglichen Erkenntnis-Bewegungen, den Apologeten und Kirchenvätern, die anerkannterweise vom Logos ausgingen, wird dann (weil man gewohnt ist so zu predigen) in Verleugnung allen Wissens um die kreative Vernunft christlicher Theologie weiter ein junger Mann unterstellt. Doch mit den kosmosfrommen Sol-Kaisern spätantiker Hochzivilisation und ihren Diskussionspartnern, denen Bildung und Vernunft heilig waren, ist der junge Mann absolut nicht mehr zu machen. Das Wesen, über das man jahrhundertelang stritt, kann bei dem, was wir heute über die Zeit und die Kaiser wissen, kein junger Mann oder ein Glaubenskonstrukt gewesen sein. Es ging um den Logos/die Vernunft, nach der man nun die Welt erklärte und in der man die menschliche Weisheit begründete.  

Mehr als bei den weiteren Belegen über die monotheistischen Anfänge (Zarathustra), das neumonotheistische Denken der Zeit Jesus (Seneca) oder die biblischen Bedeutungsaussagen im Spannungsfeld mit heutiger historischer Kritik (u.a. Ostern, Vor-wort oder Reform-Projekt) bringt die Auswertung heutigen Wissens über die Kaiserzeit den absoluten historische Nachweis: Wo heute Jesus steht, wurde für den Logos bzw. auch heutiger Aufklärung heilige Weisheit (in kultureller Vernunft) eine Kirche gebaut. Wer beispielsweise Konstantin als einen hochpolitischen Machtpolitiker sieht, der  bereits in dem von ihm vertretenen Sol einen in Vernunft begründeten Monotheismus sah, dem auch seine Weltherrschaft gerecht werden sollte, der kann nicht weiter Christus mit dem erklären, was heute gilt. Wenn es noch einen Zweifel geben sollte, das Wissen um die Spätantike (hier am Beispiel Konstantin) liefert den absoluten Beweis: Wo heute in alten Glaubensbüchern gelesen, vom Wort Gottes, göttlicher Weisheit, einem Wanderprediger mit Namen Jesus oder Mohammed gesprochen wird, ging es um die Vernunft. Es wurde über das Wesen der als sinnvoll gesehenen, jetzt tonangebenden Logik/Vernunft und ihrem Verhältnis zu den vormaligen Gottes-/Kultvorstellungen gestritten.

 Trinität: Erklärungsversuch in Vernunft

Ein Kult, bei dem der unsagbare eine Grund aller KREATVITÄT DES GANZEN (Gott der Väter), der antiker Aufklärung nun in VERNUNFT/LOGOS (Sohn anstelle der Göttersöhne)  "offenbar" (gegenwärtig, erklärt...) war, auch der Geist der heilen, kreativen EIN-SICHT im Denken/Geist galt. Damit drei wesen-tliche schöpferische Personen für die menschliche Kultur maßgebend waren: In sog.Trinität zeit-/kulturgerechte drei-einige Rollen/Aufgaben hatten. Auch wenn am Anfang vielfältige Erkenntnis-/Geistesbewegungen waren, die Trinität umstritten war und die hier gegebene Definition nur einen Teilaspekt des damaligen Denkens und Diskutierens abdeckt. Der urchristliche Kult hatte mehr mit einer wachen Begeisterung für die heute wieder in Vernunft erklärte Kreativität in Kosmos und Kultur zu tun, als dem derzeit geltenden Glauben an traditionell vorgesetzte eigene Gottheiten oder Buchstaben und Bauchgefühle - meist gegen alle Vernunft.

Wilde Anfänge

Wenn in der vorkonstantinischen Zeit bereits von Kirche gesprochen wird, dann ist das nach dem, was heute als Kirche gilt, ebenso irreführend, wie die Oberhäupter der ganz verschiedenen Bewegungen, die sich über das Wesen des Logos höchst uneins waren, von Bischöfen zu sprechen. Sicher gab es - ähnlich wie heute - Vereinigungen von Menschen mit ganz verschiedenen Beweggründen, die Traditionsgesetzlichkeit (jüdisch) oder traditionelle Götteropfer (griechisch) verweigerten. Die in ihrer universalen, auch für die Griechen gültigen Ausrichtung dann nicht mehr als rein jüdisch, sondern als christlich galten. Doch weder gab es eine mächtige einheitliche Organisation oder eine einheitliche Ausrichtung der verschiedenen neumonotheistischen Kultformen, noch Bischöfe im heutigen Sinn. Die wilden Anfänge beriefen sich bekanntlich in völlig verschiedener Weise auf die Vernunft/den Logos. Die als Bischöfe gewählten Vordenker oder Vorsteher der noch im Streit um das Wesen der Vernunft befindlichen neu-monotheistisch, die Götter der Tradition verlassenden Denkweisen war auch nicht mit heutigen Bischöfen vergleichbar. Die meist die alten Dogmen und biblische Lehren hochhalten, in Konservativität die Glaubenstradition gegen die zeitgemäße Vernunft verteidigen wollen. Die Auswertung des heutigen Wissens um die wilden Anfänge, die vielfältigen konkurrierenden Bewegungen und die Kulturdiskussion bei der Entstehung der christlichen Kirche zwingt zum logischen Schluss: Beim heute Jesus genannten Grund christlichen Kultes und seiner über die traditionelle Glaubensgesetzlichkeit hinausgehendenden, nun in Vernunft begründeten Verhaltenslehren ging es nicht um einen jungen Guru, der zu Gott gemacht wurde. Auch alte Gottheiten/Glaubensvorstellungen oder ein fiktives Konstrukt können dort nicht der Gegenstand gewesen sein, wo jahrhundertelang über das Wesen des Logos gestritten wurde. Das geschichtlich nachvollziebare Thema war die der antiken Hochzivilisation, wie heutiger Aufklärung heilige Vernunft. Danach wurde alles Werden (die gesamte Schöpfung) nun natürlich erklärt und daraus Weisheiten/Lebenslehren abgeleitet.

Im Wandel vom Mythos zum Logos wurden weiter bedeutende menschliche Bilder gebraucht

Die heutige Theologie, die nur einen verherrlichten Wunderheiler zum Thema hat, wartet immer noch aufs Christkind. Von Parusieverzögerung wird dann gesprochen, mühsam versucht, angeblich vergebliche Hoffnungen in einen Heilsprediger zu begründen. Mit dem Kulturwandel, der Erklärung des Werdens, wie der Göttergestalten in Vernunft bzw. auf natürliche Weise (in Natur) und neuen, die Mythengöttern hinter sich lassenden Weisheitslehren, wie einem entsprechenden Kult, hat das Christentum dann kaum was zu tun. Wo ein Wanderprediger an den Anfang gestellt wird, dann die geschichtliche Wende vom Mythos zum Logos nicht mit der christlichen Zeitenwende zusammengedacht werden kann, bleibt nur eine anmaßende kirchliche Zeitrechung. Denn wo ein junger Jude als neuer Gott angenommen wird, kann weder ein wirklicher Kulturwandel, noch ein Fortschritt in der Weltgeschichte bedacht werden. Letztlich wäre ja das philosophische Denken antiker Hochzivilisation, das seine Götter, wie sein Verhalten in Vernunft erkärte, schon unendlich viel weiter gewesen. Jetzt einen jungen Mann als schöpferischen Grund bzw. Gott zu sehen, seine Worte als verbindliche Lebensweisheit, das wäre dann ein (allerdings unerklärlicher) krasser Rückschritt in der Weltgeschichte gewesen.

Doch den Jesus, den man heute gut zu kennen "glaubt", den gab es nicht. Selbst dem nach Einheit suchenden Konstantin, der sich für die nun in Vernunft erklärte kosmische Ordnung begeisterte und Denkern damaliger Welt das Wesen der Vernunft auf drei-einige Weise diktierte, galten im Kult auch noch Sol, Herakles & Co. Was nicht wundert, da Herakles z.B. in Senecas Kultgeschichten wie später Jesus übers Wasser lief, Wunder wirkten... und bereits in Vernunft erklärt war. Und, weil die Vernunft/Weisheit erst eine neue volksförmige Ausdrucksweise brauchte (wie sie der Legende nach Konstantins Mutter: besser das menschlich ausdrückende Wesen brachte), um an die Stelle der Götter treten zu können.

Bei der heutigen Darstellung der Christologiediskussion, wobei immer von Jesus geschrieben wird, der damals für Konstantin, wie die Kirchenväter geltende Logos dann einfach auf einen heilspredigenden Zimmermann oder wundertätigen Wanderkyniker übersetzt wird, stellt man die Geschichte auf den Kopf. Wenn Konstantin noch dem Götterkult anhing und ihm gleichzeitig Bildung und Vernunft heilig waren, so war dies wahrscheinlich weniger politische Taktik oder Traditionshörigkeit, sondern die gängige Tagesordnung natürlicher Kulturentwicklung. Ähnlich wie heute wurde die Vernunft gelehrt, war Grundlage aller Verhaltenslehren oder gar eines philosophischen Monotheismus. Auch den vielfältigen Reformbewegungen, die sich der Traditionshörigkeit bzw. dem Götterkult verweigerten, galt die Vernunft. Doch der Kulturbetrieb des Volkes war noch auf die alten Götter ausgerichtet. Wo heute von christlichen Bischöfen geredet wird und dann Tebarz van Elst vor Augen steht, waren Vorsteher konkurrierender oder sich gar bitter bekämpfende Bewegungen verschiedener Bildungsmetropolen, die sich zur Vernunft (zum Logos) bekannten. Die den alten Göttern nicht mehr opfern wollten, daher als atheistisch verfolgt wurden. Der Logos-Christuskult war in seiner "kult"förmigen Ausdrucksweise noch nicht geboren. Dafür musste erst die einheitliche Kirche gebaut werden. Denn allein mit den wilden atheistischen Sekten, bei denen nach Schätzung der Historiker bereits zehn Prozent der Bevölkerung ihre Hoffnung auf die Vernunft setzten (Vorsicht: Heute wird dies immer einheitlich mit Jesus übersetzt) und diese auf verschiedene Weise auch kultisch als Christus verehrten, war noch kein Staat zu machen. Zwar galten auch den Römern und Griechen vielfältige Götter ohne feste Lehre. Ein gemeinsamer Kult, der auf kreative Weise an die traditionsbedeutende Gestalten anschloss, war noch nicht gegeben. Doch das war die Voraussetzung für eine Kulturgemeinschaft. Aber dazu fehlte nicht nur die Kulteinheit, sondern insbesondere die notwendige Gallionsfigur, die bei den Ägyptern der Pharao und später der Kaiser war.

Als sich die Wege von Islam und Kirche trennten, wurde über das Wesen der Vernunft gestritten

Weder der Bekehrung Konstantins, noch der Kulturdiskussion, bei der es in zahlreichen Konzilen um das Wesen des Logos als Christus ging, lagen die biblischen Jesus-texte zugrunde, über die heute die Schriftgelehrten streiten. Es ging um eine philosophische "Theologie", der die nun in Vernunft erkärte Weltwirklicheit zugrunde lag. Über das Wesen dieser Vernunft und menschlicher Erkenntnis oder Weisheit, ihre kulturgerechte Ausdrucksweise oder ihre Stellung zu den traditionellen Vorstellungen wurde dann jahrhundertelang gestritten.Und wenn in heutiger Exegese klar wird, dass auch in den kirchlichen Kultlesetexen die Weisheit spricht, sie hinter den Verhaltensweisen oder den hoheitlichen Aussagen steht und den Glaubensgrund der Väter erklärte/offenbarte. Ist es dann nicht nur unwissenschaftlich, weiter einen Wanderprediger an den Anfang stellen zu wollen, sondern höchst "unchristlich"? Zumindest im Sinne dessen, was der Begriff bedeutet. Denn eine bereits von den Alten erhoffte Heilswirkung kann heute weder von einem Handwerksburschen ausgehen, den der historisch-kritische Kurz-schluss hinterlässt, noch einem aufgesetzen Messiastitel oder einem dogmatisch zu bewahrenden hoheitlichen Mythen-Wesen. So ist die Welt im aufgeklärten Verstand des Alten (Auferstehung) nicht zur Vernunft bringen. So kann keine Begeisterung für das in natürlicher Kreativität Gegebene die Kulturen gemeinsam in Verant-wort-ung nehmen, deren blutigen Kämpfe im Namen von Gründergestalten und Büchern beenden.

Konstantin spricht hier auch für die auf ihn folgenden Kaiser bzw. das philosophisch-theologische Denken der Spätantike. Wo (nicht nur auf den Konzilen) das Wesen der Vernunft zur Diskussion stand. Weil damalige Denker im götterfreien, auf Vernunft/Logos gründenden monotheistischen Kult die Zukunft sahen. Und die Kaiser für ihre immer globalere Welt eine einheitliche Kirche für einen neuen staatstragenden Kult bauen wollten. Daher das Wesen der kreativen Vernunft/Logik allen natürlichen Werdens (heute z.B. Ökologie, Evolution) sowie daraus abgeleiteter menschlicher Weisheit (heute auch Humanismus) und ihr Verhältnis zu den Göttern/traditionellen Lehren der Väter einheitlich definiert werden musste.

Wie wahnsinnig es ist, bei dem, was heute über das Denken seiner Zeit und die Kulturprobleme in evolutionärer Entwicklung bekannt ist, ihm weiter zu unterstellen, er hätte mit Intellektuellen der damaligen Welt über das Wesen eines jungen Wanderpredigers gestritten, diesen als den damals philosophisch definierten Grund aller Kreativität (göttlich) gesehen, das soll er selbst sagen. Bei dem, was ihm gutgläubig oder von der Glaubenskritik alles unterstellt wird, möge ihm seine deftige Ausdrucksweise verziehen werden. 

Schon allein der Gedanke, dass damals über Generationen ein junger Guru als eine Art neuer Gott diskutiert worden sei, ist bei dem, was wir heute über die antike Hochzivilisation, der die Vernunft und Weisheit heilig war wissen, unmöglich. Es zeigt aber auch, wie die heutigen Jesusvorstellungen den Verstan und in Folge das Gerede von einem völlig menschlichen Gottesgebilde (der mit dem anfänglich geltenden unsagbaren Grund aller Kreativität nichts mehr zu tun hat) den Verstand versperren. Mit menschlichen Gottesbildern, die die polemischen Kritiker dann zurecht mit "Spagettimonster" vergleichen, kann man alles machen. Da könnte auch ein jüdischer Guru Gott gewesen sein. Aber es gibt kaum was Absurderes, wie die damals in Vernunft erklärte natürliche Kreativität/Schöpfung, die nicht nur dem Monotheismus Zarathustras und damit der Propheten, sondern auch dem antiker Philosophie zugrunde lag, in göttlichen Menschen begründen zu wollen. Kein Mensch kann die kreative/schöpferischen Wirklichkeit gewesen sein. Es war zwar das Problem antiker Entwicklung, dass die antiken Kaiser sich selbst mehr oder weniger vergöttern ließen, jedoch ihre Autorität als Göttersöhne oder Begründung des Rechtes längst an die Vernunft verloren hatten. Doch was ein junger Guru mit der von den Vätern in Göttern personifizierten Kreativität des Ganzen zu tun gehabt haben soll, die nach antik-wissenschaftlichem Monismus nun in Vernunft erklärt, daraus Lebensweisheit/Verhaltenslehren abgeleitet wurden, das ist völlig unerklärlich.

Konstantin nach heutigem Wissenliefert den absoluten Beweis

Der ausgezeichnete Beitrag unter Wikipedia fasst auf hervorragende Weise das heutige Wissen über Konstantin zusammen. Er hilft, sich in einen Kaiser hineinzuversetzen, ihn zu den Herausforderungen seiner Zeit und seinen Beweggründen sprechen zu lassen. Doch egal, ob man Konstantin für einen Tyrannen hält, einen machthungrigen Taktiker, der allein seinen Globalisierungsplänen folgt oder dabei auch einen Theologen bedenkt, der genau aus diesen Gründen nach kultureller Einheit sucht. Allein sich den die komische Sonnenordnung vergötternden, kosmopolitischen und kriegstaktischen Kaiser vor Augen zu führen, der später philosophisch gebildet Intellektuelle der gesamten hochzivilisierten Welt zusammentrommelte macht mehr als deutlich: Die heutige Unterstellung, dass über das Wesen eines Heilspredigers mit Namen Jesus oder ein Hirngespinst bzw. Konstrukt der späteren Kirche gestritten wurde, ist völlig absurd,

Auch wenn sich die Autoren von Wiki oder sonstige Historiker in ihren Werken nicht mit der Frage nach dem christlichen Wesen beschäftigen, mit Sicherheit der heutigen Hypothese folgen. Jeder zweite Satz der Konstantindarstellung von Wiki oder in den sonstigen historischen Werken macht die Unhaltbarkeit heutiger Hypothese deutlich, ist ein Beleg dafür, dass der Grund des christlichen Kultes die durch Bildung gegebene Vernunft war.

-Wer die Auflösung der römischen Terachie ("Vierherrschaft") beschreibt und auch sonst deutlich macht, wie die römischen Kaiser ihre Kult-Autorität immer mehr verloren, das Imperium Romanum in eine Krisenzeit geraten war, der kann doch nicht allen Ernstes annehmen, dass jetzt ein jüdischer Junghandwerker mit Namen Jesus an die Stelle bisheriger Göttersöhne trat. Der zeigt doch auf, wie eine neue Gallionsfigur gebraucht wurde.  Warum die an die statt Kaiser jetzt als Lehrautorität den Ton angebende Vernunft ein menschliches Gesicht bzw. eine kulturgerechte Gestalt brauchte.

-Und selbst wenn man alles Wissen über Bord wirft und annimmt, der Kaiser habe sich aus Machtgründen oder religiösen Gefühlswallungen von der (nun in Vernunft erklärten) Sonnenordnung als Sol abgewandt und für einen Juden als wahren Gottessohn begeistert. Mit Blick auf seine Umwelt, die Diskussion der Zeit über das Wesen des Logos ist ein junger Mann mit absoluter Sicherheit so wenig zu machen, wie ein religöses Hirngespinst.

-Einem Kaiser, dem Bildung und Vernunft heilig waren, der innere Reformen vorantrieb und der als politischer Taktiker die Grenzen sicherte, Globalisierungspläne hatte, bei dem liegt auf der Hand, dass er die zur Vernunft bekennenden, jedoch bekämpfenden Bewegungen einen wollte. Ein junger Mann als mehr Gott ist mit dem auf keinen Fall zu machen. 

Konstantin der Große - Kaiser zwischen Machtpolitik und Religion

So beleuchtet beispielsweise der in Pretoria und Freiburg lehrende Geschichtsprofessor Klaus Rosen die gegensätzlichen Berichte über den Kaiser, der den christlichen Kult ermöglichte, maßgebend an der einheitlich-katholischen Kirche baute.

Auch sein kritisches Bild der Gesamtpersönlichkeit des ersten christlichen Herrschers, lässt ebenso wie alle geschichtswissenschaftlichen Werke über die Geschichte der gesamten Spätantike, der Kaiser vor und nach Konstantin, keinen anderen Schluss zu, als dass die Vernunft an die Stelle der Göttermythen, ihres Opferkultes und der geisterhaften Orakel getreten ist, dieser dann in der Geschichte ein Gesicht mit Bart gegeben wurde. 

Egal, was von dem alles freie Dichtung ist, was über die römischen Kaiser als Machtpolitiker, ihren philosophischen Monotheismus und Kult und ihre davon ausgehendes Selbstverständnis geschrieben wurde. Kaiser, die sich auf ein höchstes schöpferisches Wesen beriefen, dies wie Konstantin in der Sonne verehrten, so Jupiter oder Zeus im Kult als Väter aller inzwischen in Vernunft erklärten Götter verstanden, die haben sich nicht zu dem bekehrt, was heute als Christus gilt. Eine Zeit, bei der sich die Bildung für die Vernunft begeisterte, darin einen monistischen Monotheismus begründet, Opferkult und Leberschau gegen den Logos eintauscht bzw. die Zukunft und Lebenslehre in Vernunft begründete, der kann nicht länger unterstellt werden, was heutige Hypothese ist: Die Sekte eines Heilspredigers zur Weltkirche gemacht, über das schöpferische Wesen eines nun für die Lebenslehre maßgebenden wundersamen jungen Mannes als Begründung eines neuen, nun universal gültigen Monotheismus und jahrhundertelang nicht nur auf Konzilen, sondern in der gesamten Kultur gestritten zu haben. Auch ein fiktives Glaubenskonstrukt bzw. eine freie Erfindung ist bei dem, was wir heute über das antike Denken und Diskutieren wissen, völlig unmöglich.

Mehr als dies in kurzen und oft voreingenommen Darstellungen oder auch unter dem ausgezeichneten Wiki-Beitrag möglich ist, muss man sich wie bei Klaus Rosen die gesamten politischen Aktivitäten der Kaiserzeit, die Kriege, die Taktiken, die Gesetzgebung und das gesamten Leben antiker Hochzivilisation Tag für Tag bzw. so detailgetreu wie möglich vor Augen führen. Um dann zu erkennen, wie absurd die heutige Hypothese von der Erhebung der Sekte eines Heilspredigers ist.

Es ist nicht nötig, den unzähligen Konstantin-Biografien eine neue hinzuzufügen. Vielmehr gilt es das Wissen, das aus all den Werken spricht, hier beispielsweise durch Klaus Rosen, auf glaubensunvoreingenommene Weise auszuwerten.

-Auch wenn die Ansicht der Inschriften, die einen Kaiser verkündeten, der "zum Wohl des Staates geboren und der größte Sieger..." sei, nicht geteilt wird. Das Wohl des Staates war die kaiserliche Aufgabe auch des Herrschers, der dann dem neuen Vernunft- als Christus-Kult anhing, dem die seine der Tradition hörigen Vorgänger oder auch noch sein Neffe Justian mit Stumpf und Stil verhindern wollten.

-Wer selbst das Machtstreben zur Alleinherrschaft nach der Vierkaiser-Führung (Tetrarchie) im Rahmen des kaiserlichen Monotheismus bedenkt. Dabei deutlich macht, dass es dabei nicht um die Macht eines Nationalstaates ging oder die Mehrung des Reichtums für seinen leiblichen Nachfolger. Wie vielmehr Konstantin in der Monarchie die Umsetzung einer in himmlischer Realität bzw. von Natur vorgegebenen -monotheistischen - Ordnung sah, der kann nicht weiter unterstellen, was heutige Glaubenshypothese ist.

-Allein die verschieden Autoren auszuwerten, denen wir das Wissen über Konstantin verdanken bzw. die in dieser Zeit durchaus verschieden Ansichten in ihren Geschichten verfassten, lassen den Wandel an einen jungen Guru oder ein Glaubenskonstrukt nicht mehr zu. Man muss beispielsweise Praxagoras großartigen Würdigungen Konstantins als tüchtigsten aller Kaiser, der alle Herrscher in den Schatten stellte, nicht folgen. Doch mit diesem philosophischen Denker vor Augen, wie er unter Wiki beschrieben wird und der sich weiterhin an die in philosophischer Vernunft verstanden Göttern hielt (sog. Heide blieb), lässt so wenig ein junger Mann machen, wie mit Lactanz. Der aus der philosophischen Bildung Afrikas kommende Rhetoriklehrer, der als christlicher Cicero gilt, Kirchenvater und Apologet und in Trier auch die Kaisersöhne ausbildete, hat die heidnische Literatur nicht abgelegt, sondern ebenso in Vernunft gelesen und genutzt, wie die christlichen Kultlesetexte. Auch mit ihm, wie mit allen anderen Denkern dieser Zeit, ist ein Glaube an die Gottheit eines jüdischen Heilspredigers oder ein Hirngespinst nicht zu machen. Allein seine theologischen bzw. göttlichen Unterweisungen, die sich auch mit antiker Philosophie, die weiterhin der Mythologie huldigt, kritisch auseinandersetzen, machen einen jungen Mann unmöglich.

-Selbst wenn sich herausstellen sollte, dass Eusebius von Caesarea, dessen Chronik vielen Geschichtsforschern als Grundlage der Kirchengeschichte dient und dessen Konstantin-Vita, auch wenn inzwischen als märchenhafte christliche Verherrlichung gelesen, bisher das Meiste über den ersten christlichen Kaiser hergab, erst eine Erfindung mittelalterlicher Mönche ist. Was kritische Geister im Forum Atheisten.org unter "Wann wurde das Christentum konstruiert" nachweisen wollen. Dann ist dessen Konstantin-Vita keine freie Erfindung, sondern zeigt, wie noch im Mittelalter weit mehr als heute bewusst war, welcher Geisteswandel sich in der Spätantike in Berufung auf den Logos-Christus vollzog. Von einem jungen Mann nach heutiger Leseweise wäre der geschichtliche Eusebius so wenig ausgegangen, wie eine für die Darstellung der Kirchengeschichte konstruierte Figur bzw. die so das Geschehen aus ihrer Sicht bildhaft machende Mönche.

-Wenn nach Ansicht der antiken Kaiser (auch der Gegner des Christentums) die Welt von einem höchsten Wesen regiert wurde, dessen Herrschaft sich auf Erden spiegeln solle, dann hatte das mehr mit einem heute als Ökologie zu lebenden Monismus zu tun, der in der Antike geltenden Umsetzung von Natur in Kultur, als mit dem, was heute allgemein als Gott gilt. Und mit einem jungen Guru als Neubegründung des jüdischen Monotheismus ist dann gleich gar nichts zu machen.

 -Allein das Mailänder Toleranzedikt, die Anerkennung der Kirche als Korporation des öffentlichen Rechtes durch die beiden Kaiser. Oder dass der gebildete Christ Lactantis, der als Erzieher des Kaisersohnes in Trier tätig war, den Mitkaiser Licinius ebenso wie Konstantin als Retter der Christen lobt. All das zeigt: Der Wandel war nicht einer persönlichen Eingebung Konstantins zu verdanken. Er ist auch nicht in egal welchen, evtl. doch machtpolitisch-persönlichen Gründen von Konstantins zu suchen. Es war eine kulturelle Entwicklung, bei der der neue jüdisch orientierte Vernunft-Kult anerkannt wurde und sich immer mehr durchsetze. Das Christusmonogramm auf dem Helm des Kaisers hat ebenso wenig mit einem wundertätigen Wanderguru, wie der bei den kaiserlich zu schlichtenden innerkirchlichen Streitereien, z.B. mit Donatisten, das Thema gewesen sein kann.

-Man muss sich die gesamte strategische Kriegskunst, ebenso wie den kaiserlichen Kult, eine in der Sonne begründete und durch in repräsentierte, umzusetzende kosmische Ordnung als Grundlage seines Monotheismus, zumindest Henotheismus bedenken, bis zur Begründung einer neuen Stadt gründete. Dann kann man unmöglich davon ausgehen, Ossius von Cordoba als Berater hätte Konstantin dazu überredet, sich jetzt zu dem in einem jungen Juden begründeten Monotheismus zu bekennen. (Wobei sicher auch Ossius von Cordoba nicht von einem wundertätigen Guru ausging, sondern dem lebendigen Wort, das im Werden der Welt/Logos wahrgenommen wurde.) 

-Wenn Konstantin vom Henotheismus (eine neuzeitliche Bezeichnung für den auf  verschiedene Göttern bezogenen Monotheismus: eines einzigen kreativen Grundes des Gesamten) zu einem Monotheismus mit Anspruch auf Alleinbesitz der erlösenden Wahrheit wechselte, dann hatte das einen Grund: Die Wahrheit bzw. Wirklichkeit der Welt wurde jetzt in Vernunft erklärt. Mit einem jüdischen Junghandwerker und seiner Sekte, die so zur Weltreligion wurde, kann das Christogramm auf dem Helm des Kaisers auf jeden Fall nichts zu tun haben.

-Auch das die Menschen nicht über Nacht, durch eine plötzliche Eingebung oder Überredung zu Christen wurden, sondern sie unter anderem Christen waren, auch wenn teilweise die traditionellen Götter noch galten, lässt darauf schließen: Die Entstehung des Christentums war anders, als bei der Heilsprediger-Hypothese angenommen. Nach der Erklärung kosmischer Ordnung in Vernunft hat sich in Kulturentwicklung der Logos als Grund eine jüdisch orientierten Monotheismus immer mehr durchgesetzt. Auch wenn dabei noch bereits in Vernunft erklärte Götter galten. Und so war für Konstantin, der es mit dem Christentum "ernst meinte" auch weiterhin der Sonnenkult (von dem jedes historisch freigelegte Element, die heutige Hypothese kippen müsste) mit dem Christentum mehr als vereinbar.

-Wer von einem "Solaren Monotheismus" Konstantins schreibt, wie er auch zum christlichen Sonntag führte, der kann der sonntäglichen Kirchenpredigt nicht weiter die Vergötterung eines wundertätigen Wanderprediger unterstellen wollen. So war auch der Synkretismus der antiken Hochzivilisation kein Göttergemisch, das mit einem Guru angereichert wurde, sondern die kreative Synthese der verschiedenen Kultkonzepte.

-Dass Konstantin den Grund des christlichen Kultes bzw. die Vernunft auch als Grant für seine Siege und das Wohl der Menschen in ein einem multikulturellen Reich sah, bei dem sich der Mythos als Vergangenheit erwies, ist mehr als klar. Mit einem am Kreuz (dem Siegeszeichen Konstantins) hingerichteten jungen Mann, der im neuen Kult vergöttert bzw. zum Christusmythos wurde, dann gebildete Kreis im Umfeld des Kaisers ansprach, ist das alles nicht zu machen.

-Nicht ein philosophisch-theologischer Streit, den Konstantin zu schlichten hatte, nicht eine er Parteien, lässt sich außerhalb des damals geltenden Logos bzw. in einem als solchen gesehenen oder dazu gemachten Guru begründen.

-Weder ging es in dem von der Bildungsmetropole Alexandrien, in der bekanntlich der Logos theologisch-christologisch galt, um einen jungen Mann. Noch war beim kaiserlichen Kreuz um eine Hinrichtungsgerät das Thema oder beim Ostertermin, um den er mit 200 Bischöfen stritt, das Datum für dessen Wiedererweckung eines wegen Häresie zur Zeit des Augustus hingerichteten Heilspredigers oder ein frommes Hirngespinst.

-Ob an das jüdische Passah Bezug genommen wird, ob die Vernunft/Logik allen Werdens die Person (Rolle/Aufgabe) des unsagbaren Einen kreativen Grundes übernimmt oder bezeugt, ob sie gezeugt ist oder ob sie einen gemeinsame Grund bezeugt, über all das und mehr kann man streiten. Dieser Zeit den Streit über einen Christusmythos oder einen jungen Mann zu unterstellen, ist Wissensverweigerung.

-Wozu auch gehört, dass der Streit um das christliche Wesen verbissen in breiten Bevölkerungsschichten geführt wurde, (Ähnlich wie heute meist gedacht wird, dass die Vernunft Gott entbehrlich macht, statt den einen kreativen Grund des Gesamten der Väter zu bezeugen) und keine rein innerkirchliche Dogmatik im Sinne von heutigen Schriftgelehrten war.

-Die gesamten Überbauungen der alten Kultstätten zeigen eine Fortentwicklung der alten Kultkonzepte, die in antiker Aufklärung auf allegorische Weise neu verstanden und Magisches verboten wurden: so Auferstehung war.

-Wenn Konstantin dann Bildnisse von sich entfernen ließ, keine Götteropfer zu seinen Ehren mehr abgehalten werden durften und er gar in der Armee, in der er das Sonntagsgebet einführte, die Opferpraxis abschaffte, dann hat all das seinen Grund: Der kein junger Guru war. Und auch dem Kaiser zu unterstellen, er wäre aus machtpolitischen Motiven zum Christentum gewechselt, das geht nicht bei einem Kaiser, der sich dem Opferkult verweigert.

-Die Zweckmäßigkeit (weder Blindheit, frommes Bauchgefühl oder Buchstabenhörigkeit), die der Kaiser als ein am Wohl des Volkes orientierter Herrscher mit globalen Zukunftsvisionen, im Christentum sah, kann ihren Grund nur in der den gesamten Kosmos bestimmenden Vernunft gehabt haben, die jetzt auch im Kult galt, Wort war. 

-Selbst wenn Konstantin dann auch das traditionsorientierte Judentum, das die Vernunft aburteilt bzw. das an die Römer weitergibt, nicht als Henker eines Heilsprediger-Gottes verfolgen will, dann lässt sich sein Christsein nicht nach heute geltender Hypothese erklären.

Man könnte ewig weitermachen. Denn wie auch beim Wachstum einer Pflanze im Laufe der Jahrtausende, so gibt es für die kurze Zeit menschlicher Kultur im Wandel nur einen Grund. Und der ist bei Natur und Kultur identisch. Ohne die Rolle des den Vätern gültigen universalen Grundes aller Kreativität zu übernehmen.-

Bildergebnis für konstantin kaiser bilderHier geht es nicht darum, Konstantin einen Heiligenschein zu verleihen oder nie rosig gewesenen Zeiten nachzutrauern. Auch wenn das heutige Wissen um die Hochzivilisation der Spätantike hier die Grundlage ist, so wird zur deutlicheren Darstellung wahrscheinlich "zu dick aufgetragen" : Z.B. wenn Konstantin vom globalen Geist sinnstifender Weltvernunft spricht, der nach seiner Sicht weder allein durch philosophische Lehren, Gesetze oder kriegerische Gewalt zu erreichen war. Und warum er daher für diesen Logos bzw. die davon ausgehende zukunftschaffende Weisheit einen universal gültigen Kult: die Kirche bauen musste. Letztlich spielen die Lebensleistung, die Beweggründe und die Glaubens-Einstellung Konstantins auch nur eine untergeordnete Rolle. Doch eines ist klar und primäres Thema. Ihm und seinen Nachfolgern zu unterstellen, sie hätten sich zur Sekte eines göttlichen Heilspredigers bekannt, dafür den Sonnen- und Götterkult aufgegeben und einen jungen Juden dann jahrhundertelang als das diskutiert, was ihnen als Logos/Vernunft galt oder nur ein Hirngespinst zur Selbstverherrlichung in die Welt gesetzt, das ist Wissensverweigerung.

1. Konstantin: Ich bleibe schuldig - ihr müsst den Wechsel einlösen?

Ich bekenne mich schuldig. Nicht jedoch, weil ich den Geist der antiken Hochzivilisation wegen eines jungen Heilspredigers als Christus verraten hätte. Wie mir kirchenkritische Geschichtsforscher im Kurzschluss heutiger Jesus-Hypothese vorwerfen, ich sei kein „Großer“ gewesen. Vielmehr fühle ich mich als Wortführer der Diskussionsrunden über das Wesen der Vernunft mitverantwortlich, dass sich heute Christen und Moslems auf zweibeinige Gründergestalten und Glaubensbücher wie Kanon oder Koran berufen. Sich dann im blutigen Kampf die Kulturen die Köpfe einschlage, im Orient junge Frauen geschändet und ihre Väter  sowie Brüder umgebracht werden und Millionen die Flucht ergreifen. Daher eine auch den Orient weiter zurückwerfende Völkerwanderung einsetzt. Weil junge Moslems im Name Mohammeds – wie er später aus unserer Christologiediskussion hervorging – im Haß auf die westliche-christliche Welt einen mittelalterlichen Gottesstaat gründen wollen. Statt sich auf die uns damals geltende Vernunft des Weltganzen zu berufen, die sich dann im Westen in Jesus, im Orient in Mohammed ausdrückte. Was moderne mündige Menschen in schöpferische (z.B. ökologische) Verant-wort-ung nehmen würde. Um auf kreative Weise gemeinsame Zukunft zu gestaltet oder nach ganzheitlicher Natur glücklich zu leben.

Die mir unterstellte Kleinkariertheit, die Hochzivilisation an die Kirche verraten zu haben, können meine Kritiker im Spiegel betrachten. Denn alles, was sie über mich und meine Zeit bzw. die Anfänge des durch mich im Westen weitgehend geeinten Christuskultes zutage fördern, zeigt ganz eindeutig: Mir und damit auch bei unserer Diskussion ging es um das Wesen des Logos/der Vernunft und Weisheit, die der antiken Aufklärung hoch und heilig, Gegenstand aller philosophischen, für uns theologischen Lehren war. Die heute allgemein geltende Hypothese von der Sekte eines Heilspredigers, die durch mich und meine Nachfolger zur Weltkirche wurde, die ist noch weit weniger historisch, als die märchenhaften Darstellungen der Kirchenschriftsteller, bezüglich meiner nächtlichen Eingebungen und Bekehrungen. Oder dass mich Gott am Ohr gekratzt hätte. Auch die These, dass ich oder meine Nachfolger sich durch die hellenistische Erhöhung eines handauflegenden Handwerksburschen zum Halbgott selbst einen Heiligenschein aufsetzen wollten, hat mit historischer Realität nichts am Hut. Dies ist so weltfremd, wie zu denken, dass wir einen jungen Juden oder gar ein fiktives christologisches Glaubenskonstrukt gegen Sol & Co. bzw. die bereits in Vernunft erklärten Götter eingetauscht hätten. 

So wenig wie am Anfang des Monotheismus, bei den Ägyptern oder im persischen Exil bei Zarathustra (damit den Propheten), galt uns ein junger Mann oder ein fiktives Konstrukt als Grund des erneuerten Monotheismus und der davon ausgehenden Verhaltenslehren. Die in der Natur beobachtete bzw. nun in Vernunft erkärte Kreativität, wie sie für viele Kulturen in der Sonnenordnung ihren sichtbaresten Ausdruck hatte, war das Maß der Dinge. Es ist kaum zu fassen, wie ihr den Kult der gesamten alten Hochkulturen, deren großartige Leistungen oder Bauten bei Bildungsreisen bestaunt werden, in der kosmischen Ordnung begründet. Und dann der Wurzel eurer Kultur bzw. mir unterstellt, einen jüdischen Guru oder ein Geisteskonstrukt zum neuen Sol gemacht zu haben. Die Maya, die jenseits des großen Teiches wie ich die Sonne verehrten, darauf nicht nur ihren Kalender, sondern ihre gesamte Kultur ausrichteten, habe ich nicht gekannt. Doch wenn ihr wisst, dass dort nicht spekulative Sterndeuterei oder reiner Wissenschaftsbetrieb der Antrieb für die Erforschung des Sonnensystemes war, sondern die Ausrichtung der Kultur an der kreativen kosmischen Ordnung. Dann galt bekanntlich Ähnliches auch für die spätantantike Philosophie, die aus der Natur bzw. kreativen Dynamik des Kosmos lernen wollte. Die daher keine schriftgelehrte Buchlese oder Bauchrhetorik, sondern echte Theologie war. Und so wenig wie den Ägyptern, die nicht nur den ersten Monotheismus und später an Trinität anklingende Theologiemodelle in kosmischer Ordnung als Maat begründeten oder die wie die Hebräer Himmelsbeobachter waren, kann mir unterstellt werden, meinen Himmelskult gegen einen mehr oder weniger göttlichen Heilsprediger eingetauscht zu haben. Wie ihr wisst, war es unser Ziel, die Vernunft, nach der wir jetzt die gesamte Natur erklärten, in Kultur umzusetzen. Was beileibe kein banaler Sozialdarwinismus war, wie ihr allein an der Stoa seht. Wobei die Stoa nur eine unserer Lerhen war, die die oft triebhaft-egoistische menschliche Natur und Kurzsicht der kreativen und damit wahren Vernunft unterordnen sollte. Und genau diese Vernunft galt es in einheitlicher Weise zu definieren. Um darauf einen Kult zu gründen, in dem die Vernunft auf kulturgerechte Weise verinnerlicht, zur Welt gebracht, gefeiert und zeitgemäß verant-wort-lich gelebt werden sollte.

Wenn wir es trotz der unzähligen Konzile nicht schafften, den Wechsel vom Mythos zum Logos einzulösen, den neuen Logos-Kult zu einen. Damit die Vergottung der erst viel später einheitlich Jesus genannten Vernunft und gleichzeitig ihre völlige Banalisierung im Bild des Heilsprediges, daher Aber-glaube (trotzdem) zu verhindern. Dann fühle ich mich zwar mitverantwortlich. Auch für euren Kampf der Kulturen. Doch solltet ihr bedenken, dass bei uns die Zeit noch nicht reif, die euch nun mögliche aufgeklärte Ein-sicht noch nicht geben war. Wenn daher der Wechsel bei mir noch prolongiert werden musste, dann weil das euch gegebene Wissen nocht nicht war. Und weil unsere Kultur noch auf die alten Bilder angewiesen war. Auch der Verfall der Antike, die weiteren gegenseitigen Verfolgungen innherhalb der westlichen Kultur, was damals auch zur Bücherverbrennung oder Verdammung heidnischer Kultformen führte und weitere Wirrungen, sind die schlimmen Folgen. Gegen die nur die euch inzwischen gegebene Aufklärung hilft. Denn ihr habt die Chance, den Wechsel einzulösen, bevor er zur Protest geht. Auch wenn ihr bei der dazu dringend not-wendigen kulturgeschichtlichen Aufkärung der naturwissenschaftlichen Aufklärung noch bös hinterher hinkt.

2. Aller Anfang ging von Vernunft aus

Euch ist doch bekannt, wie es nicht nur Arius und Athanasius von Alexandrien, deren unheilvollen Streit ich nicht schlichten konnte, sondern echt allen anfänglichen Kirchenlehrern um den Logos/die Vernunft ging. Und das noch lange über mich hinaus. Und wer die "Wissenschaftsstadt" in Nordafrika mit der größten Bibliothek der Welt in höchsten Tönen lobt und weiß, wie dort auf hochtheologische-philosophische Weise monotheistisch-reformend gedacht wurde. Der braucht noch nicht mal bei Philo von Alexandrien nachzublättern, der bekanntermaßen vom Logos bzw. einer Vernunft ausging, wie sie philosophisch definiert wurde. Was auch den kirchlichen Wissenschaftlern als Ursprung der Christologie gilt. Gleichwohl sie in sonderbarer Weise weiter den Sohn eine "jungen Frau" als christlichen Glaubensgrund annehmen. Denn wer sich von euch kurz von der Hypothese eines jungen Heilspredigers frei macht, die an den theologischen Hochschulen das Weiterdenken verhindert, der weiß, dass die für uns damals maßgebende Vernunft nicht nur Thema der aus Alexandrien, wie anderen antiken Bildungszentren kommenden Streitparteien oder der von dort ausgehenden urchristlichen Bewegungen war. Dem muss vielmehr langsam auch ein Licht aufgehen, was mir, wie allen weiteren anfänglichen christlichen Denkern galt bzw. hinter der Person des biblischen und historischen Jesus steht!

Ihr weist nach, wie alle urchristliche Erkenntnis, ebenso wie die spätere Kirchenlehre (die „falsche“ Gnosis/Erkenntnis ablehnte, weil sie sich z.B. nicht vom alten Glauben oder jüdischer Weisheit abkoppelt wollte), der Logos (damit die den Philosophen geltende Vernunft) als Wesen des neuen Kultes galt. Von Justin als erstem Verfasser christlicher Texte, über Marcion, der das Alte Testament/dessen Gottesbegriff ablehnte und daher einen ersten Kanon schuf, bis zum philosophischen Kirchenvater Origenes, der mit die meisten Texte hinterlassen hat. Ebenso galt Irenäus von Lyon, Tertullian, Eusebius oder allen Alexandrienern, die die Kirche entscheidend prägten, die Vernunft. Aber auch den späteren Vertretern wie Augustinus & Co. ging es noch um den Logos. Selbst wenn die frühen Denker die Bedeutung des menschlichen Wesens mehr oder weniger betonten, wie bei den eindeutigen Logos-Jüngern Justin oder Origenes. Oder wenn sie das Verhältnis zum vormals in Göttern personifizierten Grund aller Kreativiität auf verschiedene Weise definierten. Es kann dabei nur um die kulturgerechte Umsetzung oder Ausdrucksweise (Person: Rolle/Aufgabe) der Vernunft gegangen sein, die nur so ihre kreative Wirkung in Kultur entfaltete. Womit auch die menschlich-kultgerechte Ausdrucksweise/Person (Rolle/Aufgabe, für die der Legende nach auch meine Mutter Hellena steht) kein doketistisches Scheinwesen war, sondern eine kreative Funktion in Kulturgeschichte hatte. Aber allein die anfängliche Diskussion mit ebenso „urchristlichen“ Doketisten, die die menschliche Ausdrucksweise für ein Scheinwesen hielten, müsste euch doch bereits deutlich machen: Der heute für historisch gehaltene Heilsprediger ist ein Hirngespinst von Halbaufklärung. Auch z.B. ein als "Christ" geltender Logoslehrer wie Marcion, der im Gegensatz zu den Kirchenvätern das Alte Testament und dessen Gottesvorstellung ablehnte, lässt keinen anderern Schluss zu.

Es gibt nicht einen anfänglichen Denker, bei dem sich nicht die Vernunft als das theologisch-christologische Thema erkennen lässt. Wie kommt ihr dann auf die absurde Idee, uns wäre es um das Wesen eines religionsrebellischen Junghandwerkers gegangen, der evtl.als Kyniker unterwegs war? Und den wir bei unseren unendlichen Diskussionen als Wort/Logos hellenisiert, an Stelle von Sol, Dionysos & Co. verehrt hätten. Die alten Götter und ihre Funktionen waren bekanntlich seit Platon in Vernunft erkärt. Und allein den von philosophischer Christologie ausgehenden Streithähnen aus der Bildungsmetropole Alexandrien zu unterstellen, es wäre ihnen um einen Wanderprediger gegangen oder eine diesem aufgesetzte Theologie, ist mehr als märchenhaft. Und mit den ganzen urchristichen Bewegungen, die in Norafrika unterwegs waren, sich gegenseitig der Häresie beschuldigten, ist das schon gleich gar nicht zu machen. Nicht eine der aus dem Wandel vom Mythos zum Logos hervorgegangenen urchristilichen Bewegungen, von Wandalen, über Manichäer bis Donatisten oder denen, die dann in Kirche oder Koran mündeten, lässt sich in einem Heilsprediger erklären oder dessen Hellenisierung. Nicht an einer Stelle der damaligen Welt, nicht einer der urchristlichen Denkweisen, die sich heute historisch rekonstruieren lassen, kann es um den gegangen sein, der heute wie selbstverständlich gar der Kritik als historisch gilt. Mit viel Phantasie und unter Vernachlässigung des Wissens um unser Denken könnte man mir ja noch unterstellen, den Glauben einen göttlichen jungen Mann missbraucht oder erst gemacht zu haben. Doch mit keiner der wilden anfänglichen Bewegungen, die sich meist in verschiedenartigen Definitionen von Logos und Lehren gegenseitig der Häresie beschuldigten, ist das zu machen.

Und auch wenn mir weiter im Nachplappern längt als unhistorisch erwiesener Schriftstücke nächtliche Halluzinationen unterstellt werden. Oder ob ebenso unhistorisch angenommen wird, ich hätte eine noch nicht vorhandene Kirchen aus machtpolitischen Gründen vor den Karren meiner Globalisierungspläne gespannt. Mir oder gar den Bewegungen vor mir unterstellen zu wollen, wir hätten über das Wesen eines handauflegenden Wunderheilers als lebendiges Wort/Logos und dessen Verhältnis zum Väterglaube gestritten, das ist bei eurem Wissen um unser Denken völlig hirnrissig. Die Wissensverweigerung, nach der mir weiter unterstellt wird, einen Wanderguru verherrlicht oder die Lehre eines missionsreisenden Wendepharisäer für meine Globalisierungspläne missbraucht zu haben, die ist ja noch schlimmer als alle Bücherverbrennungen, die der christlichen Kirche vorgeworfen werden.


 

Anfang des 4. Jahrhunderts waren bereits die meisten – auf der Karte blau umrandeten – Gebiete des Römischen Reiches christianisiert. Und 313 gewährte Konstantin der Große die Religionsfreiheit im gesamten Römischen Reich. Lutetia wurde Sitz eines Bistums. Ungefähr zu dieser Zeit wurde der Name Lutetia allmählich durch Paris ersetzt. Constantinople, das nicht zufällig zwischen den Kulturen, Osten und Westen entstand, sollte die neue Kulturhauptstadt werden. Die Hauptstadt eines Kultes, der auf den Logos/Vernunft gründete, die nicht nur nach philosophischer Diskussion der Zeit für auf der gesamten Erde galt. Das Kreuz bzw. Christogramm steht als Zeichen des Sieges der Vernunft/Weisheit an der Kreuzung der Kulturen. Es steht zwischen Mythos und logischer Erklärung der Welt, zwischen Ost und West. Mit dem Galgen für einen jüdischen Guru mit Namen Jesus hat es auf jeden Fall nichts zu tun.

Es ist gradezu absurd anzunehmen, die Mission einer Zeit, die alles Werden, wie die davon ausgehende (philosophische/christliche) Weisheit  (incl. der Nächstenliebe wie die Selbst) in Vernunft erklärte, wäre von einem jungen Mann ausgegangen, den man für eine Art Gott hielt. Noch absurder ist die Unterstellung, der Kaiser und seine Nachfolger hätten sich mit den Vordenkern von Kirche und Koran dann Jahrhundertelang in einer Diskussion, bei der es eindeutig um die damals gültige Vernunft ging, über das Wesen eines charismatischen Wanderpredigers oder ein Hirngespinst zur  eigenen Ermächtignung gestritten.

Auch warum die Zeit der heute wieder geltenden Nationalgeister um war, eine globaler Geist, die Kult-ivierung der Weltvernunft (die als Jesus in Geschichte bis zur Aufklärung geführt hat) notwendig war, lässt sich auf den Karten, die die Ausbreitung des römischen Reiches gerade Richtung Westen zeigen gut zeigen. So wie heute aus dem Süden und Osten die Menschen aufbrechen, kamen damals die Völkerwanderungen aus dem Westen.

 

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Es mag auch in der Zeit vor Konstantin bei den verschiedenen Erkenntnis- bzw. Gnosis- und sonstigen konkurrierenden Reformbewegungen, die sich dem bisherigen Götterkult oder jüdischer Traditionshörigkeit versagten sog. christliche Gemeinden gegeben haben mit Versammlungshäuser oder Kultstätten. Doch der Anfang der Kirche, was an Pfingsten gefeiert wird, war erst nach Konstantin. Nach dem Wandel vom Mythos zum Logos gab es insbesondere in ganz Nordafrika viele den Götter-/Kaiserkult verneinende Bewegungen oder Gemeinden, die auch brieflich miteinander diskutierten, Texte verfassten und sammelten. Doch es ist geschichtlicher Fakt: Erst die Kaiser, die den Logoskult nicht weiter verfolgten, versuchte die vielen auf die Vernunftlehre ausgerichteten, sich gegenseitig der Häresie beschuldigenden bzw. bekämpfenden Bewegungen zu einen. Und dass ein Sektenverfolger war, der sich nach seiner geheimnisvollen Wende jetzt Paulus nannte und durch seine Überredungsreisen rund um das Mittelmeer christliche Kirchen gründete, ist ein theologisch zutreffendes Märchen. Im banalen Sinne ist das allein durch die vielfältigen konkurrierenden wilden Bewegungen eines neuen monotheistischen Paradigmas (Paulus), die heute als urchristlich zutage gefördert werden, völlig unhalbar. Was wir wissen ist, dass wilde, sich gegenseitig bekämpfende Bewegungen waren, deren Erkenntnis (Gnosis) zu einem neuen monotheisistischen Paradigma im Namen Paulus führte. Worauf sich die spätere Kirche berief.

Pfingsten ist in jüdischer Tradition auch Passah (Auszug aus Ägypten) und Tora (Gabe der Weisung, des Gesetzes, Bücher Moses) entand. Was auch im Schawuod, damit wie viele kirchlicher Feiertage einem ganz natürlichen "Erntedank" seinen Fest-Ursprung hat. Historisch gesehen ist das Pfingstfest auch ein Frühlingsfest. Bräuche, die mit Wachsen, Blühen und Wiedererwachen der Natur zu tun haben, tauchen vor dem herannahenden Sommer noch einmal auf. Flurumritte, Grenzabschreitungen und P